Kölsche Klüngel und die Polizei - Repression oder gerechtfertigte Einsätze beim Fussball?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Wie bereits angekündigt, tritt am 25.5.2018 eine neue, EU-weite Datenschutzverordnung in Kraft. Deshalb haben wir unsere Datenschutzerklärung​ aktualisiert. Für User hat sich im Grunde nichts geändert, aber die Erklärung ist jetzt gesetzeskonform :)

    Um auf der sicheren Seite zu sein, haben wir uns dazu entschlossen, dass jeder User ab 25.5.2018 um 00:00 Uhr die neue Datenschutzerklärung akzeptieren muss, bevor er posten kann.

    • Neu

      Caledonia schrieb:

      Manchmal oder eher häufig, lesen sich solche Statements so, als würden diese Leute echt daran glauben, dass da morgens Polizisten, Ordnungskräfte, Funktionäre usw. aufstehen, um ihrem Lebensziel nachzugehen, nämlich der heutigen Fankultur das Leben schwer zu machen. Aber dem ist einfach nicht so. Sie werden meist nur dazu gezwungen zu reagieren. Sicher nicht selten dann auch nicht frei von Fehlern

      Ich weiß nicht mehr von wem ich das mal gehört habe. Ich meine sogar, Klüngel hätte das mir irgendwann mal erzählt, oder im Forum geschrieben. Kann aber auch von nem anderen Bekannten kommen, der bei der Polizei ist. Demnach würden 60% der Cops sich auf die Fußballeinsätze freuen, weil sie dann endlich mal Leute klatschen dürften. Wahrheitsgehalt der Aussage oder über die Prozentzahl ließe sich jetzt königlich streiten, aber im Kern ist sicher einiges an der Aussage richtig. Fußballfans kriegen in den Medien ja nen schön asozialen Touch. Wenn da mal versehentlich einer den Knüppel quer kriegt, werden weniger Fragen gestellt, als wenn man auf ner Anti-Atomkraft-Demo versehentlich die Mutti, statt einem aus dem Schwarzen Block erwischt.

      quaepp schrieb:

      Dass man mit so einem martialischen Auftritt wie in Karlsruhe bei den Entscheidern aus Sport und Politik keine Chance auf offene und faire Annäherung bekommt (sondern wie erlebt das Gegenteil erreicht), sollte eigentlich jedem klar sein.
      Wollte man das überhaupt? Oder hat man denen nach all den Arschtritten der vergangenen Jahre gesagt "so ihr Penner, jetzt haben WIR keine Lust mehr, mit euch zu diskutieren"?
      Nazis raus!
    • Neu

      Auch wenn ich quaepp gerne widerspreche und quasi nie einer Meinung mit ihm bin vermute ich dass er sagen möchte, dass sie konsequent gemacht hat was sie von anderen fordert. Oder besser gesagt: mit gutem Beispiel voran geht.
      Auch wenn ich Billigflieger und Autos als Fortbewegungsmittel bevorzuge sehe ich seinen Beitrag jetzt nicht mal verwerflich. :D

      edit: Das war noch auf Schmiddie bezogen.
      Ansonsten unterschreibe ich vor allem den letzten Absatz vom Kater voll und ganz. Gegen die Verbände und was diese dem Fußball antun hilft sowieso nichts. Da kann man auch komplett übertriebenen Protest veranstalten und sich an den zornigen Reaktionen erfreuen.
      „Das Niveau des Vereins ist jetzt da, wo es hingehört“

      Martin Kind

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hannoi1896 ()

    • Neu

      Giancarlo schrieb:

      Wie oft sitzt denn heute bei der Fankultur beim Bier dabei?

      Giancarlo schrieb:

      bei deinem Beispiel gab es von anderen Radau in der Altstadt. Aber es kommt heute oft genug vor, dass wirklich gar nichts ist an dem Spieltag und dann plötzlich Schikaneaktionen kommen, von wem auch immer angeordnet.
      Cale frägst Du, wie oft er heute bei der Fankultur dabei ist.

      Im zweiten Zitat unterstellst Du, dass "wirklich gar nichts ist an dem Spieltag und dann plötzlich Schikaneaktionen kommen [...]".
      Grundsätzlich nimmst Du ja auch immer wieder Mal Aussagen der (deutschen) Ultraszene auf und nimmst diese als so richtig an.

      Darf man Dich dann auch fragen bzw. findest Du dass man Dir gerecht wird wenn man Dir folgende Fragen stellt:
      Warst Du dort dabei, wo "wirklich gar nichts ist an dem Spieltag und dann plötzlich Schikaneaktionen kommen "?
      Wie oft hast Du den persönlich Kontakt zur deutschen Ultraszene?

