Urlaubsplanung

  • Wir freuen uns auf Italien. Meine Frau kennt es ja schon, aber ich noch nicht. Bisschen skeptisch bin ich bei Venedig. Hab vor wenigen Tagen eine Dokumentation über die Stadt (jährlich 30 Mio. Besucher!) gesehen. Überlaufen ohne Ende. Die Einheimischen haben Protestaktionen gg. die Kreuzfahrtschifftouristen gestartet. Ab ca. 17 Uhr soll man die Stadt in Ruhe entdecken können, weil dann der größte Schwung durch ist.

    Was dich nicht glücklich macht, kann weg.

  • Venedig ist im Sommer ne Katastrophe,habe es selbst erlebt.Dazu abseits der Touristenecken dreckig und runtergekommen.
    Das mit 17 Uhr stimmt leider auch nicht.Mach da mal eher 21 Uhr draus.
    War letztes Jahr über Nacht dort und ab ca. 20:30-21:00 Uhr wurde es dann wirklich leer.Vorher nicht.

    Today`s music ain`t got the same soul

    i like that old time rock and roll.

  • Der Sprecher hatte extra darauf hingewiesen ab 17.00 und die Doku war ziemlich neu. Nehme deinen Rat aber gerne an. Wir starten den Ausflug von Verona aus. Müssen mal sehen, wie wir dann wieder mit der Bahn zurückkommen.

    Was dich nicht glücklich macht, kann weg.

  • @saarbayer


    Nein, ich bin kein Angler. Habe null Ahnung davon. Fahre aber gerne mit raus und genieße die Natur. Bei dem Großstadtgetümmel hier immer eine willkommene Abwechslung.

    Was dich nicht glücklich macht, kann weg.

  • Ups, da habe ich dich verwechselt, sorry. |-)


    Aber einen Tipp kann ich dir trotzdem noch geben. Da Ischia eine anerkannte Kurinsel ist, kannst du dir von deinem Arzt in Deutschland Massagen und Fangopackungen verordnen lassen und diese dort unten machen lassen. Du musst dafür glaube ich nur in Vorlage treten und bekommst das Geld dann von deiner Krankenkasse erstattet.

  • Ich hab Dir zu Napoli nur Sachen in der Stadt genannt und natürlich zwei sehr schöne Sachen in der direkten Nähe Napolis vergessen. Das wäre zum einen Pompeii, zum anderen die Costa Amalfitana. Die Amalfiküste ist neben Cinque Terre der schönste Küstenabschnitt Italiens. Auf der Strasse dort kann man zwar Angst bekommen, aber den Bussen ist bisher noch nie was passiert.

    Toure ja Anfang September 12 Tage durch Italien (allerdings mit einen Busunternehmen), da hab ich auch was von Pompeii und Amalfiküste (ich glaube drei Tage sind wir da) im Programm gelesen. Ich bin schon so gespannt auf das Land insgesamt. Meine "tiefsten" Italieneindrücke sind ja bis jetzt Venedig oder auf der anderen Seite Ligurien (San Remo). Obwohl wir schon viel in Italien waren. Weiter runter sind wir noch nie gekommen da, weil einfach privat zu weit. Und so wird es für mich nur ein Teil des Versprechens was ich an Mama gab, bevor sie ging. Mit Papa noch soviel als möglich zu machen und ihn Gegenden zu zeigen wo sie gerne noch selbst mit hin wäre. Aber Ende Mai geht´s nun erstmal nach London. Am Ende des Jahres wieder ein paar weiße Flecke weniger auf der Landkarte ^^ (gut London war dank @Archie ich wenigstens schon einmal ;) ).

    24.09.2012 - 08.12.2012

    Danke an Wayne Simmonds (Philadelphia Flyers, 9 Spiele, 4 Tore, 10 Assists), Chris Stewart (St. Louis Blues, 15 Spiele, 6 Tore, 14 Assists) sowie Clarke MacArthur (Toronto Maple Leafs, 8 Spiele, 4 Tore, 6 Assists) im Trikot der Eispiraten Crimmitschau

  • Zurück aus Isreal, war wirklich ein Erlebnis. Mal das für mich seltsamste vorweg - am Donnerstag gab es einen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen, der wurde mit Fliegerangriffen erwidert. Zudem gab es wohl an Ballons gebundene Bomben die über die Mauern flogen - alles offenbar ohne Verletzte/Tote. Am Freitag dann wilde Auseinandersetzungen in Jerusalem. Man liest das und fragt sich, ob´s wirklich richtig ist zur gleichen Zeit in diesem Land im Toten Meer oder am Strand von Tel Aviv zu liegen und es sich gutgehen lässt...bin noch nicht fertig mit meinen Gedanken dazu.


