Faceless Heroes

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    • Faceless Heroes

      Faceless Heroes - die Helden ohne Gesicht. In dieser Serie soll es um Spieler gehen, die mal im Profikader von 96 standen, aber keine, oder nur sehr wenige Einsätze in der ersten Mannschaft hatten. Sind sie noch aktiv? Was ist aus ihnen geworden und welche verkannten Jahrhunderttalente hatten wir in den letzten 13 Jahren Bundesliga so in unseren Reihen?

      Dame Diouf

      Über den SV Wilhelmshaven und die Amas von Werder Bremen kam der Innenverteidiger aus dem Senegal 2001 zu Hannover 96 und war in der Aufstiegssaison neben dem Fußballgott Stammspieler in der Innenverteidigung. Die Bundesliga war jedoch eine Nummer zu groß für den Bruder von El-Hadji Diouf (u.A. ex Liverpool) und nach einer roten Karte wegen eines Würgegriffes gegen Sebastian Kehl und einem Kreuzbandriss war das Kapitel 96 für ihn gelaufen. Zuerst wurde er nach Osnabrück verliehen, danach ging es nach Wehen, Arminia Hannover und Holstein Kiel, bis er 2008 schließlich beim SV Meppen landete. Sein weiterer Weg führte ihn über einen kurzen Zwischenstopp bei der zweiten Mannschaft von Jahn Regensburg ins Allgäu, wo er für den FC Kempten und danach kurzzeitig für den FC Isny und den SV Cambodunum spielte. 2013 wechselte Diouf schließlich zum Bezirksligisten DJK-SV Ost Memmingen. Danach verläuft sich seine Spur...

      Thorsten Nehrbauer

      Mit doch einigen Vorschusslorbeeren wechselte der zentrale Mittelfeldspieler 2001 von Mainz an die Leine. Schließlich war er dort über 18 Monate unangefochtener Stammspieler. Bei 96 hatte er sich sicher Ähnliches ausgerechnet, fand sich unter Rangnick in der Aufstiegself aber meistens auf der Bank wieder, kam jedoch immerhin zu 21 Kurzeinsätzen in der Saison. Nach dem Aufstieg war relativ schnell klar, dass auch für ihn die Bundesliga eine Nummer zu groß war und so schloss er sich nach 2 Spielen im Oberhaus 2003 dem 1. FC Saarbrücken an, wo er immerhin 4 Jahre blieb und 109 Pflichtspiele bestritt. Nach einer erfolglosen Tingelei über Emden und den Bonner SC beendete er schließlich 2012 bei Germaina Windeck seine Karriere. Nach der aktiven Karriere entschied Nehrbauer sich für eine Trainerlaufbahn und trainiert seit 2014 den Sechstligisten 1. FC Kaan-Marienborn.

      Björn Lindemann

      Mittelfeldspieler und Eigengewächs Björn Lindemann hatte schon zu 96-Zeiten den Ruf des "Kneipenterroristen" weg, nachdem er nach einer Zechtour das Mobiliar einer Pinte etwas umgestaltet hat. 2003 in den Profikader aufgenommen, blieb Lindemann ohne Einsatz und wechselte im Sommer 2004 zu Holstein Kiel, wo er 2 Jahre lang Stammspieler war. Nach einem erfolglosen Intermezzo an der Lübecker Lohmühle kam er über die Stationen Magdeburg und Paderborn 2009 nach Osnabrück, mit denen er ein Jahr später in die 2. Liga aufstieg. In der Folgesaison wurde er vom VfL allerdings fristlos entlassen, nachdem er betrunken zum Training kam. Lindemann wechselte daraufhin zu Carl-Zeiss Jena, wo er sich jedoch auch keinen Stammplatz erkämpfen konnte. Deshalb wechselte er 2012 zu Army United in die Thai Premier League. Er blieb in der Liga und schloss sich 2014 dem FC Suphanburi an, für den er in 34 Spielen immerhin 18 Tore schoss. Seit 2015 spielt er beim Aufsteiger FC Nakhon Ratchasima.

      Conor Casey

      Irgendjemand hat mal erzählt, Conor Casey wäre ein riesiges Stürmertalent aus den Vereinigten Staaten. Ehrlich gesagt, ist er mir nur wegen einem Moment in Erinnerung geblieben: Dem 1:0-Siegteffer auf der Bielefelder Alm, beim Abschiedsspiel von Colt Sievers. 2001 von der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund gekommen, verlief die erste Saison in Hannover eigentlich ganz brauchbar. In 19 Zweitligaspielen brachte er es immerhin auf 7 Tore. Wie so viele Aufstiegshelden erwies aber auch er sich als nicht wirklich geeignet für die Bundesliga und nach nur 4 Einsätzen und eben jenem Tor wechselte er nach Karlsruhe, wo er in einer Saison immerhin 14 Zweitliga-Tore verbuchen konnte. Von diesem Ergebnis beflügelt, wechselte er zum damaligen Aufsteiger und Neuling nach Mainz, wo er (warum eigentlich?) immerhin 40 Erstligaspiele absolvierte. 2007 folgte er dem Ruf der Heimat und nach einigen Monaten in Toronto heuerte er für die nächsten 5 Jahre bei den Colorado Rapids an, wo er zum absoluten Leistungsträger avancierte. Seit 2012 spielt er für Philadelphia Union. Casey absolvierte bisher 20 A-Länderspiele und erzielte dort 2 Tore.


