Medienkritik - Jetzt wird zurückgeschossen

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    • FunkerVogth schrieb:

      Champions of Germany schrieb:

      FrankenKompetenz schrieb:

      FunkerVogth schrieb:

      ich finde es schon interessant, dass nun bestätigt wird, das die Bildzeitung die Behörden über den Sachverhalt informiert hat und man daraufhin die Ermittlungen aufgenommen hat.
      Man hat dann erst Kontakt mit der Frau aufgenommen und erst dann soll es wohl nach träglich zur Anzeige gekommen sein, bzw. man weiß es noch nicht mal genau.

      Egal wie es ausgeht, ob es wahr ist oder nicht.....das lass ich mal beiseite oder trenne es ab, aber die Bildzeitung hat hier schon eine tragende und führende Rolle......man muß solchen Sachen nachgehen, auf jeden Fall.....aber der Bildzeitung kann ich deswegen noch lang keinen Heiligenschein aufsetzen......sorry

      Quelle: SZ Online von heute - Zitat:


      SZ schrieb:

      Die Hamburger Polizei bestätigte am Donnerstag, dass es die Bild-Zeitung war, die sie über den Verdacht gegen den Vize-Weltmeister von 2002 informiert habe. Daraufhin habe die Polizei Ermittlungen eingeleitet und sei mit der Zeugin, die von Metzelder kinderpornografisches Material erhalten haben soll, in Kontakt getreten. Am Mittwochvormittag hatte die Behörde zunächst mitgeteilt, dass die mutmaßliche Empfängerin der Bilder Strafanzeige erstattet habe. Die Frau sei aber nicht aktiv auf die Polizei zugegangen, hieß es später. Ob sie überhaupt Anzeige erstattet habe, sei derzeit unklar. Sie soll über das Chat-Programm WhatsApp entsprechendes Material von dem Ex-Fußballer erhalten haben. In welcher Beziehung sie zu Metzelder steht, teilte die Behörde nicht mit.
      Die Bild wird das jetzt Stück für Stück ausschlachten, während man in aller Ruhe und dem gewohnten Weg die Ermittlungen durchführt, sorgt das Blatt dann wahrscheinlich täglich für Details und gibt eben keine Ruhe. Heute stand es ja schon in dicken Lettern: so liefen die Ermittlungen gegen Metzelder....klar, sie ist ja selbst die beste Quelle - siehe oben.Sorry.....wenn es stimmt ist er dran, das ist nunmal so und ist Aufgabe der Behörden, aber unabhängig davon, das was diese Zeitung treibt ist manchmal schon hart an der Kotzgrenze.
      Dieses blatt ist wirklich unglaublich. Vollkommen unabhängig davon, was an der Geschichte dran ist.Wie mit ruhigem Gewissen für die arbeiten kann, ist mir ein Rätsel.
      Das Problem sind die Leute, die dieses Schmierblatt kaufen (und lesen).
      ..... in dem Fall reicht es schon an der Kasse vorbeizugehen und da erblickt man die fetten Überschriften.
      Im Focus gab es eine Zwischenkommentar der darüber aufklärt, ab wann man den Namen nennt.


      Also , ich haue auch ganz , sogar sehr gerne auf unsere Medien drauf.

      Aber ich finde in diesem Fall die Kritik an der Bild absolut fehl am Platz.
      Aus meiner Sicht hat sich die Bild Zeitung richtig Verhalten.
      Nach Erhalt der Infos , haben die nicht erstmal eine Schlagzeile rausgehauen, sondern die Behörden informiert.
      Dann wurden die ersten Schritte der Ermittlungsbehörden abgewartet und erst als diese mit Aktionen anfingen wurden die ersten Nachrichten rausgehauen.
      (Wahrscheinlich geschah das nach Absprache mit den Ermittlungsbehörden)
      Der Bild liegen dann auch sicher noch viel mehr Details vor (Namen, originall Bilder) als allen beteiligten Personen lieb sein kann.
      Soviel ich weiss (ich lese weder Bild Print noch online) wurde von diesen Details nichts veröffentlicht.

