Fritz Walter Stadion

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    • Fritz Walter Stadion

      Das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern ist die Wettkampfstätte des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Es war während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Austragungsort von fünf Spielen. Seinen heutigen Namen erhielt das Stadion am 2. November 1985 anlässlich des 65. Geburtstags von Fritz Walter, Kapitän der FCK-Meistermannschaften von 1951 und 1953 und Ehrenspielführer der deutschen Fußballnationalmannschaft. Zuvor wurde es schlicht Betzenbergstadion oder Stadion auf dem Betzenberg genannt. Daher wird das Stadion umgangssprachlich auch als Betze bezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug das Stadion für kurze Zeit den Namen Stade Monsabert, benannt nach dem Befehlshaber der französischen Besatzungsstreitkräfte, General Joseph de Goislard de Monsabert.
      Eigentümer des Stadions ist die Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH, die zu 100 Prozent der Stadt gehört.

      Geschichte
      An der Stelle, auf der das heutige Fritz-Walter-Stadion steht, wurde 1920 der Sportplatz Betzenberg, benannt nach dem gleichnamigen Standort, eröffnet. Es handelte sich um einen Sandplatz, an dessen Südseite Zuschauerränge und eine kleine Holztribüne errichtet worden waren. 1926 wurde der Sandplatz durch einen Rasenplatz ersetzt.
      Der Betzenberg besaß spätestens ab 1931 eine arbeitsmarktpolitische und ökonomische Bedeutung, da er als Folge der Massenarbeitslosigkeit Teil der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des „Freiwilligen Arbeitsdienstes“ war. Diese Maßnahmen waren Bestandteil einer Notverordnung von 1931, die die Mitglieder von Turn- und Sportvereinen für eine geringe Entlohnung als Arbeiter für den Verein einsetzen ließ. Unter anderem wurde das Stadionoval erneuert und erweitert sowie die Tribüne, die Zuschauerterrasse, das Hockeyfeld und das Kassenhaus. Dafür wurden bis zu 140 arbeitslose Kaiserslauterer eingesetzt, die hauptsächlich aus Mitgliedern des 1. FCK bestanden. Begründet wurden diese Maßnahmen damit, dass die Sportplatzanlage der Ertüchtigung der Jugend und der Durchführung des Wehrsportes zugutekam. Des Weiteren wollte man die Arbeitsnot durch die Eingliederung in den Arbeitsprozess lindern.[3] Mit der Errichtung von zwei Stehrängen und einer Tribüne im Norden wurde die Kapazität auf 18.000 Zuschauer erweitert.
      Die Beteiligung der Bevölkerung machte man sich außerdem zu Nutzen, indem man sie in Kunst- und Bildungsangeboten unterwies. Diese bestanden aus der „geistigen Betreuung“ der Arbeitswilligen, die Vorträge über
      Zwecke und Ziele des Arbeitsdienstes, Hygiene und Zahnpflege und eine geschichtliche Unterrichtung über die Gestaltung und Kämpfe der deutschen Nation seit 1800 bekamen. Diese Arbeitsmarktpolitik wurde auch in anderen Städten Deutschlands eingeführt. Geleitet wurden diese Arbeiten jeweils von dem Stadtverband für Leibesübungen.

