Rivalitäten und Hass - Wie weit darf der Hass gehen?

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    • Naja ein wenig "Hass" würzt das Ganze schon. Dabei müssen allerdings zwei Regeln eingehalten werden: 1. Es werden keine Leute angegriffen, 2. Es werden keine Sachen kaputtgeschlagen. Gegen Personen würde ich es aber nicht richten, eher gegen so manche Vereine. RB Leipzig würde ich am liebsten Bankrott und aus dem Register gestrichen sehen und auf dem Gelände soll Salz verstreut werden, damit dort nie wieder was wächst. |-)

      Ansonsten halt Derbe Sprüche und verbale Scharmützel während der 90 Minuten, das gehört einfach dazu. Antisupport darf auch ein bisschen sein, nur sollte man dabei den Support der eigenen Mannschaft nicht vernachlässigen.
      :ossi: Und jetzt bitte noch: Hornberger ganz raus!
    • Suppentasse schrieb:

      Emotionen ja. Hass nein.
      Hass ist eine Emotion ;)

      Störtebeker schrieb:

      Aussage von Carlo (ich interpretiere mal wie ich es sehe) ist, dass es Szenen gibt die nach südamerikanischem Vorbild ihre endlos scheinende Liedschleife als Support sehen ohne dabei auch nur noch im geringsten auf Spiel und Gegner einzugehen.
      spielunabhängiger Support ist ein anderes Thema. Der Antigesang ist an sich ja auch nicht unbedingt situationsabhängig
      Aber ein "Tod und Hass dem HSV", wie es früher so schön durch die Kurve donnerte und so vieles andere, gehört mit dazu. Über ein "Zick Zack Zigeunerpack" kann man diskutieren, klar. In den Anfängen haben die Ultras das ja auch noch mitgemacht und das AWH kam sogar von ihnen. In den letzten Jahren kam dann aber viel die Strömung der Gutmenschen unter den Ultras durch, wodurch jede Art von Beleidigungen und Antigesang nicht mehr geduldet wird. Angeblich, weil es wichtiger ist den eigenen Verein zu supporten, was dann auch nicht gemacht wird (ja, ich weiss, das gilt nicht für jede Szene)

      Suppentasse schrieb:

      Trikotrücknahme des Vereins, vom Verein gekrönte Aktion gegen den Spieler oder die Aktion "Keiner von uns". Das geht mir in Teilen schon zu weit und ist für mich recht kindisch. Eine gute gemachte Anti-Aktion die mit ein wenig Witz udn Kreativität daherkommt ist mir da lieber.
      An den ersten beiden Aktionen seh ich jetzt nicht so recht, was daran schlimm ist. Barca hat damals halt die Figo Trikots zurückgenommen von den Fans, die nicht mit dem Namen eines Real Spielers auf dem Trikot laufen wollten. Und ebenfalls Barca hatte im ersten Clasico nach dem Wechsel die Aktion, dass sie die kreativste Aktion gegen Figo mit irgendwas belohnten. Und das wurde am Ende nicht der, der ein Fahrrad nach Figo geworfen hat.
    • Katsche hat's auf den Punkt gebracht: Man muss wie so oft differnezieren.

      Hass gegen andere Vereine: Gehört dazu. Ich "hasse" viele Vereine. Sogar diverse hier auf Kreisligaebene. Weil sie einfach scheisse sind.;)
      Hass gegen Fans dieser Vereine ist dagegen massiv irrational. Hass gegen eine Person - richtiger Hass - ist das tiefste, weitestgehende Gefühl welches man entwickeln kann. Ich geb's zu, vermutlich ist mir ein 59er erstmal ein bisschen unsymapthischer als ein Roter, so auf den ersten Blick. Aber das lässt sich ändern und "hassen" könnte ich ihn so oder so nie.

      Im Bezug auf das Plakat in Belgien beudetet das: Wäre da nicht dem guten Herrn Defour, sondern sinnbildlich nur dem anderen Verein der Kopf abgeschnitten worde, wäre es ok gewesen. Zwar derb, aber noch im akzeptablen Rahmen. Durch den eindeutigen Bezug zu einer Person ist damit eine Grenze überschritten. Man hätte ich gern bepöbeln oder beleidigen können - auch das gehört dazu. Aber köpfen geht zu weit.
      Wir sind die Roten, nicht die Blauen, wir sind Bayern
    • Ja aber ist das denn Hass, oder geht dir der Verein aufgrund bestimmter Personen einfach auf die Nüsse? Grade auf Kreisebene, verstehe da was du meinst. Ist das nicht eher eine gesunde Rivalität, eben das, was den (Amateur-)Fußball ausmacht?
    • Naja, was ist denn die Definition von "Vereins-Hass"? Ungesunde Rivalität?
      Wenn in einem Kreisligaderby jedes Spiel 3 Leute bei einem bodenlosen Gehacke vom Platz fliegen, kann man das insgesamt schon als "Hass-Duell" bezeichnen, wie ich meine. Hindert einen danach im normalfall auch nicht daran, mit dem Gegenspieler 5 Bier zu trinken.