      Aleksandar Kotuljac

      Seit 1997 in der Jugend des Vereins, gelang ihm 2002 der Sprung in den Profikader, der allerdings nicht mit einem Einsatz belohnt werden sollte. 2004 verließ Kotuljac die Roten in Richtung Nordhorn, von wo aus er nach einer Saison aber nach Magdeburg weiterzog. Dort erzielte er in 2 Jahren 20 Tore und so wurde der Zweitligist SpVgg Greuther Fürth auf ihn aufmerksam. Es sollte seine erfolgreichste Zeit folgen, in zwei Jahren und knapp 50 Zweitligaspielen bei den Kleeblättern schoss er 9 Tore. Danach schloss er sich dem Aufsteiger aus Osnabrück an, wo er sich aber auch erst nach dem Abstieg in die 3. Liga durchsetzen konnte. 2012 zog er ein paar Kilometer weiter zu den Sportfreunden aus Lotte, wo er mit einigen anderen Kandidaten für diese Serie zusammenspielte. Nach 2 1/2 Jahren schloss er sich in der letzten Sommerpause dem SC Wiedenbrück an.

      Thomas Schneider

      Im Jahr 2003 war 96 mal wieder auf der Suche nach einem Linksverteidiger, nachdem sich in der ersten Erstligasaison da so illustre Kandidaten wie Marc van Hintum, Markus Schuler oder der unvergessene Kai Oswald versuchen durften. So fiel die Wahl auf Thomas Schneider, der aus mehr als einem Jahrzehnt Stuttgart genügend Bundesligaerfahrung mitbrachte. Es kam aber anders: Bei einem Vorbereitungsspiel gegen den AS Rom musste Schneider verletzt raus und bei der anschließenden Untersuchung fand man heraus, dass er einen Zeckenbiss verschleppt und sich eine Borreliose eingefangen hat. Die darauf folgende Therapie machte einen Einsatz als Fußballprofi unmöglich und so beendete er nach 8 Spielen für 96 (1x von Anfang an) im Jahr 2005 seine Karriere. Danach verschlug es ihn zurück nach Stuttgart, wo er beim VfB verschiedene Jugendmannschaften trainierte. In der mittlerweile legendären Abschlussklasse 2011 erwarb er seine A-Lizenz. Im August 2013 übernahm Schneider die Bundesligamannschaft der Stuttgarter von Bruno Labbadia, wurde aber im März 2014 entlassen. Seit Oktober 2014 ist er Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft.
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Faceless Heroes - Teil 2

      Gürman Agac

      Gürman Agac wurde vor der Saison 04/05 mit einem Profivertrag ausgestattet. Allerdings blieb er die gesamte Saison ohne Einsatz und wechselte nach der Saison zu den Kickers nach Emden. Dort konnte er sich nicht durchsetzen, er kehrte im Sommer drauf nach Hannover zurück und spielte für Arminia. Wieder nur eine Saison später zog es ihn zum BV Cloppenburg, wo er Stammspieler war und in der einen Saison als Abwehrspieler respektable 7 Tore erzielte. Nach der Saison zog es ihn wieder nach Hannover und über die Stationen SC Langenhagen, OSV Hannover und Damla Genc landete er beim SV Ahlem, wo er seit 2013 spielt. Bei Damla Genc wurde er übrigens von Roman Wójcicki trainiert, der zwischen 1989 und 1993 122 Spiele für 96 absolvierte.

      Kleber

      "96 verpflichtet brasilianischen Nationalverteidiger!" Die Schlagzeile aus dem Sommer 2003 habe ich noch genau vor Augen. Mein kleines 96, gerade mal ein Jahr in der Bundesliga, verpflichtet einen aktuellen Nationalspieler der amtierenden Weltmeister. Donnerwetter! Was Ricardo Moar damals nicht wusste: Er durfte nur im wertlosen Confederations-Cup 2003 mitspielen und Ricardo Moar wusste wohl außerdem nicht, dass das Etikett "Nationalspieler" ein beliebtes Mittel war, mäßig talentierte Brasilianer nach Europa zu schleusen. Nun, so kam es, dass Kleber 23 Erstligaspiele für 96 machen durfte und dabei mit Abel Xavier das schlechteste Außenverteidiger-Duo der jüngeren Bundesligageschichte bildete. Kleber, Gott sei Dank nur ausgeliehen, wurde nicht fest verpflichtet. Dafür schlug der FC Basel zu, aber auch nach einer Saison schweizerischer Liga hatte sich das Abenteuer Europa wieder erledigt. Diesmal endgültig, denn in den Folgejahren tingelte Kleber durch die brasilianische Serie A. Freilich überzeugte er dort, denn knapp 6 Jahre nach dem Confed-Cup-Intermezzo spielte er in der WM-Qualifikation 2008/2009 relativ häufig. Insgesamt kam er auf 16 Einsätze für die Selecao. Kleber beendete seine Karriere im letzten Jahr.


      Abel Xavier

      Wo wir gerade das Thema Weltstars hatten, darf natürlich Abel Xavier nicht fehlen. Im Januar 2004 mit einer durchaus beeindruckenden Vita im beschaulichen Hannover gelandet - PSV, Gala, Liverpool - das war damals schon eine andere Dimension - schaffte er es innerhalb von 4 Spielen, den Zorn des gesamten Stadions auf sich zu ziehen. "Der gerupfte Kampfhahn", wie der Kicker damals schrieb, war definitiv der schlechteste Außenverteidiger, der jemals hannoverschen Boden betreten hat. Kicker-Durchschnittsnote 5,20 (!) Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das letzte Spiel von 96 am alten Bökelberg, als ich meinen gesammelten Zorn über seine sprichwörtliche Langsamkeit in den regnerischen Himmel brüllte und als Kommentar erntete "solche Leute müssen nicht schnell sein, die machen das alles mit Stellungsspiel." Aha. Das Spiel verloren wir übrigens 0:1, weil Xavier eine Ecke verursachte, die Bernd Korzynietz direkt verwandelte. Es war das letzte Spiel von Rangnick als Trainer von 96. Xavier wechselte nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit zum AS Rom und von dort aus zum FC Middlesbrough, wo er sich im späteren Verlauf eine 12-monatige Dopingsperre einhandelte. Er ließ seine Karriere 2008 bei LA Galaxy ausklingen. Auch eine Trainerstation war von wenig Erfolg gekrönt: 2013 übernahm er den damaligen Erstligisten SC Olhanense, wurde aber nach 2 Siegen aus 8 Spielen direkt wieder entlassen. Der mittlerweile zum Islam konvertierte nennt sich jetzt Faisal Xavier.

      Nils Pfingsten

      Ebenfalls aus der eigenen Jugend stieß Nils Pfingsten im Sommer 2003 zu den Profis. Allerdings war es auch dem zentralen Mittelfeldspieler nicht vergönnt, Bundesligaluft zu schnuppern. So verließ er 96 ein Jahr drauf und schloss sich dem damaligen Drittligisten Wuppertaler SV an, wo er die nächsten zwei Spielzeiten zu den absoluten Leistungsträgern zählte. Gleiches wiederfuhr ihm in Siegen, wo er sich die nächsten 2 Jahre aufhielt. 2010, nach einer Stippvisite bei den Kickers Emden, bleib er der dritten Liga abermals treu und wechselte zu Rot-Weiß Erfurt, wo er die nächsten 4 Jahre über 140 Pflichtspiele absolvieren sollte. 2014 wechselte er zum Regionalligisten Wacker Nordhausen, für den er momentan noch aktiv ist.

      Vladimir But

      Vladimir But, seines Zeichens fast jüngster Profi, damals mit 17 Jahren bei Borussia Dortmund. Danach wie Zeitgenosse Ibrahim Tanko als ewiges Talent verschrien, wechselte er schließlich nach Freiburg, wo er immerhin überzeugen konnte. Den Wechsel zu 96 im Januar 2004 verstand aber niemand in Hannover so recht, am wenigsten wohl er selbst. Galt als legendär trainingsfaul und so brachte er es immerhin auf 4 Einsätze und eine Torvorlage bei einem ziemlich finsteren 1:4 in Freiburg. Nach 1 1/2 Jahren war das Kapitel 96 beendet und But wechselte zu Shinnik Yaroslavl in die russische Liga. Im weiteren Verlauf seiner Karriere spielte er noch bei den schillernden Weltvereinen Chernomorets Novorossijsk und APO Levadiakos (GRE), ehe er im Sommer 2010 seine Karriere bei OFI Kreta beendete. Zwischendurch machte er nochmal auf sich aufmerksam, indem er 2009 ankündigte, einen Verlag gründen zu wollen, um den russischen Schriftsteller Juri Poljakow in Deutschland zu vermarkten. Der Erfolg dürfte überschaubar gewesen sein, weil es außer einer Bemerkung auf ZEIT online absolut nichts zu diesem Verlag im Netz gibt.


      Denis Wolf

      Das nächste so gepriesene Talent im hannoverschen Bundesligazirkus. Ebenfalls in der Saison 2003/2004 im Profikader gelandet, durfte er immerhin 5 Einsätze bestreiten und im Gegensatz zu seinen ewigen Talentkollegen hat er sogar ein Bundesligator vorzuweisen: Nach Vorlage von Kleber (!) durfte er das spielentscheidende 2:6 in Dortmund erzielen. Ab der nächsten Saison ging er den typisch hannoverschen "faceless heroes-Weg": Magdeburg, Erfurt, zwischendrin mal Düsseldorf. Immer Stammspieler, immer dritte Liga. 2012 unterschrieb er für ein Jahr beim Global FC in seiner Heimat, den Phillippinen. Zurück in Deutschland spielt er seit 2013 beim TSV Havelse in der Regionalliga Nord.


      Clint Mathis

      Der "Clint Commander" kam im Januar 2004 als einer von gefühlt 12 Millionen nachverpflichteten Profis und wurde im Gegensatz zu seinen Kollegen sofort Stammspieler unter Rangnick und später auch unter Ewald Lienen. Dass er es nur auf 20 Spiele (und immerhin 5 Tore) brachte, hat er dem 6. Spieltag der Saison 04/05 zu verdanken. Stinksauer schmorte er beim Spiel gegen Schalke 81 Minuten auf der Bank und als er keine 2 Minuten nach seiner Einwechslung den 1:0-Siegtreffer erzielte, lief er wie ein Berserker zur Bank und tippte vor der Nase von Ewald Lienen auf eine imaginäre Uhr an seinem Handgelenk. Mathis durfte zwar beim nächsten Spiel wieder auflaufen, wurde aber nach einer grottenschlechten Mannschaftsleistung gegen Bielefeld ausgewechselt und kam zu keinem weiteren Einsatz mehr. Noch im gleichen Winter trennten sich die Wege von ihm und 96 und Mathis heuerte bei Real Salt Lake an. 2008 ließ er sich allerdings nochmal in Europa blicken, als er für ein halbes Jahr bei GS Ergotelis in Griechenland aufschlug. Danach ging es für ihn zurück in die MLS, wo er noch für LA Galaxy, Colorado und noch einmal Real Salt Lake auflief. Er beendete seine Karriere nach 44 Länderspielen im Sommer 2010 in Los Angeles. Seit Januar 2014 ist Clint Mathis co-Trainer von Chicago Fire.
      Alter, ist der fett geworden: chicago-fire.com/clint-mathis :schreck:

      Salim Djefaflia

      Eine weitere Perle aus der Kategorie "Transfers, die niemand jemals verstand" war Salim Djefaflia. Nach Aufenthalten in den Niederungen des französischen Ligasystems landete er 2002 bei Union Luxemburg, wo er es in 12 Monaten auf keinen Einsatz brachte. Warum man bei 96 trotzdem zugeschlagen hat - man weiß es nicht. Djefaflia fand sich zu Beginn der Saison 03/04 also im Profikader wieder und durfte bei einem historischen 1:5-Debakel gegen Werder Bremen (ich glaube, Nelson Valdez hat davor und danach nie wieder 2 Tore in der Bundesliga gemacht) immerhin 7 Minuten spielen. Das war's dann aber auch schon wieder und so heuerte er 2004 bei Holstein Kiel an, wo er sich aber auch nicht durchsetzen konnte und meistens in der zweiten Mannschaft spielte. 2006 beendete er im Alter von 28 Jahren seine Karriere. Heute arbeitet Salim Djefaflia als Trainer in einem Fitness-Studio in seinem Heimatort Arles.
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Faceless Heroes - Teil 3

