Fangerechte Anstoßzeiten?

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    • Mit Trillerpfeifen & Tennisbällen gegen Montagsspiele

      Faszination Fankurve schrieb:

      Beim Montagsspiel in der 3. Liga zwischen dem VfL Osnabrück und dem KFC Uerdingen gab es, wie von beiden Fanszenen zuvor angekündigt, mehrere Protestaktionen. In der ersten Viertelstunde des Spiels organisierten beide Fanszene einen gemeinsamen Protest mit Trillerpfeifen, um gegen die fanunfreundliche Anstoßzeit zu protestieren.

      Nach den ersten 15 Minuten beendete die Fanszene im Gästeblock, wie angekündigt, ihren Protest, der hinter einem „KFC-Fans gegen Montagsspiele“-Plakat stattfand und der Support der KFC Uerdingen-Fans begann. Beide Fanlager führte neben dem Trillerpfeifen-Protest auch eine gemeinsame Spruchbandaktion durch, bei der sowohl in der Ostkurve, als auch im Gästeblock „Egal ob auswärts oder heim - Montag darf kein Spieltag sein“ geschrieben stand.

      Die Violet Crew hatte vor dem Spiel angekündigt, die gesamte erste Halbzeit über mit einem Stimmungsverzicht gegen Montagsspiele zu protestieren. Ursprünglich sollte der Protest sogar 90 Minuten andauern, nach einem Gespräch mit Spielern und dem Trainer wurde der Aktionszeitraum jedoch halbiert. Von den VfL Osnabrück-Fans flogen am Montag zudem Tennisbälle auf das Spielfeld, was eine weitere Aktionsform des Protests darstellte und zu Spielunterbrechungen führte.
      WATTENSCHEID 09 WIRD NIEMALS UNTERGEH'N
    • Bundesweite Proteste vom 30.11. bis 03.12.

      Die jüngsten Veröffentlichungen zu Super-League-Plänen und anderen geheimen Deals in den Hinterzimmern der Manager sollten auch den letzten Zweiflern vor Augen geführt haben: Die heutige Fußballwelt hat mit Werten wie Fairness und Solidarität rein gar nichts mehr zu tun.

      Finanzstarke Klubs umgehen im großen Stil Regelungen und werden bei ihren Bestrebungen nach immer mehr Profit ungeniert von führenden Funktionären hofiert und sogar noch vor Sanktionen geschützt. Die Schere zwischen arm und reich geht dabei immer weiter auseinander. Verlierer dieser Entwicklung sind neben den tiefer spielenden Vereinen der sportliche Wettbewerb im Gesamten und insbesondere wir Fans.

      Es zählen vor allem Rendite und die Generierung von noch mehr Geld. DFB und DFL demonstrieren dies seit längerem, zuletzt unter anderem durch Anstoßzeiten fürs TV, die fundamental entgegen den Belangen von uns Stadiongängern stehen. In allen oberen Ligen finden nun Spiele am Montagabend statt, seit letzter Saison sogar in der ersten Bundesliga. Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits.

      Die Vorbereitungen für die nächste Ausschreibung der TV-Rechte sind in vollem Gange. Unsere Forderung an die Vertreter der Vereine in der DFL ist klar: Schafft die Montagsspiele und die Anstoßzeiten unter der Woche ab!

      Wie die Anstoßzeiten in den kommenden Spielzeiten gestaltet werden, liegt auch in unserer Hand. Als Fans und Mitglieder haben wir ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Vereinsvertreter auf DFL-Sitzungen entscheiden. Nur mit umfangreicher Transparenz kann Abstimmungen und dubiosen Deals in Hinterzimmern entgegengewirkt werden.

      Am 13.Spieltag hat die DFL erneut ein Erstligaspiel auf den Montagabend gelegt, zudem findet in der 3. Liga unter der Regie des DFB, wie fast jeden Montag, eine Partie statt. Am Wochenende rund um diesen Spieltag wird es daher zu bundesweiten Protesten in den Fankurven kommen:

      Wir werden die komplette erste Halbzeit auf organisierten Support verzichten.

