Auschwitz, 70 Jahre danach- und wir...

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    • Perversion ist dem Menschen inhärent und völlig unabhängig von Gesellschaftssystemen, die tragen aber dazu bei, dieser immanenten Sucht nach Macht und Gier einen gesellschaftspolitischen Anstrich zu geben.

      Die übelste Form dieser "schweren Störung" war der Nationalsozialismus. Maschinelles Töten durch gefühlose "Herrenmenschen" und ihrer Hintermänner.

      Nichtdestotrotz kann der Exodus von Andersdenkenden immer wieder geschehen, nimm den IS in Raqua, nimm die 46 verbrannten mexikanischen Studenten, nimm Boko Haram, Abschlachten von Individuen in brutaler Gleichgültigkeit, nimm....

      Nochmal der bekannte Joke, der keiner ist: unterhalten sich zwei Planeten, sagt der Eine: "Du siehst aber schlimm aus". Darauf der Andere: "ich hab mir einen Virus eingefangen." "Ja, was denn für einen?" . "Der heisst Homo Sapiens." "Ach der, geht vorbei, geht vorbei."

      Niemand von uns kann ermessen, was Krieg bedeutet, was Töten bedeutet, wir sitzen in einem Glaspalast und diskutieren über Vergangenheit und Gegenwart über das menschliche Elend der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

      Die industrielle Ermordung von Millionen von Menschen durch die Nationalsozialisten hebt diesen Massenmord von anderen Abschlachtungen ab, die sollte man den jungen Menschen immer wieder ins Bewußtsein bringen, unabhängig von Idendität und Herkunft. Das sollte man in Stein meisseln!!!!!!!

      Schaut an, was unsere Spezies angerichtet hat und anrichtet, ich hab keine Hoffnung auf Besserung.

      Wir sind schon ein übles Glied am Ende der Nahrungskette.
      Anar kaluva tielyanna
    • Ricardo schrieb:

      Sind sie doch.
      Zumindest kenne ich das nicht anders.
      Wir haben etliche Bücher gelesen, die die Zeit behandelten, aber nie Anne Frank. Und auch keine Gedenkstätte besucht

      Ricardo schrieb:

      Diese Behauptung habe ich schon oft gehört, aber noch niemand konnte mir dafür einen Beweis liefern.
      Wo hast du deine Information her?
      Die Generäle des Stabs und andere Hitler nahestehende haben sehr viel über Hitler schriftlich festgehalten. Darin sind viele Symptome von psychischen Störungen beschrieben, vor allem der Grössenwahn dürfte bekannt sein. Darüber hinaus wird auch von einer Drogensucht ausgegangen, was u.a. auch anhand der Generalstabsberichte vermutet wird. Sein Hass auf die Juden wird auch als krankhafter Hass beschrieben

      Aber man darf nicht den Fehler machen, das alles auch psychische Störungen Hitlers zu schieben. Zum einen begann es schon, bevor psychische Störungen beschrieben wurden und zum anderen hat er es nicht alleine ausführen können. Gerade der Holocaust ist nicht nur in Hitlers Kopf entstanden, da waren andere beteiligt, wie Göring, Heydrich, Eichmann und Höss und es gab keine wirkliche Gegenwehr gegen die Vernichtung
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Ricardo schrieb:

      katsche schrieb:


      Ric: die Aussage über Hitler ist etwas manipulativ, es ist die Ebene wo man politische Gegner, die alles negieren, antreffen kann. Dr kleinste gemeinsame Nenner. Da verbiege ich mich dann schon mal, gebe ich zu.
      Kommst du gleich mit Dr Systemkeule wird's schwierig. Natürlich war Hitler eine Kreatur des Systems und kein schizo auf LSD


      Man sollte dort einfach aufpassen.
      Ich halte es für sehr gefährlich, Hitler als verrückt darzustellen.
      Viele tun das meinen Beobachtungen nach, um eine Erklärung zu finden und Distanz zu schaffen.
      DIe Botschaft, die mitschwingt, ist: Wir sind nicht wie er, wir können nie so werden.
      Aber das ist falsch.

