Dt. Satire vs. Recep Tayyip Erdoğan - oder wie weit darf Satire gehen

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    • schorsch123 schrieb:

      Bei dem Tamm-Tamm, der wegen diesem Trittbrettfahrer veranstaltet wird, würde ich das Pamphlet tatsächlich auch mal lesen ...
      Hätte ich mir das doch bloß erspart ...

      Billigste Effekthascherei ...

      Und der ghostwriter des peinlichen Herrn B. beherrscht Schüttelreime nur sehr mäßig ...

      Äußerst primitiv ...

      :stoehn:
      Ihr habt Uhren ...
      Ich habe Zeit !
    • Alter Schwede, Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die sind doch total :banane: da drüben. Das ist doch richtige REAlsatire. :rolleyes:

      Wenn es in der Türkei nicht so schlimm zugehen würde, wie man der Presse entnehmen kann, könnte man glatt drüber lachen.

      Aber leider Realität
      Der Klügere lässt nach!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rothaut ()

    • Böhmermann ist mir bisher vollkommen unbekannt gewesen, erst mit seinem "Gedicht" nahm ich ihn war. Eine sinnfreie Aneinanderreihung von Beleidigungen, die mit Satire nach meiner Auffassung wenig zu tun haben. Natürlich trifft er mit dem allmächtigen Nachwuchsdespoten keineswegs den Falschen, etwas mehr Niveau hätte ich mir allerdings schon erhofft. Merkel hat sich selbst in Bedrängnis gebracht, sie gab Erdogan den kleinen Finger und jetzt wird er - da sind sie alle gleich - größenwahnsinnig. Wie man mit so einem über die Mitgliedschaft in der EU verhandeln kann, dafür habe ich keinerlei Verständnis.
      m.welt.de/politik/ausland/arti…F-und-an-Boehmermann.html
      running gag

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Archie ()

    • Nie und nimmer darf dieser von einem Diktator regierte Staat in die EU aufgenommen werden. Man tritt Pressefreiheit und Menschenrechte mit Füßen und hat keinen Humor.

      Letzteres ist wohl das schlimmste... ^^


      Gesendet vom iPhone 6 mit Tapatalk
      :bvbklatsch: You'll never walk alone!!! :lokklatsch:
    • War doch Voraussetzung um den Flüchtlings-Deal abzuschließen, dass ein weiteres Kapitel in den Beitrittsverhandlungen gestartet wird.

      Ganz davon abgesehen, dass es jetzt sowieso eine Farce ist, mit denen über irgendwas zu verhandeln.
      Der Klügere lässt nach!
    • Ich befürchte, dass diese ganze Geschichte dem Despoten Erdogan noch mehr Zuspruch beschert - im eigenen Volk, sowohl dort, als auch bei den Auslands-Türken.

      :(

      Dessen ungeachtet sollte man diese Affäre in unserem Land baldmöglichst beenden.
    • Mit tun die Leute von Extra3 bissl leid, wenn deren wie ich finde gute Nummer nun von einem Erguss "Made in Vulgaria" komplett in den Hintergrund gedrückt wird. Gut, man muss hier durchaus nicht nur die Prosa von Jan Böhmermann sehen, sondern auch die Ansage vorher. Und da bin ich zwiegespalten: entweder er wollte so richtig die Sau rauslassen und hat erst danach die Ausmaße erkannt. Oder aber - und das glaub ich eher, war die Geschichte höchst berechnend und mit Hintergedanken, denn:

      Hannoi1896 schrieb:

      Das lustige daran ist, dass sich jetzt alle nur noch mit der Frage beschäftigen, wie weit Satire gehen darf, kein Wort mehr über Erdogan und seine verachtenswerte Politik und sein ständiges beleidigt-sein.
      Was ist, wenn er das mit Mitteln der zugegeben allertiefsten Schublade aufzeigen wollte und rechtsstaatliche Konsequenzen ganz bewußt provoziert und in Kauf genommen hat? Kann mir nicht vorstellen, dass die Nummer nicht vorher im Team abgesprochen war, so dumm sind die nicht - ist er auch nicht.

      Ich sehs so: Erdogan fühlt sich persönlich provoziert, dann soll er doch bitte eine persönliche Anzeige (nicht die Türkei) gegen Böhmermann in Deutschland erstatten, die kann dann von der Staatsanwaltschaft geprüft und wenn nötig zur Anklage gebracht werden. Aber Erdogan müsste sich dafür aufs Niveau eines einfachen (deutschen) Staatsbürgers begeben - und das ist er nicht gewohnt, weil er Rechtsstaatlichkeit nicht kennt bzw. so auslegt, dass es keine mehr ist. Stattdessen macht er den Fehler, auf diplomatischer Ebene einen hohen Wellengang zu erzeugen und meine Kanzlerin macht den Fehler, sich in ihrer Äußerung etwas zu sehr aus dem Fenster zu lehnen.


