Schlechter Artikel. Weil der entscheidende Punkt fehlt. Das Signal, um in der Sprache zu bleiben, gab es natürlich. Und zwar als Sane die Vertragsverlängerung bei Man City ablehnte und Guardiola öffentlich sagte, dass Sane gehen könne, wenn er wolle. Dann steigt man halt ein. Preisschilder sind nicht alles. Wenn ein Spieler weg will, dann fällt der Preis. Auch eine Verletzung mindert diesen. Also dranbleiben.
Der Rest, was so albern als Theater bezeichnet wird, sind normale Verhandlungen. Und die sind in so einer Größenordnung nunmal anders, als einen Spieler mit einer Ausstiegsklausel zu verpflichten.
Theater ist, was Presse und Medien daraus machen. Sie haben keine Ahnung. Absolut keine Ahnung. Warum? Weil Bayern nichts sagt. Also spekuliert man munter seit Wochen täglich umher. Das ist das eigentliche Theater. Von Presse, Medien und auch Fans. Btw. nicht selten auch die Fans, die sich sonst immer aufregen, wenn Dinge angeblich durchgesteckt werden. Das passiert seit Monaten nicht und ist dann auch falsch. Wie man es macht...
Für mich ist es ein guter Artikel. Und Theater ist nicht, was die Medien daraus machen, sondern was Bayern aufführt. Der erste Akt war Ulis Geplärre im Februar im Doppelpass sowie seine taktisch total dämliche Ankündigung wir würden "investieren wie noch nie". Pokerspiel mit offenen Karten hat noch nie funktioniert. Zweiter Akt war Kovacs vorsichtige Aussage, er könne sich vorstellen, dass es eventuell eine Möglichkeit geben könnte, dass wir Sané kriegen könnten und die darauf folgende Entschuldigungswelle in Richtung ManCity. Wie kann man sich selbst so enteiern? Dritter Akt, nach der Verletzung von Sané wird Perisic verpflichtet (an und für sich nicht schlimm), aber nicht vom Sportdirektor, sondern vom Vorstandsvorsitzenden, was es wieder zur Lachnummer werden lässt. Dass Robben und Ribéry weg sein werden, weiß man schon lange, trotzdem ist man auf die Situation offensichtlich kein bisschen vorbereitet. Das sind Dinge, die sich doch nicht die Medien ausgedacht haben. Das ist einfach eine desaströse Außendarstellung.