Alles anzeigenAusnahmen sind nie gut.
Deswegen sollte man die bisherigen 50+1-Ausnahmen am besten auch aus der Liga ausschließen.
Leute die Interesse an der Konkurrenzfähig in Deutschland und Europa haben, denken natürlich über die Abschaffung von 50 plus 1 nach. Denn meiner Meinung ist das der einzige Weg, der die Liga eventuell spannender machen könnte und der verhindern könnte, dass die deutsche Liga und die Clubs in der europäischen Bedeutungslosigkeit verschwinden (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel).
Andere europäische Länder beweisen doch mehr als eindeutig, dass eine Liga dadurch nicht spannender wird. PSG dreht einsam seine Kreise in einer Liga, die kaum das Niveau der Regionalliga Südwest in der Breite halten kann und wundert sich dann, dass man europäisch früh rausfliegt. Juve hatte jetzt auch das erste mal seit Jahren wieder einen halbwegs soliden Konkurrenten, in England sind es ein paar mehr, aber eigentlich auch immer die gleichen.
Wenn irgendwas dafür verantwortlich ist, dann sind es die vielen Phantastillionen Euro für CL-Teilnahmen...
Ausnahmen von 50+1 haben wir doch auch jetzt schon in der Liga und die machen den Kampf um die Meisterschaft nicht gerade spannend. Nach dem Aufstieg waren Hopp und sein Dorf der Zweitklassigkeit schon deutlich näher als einem Titel. RedBull ist ein unglaublich finanzstarker Eigentümer, die reißen aber auch nichts. Die haben ja nicht mal ihre Filiale in Salzburg in die CL bringen können. Hamburg und Hannover haben 50+1 auch weniger eingehalten, als es eigentlich richtig wäre. Ach ja, Wolfsburg und Leverkusen? Nee, die sind solange schon dabei und haben entweder eine Schale mal erobert und sind danach wieder nach unten in der Tabelle gewandert (Wolfsburg) oder waren jahrelang oben dran und sind dann mit den letzten CL-Reformen auch allmählich auf Abstand gekommen (Leverkusen).
Abgesehen davon, dass all diese Ausnahmen und Halbausnahmen andere Vereine aus der Bundesliga verdrängen konnten/können, schaffen die auch nichts. Hannover unterläuft seit Jahren 50+1 und trotzdem ist man nicht einen Schritt weiter als der SC Freiburg.
... dass es natürlich Leute gibt, denen das nicht egal ist und die es deswegen trotzdem nicht schlecht mit den deutschen Vereinen und Ligen meinen.
Doch, genau das ist so. Wer die Profimannschaften den Vereinen entreißen will, der kann es nicht gut mit ihnen meinen. Da gibt es auch keinen dritten Weg oder einen Kompromiss. Genau wie man nicht ein bisschen schwanger sein kann, kann man 50+1 nicht nur ein bisschen in einem Verein aufheben.
Was die Ausnahmen angeht, sehe ich das auch so. Wobei das jetzt recht schwer gehen dürfte. Man hat Ihnen die Teilnahme genehmigt und die haben sich dementsprechend aufgestellt. Sie jetzt einfach plötzlich rauszuschmeissen, wird schwer machbar sein.
Ich schreibe nicht, dass es ohne 50 plus 1 garantiert mehr Spannung gäbe. Deine Beispiele sind auch etwas einseitig gewählt. England ist z.B. ein großes Gegenbeispiel. Sowahl was die Liga angeht, als auch was einzelne Clubs angeht.
Fakt ist, dass der Status jetzt in Zukunft eher weniger, als mehr Spannung garantiert.
Und nein, ich sehe es nicht so, dass es derjenige nicht gut mit den Clubs meinen kann. Wie gesagt: Es ist nachvollziehbar, dass man mitbestimmen möchte, was mit seinem Geld geschieht und es ist keineswegs ausgeschlossen, dass derjenige immer zum Wohle des Clubs handelt. Schließlich wird das seinem Investment auch nicht schaden.
Und von "entreißen kann auch keine Rede sein", wenn sich die Clubs und damit die Mehrheit der Mitglieder für einen neuen Weg und einen seriösen Investor entscheiden.
Es ist kein Muss. Der Wunsch, dass es eine Option sollte, ist nachvollziehbar. Schon alleine, weil die meisten Clubs schon lange nicht mehr wirklich mitgliederbestimmt sind, was die großen Entscheidungen im Tagesgeschäft angeht.