      Vielleicht hast Du den Fehler ja auch schon immer im Gesellschaftsboard gemacht, dass Du bei Argumenten, die Deine Position stärken, andere Maßstäbe ansetzt, als bei der Gegenseite.

      Inhaltlich bringt das in der Diskussion m.E. aber nicht weiter. Muss man auch nicht weiter vertiefen, da mir klar ist, dass wir uns da nicht einig werden.
      Nur das Gesellschaftsboard ist begraben und sollte es dann auch bleiben. Meine Meinung.
      Wer sich über das freut, was er hat, hat keine Zeit mehr über das zu klagen, was er nicht hat.
    • Neu

      Um mal bei Dynamo zu bleiben, Lehmi war in seinen Rückblicken durchaus auch selbstkritisch.
      Stichwort "sinnlose Randale"
      Du wirst koana vo UNS
      In a world of compromise....Some don’t.

      Hängt die Nazis solange es noch Grüne gibt!

      ACHTUNG :
      Sollte jemand mit Inhalt oder Art eines Posts von mir ein Problem haben oder meinen ungerechtfertigt angegangen worden zu sein, würde ich mich freuen wenn wir das per PN klären könnten. :bierkruege:
    • Neu

      Kampfkater schrieb:


      quaepp schrieb:

      Dass man mit so einem martialischen Auftritt wie in Karlsruhe bei den Entscheidern aus Sport und Politik keine Chance auf offene und faire Annäherung bekommt (sondern wie erlebt das Gegenteil erreicht), sollte eigentlich jedem klar sein.
      Wollte man das überhaupt? Oder hat man denen nach all den Arschtritten der vergangenen Jahre gesagt "so ihr Penner, jetzt haben WIR keine Lust mehr, mit euch zu diskutieren"?
      Und genau hier sind wir beim springenden Punkt. Wie lange haben die Verantwortlichen von DFB und DFL denn bitte dialogbereite Fußballfans hingehalten und am langen Arm verhungern lassern? Das waren fast 5!!! Jahre. 18Ausrufezeichen...
    • Neu

      Legos schrieb:

      Darf man Dich dann auch fragen bzw. findest Du dass man Dir gerecht wird wenn man Dir folgende Fragen stellt:
      Warst Du dort dabei, wo "wirklich gar nichts ist an dem Spieltag und dann plötzlich Schikaneaktionen kommen "?
      Wie oft hast Du den persönlich Kontakt zur deutschen Ultraszene?

      Diese Schikaneaktionen werden nicht erst seit zwei Jahren durchgezogen.
      Ich war oft genug mit der aktiven Fanszene unterwegs und habe solche Schikaneaktionen oft genug erlebt, vor allem auswärts.
      Le teste di legno fanno sempre chiasso.
    • Neu

      Da ich schon öfter hier davon las als kurze Anmerkungunmotivierterweise in den Thread geworfen:
      Der Vergleich Polizei mit Fangruppierungen ist sehr interessant. Ersterebesitzen das Gewaltmonopol woraus (nicht nur daraus, aber der Einfachheithalber) eine gewisse Verantwortung mit Rechten und auch Pflichten erwächst.Letzteres wird ganz gern mal vergessen oder übersehen. Auch wird gern vonVertrauen der Polizei gegenüber gesprochen und dies eingefordert und übersehen,dass Vertrauen etwas ist, dass man sich erarbeitet, nicht einfordert. An dieserStelle kommt das strukturelle Defizit des rechtsfreien Raumes zum Tragen, dendas Handeln der Polizei leider durchaus darstellen kann. Es existiert leiderkeine Möglichkeit, Fehlverhalten der Polizei in irgendeiner Form zu ahndenund/oder zu sanktionieren. Die Zahlen der Anzeigen, welche dank fehlenderZuordenbarkeit der Straftaten im Sande verlaufen, sprechen hier eine eindeutigeSprache. Auch dass die Polizei im Fall der Fälle gegen sich selbst ermitteltund eine unabhängige Ermittlungsstelle strikt abgelehnt wird, trägt nichtunbedingt zum Aufbau einer notwendigen Vertrauensbasis bei. Eine durchausgefährliche Entwicklung, wenn das Vertrauen in staatliche Organisationen(unfreiwillig?) untergraben wird. Wie dem entgegengearbeitet werden kann, liegtauf der Hand: Kennzeichnungspflicht, unabhängige Ermittlungsstelle, etc. Einezu beobachtende Militarisierung, welche dann ganz gern in einem Umfeld erprobtwird, welches eh nicht über den besten Ruf verfügt – richtig, bei Fußballfans –läuft dem ganzen eher entgegen.
      Bedenken sollte man auch, dass die Polizei keine neutrale Quelle darstellt sondern ein politisch (handelnder) Akteur ist. Hier scheint mir medienseits teilweise ein Umdenken stattzufinden. Durchaus begrüßenswert, wenn zukünftig nicht mehr die Polizeimeldung abgetippt und als einzig reputative Quelle zurate gezogen wird.
      Inwieweit sich der Träger des Gewaltmonopols mit seinen –trotz der Defizite – strukturellen Gegebenheiten und Möglichkeiten mitFangruppierungen vergleichen lässt, welche unfassbar heterogen zusammengesetztsind, mag jeder für sich entscheiden. Beide auf eine Stufe zu stellen istallerdings fast schon unfreiwillig komisch.
      Katzendompteur aus dem Miezhaus