    Wir haben die gesamte Zeit in Tel Aviv gelebt und die Ausflüge mit einem Leihwagen gemacht. Entgegen vieler Befürchtungen hatten wir genau 0 Probleme, die ganzen 5 Tage über. Weder bei der Einreise, noch bei den Übergängen in die Palästinenser-Gebiete noch bei der Ausreise. Mag Glück gewesen sein. Ich muss aber dazu sagen, dass wir z.B. Betlehem ausgelassen haben, da an dem dafür eingeplanten Tag das Wetter so unendlich geil war, dass wir doppelt so lang am Toten Meer geblieben sind als geplant. Und nach Bethlehem hätten wir mit unserem Mietwagen nicht reinfahren dürfen - da wäre es ggf. doch etwas spezieller geworden.


    Tel Aviv: Was für eine abgefahrene Stadt. Eine Mischung aus absolut weltlich-westlichen Hochtechnologie-Hochhäusern und einer doch wahrlich runtergekommener aber sehr interessanten Stadt. Man merkt auch, dass sie sehr jung ist, wenn auch Teile (Old Jaffa) hingegen zu den ältesten Städten/Häfen der Welt gehören. Was sich bestätigt hat, die Stadt ist total locker, weitestgehend frei von religiösem Zwist und total modern und jung. Überall Hinweise auf Berlin und Leipzig (?! ja...) als eine Art Vorbild - dabei finde ich Tel Aviv viel geiler, viel freier, viel netter. Gekifft wird z.B. ausnahmslos überall, frei und offen. Auch die Mitarbeiter in Bars und Restaurants vertrösten Dich bei der Getränkebestellung auf den Zeitraum nach dem Bau des nächsten Joints - den darfst Du aber problemlos mitrauchen, kommt auch nicht mit auf die Rechnung. Schnaps ging grundsätzlich aufs Haus beim netten Plausch über "Feel free, it´s Israel". Vom Essen war ich ein wenig enttäuscht, hatte mir Gewürzfeuerwerk versprochen. Und ja, bestimmte Sachen waren richtig geil aber vieles doch auch recht "fad" - da hatte ich mir einfach mehr versprochen. Die "Sehenswürdigkeiten" (ala Touristinfo) von Tel Aviv kann ich eigentlich weniger empfehlen, es lohnt viel mehr sich ziellos durch die Stadt treiben zu lassen und möglichst überall anzuhalten, wo es nach "locals" aussieht. Hier nen Saft trinken, da nen Kaffee, hier ne Pita, da ein Shakshuka. Überall in der Stadt sitzt man draußen, es gibt eine Menge gute Laune und man fühlt sich wirklich willkommen. Aber Achtung: Billig ist Israel sicherlich nicht. Allen voran nicht in Sachen Bier. Und nein, wir waren nicht nur in den Touristenfallen. Übrigens fand ich es genial, dass wir quasi nie beschissen wurden wie sonst viel zu oft im Ausland - die Rechnungen stimmten, die Freigetränke blieben wirklich frei...das fand ich echt angenehm, gerade im Vergleich zu z.B. Prag im letzten Jahr.


    Totes Meer: War für mich in der Vorbereitung mehr so ein "Must see" und ich hatte mich gar nicht so darauf gefreut. Aber alleine die Fahrt dahin - alles für mich überraschend grün und saftig und wenn Du dann bei Jerusalem in die Palastinenser-Gebiete überfährst wird es schlagartig quasi Wüste. Aus den Häusern werden Baracken...plötzlich überall Dattelplantagen, Kamele und echt spannende Dörfer abseits der Autobahn. Beeindruckende Umgebung und dank des perfekten Wetters (25 Grad, blauer Himmer, in der Sonne richtig heiß aber angenehm dank Wind) eine atemberaubende Aussicht und ein tolles Licht. Am Toten Meer war es wohl dank der Jahreszeit sehr ruhig, wir hatten den Strand gemeinsam mit vielleicht 40 Leuten (Platz für geschätzte 2.000) alleine. Und dort zu baden ist echt lustig und auch verrückt. Der ganze Boden besteht aus spitzen Salzkristallen. Das Wasser sieht aus wie ein Schmierfilm, alles eben voller Salz. Bekommt man es wie ich auf die Lippe oder einen Tropfen in die Nase weißt Du sofort, warum man hier nicht tauchen sollte oder gar Wasser schlucken - richtig richtig eklig, brennt wie die Sau. Und das "Schwimmen" bzw. liegen ist einfach ein verrücktes Gefühl. Natürlich gab´s auch die Schlammpackung. Einmal am tiefsten Punkt der Erde gewesen - check! Von hier aus wollten wir eigentlich je nach Verlauf entweder nach Bethelehm oder Jericho - haben wir dann ausgelassen.


