Die Qiumi-Bundestagswahl 2017

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    • Hannoi1896 schrieb:

      Ich hasse übrigens die 5%-Hürde...

      Ohne die würden ja noch mehr Parteien in den Bundestag ziehen. Überleg mal, wenn jede Partei, die gewählt wird, mindestens einen Platz bekäme, dann wären teilweise Parteien mit 0,1% im Bundestag auf einem Platz dabei...
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Es würde ja reichen, sie auf 2,5% oder 2% zu senken, damit nicht jede Spaßpartei sofort einen Sitz bekommt, wenn ein halbes Dutzend Leute nachts in der Kneipe entscheidet, die zu wählen. Aber bei der letzten bundestagswahl hat man doch ganz gut gesehen, dass einfach zu viele Stimmen wegfallen. Da wählt man dann schon eher anders, weil man denkt "ach, die wurden seit Monaten auf 4% geschätzt, das schaffen die nie und meine Stimme ist dann verloren". Klar, beim runtersetzen der Grenze würde es so den 1,5%-Parteien ergehen, aber jede noch so kleine Splitterpartei muss es dann eben doch nicht ins Parlament schaffen.
    • Ich finde diese 5% Hürde allerdings auch schwierig und eventuell zu hoch... Gerade wenn ich sehe das manche Parteien nur in 1-2 Bundesländern wählbar sind.

      Natürlich erhöht man durch eine Absenkung (auch) die Chance von NPD und anderen Gauditruppen, in den Bundestag einzuziehen... Aber auch für viele, viele andere Wähler und somit Parteien könnte das eine echte Option darstellen.

      "Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:
      Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
      Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig.
      Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent.
      Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi."

      (Gerhard Bronner)
    • Ich würde die 5% Hürde lassen, den kleinen Parteien aber viel mehr Aufmerksamkeit in Debatten, Talkshows etc. schenken.
      Die Unterschiede der Möglichkeiten sieht man am stärksten bei den Direktkandidaten. Bei manchen findet man kaum Informationen, die Leute von CDU oder SPD haben aber die irrsten Social Media Aufritte, Diskussionsmitschnitte und Werbevideos. .
    • Ich denke aber wirklich dass nicht wenige ihre Wahl letztlich von (beispielsweise) ÖDP zu Schwarz oder eben Nichtwahl verändern. Und das "manipuliert" dann freilich ein Stück weit das eigentliche Ergebnis.

      Vielleicht eine Absenkung. Wobei eine gleichzeitig größere Wahrnehmung der kleineren Parteien natürlich absolut wünschenswert wäre.

      Just my two cents.

      "Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:
      Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
      Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig.
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      Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi."

      (Gerhard Bronner)
    • Hannoi1896 schrieb:

      Giancarlo schrieb:

      Aber die 5% Hürde darfst Du nicht vergessen. Daher fallen hier 9% raus...
      Ah, jetzt weiß ich, wo mein Denkfehler lag. Und ich wundere mich schon, wieso du gerade so dummes Zeug schreibst. Tut mir leid :umarm: :D Ich hasse übrigens die 5%-Hürde...Allerdings stelle ich mal die steile These auf, dass Koalitionen trotzdem irre schwer zu bilden wären, wenn die stärkste Partei 19% hat und insgesamt sieben über 5% gekommen sind. CDU-SPD-FDP zum Beispiel würde zwar reichen, wäre aber meiner Meinung nach ein mieses Bündnis.

      Herzlich Willkommen in der Weimarer Republik:

      RTW: Stärkste Partei: Koalition:

      1920: SPD (21,9%), Zentrum, DVP, DDP (Minderheitsregierung)
      5/1924: SPD (20,5%), Zentrum, DVP, DDP (Minderheitsregierung)
      12/1924: SPD (26%), DNVP, Zentrum, DVP, DDP, BVP
      1928: SPD (29,8%), SPD, DVP, DDP, Zentrum, BVP
      1930: SPD (24,5%), keine (Präsidialregierung Brüning)
      7/32: NSDAP (37,4%), keine (Präsidialregierung Papen)
      11/32: NSDAP (33,1%), keine (Präsidialregierung Schleicher)

      Erklärung:
      DVP: Nationalliberal, Monarchistisch, Wirtschaftsliberal
      DDP: Linksliberal, Demokratisch
      Zentrum: Katholisch, Konservativ
      BVP: Katholisch, Konservativ, Bayerisch
      DNVP: Monarchistisch, Nationalkonservativ, Antisemitisch, Völkisch


      "Ceterum censeo Gesellschaftsboardinem esse delendam."
    • Schmiddie schrieb:

      Hannoi1896 schrieb:

      Giancarlo schrieb:

      Aber die 5% Hürde darfst Du nicht vergessen. Daher fallen hier 9% raus...
      Ah, jetzt weiß ich, wo mein Denkfehler lag. Und ich wundere mich schon, wieso du gerade so dummes Zeug schreibst. Tut mir leid :umarm: :D Ich hasse übrigens die 5%-Hürde...Allerdings stelle ich mal die steile These auf, dass Koalitionen trotzdem irre schwer zu bilden wären, wenn die stärkste Partei 19% hat und insgesamt sieben über 5% gekommen sind. CDU-SPD-FDP zum Beispiel würde zwar reichen, wäre aber meiner Meinung nach ein mieses Bündnis.
      Herzlich Willkommen in der Weimarer Republik
      Beim senken auf 2,5% wären zuletzt lediglich zwei weitere Parteien eingezogen. War in Weimar nicht das Problem, dass es gar keine Sperrklausel gab?
    • Eine Senkung der Sperrklausel auf 2,5 % könnte natürlich auch einige Menschen ermuntern,eine kleine Partei zu wählen,weil man dann eher eine Chance sieht,das diese auch in den Bundestag kommt.
      Kann für frischen Wind sorgen,kann aber auch zum Einzug von radikalen Parteien führen.
    • In der Weimarer Republik war das Problem, dass die Bevölkerung und die Politik unter dem Versailler Vertrag und dessen Folgen zu leiden hatten, nach dem verlorenen Krieg das nationale Ehrgefühl stark angekratzt war, immer weiter gereizt wurde und auf Vergeltung pochte, die Demokratie schlagartig und ohne Vorbereitung die Monarchie ablöste, politische Extremparteien für sich die absolute Führungsrolle beanspruchten, nach einem Wirtschaftsaufschwung eine niederschmetternde Rezession eintrat, in der Folge also gar kein Vertrauen mehr in die Politik da war und dazu das Pech, dass gerade derjenige, der die Wünsche und Nöte der Menschen am besten verstand und für sich einzusetzen wusste, der größenwahnsinnige Adolf H. samt Anhang war.

      Bei Gegnern einer Abschaffung der 5%-Hürde (ich bin keiner) liest sich das etwas simpler:

      Weniger als 5% für den Parlamentseinzug nötig --> naturgesetzlich sichere Folge: Hitler, HITLER, HITLER!!!

      Ich hoffe, es wurde ersichtlich, warum ich das anders sehe. ;)
    • @Ricardo: Zwischendurch war ich nicht mehr sicher, ob ich dir richtig folgen kann :D
      Aber gut, ich hab es doch geschnallt und kann nur zustimmen. Die Situation ist in jeder Hinsicht mit heute nicht mehr vergleichbar. Einzig das, was der FSVler meint ist nicht ganz zu leugnen, dass es auch radikalere Wähler ermuntern könnte. Aber da muss es andere Möglichkeiten geben.
    • Hannoi1896 schrieb:

      Schmiddie schrieb:

      Hannoi1896 schrieb:

      Giancarlo schrieb:

      Aber die 5% Hürde darfst Du nicht vergessen. Daher fallen hier 9% raus...
      Ah, jetzt weiß ich, wo mein Denkfehler lag. Und ich wundere mich schon, wieso du gerade so dummes Zeug schreibst. Tut mir leid :umarm: :D Ich hasse übrigens die 5%-Hürde...Allerdings stelle ich mal die steile These auf, dass Koalitionen trotzdem irre schwer zu bilden wären, wenn die stärkste Partei 19% hat und insgesamt sieben über 5% gekommen sind. CDU-SPD-FDP zum Beispiel würde zwar reichen, wäre aber meiner Meinung nach ein mieses Bündnis.
      Herzlich Willkommen in der Weimarer Republik
      Beim senken auf 2,5% wären zuletzt lediglich zwei weitere Parteien eingezogen. War in Weimar nicht das Problem, dass es gar keine Sperrklausel gab?
      "Es heißt, ein Verhältniswahlsystem lasse mehr Parteien in das Parlament als ein Mehrheitswahlsystem (Duvergers Gesetz). Doch auch im Reichstag des Kaiserreiches (mit einem absoluten Mehrheitswahlsystem) gab es rund 15 Parteien, in der Weimarer Zeit waren es tendenziell sogar etwas weniger. Besonders hoch war die Zahl der Splitterparteien im Reichstag nach den Wahlen von 1928 und 1930."

      wiki: de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahlen_in_Deutschland


      1920: 10 Parteien (3 unter 2,5%, ges. 13 v. 459 Sitzen)
      5/1924: 13 Parteien (5 unter 2,5%, ges. 29 v. 472 Sitzen)
      12/1924: 12 Parteien (4 unter 2,5%, ges. 29 v. 493 Sitzen)
      1928: 15 Parteien (6 unter 2,5%, ges. 28 v. 491 Sitzen)
      1930: 15 Parteien (4 unter 2,5%, ges. 16 v. 577 Sitzen)
      7/1932: 14 Parteien (8 unter 2,5%, ges. 22 v. 608 Sitzen)
      11/1932: 14 Parteien (8 unter 2,5%, ges. 26 v. 584 Sitzen)

      Da die Weimarer Parlamente recht groß waren, sind die wirklich kleinen Splittergruppen kaum ins Gewicht gefallen.
      Wie die Verhältnisse mit einer 2,5 oder 5 Prozent Hürde ausgesehen kann ja gerne mal jemand ausrechnen.
      Ob es die Republik gerettet hätte wage ich zu bezweifeln, die Probleme lagen da ja viel tiefer.

      Die Probleme der Weimarer Republik war am Ende die Instabilität der Regierungen besonders in Folge der Weltwirtschaftskrise, ein greiser antidemokratischer Reichspräsident, antidemokratische Mehrheiten am Ende auf Links und Rechts.
      Problematisch war das immer weiter auseinanderbrechen der demokratischen Parteien, die Liberalen waren marginalisiert, die DNVP radikal auf rechts getrimmt und SPD und Zentrum sahen ohnmächtig zu.


      "Ceterum censeo Gesellschaftsboardinem esse delendam."
    • Hannoi1896 schrieb:

      Einzig das, was der FSVler meint ist nicht ganz zu leugnen, dass es auch radikalere Wähler ermuntern könnte. Aber da muss es andere Möglichkeiten geben.
      Das Boot ääh die Demokratie muss das abkönnen. :D

      Im Bundestag war auch schon mal die radikale Partei der Kommunisten.
      Bei ihrem Einzug dürften die Grünen manchen als radikale Umweltpartei gegolten haben.

      Wie man hört, haben verschiedene Bundesländer auch eine Parlamentsbeteiligung der NPD überstanden.

      Wenn aber irgendwelche 2%-Parteien in der Lage sein sollten, die Demokratie so stark zu gefährden, dass man sie mit Sperrklauseln aussperren muss, sollte man lieber darüber nachdenken, was das für eine schwache Demokratie ist und warum die so einfach gefährdet werden kann. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ricardo ()

    • Vier Jahre nach dem Krieg war diese Wahl doch eher eine außergewöhnliche.
      Da kamen noch paar andere Parteien mit rein, die heute keiner mehr kennt.
      Zumal die 5%-Klausel nur landesweit galt und man so leichter reinkommen konnte.
      Zudem gab es das System mit Erst- und Zweitstimme noch nicht.


      "Ceterum censeo Gesellschaftsboardinem esse delendam."
    • FSVler schrieb:

      Was ohne 5% Hürde passieren würde,sieht man in Italien.

      In Italien haben wir mittlerweile eine sehr stabile Regierung, wie es sie vorher nur unter Berlusconi gab. Das hat zwar auch mit einer eher bescheuerten Regelung zu tun, aber nun gut...
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”