      Wenn es so gelaufen ist wie ich es gerade zusammengefasst habe, dann Asche auf mein Haupt für alle Kritik die ich bisher im Zusammenhang mit diesem Fall an den Medien geäussert habe.
      Weil dann hat sich die Bild Zeitung aus meiner Sicht eigentlich sehr sauber verhalten.
      Behörden informiert, pikante Details rausgehalten, erst die Schlagzeile rausgehauen als die Ermittlungen liefen.

      Nur so als Denkanstoss, wenn die Bild nicht berichtet hätte und ein anderes Blatt wäre in zwei Wochen damit an die Öffentlichkeit gekommen,
      dann mit der Schlagzeile folgendes ist passiert und die Bild hat davon gewusst , oh jeh was wäre hier dann los gewesen.
      Die gleichen , vielleicht noch schlimmere Kommentare zur Bild , nur dieses mal unter den Vorzeichen die haben versucht den Promi zu schützen.
      AUF GEHTS IHR ROTEN
    • Selbst wenn das Verhalten der BILD vor der Veröffentlichung richtig war (kann und will ich nicht beurteilen), hat die Zeitung das doch mit der eigenen Veröffentlichung wieder zunichte gemacht. Die haben tatsächlich Fotografen und Reporter beim Abholen von Metzelder und bei der Hausdurchsuchung gehabt.

      Außerdem hat auch die BILD die Unschuldsvermutung mit Füßen getreten, indem sie reißerische Schlagzeilen verwendet und solche Nebensätze wie "Metzelder - Vater und Stiftungsgründer" in den Zusammenhang des Vorwurfs stellt.

      Richtig wäre es gewesen, der Staatsanwaltschaft das erste Wort in dem Fall zu überlassen. Allerdings - das sehe ich auch ein - ist das natürlich leicht gesagt, wenn man Journalist ist.
      SCV und der FC
    • SCVe-andy schrieb:

      Selbst wenn das Verhalten der BILD vor der Veröffentlichung richtig war (kann und will ich nicht beurteilen), hat die Zeitung das doch mit der eigenen Veröffentlichung wieder zunichte gemacht. Die haben tatsächlich Fotografen und Reporter beim Abholen von Metzelder und bei der Hausdurchsuchung gehabt.

      Außerdem hat auch die BILD die Unschuldsvermutung mit Füßen getreten, indem sie reißerische Schlagzeilen verwendet und solche Nebensätze wie "Metzelder - Vater und Stiftungsgründer" in den Zusammenhang des Vorwurfs stellt.

      Richtig wäre es gewesen, der Staatsanwaltschaft das erste Wort in dem Fall zu überlassen. Allerdings - das sehe ich auch ein - ist das natürlich leicht gesagt, wenn man Journalist ist.
      Nur mal so, wieviel Zeit lagen denn zwischen der ersten Meldung der Bild und dem erstem Statement der Staatsanwaltschaft?

      Und wiese soll die Zeitung keine Reporter zur Hausdurchsung bei Ermittlungen abstellen dürfen, die durch ihre Recherchen im Vorfeld eingeleitet wurden?
      Sollen die einen Ermitteln und dann alle anderen danch Berichten dürfen?
      Wie kritsch würde die Bereichterstattung gesehen werden , wenn dieser Fall genauso abgelaufen wäre, aber nicht die Bild sondern der Spiegel in dem Fall involviert gewesen wäre?
      AUF GEHTS IHR ROTEN
    • Weil außer den Beamten niemand Zutritt zur Wohnung hat. Man muss auch niemand sonst reinlassen.
      Du wirst koana vo UNS
      In a world of compromise....Some don’t.

      Hängt die Nazis solange es noch Grüne gibt!

      ACHTUNG :
      Sollte jemand mit Inhalt oder Art eines Posts von mir ein Problem haben oder meinen ungerechtfertigt angegangen worden zu sein, würde ich mich freuen wenn wir das per PN klären könnten. :bierkruege:
    • Der Eindruck dass sie davor waren drängt sich beim verfolgen der Posts auf.
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      Sollte jemand mit Inhalt oder Art eines Posts von mir ein Problem haben oder meinen ungerechtfertigt angegangen worden zu sein, würde ich mich freuen wenn wir das per PN klären könnten. :bierkruege:
    • SCVe-andy schrieb:

      Die haben tatsächlich Fotografen und Reporter beim Abholen von Metzelder und bei der Hausdurchsuchung gehabt.
      Und da verstehe ich eben nicht, warum bei der Kritik gegen die Bild in Presse und Medien, die es ja durchaus gibt, überhaupt nicht nachgefragt und kritisiert wird, wie und warum die Bild überhaupt über den Zeitpunkt der Aktivitäten von Staatsanwaltschaft und Polizei informiert wurde. Denn ohne die ständige Weitergabe solcher Infos würde vieles gar nicht erst derart hohe Welle schlagen.

      Oder wird es deshalb nicht hinterfragt und kritisiert, weil letztendlich doch alle so arbeiten? Ich denke schon.
      :rfc: The team that drinks together, wins together :rfc:
    • „Bild“-Berichte über Christoph Metzelder

      Wie ich finde sehr interessant, aber leider auch entlarvend. Der Deutschlandfunk versucht die Bild für die Berichterstattung zu kritisieren, aber hat am Ende nicht wirklich eine Chance. Und warum ist klar.

      Reichelt: "Das ist unser grundsätzliches Vorgehen. Das hat auch nichts mit der Arbeit von Medien zu tun, sondern das ist aus meiner Sicht eine staatsbürgerliche Pflicht, dass wenn man von möglicherweise schweren Straftaten erfährt, dass man diese Verdachtsmomente der Polizei meldet. Das ist von den journalistischen Vorgängen völlig getrennt."

      Dem kann man sicher nichts entgegenstellen. Dann jedoch wird es richtig heuchlerisch und kommt das eigentliche Problem klar auf den Tisch.

      Völlig richtig die Nachfrage des Deutschlandfunks, warum denn überhaupt Reporter/Fotografen vor Ort waren, als Metzelder zum Verhör gebracht wurde. Auf die Frage warte ich seit Tagen.

      Und Reichelt "erschießt" seinen Gegenüber mit nur einem Satz. "Weil es unser Beruf ist, Dinge zu recherchieren und Dinge zu wissen, genau wie bei Ihnen auch."

      Denn das ist es leider. Sie machen es in der Branche alle. Bis zu einem gewissen Punkt ja auch absolut notwendig und völlig in Ordnung. Aber es ist natürlich an Heuchelei nicht zu überbieten, wenn man einerseits Informanten rät bezüglich Straftaten zur Polizei zu gehen, sich damit jeder Schuld und Beteiligung reinwäscht, nein gar noch auf die Schulter klopft, umgekehrt sich aber einen Scheiss darum schert, wenn man durch Straftaten Infos erhält. Seit Jahren mein Thema. Wie bei Hoeness. Die Verletzung des Steuergeheimnisses war eine Straftat. Hat aber logischerweise niemanden interessiert, weil die Info über allem stand. Und so ist es immer wieder. Weit über Bild und ASV hinaus. Sind wir doch ehrlich, ob die Beschaffung von Infos hinterfragt oder gar kritisiert wird, hängt doch überwiegend von der Sympathie ab.

      Zaghaft noch nach einem Deal mit der Polizei nachfragen, aber die Antwort hätte sich der Deutschlandfunk auch selbst geben können. Dafür ist ein Reichelt zu professionell. Jeder weiß, wie es abläuft, nur wenn beide Parteien stets schweigen, passiert gar nichts.

      Es bleibt wie immer. Nur Rechte und nicht wirklich Pflichten. Metzelder da nur ein weiteres Beispiel. Und auch da muss man ehrlich sein. Sollten sich die Vorwürfe gegen Metzelder eventuell sogar bestätigen, würde auch da in der öffentlichen Wahrnehmung mit einem Schlag der Zweck die Mittel heiligen. Über die vielen Unschuldigen, die durch so ein Vorgehen immer wieder vorverurteilt werden, selbst wenn rein rechtlich vielleicht sogar noch vertretbar, weil nicht nachweisbar, redet irgendwann eh niemand mehr. Denn dann steht schon die nächste Sau am Dorfschild bereit.
      :rfc: The team that drinks together, wins together :rfc:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Caledonia ()

    • Generell sind Interviews und Statements eines Julian Reichelt schwer zu ertragen.

      An sich ist das Problem jedoch vielschichtiger und m.E. nicht so richtig aufzulösen. Du schreibst, "bis zu einem gewissen Punkt absolut notwendig und völlig in Ordnung". Wie weit geht denn der Punkt?

      Anstößig ist bei der Metzelder-Story vor allem die Kontextualisierung, die natürlich genau so beabsichtigt wurde: das Bild ist so gemacht und geschnitten, als würde Metzelder in Handschellen abgeführt und damit der Bild-Leser nicht lang interpretieren muss, wird abgeführt auch gleich nochmal in den Titel geschrieben. Das ist bewusste Fake News.

      Alles darüber hinaus streift halt schnell auch Debatten über Whistleblower.
    • Caledonia schrieb:

      Sind wir doch ehrlich, ob die Beschaffung von Infos hinterfragt oder gar kritisiert wird, hängt doch überwiegend von der Sympathie ab.
      Da hast du wohl recht. Beim Ankauf der Steuer-CDs aus der Schweiz hat sich auch kaum jemand beschwert. Ich auch nicht. Im Gegenteil, ich fand das gut. Auch wenn ich wusste, dass das sowohl moralisch als auch juristisch fragwürdig ist.

      Die CDs waren allerdings auch sichere Beweise, da gab es nur ein extrem geringes Risiko für eine falsche Verdächtigung. Was die Bild aber mit Metzelder abzieht, ist nicht nur ein Vorverurteilung, sondern schon die öffentliche Hinrichtung.

      Ende der 90er hatte man mal kurz das Gefühl, dass bei Springer ein anderer Geist Einzug hält. Aber mit Reichelt haben sie jetzt wieder einen eiskalten und skrupellosen Chefredakteur. Vielleicht der schlimmste überhaupt.
    • Caledonia schrieb:

      Und Reichelt "erschießt" seinen Gegenüber mit nur einem Satz. "Weil es unser Beruf ist, Dinge zu recherchieren und Dinge zu wissen, genau wie bei Ihnen auch."

      Das ist schon "Hardcore", denn dies war keine Recherche, sondern eine öffentliche Hinrichtung/Vorführung..... egal, was da noch bei rauskommt am Ende, zu diesem Zeitpunkt eine ganz eklige Geschichte.
    • Hier mal was dazu mit einer rechtlichen Einordnung:

      diekolumnisten.de/2019/09/07/killt-bild/


      https://diekolumnisten.de/2019/09/07/killt-bild/ schrieb:

      Zum Verfahren selbst kann ich natürlich nicht viel beitragen, da müssen die Ermittlungsbehörden nun ihren Job machen. Wer nun allerdings meint, irgendein Whatsapp-Verlauf sei ein sicheres Beweismittel, der irrt. Einen solchen Verlauf fälscht ein 10-jähriger in fünf Minuten mit diesem Tool. Ich hatte auch schon ein Verfahren, in dem eine frühere Freundin meines Mandanten sich Zugang zu dessen Rechner verschafft hat, um dort Kinderpornos abzuspeichern. Allerdings vergaß sie dann zum einen den Zeitstempel zu manipulieren und zum anderen die Dateien selbst zumindest einmal aufzurufen. Es ist vieles denkbar.
      Mfg,
      Jens

      Planet 3DNow!
    • Faszi schrieb:

      An sich ist das Problem jedoch vielschichtiger und m.E. nicht so richtig aufzulösen. Du schreibst, "bis zu einem gewissen Punkt absolut notwendig und völlig in Ordnung". Wie weit geht denn der Punkt?
      Man könnte sich sicher auch hier und da über Moral bei der Infobeschaffung unterhalten, aber spätestens wenn die Infos durch Straftaten beschafft oder weitergegeben werden, müsste Schluss sein. Sonst ist das doch alles pure Heuchelei. Was es eh ist. Jetzt wird sicher der eine oder andere sagen, dass man dann an die wirklich großen Dinge gar nicht herankommt. Ja, das mag sein, aber dann darf man sich über die anderen Fälle wahrscheinlich auch nicht mehr beschweren. Entweder spielt man das Spiel ganz mit oder gar nicht.

