Andere Vereine - Meinungen / News / Diskussionen

  • Was die Ausnahmen angeht, sehe ich das auch so. Wobei das jetzt recht schwer gehen dürfte. Man hat Ihnen die Teilnahme genehmigt und die haben sich dementsprechend aufgestellt. Sie jetzt einfach plötzlich rauszuschmeissen, wird schwer machbar sein.


    Ich schreibe nicht, dass es ohne 50 plus 1 garantiert mehr Spannung gäbe. Deine Beispiele sind auch etwas einseitig gewählt. England ist z.B. ein großes Gegenbeispiel. Sowahl was die Liga angeht, als auch was einzelne Clubs angeht.
    Fakt ist, dass der Status jetzt in Zukunft eher weniger, als mehr Spannung garantiert.


    Und nein, ich sehe es nicht so, dass es derjenige nicht gut mit den Clubs meinen kann. Wie gesagt: Es ist nachvollziehbar, dass man mitbestimmen möchte, was mit seinem Geld geschieht und es ist keineswegs ausgeschlossen, dass derjenige immer zum Wohle des Clubs handelt. Schließlich wird das seinem Investment auch nicht schaden.
    Und von "entreißen kann auch keine Rede sein", wenn sich die Clubs und damit die Mehrheit der Mitglieder für einen neuen Weg und einen seriösen Investor entscheiden.


    Es ist kein Muss. Der Wunsch, dass es eine Option sollte, ist nachvollziehbar. Schon alleine, weil die meisten Clubs schon lange nicht mehr wirklich mitgliederbestimmt sind, was die großen Entscheidungen im Tagesgeschäft angeht.

  • Mal ganz dumm gefragt:


    Die Abschaffung von 50 plus 1, würde ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Vereinsmitglieder die Kontrolle verlieren. Es bliebe ja erst mal alles beim Altern und die Clus selber, und da eben die Mitglieder entscheiden doch selber, ob man nen neuen Weg geht oder nicht.
    Und wenn sie für nen Investor stimmen, ist das eben der Wunsch der Mehrheit. Aber wenn die Gegner wirklich in der Überzahl sind, würde das ja eher nicht so weit kommen.

    Im Beitrag drüber schreibst du das Gegenteil.

    Du wirst koana vo UNS

    In a world of compromise....Some don’t.


    Hängt die Nazis solange es noch Grüne gibt!

  • Ausnahmen sind nie gut.

    Deswegen sollte man die bisherigen 50+1-Ausnahmen am besten auch aus der Liga ausschließen.


    Ausnahmen von 50+1 haben wir doch auch jetzt schon in der Liga und die machen den Kampf um die Meisterschaft nicht gerade spannend. Nach dem Aufstieg waren Hopp und sein Dorf der Zweitklassigkeit schon deutlich näher als einem Titel. RedBull ist ein unglaublich finanzstarker Eigentümer, die reißen aber auch nichts. Die haben ja nicht mal ihre Filiale in Salzburg in die CL bringen können. Hamburg und Hannover haben 50+1 auch weniger eingehalten, als es eigentlich richtig wäre. Ach ja, Wolfsburg und Leverkusen? Nee, die sind solange schon dabei und haben entweder eine Schale mal erobert und sind danach wieder nach unten in der Tabelle gewandert (Wolfsburg) oder waren jahrelang oben dran und sind dann mit den letzten CL-Reformen auch allmählich auf Abstand gekommen (Leverkusen).
    Abgesehen davon, dass all diese Ausnahmen und Halbausnahmen andere Vereine aus der Bundesliga verdrängen konnten/können, schaffen die auch nichts. Hannover unterläuft seit Jahren 50+1 und trotzdem ist man nicht einen Schritt weiter als der SC Freiburg.


    RB Leipzig ist doch formell gar keine Ausnahme von 50+1 wie beispielsweise Leverkusen oder Wolfsburg. Und was meinst du, wie schnell die Werksklubs auf deren Mitglieder-1000€-Beitragssystem "umstellen" würden, drohe man ihnen mit Ausschluss.

  • Und von "entreißen kann auch keine Rede sein", wenn sich die Clubs und damit die Mehrheit der Mitglieder für einen neuen Weg und einen seriösen Investor entscheiden.


    Es ist kein Muss. Der Wunsch, dass es eine Option sollte, ist nachvollziehbar. Schon alleine, weil die meisten Clubs schon lange nicht mehr wirklich mitgliederbestimmt sind, was die großen Entscheidungen im Tagesgeschäft angeht.