      Julian De Guzman - Ex-96er pflasterten seinen Weg

      Irgendetwas ist schief gelaufen, damals im Sommer 2009 bei Deportivo La Coruna. "Julian hat sich im Vertragspoker mit uns verzettelt", ließ der damalige Manager von Depor, ein gewisser Ricardo Moar wissen. De Guzman, der in 4 Jahren immerhin 100 Spiele für Depor machte, war plötzlich vereinslos und das kann getrost als Karrierebruch angesehen werden, denn danach wechselte er zurück in sein Heimatland, um für den Toronto FC aufzulaufen.
      Die Bundesliga und ganz Hannover staunte im Sommer 2002 nach dem Aufstieg in die Bundesliga über den schmächtigen 21-jährigen Kanadier, der ablösefrei vom damaligen Drittligisten aus Saarbrücken verpflichtet werden konnte und der, zur Überraschung aller mit seiner Übersicht, seinem Talent und seinem unbändigen Willen sofort zum Stammspieler im defensiven Mittelfeld der Roten avancierte. Nach 3 Jahren und über 80 Bundesligaspielen war es fü r96 unmöglich, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern, zumal mit Deportivo La Coruna der letztjährige CL-Halbfinalist anklopfte.
      Nach 3 Jahren in Toronto wechselte De Guzman 2012 zum FC Dallas, wurde da jedoch nicht so ganz glücklich und landete überraschend im Januar 2013 wieder in Deutschland, diesmal beim Zweitligisten Jahn Regensburg, deren Manager damals übrigens Schlangen-Franz Gerber war. Übrigens von Kostas Konstantinidis wurde er nach dem Abstieg von Jahn in die dritte Liga nach Griechenland zu Skoda Xanthi gelockt. Nach der letzten Spielzeit lange vereinslos, schloss sich der mittlerweile 34-jährige im März 2015 dem Ottawa Fury FC an, der in der NASL kickt, der zweiten Liga Nordamerikas.
      Übrigens: Als sein Bruder Jonathan noch bei Feyenoord spielte, hatte 96 mal die Gelegenheit ihn zu verpflichten. "Er passt nicht in unser Anforderungsprofil", war aus Reihen der Roten zu hören. Jonathan spielt heute beim SSC Neapel und ist bei der WM für die Niederlande aufgelaufen.

      Stanko Svitlica

      Auch über ihn haben wir in der Winterpause 2004 recht gut gestaunt und eine gwisse Erwartungshaltung an den Tag gelegt, kam da doch für schlappe 200.000€ der amtierende Torschützenkönig der polnischen Liga zu den Roten, der in 60 Spielen für Legia Warschau immerhin 40 Tore erzielt hat. Gleich in seinem ersten Spiel für 96 erzielte er dann auch ein Tor. Es sollte sein einziges bleiben, denn er brachte es lediglich auf 114 Spielminuten. Wie so viele vor der Saison oder im Winter geholte "Rangnick-Spieler" erteilte ihn auch das Schicksal, dass Neu-Trainer Ewald Lienen keinen Pfifferling auf ihn setzte. So wurde er im Sommer 2004 dann auf Leihbasis zum damaligen Zweitligisten LR Ahlen abgeschoben, für die er in insgesamt 38 Spielen in den nächsten 2 Saisons immerhin 11 Tore schoss. 2006 ging er zurück nach Polen und wollte Wisla Krakau verstärken. 2 Spiele, 0 Tore. 2007 ging er wieder in seine serbische Heimat zurück, wo er beim FK Srem 2010 seine Karriere beendet. Heute ist Stanko Svitlica als Spielerberater tätig.


      Fabian Montabell

      Im Gegensatz zu vielen andernen Kaderauffüllern aus der eigenen Jugend, wurde Fabian Montabell sogar so etwas wie Talent nachgesagt. Neben seinem Talent entwickelte er aber auch ein übergroßes Ego, das ihm regelmäßig mächtig im Weg stand. Insgesamt stand er 3 Jahre im Profikader, brachte es aber nur auf 6 Bundesligaeinsätze. Nach einem weiteren Jahr bei den Amas folgte 2008 der Wechsel nach Erfurt, wo er aber auch hauptsächlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam. Erst bei Fortuna Köln lief es besser für ihn, in insgesamt 95 Spielen in 4. und 5. Liga schoss er insgesamt 35 Tore. 2013 schloss auch Montabell sich dann dem "Projekt Lotte" an, dieses war nach einer Saison aber auch wieder beendet. Seit 2014 steht er beim Regionalligisten TuS Koblenz unter Vertrag.

      Blaise Nkufo - sie haben ihm ein Denkmal gebaut

      Begibt man sich etwas jenseits der niederländisch-deutschen Grenze auf Spurensuche zu Blaise Nkufo, ist es relativ wahrscheinlich, dass Leute einen spontanen Kniefall hinlegen oder in Tränen ausbrechen. In Enschede hat Blaise Nkufo Gottstatus, den er sich in 7 Jahren redlich erarbeitet hat. Nkufo erzielte für den Club aus der Eredivisie in 223 Spielen 114 Tore und ist damit Rekordtorschütze des Clubs. Nkufo feierte mit Twente 2010 die erste Meisterschaft des Vereins seit 74 Jahren. Ihm zu Ehren stellten die Fans 2010 eine Nkufo-Statue vor dem Haupteingang des Stadions auf.
      Zu 96 kam Nkufo mit der Empfehlung von 20 Toren aus 1 1/2 Jahren in Mainz und stellte vor der ersten Saison in der Bundesliga den Königstransfer dar. Schnell wurde allerdings festgestellt, dass er mit Rangnicks Spiel nicht zurechtkam und gegen den flugs nachverpflichteten Fredi Bobic konnte er sich nicht durchsetzen. Nkufo ging im Sommer 2003 nach Enschede, der Rest ist Geschichte. Heute lebt Nkufo in Kanada und ist für den FC Twente als Nordamerika-Scout tätig.

