Spielberichte Berliner Amateurfußball

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    • Nach mehreren Spielen unter der Woche gab's heute mal Zeit für die Partnerschaft. Dafür lässt man auch eine klar zu erwartende Niederlage gegen die formstarken Spartaner sausen. |-)

      Das Spiel ging mit 1:2 verloren. Gästetrainer Kostic betonte, trotz Ausfälle das Spiel bestimmt zu haben. Na ja, bei Tas fehlt auch die halbe Mannschaft, dafür werden nun viele A-Jugendliche hochgezogen und getestet. Richtig heiss her ging es bei Al-Dersimspor gegen Türkspor.
      Fupa schreibt wie folgt:
      "Das Spiel muss beim Spielstand von 0:0 fünfundzwanzig Minuten unterbrochen werden. Schiri Jessen hatte Berlin-Türkspor Stürmer Hassan Salhab wegen Beleidigung des Feldes verwiesen. Daraufhin eskaliert die Stimmung auf dem aufgeheizten Lilli-Henoch Sportplatz. Ein Zuschauer fühlt sich von Salhab beleidigt, und stürmt den Platz. Danach gibt es mehrere Versionen. Berlin-Türkspor Präsident Metin Yilmaz und sein Sohn Melih sollen angegriffen worden sein. Die Gegenseite behauptet etwas ganz anderes. Fakt ist: Der Leitende Jessen unterbricht das Spiel, und ordnet die Evakuierung der Zuschauer aus dem Stadion an. Die verfolgen das Match dann hinter Gittern. Eine Untersuchung seitens des BFV wird jetzt Licht ins Dunkeln bringen. "
      Bei Dersim spielen vor allem Aleviten und über Türkspor braucht man nicht viele Worte verlieren. Ein anmaßender, unsympathischer Haufen verhinderter Fußballdiven mit Dauer-"Schiriiiiiiiieeeee"-Falsett. Mit Trainer Volbert hat man genau den Menschen auf dem Trainerposten, der das ganze noch schön befeuert. Der Verein müsste bei sachlicher Auslegung jedes Spiel zu fünft beenden.
      Link

      BW90 ist Meister und man wird abwarten, wann der Sponsor da doch abspringt und der große Fall kommt.
      Spieltag und Tabelle
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      Landesligen

      Die große Preisfrage ist, wer höherklassig alles absteigt (Altglienicke, Regionalliga / Hertha 06, Oberliga) - davon hängt ab, ob drei oder vier Landesligisten aufsteigen. Die Relegationsspiele sind immer immens spannend.
      In der Staffel 1 benötigt Berolina Stralau bei drei ausstehenden Spielen noch einen Sieg, um nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden zu können. Dahinter liefern sich mittlerweile nur Türkiyemspor und Hilalspor ein Rennen und Platz 2. Unten gewann Berolina Mitte mal wieder ein Spiel, aber wohl zu spät. Dazu unterlag der Berliner SC II im Kellerduell gegen Inter. Legendär ist mittlerweile der BSV Hürtürkel. 27 Spiele, 27 Niederlagen, 10:245 Tore. Irre.
      Ähnlich sieht die Lage in der Staffel 2 aus. Der Tabellenführer Charlottenbrug hat trotz Niederlage in Marienfelde 65 Punkte auf der Habenseite (exakt genauso viele wie Bero Stralau in der anderen Staffel), doch haben hier die Verfolger noch mehr Punkte gesammelt. Das Überraschungsteam aus Frohnau als Aufsteiger steht auf Rang zwei mit kleinem Vorsprung auf Spandau 06. Die weiteren Verfolger Gatow und Wilmersdorf haben nur noch theoretische Chancen.
      Auch unten ist fast alles klar. Weißensee rettet sich durch einen klaren 5:0 Erfolg gegen Stern II, Rehberge unterlag Biesdorf und muss 6 Punkte aus 3 Spielen aufholen ...

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      Und sonst?

      Guter Tag für den Köpenicker SC. Die Erste Herren siegt in Rixdorf 10:0, die Zweite gegen Veritas Spandau 11:1. Beide Kontrahenten sind in ihrer jeweiligen Bezirksligastaffel allerdings auch Letzter.

      Durch den Sieg des KSC II, aber vor allem auch durch einen 9:1 Sieg Empor II gegen Besiktas fällt leider Rotation Prenzlauer Berg auf einen Abstiegsrang. Gleich sechs Mannschaften sind hier nur einen Sieg voneinander getrennt, es bleibt also spannend.
    • Noch zwei Niederlagen bis Saisonende - Spieltag Numero 32

      Nordberliner SC - Tasmania 4:0 (3:0)

      Es gibt Auswärtsfahrten, die verdienen diesen Namen auch in der Berlin-Liga noch. Im äusseren Nordwesten, weit jenseits des Flughafens Tegel liegt der Stadtteil Heiligensee. Mit den Öffis müsste man zum Endhaltepunkt Tegel und dann noch etwas länger mit dem Bus fahren, um zum Elchdamm zu kommen. Dort spielt besagter Nordberliner SC, der in den letzten Jahren immer graues Mittelmaß war, diese Saison aber nach einigen wichtigen abgängen komplett baden ging und als Vorletzter schon länger sicher abgestiegen ist.
      Auf der anderen Seite Tasmania, dass nach zwei unglücklichen Niederlagen gegen Blau-Weiß 90 (dort führte man bis zehn Minuten vor Schluss noch 1:0 ..) und bei Tennis Borussia im Pokal (0:2 zur Halbzeit noch egalisiert, aber im Elfmeterschießen verloren) komplett eingesackt ist und nunmehr sieben Niederlagen in Folge erlitten hat. Ein sichtlich genervter Trainer stellte sich nach dem Spiel den Fans und bestätigte einige Beobachtungen unsererseits, verwies aber darauf, dass zu viele fehlen und der eine oder andere eben spielt, weil der eben immer zum Training kommt ...

      Zu Beginn musste ich Asche auf mein Haupt schütten lassen - weil ich wieder die letzte U-Bahn genommen habe und die mich garstigerweise lange warten ließ, kam ich zu spät zum Treffpunkt. Zum Glück ließ mich meine Mitfahrgelegenheit nicht im Stich - mit den Öffis braucht man nämlich fast anderthalb Stunden, um vor Anpfiff da zu sein ... !
      Kurz nach Anpfiff erreichten wir das Naturschutzgebiet Heiligensee und den Elchdamm, den man über einen engen Pfad erreicht. Bei Gegenverkehr muss man immer schauen, wo man ausweichen kann, sonst muss einer rückwärts eine Lücke suchen.

      Meine Nachfrage nach einer Nadel wurde positiv beantwortet, kostet aber fünf Euro und handelt sich eher um einen Pin. Kein wirklich Guter offen gestanden, aber der Sammler in mir ließ keine Ruhe, ausserdem ist der Nordberliner ja eh erstmal weg und ohne Tas reise ich da nicht freiwillig hin.
      Etwas Hoffnung hatten wir ja - die Gastgeber hatten stolze 16 Punkte in 31 Spielen erbeutet, was etwas mehr als ein Halber pro Spiel ist, dazu eine schwache Offensive. Richtig gut waren sie heute nicht, aber für eine vollkommen orientierungslose Tasmania reichte es. Ich wollte nur ein Getränk holen, da stand es schon 0:1. Flanke, in der Mitte wohl einer frei, drin. Defensiv war wieder keine Ordnung drin, denn das Spiel wiederholte sich noch zweimal und brachte biederen, aber treffsicheren Nordberlinern eine klare Führung.

      Von Tas kam zwar Einsatz, aber wenig zählbares. Stoßstürmer Leo Kirschner war wieder einmal fleissig, aber erlief die Bälle auf dem Flügel, will flanken und muss warten, bis denn einer mal nachrückt. Auch der junge Flügelflitzer Schikowski erinenrt mich an Leroy Sane in der N11 - fleissig, wirbelt, schießt auch mal, nur eben ohne Glück.
      Gut gefallen hat mir der junge Ulutürk und der ebenfalls junge, aber schon etablierte Yildirim, der viel Spielaufbau macht und antreibt, aber keine Anspielstationen finden. Insbesondere Yildirm Tokmak darf gar nciht spielen, weil seine Verletzung noch nicht auskuriert ist und wird natürlich permanent gefoult. Da der Schiedsrichter allerdings keine Karten vergeben will, haben die Gastgeber auch nichts zu riskieren. In der Zweiten Halbzeit setzt Trainer Tim Jauer alles auf eine Karte und bringt zwei Nachwuchsspieler für die Offensive. Und die machen ihre Sache richtig gut.
      Doch schnell wird das nächste Problem sichtbar. Einer trifft, steht aber im Abseits. Vorher zirkuliert der Ball durch den gegnerischen Strafraum, da keiner den Abschluss wagt. Auch mehrere Distanzschüsse - z.B. nach Wiederanpfiff nach dem vierten Gegentor vom Anstoßpunkt aus - bringen nichts, weil der Torwart drei Meter vor dem Tor steht und den Kullerball wahlweise fängt oder aus dem Toraus holen kann.