      Ein wirksamer Protest kann nur gemeinsam funktionieren. Selbstverständlich fällt es niemandem leicht, die eigene Mannschaft in dieser Zeit nicht zu unterstützen. Allerdings besteht die riesige Chance auf entscheidende Veränderungen, die den Fußball endlich wieder in eine positive Richtung lenken würden. Aus Kreisen der Vereine ist zu hören, dass die Abschaffung der Montagsspiele und englischen Wochen als durchaus realistisch eingeschätzt wird. Selbst das Montagsspiel der zweiten Liga steht zugunsten eines Alternativtermins am Samstagabend zur Diskussion. Also lasst uns aktiv werden und unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir holen uns unser Spiel zurück!


      Quelle: U. a. hier ultraswuppertal.com/
      WATTENSCHEID 09 WIRD NIEMALS UNTERGEH'N
    • Immerhin werden die Montagsspiele ab 2021 wieder abgeschafft ...

      FAZ schrieb:

      Die Bundesligaklubs knicken ein: Nach anhaltenden Protesten nahezu aller Fangruppen in Deutschland haben die Vereine beschlossen, spätestens zum nächsten Fernsehvertrag von der umstrittenen Ansetzung von Spielen am Montagabend Abstand zu nehmen. Bis 2021 könnte es den Spieltermin aber noch geben.
    • Kampfkater schrieb:

      Dann spielen wir halt dann Montagmittag, damit die Chinesen uns zur Primetime sehen können.

      Hier wird jetzt wieder über die bösen Anstosszeiten gemeckert und den fernen Markt.
      Aber wenn dann wieder Premier League am Montagabend läuft, dann wird das hier auch geschaut, oder die Ligue 1 oder La Liga. Ich bin mir sicher, würden sie Brasilien oder Argentinien so legen, dass es hier in den Abendstunden und nicht erst in der Nacht läuft, es würde auch geschaut, egal wie die Anstosszeiten in den Ländern sind. Aber wenn es dann die eigene Liga betrifft, dann wird gemeckert.

      Von Premier League unter der Woche oder gar EL und CL will ich gar nicht erst anfangen...

      und @Kampfkater: das ging jetzt nicht gegen Dich, ich hab nur deinen Post als Aufhänger genommen.
      Le teste di legno fanno sempre chiasso.
    • Rostock:

      Suptras rufen zu 90-minütigem Stimmungsverzicht auf


      „Ein Montagsspiel in der 3. Liga? Nicht mit uns.“: Unter diesem Motto wandten sich die Suptras Rostock an die Hansa-Fans auf der Südtribüne und verkündeten einen 90-minütigen Stimmungsverzicht beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück am Montag den 03. Dezember 2018.

      „Wir werden das Osnabrück-Spiel und auch alle weiteren TV-Montagsspiele, egal ob heim oder auswärts, von unserer sonstigen Linie abweichen. Wir schreiben definitiv keinen Boykott vor und wollen die Maßnahme auch nicht als Aktion gegen unseren Verein oder die Mannschaft zu verstehen wissen. Rechnet aber auch nicht mit einer aktiven Gestaltung dieses Spieltags von unserer Seite. Das heißt also: Kein organisierter Support. Keine Banner. Keine Schwenkfahnen, kein Megafon, kein Capo. Und das die gesamten 90 Minuten. Wir wollen und werden dieser TV-Platzierung keine Bühne bieten, weder für die Stadionzuschauer, noch für die Leute vor der Glotze. Ein langweiliges Fußballspiel ohne entsprechenden Rahmen, durch das die Leute hoffentlich schnell wieder umschalten“, heißt es dazu in der Ankündigung der Suptras Rostock, die unserer Redaktion vorliegt.



      Nürnberg:


      WIR SIND NICHT AUFGESTIEGEN, UM WIEDER MONTAGS ZU SPIELEN! - Protestspieltag gegen Leverkusen!


      Faszination Nordkurve schrieb:

      Trotz jahrelanger Zweitliga-Zugehörigkeit ist es uns nicht entgangen, dass mittlerweile auch in der Bundesliga Montagsspiele zum Spielplan gehören sollen. Die bundesweiten Proteste sind schließlich im ganzen Land angekommen und unter den Fußballfans in Deutschland gibt es keine zwei Meinungen: Es gibt absolut kein Verständnis mehr für die Entscheidungen der Clubvertreter, die die Spieltage immer noch weiter zerstückeln. Als Fan fragt man sich zurecht: Warum vergraulen die Clubs eigentlich ihre eigenen Fans und erschweren ihnen den Stadionbesuch? Bloß für ein paar müde Euro mehr in der Kasse?!

      [...]