      Und was würde mit Böhmermann bei ner Anklage/Verurteilung passieren? Wenn er bisher nich allzu viel Mist im Leben gebaut hat, wirds auf ne erträgliche Geldstrafe rauslaufen und fertig. Dadurch lernt Erdogan gleich nochmal Rechtsstaatlichkeit kennen, für die er aber erstmal selbst was tun müsste - und das ist und wäre für mich die eigentliche Satire!

      Böhmermann selbst seh ich gar nicht so schlecht, der muss nur an sich arbeiten, was er wie, wann, warum und in welchem Rahmen er von sich gibt. Der Ton macht die Musik und da haut er manchmal zu sehr in die Tasten...
      Drei Buchstaben, zwei Farben, eine Gemeinschaft
    • SGD-Herzblut schrieb:

      Böhmermann selbst seh ich gar nicht so schlecht, der muss nur an sich arbeiten, was er wie, wann, warum und in welchem Rahmen er von sich gibt. Der Ton macht die Musik und da haut er manchmal zu sehr in die Tasten...

      Sehe ich auch so ... der hat Potential. Mit dem Schmähgedicht ist er allerdings weit übers Ziel hinausgeschossen, definitiv.
      Ich hatte die Sendung seinerzeit nicht gesehen und dann nur das "Gedicht" gehört. Da blieb mir aber die Luft weg.

      Ansonsten: Hätte das was Böhmermann macht. ein Harald Schmidt gemacht - und damit meine ich nicht das Schmähgedicht - , dann würden viele applaudieren.

      :edit:

      Aber Böhmermann sollte über das Verletzungspotenzial seiner Worte für jene nachdenken, die er ursprünglich gar nicht treffen wollte. In diesen Tagen wird Böhmermann mit Harald Schmidt verglichen. Das ist fast eine Beleidigung für Böhmermann. Schmidt spielte mehr den Intellektuellen als er dass er einer war. Und nur jetzt, mit dieser „Schmähkritik“, rutscht Böhmermanns ansonsten feinsinniger Humor in die Schubladenzone von Schmidt oder von Stefan Raab, die immer gern mal einen gegen Minderheiten losließen; natürlich gegen Minderheiten – denn ihnen ging es immer um den billigen Applaus, und gegen die Mehrheit zu sticheln, dafür fehlte ihnen der Mut.

      Quelle
      Keine Signatur!
    • Zwei Leute, ein Gedanke @LuebeckerAFI - denn haargenau diesen hatte ich bzgl. Harald Schmidt auch. Und ich kann mir wie gesagt nicht vorstellen, dass er und sein Team die potentiellen Konsequenzen nicht vorher ausgelotet haben. Die Wahl der Mittel einer fundierten Kritik auf Basis der Satire war wie gesagt absolute Grütze.
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    • Ich bin da ein wenig zwiegespalten.

      Zunächst einmal gibt es für mich in keinem der Beiträge/Gedichte von Extra 3, Böhmermann oder nun auch noch Hallervorden etwas, was Erdogan nicht verdient hat. Unterschreiben kann ich alles ohne Wenn und Aber.

      Die Frage ist aber, was darf Satire und wann endet sie vielleicht.

      Was Extra 3 gemacht hat war Satire pur. Da muss man durch. Was Böhmermann gemacht hat, fällt mir schwer einzuordnen. Persönlich kann ich den eh nicht so sehr leiden, auch wenn er großes Talent hat (nutzt es nur noch nicht so richtig), aber das gleicht sich locker wieder aus, wenn es um einen solchen Unmenschen wie Erdogan geht.

      Dennoch konnte ich an dem Gedicht von Böhmermann, welches für mich eh nur so eine schnell zusammengewürfelte Trittbrettfahrernummer war, nicht wirklich etwas Lustiges finden. Das war für mich einfach nur eine zusammengereihte Aufzählung an Beleidigungen und Schmähungen. Wie gesagt, nichts, was Erdogan nicht verdient hätte, aber das hatte für mich einfach keinen künstlerischen Anspruch. Da war selbst Hallervorden noch besser, selbst wenn es da wahrscheinlich auch nur noch um Aufmerksamkeit ging und nicht wirklich um die Sache. Vielleicht tue ich ihm da aber auch Unrecht oder das Angenehme wurde mit dem Nützlichen verbunden. Letztendlich auch egal.

      Aber was Erdogan darum nun für einen Aufriss macht, ist ja unglaublich. Hätte Merkel das gleiche Empfinden, würde die halbe Bevölkerung von Griechenland und auch der Türkei längst im Knast sitzen. Das waren und sind zum Teil ja ganz andere Dimensionen.

      Ich finde es aber auch irgendwie ganz gut, denn es zeigt auch auf, wie wenig dieses Land bereit für einen EU-Beitritt wäre. Es ist ja schließlich nicht so, als würde Erdogan in der Türkei von der Bevölkerung keine Rückendeckung erhalten. Und das nimmt man auch über die deutschen Grenzen hinaus durchaus wahr. Aber das ist jetzt schon wieder Politik.
      :rfc: Play for the badge on the front and we will remember the name on the back :rfc: