Medienkritik - Jetzt wird zurückgeschossen

  • ernsthaft Cale ? deine Arrgumentationskette endet dann mit der definition von "Verbannung" auf Wikipedia und entkräftet damit die ausgesprochene Kritik weil es ja eigentlich Freiwillig von Breitner war ?

    Er gibt die Ehrenkarten freiwillig zurück. So habe ich das bisher verstanden.

    Willst du einfach nur Recht haben oder ist das wirklich dein Standpunkt dazu? Weil ganz ehrlich, zweiteres kauf ich dir nicht ab. Du bist nicht so.

    "...I hope that either all of us or none of us are judged by the actions we take in our weakest moments, but rather for the strength we show if, and when, we're ever given a second chance..." - Ted Lasso

  • Wo steht das mit dem zurückgeben? Gibt es dafür eine Quelle?

  • Das hat Breitner selbst gesagt. Trotzdem hat er das doch nicht von sich aus getan. Das war verletzter Stolz, nachdem er als Ehrenspielführer zur psersona non grata erklärt wurde. Daraus jetzt zu stricken, dass Breitner seine Karten freiwillig zurückgegeben hätte, ist lächerlich.

    I can't breathe.

  • Willst du einfach nur Recht haben oder ist das wirklich dein Standpunkt dazu? Weil ganz ehrlich, zweiteres kauf ich dir nicht ab. Du bist nicht so.

    Was mein Standpunkt ist, habe ich hier geschrieben. Rein rechtlich ist er scheinbar nicht verbannt oder rausgeworfen worden. Das ist der eine Punkt. Seine Karten gibt er freiwillig zurück.


    Der andere ist, dass ich es absolut verstehen kann, dass es Breitner so empfindet. Logisch, würde ich auch.


    Ich bin jedoch mit jedem weiteren Tag davon überzeugt, dass es Breitner aus persönlichen Gründen darauf angelegt hatte. Sonst wäre er nicht zum BR und nach der Reaktion des FC Bayern, auch noch zur Bild gegangen. Nicht Breitner.


    Das hat er schon darauf angelegt. Die Reaktion des FC Bayern kann ich verstehen. Und Breitner wusste, dass eine kommen würde. Ich hätte in einer vergleichbaren Situation sicher auch gesagt "Du, wenn Du es in so einer Situation nicht für nötig hältst persönlich mit uns zu sprechen, sondern lieber zu Presse und TV zu laufen, dann bleib doch lieber ganz weg". So besonders ist eine solche Reaktion nicht.


    Mir wäre es lieber gewesen, man hätte das noch alles bereinigen können. Schließe ich auch nach wie vor noch nicht aus. Aber da wird einiges in den letzten Jahren vorgefallen sein. Und so lange man das nicht kennt, bleibt es einfach schwer, es wirklich objektiv bewerten zu können.

    :rfc: Simply a Bear :rfc:

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  • Eben, so habe ich das auch verstanden. Das ist aber letztendlich keine Verbannung oder ein Rauswurf.

    Was sol es denn sonst sein wenn die drei höchst gesellten Personen in Verein und AG das so beschließen?

    Du wirst koana vo UNS

    In a world of compromise....Some don’t.


    Hängt die Nazis solange es noch Grüne gibt!

  • Eben, so habe ich das auch verstanden. Das ist aber letztendlich keine Verbannung oder ein Rauswurf.

    Was sol es denn sonst sein wenn die drei höchst gesellten Personen in Verein und AG das so beschließen?

    Das habe ich doch hier und hier erklärt. Wie gesagt nur meine persönliche Meinung.


    Das eine ist eine eventuell rechtliche Situation, das andere die menschliche Empfindung.


    Wenn Kuzze und die Admins Dir morgen mitteilen, dass Du aufgrund von irgendeinem Verhalten nicht mehr im Paderbornboard willkommen/erwünscht bist, Dir aber nicht die Rechte entziehen, dann bist Du nicht gesperrt oder verbannt. Schlicht unerwünscht.


    Dass Du das menschlich als Sperre oder Verbannung empfinden würdest, steht dabei auf einem anderen Blatt und wäre durchaus verständlich. Rein rechtlich wäre es das aber nicht.

    :rfc: Simply a Bear :rfc:

  • :flagge:
    Anwälte oder beamte argumentieren so

    "...I hope that either all of us or none of us are judged by the actions we take in our weakest moments, but rather for the strength we show if, and when, we're ever given a second chance..." - Ted Lasso

  • https://www.faz.net/aktuell/sp…ul-breitner-15925813.html


    Die FAZ beruft sich auf die SportBild - entsprechend muss jeder für sich wissen, ob er der Erläuterung Glauben schenken möchte oder nicht. Der FC Bayern hat sich wohl selbst dazu geäußert (interner Kommunikationsfehler), deshalb wird das wohl nicht frei erfunden sein.


    Kann mir kaum vorstellen, dass das tatsächlich die Ursache war, eher nur der Anlass. Wenn Hoeneß selbst angibt, 2015 mit Breitner gebrochen zu haben, dieser wiederum aber erst 2017 seinen Vertrag gekündigt hat, müssen in der Zwischenzeit noch andere Dinge passiert sein.

  • Ich äüßere mich als Außenstehender ja eigentlich nicht zu Bayern-Themen. Da es aber mittlerweile fast eine nationale Angelegenheit ist, meine Frage hierzu:


    Uli Hoeness verfolge ich nun seit 40 Jahren. Dennoch hat er nie so gewirkt, wie er aktuell wirkt: überfordert, unwirsch, unpräzise und ein bisschen planlos. Sonst hatte man immer das Gefühl, ein Uli Hoenes weiß, wass er tut. Dass ihn jetzt ein normales Bayernmitglied zum Aluhutträger macht ist doch nicht normal.


    Kann es nicht einfach sein, dass sich bei ihm allmählich eine Form der Demenz einschleicht?

    Es gibt verschiedene Ansätze, die Welt positiver zu gestalten. Faschismus ist keiner!

  • Ich äüßere mich als Außenstehender ja eigentlich nicht zu Bayern-Themen. Da es aber mittlerweile fast eine nationale Angelegenheit ist, meine Frage hierzu:


    Uli Hoeness verfolge ich nun seit 40 Jahren. Dennoch hat er nie so gewirkt, wie er aktuell wirkt: überfordert, unwirsch, unpräzise und ein bisschen planlos. Sonst hatte man immer das Gefühl, ein Uli Hoenes weiß, wass er tut. Dass ihn jetzt ein normales Bayernmitglied zum Aluhutträger macht ist doch nicht normal.


    Kann es nicht einfach sein, dass sich bei ihm allmählich eine Form der Demenz einschleicht?

    Mit Demenz hat das nichts zu tun. Er hat das letztens eigentlich ganz gut erklärt. Das ist nicht mehr seine Zeit.


    "Ich bin überrascht, was ein Wort von mir auslösen kann. Ich bin im Zeitalter der sozialen Medien nicht mehr der Uli Hoeneß, der ich sein möchte“, sagte er."


    Ich finde dieser Satz bringt es sehr gut auf den Punkt. Hoeneß hat schon immer polarisiert und auch gerne einen rausgehauen. Aber dann stand es in Zeitungen, mit vielleicht mal 1-2 Leserbriefen und wurde mal kurz im TV durchgequatscht. Ende. Diese Dynamik heute, diese Geschwindigkeit, diese Welle an Meinungen etc.. Das ist nicht mehr seine Zeit. Dafür ist er nicht mehr gemacht. Sind viele nicht mehr gemacht. Und er erkennt es ja auch. Sagt es offen. Allein es fehlt die Nachfolge.


    Hoeneß sitzt schon lange nicht mehr auf dem Stuhl, weil ihm Macht wichtig ist. Er sitzt nur noch da, weil er die Nachfolge vernünftig regeln will. Wenn die morgen geregelt werden könnte, wäre er übermorgen weg. Aber da fehlt es einfach an guten Leuten. Keiner will mehr Verantwortung übernehmen. Als Experte, irgendwelche lustigen Bankberater usw. verdient man super, kann ständig austeilen und braucht keinerlei Kritik befürchten, geschweige denn Verantwortung übernehmen. Und das ist das Problem. Sonst würde er gehen. Er will schon lange nicht mehr wirklich.


    Ein Hoeneß vor 10 Jahren hätte am Freitag auf der JHV nicht nur auf den Baxhmayr geantwortet, nein, es wäre eine Schlacht geworden. Das macht er nicht mehr, weil er weiß, dass er das nie gewinnen könnte. Selbst wenn er die Argumente auf seiner Seite hätte. Gegen die Welt der sozialen Medien usw. hast Du heute keine Chance mehr, wenn Du in dieser nicht aufgewachsen bist oder deren Regeln zumindest kennst und beherrscht.

    :rfc: Simply a Bear :rfc:

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  • Bzgl. der sozialen Medien stimme ich Dir durchaus zu, aber diesen Satz kannst Du nicht ernst meinen? Hoeneß musste nach seiner Gefängniszeit nicht zurück an die Macht, er wollte unbedingt. Und das ist noch nicht allzu lange her, auch da gab's schon soziale Medien. Hoeneß wusste auch wie es läuft durch seine Knastzeit.


    Es hat und hätte auch weiterhin ohne Zweifel ohne ihn geklappt.

    SCV und der FC

  • Word :nuke:

  • Bzgl. der sozialen Medien stimme ich Dir durchaus zu, aber diesen Satz kannst Du nicht ernst meinen? Hoeneß musste nach seiner Gefängniszeit nicht zurück an die Macht, er wollte unbedingt. Und das ist noch nicht allzu lange her, auch da gab's schon soziale Medien. Hoeneß wusste auch wie es läuft durch seine Knastzeit.


    Es hat und hätte auch weiterhin ohne Zweifel ohne ihn geklappt.

    Doch, den Satz meine ich ernst. Dieser Mann liebt diesen Verein über alles. Das kann man wahrscheinlich in Deutschland mit keinem anderen Offiziellen vergleichen. Und er wollte selbst die Nachfolge regeln. Das ist sein Lebenswerk. Und ein verdammt gutes! Da ist es doch völlig verständlich, dass man all das in Ruhe und geordnet übergeben will. Für die einen ist es Macht, für mich ist es Verantwortung.


    Und was die sozialen Medien angeht, natürlich gab es die schon vorher. Aber ich finde auch, dass die von Jahr zu Jahr eine immer größere Wucht bekommen. Erleben wir doch auch bei anderen Themen. Was wirklich gesagt wurde, interessiert binnen Sekunden schon niemand mehr. Da wird eine andere Aussage geboren und ab geht die Post.


    Ob es ohne Hoeneß auch weiterhin geklappt hätte, weiß doch niemand. Er war gut 2 Jahre weg. Da war vieles eine Übergangslösung. Das kann man immer mal machen. Aber ein kompletter Ausstieg, eine Übergabe für immer, von beiden, Hoeneß und Rummenigge, ist da doch etwas ganz anderes.

    :rfc: Simply a Bear :rfc:

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  • Es hat ganz hervorragend ohne ihn geklappt. Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass es nicht auch weiterhin gut geklappt hätte.


    Im Übrigen hätte Hoeneß eine Übergabe an jüngere Leute längst regeln können, wenn er gewollt hätte. Aber bei Lahm z. B. hatte er ja Angst, zu viel Macht abgeben zu müssen.

    I can't breathe.

  • Es hat ganz hervorragend ohne ihn geklappt. Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass es nicht auch weiterhin gut geklappt hätte.

    Habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, dass es niemand weiß. Es ist für mich einfach ein Unterschied, ob ein Unternehmen mal auf Zeit auf einen der Hauptverantwortlichen verzichten muss oder ob ein Unternehmen dieser Größenordnung komplett übergeben wird. Zumal auch noch ein Sammer wegbrach.


    Im Übrigen hätte Hoeneß eine Übergabe an jüngere Leute längst regeln können, wenn er gewollt hätte. Aber bei Lahm z. B. hatte er ja Angst, zu viel Macht abgeben zu müssen.

    Weißt Du das? Ich nicht. Das ist doch reine Spekulation. Ich habe Lahm mit seinen Forderungen nicht als einen geeigneten Nachfolger gesehen. Noch nicht.

    :rfc: Simply a Bear :rfc:

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  • Es hat ganz hervorragend ohne ihn geklappt. Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass es nicht auch weiterhin gut geklappt hätte.

    Habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, dass es niemand weiß. Es ist für mich einfach ein Unterschied, ob ein Unternehmen mal auf Zeit auf einen der Hauptverantwortlichen verzichten muss oder ob ein Unternehmen dieser Größenordnung komplett übergeben wird. Zumal auch noch ein Sammer wegbrach.

    Im Übrigen hätte Hoeneß eine Übergabe an jüngere Leute längst regeln können, wenn er gewollt hätte. Aber bei Lahm z. B. hatte er ja Angst, zu viel Macht abgeben zu müssen.