      Richtig. Interessant ist hierzu dieser Wikipedia-Artikel: Psychopathographie Adolf Hitlers
      Kurzfassung: Fast alle möglichen psychischen Krankheitsbilder wurden diskutiert und widerlegt.
    • meningus schrieb:

      Richtig. Interessant ist hierzu dieser Wikipedia-Artikel: Psychopathographie Adolf Hitlers
      Kurzfassung: Fast alle möglichen psychischen Krankheitsbilder wurden diskutiert und widerlegt.

      Das ist so nicht ganz richtig. Nirgends wurden alle Thesen widerlegt. Es gibt lediglich Thesen und Antithesen, wobei die unten genannten Autoren, die ihm von psychischen Störungen frei sprachen, bis auf einen Historiker und keine Ärzte waren. Es gibt viel Literatur (die da auch genannt ist), die psychische Störungen anhand von Augenzeugenberichten und Aufnahmen herausgestellt haben. Diese wurden von anderen Autoren unterstützt. Es wurden aber nur wenige dieser Thesen wirklich widerlegt
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Bei uns in der Schule wurde das Thema jedenfalls sehr intensiv behandelt, teilweise in 3 Fächern gleichzeitig, vermutlich u.a. weil die Schule auch nach einem Opfer der Nazis benannt waar (und ist).
      Lagerbesuche im Umkreis Hamburgs hatten wir einige, wobei die meisten nur noch kleine Gedenkstätten sind und am Ende meiner Schulzeit waren wir noch in Theresienstadt.

      Was Hitler angeht, zum Ende seines Lebens war er definitiv krank, an Körper und sicher auch an Psyche. Schwerer ist die Zeit vor dem Krieg zu beurteilen. Am Ende ist es auch nicht wirklich wichtig, was wichtig ist meines Erachtens nach ist der Entmenschlichung seiner Person entgegenzuwirken. Die sehe ich als gefährlich an.

      Am Rande bemerkt, vielleicht bin ich zu zynisch was das angeht, aber so gesehen hatten die Gruppen die Opfer des Nationalsozialismus wurden noch "Glück". Wenn nicht Polen zwischen Hitler und den Kommunisten gelegen hätte, wer weiß auf welcher Seite der Rest Europas gestanden hätte. Wenn man sich die Geschichte so betrachtet fehlt mir persönlich jedenfalls der Glaube das irgendein Staat zur Rettung "der Juden" oder gar der Kommunisten in den Krieg gezogen wäre. Dazu muss man sich ja eigentlich nur ansehen was viele auch heutzutage noch, bei heutigen Konflikten, als "so ist das halt im Krieg" abtun.
    • Giancarlo schrieb:

      meningus schrieb:

      Richtig. Interessant ist hierzu dieser Wikipedia-Artikel: Psychopathographie Adolf Hitlers
      Kurzfassung: Fast alle möglichen psychischen Krankheitsbilder wurden diskutiert und widerlegt.

      Das ist so nicht ganz richtig. Nirgends wurden alle Thesen widerlegt. Es gibt lediglich Thesen und Antithesen, wobei die unten genannten Autoren, die ihm von psychischen Störungen frei sprachen, bis auf einen Historiker und keine Ärzte waren. Es gibt viel Literatur (die da auch genannt ist), die psychische Störungen anhand von Augenzeugenberichten und Aufnahmen herausgestellt haben. Diese wurden von anderen Autoren unterstützt. Es wurden aber nur wenige dieser Thesen wirklich widerlegt

      Danke für die Korrektur :)
    • Sather schrieb:

      Wenn man sich die Geschichte so betrachtet fehlt mir persönlich jedenfalls der Glaube das irgendein Staat zur Rettung "der Juden" oder gar der Kommunisten in den Krieg gezogen wäre. Dazu muss man sich ja eigentlich nur ansehen was viele auch heutzutage noch, bei heutigen Konflikten, als "so ist das halt im Krieg" abtun.

      Nachdenkenswert in Bezug auf deine Aussage ist die Frage, warum weder die Allierten noch die Russen die Gleisanlagen vor den KZ`s zerbombt haben.

      Seit 1942 war Deutschland kartografisch aus der Luft analysiert. Keines der Lager, außer Nordhausen, war irgendwie versteckt, sondern frei sichtbar.
      Anar kaluva tielyanna
    • men`s world schrieb:

      Sather schrieb:

      Wenn man sich die Geschichte so betrachtet fehlt mir persönlich jedenfalls der Glaube das irgendein Staat zur Rettung "der Juden" oder gar der Kommunisten in den Krieg gezogen wäre. Dazu muss man sich ja eigentlich nur ansehen was viele auch heutzutage noch, bei heutigen Konflikten, als "so ist das halt im Krieg" abtun.

      Nachdenkenswert in Bezug auf deine Aussage ist die Frage, warum weder die Allierten noch die Russen die Gleisanlagen vor den KZ`s zerbombt haben.

      Seit 1942 war Deutschland kartografisch aus der Luft analysiert. Keines der Lager, außer Nordhausen, war irgendwie versteckt, sondern frei sichtbar.


      Hm, das klingt nach einem ziemlich harten Vorwurf. Habe ich mir noch nie drüber Gedanken gemacht. Blöde Frage: Wussten die Alliierten denn frühzeitig, was in den KZs "abgeht", also wer genau dorthin gebracht wurde?
      SCV und der FC
    • SCVe-andy schrieb:

      men`s world schrieb:

      Sather schrieb:

      Wenn man sich die Geschichte so betrachtet fehlt mir persönlich jedenfalls der Glaube das irgendein Staat zur Rettung "der Juden" oder gar der Kommunisten in den Krieg gezogen wäre. Dazu muss man sich ja eigentlich nur ansehen was viele auch heutzutage noch, bei heutigen Konflikten, als "so ist das halt im Krieg" abtun.

      Nachdenkenswert in Bezug auf deine Aussage ist die Frage, warum weder die Allierten noch die Russen die Gleisanlagen vor den KZ`s zerbombt haben.

      Seit 1942 war Deutschland kartografisch aus der Luft analysiert. Keines der Lager, außer Nordhausen, war irgendwie versteckt, sondern frei sichtbar.


      Hm, das klingt nach einem ziemlich harten Vorwurf. Habe ich mir noch nie drüber Gedanken gemacht. Blöde Frage: Wussten die Alliierten denn frühzeitig, was in den KZs "abgeht", also wer genau dorthin gebracht wurde?

      Meine spätestens 44 war das ziemlich gut bekannt, da es ja durchaus erfolgreiche Fluchtversuche hab, gerade nach Aufständen in den Lagern die es in dem Zeitraum gab.
      Über die effektivität von Attacken auf die Lager wurde glaub ich damals auch debattiert. Müsste da aber auch genauer Nachforschen warum man zum Entschluss kam nichts zu tun.
    • Natürlich, denn das Rote Kreuz aus Schweden und der Schweiz verkehrten regelmäßig in den Lagern, zwar nur in den "geschönten" wie Theresienstadt aber schon allein aus der Vermutung des Massenmords hätten die Bomber oder Jagdflieger die Zugangswege nachhaltig zerstören können.
      Anar kaluva tielyanna
    • Hm, ein Querlesen im Netz lässt mich doch daran zweifeln @men's world:
      Eisenbahnenstrecken liessen sich anscheinend innerhalb von Tagen Stunden wiederherstellen, eine konstante Unterbrechung der Wege hätte ein konstantes Bombardement benötigt, wobei hinzukommt das Allierte Bomberverände dazu das gesamte Feindesland hätten überfliegen müssen. Das wäre eine Ressourcenbindung ohne gleichen gewesen, vermutlich verbunden mit hohen Verlusten und Zweifelhaften Nutzen, da die Deutschen dann u.U. eben auf andere Lager ausgewichen wären.
    • bei der militärischen Macht der Alliierten und der Ressourcenproblematik der Nazis ab 1943 wäre es ein leichtes mit einer 1000 kg Bombe das Gleis auf einen KM Länge nachhaltig zu zerstören, es hätte Wochen, wenn nicht Monate gedauert, um diese wieder herzustellen. Nein, es war für die Gegner nicht relevant....
      Anar kaluva tielyanna

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von men`s world ()

    • Ich würde da eher behaupten wollen, dass es den damaligen Bomben schlicht an Präzision fehlte, um die Gleisanlagen (ein Gleis ist schließlich nur 1,435 m breit) auch zuverlässig zu treffen. Und wie Sather schon schrieb, sind (provisorische, Stichwort Feldbahn) Gleise schnell gelegt.
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • men`s world schrieb:

      bei der militärischen Macht der Allierten und der Ressourcenproblematik der Nazis ab 1943 wäre es ein leichtes mit einer 1000 kg Bombe das Gleis auf einen KM Länge nachhaltig zu zerstören, es hätte Wochen, wenn nicht Monate gedauert, um diese wieder herzustellen. Nein, es war für die Gegner nicht relevant....