      Zeit im Nationalsozialismus
      Ab 1933 war das Stadion nicht mehr nur die Spielstätte des 1. FCK, sondern wurde auch von der NSDAP für Sportveranstaltungen und Veranstaltungen mit politischem Charakter genutzt.[5] Dazu gehörten Sportwettbewerbe der Hitlerjugend, des Bund Deutscher Mädel und des Deutschen Jungvolks. Das Stadion wurde dafür der HJ überlassen; die Stadtverwaltung regelte dies und vergütete es dem 1. FCK. Da auch die SA am Stadion interessiert war, wurden zusätzlich Wettkämpfe, Wehrsporttage und Geländeübungen durchgeführt; die SA wollte ihrem drohenden Funktionsverlust entgegentreten und machte sich somit den Sport, insbesondere den Wehrsport, zu Nutze.
      Auch einige Spiele der Militärstandortmannschaft von Kaiserslautern wurden auf dem Betzenberg ausgetragen, die ein hohes Interesse in der Lokalpresse fanden. Auch wurden neuheidnische Sonnwendfeiern veranstaltet, da der Betzenberg mit seiner Sicht auf den Pfälzerwald eine gute Atmosphäre schuf.[6]
      Ein weiterer Grund für die Wahl des Betzenbergs als politischer Veranstaltungsort war das Kriegerdenkmal, das am 21. Juni 1925 im Stadion errichtet worden war. Es war ein auffälliger Blickpunkt und Teil des Zuschauerbereiches. Ursprünglich diente es der Erinnerung an Gründungsmitglieder, aller Gefallenen des Ersten Weltkrieges und der verstorbenen Mitglieder. Jedoch erhielt das Totengedenken im Nationalsozialismus eine neue Funktion. Das Stadion mutierte zur Kultstätte für propagandistische Inszenierungen. Dabei wurde vor allem das Kriegerdenkmal Ausgangspunkt für die kriegsvorbereitende Glorifizierung bei parteipolitischen Veranstaltungen.

      Modernisierung und Ausbau auf 38.000 Zuschauer
      Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde das Stadion immer wieder modernisiert und weiter ausgebaut. Bereits der erste größere Umbau 1953 führte zu einem erhöhten Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern. Die weiteren Modernisierungen führten dazu, dass bis 1972 eine Kapazität von ungefähr 38.000 Zuschauern erreicht wurde. Dabei wurden wie zum Beispiel beim Stadionumbau im Jahr 1978 Freiwillige eingesetzt, die über 5.000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten. Im Gegensatz zum Nationalsozialismus arbeiteten die Helfer freiwillig und ohne eine Entlohnung in ihrer Freizeit.[8] Diese Kapazität blieb auch bei weiteren Modernisierungen bis zum Umbau für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nahezu unverändert, da mit den Erweiterungsarbeiten auch eine Umwandlung von Stehplätzen in Sitzplätze verbunden war.
      Insbesondere in den 1990er Jahren wurde das Stadion mit dem Neubau der Nord- und Südtribüne runderneuert. Die Nordtribüne bot erstmals modernen Komfort wie VIP-Logen und einen Innenraum für die Zuschauer hinter der Tribüne. Das Fritz-Walter-Stadion war 1995 Austragungsort des Finalspiels der Fußball-Europameisterschaft der Frauen. Das Spiel gewann Deutschland gegen Schweden mit 3:2.

      Umbau zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006
      Nachdem Kaiserslautern den Zuschlag für die Ausrichtung von Spielen im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erhalten hatte, begannen für dieses Ereignis 2002 weitere Umbaumaßnahmen (Osterweiterung), durch die das Fassungsvermögen auf das heutige Niveau erhöht wurde. In der letzten Bauphase wurden die West- und Südtribüne erweitert und die Nordtribüne umgebaut. Dabei wurden die West- und Osttribüne auf das Niveau der Südtribüne ausgebaut. Abschließend wurde das komplette Dach der Südtribüne mit Kränen angehoben und an den Dächern Ost und West aufgehängt. Weiterhin wurden in den Ecken Nord-Ost und Nord-West der „Medienturm“ bzw. der „Logenturm“ gebaut. Das Stadion ist vollständig überdacht, verfügt über eine Rasenheizung und ein eigenes Fernsehstudio. Einzigartig macht das Stadion seine neue Photovoltaikanlage auf drei der vier Stadiondächer. Insgesamt 6.000 Quadratmeter sind mit Solarzellenmodulen ausgestattet und bilden so die größte Anlage ihrer Art.
      Die Umbaumaßnahmen waren von zahlreichen finanziellen als auch technischen Schwierigkeiten überschattet. Während der Erweiterung der Osttribüne musste das beauftragte Bauunternehmen Philipp Holzmann Insolvenz anmelden, was zwischenzeitlich zu einem Baustopp führte. Da auch der 1. FC Kaiserslautern in der Folge in finanzielle Schwierigkeiten geriet und abzusehen war, dass die tatsächlichen Umbaukosten die veranschlagte Summe von 48,3 Millionen Euro, von denen das Land Rheinland-Pfalz 21,7 Millionen Euro, der 1. FC Kaiserslautern 18,9 Millionen Euro und die Stadt Kaiserslautern 7,7 Millionen Euro tragen sollten, weit übersteigen würden, war nun auch die Finanzierung des Projektes in Unklarheit geraten.
      Bis zum Jahr 2003 war das Stadion Eigentum des 1. FC Kaiserslautern. Aufgrund finanzieller Probleme des Vereins wurde die Spielstätte zusammen mit dem Nachwuchs-Leistungszentrum Fröhnerhof für 57,9 Millionen Euro an die Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH verkauft, deren einziger Gesellschafter die Stadt Kaiserslautern ist. Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Kaiserslautern sicherten zu, etwaige über den ursprünglichen Plan hinausgehende Kosten zu übernehmen. Letztendlich waren die Kosten – unter anderem aufgrund der gestiegenen Stahlpreise – auf 76,5 Millionen Euro gestiegen. Die Differenz von 28,2 Millionen wurde zu etwa zwei Dritteln vom Land übernommen.
      Die durch die Insolvenz der Philipp Holzmann AG und die Unklarheit über die Finanzierung entstandenen Verzögerungen führten dazu, dass Kaiserslautern nicht wie ursprünglich geplant Austragungsort für den 2005 in Deutschland stattfindenden Confederations-Cup sein konnte.
      Für Negativschlagzeilen sorgte der Umbau erneut, als am 2. Dezember 2005 das Stadion durch die Stadt Kaiserslautern vorläufig gesperrt wurde und das ursprünglich für den 3. Dezember 2005 angesetzte Bundesligaspiel 1. FC KaiserslauternEintracht Frankfurt verlegt werden musste, nachdem Schäden am Dach der Osttribüne aufgetreten waren. Zur vorläufigen Sicherung wurden Stützpfeiler eingebaut, die nach der Sanierung vor der WM 2006 wieder entfernt wurden. Für die weiteren Spiele der Saison und während der WM 2006 kam es zu keinen Beeinträchtigungen.
      Das Fassungsvermögen betrug nach dem Umbau anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 offiziell 48.500 Zuschauer. Das Stadion verfügte hierbei über 32.137 Sitzplätze und 16.363 Stehplätze. Die Erweiterungen und Modernisierungen der Tribünen seit 1972 sowie der Ausbau zur WM 2006 erfolgten unter der Leitung des Architekten Folker Fiebiger.
      Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde die Zuschauerzahl noch mit 46.000 Zuschauern angegeben, da die Erweiterung des Pressebereiches auf der Nordtribüne zu einer Verringerung der regulären Zuschauerplätze führte. Bei nationalen Spielen sind mit einer Ausnahmegenehmigung rund 50.000 Zuschauer zugelassen. Der Zuschauerrekord für das Fritz-Walter-Stadion wurde mit 50.754 Besuchern bei dem Bundesligaspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den FC Bayern München am 6. Mai 2006 erreicht.[9] Die Regelkapazität von 48.500 Zuschauern wurde erstmals beim Spiel am 18. Mai 2008 gegen den 1. FC Köln erreicht. Zur Saison 2010/11 wurde die Regelkapazität auf 49.780 Zuschauer erhöht. Möglich wurde dies durch weitere VIP-Plätze auf der Osttribüne sowie eine erhöhte Anzahl an Stehplätzen für die Gästefans.
      Seit der Saison 2010/11 ist auf dem Stadiondach die angeblich größte Solaranlage[10] der Welt auf einem Stadiondach angebracht.

