Der Journalismus-Thread

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    • Bin in Sachen Broder komplett anderer Meinung. Ja seine Art und Weise ist komisch aber im Kern hat der Mann meist recht und er traut sich auch mal Dinge auszusprechen, die man sonst gerade in Talkshows nicht hört. Das er immer wieder persönlich wird....ja, das ist nicht immer schön. Aber manchmal vielleicht auch einfach mal notwendig. Broder hat auf jeden Fall hervorragende Artikel geschrieben im Spiegel und eines seiner Bücher das ich gelesen habe war auch sehr stark. Inzwischen sieht er sich glaube ich als eine Art Kunstfigur und inszeniert sich ständig, bzw. macht eine Performance vor der Kamera. Ich glaube es würde mich auch extrem nerven, wenn ich nicht hinter vielen seiner Aussagen stehen würde.
      Und alles was wir hassen, seit dem ersten Tag, wird uns niemals verlassen, weil man es eigentlich ja mag.
      (Tocotronic, Let there be Rock)
    • Ja hier kann man eindeutig sehen was KEIN Journalismus ist, Broder schreibt kommentare, persönlicher Art und die sind auch klar so gekennzechneit, da ist es ihm erlaubt gegen alles zu schießen was er will und seine persönliche meinung zu Propagandieren ,

      anders als in Nachrichten, oder Reportagen etc. ... dort erwarte ich eine unpersönliche neutrale differenzierte Berichterstattung
      Die gold'nen Zeiten sind vorbei
      Wir sind zurück in Liga 3
      unser Albtraum wird wahr
      wir sind wieder da!
      :( :heulen: :flagge: :drink: :(
    • @kater: Du fragst, was man machen kann? Ich glaube nicht viel. Denn über kurz oder lang wird es schwer werden, das sich reine Zeitungen halten. Alles wird vermehrt ins Internet wandern und um die großen Blöd-Zeitungen abzudrehen muss man aufhören diese zu kaufen. Wird aber wohl nicht gemacht.
      Meine Liebe.... mein Leben..... mein Verein..... 1. FC Köln


      :reiben: Ich laufe AMOK :reiben:

      --- Feed me More ---
    • Wird Journalismus noch gebraucht?
      Da kommt mir ein Zitat aus einem Buch gelegen, das ich mir gerade zu Gemüte führe ( "Er ist wieder da"):

      "Aber man weiß ja,was man von unseren Zeitungen zu halten hat. Da notiert der Schwerhörige, was ihm der Blinde berichtet, der Dorftrottel korrigiert es, und die Kollegen in den anderen Pressehäusern schreiben es ab." :)
      After the game is in front of the game
    • Ohne Journalismus hieße unser Präsident nicht Gauck sondern Wulff.
      Von daher hat sich die Eingangsfrage wohl erledigt.

      Obwohl das natürlich nicht immer fair war, letztlich sogar ne Hetzjagd.
      Die Frage, ob reiner Kommerz, Machtspielchen oder Wille des Volkes müsste diskutiert werden....:zwinker:
      Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht überwindet - erst dann wird es Frieden geben - Jimi Hendrix
    • cebolon schrieb:

      "Aber man weiß ja,was man von unseren Zeitungen zu halten hat. Da notiert der Schwerhörige, was ihm der Blinde berichtet, der Dorftrottel korrigiert es, und die Kollegen in den anderen Pressehäusern schreiben es ab." :)

      Das Zitat ist so schön eingängig und bestätigt im Vorrübergehen soviele unserer vorhandenen Vorurteile, daß man sich schon fast gezwungen sieht, an seine Richtigkeit zu glauben !
      Aber Vorsicht. Trotz der fast täglich gelebten Erfahrung, daß sich die oben beschriebenen Zuständ (fast) durchweg in deutschen Redaktionen - und nur von diesen rede ich hier - genau so abspielen könnten und in der Vielzahl der deutscher Pressehäuser auch tatsächlich,- zumindest aber sehr ähnlich -, abspielen, sollte uns nicht zu dem voreiligen Trugschluß verleiten, daß es in der BRD keinen werthaltigen Journalismus mehr gäbe.
      Zugegeben. Es ist mühsam und verlangt einen langen Atem, aus dem größtenteils aus banalen Versatzstücken, gepaart mit einer gehörigen Portion sensationsgeifernden Boulevardjournalismus zusammengerührtem Einerlei, die wirklichen Perlen des Journalismus herauszufischen, aber es gibt sie noch, und es ist "den Schweiß der Edlen Wert",sich immer mal wieder der Mühe zu unterziehen, einige dieser Perlen über einen längeren Zeitraum hinweg (m.M.n. sehr wichtig) zu lesen.

      Über den gesammten Boulevardjournalismus will ich hier eigentlich gar kein Wort verlieren.
      Der ist das Papier, und es ist meist sehr schlechtes, nicht Wert, auf dem er abgedruckt zu Lesen steht.
      Das ist - ich wage das Wort in diesem Zusammenhang kaum in den Mund zu nehmen - Journalismus, - allerdings der rerbärmlichsten Kategorie, - mithin eigentlich Sondermüll !!!

      Regionalzeitungen.Mmhh. Ein in meinen Augen sehr zweischneidiges Schwert.
      Der politische Teil solcher Erzeugnisse ist oft von nur allzu überschaubaren Relevanz. Substanzlos, ohne die Nötige "Tiefe im Thema", - sprich, einfach überflüssig wie ein Kropf.

      Hier mach ich jetzt mal Pause und geh in`s Bububettchen !
      Später mal mehr.
      Ihr habt Uhren ...
      Ich habe Zeit !
    • Ich mache hier uU ein neues Fass auf: wer glaubt, dass Journalismus frei von Lobbyismus ist, glaubt selbiges von der Politik (klingt zwar komisch, ist aber so). Da den Durchblick behalten? Schier unmöglich - ist man doch zu sehr auf das angewiesen, was andere berichten... :schulterzucken:
      Quis custodiet ipsos custodes?
    • schlimmes Beispiel: Herr Fleischhauer im Spiegel - meinte er doch zuletzt, dass Fracking uns von der Abhängigkeit vom russischen Gases erlösen würde... [Link gibt es auf Anfrage - soetwas verlinke ich nicht]
      Quis custodiet ipsos custodes?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MaddogLB ()

    • Herr Fleischhauer ;D
      hast dir ja gleich eine der übelsten Maden ausgesucht.

      Seine schwere Kindheit machten aus einem Beinahe - Linken einen Pseudo- Konservativen gemacht, da jubelte das Lager. Bis es bemerkte dass der Typ einfach nur gestört ist: Er verortet in Deutschland, wo auch immer , einen linken Zeitgeist. Rechts wure er wegen des elterlichen Verbots von bestimmtem Obst, Coca-Cola und Disney- ein Menschenschicksal also (vermutlich sind die Ossis daher alle Nazis, die hatten das auch nicht)...

      Ja, Herr F. zieht da eine irre Masche ab, er als das linke Opfer. Statt seinen Eltern mal zu sagen dass sie eben widerliche Pedanten sind aht er eine Marktlücke entdeckt- uns lässt uns an seinem Selbsterklärungstrip teilhaben. Dass er dabei ungefähr 25 Jahre zu spät kam stört ihn nicht, stört auch Springer nicht, weil es sic h immer noch ganz gut verkauft

      "Jan F. fragte sich plötzlich, wie er Ende vierzig werden konnte, ohne jemals dagegen gewesen zu sein oder gegen seine Eltern rebelliert zu haben. Diese verdammten linksliberalen Eltern, norddeutsch, mit Hang zum Protestantismus, kein Wunder, dass ein Karrierist aus ihm geworden war. Er hatte hier und da was über den Habitus der Linken gelesen, nun würde er all das noch einmal zusammenfassen und es denen mal so richtig zeigen. Und dann: Beifall von der Springer-Presse, wow" (T. Martini, TAZ)
      Wählen gehen- Rassisten verhindern
    • Die Süddeutsche hat letzte Woche übrigens mal eben ihre Kommentarfunktion dichtgemacht...

      meedia.de/2014/09/02/nicht-an-…ddeutsche-de-und-zeit-de/

      Ist das jetzt gut oder schlecht, dass man da nicht mehr kommentieren kann? Stattdessen läuft alles über Facebook. Gefällt mir irgendwie nicht. Da ist die Journalismus-Elite weiter gut dabei, es sich in ihrem eigenen Elfenbeinturm bequem zu machen und von dort ihre glattgeföhnten Gedanken in die Welt zu blasen. Auf dass niemand widersprechen mag.
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Ich hab keine Ahnung, wie die Kommentare bei der Süddeutschen waren, aber wenn ich mir die Kommentare bei SPON anschaue, dann sollten die die Kommentare zum Teil auch lieber deaktivieren
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Kampfkater schrieb:

      Da ist die Journalismus-Elite weiter gut dabei, es sich in ihrem eigenen Elfenbeinturm bequem zu machen und von dort ihre glattgeföhnten Gedanken in die Welt zu blasen. Auf dass niemand widersprechen mag.


      Die zwei Perlen im Trog nennst du ernsthaft Kritik/Widerspruch?

      Gar kein Verlust, wenn es keine Kommentarfunktionen mehr geben sollte!
      :ossi: Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit. Soeben schellt für Sie in Kopenhagen das Telefon! <3
    • Kampfkater schrieb:

      Die Süddeutsche hat letzte Woche übrigens mal eben ihre Kommentarfunktion dichtgemacht...

      meedia.de/2014/09/02/nicht-an-…ddeutsche-de-und-zeit-de/

      Ist das jetzt gut oder schlecht, dass man da nicht mehr kommentieren kann? Stattdessen läuft alles über Facebook. Gefällt mir irgendwie nicht. Da ist die Journalismus-Elite weiter gut dabei, es sich in ihrem eigenen Elfenbeinturm bequem zu machen und von dort ihre glattgeföhnten Gedanken in die Welt zu blasen. Auf dass niemand widersprechen mag.
      Im Grunde genommen sind sie doch ihrer Zeit damit nur einen Ticken voraus. Diese Kommentare sind eh ein Auslaufmodell, die wirkliche Post geht auf Facebook ab ...
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