Gedanken eines Clowns

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    • Gedanken eines Clowns

      So ich möchte hier mal etwas mit euch teilen. Die etwas andere "Liebeserklärung" an unseren Verein. Zur Erklärung für Nicht KSC-ler: In der Kurzgeschichte sind direkt oder auch indirekt die Namen unseres aktuellen Kaders + mehr enthalten. Manchmal am Stück, manchmal über zwei Worte verteilt und teilweise auch im Satz versteckt. Die richtige Schreibweise konnte nicht immer eingehalten werden. ;) Vorrangig wurden Nachnamen benutzt, komplizierte Nachnamen oder besser passende Vornamen führten aber auch zu, diese zu benutzen.

      Neben Spielern (Profis + einige Amateure) sind auch Verantwortliche, Ärzte, Physiotherapeuten etc. enthalten. Ich werde voraussichlich auch die Namen kenntlich machen. Wenns klappt. :)

      Ich hoffe es gefällt dem einen oder anderen. Gerne nehme ich auch Rückmeldungen und Kritik an. :) Viel Spaß.

      Abschlusstraining

      Freitag morgen, 9:30 Uhr – graue Wolken am Himmel, die Vögel fliegen tief, es sieht nach Regen aus. Auch die Finken, die bis vor kurzem noch ihr fröhliches Lied zum Besten gegeben haben, sind inzwischen verstummt. Alles erweckt den Eindruck eines depressiven Herbsttages, allein die immer bunter werdenden Blumen zeugen aktuell vom beginnenden Frühling. EmSig sammeln noch einige Bienen die letzten Pollen, bevor der drohende Regen ihre tägliche Arbeit verhindern wird.
      Die Zaungäste für das anstehende Abschlusstraining trudeln nach und nach ein. Rentner, Urlauber, Jugendliche, Kinder – eine illustre Runde findet sich ein. Daneben die bekannten Gesichter der Presse, sogar ein Schweizer Journalist soll sich in den Wildpark verirrt haben.
      Zu einer bizarren Randnotiz wird dabei der seltsame Tod eines Tieres. „Drrrrrpppppiiiitsch“ - mit einem lauten Krachen und Klirren, springt die Scheibe eines Maseratis und ein Star fällt wie vom Blitz getroffen auf den Boden.
      Endlich kommt die Mannschaft von der Kabine Richtung Trainingsgelände getrabt. Wie ein Schäfer führt der Trainer seine Mannschaft zur Vorbereitung auf das wichtige Spiel am nächsten Tag.
      Der Co-Trainer verteilt die Trainingsleibchen – es geht los mit einem Spiel auf dem Kleinfeld. Schnell werden noch die Mannschaften eingeteilt. Der dritte Ersatztortwart scheint mit seiner Rolle im Sturm nicht einverstanden zu sein. „Wie, mann, schon wieder im Sturm?“ hört man ihn rufen. An der Mimik des Trainers ist deutlich die anstehende Reaktion zu erkennen. „Ich geb dir ma´ nen Tip, mit dieser Einstellung wird das hier nichts mehr. Morgan sitzt du wieder Nicht auf der Bank!“
      Nach dieser klaren Ansage geht es los. Schon der erste Zweikampf wird ruppig geführt. Der große 23er Abwehrrecke und der kleine Spielmacher mit der 10 knallen mit den Köpfen aneinander. Vermutlichen sehen sie gerade Engel, hart getroffen bleiben beide benommen am Boden liegen.
      Zwei ältere Herren nutzen diese kurze Pause, um über die aktuelle Suche nach einem neuen Hauptsponsor zu sinnieren. „Kuntst du mir mal soge, was des soll? Do der Etat muss verabschiedet werde und wos hemmer – Nichts, wie immer“, macht der Eine von beidem seinem Ärger Luft. „Gemach, gemach“, entgegnet ihm sein Gegenüber, „unser Präsident macht des scho. Ich hab ghört, es gibt drei Kandidaten. Do so en Metzger, also e größe Fleischereikett´ vielleicht. Oder e Karlsruher Bank. Sackzement wie heisst die nomol, sonen blauen Biber ham die als Maskottchen. Du woisch was ich moin. Oder so großen Glasermeister aus Brusel. Do wird scho einer für uns daboi sei. Also hör uff mit deiner Motzerei“. „Isch ja gut Arno, wir werde sehe. Hauptsach s finanzielle stimmt.“
      Inzwischen geht es auf dem Platz auch wieder weiter. Der Trainer entscheidet auf Grund des Zweikampfs auf Elfmeter. Der 10er tritt selber an. Mal schauen ob er in diesem Duell das richtige Eck erwischt. Trotz eines schwachen Schusses, kullert der Ball ins Tor. Der Torwart sah nicht gut aus, wie schon so oft im Spiel diese Saison. Der schwedische Torwarttrainer HaaKon dreht am Rad.
      Vermutlich hätte man sein schwedisches Geschimpfe noch das restliche Training lang vernehmen können, hätte nicht seine STimme irgendwann versagt. Das Spiel geht munter rauf und runter. Immer wieder kommt es zu Chancen auf beiden Seiten. Vor allem der junge Kroate, der für diese Saison vom HSV ausgeliehen wurde, wird desöfteren in Szene gesetzt. Bisher ohne das notwendige Glück. „Nur Mut Zeljko, dran bleiben“, so und ähnlich treibt der Trainer ihn immer wieder an.
      In der Zwischenzeit sind noch mehr Anhänger dazugekommen, um ihre Mannschaft bereits im Training vor dem wichtigen Spiel zu unterstützen. Darunter auch eine Abteilung der organisierten Fans. Auf einer ihrer aufgehängten Fahnen ist ein KakAdou beobachtbar. Immer wieder stimmen sie Gesänge an, um ihre Mannschaft mit den unterschiedlichen Stimmen akkustisch zu unterstützen. Wie im Orchester: Oboe, Cello, Flöte – zusammen ergibt sich eine eindrucksvolle Melodie
      Das Tempo auf dem Platz verlangsamt sich wieder, die Pässe werden ungenauer. Provokativ könnte man sagen, die Mannschaft krebst nur noch auf den Rasen umher. Der Trainer muss etwas unternehmen, es fällt ihm wie Schuppen von den Augen, hier muss wieder Feuer rein. Er will, nein er muss die Mannschaft für morgen bestmöglich fit machen. So sehr hat diese Mannschaft, diese Stadt, diese Fans es verdient nicht abzusteigen.
      Er ruft seine Jungs zu sich. Zeit für eine seiner bekannten Ansprachen. Er stellt sich in die Mitte und los gehts. „Nicht immer nur schön und lang, Kampf Jungs! Ihr müsst mehr Biss zeigen, über Zweikämpfe kommen. Demir, taste dich doch nicht wie eine Ballerina an deine Gegner ran. Zeig ihnen was du drauf hast. Du kannst es doch.“ Der junge Türke senkt für einen kurzen Moment bedröppelt seinen Kopf. Im selben Moment legt der Trainer ihm die Hand auf die Schulter und sagt „Morgen machst du es anders“. Er hebt den Kopf wieder und in seinen Augen ist der unbedingte Will zu sehen. „Logo, bin morgen der Albtraum der gegnerischen Stürmer.“ Sein typisches, verschmitztes Lächeln ist auch wieder in Gesicht zurückgekehrt. Der Trainer wendet sich an seinen georgischen Kapitän „ Ulykor, einfach mal abziehen und ins Netz kicken. Nicht immer noch einen Haken und noch einen Haken. Effizient spielen.“ Der Kapitän nickt und schon sprich der Trainer den nächsten an „Benni, klasse Reaktion bei Schüssen, tolle Paraden aber fang auch die Flanken und die Standards. Konzentier dich und segel nicht immer vorbei.“ „Chris, an die TUS hast du doch gute Erinnerungen vom letzen Spiel. Trau dich. Geh in die Zweikämpfe. Spiel deine Gegenspieler stindelig. Verdammt, schwindelig mein ich. Zieh die deckenden Spiel auf dich, schach Räume für deine Mitspieler.“
      Mit seinen Augen sucht er Kontakt zu jedem Einzelnen seiner Jungs. Senkt seinen Blick zum Boden, nur um ihn sofort wieder nach oben zu richten und erhebt seine Stimme zu einer letzten Ansage „Mit so einer Einstellung brauchen wir morgen gar nicht antreten, da können wir grad in en Germania nen Weizen trinken. Wollt Ihr das?“. Die Mannschaft gibt ein zaghaftes „Nein“ zurück. „Überzeugt mich und vor allem überzeugt sie“, er deutet einmal im Kreis auf die um den Trainingsplatz stehenden Zuschauer und frägt abermals „Wollt ihr das“. Diesmal kam es laut und deutlich zurück „Nein Chef“ und Demir schiebt noch nach „Wir machen sie morgen fertig“. Er erntet ein zustimmendes „Auf Jeden“ seiner Mannschaftskollegen und alle legen ihre Ärme auf die Schultern des Nebenmanns. Im Augenwinkel sah der Trainer wieder sein verschmitztes Lächeln, das er so liebte. „Gut, dann gewinnen wir morgen ein Spiel. Ich zähle auf Euch. Und nun, die Trainingsleibchen an Haakon und dann Auslaufen durch den Hardtwald.“ KO aber glueklich setzt sich die Herde in Bewegung. Den Ruck, der durch die Mannschaft ging, hatte nicht nur der Trainer gespürt. Die Zuschauer erschienen zuversichtlicher, optimistischer fast schon euphorisch. Sie verabschiedeten ihre Mannschaft mit einem lauten „Kaaaaaarlsruuuuuheeeeee“ und das „Auf – Auf geht’s – Karlsruher Sport Club“ hat die Mannschaft sicher nicht mehr so schnell aus dem Ohr.
      Der Trainer nimmt die verdreckten Trainingshemdchen und wirft sie zum Zeugwart „Wasch, Willi!“. Dabei lächelt er ihn an. Die beiden sind seit Jahren gut befreundet, auch wenn ihr Umgangston Aussenstehende anderes denken lässt.
      Es hat sich für alle gelohnt hier so lange zu kampieren. Alle Beteiligten – Trainer, Mannschaft, Fans und Journalisten – waren sich nach diesem Training einig: Der KSC gewinnt morgen das entscheidende Spiel. Erklären konnte es keiner, gefühlt haben es aber alle.


      ENDE
      Tri, Tra, Trulalala - der blau-weiße Clown ist wieder da!
    • Was kurzes für zwischen durch :)

      Halbzeitansprache

      "Wir haben nur Zeit für eine kuzze Ansprache, um 19:04 Uhr gehts schon wieder zurück auf den Platz. Schwamm drüber was in der ersten Halbzeit war. Die Pälzer Bube führe zwar mit 3:0, aber mich interessiert vergangenes nicht! Ich will dass Ihr gleich daraus geht und wir die zweite Halbzeit roguen. Das hier ist der Wildpark - hier sind wir die Macht, wir schießen die Tore, das wird unsere AufholJagd und wir holen den Sieg! Oder wollt Ihr nächste Saison gegen die Dresdner oder Lübeck spielen? Affiger Gedanke- dabei wird mir ganz schlecht. Ihr müsst präsenter sein, die Zweikämpfe annehmen. Ich finde so einen kleinen Crash in Ordnung. Kent a mal e gelbe Karte bekomme, so langs keine Orangene oder Rote ist. Wenn der Schiri gleich wieder anpfeift, legt ihr vom ersten Moment an los, da gibts kein Pardon - carpiert? Wie ein Wirbelsturm, ein Hurrikane der höchsten Stufe 81, will icke Euch über den Platz rasen sehen. Der Trainer der Teufel ist zwar ein Fux, aber mir dem was wir gleich zeigen wird er nicht rechnen. Ich will Leidenschaft sehen - ihr habt gemerkt, die Fans stehen hinter Euch. Die Carslruher Junx machen kräftig Stimmung, ein Haufen Berliner Harlaykins sind zur Unterstützung da. Die als 12. Mann im Rücken zusammen mit der Mille Prämie, die ich jetzt nochfür jeden von Euch bei einem Sieg drauf lege, sollten an sich schon ausreichen, dass ihr die gleich vom Platz fegt. Also worauf wartet Ihr? Kummt mit, wir holen uns den Sieg.!"

      ENDE

      Thema ist diesmal denk ich selbsterklärend. ;)
      Tri, Tra, Trulalala - der blau-weiße Clown ist wieder da!
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