      Halte ich für nicht belegbar die Aussage. Zumal du das Gleis auch erstmal treffen musst, das ist mit WKII Zieloptik jetzt nicht ganz so einfach.
      Die Deutsche Rüstungsproduktion erreichte ihre Topwerte übrigens in 1944, also würde ich die Theorie des Ressourcenmangels mal bezweifeln.
      Zumal die Bahninfrastruktur sicher Priorität 1 hatte.
    • Ja, sehe es wie kampfkater und würde den Alliierten da jetzt keine moralische Schuld geben wollen. Man hätte ganze Geschwader zum Bomben schicken müssen, um "Zufallstreffer" auf Bahnanlagen zu landen. Das ist ein logistischer und finanzieller Aufwand. In erster Linie ging es den alliierten Bombern auch wohl um die Zerstörung von deutschen Industrieanlagen und auch Städten und nicht um die Rettung von anderen Menschen...
      SCV und der FC
    • men`s world schrieb:

      dann hau einen Bombenteppich drauf...., wenn sie es gewollt hätten, wäre es passiert.


      Die fliegen doch nicht quer über Deutschland, "nur" (in aller An- und Abführung!!!) um weitere Transporte dorthin zu verhindern. Ich kann das aus der Sicht der Alliierten schon nachvollziehen. Die haben Krieg geführt.

      Wären die Gleisanlagen zerstört worden, wären die Menschen halt anderswo hingebracht worden
      SCV und der FC

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SCVe-andy ()

    • men`s world schrieb:

      Nachdenkenswert in Bezug auf deine Aussage ist die Frage, warum weder die Allierten noch die Russen die Gleisanlagen vor den KZ`s zerbombt haben.
      Die Russen wären natürlich schön nah dran gewesen. Dass die bei den meisten hier gar nicht berücksichtigt werden, sondern die westlichen, die ganz Deutschland hätten überfliegen müssen, zeigt eigentlich schon, dass die meisten ein solches Einschreiten nur von den westlichen Alliierten erwartet hätten.
      Und in der Tat war es doch so, dass die Juden bei den Sowjets auch nicht beliebt waren. Stalin hat selber etliche Juden ermorden lassen und bei der Befreiung der Lager wurde den Juden empfohlen nicht gen Osten zu gehen, weil die Sowjets sie selber nicht wollten

      SCVe-andy schrieb:

      Blöde Frage: Wussten die Alliierten denn frühzeitig, was in den KZs "abgeht", also wer genau dorthin gebracht wurde?
      Sie wussten wer dahin geschickt wurde. Bereits früh haben sich Juden an Roosevelt gewandt, mit Hinweisen darauf, dass Juden in Grossdeutschland interniert werden. Roosevelt hatte sich da aus dem Krieg noch raus gehalten. Theresienstadt, Warschau, das wurde den Amis und Briten alles aus dem Untergrund heraus mitgeteilt. Später auch die Lager in Polen und was dort passiert. Die Alliierten haben das nicht für bahre Münze genommen, das war für sie unvorstellbar und sie wollten sich nicht darauf konzentrieren und dann da stehen, als hätten sie sich von den Juden lenken lassen. Man wollte den Krieg schnell und effizient beenden und sich nicht durch Scharmützel ablenken lassen

      Sather schrieb:

      Zumal du das Gleis auch erstmal treffen musst,
      Streuung ist vorhanden, aber wenn die Bomben gross genug sind, dann reicht es nahe bei zu sein, wegen dem Krater. Das kann man mit Sturzkampfbombern durchaus hinbekommen. Ansonsten ein kleiner Teppich von einem mittleren Bomber aus einer Höhe, wo man es abschätzen kann
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”