      Kai Oswald

      Kai Oswald kam nach dem Aufstieg 2002 und sollte den unerfahrenen Kader mit seiner Erstligaerfahrung stabilisieren. Immerhin hat er zuvor 3 Jahre lang in Rostock zur Stammelf gehört. Nur wie seine Kollegen Nkufo und zuerst auch Jiri Stajner konnte er sich in Hannover nicht durchsetzen und so blieb es bei zwei Bundesligaeinsätzen im Dress der Roten. Am Ende der Saison wurde er frustriert zum MSV Duisburg verliehen und 2004 wechselte er ablösefrei zum Karlsruher SC. Auch dort konnte Oswald sich in 18 Monaten keinen Stammplatz erkämpfen und zog im Januar 2006 weiter nach Unterhaching, wo er Stammspieler war. Im Januar 2007 wechselte er zum Ligakonkurrenten Carl-Zeiss Jena, wo er im ersten und einzigen Spiel ein Eigentor erzielte und sich danach das Kreuzband riss. 2008 beendete Oswald seine Karriere. Nach verschiedenen Stationen als Jugendtrainer beim VfB Stuttgart ist er ab der nächsten Saison für die B-Jugend der Schwaben zuständig.
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Was für ein grandioser Thread. Danke schon mal dafür, ich hoffe dass ich die nächsten Tage Zeit finde da noch ein bisschen was hinzuzufügen... :)

      Bei Xavier ist allerdings ein Fehler unterlaufen. Das Tor auf dem Bökelberg hat Igor Demo geschossen und ich bin echt sicher, dass es nicht geregnet hat... Ich kann mir normalerweise nicht mal merken was ich gefrühstückt habe, aber bei 96 hab ich ein monströses Gedächtnis |-) :D
    • Hannoi1896 schrieb:

      Das Tor auf dem Bökelberg hat Igor Demo geschossen


      Ernsthaft? Aber das war doch ne direkte Ecke, oder bin ich da jetzt so vernebelt, dass ich nur dachte, dass die damals reingegangen wäre?! Geregnet hat's aber durchaus. Aber wurscht. ;)
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Kampfkater schrieb:

      Hannoi1896 schrieb:

      Das Tor auf dem Bökelberg hat Igor Demo geschossen


      Ernsthaft? Aber das war doch ne direkte Ecke, oder bin ich da jetzt so vernebelt, dass ich nur dachte, dass die damals reingegangen wäre?! Geregnet hat's aber durchaus. Aber wurscht. ;)


      Nach 'ner Ecke war es, die kam auch scharf vors Tor, aber der andere Blödmann hatte da noch seinen Kürbis dran, da bin ich sicher :D Das mit dem Regen kann aber sein, ich bin damals auch echt übel durch eine Grippe geschwächt gewesen und konnte nur dank Medikamenten und 'ner Menge Bier im Block stehen, da ist einem Regen dann eher mal egal |-)
    • Faceless Heroes - Teil 4

      Frank Juric

      Frank Juric ist so etwas wie der ewige Ersatzkeeper der Bundesliga und diese Rolle hatte er ab 2004 auch hinter Robert Enke inne. Ein Bundesligaeinsatz für 96 war im vergönnt. Am 33. Spieltag 05/06 stand er im Borussia-Park zwischen den roten Pfosten. Vor 96 spielte er bereits bei Fortuna Düsseldorf und Bayer Leverkusen. In insgesamt 11 Jahren in Deutschland kam er allerdings nur auf bescheidene 12 Bundesligaspiele. Im Sommer 2008 wechselte Juric zurück nach Australien, wo er im Januar 2009 in Diensten von Perth Glory seine Karriere beendete. Bis 2010 war er im Verein als Torwarttrainer angestellt. Seit 2012 ist Frank Juric Co-Trainer bei den Melbourne Knights.

      Sören Halfar

      Bereits als 17-jähriger landete Halfar 2004 in der Profimannschaft von 96 und konnte den damals verletzungsbedingt ausfallenden Michael Tarnat würdig vertreten. Die Verletzungen waren es allerdings, die dem durchaus talentierten Halfar dauernd im Weg standen und so brachte er es nur auf 17 Bundesligaspiele in 3 Jahren 96. 2007 wurde er nach Paderborn verliehen, für die er insgesamt 3 Jahre in 2. und 3. Liga spielte. Nach einer weiteren Saison in Burghausen ging er 2011 nach Sandhausen, mit denen er 2013 den Zweitligaaufstieg feierte. Sein Vertrag dort wurde allerdings nicht verlängert. Seit 2013 ist er nirgends mehr in Erscheinung getreten und hat auch keine Spuren im Netz hinterlassen.

      Markus Schinner

      Schinner war 2004/2005 ein weiterer klassischer Kaderauffüller aus der eigenen Jugend. Ohne Einsatz kehrte er in der folgenden Saison zur zweiten Mannschaft zurück und wagte 2006 den Sprung nach Bayern zum Regionalligisten FC Ismaning. Nur ein Jahr später kehrte er wieder nach Niedersachsen zurück und spielte zwei Jahre für Cloppenburg. Nach weiteren zwei Jahren für den SC Langenhagen hing er seine Fußballschuhe an den Nagel. Schinner arbeitet heute als Speditionskaufmann.

      Ricardo Sousa

      Das "Sahnehäubchen", wie Manager Ilja Kaenzig seinen Neuzugang von Boavista Porto vorstellte, sollte das Negativbeispiel für überzogene Erwartungen schlechthin werden. Warum er, obwohl schon Mitte 20, als Megatalent angepriesen wurde, weiß wohl keiner so genau. Er hat eine Saison bei Boavista gespielt und da auch nicht unbedingt geglänzt und hatte noch kein A-Länderspiel vorzuweisen. Wahrscheinlich hat Kaenzig sich damals von der EM-Euphorie um Portugal anstecken lassen. Sousa kam im ersten Halbjahr unter Ewald Lienen zu ganzen 5 Einsätzen und wurde im Winter zu De Graafschap in die Eredivisie verliehen. Unter Neururer lief es 05/06 etwas besser, Sousa kam immerhin auf 14 Spiele und 2 Tore für die Roten. Schnell jedoch wurde klar, dass er nicht das Zeug dazu hatte, der hannoversche Spielgestalter der nächsten Jahre zu werden und so wurde er im Sommer 2006 erneut verliehen, wo er aber auch nur 3 Scorerpunkte erzielen konnte. Sein Vertrag wurde nach der Rückkehr im Sommer 2007 aufgelöst und Sousa wechselte für ein halbes Jahr nach Zypern. Im Winter 2008 wurde er überraschend vom Zweitligisten Kickers Offenbach verpflichtet, konnte aber den Abstieg in die 3. Liga nicht verhindern und wechselte im gleichen Sommer zurück nach Portugal. Stammspieler wurde er nirgends mehr, auch bei einem 4-Monates-Engagement in der Slowakei nicht. Seit 2013 spielt Sousa beim Drittligisten Grupo Desportivo da Gafanha.
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Hier könnte man auch mal weitermachen...

      Hendrik Hahne

      Hendrik Hahne kam aus der eigenen Jugend in den Profikader und seine Berufung macht das ganze Dilemma der damaligen 96-Nachwuchsarbeit deutlich. Er soll wohl schon eines der größeren Talente gewesen sein, brachte es dann aber auch nur auf 7 Erstligaeinsätze ohne Tore und sonstige Meriten. Von den Amateuren wechselte er 2010 für ein Jahr nach Babelsberg, konnte sich beim damaligen Drittligisten aber nicht durchsetzen. Der Plan, sich einem anderen Drittligisten anzuschließen, ging nicht auf und so wechselte er für ein Jahr zum Landesligisten 1. FC Wunstorf, ehe Hahne 2012 die Fußballschuhe an den Nagel hing. Im Jahr 2014 kam er mit dem TSV Bemerode in Kontakt und spielt seitdem dort in der Bezirksliga. Parallel ist Hahne als Immobilienkaufmann tätig.

      Sebastian Stachnik

      Wer?

      Stachnik kam 2006 von Herthas Amateuren zu 96 und wurde sogleich in den Profikader befördert. Diesen durfte er ein Jahr später ohne Einsatz wieder verlassen und er landete bei den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern. Nach 2 Jahren und immerhin 8 Bundesligaspielen ging es weiter zu Rot-Weiß Essen und später zu den Sportfreunden Lotte, wo er zum Leistungsträger avancierte. Dies verschaffte ihm ein zweijähriges Engagement beim niederländischen Zweitligisten Helmond Sport, wo er in 45 Spielen auf immerhin 25 Scorer-Punkte kam. 2013 ging er zurück in seine Heimat Berlin und schloss sich dem Regionalligisten VIktoria an, für deren zweite Mannschaft er heute noch die Stiefel schnürt.

      Gunnar Heidar Thorvaldsson

      Thorvaldsson muss eine Beraterin gehabt haben und irgendjemand in unserer Scoutingabteilung muss die Tante rattenscharf gefunden haben. Anders kann ich mir diese Verpflichtung bis heute nicht erklären. Mit der "Empfehlung" von 2 Toren in 6 Spielen der schwedischen Liga kam Thorvaldsson 2006 zu uns, nur um dann zu beweisen, dass er der Bundesliga zu keiner Zeit gewachsen war. 7 Kurzeinsätze und 212 Minuten später verließ Thorvaldsson 96 erst leihweise nach Oslo und dann nach Esbjerg. Von dort wurde er sogar mal zum FC Reading ausgeliehen, spielte dort aber noch weniger, als bei 96. Es folgten Stationen in Fredrikstad (NOR), Norrköping (SWE), wo er immerhin in 2 Jahren 34 Tore schoss, es dann aber unbedingt in der Türkei probieren musste. Da waren die Dollarzeichen wohl größer als der Verstand. Logisch, dass das Engagement bei Konyaspor ebenso scheiterte, wie sein vergeblicher Versuch, zurück in Schweden beim BK Häcken an seine Erfolge aus Norrköping anzuknüpfen. Seit 2014 ist er wieder auf Island und kickt dort für seinen Jugendverein IBV
      Vestmannaeyjar.


      Morten Jensen

      Stand dann doch immerhin 5 Jahre im Profikader, durfte aber nur zwei Mal zwischen die Pfosten. Gerade das erste Spiel gegen Leverkusen treibt einem heute noch die Schweißperlen auf die Stirn und die Pillen fragen sich sicher heute noch, wie die dieses Spiel nicht gewinnen konnten. Nach Zwischenstationen in Kassel und Kiel stand Jensen 3 Jahre beim SV Elversberg im Tor, ehe er sich vor der aktuellen Saison dem TSV Havelse anschloss und dort Stammtorwart ist.


      Moritz Marheineke

      Sein Job bei 96: Kader auffüllen. Spielte ausschließlich bei den Amas, das aber zumindest solide. Wechselte 2008 dann nach Lübeck und ist dort seitdem unangefochtener Stammspieler mit über 250 Einsätzen. Wenn ich wenig zu schreiben habe, kann man das durchaus als Auszeichnung sehen. Immerhin ist Marheineke nicht planlos über die Dörfer getingelt, wie sein nächster Kollege...


      Tobias Willers

      hat auch kein Spiel für 96 gemacht und sich 2007 nach Kassel verabschiedet. Danach ging es nach Wuppertal, Lotte, Oberhausen, RattenBall, nochmal nach Lotte und seit 2014 kickt Willers sogar regelmäßig beim Vfl Osnabrück.


      Timo Nagy (sprich: Notsch)

      Noch so ein riesiges Talent, das da im Januar 2007 aus Burghausen geholt wurde. Gespielte Minuten in der Bundesliga: Null! Dann nochmal nach Burghausen verliehen, nach Unterhaching gewechselt, von dort ging es nach Jena und zum SV Wehen-Wiesbaden, wo Nagy 2012 seine Karriere beendete. Heute arbeitet Nagy als Filialleiter einer Fitnesskette in seiner Heimat Niederbayern.

      Ferhat Bikmaz

      Das nächste große Ding aus unserer Talentschmiede der 200er Jahre. Immerhin war Bikmaz mit der Türkei U17-Europameister und hat alle Jugendnationalmannschaften dort durchlaufen. Bikmaz durfte 2008 sogar mal für 14 Minuten Bundesliga spielen und helfen, ein 2:0 gegen Leverkusen über die Zeit zu bringen. Danach wechselte er für 3 Jahre in die Türkei zu Sivasspor, konnte in dem Zeitraum aber nur 14 Spiele absolvieren. Vier ganze Wochen hat er es danach bei Akhisarspor ausgehalten, ehe es ihn wieder in die Heimat verschlug. Für ein halbes Jahr spielte er in Wunsdorf, dann ein weiteres halbes Jahr für den VfB Oldenburg und 2013/14 für den TSV Havelse. Von dort ging es 2014 zum OSV in die Landesliga, wo er zusammen mit einem gewissen Fabian Ernst spielt.

      Christoffer Andersson

      Noch so ein riesiges nordisches Talent war Christoffer Andersson, der als Wunschtransfer von Peter Neururer vor der Saison 06/07 kam und sofort auf Cherundolos RV-Position gestzt wurde. Ein desolates 0:3 gegen Aachen (!) besiegelte dann das Schicksal von beiden, wobei Andersson unter Hecking immerhin noch 2x als Linksverteidiger aufgestellt wurde. Danach blieb es bei einem Kurzeinsatz und am Ende der Saison verabschiedete sich Andersson Richtung Schweden. Er spielte insgesamt 7 1/2 Jahre für Helsingborgs IF und machte in der Zeit über 270 Pflichtspiele für den Verein und absolvierte insgesamt 24 Länderspiele. Nach einer Saison bei Halmstad beendete Andersson im letzten Sommer seine Karriere.

      Johannes Dietwald

      Dietwald durfte im August 2005 für 3 Minuten Bundesligaluft schnuppern, kam danach aber auch nur bei den Amas zum Einsatz. Entgegen seiner Kollegen ersparte er sich die Tingelei über die Dörfer, entschied sich 2007 die Profikarriere sein zu lassen und begann ein BWL-Studium. Seinem Hobby ging er lange Zeit beim Bezirksligisten TSV Mühlenfeld nach.


      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Tim Hofmann


      Kam im Sommer 2008 aus der zweiten Mannschaft zu den Profis, kam aber zu keinem Einsatz. Nach immerhin 3 Jahren im Kader ging Hofmann im Winter 2012 nach Wilhelmshaven und blieb dort 1 1/2 Jahre. Dort war er, wie auch an seiner nächsten Station Cloppenburg Stammspieler, ehe er im Sommer 2014 eine Auszeit vom Fußball nahm, um sich auf sein Studium der Psychologie zu konzentrieren und ein Auslandssemester in Australien zu verbringen. Seit 2015 spielt er für den Landesligisten TSV Pattensen.

      Leon Balogun


      Balogun kamaus der Hertha-Jugend und hat in 2 Jahren bei 96 nur 3 Pflichtspiele für die Profis gemacht. Das gleiche Schicksal ereilte ihn in Bremen, ehe er von dort zum Bundesligaaufsteiger nach Düsseldorf wechselte. Dort war er Stammspieler und ging mit der Fortuna auch ein Jahr in die 2. Liga, ehe er ligaintern nach Darmstadt wechselte und mit seinen 4 Toren in 21 Spielen maßgeblich zum Bundesligaaufstieg beitrug. Balogun zog weiter nach Mainz, wo er sogar sowas wie Stammspieler ist. Wer diese 3 Spiele von ihm damals bei uns gesehen hat, hätte das nie für möglich gehalten und ihn irgendwo zwischen Lehrte 06 und Havelse einsortiert. Balogun hat bisher 8 Länderspiele für Nigeria absolviert.

      Benjamin Lauth

      ...hat in der 1. und 2. Liga tatsächlich insgesamt 328 Spiele bestritten und dabei 96 (!) Tore erzielt. Bilanz bei uns: Knapp vor Vladimir But - 21 Spiele und ne Vorlage. Ging dann nach einem Jahr zurück nach München Blau, wo er weitere 6 Jahre spielte, ehe er seine Karriere bei Ferencvaros Budapest ausklingen ließ und selbige 2015 beendete. Nach dem Karriereende machte Lauth seinen Jugendtrainerschein, studierte Sportmanagement und ist als Co-Kommentator für DAZN tätig.

      Mikael Forssell


      Der beste Fußballer Finnlands nach Jari Litmanen. Was der am Ball konnte, war schon krass und was habe ich mich damals gefreut, als er zu uns kam. Nur galt er schnell als ewiges Talent, das wohl den Fehler gemacht hat, zu früh zu einem Top-Klub zu wechseln. Dazu kam eine beispiellose Verletzungsanfälligkeit mit gefühlt 5 Kreuzbandrissen. Allein für 96 war er eine ganze Saison nicht verfügbar. Von seinem Jugendverein HJK Helsinki startete er 1998 (mit 17!) in die große weite Welt und landete beim Chelsea FC. Dort konnte er sich freilich nie durchsetzen und wurde in den nächsten Jahren immer wieder verliehen. Crystal Palace, Birmingham City und in Mönchengladbach schwärmen sie heute noch von seinen 7 Toren in der Rückrunde 2002/2003. 2011 wechselte Forssell von uns nach Leeds, von dort zurück nach Helsinki und 2014 stand er plötzlich in Bochum auf der Matte, war dort aber auch gleich ein halbes Jahr verletzt. Zuletzt war Forssell wieder bei HJK tätig, ehe er im Januar 2017 (die finnische Liga spielt nach dem Kalenderjahr) wieder vereinslos wurde. Parallel absolvierte Forssell ein Sportmanagement-Studium.


      Sal Zizzo


      Brachte mit Mikael Forssell den Swag in die Town, bevor irgendwer überhaupt wusste, was das ist. War also seiner Zeit ein wenig voraus. Fiel in seinen 3 Jahren bei 96 eigentlich nur dadurch auf, dass er und Forssell sich von Zizzos heißer Schnitte (Reality-TV-Sternchen Destiny Moniz) für Youtube filmen ließen, wie sie irgendeinen Blödsinn anstellten. Leider sind die Videos mittlerweile gelöscht. Konnte außerdem: über seine neuen Schuhe twittern, trotz Verletzung sich irgendwo beim Feiern erwischen lassen, einigermaßen schnell laufen. Konnte nicht: Länger als 2 Wochen am Stück nicht verletzt sein, sich bei 96 durchsetzen, nach Düsseldorf wechseln, weil deren Ärzte was gefunden haben, was Dr. Wego verborgen blieb.

      Wechselte 2010 in die USA, tingelte dort 4 Jahre durch die Liga und spielt seit 2014 einigermaßen stabil für die New York Dead Bulls. Nebenbei tritt er zusammen mit seiner Frau in einer amerikanischen TV-Show auf. Zu seiner Zeit bei Sporting Kansas City drehte er zusammen mit Benny Feilhaber (ex HSV) eine Reality-Show über das Team.

      Bastian Schulz

      Der zentrale Mittelfeldspieler kam 2008 aus der zweiten Mannschaft zu den Profis und wurde zur Überraschung der meisten Fans sofort Stammspieler. Entschied sich nach einer Saison aber dennoch für einen Neustart in Liga 2 und unterschrieb beim 1. FC Kaiserslautern. Dort konnte er sich allerdings nicht durchsetzen, auch weil ihn ein Kreuzbandriss nach einer guten Halbserie außer Gefecht setzte und machte in 2 Jahren nur 23 Spiele. 2011 wechselte er zu Rattenball Leipzig und war dort 3 Jahre Stammspieler, ehe er 2014 für 2 Jahre bei Wolfsburg II. anheuerte. Von dort wechselte Schulz im letzten Sommer nach Osnabrück und ist dort zusammen mit Kollege Willers Stammspieler.

      Gaetan Krebs

      Wurde Gerüchten zufolge nur verpflichtet, damit Altin Lala nicht mehr der kleinste Spieler im Kader war. Kam 2007 aus Straßburg und machte in 2 Jahren nur 20 Ligaspiele für 96, auch weil er gern mal verletzt war. Konnte gut mit dem Ball umgehen, sein Körper war aber für Liga 1 definitiv nicht geeignet. Ging dann 2009 nach Karlsruhe, wo Krebs auch heute noch spielt.
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Kampfkater schrieb:


      Sal Zizzo


      Brachte mit Mikael Forssell den Swag in die Town, bevor irgendwer überhaupt wusste, was das ist. War also seiner Zeit ein wenig voraus. Fiel in seinen 3 Jahren bei 96 eigentlich nur dadurch auf, dass er und Forssell sich von Zizzos heißer Schnitte (Reality-TV-Sternchen Destiny Moniz) für Youtube filmen ließen, wie sie irgendeinen Blödsinn anstellten. Leider sind die Videos mittlerweile gelöscht. Konnte außerdem: über seine neuen Schuhe twittern, trotz Verletzung sich irgendwo beim Feiern erwischen lassen, einigermaßen schnell laufen. Konnte nicht: Länger als 2 Wochen am Stück nicht verletzt sein, sich bei 96 durchsetzen, nach Düsseldorf wechseln, weil deren Ärzte was gefunden haben, was Dr. Wego verborgen blieb.

      Wechselte 2010 in die USA, tingelte dort 4 Jahre durch die Liga und spielt seit 2014 einigermaßen stabil für die New York Dead Bulls. Nebenbei tritt er zusammen mit seiner Frau in einer amerikanischen TV-Show auf. Zu seiner Zeit bei Sporting Kansas City drehte er zusammen mit Benny Feilhaber (ex HSV) eine Reality-Show über das Team.

      ...

      Gaetan Krebs

      Wurde Gerüchten zufolge nur verpflichtet, damit Altin Lala nicht mehr der kleinste Spieler im Kader war. Kam 2007 aus Straßburg und machte in 2 Jahren nur 20 Ligaspiele für 96, auch weil er gern mal verletzt war. Konnte gut mit dem Ball umgehen, sein Körper war aber für Liga 1 definitiv nicht geeignet. Ging dann 2009 nach Karlsruhe, wo Krebs auch heute noch spielt.

      ;D ;D
    • Update:

      Sören Halfar ist mittlerweile Co-Trainer in Havelse.

      Fabian Montabell spielt beim FC Hennef in der Mittelrheinliga (5. Liga) und ist im Außendienst tätig.
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind