Es war einmal am Betzenberg...

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    • Eine Legende feiert Geburtstag: Am heutigen Donnerstag wird Horst Eckel, FCK-Ehrenspielführer und der letzte noch lebende Weltmeister von 1954, 86 Jahre alt.



      Als jüngster Spieler der "Helden von Bern" hatte Eckel 1954 in der Schweiz den WM-Titel gewonnen. Die anderen vier Lautrer Weltmeister - die Walter-Brüder Fritz und Ottmar, Werner Kohlmeyer und Werner Liebrich - hatte er schon länger überlebt. Seit November des vergangenen Jahres, als der Kölner Hans Schäfer verstarb, ist der gebürtige Vogelbacher nun das letzte noch lebende Mitglied jener legendären deutschen Fußball-Nationalmannschaft.
      Es sei ein "komisches Gefühl, der Letzte zu sein", bekannte Eckel dazu in einem Zeitungsinterview. Ihm selbst gehe es gesundheitlich soweit gut. Einen seiner weniger werdenden öffentlichen Auftritte hatte Eckel erst Anfang Dezember bei der Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern.
      Von den anwesenden Mitgliedern wurde der Windhund, wie er als Spieler genannt wurde, mit stehenden Ovationen begrüßt. Und nicht nur sie wünschen dem Jubilar heute alles Gute und noch viele weitere gesunde Jahre. Auch das Team von Der Betze brennt verneigt sich und stimmt mit ein: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Horst Eckel!

      Quelle: Der Betze brennt
    • Nationalspieler Amin Younes hat bei seinem Klub Ajax Amsterdam für ordentlich Aufregung gesorgt: Im Spiel des niederländischen Tabellenzweiten gegen den SC Heerenveen (4:1) verweigerte der 24-Jährige kurz vor Schluss seine Einwechslung, weil er sie für "unnötig" hielt. Inzwischen wurde er in die zweite Mannschaft verbannt.

      "Ich wollte Amin für seinen letzten Auftritt und die Trainingsarbeit belohnen, aber kurz vor dem Abpfiff empfand er es als nicht mehr unbedingt nötig", bestätigte Ajax-Coach Erik ten Hag dem Sender "Fox Sports": "Natürlich bin ich der Chef und ich wollte auch, dass er reinkommt. Ich werde darüber noch mit ihm reden. Ich denke, dass er rein muss, wenn ich das will. Aber er fand es unnötig."
      Das Gespräch zwischen Trainer und Spieler fand inzwischen statt. Mit dem Resultat, dass Younes für mindestens zwei Wochen aus dem Kader der ersten Mannschaft ausgeschlossen wird, wie der Verein am Montag mitteilte.
      Bereits Ende Januar war Younes schon einmal in die Schlagzeilen geraten, als er kurz vor einem Wechsel zum italienischen Topklub SSC Neapel stand. Mittlerweile soll er es sich aber anders überlegt haben. In Amsterdam kam Younes seit dem Wechsel-Hickhack in sieben Partien nur zu vier Kurzeinsätzen, steuerte zuletzt beim 2:3 gegen Vitesse Arnheim eine Vorlage bei.


      Nach Neapel soll Younes nun im Sommer ablösefrei wechseln, verweigert der fünfmalige deutsche Nationalspieler den Transfer droht ihm eine Klage. Neapel liegt nach eigenen Angaben ein von Younes unterzeichneter Vertrag vor. "Sollte Younes andere Wege beschreiten, wird er dafür auf finanzieller Ebene die Verantwortung übernehmen müssen", hatte Neapels Rechtsanwalt Mattia Grassani der "Gazzetta dello Sport" gesagt. All das dürfte nicht zuträglich sein für die WM-Chancen, die sich Younes nach seinen Leistungen beim Confed Cup wohl durchaus ausrechnet.

      Quelle: kicker.de


      Ja das ist typisch für ihn und seine Einstellung, deshalb hat er es in Deutschland nicht dauerhaft geschafft sich durchzusetzen...
    • Er war der letzte Stürmer, der für den FCK auf eine zweistellige Trefferquote kam: Mohamadou Idrissou. In einem Interview erhebt der Kameruner nun Vorwürfe gegen Kaiserslauterns ehemaligen Vorstand Stefan Kuntz - und macht diesen für den drohenden Absturz mit verantwortlich.
      54 Torbeteiligungen in 70 Pflichtspielen für den 1. FC Kaiserslautern: Die Bilanz von Mohamadou Idrissou liest sich bis heute überzeugend. Der ehemalige Nationalspieler Kameruns, der inzwischen in der vierten österreichischen Liga bei ÖTSU Hallein spielt, ist gemeinsam mit Simon Zoller der letzte Angreifer, der bei den Roten Teufeln auf eine zweistellige Trefferquote in einer Saison gekommen ist. Kein Nachfolger des exzentrischen Idrissou erwies sich seitdem als so treffsicher. 2014, nach zwei knapp verpassten Aufstiegen und dem Einzug in DFB-Pokal-Halbfinale, trennten sich die Wege von Idrissou und dem FCK - nicht ohne Misstöne.

      Denn Idrissou wäre laut eigener Aussage gerne beim FCK geblieben, wie er nun in einem Interview mit "Spox" bekräftigt. Verantwortlich für seinen Weggang sei der damalige Vorstandsvorsitzende Kuntz gewesen. "Ich habe kein neues Angebot erhalten. Er hat nie mit meinem Berater geredet. Am letzten Spieltag wurde ich auch nicht verabschiedet. Plötzlich war ich der Buhmann und es hieß, ich hätte gesagt, dass ich nicht verlängern möchte", erinnert sich Idrissou. "Niemand im Verein wusste davon, es war ein Alleingang von ihm. Wir sind währenddessen sogar auf ihn zugegangen, doch es kam nichts zurück."

      Die Entwicklung bei den Roten Teufeln verfolgt der Stürmer bis heute sehr genau. Der drohende Absturz in die 3. Liga schmerzt ihn. Für Idrissou ist allerdings klar, dass Kuntz, der den Verein im Frühjahr 2016 verlassen hat, einen großen Anteil an der jetzigen Situation hat. "Dass der Verein in Stefan Kuntz Jahre lang eine einzige Person hat machen lassen, hat bis heute geschadet. Man sieht ja, wo der FCK mittlerweile leider angekommen ist", sagt er. "Wenn sie absteigen, wird der Verein endgültig am Ende sein - und das nur wegen der Alleinherrschaft einer Person."

      Idrissou betont erneut, dass er für ein weiteres Engagement beim FCK zur Verfügung gestanden hätte - so wie er es bereits vor einigen Monaten in einem Video, das er über seine Social-Media-Kanäle verbreitet hat, ankündigte. "Das war kein Spaß. Als ich das Video aufnahm, hatte ich noch nicht für mich festgelegt, dass ich künftig nicht mehr in Deutschland spielen möchte. Ich habe gesagt, dass ich mich in der Winterpause fit machen werde und dem FCK helfen möchte, wenn auch der Verein möchte", bedauert Idrissou, der sich aber sicher ist: "Sehr viele Fans wollen, dass ich zurückkehre. Für sie hätte ich das gemacht und würde es auch heute noch machen."
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      Quelle:Der Betze brennt
    • Vor 20 Jahren gelang dem 1. FC Kaiserslautern etwas in der Fußball-Bundesliga bis heute Einzigartiges und Unerreichtes: Das von Otto Rehhagel trainierte Team wurde direkt nach dem Wiederaufstieg aus Liga 2 Deutscher Fußballmeister.
      Diese legendäre Leistung, die als "Wunder vom Betze" in die Sport-Geschichtsbücher Deutschlands einging, wird nun entsprechend gewürdigt. Am Samstag, den 8. September 2018, steigt im legendären Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern um 15:30 Uhr das Benefizspiel "Heimkehr der Helden – 20 Jahre Das Wunder vom Betze". Dabei spielen die Sensationsmeister von damals mit nahezu komplettem Kader – und Helden wie Ciriaco Sforza, Miroslav Kadlec und Michael Schjønberg – gegen die "Deutschen Fußball Legenden", eine Auswahl ehemaliger Deutscher Nationalspieler, zu denen unter anderem Lothar Matthäus, Mario Basler und Timo Hildebrand gehören.
      Die Präsentation der vorläufigen Kader erfolgte heute im Rahmen eines Pressegesprächs im RHEINPFALZ-Verlagshaus in Ludwigshafen. Dort wurde die Veranstaltung erstmals den anwesenden Pressevertretern vorgestellt. Mit an Bord waren neben Otto Rehhagel, der für sein Meisterteam beim Benefizspiel persönlich an der Seitenlinie stehen wird, auch die
      Protagonisten von damals: Olaf Marschall und Martin Wagner sowie Mario Basler, stellvertretend für die Deutschen Fußball Legenden. Des Weiteren stellten auch die drei Einrichtungen, zu deren Gunsten der Reinerlös paritätisch aufgeteilt wird, je einen Vertreter: Michael Klatt vom FCK-Charity-Projekt Betze-Engel, Michael Desch von der Fritz-Walter-Stiftung sowie Dagmar Eckel von der Horst-Eckel-Stiftung.
      Der Auftakt der Präsentation verlief dabei – passend zum Anlass – höchstemotional: Ein eigens auf dem Betze gedrehtes Teaser-Video zeigt Otto Rehhagel, ehemalige Spieler sowie FCK-Fans beim Zurückblicken auf die wunderbaren Ereignisse des Jahres 1998. Damit soll den Fans von damals und heute "Appetit" auf das einmalige Event gemacht werden. Der Clip ist ab sofort exklusiv auf der Facebook-Seite "Heimkehr der Helden" zu sehen und darf gerne geteilt werden.
      Die Seite wird bis zum 8. September regelmäßig mit neuen und retrospektiven Inhalten bespielt werden. Zudem wurde auf der Website desFCK eine eigene Unterseite eingerichtet, die alle Informationen rund um das Benefizspiel enthält: fck.de/heimkehr-der-helden Dazu gehört neben den genauen Kadern, Impressionen aus dem Meisterjahr sowie Sponsoren und Spendenempfänger auch Details zum spannenden Rahmenprogramm, das aus der "Heimkehr der Helden" ein Fest für die ganze Familie machen soll. Fanmeile, Tombola, Hautnah-Stationen mit den Helden von damals zur Erfüllung von Autogramm- und Fotowünschen der Fans sowie das gemeinsame Abfeiern vor der Karlsberg Westtribüne nach Spielende bilden dabei die wichtigsten Eckpfeiler.
      Selbstverständlich sind ab sofort auch Tickets für das Benefizspiel erhältlich: Entweder bei allen bekannten FCK-Vorverkaufsstellen oder online unter fck.de/heimkehr-der-helden/tickets. Heimkehr der Helden – 20 Jahre "Das Wunder vom Betze" ist ein Gemeinschaftsprojekt des 1. FC Kaiserslautern mit der TAILORMADE GmbH – Agentur für LIVE-Campaigns zu Ehren des 20-jährigen Jubiläums der Sensationsmeisterschaft 1997/98 des 1. FC Kaiserslautern.
      Der Reinerlös der Veranstaltung geht zu gleichen Teilen an die Fritz-Walter-Stiftung, die Horst-Eckel-Stiftung und die Betze-Engel.

      Quelle: der betze brennt
    • Er war der erste Ausländer in der Bundesliga-Geschichte des FCK und wäre heute 80 Jahre alt geworden: Jacobus "Co" Prins - Mittelfeldspieler zwischen Genie und Wahnsinn. Eine Hommage von Hans Walter von der "Initiative Leidenschaft".



      14. September 1963. Der 1. FC Kaiserslautern konnte in der ersten Saison der neu geschaffenen Bundesliga nach drei Spielen zwei Punkte auf seinem Konto verbuchen. Im Heimspiel gegen Werder Bremen hofften die Anhänger der Roten Teufel auf den ersten Saisonsieg. Die Bremer, die den FCK zwei Jahre zuvor im Endspiel um den DFB-Pokal mit 2:0 besiegt hatten, gingen jedoch als Favoriten in diese Begegnung.
      Doch der FCK errang unter dem Jubel seiner Anhänger nach einer taktischen und spielerischen Meisterleistung einen verdienten 3:0-Sieg. Der alle überragende Spieler auf dem Feld war dabei der niederländische Nationalspieler Jacobus Prins, den alle nur "Co" nannten. Seit Fritz Walter hatte man keinen solch perfekten Techniker mehr auf dem Betzenberg erlebt. Prins beschäftigte mit seinen Tricks und Finten Werders gesamte Hintermannschaft, er fütterte seine Mitspieler mit Vorlagen und beteiligte sich mit strammen Schüssen an der Kanonade auf das von Günter Bernard gehütete Tor der Bremer.
      Willy Reitgaßl konnte das Führungstor für seinen FCK erzielen. Die Entscheidung fiel in der 63. Spielminute, als Winfried Richter nach einem von Reitgaßl und Co Prins raffiniert ausgeführten indirekten Freistoß zum 2:0 abstauben konnte. Kurz vor Spielende erhöhte Reitgaßl mit seinem Treffer zum Endstand von 3:0.
      Kaiserslauterns damaliger Oberbürgermeister Dr. Walter Sommer schloss sich begeistert dem Jubel der ca. 22.000 Zuschauer über den ersten Bundesligasieg des FCK an: "Ist es nicht fantastisch, dass eine Stadt von der Größenordnung Kaiserslauterns immer wieder solche Mannschaften hervorbringt?"

      Die FCK-Mannschaft hatte an diesem Nachmittag ihre Bundesligatauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wobei die spielerischen Glanzpunkte, die Kabinettstückchen, dem Holländer Co Prins zu verdanken waren.
      Der am 5. Juni 1938 in Amsterdam geborene Prins hatte am Pfingstsamstag 1962 zum ersten Mal in Kaiserslautern auf sich aufmerksam gemacht, als er mit seiner Mannschaft Ajax Amsterdam in der Intertoto-Runde auf dem Betzenberg gastierte und mit 5:4 gewinnen konnte. Co Prins gehörte damals zu den Torschützen und auffälligsten Akteuren der Niederländer.
      Prins war Stammspieler bei dem vielfachen niederländischen Meister Ajax Amsterdam und hatte zehn Berufungen in die Nationalmannschaft der Niederlande erhalten. Das Erstaunen war daher groß, als bekannt wurde, dass sich dieser Spieler aus der holländischen Weltstadt Amsterdam dem 1. FCK aus dem vergleichsweise kleinen Kaiserslautern zum Bundesligastart 1963 angeschlossen hatte.
      Mit seinem spielerischen Können hätte Co Prins eine überragende Gestalt der jungen Bundesliga und auch der niederländischen Nationalmannschaft werden können.
      Doch Prins hatte leider auch ein zweites Gesicht: Er war mitunter launisch und wirkte lustlos, desinteressiert, wenn seine Mitspieler nicht auf seine Ideen eingingen, wenn er von den Gegnern hart angegangen wurde, wenn er sich vom Schiedsrichter benachteiligt fühlte oder wenn er wegen mangelnden Trainingsfleißes konditionelle Defizite offenbarte.

      Überdies bot sein Privatleben immer wieder Anlass zu Klatsch und Gerede. Prins fuhr einen chromblitzenden Cadillac, auf dessen rechtem Kotflügel wie bei einem Staatsfahrzeug ein Stander mit der niederländischen Flagge angebracht war. Co Prins wurde öfter im Rotlichtbezirk Mannheims gesichtet, ehe er sich in die Tochter einer angesehenen Familie aus Kaiserslautern verliebte. Karin Brunn hatte eine Mannequin-Ausbildung in Paris erhalten und war Ballettelevin am Pfalztheater Kaiserslautern. Karins Eltern missbilligten den Umgang ihrer Tochter mit dem Fußballer, dem Holländer. Doch Co Prins fand den Weg über das Dach des Elternhauses zu seiner Angebeteten...
      Die Auseinandersetzung zwischen Prins und den Eltern der schönen Karin eskalierte: Die in einer Zeitungsannonce verkündete Verlobung der beiden wurde von den Eltern für ungültig erklärt und schließlich verschwand Prins mit der damals zwanzig Jahre alten und deshalb noch minderjährigen Karin.
      Die Zeitungen hatten mit dieser "Entführung einer Minderjährigen" ihre Schlagzeilen und dem Fußballer drohten massive Probleme mit der Justiz. Karin jedoch hielt unbeirrt zu ihrem "Cotje", nach Erreichen ihrer Volljährigkeit wurde geheiratet, die Eltern nahmen die Anzeige zurück und das junge Paar führte bis zum Tode von Co Prins ein ausgesprochen glückliches Leben. Zwei Söhne gingen aus der Ehe hervor.
      Fußballerisch folgten bei Prins nach großen Auftritten mit genialen Momenten immer wieder Durchhänger, er galt als egozentrisch und polarisierte die Zuschauer - seinen Bewunderern war er eine fußballerische Ausnahmeerscheinung, seine Gegner sahen in dem "Tulpenjacob" einen trainingsfaulen Stehgeiger, der beispielsweise in einem wichtigen Spiel pausieren musste, weil er unter der Höhensonne eingeschlafen war und sich einen künstlichen Sonnenbrand zugezogen hatte...

      Als der FCK gegen Ende des zweiten Bundesligajahres 1964/65 in Abstiegsgefahr geriet, lief Co Prins zu großer Form auf. In dem wichtigen Spiel gegen Eintracht Braunschweig und in der entscheidenden letzten Begegnung in Frankfurt fand er zurück in die Rolle des großen Spielmachers und glänzte in beiden mit jeweils 2:1 gewonnenen Spielen als Torschütze. In Frankfurt wurden Prins und der Schütze des zweiten FCK-Tores, Willi Wrenger, von begeisterten Fans auf den Schultern vom Platz getragen.

      Viele Fußballfreunde in der Pfalz bedauerten, dass Co Prins nach dieser Saison mit seiner jungen Familie nach Amsterdam zurückkehrte. Für den FCK hatte er insgesamt 36 Bundesliga-Spiele absolviert und dabei neun Tore erzielt - nicht viel, aber doch hinterließ er bleibenden Eindruck.
      Nach seinem zweiten Engagement bei Ajax zog es Prins in die USA. Dort spielte er als Profi in Pittsburgh und in New York - und er wirkte an der Seite von Sylvester Stallone, Pelé und Bobby Moore in dem Spielfilm "Escape to Victory" mit, der Verfilmung eines ernsten Geschehens aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.
      Schließlich gelangte Prins zurück nach Europa, wo er in Maastricht, Arnheim und Helmond noch einmal kurze Verträge erfüllte, ehe er seine Spielerlaufbahn beendete und als Trainer kleinerer Verein im niederländisch/belgischen Grenzraum für einige Jahre aktiv wurde. In dieser Zeit baute er sich im Zentrum von Antwerpen ein Bistro auf, das "Prince Pub". Nebenher spielte er nun gerne Tennis.

      Freunde und Stammgäste seines Bistros bedrängten im Herbst 1987 den einstigen Nationalspieler, eine Antwerpener Alte-Herren-Mannschaft zu verstärken. Co Prins ließ sich überreden und trat am 25. September 1987 in dem östlich von Antwerpen gelegenen Ort Schilde zu seinem ersten AH-Spiel an. Prins hatte längere Zeit nicht mehr gründlich trainiert, er erzielte dennoch ein Tor, jubelte - und brach zusammen. Im Alter von nur 49 Jahren verstarb Prins auf dem Fußballfeld. Seine letzte Ruhestätte fand er auf einem Friedhof in Antwerpen.
      Um den Betzenberg erinnern sich nur noch die älteren FCK-Freunde an diesen Co Prins, den großartigen Techniker, den lebensfrohen Holländer, der mit seinen Extravaganzen als eine Art Paradiesvogel einen Hauch Weltstadt in das beschauliche Kaiserslautern brachte, der mit seinen Leistungen die Zuschauer abwechselnd hell entzückte oder in die Verzweiflung trieb. für so viel Gesprächsstoff sorgte - und viel zu früh hat sterben müssen.
      Auf seine Weise verkörpert auch Co Prins, der erste Ausländer des FCK in der Bundesliga, ein Stückchen der großen FCK-Historie und er hat es - gerade zu seinem 80. Geburtstag am 5. Juni 2018 - verdient, nicht vergessen zu werden.

      (Der Text wurde verfasst von Hans Walter, der sich auf jedes Spiel mit Co Prins gefreut hat, und uns mit freundlicher Genehmigung der Initiative Leidenschaft - Fritz-Walter-Museum e.V. zur Verfügung gestellt)





      Autor: Hans Walter

      Quelle: der betze brennt
    • Fritz Walters Rettung "Du auch Fußballspieler?"



      Das Spiel seines Lebens war nicht das WM-Finale 1954, als Kapitän der deutschen Nationalelf beim "Wunder von Bern". Fritz Walter machte es bereits 1945 - als Kriegsgefangener auf dem Weg nach Sibirien.

      Quelle und ganzer Text: spiegel.de