Das Qiumi-Auslandsjournal

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    • Mr. M 1903 schrieb:

      Ich traue den ganzen Berichterstattungen nicht so ganz, wenn man sich mal ein paar Bilder durchsieht und ein wenig querliest kann man zu dem Schluß kommen das da ziemlich viel (auch sehr extremer) Nationalismus im Spiel ist.

      Ich weiß, genau wie in der Türkei, nicht so recht wer für mich "die Guten" sind. Ich verstehe die Sprache nicht und neutrale Berichte sind schwer zu finden. :schulterzucken:
      Du wirst koana vo UNS


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    • Aktuell finden auch in Weißrußland und Usbekistan öffentlich Solidaritätsbekundungen für die ukrainische Opposition statt, allerdings werden diese im Keim erstickt.


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      Souvent blessé, jamais vaincu
    • Blöde Frage, aber: Sind die nicht auch unter dem Einfluss von Russland stehend?
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    • In Weißrussland gibt Alexander Lukaschenko den Ton an, der gemeinhin als "letzter Diktator Europas" bezeichnet wird. In Usbekistan ist Islom Karimov am Werk. Beide jetzt nicht unbedingt lupenreine Demokraten, daher kann ich mir schon vorstellen, dass eventuelle Proteste im Keim erstickt werden. Das mit der demokratischen Freiheit nehmen beide nicht unbedingt ernst und sie wollen halt verhindern, dass sich das Ukraine-Ding wie 2011 der Arabische Frühling über eine ganze Region ausbreitet.

      Ich will das jetzt gar nicht groß bewerten, auch weil die Ukraine im Vergleich zu den beiden Ländern tatsächlich ein Vorzeigeland ist. Dennoch warne ich weiterhin davor, beim Thema Ukraine nur die deutschen Medien zur Meinungsbildung heranzuziehen. Für mich ist die Gefahr der Klientel-Berichterstattung da im Moment viel zu hoch, wenn ich mir angucke, wie der Preisboxer auf der Münchener Sicherheitskonferenz gefeiert wurde. Naja, jede "Revolution" braucht seinen Helden und vielleicht werden wir Klitschko in ein paar Jahrzehnten in einem Atemzug mit Fidel Castro und Wladimir Lenin nennen. |-)
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Weißrussland definitiv: es ist zwar seit 1991 ein souveränes Land, wird aber seit 1994 von Aljaksandr Lukaschenka eher undemokratisch regiert (nicht umsonst als letzte Diktatur Europas bekannt) und ist politisch wie wirtschaftlich stark abhängig von Moskau. Die Todesstrafe ist hier übrigens noch enthalten im Strafrecht

      Usbekistan widerrum wird zwar genauso autoritär regiert, allerdings unter dem Segen der US-Regierung da der usbekische Präsident den 'Feind' eher im islamistischen Spektrum sieht. Zudem herrscht starkes Interesse von westlicher Seite an dem Land, da im Süden die Grenze zu Afghanistan ist und in Ternez ein Bundeswehr-Camp existiert. Die Regierung dürfte hier eher Sorgen deswegen haben ob der rigorosen Vorgehensweise gegen Regimekritiker. In den letzten Jahren haben sich die Usbeken allerdings eher den Russen zugewandt.


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    • Kampfkater schrieb:

      Naja, jede "Revolution" braucht seinen Helden und vielleicht werden wir Klitschko in ein paar Jahrzehnten in einem Atemzug mit Fidel Castro und Wladimir Lenin nennen. |-)

      Wladimir Iljitsch Lenin hieß der gute Mann. :P Ein paar Jahrzehnte braucht es dafür nicht, Vitali ist für mich jetzt schon ein Held! Ich glaube der wäre sogar bereit seine Boxkarriere aufzugeben, um seine Heimat letztendlich aus den Fängen eines Janukowitsch zu befreien. Hut ab dafür.
    • Naja, fragt sich halt, ob Janukowitsch wirklich das größere Übel der Ukraine ist. Mir geht's da wie beastie, ich kann das Ganze überhaupt nicht einordnen und für mich hat das so nen ägyptischen Einschlag. Heißt, ich denke nicht, dass es nach einem eventuellen Machtwechsel besser wird. Da werden dann wahrscheinlich entgegen Janukowitsch irgendwelche westlichen Hardliner an die Macht kommen, die den Ausverkauf der Ressourcen an die good old world vorantreiben. Ich wage mal die Prognose, wenn ein stabiles pro-westliches Regime zustande kommt, dass die USA binnen 5 Jahren irgendwo in der Ost-Ukraine eine Militärbasis errichten werden. Gegen den Bolschewismus und so und Deutschland wird ja sowieso an der Krim verteidigt.
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      Martin Kind
    • Das darf es natürlich auch nicht geben Kater. Ich denke im Klitschko hätte man jemanden, der zwar EU freundlich, aber auch auf sein Land bedacht ist. Patriotismus ist wichtig, damit eben kein Ausverkauf oder eine "heimliche Übernahme der USA usw." vollführt wird.
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    • Kampfkater schrieb:

      Naja, fragt sich halt, ob Janukowitsch wirklich das größere Übel der Ukraine ist. Mir geht's da wie beastie, ich kann das Ganze überhaupt nicht einordnen und für mich hat das so nen ägyptischen Einschlag. Heißt, ich denke nicht, dass es nach einem eventuellen Machtwechsel besser wird. Da werden dann wahrscheinlich entgegen Janukowitsch irgendwelche westlichen Hardliner an die Macht kommen, die den Ausverkauf der Ressourcen an die good old world vorantreiben. Ich wage mal die Prognose, wenn ein stabiles pro-westliches Regime zustande kommt, dass die USA binnen 5 Jahren irgendwo in der Ost-Ukraine eine Militärbasis errichten werden. Gegen den Bolschewismus und so und Deutschland wird ja sowieso an der Krim verteidigt.


      Na ja, das die USA irgendwo in der Ost-Ukraine eine Militaerbasis errichten werden ist reine Spekulation. Oder hast du was von konkreten Plaenen gelesen? Wenn die das tun sollten, dann haette Herr Putin auch was dagegen. Der Typ wuerde durchdrehen. Ausserdem sollte die USA eher aus Kostengruenden ein paar Basen schliessen.
      Servus, Ollie

      Wer die Hitze nicht vertragen kann soll aus der Küche gehen!
    • Das ist natürlich reine Spekulation meinerseits. Daher auch der Halbsatz "ich wage mal die Prognose". :winke:

      Wenn man sich jedoch ansieht, dass zwei US-Kriegsschiffe durch den Bosporus* gefahren sind und unweit von Sotchi herumankern, um (natürlich) bei der Terrorabwehr zu helfen, ist der Gedanke gar nicht mal so absurd.

      * übrigens, obwohl die Türkei sich verbittet, dass in Friedenszeiten größere Kriegsschiffe durch den Bosporus fahren, interessiert aber Obama nicht.
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      Martin Kind
    • Aktuell gibt es in Bosnien (zumindest auf dem Gebiet der bosnisch-kroatischen Föderation) mehr oder weniger gewalttätige Demonstrationen aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Lage und des politischen Stillstands. Auslöser war die Schließung eines Staatsbetriebs mit mehr als 10.000 Mitarbeitern.

      Bosnien hat -wie nahezu alle Balkanländer- eine sehr hohe Arbeitslosigkeit, dazu kommt die schwierige politische Lage. Jedes Staatsvolk wird in der Regierung repräsentiert (noch dazu in jeder Gewalt), sodass die Verwaltungskosten den weltweit höchsten Wert erreichen. Natürlich blockieren sich die drei Gruppen aufgrund alter Animositäten und Vorbehalte bei jeder Möglichkeit. Die Gebiete der Republika Srpska hingegen streben nach Sezession vom bosnischen Staatsgebiet und strebt nach dem Anschluss an Serbien, was widerrum die EU nicht möchte.

      Das Abkommen von Dayton anno 1995 war also ein voller Erfolg *ironieoff*


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      Souvent blessé, jamais vaincu

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mr. M 1903 ()

    • So einfach ist das manchmal. Zunächst, um das klarzustellen: das war ein Volksentscheid, der zu akzeptieren ist und so auch legitim ist. Wenn man hierzulande für Volksentscheide ist, muss man diese woanders so auch nehmen, egal wie sie ausfallen.
      Aber die Folgen werden nicht gut sein, soviel steht eigentlich jetzt schon fest. :schulterzucken: Und es ist halt wirklich schon klug gemacht worden von der SVP, alleine schon das ganze als "Masseneinwanderung" zu bezeichnen, hat sicher einige Ja-Stimmen gebracht.
    • Hmm, was Volksentscheide angeht, bin ich tatsächlich zwiegespalten. Es ist halt die Natur der Sache, dass auch Leute abstimmen können/dürfen, die sich nicht mit der Materie auseinandergesetzt haben. Ich bin mir jetzt nicht traurig, dass ich die Möglichkeit eher nur rudimentär habe, denn um abstimmen zu können, muss man sich zwangsläufig mit der Materie auseinandersetzen, will man sinnvoll abstimmen. Man kann aber auch sinnlos abstimmen, nämlich dann wenn man keine Zeit/keinen Bock hat, sich mit Argumenten und Gegenargumenten auseinanderzusetzen und da gibt's viele von, die kein Bock auf sowas haben.

      Der Volksentscheid hier in Essen vor 3 Wochen war auch so ein Paradebeispiel. Da ging es darum, ob die Stadt Essen für 121 Mio. € den Ausbau der Messe vorantreiben soll. Die Messegegner vermuteten, dass das Geld für Kitas/Schwimmbäder/Schulen fehlen würde. Kann man jetzt so sehen, muss man aber nicht. Der Witz an der Sache war aber die Fragestellung, denn wer FÜR einen Messeausbau war, musste mit NEIN stimmen. :augen:
      Das Ergebnis war der nächste Witz an der Sache, 66.066 JA-Stimmen (50,4 %), standen 65.104 NEIN-Stimmen (49,6 %) gegenüber. Wer mir jetzt erzählen will, dass das NICHT an der lustigen Fragestellung lag, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Wahlbeteiligung übrigens nicht mal 30%.
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      Martin Kind