    Jerusalem: Einzig Schade ist es, dass in den verrückten engen Gassen nur absoluter Müll verkauft wird. Mir vorzustellen, dass dort früher wirklich Menschen aus anliegenden Regionen saßen und ihre Güter verkauft haben, was muss das toll gewesen sein. Nun gibts im Grunde so gefühlte 3.000 Läden mit 5 Konzepten und alle haben die gleiche Ware. Leder, Keramik, Fake-Artefakte, T-Shirts, Essen.
    Absolut beeindruckend: Tempelberg und vor allem aber auch die Grabeskirche. Ich bin nicht gläubig oder religiös aber an dem Ort zu sein, von dem im Grunde ein Großteil der Weltgeschichte der letzten 2.000 Jahre abhängt..puh. All die Kriege, all die Toten, all der religiöse Hass aber natürlich auch die guten Aspekte. All das beginnt dort. Und eigentlich durch einen Zufall bin ich in die Grabkammer von Jesus gelangt (war gar nicht vorbereitet, haben uns unverschämt vorgedrängelt und waren plötzlich drin) und das war, vielleicht weil wir so unvorbereitet waren, echt eine krasse Erfahrung. Plötzlich steht man vor so einer Kammer, die Türen werden immer kleiner, man wird von irgendwelchen Geistlichen durch eine 1,20m hohe Öffnung gedrückt und ist inmitten eines "Schreins" und hat zirka 30 Sekunden Zeit mit 3-4 anderen am (angeblichen) Grabe Jesu zu beten. Im gleichen Haus die Stelle, an der Jesus gekreuzigt wurde und der Salbungsstein. Ich habe mich dort sehr zurückgehalten und war dennoch berührt von all den Gläubigen - die weinen, küssen die Steine, beten und kommen mit weit geöffneten Augen wieder zurück in die Welt. Verrückt, gruselig, spannend!


    Yad Vashem: Puh...auch wenn ich dort keine Neuigkeiten erfahren habe, der Fokus dort ist ein Anderer. Die Darstellung ist großflächiger, härter und schonungslos. Muss man hin, wenn man in Jerusalem ist. Schade fand ich nur, dass Israel dort nicht (auch wenn ich das nicht direkt vergleichen will) zumindest irgendwo abgetrennt auch sowas wie "was wir daraus lernen" macht. Denn wenn man im Land sieht, wie sich dort die verschiedenen Gruppierungen abgrenzen, diskriminieren und immer wieder töten, wie Mauern gebaut werden, wie Panzer rollen....da fehlt mir zumindest der Ansatz eines Transfers. In Bezug auf den Holocaust steht dort in großen Lettern ein Satz wie "Ich weiß zwar nicht was ein Jude ist aber ich weiß was ein Mensch ist" - dieser Satz sollte für mich ganz am Ende stehen, als Leitspruch auch für die Gegenwart und auch für das eigene Land, die eigene Politik. Aber ich bin auch kein Experte für die Zustände in diesem Land. War einfach nur ein Gedanke..


    Der Verkehr: Einer unser Mitfahrer und der Fahrer hat 3 1/2 Jahre in China gelebt. Das war glaube ich der Schlüssel zum Glück. Du brauchst gute Nerven und musst offensiv fahren, sonst stehst Du pausenlos. Definitiv ein Erlebnis - traut Euch selbst zu fahren. Mit einem guten Mietwagenanbieter und dementsprechend guter Versicherung braucht man ja auch keine Panik zu haben :).


    Würde ich wieder kommen? Ja! Würde gerne Bethlehem (sie sprechen es wohl BedlÄÄchÄm) und noch ein paar andere Sachen sehen. Aber definitiv nicht als Familienurlaub sondern wieder mit unkomplizierten Freunden, die pragmatisch und auch mit dem nötigen Mut einfach eintauchen in dieses spannende Land.

    Und alles was wir hassen, seit dem ersten Tag, wird uns niemals verlassen, weil man es eigentlich ja mag.

    (Tocotronic, Let there be Rock)

  • Man liest das und fragt sich, ob´s wirklich richtig ist zur gleichen Zeit in diesem Land im Toten Meer oder am Strand von Tel Aviv zu liegen und es sich gutgehen lässt...bin noch nicht fertig mit meinen Gedanken dazu.