      Auf Profiebene wird bei der Definition schon schwieriger...
      Wir sind die Roten, nicht die Blauen, wir sind Bayern
    • Okay, also das ist für mich persönlich eben nen klassiches Derby, in denen die Freundschaft für 90 Minuten vergessen ist. Aber deswegen hasse ich meine Gegner ja nicht persönlich. Wie du schon sagst, Flasche Bier danach und alles ist gut.
    • Marsberger schrieb:

      Okay, also das ist für mich persönlich eben nen klassiches Derby, in denen die Freundschaft für 90 Minuten vergessen ist. Aber deswegen hasse ich meine Gegner ja nicht persönlich. Wie du schon sagst, Flasche Bier danach und alles ist gut.

      Daumen hoch, so sehe ich das auch!
      die Realität geht manchmal an der Wirklichkeit vorbei...
    • Im Endeffekt können wir als Fans uns doch gar nicht mit Spielern vergleichen. Ja, die haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und kicken gerne und so weiter... aber im Endeffekt sind das - nicht Söldner aber - Arbeitnehmer. Die können doch gar nicht so ne tiefe emotionale Bindung haben wie wir. Ein paar Ausnahmen bestätigen sicher die Regel.

      Insofern ist es doch auch ein Stück weit normal wenn sich so ein "Arbeitnehmer" dann mal woanders versuchen will. Ob ein Wechsel zum Erzrivalen dabei die beste Idee ist, naja, wohl eher nicht. Aber den Leuten deswegen mit Tod, Enthauptung etc. zu drohen (oder ihnen tatsächlich deswegen aufzulauern) das geht für mich halt einfach zu weit. Und zwar ganz unabhängig vom Fußball, Emotionen hin oder her. Das ist halt ein Verhalten mit dem ich ganz persönlich überhaupt nichts anfangen kann.

      Ich finde ja sogar viele Anti-Gesänge (vielleicht auch weil man sich nach 20 Jahren satt gehört hat) nicht wirklich interessant/ lustig/ inspirierend. Kreativität in Gesängen und Bannern find ich da viel geiler. Und ansonsten natürlich primär das Anfeuern des eigenen Teams. Das sollte immer im Vordergrund stehen.

      "Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:
      Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
      Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig.
      Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent.
      Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi."

      (Gerhard Bronner)
    • MagicOe schrieb:

      aber im Endeffekt sind das - nicht Söldner aber - Arbeitnehmer. Die können doch gar nicht so ne tiefe emotionale Bindung haben wie wir. Ein paar Ausnahmen bestätigen sicher die Regel.
      Sicher sind das Arbeitnehmer, aber wer nur der Geldes wegen ständig wechselt, wird ja meist eh nicht so anerkannt. Früher war die Fluktuation ja auch nicht so riesig wie heute, da ging es den Spielern mehr um den Verein und das sportliche, heute zum Teil um das Geld. Und der Spieler war ja länger bei Lüttich und hat sich wohl zum Verein und den Fans bekannt, dann ist es schon was anderes, als wenn Vieri den Verein gewechselt hat


      MagicOe schrieb:

      Ich finde ja sogar viele Anti-Gesänge (vielleicht auch weil man sich nach 20 Jahren satt gehört hat) nicht wirklich interessant/ lustig/ inspirierend. Kreativität in Gesängen und Bannern find ich da viel geiler.
      Aber mal ehrlich, wo sind die Gesänge kreativer? Die Palette ist in Deutschland doch recht einheitlich und dann haben einige Szenen noch ihre zwei eigenen Gesänge (die aber zum Teil aus Italien adaptiert sind)
    • Giancarlo schrieb:

      MagicOe schrieb:

      aber im Endeffekt sind das - nicht Söldner aber - Arbeitnehmer. Die können doch gar nicht so ne tiefe emotionale Bindung haben wie wir. Ein paar Ausnahmen bestätigen sicher die Regel.
      Sicher sind das Arbeitnehmer, aber wer nur der Geldes wegen ständig wechselt, wird ja meist eh nicht so anerkannt. Früher war die Fluktuation ja auch nicht so riesig wie heute, da ging es den Spielern mehr um den Verein und das sportliche, heute zum Teil um das Geld. Und der Spieler war ja länger bei Lüttich und hat sich wohl zum Verein und den Fans bekannt, dann ist es schon was anderes, als wenn Vieri den Verein gewechselt hat


      Gebe ich dir grundsätzlich recht. Mir ging es nur erst mal um die Abgrenzung, das man hier eben nicht von sich selbst (langjähriger Fan) auf andere (Berufsfußballer) schließen kann. Und wenn er, der Spieler, das so gemacht hat dann ist es - gelinde gesagt - saublöd von ihm. Rechtfertigt dieses Plakat aber net.

      Giancarlo schrieb:

      MagicOe schrieb:

      Ich finde ja sogar viele Anti-Gesänge (vielleicht auch weil man sich nach 20 Jahren satt gehört hat) nicht wirklich interessant/ lustig/ inspirierend. Kreativität in Gesängen und Bannern find ich da viel geiler.
      Aber mal ehrlich, wo sind die Gesänge kreativer? Die Palette ist in Deutschland doch recht einheitlich und dann haben einige Szenen noch ihre zwei eigenen Gesänge (die aber zum Teil aus Italien adaptiert sind)


      Kein konkreter Bezug meinerseits. Grundsätzlich finde ich kreative Geschichten (mir fällt da spontan das rot bemalte Grünwalder ein) immer ansprechender.

      "Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:
      Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
      Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig.
      Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent.
      Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi."

      (Gerhard Bronner)
    • Giancarlo schrieb:

      @Obi: Strafe soll ja von Verband und Staat kommen. Ist in dem Artikel nicht klar. Aber dass man sich jetzt davon distanziert wirkt schon bigott

      Ah okay. Trotzdem sprechen die von nem "Vertrauensbruch"...lächerlich.
      Jeder Schalker ist ein Dirnenkind!
    • Ich finde es immer faszinierend und verstörend zugleich, wenn ich diese schwarzen Bübchen am Zaun sehe, wie sie regelrecht ausrasten vor "Hass", wenn ein bestimmter Gegner ins Stadion oder ein Spieler zum Eckball kommt. Meistens bin ich amüsiert aber doch frage ich mich immer wieder, ob das eine Karikatur des Hasses ist oder ob sie das wirklich gerade auch so fühlen? Ist es die "soziale Erwünschtheit" des Umfeldes, was sich ja sowieso recht dogmatisch an irgendwelche Außenwirkungs-Riten hält, oder wahrlich gelebte Emotion? Wahrscheinlich eine Mischung.

      Ich für meinen Teil "hasse" ein paar Clubs, zur Überraschung vieler weder Hannover noch Braunschweig. Ich "hasse" z.B. Mainz. Aber mein "Hass" bezieht sich auf die Verlogenheit dieses Clubs und seiner Darstellung in den Medien. Ich projiziere das nicht auf die Mannschaft oder am Ende noch gegen die Fans. Ich trinke mit jedem Gast gerne mein Bier und finde es total affig, wenn es so derbe inszeniert auf die Mütze gibt. Spontan mag das mal passieren, da würde ich mich auch nicht für alle Zeiten ausschließen, wehren würde ich mich schon. Aber die Suche nach Ärger oder gar das Verabreden. Sinnlos.

      Aber in Sachen Hass bin ich glaube ich auch kein guter Ansprechpartner. Mir ist das in allen Lebenslagen sowas von fern, ich weiß auch nicht. :schulterzucken:
      Und alles was wir hassen, seit dem ersten Tag, wird uns niemals verlassen, weil man es eigentlich ja mag.
      (Tocotronic, Let there be Rock)
    • Liebe und Hass liegen nicht nur eng beieinander, sie gehören auch einfach zum Leben. Da ist nichts Verwerfliches oder etwas, was Einzelne von uns besser oder schlechter macht. Es sind Emotionen
      Bei den Jungs am Zaun, da ist vieles Ritual und eben auch der Jugend geschuldet. Das schleift sich, was den Hass als Ritual angeht, ab.
      Wählen gehen- Rassisten verhindern
    • Vieleicht brauchen wir mal eine Defintion des Wortes "Hass".
      Da es ja ein Gefühl ist definiert das ja jeder anders für sich. Abneigung, Ekel, Antipathie, wie auch immer.
      Ich kann sagen" den/das kann ich nicht ab". Der Eine definiert das als Hass, der andere nur als Abneigung.
      die Realität geht manchmal an der Wirklichkeit vorbei...
    • Halte es da wie Kuzze, Familie und Unversehrtheit ist ein hehres Gut. "Ein Richter sieht rot" ist ein für mich passendes Beispiel.

      Ansonsten kenne ich, sportlich gesehen, nur Abneigung gegen Vereine oder auch Einzelspieler, aber Hass? Früher im Systemfußball vielleicht..., doch jetzt. :schulterzucken:
      Anar kaluva tielyanna
    • ich hab ja, Moin Andi, oben geschrieben dass ich Hass gegen Sportler oder Fans eines anderen Vereins abartig finde.
      Aber HAss an sich ist eben eine völlig normale Empfindung. Ich hasse abgrundtief bestimmte Leute, so what?
      Bei den Jungs am zaun bin ich gegen das Verteufeln: das Auf-die-Spitze-Treiben, auch von Emotionen, ist ein Vorrecht der Jugend.
      Aber:
      Mit leichtem Grusel erinnere ich mich an Neuers erstes Heimspiel bei uns. Da ging dann der Hass einfach zu weit, das ist dann so eine Grenze, welche man auch den Jungen zeigen darf. Hat ja der FCB dann getan.
      Wählen gehen- Rassisten verhindern