Schottische Wahl zur Unabhängigkeit

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    • Übernächsten Sonntag fällt die Entscheidung und es sieht aktuell danach aus, dass die Pro-Seite sich knapp durchsetzen wird. Was man davon halten soll, sei dahingestellt. Auf der einen Seite kann ich die Schotten verstehen, wie auch viele andere bereits vorher aus dem UK auszusteigen, aber ob eine gänzliche Unabhängigkeit gut ist, wird man sehen. Fehlt nur noch, dass Nordirland und Wales abstimmen. In Spanien wird es wohl bald auch Abspaltungen geben.
      In ein paar Jahren wird man sehen, wo hin die "Rückkehr" zu den Nationalstaaten führen wird.
    • Wie ist denn das? Wenn die Pro Schotten sich jetzt durch setzen, ist das dann beschlossene Sache, oder ist das erstmal nur ein Referendum, um eine generelle Nachfrage abzuklären?
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    • Ich bin relativ sicher, dass das dann verbindlich ist. Nur die Rahmenbedingungen sind noch unklar, die Schotten hätten zum Beispiel gerne weiter das britische Pfund als Währung, was die Briten logischerweise nicht wollen. Auch inwiefern sich Schottland an den britischen Staatsschulden beteiligen müsste ist wohl unklar...
      Keine Garantie von mir auf Richtigkeit, das habe ich neulich auf die schnelle so gelesen :D

      edit: Ich wette aber, dass die Schotten bei der Abstimmung kneifen und bei GB verbleiben. Die Pro-Seite lag jetzt in all der Zeit nur einmal bei einer einzigen Umfrage vorne.

      edit 2: Gerade mal ein wenig gelesen... Die Abstimmung ist bindend, die Unabhängigkeit wäre dann ab dem 24. März 2016.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hannoi1896 ()

    • Das mit dem Pfund ist noch nicht ganz klar, es sprechen sich auch einige für den Euro aus
      Was die Rahmenbedingungen angeht, da wollen viele Schotten gerne als Rechtsnachfolger von UK gelten, damit alle Verträge auch für sie gelten, dass will England aber natürlich nicht, auch wenn dann Staatsschulden natürlich auch auf Schottland übergingen, was wiederum die Schotten nicht wollen. Von daher wird da viel verhandelt werden müssen und England wird es ihnen nicht leicht machen wollen
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Da wird es wohl auf Kompromisse hinauslaufen. Wenn man z.B. gleichberechtigter Rechtsnachfolger werden will, dann wird man wohl um seinen Anteil an den Staatsschulden nicht drumherum kommen. Halte ich irgendwie für die realistischste Variante.
      edit: Und die Engländer werden auf keinen Fall zulassen, dass das Pfund in Schottland als Zahlungsmittel bleibt.
    • Die Schotten wollen die Rechtsnachfolge hauptsächlich wegen der Verträge mit der EU, UN und NATO. Gerade die EU Beziehungen sind für die Whisky Exporteure wichtig und sie selber zu schliessen kostet Zeit, in denen sie entsprechend Zölle zahlen werden müssen
      Dass England das Pfund in der eigenen Hand halten will finde ich verständlich, denn Schottland auf sich selbst gestellt würde das Pfund schwächen. Aber auch für Schottland wäre es nicht das wahre, im eigenen Wirtschaftsraum eine Währung zu haben, die sie selber nicht regulieren können. Eine Übergangszeit muss und wird es aber auf jeden Fall geben. Und die cleveren unter den Schotten werden sich zu Hause ein Pfund-Depot anlegen, für den Fall, dass die neue Währung in den Sinkflug geht

      @Ben: Die Schotten machen es vor, die Katalanen sind schon aufgesprungen. Jetzt wird es Zeit für Baden, Bayern und Sizilien
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Giancarlo schrieb:

      @Ben: Die Schotten machen es vor, die Katalanen sind schon aufgesprungen. Jetzt wird es Zeit für Baden, Bayern und Sizilien

      Wir sind dran ;)

      Die Abstimmung '51war eh gesetzeswidrig und hätte nie gültig erklärt werden dürfen. Und als 2002 der östliche Teil des Bundeslandes 50 jähriges Jubiläum gefeiert hat gab es in KA, HD und FR Gegenveranstaltungen :D
    • Giancarlo schrieb:

      Die Schotten wollen die Rechtsnachfolge hauptsächlich wegen der Verträge mit der EU, UN und NATO. Gerade die EU Beziehungen sind für die Whisky Exporteure wichtig und sie selber zu schliessen kostet Zeit, in denen sie entsprechend Zölle zahlen werden müssen


      Bei Wikipedia steht was von 14.000 Verträgen und Abkommen, die müssten dann wohl alle neu ausgehandelt werden. Kann mir vorstellen, dass das Zeit frisst. Keine Ahnung ob man das bis 2016 vollständig oder zumindest annähernd vollständig hinbekommen kann. Zumindest um Zölle kommt man wohl vorerst nicht drumherum, kann mir zumindest nicht vorstellen dass man sofort vollständiges EU-Mitglied wird.


      Dass England das Pfund in der eigenen Hand halten will finde ich verständlich, denn Schottland auf sich selbst gestellt würde das Pfund schwächen. Aber auch für Schottland wäre es nicht das wahre, im eigenen Wirtschaftsraum eine Währung zu haben, die sie selber nicht regulieren können. Eine Übergangszeit muss und wird es aber auf jeden Fall geben. Und die cleveren unter den Schotten werden sich zu Hause ein Pfund-Depot anlegen, für den Fall, dass die neue Währung in den Sinkflug geht


      Wäre tatsächlich für beide sinnlos und vor allem England wird das sicherlich gar nicht wollen. Aber auch da wäre ja bis 2016 Zeit eine eigene Währung auf die Beine zu stellen, sollte eigentlich machbar sein, denke ich.


      Die Schotten machen es vor, die Katalanen sind schon aufgesprungen. Jetzt wird es Zeit für Baden, Bayern und Sizilien


      Ein ganz entscheidender Punkt. Das könnte eine unglaubliche Signalwirkung auf andere Unabhängigkeitsbewegungen haben. Gibt ja einige Regionen in Europa, die mit dem jetzigen Zustand nicht gerade zufrieden sind...
    • Hannoi1896 schrieb:

      kann mir zumindest nicht vorstellen dass man sofort vollständiges EU-Mitglied wird.
      Das könnte ich mir durchaus vorstellen. England wird sich dagegen streuben, aber auch, weil Schottland lieber an die EU als an England will. Schottland dürfte aber so ziemlich alle Kriterien erfüllen und war ja quasi schon in der EU. Von daher wird die EU da auch weniger Probleme mit haben als mit der Türkei oder den anderen Ländern, die schon lange in der Schwebe sind

      Hannoi1896 schrieb:

      Ein ganz entscheidender Punkt. Das könnte eine unglaubliche Signalwirkung auf andere Unabhängigkeitsbewegungen haben. Gibt ja einige Regionen in Europa, die mit dem jetzigen Zustand nicht gerade zufrieden sind...
      Gerade in Spanien, die haben es damals verpasst einen Staat daraus zu machen und haben jetzt die autonomen Regionen. Katalonien will seit einigen Jahren frei sein, jetzt 300 Jahre nach der Niederlage gegen Spanien umso mehr und fordern die Abstimmung. Und die Basken sind davon auch ganz angetan. Ich denke die Lega Nord überlegt auch schon, ob sie was ähnliches in Italien machen, um ihr Padania zu bekommen, die Seperatisten in Südtirol könnten dann auch bald drüber nachdenken und die ein oder andere europäische Insel könnte das auch interessant finden
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Gegenfrage, was bringt der Status Quo?

      Schottland war lange ein freies Land, ehe es von den Engländern übernommen wurde. Sie kämpfen schon ewig für die Freiheit und England hatte ihnen in den letzten Jahrzehnten die eine oder andere Freiheit zurück gegeben, ohne sie jedoch wirklich zu befreien. Und so wird Schottland von London zum Teil stiefmütterlich behandelt und es gibt kein wirkliches UK Gefühl, sondern ein klares England/Schottland Gefühl. Und das nicht nur in der Politik, sondern auch in den Köpfen der Bevölkerung
      Die Schotten sind mit London und Cameron nicht glücklich, müssen aber dessen Entscheidungen mit tragen. Statt in Richtung USA würden sie lieber in Richtung EU gehen, was sie mit der Unabhängigkeit tun könnten
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Schottland IST ein freies Land in dem Sinne. Genauso frei wie England oder Wales.
      Es wurde (in diesem Fall) nicht erobert, sondern die Schottischen Könige wurden auch Könige von England und das ganze ist seit 300 Jahren eine Union. Die Queen kann übrigens entspannt zusehen, sie bleibt auch Königin eines unabhängigen Schottlands.

      Mein Eindruck ist, das die meisten weniger mit der Union an sich, als mit der Politik unzufrieden sind und sich über die tatsächlichen und eventuellen Folgen kaum Gedanken machen.
      Nicht umsonst will die Pro-Organisation glaub ich auch nicht das die Leute zu sehr drüber nachdenken, lieber Emotional halten das ganze.
      Was passiert wenn Rest-UK (oder Spanien um seinen eigenen Seperatisten eine Warnung zu geben) ein Veto gegen eine EU-Mitgliedschafft Schottlands einlegt..., keine Angst wird nicht passieren, wir sind eh Mitglied.
    • Sather schrieb:

      Schottland IST ein freies Land in dem Sinne. Genauso frei wie England oder Wales.
      Schottland ist Autonomiegebiet, kein eigener Staat. Sie haben z.B. kein eigenes Staatsoberhaupt und eine Regierung, die mit deutschen Landesregierungen vergleichbar ist, was die Befugnisse angeht. Sie dürfen einige innerpolitische Sachen entscheiden, aber in der Legislative z.B. kann London immer überstimmen.
      Und ob die Queen Staatsoberhaupt bleibt ist abzuwarten, denn die Verfassung könnte durchaus anders aussehen

      Und nachdenken tut die No-Bewegung doch auch nicht, die haben doch erst letzte Woche kapiert, dass sie Schottland eventuell verlieren könnten und Cameron hat da nun auch nicht wirklich überzeugen können
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Giancarlo schrieb:

      Sather schrieb:

      Schottland IST ein freies Land in dem Sinne. Genauso frei wie England oder Wales.
      Schottland ist Autonomiegebiet, kein eigener Staat. Sie haben z.B. kein eigenes Staatsoberhaupt und eine Regierung, die mit deutschen Landesregierungen vergleichbar ist, was die Befugnisse angeht. Sie dürfen einige innerpolitische Sachen entscheiden, aber in der Legislative z.B. kann London immer überstimmen.
      Und ob die Queen Staatsoberhaupt bleibt ist abzuwarten, denn die Verfassung könnte durchaus anders aussehen

      Und nachdenken tut die No-Bewegung doch auch nicht, die haben doch erst letzte Woche kapiert, dass sie Schottland eventuell verlieren könnten und Cameron hat da nun auch nicht wirklich überzeugen können

      Schottland hat so gesehen eine eigene Regierung, sie sitzt in Westminster. Das dortige Parlament wird auch von den Schotten gewählt. Daher die Aussage das sie genauso "frei" sind wie Wales oder England oder besser ausgedrückt: Waliser und Engländer.
      Denn die Staaten England und Wales gibt es ja in dem Sinne auch nicht.

      Um aber von Semantik wegzukommen:
      Entscheidender ist doch die Frage obs Gründe gibt für Unabhängigkeit.
      Wird irgendwer unterdrückt in Schottland? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, zumindest nicht mehr als anderswo im Königreich. Besetztes Land sind sie wie gesagt in dem Sinne auch nicht.

      Von daher bleibt das ganze für mich eine Bewegung von Protestwählern und Leuten die persönlich schon wissen das sie profitieren werden wenn Schottland unabhängig wird.

      Das die Monarchie in Frage stünde war noch nirgends zu lesen und wäre zumindest zu diesem Zeitpunkt u.U. auch Wahltaktisch unklug.

      Ob sie Erfolg haben wird man sehen, ich halte jedenfalls nix von der neuen Kleinstaaterei in Europe, zuminest in Regionen wo Unterdrückung von bestimmten Bevölkerungsgruppen nicht gerade ein aktuelles Thema ist.
    • DerBen schrieb:

      Giancarlo schrieb:

      @Ben: Die Schotten machen es vor, die Katalanen sind schon aufgesprungen. Jetzt wird es Zeit für Baden, Bayern und Sizilien

      Wir sind dran ;)

      Die Abstimmung '51war eh gesetzeswidrig und hätte nie gültig erklärt werden dürfen. Und als 2002 der östliche Teil des Bundeslandes 50 jähriges Jubiläum gefeiert hat gab es in KA, HD und FR Gegenveranstaltungen :D

      Na dann mach mal und treib eine neue Volksabstimmung an! Der badische Patriotismus wird ganz schnell in der Versenkung verschwinden, wenn den Leuten klar wird wie stark ihnen eine "Unabhängigkeit" an den Geldbeutel gehen würde!

      Das gleiche wird auch in Schottland passieren. Der Stand der Dinge wäre: Kein Pfund mehr, alle Mitgliedschaften die das UK hat wären weg (z.B. EU), Aufteilung der Staatsschulden, Erdölfrage, staatliche Renten und Versicherungen usw.

      Ich habe mir einige britische Sendungen (youtube) zu dem Thema angeschaut. Und sehr oft habe ich die die Sätze gehört: "Schotten sind sind zwar keine Engländer aber sehr wohl Briten" und "My heart says YES but my head says NO"
      Heidastuagerterbimmbammjesasgselzbrotnoamoloabrau!!!
    • In zwei, bzw. drei Tagen sind wir schlauer. Ich traue den Schotten jedenfalls zu, die Tragweite ihrer Entscheidung abschätzen zu können und beurteilen zu können, ob sie unabhängig mehr Vor- oder Nachteile haben. Die Sichtweisen gehen da ja sehr weit auseinander. Die Pro-Seite sieht natürlich keinerlei Herausforderungen oder Probleme, während die Contra-Seite den Weltuntergang kommen sieht. Beides klingt nicht immer unbedingt realistisch... Am Ende würde ich es ihnen gönnen, sofern sie ihre Unabhängigkeit wollen.
    • Lord of Sith schrieb:

      Na dann mach mal und treib eine neue Volksabstimmung an! Der badische Patriotismus wird ganz schnell in der Versenkung verschwinden, wenn den Leuten klar wird wie stark ihnen eine "Unabhängigkeit" an den Geldbeutel gehen würde!


      Schottland und Baden kann man wirtschaftlich nicht vergleichen. Mir geht es ja auch nicht um eine Loslösung aus der BRD. Nur eben weg von euch. Und wenn Du willst dann beleg ich Dir auch gerne mal mit Zahlen (fehlt mir heute die Zeit, deswegen nur auf Wunsch), dass der gemeinsame Südweststaat mehr an den badischen Geldbeutel geht als so mancher Schwabe denkt und wir ohne nicht zwingend schlechter dastehn würden.