    Weißt Du das? Ich nicht. Das ist doch reine Spekulation. Ich habe Lahm mit seinen Forderungen nicht als einen geeigneten Nachfolger gesehen. Noch nicht.

    Man weiß nie, ob so eine Übergabe funktioniert. Aber wenn man so argumentiert, dann wird man nie eine Übergabe hinkriegen. Da kann der Hoeneß ja gleich wieder kandidieren nächstes Jahr.


    Auch das mit Lahm ist so ein Ding. Wenn man die Jungen nicht ranlässt, dann ist es doch kein Wunder, dass man keine Nachfolge hinkriegt.

    I can't breathe.

  • Es ist ein typisches Merkmal von langjährigen Machtinhabern, dass sie meinen, keine geeigneten Nachfolger/innen finden zu können. Ihr Anforderungsprofil sind sie selbst. Sie denken, ohne mich geht's doch schließlich nicht und dann wird Jahr für Jahr das nächste Jahr im Amt verkündet, solange man sie denn lässt. Letzteres ist eng damit verknüpft: Irgendwann hast du im Machtapparat nur noch Leute sitzen, die dir ihren eigenen Posten zu verdanken haben. Da muss sich schon eine größere Intrige ereignen, damit etwas passiert. Wohlmöglich hat Paul Breitner das ja 2015 versucht. ;)

  • Die Überbrückung hat doch nur wegen Hopfner (und den übrigen handelnden Personen) so reibungslos funktioniert, da Hopfner den Landen von Grund auf kannte (und mit den übrigen handelnden Personen perfekt eingespielt war).
    ABER: Es war immer klar, dass Hopfner leider nur für diese Übergangszeit zur Verfügung stand.


    Bei Lahm ist doch auch nicht bekannt, ob er das Amt so übernommen hätte. Da ist auch nur ein Teil der Wahrheit bekannt. Sieht man ja jetzt wieder bei Kahn. Habe die Tage gelesen was Kahn alles an Voraussetzungen erfüllen bzw. Tätigkeiten niederlegen müsste, um als Vorstand (in Vollzeit) bei der FC Bayern AG einzusteigen. Dabei vermittelte der Artikel (bei mir) zuerst den Eindruck, dass dies Voraussetzungen von Seite der Bayern seien. Bei näherem Hinsehen, und was für mich auch vollkommen logisch ist, müsste dies Kahn aber aus eigenem Interesse und eigenen Verpflichtungen zunächst regeln, denn auch ein Oliver Kahn kann nicht mehrere Vollzeitjobs nebeneinander erledigen.
    Ähnlich wäre es ja bei Lahm gewesen und würde es auch jetzt sein. Der hat doch mittlerweile auch einige eigene Firmen und Beteiligungen, mit entsprechenden Verpflichtungen.

    Einmal editiert, zuletzt von Legos ()

  • Puh Calle. Das ist mir echt zu wenig: "Die sozialen Medien sind Schuld. Ich kann den Krieg nicht gewinnen, es ist egal, was ich sage."


    Er hat über Jahrzehnte den Eindruck erweckt, dass alles was er tut, einen Plan hat. Auch wenn ihm da sicher einiges zugefallen sein mag und er vielleicht öfter impulsiv und nicht nach Plan gehandelt hat. Allerdings ist das die letzten Wochen doch ein albernes Theater und verfolgt keinen Plan mehr. Uli hat sich selten so direkt selbst widersprochen wie heute. Das finde ich nicht normal. Er findet einfach auch keine Argumente mehr. Die Kritik an den Katar-Deals des FC Bayern sind nicht "von langer Hand geplant" sondern einfach nur für sich sprechend. Und er hat auf sowas noch nie so hilflos reagiert. Dann noch die leere Drohung einen Tag hinterher: "Früher hätte es direkt gerappelt." Was soll das denn sein?


    Klar, lebt man beim FC Bayern mittlerweile in seiner eigenen Welt. Wenn Heynckes sagt, er habe in seiner letzten Amtszeit München nicht einmal gesehen, fällt mir dazu nicht viel ein. Auch nicht zur Arroganz von Hoeness, als er meinte, er sei armes Justizopfer, das nur wegen seiner Bekanntheit so lange in den Bau musste. Einfach bar jedweder Realitäten.


    Aber das jetzt errinert an einen senilen alten Mann. Und das Theater wird langsam unwürdig. :schulterzucken:

    Es gibt verschiedene Ansätze, die Welt positiver zu gestalten. Faschismus ist keiner!

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