      Bundesweit ist für den gesamten Spieltag von fast allen Kurven der ersten vier (!) Ligen ein 45-minütiger Verzicht auf organisierte Stimmung geplant (zur Stellungnahme). Ähnlich wie am 5. Spieltag in Dortmund ist es also durchaus erlaubt und gewünscht auch in dieser Zeit Emotionen zu zeigen. Ziel muss jedoch abermals sein, einen deutlichen Unterschied zwischen einem seelenlosen Stadion und einer lebendigen Kurve zu verdeutlichen. Bundesweit geht man also bewusst einen Schritt weiter, von 20 Minuten hoch auf 45 Minuten, mit weiterer Luft nach oben – sollten wir bei DFB und DFL immer noch kein Gehör finden.

      Unser Spiel am Montag gegen Leverkusen wird aber natürlich besonders im Fokus stehen. Deshalb werden wir nicht nur 45 Minuten keine Stimmung organisieren, wir werden 45 Minuten die Stimmungsblöcke komplett leer lassen. Wir wissen, dass dies ein großer Eingriff in die Spieltagsgestaltung eines jeden Einzelnen ist. Jeder will das Spiel sehen. Wir müssen dieses Opfer jedoch bringen: Jeder von uns hat einen Bekannten, der es an diesem Montag wahrscheinlich nicht ins Stadion schaffen wird. Wir müssen dafür sorgen, dass jeder Glubberer „naus zum Glubb“ fahren kann – und das geht nur am Wochenende!

      Nürnberg:


      So ein Zufall…

      Faszination Nordkurve schrieb:

      …nur einen Tag nach den angekündigten Protesten rund um das Wochenende mit dem Bundesliga-Montagsspiel, lässt die DFL nun verlauten, dass das Montagsspiel ab 2021 sowieso der Vergangenheit angehören soll.

      Aber wir werden uns nicht von solchen Lippenbekenntnissen blenden lassen! Noch gibt es keine (schriftlichen) Zusagen, dass das auch so kommen wird. Weder von der DFL noch von den Vereinen!

      Zu häufig gab es bereits in der Vergangenheit Versprechungen, die sich später als leere Worthülsen herausgestellt haben. Das heißt: Bis der neue TV-Vertrag nicht unterschrieben und veröffentlicht ist, dürfen wir von diesen Herren GAR NICHTS glauben oder gar erwarten.

      Daher werden die Proteste wie geplant umgesetzt und auch in Zukunft fortgeführt, damit sie sich auch noch kurz vor Unterschrift des neuen TV-Deals daran erinnern können. Denn sie vergessen schnell, wenn man sie nicht immer und immer wieder daran erinnert.

      Des Weiteren ist auch klar: Wir werden uns nicht mit einem „Happen“ abspeisen lassen. Noch ist die Rede (und wir wiederholen: Es ist nur Gerede!) vom Montagsspiel der Bundesliga. Die Situation in der 2. und 3. Liga mit einem wöchentlichen (!) Montagsspiel soll offensichtlich jedoch unverändert bleiben und das ist genauso wenig hinzunehmen. Gleichzeitig wird hinter den Kulissen weiter daran gearbeitet, die Spieltage noch mehr zu zerstückeln. Auch das stellt keine Option dar! Die Rücknahme der Montagsspiele in der Bundesliga ist noch kein Entgegenkommen!
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    • Rostock & Osnabrück:


      Fanprotest & Sponsoren-Botschaft gegen Montagsspiele

      Auch auf Werbebanden wurde gestern gegen Montagsspiele protestiert. So blendete Hansa auf der LED-Werbebande „Gegen Montagsspiele“ oder „Klempner gegen Montagsspiele“-Botschaften ein. Über der Werbebande von Hansa-Sponsor Kurzurlaub.de wurde eine Plane gehangen, auf der „Kurzurlaub ist Hansa am Wochenende - Gegen Montagsspiele!“ geschrieben stand.

      Nürnberg:


      Wie sich FCN & Fans gemeinsam gegen Montagsspiele stellten

      Die aktive Fanszene vom 1. FC Nürnberg hatte die Club-Fans im Vorfeld des Montagsspiels aufgerufen, den Stehplatzbereich in der 1. Halbzeit aus Protest gegen das Montagsspiel leer zu lassen und das Spiel von hinter der Plexiglasscheibe zu verfolgen (Faszination Fankurve berichtete). Der Verein unterstützte das Vorhaben und hielt diesen Bereich geschlossen. „Wir haben den lauten Ruf unserer Fans bezüglich schwieriger Anstoßzeiten vernommen. Wir nehmen die Anliegen unserer Fans sehr ernst, dementsprechend werden wir uns der Sache mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln annehmen. Die angekündigten Proteste für fanfreundlichere Anstoßzeiten werden wir begleiten“, erklärte Niels Rossow, Kaufmännischer Vorstand des 1. FC Nürnberg vor dem gestrigen Spiel. „Die Blöcke geschlossen zu halten, war eine bewusste Entscheidung nach Absprache mit unserem Netzwerk aus sicherheitsrelevanten Partnern“, ergänzte Rossow.

      Im Mittelkreis des Spielfeldes platzierte der 1. FC Nürnberg vor Anpfiff eine große „1. FCN für fangerechte Anstoßzeiten“-Fahne, um den Protest der eigenen Fans zu unterstützen. „Ein halbleeres Stadion und den Verzicht auf Unterstützung unserer Mannschaft bedauern wir natürlich, aber die Interessen und Belange unserer Fans, die regelmäßig unsere Heim- und Auswärtsspiele besuchen, verdienen Beachtung. Wir hören ihre Stimme und leisten unseren Beitrag, in dem wir die Möglichkeit für friedlichen und kreativen Protest bieten“, erklärte Andreas Bornemann, Vorstand Sport des 1. FC Nürnberg dazu.

      Stark von den Vereinen. :nuke:
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    • Die Sponsoren bei Hansa werden auch nicht auf die Idee gekommen sein, da wird der Verein schon was gemacht haben.
      Gerade bei Nürnberg aber schön zu sehen, wie ein Verein sich hinter die Fans stellt
      Le teste di legno fanno sempre chiasso.
    • Ja, schon gut vom Club. Allerdings muss man natürlich bedenken, dass die Montagsspiele in der 1. Liga schon vor dem Duell gegen Leverkusen abgeschafft wurden. Da lässt es sich leicht mit den Fans kooperieren :schulterzucken:
      SCV und der FC
    • Der Sponsor wird da sicher nix dagegen haben. Zumal bei Rostock ja trotzdem ein Bezug zu ihm vorlag. So ist er doch viel mehr in den Medien als wenn da einfach nur ne Bande wäre.
      Finde es prima, dass Vereine noch Interesse an den belangen Ihrer Fans haben.
    • Eigentlich erwartet man doch das da viele Arbeitgeber einen Aufmacher starten so nach dem Motto: "Montags gehört Vati mir!" (wer sich noch erinnern kann) :D
      Ein Versuch ist immer der erste Schritt zum Scheitern
    • Den Arbeitgebern ist es ja an sich egal. Der Arbeitnehmer nimmt Urlaub, ist sein gutes Recht. Und wenn er keinen Urlaub nimmt, dann kommt er seinem Vertrag nicht nach und kann dafür entlassen werden...
      Le teste di legno fanno sempre chiasso.
    • Protest der Ultras Krefeld beim heutigen Spiel in Wiesbaden:

      Infos zum Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden

      Ultras Krefeld schrieb:

      Ein kurzer Blick auf den Spielplan verrät es… Wir dürfen am kommenden „Wochenende“ nach dem Spiel beim VfL Osnabrück vor nur wenigen Wochen erneut an einem Montag ran. Vielen Dank dafür liebe/r DFL/DFB! So kurz vor Jahresende hat jeder noch ausreisend Urlaubstage und die Weihnachtsvorbereitungen lassen sich auch gemütlich auf der Autobahn erledigen. Wie Ihr Euch jetzt sicherlich denken könnt, wird es wie bereits in Osnabrück auch in Wiesbaden in den ersten 15 Minuten keinen üblichen Support geben. Wie immer, fällt uns die Entscheidung nicht unbedingt leicht, das Team „alleine“ zu lassen aber wir können bei solchen Bedingungen auch nicht die Augen verschließen und so tun, als wäre alles ok. Wären an einem Samstag wahrscheinlich 800-1.000 Uerdinger unserer Mannschaft nach Wiesbaden gefolgt, wird es am Montagabend leider nur ein kleiner Bruchteil von uns schaffen.

      Fahrt dennoch so zahlreich wie möglich nach Wiesbaden und steht mit uns für Blau und Rot ein!

      KFC-Fans gegen Montagsspiele!
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