Schottische Wahl zur Unabhängigkeit

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    • Lord of Sith schrieb:

      Das gleiche wird auch in Schottland passieren. Der Stand der Dinge wäre: Kein Pfund mehr, alle Mitgliedschaften die das UK hat wären weg (z.B. EU), Aufteilung der Staatsschulden, Erdölfrage, staatliche Renten und Versicherungen usw.
      Du haust da jetzt die Nachteile aller Lösungen zusammen. Pfund muss nicht weg sein, es kann eine Währungsunion geben, auch wenn England es aktuell nicht in Aussicht stellt, genauso könnte Schottland das Pfund aber auch als Währung behalten, ohne Einfluss zu haben, wie z.B. Panama es mit dem USD macht.
      Aufteilung der Staatsschulden wäre nur, wenn Schottland zum Rechtsnachfolger von UK wird, sonst nicht.
      Erdölfrage ist ziemlich eindeutig, es sind schottische Quellen und Käufer sind schnell für das Öl gefunden und daher auch schnell Verträge geschlossen, auch zu England, die viel Import/Export mit Schottland betreiben und genau aus diesem Grund werden sie auch relativ schnell mit der EU Verträge schliessen, wofür nebenbei genügend Zeit bis zur Unabhängigkeit wäre
      Was die anderen staatlichen Sachen angeht, da müsste Schottland manches aufbauen, aber man darf nicht vergessen, Schottland hat keine 6 Mio Einwohner und braucht daher keinen riesen Staatsaperat und mit dem recht hohen BIP/Kopf (mehr als England oder Deutschland) sollte das durchaus zu stemmen sein.
    • Die Umfrageergebnisse sind auf alle Fälle sehr knapp.
      Da frage ich mich, wie sich die Unabhängigkeitsbefürworter verhielten, sollte das Votum gegen sie ausfallen.
      Immerhin handelte es sich dabei um ungefähr die Hälfte der Bevölkerung.
      Dass sie ein Nein einfach so akzeptieren, kann ich mir nicht vorstellen.
    • Die letzte Wahl mit der absoluten Mehrheit der SNP war an sich ja schon ein Zeichen, was das Volk will, denn die Ziele der SNP waren klar. Dass man das dann in die Wege leiten will ist verständlich. Dass von den Wahlbeteiligten knapp die Hälfte nicht für sie gestimmt haben und einige gar nicht gewählt haben wissen sie und können sich ausrechnen, dass es eventuell auch in die Hose gehen kann, mit der Abstimmung. Ich denke das werden sie dann auch so hinnehmen, denn jede Anstrengung in kurzer Zeit unabhängig zu werden würde sonst lächerlich wirken, die Schotten wollen ja keinen auf Heide Simonis machen
    • Ich tu mich irgendwie schwer damit zu sagen "die Schotten/die Bevölkerung von Schottland will die Unabhängigkeit", wenn wir von Umfrageergebnissen reden die Mehrheiten von 1-2% zeigen.
      Was ist denn wenn mit 51% für Ja gestimmt wird? Ist es dann wirklich die beste Idee etwas durchzuziehen was nicht mehr umkehrbar ist? Es mag eine winzige Mehrheit dafür geben, aber im Grunde ist die halbe Bevölkerung dagegen.
      Bei 51% Nein besteht das Problem natürlich auch, aber man kann immerhin sagen: Ok, wir fragen in 5-10 Jahren nochmal.

      Von daher irgendwie seltsam das eine einfache Mehrheit für so eine einschneidende Sache ausreicht. Blöd gesagt, es ist einfacher Schottland für Unabhängig zu erklären, als in einem durchschnittlichen Deutschen Sportverein eine kleine Satzungsänderung vorzunehmen.
    • katsche schrieb:

      ich denke das ist der Sinn von demokratischen Wahlen, Sather. Du hast mit allem Recht, die Folgen könnten sehr nachteilig sein. Aber wie sonst soll man den Willen erkunden- und ihn dann umsetzen?

      Es gibt einfach Fragen da sollte man sich sicherer sein als die einfachste mögliche Mehrheit, meinst du nicht?
      Warum sonst sind Verfassungsänderungen in Deutschland mit einfacher Mehrheit nicht machbar?
    • ich widerspreche dir ja nicht inhaltlich.
      Nur: wenn das Volk bzw. dessen vertreter derlei Regeln (einfache Mehrheit zum Beispiel) aufstellt dann muss man mit den Konsequenzen leben.
      Auch die Schweizer mit ihren Volksbefragungen hatten schon recht schwierige Ergebnisse dieser Veranstaltungen, geändert wurde das dennoch noch nicht.
      Wählen gehen- Rassisten verhindern
    • ich widerspreche dir ja nicht inhaltlich.
      Nur: wenn das Volk bzw. dessen vertreter derlei Regeln (einfache Mehrheit zum Beispiel) aufstellt dann muss man mit den Konsequenzen leben.
      Auch die Schweizer mit ihren Volksbefragungen hatten schon recht schwierige Ergebnisse dieser Veranstaltungen, geändert wurde das dennoch noch nicht.
      Wählen gehen- Rassisten verhindern
    • Hab noch einen Post bei Facebook gefunden der genau meine Meinung wiederspiegelt:

      Nur dumme England Hasser und Menschen die von Wirtschaft keine Ahnung haben wünschen sich ein unabhängiges Schottland.
      Ein Schottland ohne Euro und britisches Pfund. Ein Schottland dessen Großbanken bereits damit drohen Richtung London abzuwandern im Fall der Unabhängigkeit. Ein Staat der mit einem großen Haufen Staatsschulden beginnt. Ein Staat der kaum Investoren finden wird weil niemand weiß mit welcher Währung dort auf lange Sicht gezahlt wird.
      Schottische Firmen überlegen bereits ihren Firmensitz nach London zu verlegen um ihre Waren besser in der EU absetzen zu können.
      Und jeder der jetzt meint das Schottland ja ganz schnell der EU beitreten könnte ist schief gewickelt. Da werden alle gegen sein die selbst eine Provinz haben die sich Unabhängig machen möchte. Sowie auch Rest Großbritannien.
      Nein ein Unabhängiges Schottland wäre nicht gut vor allem nicht für die Schotten.
      Heidastuagerterbimmbammjesasgselzbrotnoamoloabrau!!!
    • Sather schrieb:

      katsche schrieb:

      ich denke das ist der Sinn von demokratischen Wahlen, Sather. Du hast mit allem Recht, die Folgen könnten sehr nachteilig sein. Aber wie sonst soll man den Willen erkunden- und ihn dann umsetzen?

      Es gibt einfach Fragen da sollte man sich sicherer sein als die einfachste mögliche Mehrheit, meinst du nicht?
      Warum sonst sind Verfassungsänderungen in Deutschland mit einfacher Mehrheit nicht machbar?
      Damit keine Partei mit absoluter Mehrheit einfach die Verfassung ändern kann, um z.B. Wahlen auszusetzen oder die Kanzlerin zur Königin mit Erbfolge zu machen

      Lord of Sith schrieb:

      Nur dumme England Hasser und Menschen die von Wirtschaft keine Ahnung haben wünschen sich ein unabhängiges Schottland.
      Platte Polemik. Da bedient man sich einfachster Mittel, um das Yes-Movement als dumm darzustellen, ohne sich damit zu beschäftigen
    • Giancarlo schrieb:

      Sather schrieb:

      katsche schrieb:

      ich denke das ist der Sinn von demokratischen Wahlen, Sather. Du hast mit allem Recht, die Folgen könnten sehr nachteilig sein. Aber wie sonst soll man den Willen erkunden- und ihn dann umsetzen?

      Es gibt einfach Fragen da sollte man sich sicherer sein als die einfachste mögliche Mehrheit, meinst du nicht?
      Warum sonst sind Verfassungsänderungen in Deutschland mit einfacher Mehrheit nicht machbar?
      Damit keine Partei mit absoluter Mehrheit einfach die Verfassung ändern kann, um z.B. Wahlen auszusetzen oder die Kanzlerin zur Königin mit Erbfolge zu machen

      Gut, aber so gesehen kann dann in diesem Fall also eine "Partei" mit absoluter Mehrheit (51%) den Status des Landes verändern, nicht weniger Einschneidend aus meiner Sicht. Zumal ja auch hier die Staatsform anscheinend in der Luft hängt.

      @katsche:
      Das man wenn die Regeln erstmal bestehen damit leben muss ist richtig, da widerspreche ich dir nicht.
      Ist nur irgendwie unverständlich das ein so einschneidendes Ereignis so verhältnismässig einfach zu erreichen ist. Denn blöd gesagt reichen doch jetzt 30% die wirklich die Unabhängigkeit wollen, wenn sie noch 21% Protestwähler dazubekommen bzw genug von der anderen Seite zu Hause bleiben.
    • Lord of Sith schrieb:

      Nur dumme England Hasser und Menschen die von Wirtschaft keine Ahnung haben wünschen sich ein unabhängiges Schottland.
      So kann man die Hälfte eines ganzen Landes (eher noch mehr, denn auch unter den No-Votern sind viele nicht wirklich glücklich mit der Union) natürlich auch einfach über einen Kamm scheren...
      Ein Schottland ohne Euro und britisches Pfund.
      Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch nicht sagen, die Währungsfrage ist alles andere als entschieden. Im Augenblick schließt die britische Regierung eine Währungsunion zwar aus, es gibt jedoch viele Experten (wie zB Joseph Stiglitz) die davon ausgehen, dass das ein reiner Bluff mit dem Ziel ist, das Yes-Lager zu schwächen, nicht zuletzt weil ein Ausscheiden Schottlands aus dem Pfund diesen ganz erheblich schwächen würde (Stichwort Petro-Währung). Verweigerte man eine Währungsunion, könnte man zudem auf der andern Seite auch keinen Anteil an den Staatsschulden auf den neuen schottischen Staat abwälzen, beides zusammen geht nicht.
      Ansonsten könnte Schottland den Pfund aber auch ohne Währungsunion einfach weiter benutzen, jedes Land der Welt könnte das. Panama etwa tut dieses schon seit über 100 Jahren und ist eines der wirtschaftlich stärksten Länder Lateinamerikas, wächst etwa selbst seit der Wirtschaftskrise in eben diesen USA munter weiter.
      Und schließlich böte auch eine eigene Währung viele Chancen wie etwa die skandinavischen Länder zeigen. Als Petro-Währung wäre Stabilität zumindest mittelfristig garantiert, während der Pfund gleichzeitig erstmal deutlich geschwächt wäre.
      Ein Schottland dessen Großbanken bereits damit drohen Richtung London abzuwandern im Fall der Unabhängigkeit.
      Und was meinst Du wie schnell die alle wieder da sind, wenn England sich 2016 für einen Austritt aus der EU entscheidet. Bisher sind auch das im Übrigen nur Drohungen, wie inzwischen herausgekommen ist teilweise auf Druck von Cameron ausgesprochen.
      Ein Staat der mit einem großen Haufen Staatsschulden beginnt. Ein Staat
      der kaum Investoren finden wird weil niemand weiß mit welcher Währung
      dort auf lange Sicht gezahlt wird.
      Siehe oben. Gibt es keine Währungsunion wird Schottland komplett schuldenfrei starten, gibt es sie doch stellt sich die Frage nach der Währung nicht. Im übrigen kommen Investoren überall dort hin, wo lohnende Investitionsmöglichkeiten vorhanden sind. Und da bieten riesige Öl und Gasvorkommen, eine weltweit führende Branche für erneuerbare Energien, Tourismus, ein weltweit einzigartiges Exportprodukt (Whisky) etc pp doch nicht die allerschlechtesten Möglichkeiten.
      Schottische Firmen überlegen bereits ihren Firmensitz nach London zu verlegen um ihre Waren besser in der EU absetzen zu können.
      Auch dazu, s.o. Und mittelfristig ist Schottland deutlich sicherer in der EU als der englische Nachbar.

      Lord of Sith schrieb:

      Und jeder der jetzt meint das Schottland ja ganz schnell der EU beitreten könnte ist schief gewickelt. Da werden alle gegen sein die selbst eine Provinz haben die sich Unabhängig machen möchte. Sowie auch Rest Großbritannien.
      Auch da würde ich nicht zu sicher sein, rechtlich ist es kaum möglich, den Schotten eine EU-Mitgliedschaft zu verweigern. Interessierten sei dazu dieser Artikel hier empfohlen: verfassungsblog.de/warum-eu-un…ft-foerdern/#.VBmQBha4Cix
      Wer Recht behalten will und hat nur eine Zunge, behält's gewiß.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Plastic_Paddy ()

    • Ricardo schrieb:

      Die Umfrageergebnisse sind auf alle Fälle sehr knapp.
      Da frage ich mich, wie sich die Unabhängigkeitsbefürworter verhielten, sollte das Votum gegen sie ausfallen.
      Immerhin handelte es sich dabei um ungefähr die Hälfte der Bevölkerung.
      Dass sie ein Nein einfach so akzeptieren, kann ich mir nicht vorstellen.

      Das ist der Punkt. Wenn man diese Abstimmung die ganze Zeit über nahezu täglich verfolgt hat, erkennt man ganz deutlich, wie sich Verhalten und Umgangsformen verändert haben.

      Das sage ich jetzt nicht, weil ich "No" stimmen würde, sondern weil es einfach so ist und das kann ja jeder sehen bzw. hören. Schottland ist gespalten. Und das nicht nur in der Meinung an sich, sondern weit darüber hinaus. Was sich in den letzten Wochen abgespielt hat, wird man nicht so schnell wieder kitten können. Ich erkenne "mein Land", welches ich seit meiner frühesten Kindheit liebe, nicht mehr wieder. Widerlich, was da abläuft.

      Meine Meinung ist, dass es morgen absolut zur Abspaltung kommen könnte. Ich tippe es zumindest. Aber nicht sonderlich viele Befürworter scheinen wirklich abzuschätzen, wie es dann weitergehen wird. Ich sehe sehr viel Hass und Denken wie im Mittelalter. Will sagen, es geht vielen Befürwortern vielmehr darum England und dem UK einen Faustschlag zu verpassen, als wirklich etwas Gutes für Schottland zu wollen. Und das kann meiner Meinung nach nicht gut ausgehen. Aber wenn es denn so kommt, müssen die Menschen da durch.

      Sollte "No" gewinnen, wird es keine Ruhe geben. Die Befürworter sind in den letzten Wochen immer mehr dem schmutzigen Nationalismus verfallen, dass es dann sicher unruhig weitergehen wird. Ganz ganz traurig.
      :rfc: Play for the badge on the front and we will remember the name on the back :rfc:
    • Sather schrieb:

      Gut, aber so gesehen kann dann in diesem Fall also eine "Partei" mit absoluter Mehrheit (51%) den Status des Landes verändern, nicht weniger Einschneidend aus meiner Sicht. Zumal ja auch hier die Staatsform anscheinend in der Luft hängt.
      Status des Landes ja, aber die Staatsform bleibt mehr oder weniger erhalten. Man wird mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Kammersystem wie in England führen. Nur ob und wie die Windsors dann als Staatsoberhaupt fungieren muss man abwarten

      Plastic_Paddy schrieb:

      Schottische Firmen überlegen bereits ihren Firmensitz nach London zu verlegen um ihre Waren besser in der EU absetzen zu können.

      Auch dazu, s.o. Und mittelfristig ist Schottland deutlich sicherer in der EU als der englische Nachbar.
      Selbst wenn Schottland nicht direkt in EU kommt, werden die Verträge schnell kommen. Und nur der Firmensitz muss dann nicht unbedingt ausreichen, die EU achten bei Importen durchaus auch woher die Ware denn wirklich kommt

      Plastic_Paddy schrieb:

      Und jeder der jetzt meint das Schottland ja ganz schnell der EU beitreten könnte ist schief gewickelt. Da werden alle gegen sein die selbst eine Provinz haben die sich Unabhängig machen möchte. Sowie auch Rest Großbritannien.

      Auch da würde ich nicht zu sicher sein, rechtlich ist es kaum möglich, den Schotten eine EU-Mitgliedschaft zu verweigern.
      Welche Länder haben denn solche Provinzen? Spanien, aber da müsste das ganze Land mit abstimmen. Italien, aber da ist gesichert, dass sich weder Südtirol noch Padania lösen werden, bliebe noch Belgien und Dänemark, aber die haben wenig Stimmen. Von daher braucht man darüber gar nicht gross reden
    • Sather schrieb:

      @katsche:
      Das man wenn die Regeln erstmal bestehen damit leben muss ist richtig, da widerspreche ich dir nicht.
      Ist nur irgendwie unverständlich das ein so einschneidendes Ereignis so verhältnismässig einfach zu erreichen ist. Denn blöd gesagt reichen doch jetzt 30% die wirklich die Unabhängigkeit wollen, wenn sie noch 21% Protestwähler dazubekommen bzw genug von der anderen Seite zu Hause bleiben.

      Und genau das ist es! Ich würde mich nie hinstellen und behaupten, die Befürworter sind alles Idioten. So arrogant kann man nicht sein. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein großer Teil aus blankem Hass und Rebellion wie im Mittelalter (man nehme nur die ganzen Celtic-Fans, für die Schottland nie eine Rolle spielte, jetzt aber aus den genannten Gründen auf den Zug aufspringen) "Ja" stimmen wird, ohne sich wirklich Gedanken zu machen. Und das ein so einschneidendes Ereignis derart über die Bühne gehen kann, obwohl noch so viele Unklarheiten vorhanden sind, ist unverantwortlich.
      :rfc: Play for the badge on the front and we will remember the name on the back :rfc:
    • Plastic_Paddy schrieb:

      Auch da würde ich nicht zu sicher sein, rechtlich ist es kaum möglich, den Schotten eine EU-Mitgliedschaft zu verweigern. Interessierten sei dazu dieser Artikel hier empfohlen: verfassungsblog.de/warum-eu-un…ft-foerdern/#.VBmQBha4Cix


      Viel interessanter fand ich den in den Kommentaren verlinkten Artikel:
      bellacaledonia.org.uk/2014/02/…-of-the-continuing-state/

      Ich bin kein Experte für den Vertrag der den UK erschaffen hat, aber es klingt zumindest in der Tat merkwürdig das die Gleichung UK=England von allen Seiten so akzeptiert wird.
      Denn schliesslich wären so einige Probleme der yes-Kampagne gelöst, wenn Schottland auch Rechtsnachfolger eines Nichtmehr Existenten UK würde.
      Weiß jemand ob sich irgendein Artikel mit dieser Frage auseinandergesetzt hat?
    • Sather, das Problem ist, dass da an sich gar nichts wegen Rechtsnachfolger diskutiert werden muss, denn UK besteht aus England, Schottland, Wales und Nordirland. Damit bleibt UK bestehen und ist sein eigener Rechtsnachfolger, während sich Schottland abspaltet und UK entscheidet, ob Schottland Rechtsnachfolger sein kann und die Verträge übernehmen kann
    • Nach der Argumentation besteht der UK aus Schottland und England, welchem Wales und Nordirland als englische Besitzungen zuzuschlagen sind.
      Daher ja meine Frage ob es wen gibt der sich da genauer auskennt und ob die Unionsverträge dahingehend mal angepasst wurden.
    • Caledonia schrieb:

      Sather schrieb:

      @katsche:
      Das man wenn die Regeln erstmal bestehen damit leben muss ist richtig, da widerspreche ich dir nicht.
      Ist nur irgendwie unverständlich das ein so einschneidendes Ereignis so verhältnismässig einfach zu erreichen ist. Denn blöd gesagt reichen doch jetzt 30% die wirklich die Unabhängigkeit wollen, wenn sie noch 21% Protestwähler dazubekommen bzw genug von der anderen Seite zu Hause bleiben.

      Und genau das ist es! Ich würde mich nie hinstellen und behaupten, die Befürworter sind alles Idioten. So arrogant kann man nicht sein. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein großer Teil aus blankem Hass und Rebellion wie im Mittelalter (man nehme nur die ganzen Celtic-Fans, für die Schottland nie eine Rolle spielte, jetzt aber aus den genannten Gründen auf den Zug aufspringen) "Ja" stimmen wird, ohne sich wirklich Gedanken zu machen. Und das ein so einschneidendes Ereignis derart über die Bühne gehen kann, obwohl noch so viele Unklarheiten vorhanden sind, ist unverantwortlich.



      ALLES RICHTIG UND NACHVOLLZIEHBAR! Nur: das ist der Preis demokratischer Regeln. Wenn Ihr so nach Bundestagswahlen argumentiert (oder meinetwegen nach Landtagswahlen, anyway..) dann seid Ihr auf lange Zeit wegen dieser Wählerschelte im Kreuzfeuer. Nicht zu Unrecht.
      Es liegt an der "Gegenseite" ihre Positionen überzeugend zu verkaufen. Und die Protestwähler, ja nun, normal: die wählen heute links und morgen AfD....
      Das Leben der Wanderratten ist halt ein schwer zu Durchblickendes.... :floet:
      Wählen gehen- Rassisten verhindern