    Wäre es falsch, würden es die Einheimischen seit Jahrzehnten falsch machen.
    Die Freiheit, die du in Tel-Aviv erlebt hast, ist auch Teil des Bewusstseins darüber, in dieser Situation zu leben und dass es jeden Tag vorbei sein könnte.


    Mich würde interessieren, wie viel dich Reise und Unterkunft so gekostet haben.

  • Nun mal ohne nachzuschauen aus dem Kopf:


    - Flug 400 Euro
    - Hotel 400 Euro fürs DZ (war eines der wenigen recht günstigen und dennoch genau zentral da, wo man es in Tel Aviv haben will; für mich also 200)
    - Mietwagen inkl. Sprit ca. 360 Euro (für mich also 120)
    - Essen/Trinken/Mitbringsel 1500 Schekel..also knapp 400 Euro


    Insgesamt also grob 1120 Euro für Montag bis Freitag mit sehr guten Flugzeiten und zentraler Unterbringung in der Allenby-Street mit Balkon und ordentlichem Badezimmer.

    Und alles was wir hassen, seit dem ersten Tag, wird uns niemals verlassen, weil man es eigentlich ja mag.

    (Tocotronic, Let there be Rock)

  • Wir suchen aktuell noch für Juli diesen Jahres. So 10-14 Tage in die Sonne, aber nicht so drückend heiß. Zuletzt gab´s Lanzarote und dann Grömitz mit Glück beim Wetter. Ich denke an Madeira, bin da aber noch ganz am Anfang meiner Recherche. Meine Partnerin würde gerne auf Mallorca oder Menorca. Habt ihr einen Tipp für nen Urlaub mit nem Elfjährigen mit Sonnengarantie aber ohne elend heißes Klima alá Türkei..etc. ? :)

    Und alles was wir hassen, seit dem ersten Tag, wird uns niemals verlassen, weil man es eigentlich ja mag.

    (Tocotronic, Let there be Rock)

  • Juli, Sonnengarantie und nicht wirklich heiß dürfte ziemlich schwierig werden.... :amkopfkratz:


    Madeira vielleicht ja, die Azoren generell sowieso, nur ne 100% Sonnengarantie wirste da eher nicht erleben.

    Einmal editiert, zuletzt von saarbayer ()

  • Heiß geht, wenn Wind garantiert. Lanzarote war z.B. ja auch echt heiß aber total angenehm weil man immer Wind hat. Unerträglich fand ich es vor zig Jahren in der Türkei oder in Griechenland bei zirka 40 Grad ohne Wind..

    Und alles was wir hassen, seit dem ersten Tag, wird uns niemals verlassen, weil man es eigentlich ja mag.

    (Tocotronic, Let there be Rock)

  • @saarbayer


    Nicht schlimm, kann doch mal vorkommen. Das mit der Massage ist nicht nötig, hab meine ganz persönliche Massouse doch schon dabei. |-):D

    Was dich nicht glücklich macht, kann weg.

  • @4u-Martin. Im Norden von Teneriffa ( Puerto de la Cruz) ist es häufig leicht bewölkt und daher kaum wirklich heiß. Allerdings auch windig. Es gibt ein Meerwasserschwimmbad, den Papageienpark, einen interessanten botanischen Garten. Ausflüge in die Berge sind von dort auch gut machbar.

    "Was ist wichtiger," fragte großer Panda. "Der Weg oder das Ziel?" "Die Weggefährten," sagte kleiner Drache.

  • Kanaren hat man selten mehr als 28-32 Grad im Sommer,aber durch den WInd war es bisher bei meinen Besuchen immer sehr angenehm.
    Sonnengarantie und nicht so heiß ist halt in Europa eher schwierig umzusetzen.

    Today`s music ain`t got the same soul

    i like that old time rock and roll.

  • Wir suchen aktuell noch für Juli diesen Jahres. So 10-14 Tage in die Sonne, aber nicht so drückend heiß. Zuletzt gab´s Lanzarote und dann Grömitz mit Glück beim Wetter. Ich denke an Madeira, bin da aber noch ganz am Anfang meiner Recherche. Meine Partnerin würde gerne auf Mallorca oder Menorca. Habt ihr einen Tipp für nen Urlaub mit nem Elfjährigen mit Sonnengarantie aber ohne elend heißes Klima alá Türkei..etc. ? :)

    Dieses Nord-Adria-Ding was Giancarlo hier empfohlen hatte!? Jesolo und co...

    Nanakorobiyaoki

  • Sardinen

    "But the thing about political correctness is that it starts as a good idea and then gets taken ad absurdum. And one of the reasons it gets taken ad absurdum is that a lot of the politically correct people have no sense of humor." (John Cleese)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!