Meine liebste / gehasste Einkaufsmöglichkeit

  • Danke für die Auf- und ins Detail gehende Erklärung, Kater! Und was du über Jawoll bei dir zu berichten weißt, das hamwer bei uns hier genauso mit Thomas Philips. Die Russen wollen indes ja laut eigenen Aussagen nur bei uns im Osten expandieren, aus gutem und bereits genanntem Grund. Aldi oder Lidl werden sie wenig bis nichts streitig machen können, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich persönlich glaube, das Ding wird nicht lange laufen, die anfängliche Neugier verfliegt irgendwann auch wieder und dann sind sie einer von vielen. Und da haben andere längst das Geweih auf.

    Drei Buchstaben, zwei Farben, eine Gemeinschaft

    Pivotechnik ist kein Verbrechen
    :drink:


    Lerne Schweigen ohne zu Platzen

  • und auf im Kleingedruckten so gekennzeichnete B-Ware aus Deutschland. Letzteres halte ich, was besonders verderbliche Lebensmittel angeht, als ziemlich bedenklich. Muss ja irgend jemand von den anderen Discountern hier erstmal abgelehnt haben.


    B-Ware muss nicht schlecht sein. Da kann bei einer Packung das Label falsch sitzen, dann ist es schon B-Ware, oder beim Spaghetti-Eis fehlt eine Komponente, dann ist es auch Bruch. Und die werden sicher auch aus nicht abgeholter Produktion anbieten, wie andere Läden.


    muss es sich in nicht unerheblichem Maß dabei auch um so ne abgepackte XXL-Ware handeln - wo du also ein Rudel Wölfe daheim haben musst, um das zeitnah zu vertilgen (2kg-Pakete gefrorene Beeren,


    2Kg Beeren kannst aber wunderbar schubweise nutzen ;)
    Wir haben das teilweise auch gemacht, 5Kg Hühnerbrust gekauft oder 2Kg Hackfleich und dann umportionieren. Im Endeffekt genau das gleiche wie das, was in 500g Packung daneben liegt, mit günstigerem Kilopreis...


    Ich denke das wird seine Nische finden, mehr aber auch nicht.


    Wenn sie die Aldi und Lidl Preise unterbieten, dann könnte es genau den Platz einnehmen, den Aldi früher hatte.

    "Das ist die perfekte Welle, das ist der perfekte Tag. Lass dich einfach von ihr tragen, denk am besten gar nicht nach"

    - Christian Drosten

  • Bei Jawoll finde ich es außerdem sehr schön, dass die einige kleinere Lieferanten aus der Lüneburger Heide (deren Firmensitz und mein Zuhause) haben, sodass man sich ab und zu auch mal ein paar heimatliche Sachen kaufen kann.


    Das war auch bei Thomas Phillips und Zimmermann so, dass sie von kleineren Herstellern in allen möglichen Regionen kaufen und das dann deutschlandweit anbieten, dass man in Mainz dann Produkte von kleinen bayrischen Produzenten genauso bekommen hat wie von kleinen norddeutschen.


    Das Prinzip mit Überproduktion, B-Ware und aus Schaden kaufen, gibt es im Übrigen schon richtig lange, wir hatten in den 80ern schon so nen Laden vor den Toren Bremens

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    - Christian Drosten

  • Die Russen wollen indes ja laut eigenen Aussagen nur bei uns im Osten expandieren, aus gutem und bereits genanntem Grund.

    Ich denke, das liegt eher daran, dass euer Landstrich - auch nach 30 Jahren - kulturell doch noch einige Verbindungen zum ehemaligen Mütterchen Heimat hat. "Wir" hatten mit den Russen ja nie was am Hut, daher wäre es für die hier sehr schwierig Fuß zu fassen.


    Generell gilt aber: Verstehst du den (speziellen) deutschen Markt nicht, biste schneller wieder weg als du gucken kannst. Wal-Mart, unser glatzköpfiger Ex-Chef aus England, die Kanadier bei Kaufhof. Da kannste - wie der Russe jetzt - auf der Billigschiene fahren, das wird dir nix nützen, wenn du es nicht adaptieren kannst. Der einzige ausländische Einzelhändler, der schon lange durchhält, dürfte tatsächlich der Netto mit Hund sein. :amkopfkratz:

    Nanakorobiyaoki

  • "Wir" hatten mit den Russen ja nie was am Hut, daher wäre es für die hier sehr schwierig Fuß zu fassen.


    Schon richtig, aber es gibt auch im Westen viele Russen und Mix Markt z.B. ist seit den späten 90ern von NRW aus in Deutschland expandiert mit osteuropäischen Artikeln und die halten sich ganz gut, ohne absolute Billigpreise.

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    - Christian Drosten

  • Die Russen wollen indes ja laut eigenen Aussagen nur bei uns im Osten expandieren, aus gutem und bereits genanntem Grund.

    Ich denke, das liegt eher daran, dass euer Landstrich - auch nach 30 Jahren - kulturell doch noch einige Verbindungen zum ehemaligen Mütterchen Heimat hat. "Wir" hatten mit den Russen ja nie was am Hut, daher wäre es für die hier sehr schwierig Fuß zu fassen.

    Das ist rein emotional betrachtet natürlich ein schlagkräftiges Argument - я понимаю тебя! :D

    muss es sich in nicht unerheblichem Maß dabei auch um so ne abgepackte XXL-Ware handeln - wo du also ein Rudel Wölfe daheim haben musst, um das zeitnah zu vertilgen (2kg-Pakete gefrorene Beeren,

    2Kg Beeren kannst aber wunderbar schubweise nutzen ;)
    Wir haben das teilweise auch gemacht, 5Kg Hühnerbrust gekauft oder 2Kg Hackfleich und dann umportionieren. Im Endeffekt genau das gleiche wie das, was in 500g Packung daneben liegt, mit günstigerem Kilopreis...

    So und da kommen wir wieder auf die regionalen Begebenheiten von sehr vielen von uns hier zu sprechen. Ja, das mit dem Portionieren ist durchaus im Geltungsbereich. Nur brauchst du dafür auch die technischen Kapazitäten, die Räumlichkeiten, will sagen das entsprechende Eigenheim mit Vorratskeller. Da tickt die Uhr bei sehr vielen hier völlig anders und das wird sich auch nicht ändern. Ich könnte mir gut vorstellen, dass z.B. fürs Gaststättengewerbe oder auch größere Familien solche XXL-Angebote ab und an Sinn machen. Aber sonst...du weißt ja, bei uns sagt man dazu "Das frisste doch nich ab." Den Rest verwurste ich dann vermutlich am Sonntag im Stammtisch dazu. In handelsüblichen Mengen und nich von der Palette. :D

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  • Auch in kleinen Wohnungen bzw Küchen ohne Vorratskammer kann man mit ein bisschen Organisation gut Vorräte lagern. Ich hatte viele Jahre ein einfaches Holzregal in der Küche, in dem Kiloweise Nudeln, Reis, Konserven, etc lagerten.


    Ich habe ewig suchen müssen um wenigstens 1 kg-Packungen von Sonnenblumenkernen und Kürbiskernen zu finden. Für Nudeln, Reis, Mehl und Haferflocken suche ich noch Großpackungen.
    Denn abgesehen vom günstigeren Preis spart man auch Verpackungsmüll.

    Reinfliegen in jedes Duell und hoffen, dass danach der andere liegt und nicht du.


    Matthias Lehmann

  • Auch in kleinen Wohnungen bzw Küchen ohne Vorratskammer kann man mit ein bisschen Organisation gut Vorräte lagern. Ich hatte viele Jahre ein einfaches Holzregal in der Küche, in dem Kiloweise Nudeln, Reis, Konserven, etc lagerten.


    Ich habe ewig suchen müssen um wenigstens 1 kg-Packungen von Sonnenblumenkernen und Kürbiskernen zu finden. Für Nudeln, Reis, Mehl und Haferflocken suche ich noch Großpackungen.
    Denn abgesehen vom günstigeren Preis spart man auch Verpackungsmüll.

    Hast du einen Metro in der Umgebung? Da bekommt man immer Großpackungen.

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • Naja, du musst halt ein angemeldetes Gewerbe haben. Und nur um bei der Metro einkaufen zu können, ist mir das zu stressig. Viel sparen tut man bei einem Einkauf in der Metro nämlich nicht unbedingt, im Vergleich zum herkömmlichen Supermarkt. Wir machen auf der Arbeit 1x im Jahr ne Grillparty für unsere Abteilung und da hatten wir in den letzten Jahren immer bei der Metro geholt. Dieses Jahr waren wir beim Getränkemarkt und für das Fleisch bei Krümmel (kennt man im Ruhrpott :D ). Mehr gezahlt als bei der Metro haben wir nicht, dafür ist der Stress entfallen, uns von irgendwem ne Metro-Karte zu besorgen.

    Nanakorobiyaoki

  • Für manche Firmen, in Schneiderleins Fall wohl eine Kita, wenn ich das richtig verstanden habe, kann doch so eine Karte für die Einkäufe und auch für die Mitarbeiter lohnen. Preise vergleichen macht natürlich Sinn. Auf jeden Fall gibt's dort Großpackungen.

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • "Wir" hatten mit den Russen ja nie was am Hut, daher wäre es für die hier sehr schwierig Fuß zu fassen.

    Schon richtig, aber es gibt auch im Westen viele Russen und Mix Markt z.B. ist seit den späten 90ern von NRW aus in Deutschland expandiert mit osteuropäischen Artikeln und die halten sich ganz gut, ohne absolute Billigpreise.


    Mix Markt ist geil, da haben wir nun auch endlich einen in Regensburg. Bezüglich normalen, deutschen Supermärkten ist er zwei kein Discounter, bezüglich der russischen Tante-Emma-Läden hier aber schon. Wir hatten zwar mit dem katjuscha-Markt vorher schon so eine Art Supermarkt für russische/osteurop. Lebensmittel, aber die waren doch recht teure.


    Bei diesen neuen russischen Läden die jetzt im Osten aufmachen (sollen) hatte ich ja erst gedacht es wären auch Märkte wo man hauptsächlich russische Sachen bekommt, aber leider ist das ja nicht der Fall.

  • Ich nehms mal aus dem Aufreger-Thread hier rüber.


    Warum kauft man Backwaren, egal ob Brot, Brötchen oder Gebäck bei den "Backstationen" in den Supermärkten, und da schließ ich keinen aus. Die Sachen schmecken da einfach egal bei wem einfach nicht. Da ist mir (fast) jeder Bäcker hundert Mal lieber, auch wenns eine kleine Kette ist. (Starback und co. zählen da auch nicht)

  • Das Problem ist doch aber, dass es kaum noch echte Bäcker gibt. Du sprichst von kleinen Ketten, aber der Unterschied einer Kette zur kleinen Kette ist doch nur, dass die kleine regional und nicht deutschlandweit ist. Und selbst die kleinen Bäcker backen heute kaum noch selbst, weil sie sonst preislich gar nicht mehr mithalten könnten. Die kaufen sich dann die Rohlinge von den Ketten und backen diese nur noch auf. Ok, qualitativ ist ne kleine Kette was anderes als Backwerk oder Back-Factory, aber trotzdem industriell.
    Dass man in einer deutschen Grossstadt einen echten Bäcker findet, der noch alles selber backt ist reines Glücksspiel. Ne Konditorei ist da hingegen was anderes.

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    - Christian Drosten

  • Och...wenn die Geschmacksnerven erstmal betäubt oder abgetötet sind, schmeckt vermutlich so manch fertig oder gar aufgebackener Teigling himmlisch. Komm mir bitte niemand mit dem Preis beim echten Bäcker...echtes Handwerk hat ne echte und faire Entlohnung verdient. Und Gott sei Dank backen da noch paar handwerklich einwandfrei und nachvollziehbar.

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    Einmal editiert, zuletzt von SGD-Herzblut ()

  • Das Problem ist doch aber, dass es kaum noch echte Bäcker gibt. Du sprichst von kleinen Ketten, aber der Unterschied einer Kette zur kleinen Kette ist doch nur, dass die kleine regional und nicht deutschlandweit ist. Und selbst die kleinen Bäcker backen heute kaum noch selbst, weil sie sonst preislich gar nicht mehr mithalten könnten. Die kaufen sich dann die Rohlinge von den Ketten und backen diese nur noch auf. Ok, qualitativ ist ne kleine Kette was anderes als Backwerk oder Back-Factory, aber trotzdem industriell.
    Dass man in einer deutschen Grossstadt einen echten Bäcker findet, der noch alles selber backt ist reines Glücksspiel. Ne Konditorei ist da hingegen was anderes.

    Also die Bäckereien hier in der Ecke, auch wenn es kleine dörfliche Ketten sind, backen alle selbst

    SCV und der FC

  • Ich kenne auch genug Bäcker die noch selber backen.
    Und da zahle ich dann auch gerne etwas mehr...

  • Ich geh halt immer von meiner Situation aus. In Bamberg, wo ich herkomme, ist man relativ verwöhnt (wie bei so vielen Dingen). Da gibts eine relativ große Kette, deren Sachen aber immernoch sehr gut sind. Dazu dann einige kleinere Bäckereien mit nur ein paar Filialen oder gar nur einer.
    Im Vergleich dazu Würzburg, wo sich 2-3 Big Player bekriegen, deren Zeug allerdings meist zum Vergessen ist, aber die Leute kaufen dann halt trotzdem da. Dann gibts zwei Bäckereien die den Namen noch verdienen und regelmäßiger anzutreffen sind, aber da muss man schon seine Wege gehn und dann gibts noch 1-2 kleine, die man aber schon mit der Lupe suchen muss.

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