      Hartplatz schrieb:

      Da hast du wohl recht. Beim Ankauf der Steuer-CDs aus der Schweiz hat sich auch kaum jemand beschwert. Ich auch nicht. Im Gegenteil, ich fand das gut. Auch wenn ich wusste, dass das sowohl moralisch als auch juristisch fragwürdig ist.
      Das meine ich. Und davon wird es unzählige Fälle geben. Eigentlich täglich.

      Hartplatz schrieb:

      Was die Bild aber mit Metzelder abzieht, ist nicht nur ein Vorverurteilung, sondern schon die öffentliche Hinrichtung.

      x-frame schrieb:

      Das ist schon "Hardcore", denn dies war keine Recherche, sondern eine öffentliche Hinrichtung/Vorführung..... egal, was da noch bei rauskommt am Ende, zu diesem Zeitpunkt eine ganz eklige Geschichte.
      Und jetzt kommen wir zum Problem. Wir empfinden es als Vorverurteilung, öffentliche Hinrichtung usw.. Aber die Bild weiß ganz genau, dass sie sich damit völlig im Rahmen ihrer Rechte bewegt.

      Und das ist doch das eigentliche Problem. Die in so vielen Punkten nicht klar definierte Pressefreiheit. Von der lächerlichen eigenen Gerichtsbarkeit will ich gar nicht erst anfangen.

      Wenn man in der heutigen Zeit Menschen durch ein nicht klar abgestecktes Betätigungsfeld jede Menge guter, aber eben leider auch schlechter Macht gibt (Pressefreiheit), darf man sich nicht beschweren, wenn es immer wieder A-löcher gibt, die diese Möglichkeiten auch schäbig ausnutzen. Dadurch werden nahezu täglich Existenzen und Menschenleben zerstört.

      Heute gibt es noch einen Artikel der FAZ (Auf dem Handy konnte ich ihn ganz lesen, am PC nicht) mit dem Titel Warum die Kritiker der „Bild“-Zeitung falsch liegen. Und wenn wir ehrlich sind, stimmt da so einiges, was die FAZ schreibt. Bei Metzelder schreien wir auf. Bei Abou-Chaker, NSU, G20, Schwarzer Block, Chemnitz, Rechtsextremisten, Islamisten, Linksextremisten usw. interessiert es einen nicht. Im Gegenteil, nimmt man es vielleicht sogar dankbar auf. Je nach Interessenlage.


      Interessant war in dem Artikel auch noch die Aussage der Bild, dass es unprofessionell (oder irgendein anderes Wort war es) von ihnen gewesen wäre, nach den Vorwürfen gegen Metzelder gegenüber der Polizei, von denen sie ja durch die Empfehlung an die Zeugin wussten, Metzelders Haus und die Sportschule nicht zu überwachen. Sprich, man behauptet beides die 3 Wochen über beschattet zu haben und deswegen vor Ort gewesen zu sein. Glaube ich nicht, aber wird man ihnen natürlich wie in den unzähligen anderen Fällen nicht das Gegenteil beweisen können.
      :rfc: The team that drinks together, wins together :rfc:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Caledonia ()

    • Hartplatz schrieb:

      Caledonia schrieb:

      Sind wir doch ehrlich, ob die Beschaffung von Infos hinterfragt oder gar kritisiert wird, hängt doch überwiegend von der Sympathie ab.
      Da hast du wohl recht. Beim Ankauf der Steuer-CDs aus der Schweiz hat sich auch kaum jemand beschwert. Ich auch nicht. Im Gegenteil, ich fand das gut. Auch wenn ich wusste, dass das sowohl moralisch als auch juristisch fragwürdig ist.
      Die CDs waren allerdings auch sichere Beweise, da gab es nur ein extrem geringes Risiko für eine falsche Verdächtigung. Was die Bild aber mit Metzelder abzieht, ist nicht nur ein Vorverurteilung, sondern schon die öffentliche Hinrichtung.

      Ende der 90er hatte man mal kurz das Gefühl, dass bei Springer ein anderer Geist Einzug hält. Aber mit Reichelt haben sie jetzt wieder einen eiskalten und skrupellosen Chefredakteur. Vielleicht der schlimmste überhaupt.
      Es gab sogar 2015 einige Wochen, bei denen man dachte: Huch - die werden noch zu Menschenfreunden. Hielt allerdings wir wir wissen nur recht kurz. |-)