      "Der 22.5. war mal der neue 30.3. Es sei denn, am 10.4. wäre daraus doch noch der 12.4. geworden. Als dann der 30.6. beantragt wurde, standen am 10.4. aber nur der 31.12., der 31.3.20 und der 31.12.20 zur Auswahl. Genommen wurde jetzt als Kompromiss der 31.10."
      (via Stefan Leifert auf twitter)
    • Neu

      Kaffchris schrieb:

      Beide auf eine Stufe zu stellen istallerdings fast schon unfreiwillig komisch.
      Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass es bei Auseinandersetzungen meistens zwei Sichtweisen gibt. Die der Fans und die der Polizei, des Ordnungsdienstes. Von daher muss man sich mit beiden befassen, ohne sie nun wirklich auf eine Stufe zu stellen- oder vergleichen zu wollen.

      Natürlich hast Du völlig recht, dass die Polizei keine wirklich neutrale Quelle darstellt. Ebenso wenig wie jedes einzelne Statement einer Fangruppierung oder eines Faszination Fankurve-Artikels. Sind hier im Board aber meist die alleinige Grundlage. Es wird immer die Schwierigkeit sein aus all dem möglichst viel an Wahrheit herauszufiltern.

      Auch ist es sicherlich so, dass die Polizei immer wieder in Situationen auch mal ihre Pflichten vernachlässigen mag. Das ist nicht gut, sollte nicht sein, passiert aber. Ist aber ebenso komisch, dass das dann meist von den Fans angeprangert wird, die im Vorfeld auf Gesetze, Stadionordnungen etc. scheissen und oftmals erst für diese Situationen sorgen. Passt einfach nicht. Bei sicherlich hier und da durchaus berechtigter Kritik an der Polizei.

      Stichwort Vertrauen, welches man nicht einfordern, sondern sich verdienen sollte. Hast Du sicher in Bezug auf die Polizei hier und da auch nicht Unrecht. Aber was ist mit den Fans? Die haben doch größtenteils ihre völlig eigenen Vorstellungen von dem, was im Stadion erlaubt sein sollte. Und da interessieren sie sich dann oft null für Gesetze, Stadionordnungen usw.. Auch das passt nicht.

      @Der nichtmehrsodicke Olaf schrieb weiter oben von dialogbereiten Fans, die man am langen Arm verhungern ließ. Ich habe das lange versucht so gut es geht zu verfolgen und kann da einerseits durchaus den Unmut verstehen, da es von Seiten der Verbände einfach viel zu lange gedauert hat.

      Andererseits waren einige Forderungen der Fans aber auch einfach nur rotzfrech, in der Praxis komplett unmöglich umzusetzen und hatte es mit dialogbereit dann auch nicht viel zu tun. Zumal man im Vorfeld durch Aktionen in den Stadien klarstellte, dass man sich eh nicht an Verbote halten würde, die nicht ihren Vorstellungen entsprachen. Habe das nochmal rausgesucht.
      eiserner-virus.de/forum/index.…erungskatalog-an-DFB-DFL/
      eiserner-virus.de/forum/index.…chment/230-Fanrechte-pdf/?

      Ich weiß auch nicht, wie ich da reagieren würde, wenn man da einen solchen Forderungskatalog auf den Tisch geknallt bekommen würde. Zum Teil total weltfremd. Auch da gab und gibt es also wie immer zwei Seiten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Caledonia ()

    • Benutzer online 1

      1 Besucher