Jeder Vorwurf (außer der, der spezlwirtschaft (den ich aber genauso für möglich halte)) ist für mich nicht von der Hand zu weißen, ob fundiert und sachlich oder leicht überspitzt.
Aber das ist ja einfach der Punkt. Man kann es aufführen, wie es Legos hier fantastisch gemacht hat, aber es wird ignoriert und einfach weitergemacht. Macht es aber nicht wahr.
Das beginnt, wie Legos absolut richtig sagt, schon mit dem großen Fehler, eine gemeinsame Entscheidung der führenden Personen als einen Alleingang von Hoeneß darzustellen. Das war bei Bachmayr so und das ist hier im Forum immer noch so, obwohl es jeder eigentlich mittlerweile besser weiß. Und dann hat es einfach keinen Sinn.
Zu dem Vorwurf der Vetternwirtschaft. Auch das konnte Bachmayr am Ende nicht klar ausführen. Aber mal abgesehen davon, frage ich in die Runde, ob dieser Vorwurf denn nicht schon immer beim FC Bayern hätte kommen können? Ja, was ist es denn, wenn man über Jahrzehnte ehemalige Spieler in den Verein einbindet? Das ist doch am Ende des Tages nichts anderes. Wenn man wollte, hätte man das schon immer als Spezlwirtschaft bezeichnen können. Aber es war stets erfolgreich.
Wenn er nicht in der Lage ist sachlich mit Kritik umzugehen ist er als Präsident ungeeignet. Er hat es ja selbst gesagt, dass er damit nicht hätte umgehen können. Von einer abstrusen Gruppe hat selbst er nicht gesrpochen.
Ich finde es nach wie vor richtig, dass Hoeneß oder auch das gesamte Podium (denn es waren Vorwürfe an die Person Hoeneß allein ja auch zum Teil komplett falsch) an dem Abend nicht auf den Vortrag von Bachmayr eingegangen sind. Das wäre 100%ig in einer polemischen Schlammschlacht geendet, an dessen Ende lediglich Presse, Medien, die Öffentlichkeit und von mir aus auch noch die Hardcore-Hoeneß-Gegner in der Halle profitiert hätten. Aber ganz sicher nicht der Verein.
Dafür war der Vortrag von Bachmayr einfach zu schlecht. Nicht, dass seine Vorwürfe und seine Kritik alle falsch waren. Das nicht. Aber einige eben schon. In der Gesamtheit einfach nicht sauber genug ausgearbeitet und zu polemisch. Polemik hat er gestern im Merkur ja selbst eingeräumt, wo er btw gleich den nächsten Mist erzählt hat. Ich kenne ihn nicht. Vielleicht wollte er, dass es ausartet. Vielleicht wollte es auch eine Gruppe. Alles möglich oder auch nicht. Niemand weiß das. Aber es wäre an dem Abend so nicht gutgegangen. Das mag man nun kritisieren oder es richtig finden.
Aber selbst für einen wie mich, der es als richtig empfand nicht zu antworten, ist es damit nicht vom Tisch. Wie ist denn die aktuelle Situation in der Fanszene? Gibt es den Fanrat noch? Ist der aktiv und gut angesehen? Meiner Meinung nach könnte, nein müsste sich der oder eine Gruppe von ausgewählten und anerkannten Fans (schön gemischt) doch mit den führenden Personen (es geht bei weitem eben nicht nur um Hoeneß) zusammensetzen, die Fragen und Kritik in Ruhe anführen und dann gibt es anschließend ein gemeinsames Statement. Das wäre meiner Meinung nach die beste Lösung. Für alle. Vor allem aber für den Verein und so hätte man die reißerische Presse und Medien außen vor und würde zusammen bestimmen, was Fakt ist und was nicht.