      Verschiedenes
      Das Stadion in Kaiserslautern war neben dem Ruhrstadion (heutiger Name: Vonovia Ruhrstadion) in Bochum, dem Westfalenstadion (heutiger Name: Signal Iduna Park) in Dortmund, dem Ulrich-Haberland-Stadion (heute: BayArena) in Leverkusen, sowie dem Bökelbergstadion in Mönchengladbach bis Ende der 1990er Jahre lange Zeit eines der wenigen reinen Fußballstadien ohne Laufbahn in der Bundesliga. Die Nähe der Zuschauer zum Spielfeld und die Lautstärke der Fans gaben dem Stadion den Ruf einer für Gästeteams kaum einnehmbaren „Festung“.
      Nach der Umbenennung in Fritz-Walter-Stadion 1985 schien dem 1. FC Kaiserslautern diese stetige Heimstärke abhandengekommen zu sein. In den nächsten sechs Heimspielen standen kein Sieg, vier Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche und Fritz Walter schlug enttäuscht (aber nicht ganz ernst gemeint) vor, man solle dem Stadion wieder seinen ursprünglichen Namen geben, wenn der 1. FC Kaiserslautern dann wieder gewinnen könne.
      Auch wenn das Stadion aufgrund seines annähernd rechteckigen Grundrisses schon lange keine der früher für Fußballstadien typischen Kurven mehr aufweisen kann, so wird die Westtribüne (offizieller Name: „Karlsberg-Westtribüne“) umgangssprachlich nach wie vor als Westkurve bezeichnet.
      Der Haupteingang zum Stadion an der Ecke Nord-/Osttribüne trägt in Erinnerung an den Fußballnationalspieler Ottmar Walter, Teil der Weltmeistermannschaft von 1954, den Namen „Ottmar-Walter-Tor“. Auch andere Eingänge wurden nach den vom 1. FC Kaiserslautern kommenden Spielern der Weltmeister-Elf von 1954 benannt. So besitzt das Tor zur Westtribüne den Namen „Horst Eckel-Tor“, der Eingang Süd-/Ost heißt „Werner Kohlmeyer-Tor“ und der Eingang Ost erhielt die Bezeichnung „Werner Liebrich-Tor“.
      In der Osttribüne und dem nordöstlichen Logenturm des Stadions befindet sich das FCK-Museum mit einer Dauerausstellung zur Geschichte des 1.FC Kaiserslautern.

      Quelle: wikipedia
    • Der Deutsche Fußball-Bund will sich um die Europameisterschaft 2024 bewerben. Die Spiele werden in zehn Städten ausgetragen. Kaiserslautern könnte eine davon sein.

      Noch heute schwärmen viele Kaiserslauterer von der Weltmeisterschaft 2006. Fans aus Italien, Australien oder Trinidad und Tobago sorgten in der Stadt für ausgelassene Party-Stimmung und ein unvergessliches Fußball-Fest. Auf dem Stiftsplatz wurden die Spiele live übertragen. Die Fan-Meile reichte von der Eisenbahnstraße bis zum Fuß des Betzenberges. Das Fritz-Walter-Stadion wurde für die fünf Spiele aufwendig umgebaut. Die Kosten für den Umbau sind noch lange nicht bezahlt.

      Erwin Saile, der Chef der Stadiongesellschaft, würde Kaiserslautern gerne zum Ausrichtungsort der Europameisterschaft machen. Er habe dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereits einen Brief geschickt, in dem er sein Interesse bekunde. Durch die Weltmeisterschaft 2006 seien sowohl das Fritz-Walter-Stadion als auch die Stadt für eine solche Großveranstaltung gewappnet. Darüber hinaus sei der Weg in die Pfalz für Fussball-Fans aus Frankreich und den Benelux-Staaten nicht lange.

      Die Stadt Kaiserslautern selbst hat sich zu dem Thema bisher nicht geäußert. Der DFB wird im Herbst darüber entscheiden, mit welchen zehn Städten er sich um die EM 2024 bewerben will. Die Entscheidung, welches Land die EM austragen wird, trifft die Europäische Fußballunion (UEFA) im Herbst 2018.

      Quelle: swr



      Find ich gut, bei der Gelegenheit kann man das Stadion auch gleich nochmal ausbauen... |-)
    • Im Fritz-Walter-Stadion werden vielleicht Spiele der Europameisterschaft 2024 ausgetragen. Die Stadt Kaiserslautern bekundet Interesse als EM-Standort.
      "Wir haben unseren Finger gehoben", sagte Erwin Saile, Geschäftsführer der städtischen Stadiongesellschaft, am Dienstag auf Anfrage der Rheinpfalz. Die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gesetzte erste Frist für eine unverbindliche Interessenbekundung endet am Freitag dieser Woche.

      Die EM 2024 wird im Herbst 2018 von der Europäische Fußballunion (UEFA) vergeben. Der deutschen Bewerbung werden sehr gute Chancen eingeräumt, zumal es bisher noch keine Gegenkandidaten gibt. Der DFB möchte sich mit zehn Stadien bei der UEFA bewerben, die wiederum im Herbst 2017 ausgesucht werden sollen.
      Das Fritz-Walter-Stadion als Heimstätte des 1. FC Kaiserslautern fasst derzeit offiziell 49.780 Plätze und war zuletzt als eines von zwölf Stadien für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland umgebaut worden. Eine Vielzahl der Anforderungen für die EM 2024 dürfte "der Betze" damit schon jetzt erfüllen.

      Quelle: der betze brennt


      Na Prima, am besten wird das Stadion auf 50.000 Sitzplätze ausgebaut für diesen Zweck... |-)
      Naja aber die Stadiongesellschaft wird sich schon was dabei denken und ich gehe davon aus, dass sich das ganze letztlich rechnen wird, wenn die Bewerbung denn angenommen wird, wovon ich ausgehe.
    • Der 1. FC Kaiserslautern hat erneut einen Antrag auf Minderung der Pacht für das Fritz-Walter-Stadion gestellt - unabhängig davon, ob die Roten Teufel kommende Saison in der zweiten oder dritten Liga spielen.



      Wie die "Rheinpfalz" in ihrer Kaiserslauterer Lokalausgabe berichtet, informierte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) am Dienstagabend seine Fraktion über den Antrag des FCK. Genaue Zahlen - in welcher Höhe der Verein auf Mietnachlass plädiert - wurden noch nicht bekannt. Der Antrag gilt für die kommende Saison 2018/19.

      Die reguläre Stadionpacht würde 3,2 Millionen Euro pro Jahr betragen und würde ab nächstem Jahr erstmals wieder komplett fällig. Zuvor hatte der FCK in den letzten zehn Jahren fast durchgängig mit verminderter Pacht gespielt, die seitens Stadt und Verein mit verschiedenen Finanzierungsmodellen (Besserungsscheine, Stundungen, Umwegfinanzierung über einen Pachtzinspool) abgesichert wurde. Erst in diesem Sommer hatte der FCK Altschulden in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus den Jahren 2010 bis 2014 zurückgezahlt.
      In der laufenden Saison 2017/18 hat sich die Stadionpacht von 2,4 auf 2,625 Millionen Euro erhöht, wie die "Rheinpfalz" schon im März gemeldet hatte. Für den Fall des Abstiegs in die 3. Liga soll der FCK vor einem halben Jahr eine Absenkung der Zahlungen auf 675.000,- Euro beantragt haben - weil die Roten Teufel am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherten, musste darüber aber seitens der Stadt nicht mehr abgestimmt werden.

      Quelle: der betze brennt
    • Was macht der FCK, wenn die Stadt da nicht mitspielt? In Lautern habt Ihr ja nichts anderes zum Spielen, der alte Platz der zweiten reicht ja nicht aus. Müsste man dann in die Provinz nach Alsenborn oder sowas?
    • Pirmasens hat ein drittligataugliches Stadion, ich gehe davon aus, man würde dann dort spielen. Gleiches wäre wohl der Fall, wenn es keine Lizenz gäbe und es direkt in die Regionalliga geht...

      Ich glaube jedoch, dass die Stadt und der Verein da im Zweifel aber irgendeinen Kompromiss finden würden, weil wenn der FCK nicht ein paar Euros überweist, gibts gar kein Geld, weils keinen anderen Mieter gibt... Und selbst wenns häufiger Konzerte, Boxkämpfe usw. gäbe, kämen nie die 3,x Millionen zusammen, die die Stadt benötigt, um die Zinsen zahlen zu können, geschweige denn mal zu tilgen.
    • Wobei zur Regio Alsenborn doch ausreichen dürfte. Ist näher dran, fasst mehr Leute und Alsenborn ist mittlerweile unbedeutender als der FKP.

      Das wundert mich auch, in dem Stadion findet ausser FCK mit beiden Mannschaften gar nichts statt, oder? Dabei bietet sich das doch eigentlich an, wo in der Pfalz sonst kaum was ist.
      Was das Stadion angeht hat sich die Stadt ordentlich verhoben, aber König Kurt musste in seinem Königreich ja unbedingt ein WM Stadion haben...
    • Keine Ahnung, das Stadion kenne ich persönlich nicht und weiß nicht wie das da sicherheitstechnisch aussieht für 3. Liga oder Regio...
      Ab und zu is in der Fanhalle unter der Haupttribüne mal ein Konzert, jetzt am Samstag glaub ich ist ein Boxkampf. Aber sonst wird das Stadion nicht großartig genutzt... Die Stadiongesellschaft wird sich dabei schon was denken, wenn da anderweitig Einnahmen zu generien wären, würden die das sicherlich tun.

      Naja es war ja nicht nur König Kurt, der unbedingt die WM haben wollte... Auf jeden Fall ist das der größte Klotz am Bein, dann folgt der Größenwahn nach der Meisterschaft 1998...
    • Ende November hat der 1. FC Kaiserslautern einen Antrag auf Reduzierung der Stadionmiete gestellt. Nun sind Stadt und Verein auf der Suche nach einem Finanzierungsmodell, das eine mögliche Mietminderung ausgleicht.



      Das berichtet die “Rheinpfalz”. Man stehe dafür in einem intensiven Austausch mit allen Beteiligten, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) der Zeitung. Laut Weichel soll es zu dem Thema eine Aufsichtsratssitzung der Stadiongesellschaft geben. Auch der Stadtrat werde sich voraussichtlich mit Beginn des neuen Jahres damit befassen.

      Die reguläre Pacht für das Fritz-Walter-Stadion beträgt 3,2 Millionen Euro und würde im nächsten Jahr wieder komplett fällig werden. Ende November beantragte der FCK eine erneute Reduzierung. Wie ebenfalls die “Rheinpfalz” berichtete, will der Verein in der 2. Bundesliga 2,4 Millionen Euro, in der 3. Liga 425.000 Euro bezahlen.
      Auch zuletzt hatte der FCK eine verminderte Pacht bezahlt. Der Fehlbetrag wurde aus einem Cashpool ausgeglichen, der mit Ende der Saison 2017/18 allerdings leer läuft. Entsprechend müsste für eine erneute Mietreduzierung ein anderes Finanzierungsmodell gefunden werden.

      Quelle: der betze brennt


      Bin mal gespannt wie lang es dauert bis das Thema bei Mario Barth deckt auf landet... |-)