    Du siehst doch gerade in Hannover, dass es sehr wohl ein "entreißen" geben kann. Da werden demokratiasche Beschlüsse ignoriert, vor Abstimmungen der Opposition Möglichkeiten der Information untersagt und ein Klima der Angst geschaffen ("sonst wird 96 in der vierten Liga verschwinden").
    Und jetzt stell dir mal vor, Mainz, Freiburg, Augsburg und Nürnberg verkaufen ihre Profimannschaften, diese Konstrukte können alles kaufen, was zwei Beine hat und belegen die Jahre darauf die Plätze 3-6. Dann gibt es Angebote an Gladbach und Stuttgart. Was werden die wohl machen im Angesicht der neuen schwerreichen Konkurrenz?
    Man muss diese Spirale doch nicht komplett unnötig munter weiter drehen. Und um zu sehen, wo das alles hinführen kann muss man doch nur mal den Blick nach Salzburg oder Wimbledon werfen...
    Gerade bei ersteren kann man übrigens auch sehen, wie man geschickt lügen kann, um die Anhänger zu beruhigen und einzuwickeln.

    Det' Vestegnen mod København. Det' kampen, hvor vi lægger dem i graven.

    Blod på trøjen det er ikke nok...!

  • Ich seh das ähnlich wie Frankenkompetenz, am Ende des Tages wird die Wettbewerbsfähigkeit die Diskussion entscheiden.
    Kriegt Deutschland international nicht die Kurve, wird 50+1 denk ich über kurz oder lang fallen.

    Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht überwindet - erst dann wird es Frieden geben - Jimi Hendrix

  • Die Gefahr, sollte 50+1 fallen, sehe ich nicht einmal in der ersten Generation. Der erste " Besitzer, Geldgeber"- wie auch immer hat ja in der Regel Interesse am Fussball selbst, identifiziert sich mit Standort und Verein. Sollte es hier aber irgendwann an Geld oder Motivation fehlen, fällt der Verein mal in eine Erbmasse oder wird sonstwie verkauft- das ist für mich die Apokalypse der Fussballwelt..


    Eine Vollbremsung zu machen und die entsprechenden Clubs jetzt auszuschließen, würde zu einer Parallelliga führen. Noch mehr Anstoßzeiten, noch mehr Regeln.
    Ein Zurück zu den Vereinsstrukturen kann meiner Meinung nach nur erfolgen, wenn man den Vereinen 20 Jahre oder mehr gibt, ihre Mannschaft zurückzukaufen. Zu einem Stichtag sozusagen, ab dem nur noch Vereinsfußball beim DFB zuzulassen wäre. Ebenso wie der Fussball sich über lange Zeit von den Vereinen wegentwickelt hat, wird er brauchen, um dorthin zurückzugehen. Ein breite Basis als Volkssport, schaffen, nicht nur in der Liga, im Verein, sondern so, dass jeder Verein auch einen Platz um Bolzen hat, damit Kinder, Jugendliche überhaupt alle , die Spaß daran haben, wieder Fussball "spielen" können.Nicht immer gleich den Leistungsgedanken dabei.
    Das füllt vielleicht nicht ein Stadion mit 60000 Menschen, aber es bringt wieder Talente hervor und Begeisterung für Fussball an der Basis und damit auch Qualität..

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • Die Gefahr, sollte 50+1 fallen, sehe ich nicht einmal in der ersten Generation. Der erste " Besitzer, Geldgeber"- wie auch immer hat ja in der Regel Interesse am Fussball selbst, identifiziert sich mit Standort und Verein. Sollte es hier aber irgendwann an Geld oder Motivation fehlen, fällt der Verein mal in eine Erbmasse oder wird sonstwie verkauft- das ist für mich die Apokalypse der Fussballwelt..

    Also der "erste Geldgeber" bei 60 hat ja ein riesen Interesse an Fussball, identifiziert sich mit den Pöbel aus Giesing und kennt den TSV aus seiner Jugend und mag die alten abgefuckten Sitze auf der Haupttribüne im Sechzger, er hat halt grad wenig Zeit ;D;D;D


    Das sagt er mir immer und immer wieder, wen wir uns beim Bugatti oder Bentley Händler in Dubai übern weg laufen und bei Kaviar und Schampus auf die Zukunft anstoßen :D


    fuck politics & fuck religion

  • Kriegt Deutschland international nicht die Kurve, wird 50+1 denk ich über kurz oder lang fallen.

    Ich glaube das wird es so oder so. Fallen. Ist es ja auch eigentlich schon längst. Man nennt es nur Ausnahmen.

    :rfc: Simply a Bear :rfc:

  • Die Gefahr, sollte 50+1 fallen, sehe ich nicht einmal in der ersten Generation. Der erste " Besitzer, Geldgeber"- wie auch immer hat ja in der Regel Interesse am Fussball selbst, identifiziert sich mit Standort und Verein. Sollte es hier aber irgendwann an Geld oder Motivation fehlen, fällt der Verein mal in eine Erbmasse oder wird sonstwie verkauft- das ist für mich die Apokalypse der Fussballwelt..

    Diese Gefahr seh ich auch so.
    Ließe sich aber bei der Übergabe an die "erste Generation" alles vertraglich regeln.
    Glaube mal gelesen zu haben, dass z.B. Kind bei 96 das so machen will, dass für den Verein -egal was am Ende des Tages noch passiert- kein Risiko besteht.

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  • Die Gefahr, sollte 50+1 fallen, sehe ich nicht einmal in der ersten Generation. Der erste " Besitzer, Geldgeber"- wie auch immer hat ja in der Regel Interesse am Fussball selbst, identifiziert sich mit Standort und Verein. Sollte es hier aber irgendwann an Geld oder Motivation fehlen, fällt der Verein mal in eine Erbmasse oder wird sonstwie verkauft- das ist für mich die Apokalypse der Fussballwelt..

    Also der "erste Geldgeber" bei 60 hat ja ein riesen Interesse an Fussball, identifiziert sich mit den Pöbel aus Giesing und kennt den TSV aus seiner Jugend und mag die alten abgefuckten Sitze auf der Haupttribüne im Sechzger, er hat halt grad wenig Zeit ;D;D;D
    Das sagt er mir immer und immer wieder, wen wir uns beim Bugatti oder Bentley Händler in Dubai übern weg laufen und bei Kaviar und Schampus auf die Zukunft anstoßen :D

    Bei 1860 gings los mit der Ausgliederung der 1.Mannschaft schon 2002. Nikolai Schwarzer wäre der erste Investor gewesen, wenn man die ausreichende Geduld besessen und entsprechende Verträge ausgehandelt hätte.
    Über Geld und Verbindungen muss jeder verfügen, der im Fussball ein Vermögen verbrennen wil, ob als Sponsor oder Investor.

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  • Du konzentrierst Dich schon sehr auf die negativen Beispiele.
    Es wird sich regel lassen können, dass kein Club gekauft wird, der nicht gekauft werden will.
    Und darum geht es doch.
    Warum wirfst Du nicht einen Blick nach Chelsea, City oder Liverpool?


    Ich sage nicht, dass eine Abschaffung von 50 plus 1 Besserung garantiert. Alles zu belassen, wie es ist garantiert allerdings, dass es nicht besser, sondern eher schlechter wird in Sachen Konkurrenzfähigkeit.
    Und es kommt noch dazu, dass ich außer der Abschaffung als Chance, keinen anderen Weg kenne, der "uns" konkurrenzfähiger macht.


    Und ich denke nicht, dass man erwarten kann, dass sich alles Klubs mit dem drohenden Schicksal abfinden. Die Klubverantwortlichen sind keine Fans, denen es nur um das Spiel und die Stimmung geht.


    Investoren sind nicht zwangläufig Lügner!
    Es gibt zig Beispiele von in e.V.s gewählten Lügnern und Betrügern, die Traditionsklubs ruiniert haben.

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  • Sorry, aber Chelsea, ManCity und Liverpool sind spätestens durch ihre Besitzer zu absoluten Dreckskonstrukten geworfen, die ihren Anteil daran haben, dass für absolute Durchschnittsspieler Unsummen hingeblättert werden. Wenn diese drei Drecksvereine als Beispiel für irgendwas taugen, dann dass der Premium-Profi-Hochglanz-Fußball scheiße ist.
    50 Millionen werden da auch für bessere Dabrowskis auf den Tresen geknallt, aber der arbeitende Mensch kann sich das billigste Ticket nicht mehr leisten.


    Edit: Also, nochmal ganz einfach: was hab ich davon, wenn irgendwer mit meinem früheren Verein sportlichen Erfolg kaufen kann? Warum sollte ich mich darüber freuen, wenn diese Mannschaft nicht mehr zum Verein gehört? Und wieso sollte ich Interesse haben, wenn ich es mir früher oder später sowieso nicht mehr leisten kann, mir das als stumpfer Kunde angucken zu können?
    Das sind keine besonders schweren Fragen. Der letzten Frage wirst du ohnehin irgendwie ausweichen, aber zumindest 1 und 2 sollten doch zu beantworten sein.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Hannoi1896 ()

  • Sorry, aber Chelsea, ManCity und Liverpool sind spätestens durch ihre Besitzer zu absoluten Dreckskonstrukten geworfen, die ihren Anteil daran haben, dass für absolute Durchschnittsspieler Unsummen hingeblättert werden. Wenn diese drei Drecksvereine als Beispiel für irgendwas taugen, dann dass der Premium-Profi-Hochglanz-Fußball scheiße ist.
    50 Millionen werden da auch für bessere Dabrowskis auf den Tresen geknallt, aber der arbeitende Mensch kann sich das billigste Ticket nicht mehr leisten.


    Edit: Also, nochmal ganz einfach: was hab ich davon, wenn irgendwer mit meinem früheren Verein sportlichen Erfolg kaufen kann? Warum sollte ich mich darüber freuen, wenn diese Mannschaft nicht mehr zum Verein gehört? Und wieso sollte ich Interesse haben, wenn ich es mir früher oder später sowieso nicht mehr leisten kann, mir das als stumpfer Kunde angucken zu können?
    Das sind keine besonders schweren Fragen. Der letzten Frage wirst du ohnehin irgendwie ausweichen, aber zumindest 1 und 2 sollten doch zu beantworten sein.

    Also die Beispiele, die nicht den Bach runtergehen, sind Dreckskonstrukte. Das ist mir eben zu einfach gedacht. Zu schwarz/weiss.


    Und wenn die Mehrheit eines Klubs kein "Dreckskonstrukt" werden möchte, wird der Klub auch keines. Und wenn doch, solltest Du das als Fan der Mitbestimmung auch respektieren oder soll diese Aufhören, wenn Dir das Ergebnis nicht mehr gefällt.


    Zu Deinem Edit: Das meine ich ja. Es geht nicht nur darum, was "Du" davon hast. Mir geht es in erster Linie um den Sport und um die Mannschaft. Nicht jedem ist es so wichtig, unter welcher Gesellschaftsform die auflaufen. Sie verbinden mit Fan eines Teams nicht zwangsläufig, im Verein mitbestimmen zu können/wollen usw. Die Vereine sind längst eine Art von Unternehmen. Da haben die Bosse noch weit mehr Verantwortung nachzukommen, als zu sehen, was Dir persönlich gefällt. Da geht es um Angestellte, Sponsoren usw.



    Dass Du Dir es nicht mehr leisten können wirst ins Stadion zu gehen, ist ja auch nicht in Stein gemeißelt. Auch nicht bei einer Abschaffung von 50 plus. Das ist keine zwingende Entwicklung. Eventuell ließe sich das auch festlegen.


    Mir gefällt dieses "Investoren sind auf jeden Fall böse" gegen "e.V.s sind immer das Richtige" einfach nicht.
    Du kommst gerne mit Negativbeispielen, die es bei 50 plus 1 auch en masse gibt.

  • Was sonst, wenn nicht komplett überflüssige Konstrukte?
    Seit Jahren, seit wirklich vielen Jahren höre ich das Gejammer aller Fußballinteressierten "wäääh, es geht nur noch ums Geld... Die verdienen alle zu viel... Jeder, der geradeaus laufen und ein bisschen kicken kann ist Millionär... Jedes mäßige Talent kostet mittlerweile 10 Millionen".
    Dieses Gewinsel begleitet mich eigentlich schon mein ganzes Leben und kaum erzählt man den Leuten, dass wir international abgehängt werden können (alleine der Glaube daran ist lächerlich), schon kann das Rad gar nicht groß genug sein, um daran mitzudrehen. Das hat mit sachlicher Auseinandersetzung nichts zu tun, das ist eine Mischung aus Hysterie und Religion.


    Natürlich gibt es Vereine, wo mit 50+1 viel dummes Zeug verzapft wurde. Aber selbst wenn 50+1 nur ein bisschen unterlaufen wird, wie bei uns oder 1860 wird man die Entscheidungsträger kaum noch los, selbst wenn die Mehrheit der Vereinsmitglieder gegen sie ist. Da werden dann zur Not auch mal Satzungen anders ausgelegt usw...
    Aber ich beschränke einen Verein auch nicht auf elf kickende Akteure auf dem Feld. Der sportliche Erfolg sollte nicht über allem stehen, erst recht nicht über einer demokratischen Struktur. Vereine haben auch eine gesellschaftliche Aufgabe und dabei sollte es völlig egal sein, ob wir über einen Kegelverein aus Meppen oder einen großen Sportverein aus München reden. Die Lehre daraus kann sonst nur sein, dass Geld wichtiger ist als alles andere und man damit wirklich alles kaufen kann.

    Und wenn die Mehrheit eines Klubs kein "Dreckskonstrukt" werden möchte, wird der Klub auch keines. Und wenn doch, solltest Du das als Fan der Mitbestimmung auch respektieren oder soll diese Aufhören, wenn Dir das Ergebnis nicht mehr gefällt.

    Wie gesagt, demokratische Abstimmungen über die Aufhebung der Demokratie finde ich indiskutabel. Es gibt Dinge im Leben, die auch gegen alles Geld der Welt nicht verkauft werden dürfen.

    Nicht jedem ist es so wichtig, unter welcher Gesellschaftsform die auflaufen. Sie verbinden mit Fan eines Teams nicht zwangsläufig, im Verein mitbestimmen zu können/wollen usw. Die Vereine sind längst eine Art von Unternehmen.

    Der letzte Satz des Zitats ist leider schon richtig und auch ein Grund, warum ich mich mittlerweile größtenteils* aus dem Bundesliga-Zirkus zurückgezogen habe... Ich war auch ewig kein Vereinsmitglied, weil man das nicht zwingend sein muss. Man muss ja auch kein Wähler bei Bundestagswahlen sein, um die Demokratie spitze zu finden. Mitglied bin ich erst, seit die Gefahr besteht, dass diese keinen Einfluss mehr ausüben können, Wem das alles völlig egal ist, der sollte über seine Beziehung zu diesem Sport vielleicht doch mal besser ein wenig nachdenken.


    * Natürlich verfolge ich das Geschehen noch halbwegs und fahre alle paar Monate mal zu 96. Über eine Dauerkarte müsste ich aber aktuell nicht mal nachdenken. Auch gucke ich mir kaum noch irgendwelche Spiele komplett an.

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  • "Überflüssige Konstrukte" ist doch in irgendeiner Form relativ. Das fängt ja schon damit an, dass ich diese logische Mussverbindung aus Mitsprache und Sport nicht so sehe. Du schreibst, wenn einem die Mitsprache egal ist, sollte man über seine Beziehung zum Sport nachdenken. Ich verstehe nicht so ganz, warum das zwingend zusammengehört. Wenn dann gibt es diese Verbindung über den Zwischenschritt des Vereins. Im Verein ist Mitbestimmung wichtig. Aber ich kann einen Sport auch mit Leidenschaft ausüben oder Fan davon sein, wenn mir die Mitbestimmung egal ist. Wir reden hier ja nicht von einem Staatssystem.
    Viele Klubs gliedern den Profibereich aus. Der erste Schritt in Sachen Kommerzialsierung und auch in Richtung Investoren. Aber die Vereine selber bleiben doch bestehen. Das betrifft doch auch die gesellschaftliche Bedeutung von Vereinen. Die Profibereiche von Sportunternehmen sind doch eh schon sehr weit von Sinne eines Vereins entfernt. Mit Schützenvereinen hat das kaum noch etwas gemein.


    Es ist ja auch nicht so, dass die Vereine bei einer Abschaffung von 50 plus 1 ausstürben (heisst das so? ;) ) Meist bleiben die ja per se erhalten und genug Fußballvereine wird es immer geben. Es geht ja nur um das höchste Niveau. Und das höchste Niveau hat andere Regeln und läuft unter anderen Voraussetzungen. So ist es ja einfach.
    Man muss sich entscheiden. Und nochmal: Dass es hier verschiedene Meinungen gibt, liegt doch auf der Hand.


    Es geht um den absoluten Spitzenbereich dieser Sportart. Dort ist die Konkurrenzfähigkeit eben ein großes Thema. Der Punkt, an dem das den Klubs egal sein kann, ist doch längst überschritten.
    Ich weiss nicht, ob das, was Du oder viele andere gerne hätten, im Spitzenbereich möglich ist heutzutage. Da habe ich große Zweifel. Egal wie viele darüber jammern, wie Du oben beschrieben hast. Denn ein Großteil der Jammerer wird genauso jammern, wenn der deutsche Fußball in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist. Ich erwarte einfach zumindest, dass die "Traditionalisten" sich zu den Konsequenzen bekennen. Und das passiert mir wirklich zu selten.


    Mir kommt es teilweise so vor, dass viele die Vorteile der Entwicklung schon ganz gerne mitnehmen und trotzdem hobbymäßig über verloren gegangen Prinzipien schimpfen.
    Ich kann Deine Einstellung nachvollziehen und Du scheinst mir da auch recht konsequent zu sein.


    Deine/"Eure" Einstellung stört mich gar nicht und ich kann mit vielen Punkten darin sehr viel anfangen. Was mich stört ist die mangelnde Konsequenz. Genau das ist oft zu beobachten. zB Über die Kommerzialisierung schimpfen und die Rückkehr zu alten Werten fordern, aber ebenso über mangelnde Spannung in der BL und das schlechte Abschneiden in Europa schimpfen, geht mir gegen den Strich. Damit meine ich nicht Dich. Aber davon gibt es Massen.
    Ich lache mich auch darüber kaputt, dass zB der BVB, der als KGaA so ziemlich das Kommerziellste darstellt, das es nach den oben beschriebenen Ausnahmen gibt, sich als großer Verfechter der alten Werte verkauft und die Fans dort am lautesten über den modernen Fußball schimpfen während sie in Ihrem Klub genau das alles schön mitmachen. Lächerlicher bzw. Heuchlerischer geht es nicht mehr.

  • Du schreibst, wenn einem die Mitsprache egal ist, sollte man über seine Beziehung zum Sport nachdenken. Ich verstehe nicht so ganz, warum das zwingend zusammengehört. Wenn dann gibt es diese Verbindung über den Zwischenschritt des Vereins. Im Verein ist Mitbestimmung wichtig. Aber ich kann einen Sport auch mit Leidenschaft ausüben oder Fan davon sein, wenn mir die Mitbestimmung egal ist. Wir reden hier ja nicht von einem Staatssystem.

    Selbstverständlich kann dir die Mitbestimmung komplett am Allerwertesten vorbei gehen, aber es sollte nie jemandem egal sein, wenn 10.000 Vereinsmitglieder plötzlich ihre Rechte verlieren, weil 11.000 Mitglieder der kollektiven Hysterie zum Opfer fielen. Das sollte einem nie komplett egal sein. Ich sehe aber - umgekehrt als du - auch diesen Zwang nicht, um jeden Preis Spitzensport zu betreiben. Mir ist halt das funktionierende Vereinswesen lieber als Meisterschaften in Serie

    Es geht um den absoluten Spitzenbereich dieser Sportart. Dort ist die Konkurrenzfähigkeit eben ein großes Thema. Der Punkt, an dem das den Klubs egal sein kann, ist doch längst überschritten.
    Ich weiss nicht, ob das, was Du oder viele andere gerne hätten, im Spitzenbereich möglich ist heutzutage. Da habe ich große Zweifel. Egal wie viele darüber jammern, wie Du oben beschrieben hast. Denn ein Großteil der Jammerer wird genauso jammern, wenn der deutsche Fußball in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist. Ich erwarte einfach zumindest, dass die "Traditionalisten" sich zu den Konsequenzen bekennen. Und das passiert mir wirklich zu selten.

    Was wäre für dich die Beudeutungslosigkeit? Haben wir dann nur noch das Niveau von Frankreich? Oder nur noch das von Dänemark? Oder müssen wir eher Richtung Estland schielen?
    Nochmal: Diese Untergangsszenarien sind Hysterie! Warum sollte ein so einwohnerstarkes und reiches Industrieland keinen Spitzensport anbieten können? Ist doch aktuell auch der Fall und ich glaube auch, dass die ganz große Geldflut nun mal nicht unbegrenzt ist...
    Was wären die anderen Sorgen? Unausgeglichene Liga? Siehe Frankreich, siehe Italien, siehe Spanien und siehe (allerdings dort etwas weniger ausgeprägt) England. Die Engländer haben beispielsweise deswegen ein wenig mehr Ausgeglichenheit, da sie ihre TV-Gelder etwas sinnvoller verteilen. In der Franzosenliga spielt eine Mannschaft noch mehr als hier alles in Grund und Boden.
    Unattraktive Liga? Die haben wir meines Erachtens jetzt schon und das liegt weder an 50+1, noch an München. Wenn Köln nicht in der Lage ist Belgrad zu schlagen, Dortmund gegen Salzburg den kürzeren zieht und Hopps Marionetten (trotz 50+1-Aufhebung) nicht mal Rasgrad oder einen Istanbuler Zwergverein in der Gruppe hinter sich lässt, dann spricht das Bände. Das liegt daran, dass 12 von 18 Vereinen (eher mehr) panische Angst davor haben, offensiv zu spielen und das sieht man doch auch, wenn man sich wahllos tatsächlich mal irgendwelche Bundesliga-Spiele anschaut. Jeder will erstmal hintendrin stehen, Räume eng machen und dann gucken ob man kontern kann. Diese Scheiße zieht die Attraktivität der Liga ebenso in den Keller, wie die internationale Konkurrenzfähigkeit. Von der finanziellen Seite aus betrachtet müssten die deutschen Teilnehmer alle in der Lage sein weit zu kommen.
    Eine unattraktive Liga kommt übrigens auch von seelenlosen Konstrukten. Kein Mensch, der noch bei Sinnen ist, will "Leipzig" gegen Hoffenheim gucken. Solche Duelle werden bei Wegfall von 50+1 nicht weniger!

    Ich kann Deine Einstellung nachvollziehen und Du scheinst mir da auch recht konsequent zu sein.

    Das bin ich. Übernimmt Kind bei uns den Laden, dann bin ich weg, meine Mitgliedschaft wird dann gekündigt und diese Bundesliga-Truppe, die dann fälschlicherweise "Hannover 96" auf dem Trikot stehen hat und unser Wappen missbraucht wird von mir keines Blickes mehr gewürdigt.


    Du siehst also; mangelnde Attraktivität oder mangelnde Spannung (als wenn die Liga nicht letzte Saison unten drin spannend genug war!) lässt sich nicht mal ansatzweise auf 50+1 zurückführen... Aber die Gegner dieser großartigen Regel lassen sich von den Nebelkerzen gieriger Funktionäre ablenken und fallen dann noch auf Pseudo-Argumente rein.

    Det' Vestegnen mod København. Det' kampen, hvor vi lægger dem i graven.

    Blod på trøjen det er ikke nok...!

    Einmal editiert, zuletzt von Hannoi1896 ()

  • Wir sind hier zwar in Deutschland, aber wie im wahren Leben im Bayern!(board). Daher möchte ich mich an dieser Stelle nur kritisch zu den Wirtschaftsflüchtlingen aus Hannover und St. Pauli wenden.
    :bierkruege:

  • Es gibt doch ein funktionierendes Vereinswesen. Das will ja niemand abschaffen. Ich fürchte nur, dass Spitzenfußball (auch europäisch) unter Vereinsstrukturen nicht länger machbar sein wird.
    Übrigens mag es Dir nicht wichtig sein, Spitzensport zu betreiben aber man kann doch nicht ernsthaft glauben oder erwarten, dass diese Klubs da auch so denken.


    Mit Bedeutungslosigkeit meine ich einen Status, den der Deutsche Fußball nicht gewöhnt ist. Ich halte das nicht für Hysterie. Ich beziehe das auf die Klubs. Natürlich werden wir immer gute Spieler haben. Aber wieviele davon in der Bundesliga bleiben, werden wir ja sehen.
    Die Konkurrenzfähigkeit der Klubs in Europa nimmt ja eh schon länger ab. Man wird die guten Spieler schlechter halten können und gute Ausländer, die es eben auch braucht, schwerer bekommen.


    Was den Zustand der Liga angeht, gebe ich die vollkommen Recht. Die Ergebnisse von Köln, Dortmund und Co. haben auch andere Ursachen. Da ist auch mit den jetzigen finanziellen Möglichkeiten deutlich Luft nach oben. Das gilt auch die die taktische Variabilität vieler Klubs in der Liga. Da gibt es viele Ansätze, zu verbessern, die nichts mit Geld zu tun haben. Aber ich denke, auch im best case, wird man den Wettbewerbsnachteil, den ich oben beschrieben habe, nicht los.


    Übrigens hat der Sport bei mir komplett Priorität. Ich wüsste nicht, warum mir ein anspruchsvolles, hochklassiges Hoffenheim gegen Leipzig nicht gefallen sollte. Der Sport steht an erster Stelle und dann kommt lange nichts. Klubhistorie, Fans und Stimmung sind allenfalls ein Zubrot. Das gilt natürlich für Spiele, die ich als neutraler Beobachter schaue. Spieler dieser seelenlosen Klubs, können trotzdem, Fußball mit Leib und Seele spielen.


    Ich bin beim Beispiel Hannover wirklich zu wenig im Thema. Aber als man international spielte, kann ich mich daran erinnern, wie die Fans leidenschaftlich feierten. Das Ganze wäre doch ohne Kind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nie so weit gekommen, oder? Es ist doch keine Überraschung, was Kind vorhat/-hatte, oder?


    Ich denke übrigens nicht wirklich, dass 50 plus 1 der Grund für die mangelnde Spannung usw. ist. Ich denke, nur, dass es kaum eine anderen Weg hinaus aus der Situation kommt, als über den Punkt nachzudenken.


    Und nochmal: Ich sehe nicht, dass wir hier nur von gierigen Fußballfunktionären reden, die da das sagen in den "Plastikklubs" haben. Beim Beispiel Hopp kann mir keiner erzählen, dass er den Fußball nicht liebt.

    Einmal editiert, zuletzt von Gast ()

  • Wir sind hier zwar in Deutschland, aber wie im wahren Leben im Bayern!(board). Daher möchte ich mich an dieser Stelle nur kritisch zu den Wirtschaftsflüchtlingen aus Hannover und St. Pauli wenden.
    :bierkruege:

    :amkopfkratz:

  • Ich fürchte nur, dass Spitzenfußball (auch europäisch) unter Vereinsstrukturen nicht länger machbar sein wird.

    Warum nicht? Das hat 40 Jahre bestens funktioniert und seit der Jahrtausendwende drehen alle am Rad! Es ist ja nicht so, dass die Vereinsmitglieder über die Aufstellung oder Wechsel unmittelbar bestimmen sollen dürfen, sondern, dass sie die leitenden Personen des Vereins bestimmen, sprich wählen oder abwählen können. Das sie bei grundlegenden Entscheidungen, sei es Vereinsfarben oder sogar einen Stadion(neu)bau mitbestimmen dürfen. Warum soll diese Einflussnahme Spitzenfussball verhindern?! Klar ist es einfach wie Onkel Dietmar oder Onkel Diddi alles alleine entscheiden zu können oder wie in England, wo der Investor mal schnell Vereinsfarben oder den Vereinsnamen ändert.
    Ich finde gerade in der heutigen Zeit, in der Werte immer unwichtiger werden - man muss sich ja nur die Nachrichten ansehen - ist es wichtig darauf zu achten, die Traditionen eines Vereins zu bewahren!

    Mit Bedeutungslosigkeit meine ich einen Status, den der Deutsche Fußball nicht gewöhnt ist. Ich halte das nicht für Hysterie. Ich beziehe das auf die Klubs. Natürlich werden wir immer gute Spieler haben. Aber wieviele davon in der Bundesliga bleiben, werden wir ja sehen.

    Die Konkurrenzfähigkeit der Klubs in Europa nimmt ja eh schon länger ab. Man wird die guten Spieler schlechter halten können und gute Ausländer, die es eben auch braucht, schwerer bekommen

    Was heißt Bedeutungslosigkeit und Konkurrenzfähigkeit? Dass man nicht jede Saison um die Titel mitspielt? Dass die Topspieler nicht mehr in der Liga spielen? Auch wenn die Finalteilnahmen deutscher Mannschaften in den 70er und 80er häufiger waren, so sind auch nicht exorbitant viele Titel herausgesprungen. ECI - 7, ECII - 5, EC III - 6. Da hinken wir schon immer hinter Spanien, England und Italien her. Genauso wie die übrigen Länder uns hinterherhinken. In der CL haben wir mit Bayern einen Verein, der die letzten Jahre immer ein ernsthafter Kandidat auf den Titel war und oft unglücklich gescheitert ist - was durchaus auch als ein Merkmal mangelnder Qualität gegenüber den Spaniern gewertet werden kann. Ansonsten haben die anderen Vereinen ihr Maximum einfach nicht ausgeschöpft und sind stellenweise mehr als überraschend (teilweise schon in der Quali) an Mannschaften gescheitert, die ein wesentlich geringeres Budget zur Verfügung hatten und haben. Natürlich ist das auch ein Zeichen für mangelnde Qualität. Allerdings zeigen diese Beispiele eindrucksvoll, das mehr Geld nicht immer auch gleich mehr Qualität bedeutet! Andernfalls müssten deutsche Teams Stammgast zumindest in den Viertelfinalen sein.


    Übrigens hat der Sport bei mir komplett Priorität. Ich wüsste nicht, warum mir ein anspruchsvolles, hochklassiges Hoffenheim gegen Leipzig nicht gefallen sollte. Der Sport steht an erster Stelle und dann kommt lange nichts. Klubhistorie, Fans und Stimmung sind allenfalls ein Zubrot.

    Sport hat für mich auch Priorität und ich gebe zu, dass ich vom sportlichen ein CL Spiel lieber sehe als eine Regionalligapartie. Allerdings will ich diese Priorität nicht um jeden Preis. Hopp oder RB mögen vielleicht schönen Fussball spielen, aber es interessiert mich nicht! Weil Dein letzter Satz eben kein Zubrot für mich ist. Dass ist es, was den Fussball ausmacht. HSV-FC in Liga 2 oder FCK-KSC Liga 3 finde ich wesentlich interessanter als so manches Bundesligaspiel.


    Auch haben RB oder Hopp sich den Platz in der Liga nicht "ehrlich" erspielt, sondern nur dank kräftiger Investitionen, die für Vereine, die jahrzehntelang Kreisliga A und dann einige Jahre Landesliga/Verbandliga gespielt haben bzw. erst 2009 gegründet wurden, nicht auf normalen Wege möglich gewesen wäre. Daher kann und will ich deren Existenz nicht akzeptieren. :kuzze:

    Das Ganze wäre doch ohne Kind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nie so weit gekommen, oder?

    Warum nicht? Freiburg, Augsburg oder Mainz haben es auch ohne große (wobei das bei Kind ja schon mehr als fraglich ist) Investoren in den Europapokal geschafft.

    Ich denke übrigens nicht wirklich, dass 50 plus 1 der Grund für die mangelnde Spannung usw. ist. Ich denke, nur, dass es kaum eine anderen Weg hinaus aus der Situation kommt, als über den Punkt nachzudenken.

    Warum? Dann kommen die Kinds dieser Welt und versuchen sich einen Bundesligaverein zu kaufen, damit man um den Titel mitspielen kann. Nur wer pumpt so viel Geld in einen Verein, damit er Bayern oder Dortmund Paroli bieten kann? Große Rendite wird man nicht erwarten können, so dass sich das Invest dann schnell erledigt und Verein XY, der zuvor um Platz 5-10 gespielt hat, weiterhin um Platz 5-10 spielt. Einzige Änderung wäre, dass alles noch teurer wird. 50+1 löst keine Probleme und sorgt für mehr Spannung, sondern behielte den Status Quo bei.

    Und nochmal: Ich sehe nicht, dass wir hier nur von gierigen Fußballfunktionären reden, die da das sagen in den "Plastikklubs" haben. Beim Beispiel Hopp kann mir keiner erzählen, dass er den Fußball nicht liebt.

    Hopp mag den Fussbal tatsächlich lieben. Da ich ihn nicht kenne, kann ich das nicht beurteilen. Nur muss die Liebe sich so ausdrücken, einen Dorfverein mit aller Macht in die Bundesliga zu hieven? Ich kann meine Liebe auch so ausdrücken, dem Verein kleinere Zuwendungen zukommen zu lassen oder bei der Suche von Sponsoren behilflich zu sein, allerdings alles im Rahmen, wie es sich in der jeweiligen Liga gehört. Wenn ich den Fussball liebe, dann zerstöre ich nicht die Wettbewerbsfähigkeit und Chancengleichheit, indem ich einen Verein durch die Ligen prügel, der einen Etat hat, der fast der ganzen Liga entspricht.

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