      Woran erkennt man, dass man eine spielerische Krise hat? In der Zweiten Halbzeit endlich mal sowas wie Fußball mit Kombinationen, aber:
      a) kein Tor
      b) keine Torchance, bei der der gegnerische Torwart sich auszeichnen kann

      Somit bleibt eine natürlich zu hohe, aber bezeichnende Niederlage beim Vorletzten, die die wenigsten Tore der gesamten Liga erzielten (25, nun 29). Man hilft, wo man kann.

      Immerhin blieb der Galgenhumor - und Teile der Mannschaft. Mama Loder verzog schon die Augen und der Sohnemann kam dann auch mit erstarrter Mine zur Familie. Anshcließend noch Keeper Schelenz, heute während des Spiels schon ungewohnt laut und im Grunde ein Typ, der man als Feldspieler bräuchte. Auch Stürmer Leo Kirschner kam zum mitgereisten Anhang, reichlich ratlos. Auch eine blöde Situation für ihn, bekommt kaum Bälle und wenn, dann irgendwo Richtung Eckfahne.
      Zu guter Letzt auch Trainer Jauer mit seinem angefressenen Kapitän Asma, der kurz über die fehlende Qualität nicht genannter Mitspieler schimpfte und in die Kabine stapfte. Der Trainer ließ seine Schützlinge hingegen noch schmoren und sprach über die Situation, Enttäuschungen und die Zukunft. Einzelne Neuzugänge gebe es wohl und die Spieler sehnen die Vorbereitung auf die neue Saison herbei. Aber keiner kann ernsthaft glauben, dass man nächste Saison befreit aufspielen kann, wenn die nächsten beiden Spiele auch verloren gehen. Das wären dann neun Niederlagen am Stück - und danach sieht es derzeit aus.

      Spieltag und Tabelle

      edit: Noch mal die Karte, damit ihr ein Gefühl für die Lage bekommt

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    • Überblick

      Landesligen

      Es bleibt spannend! Im Kopf-an-Kopf-Rennen um Rang 2 siegen sowohl Hilalspor als auch Türkiyemspor und treffen am kommenden Spieltag aufeinander. Für Schlagzeilen dürfte Hürtürkel sorgen, die bei Inter zur Halbzeit 0:18 (!) zurücklagen. Die Zweite Halbzeit wurde gar nicht erst angepfiffen. Inter sichert sich damit den Klassenerhalt, der auf BSC II und Adlershof hinausläuft. Spieltag und Tabelle

      In der 2. Staffel gelang Frohnau die Überraschung und siegt beim SC Charlottenburg - der unter Umständen noch den sicher geglaubten Aufstieg verspielen könnte. Die ersten drei Punkte sind nur noch drei Punkte auseinander ...

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      Bezirksligen

      Staffel 1 - sicher aufsteigen werden Staaken II und der letztjährige Absteiger Friedenau, der undankbare Platz 3 geht an Lübars, die Tas im Pokal einen ordentlichen Kampf lieferten. Auch unnerum ist bereits alles entschieden. Sieg des Tages geht nach Heinersdorf, die beim Absteiger Teutonia II 9:1 siegten und damit an der Tabelle ausgerechnet am Platznachbarn Fortuna Pankow vorbeiziehen.

      Staffel 2 - Befreiungsschlag für Rotation! Beim Vorletzten Besiktas wurde der wichtige Dreier geholt, der zumindest von den Abstiegsrängen führte. Ebenso "Schützenhilfe" erhielt Empor II bei Veritas Spandau (was für ein Name!) durch ein 9:0 Auswärtssieg. Borsigwalde siegt gegen den Köpenicker SC II und erhält ebenso wichtige Punkte. Doch es bleibt eng! Oben dürfte Charlottenburg-Wilmersdorf nach Serbija ebenfalls durch sein.

      Staffel 3 - die klarste Bezirksligenstaffel, da Aufstieg und Abstieg längst geklärt sind. Die angehenden Aufsteiger Stern Britz (siegten im Neukölln-Derby gegen Rixdorf 7:0) und GW Neukölln (stammen ebenso aus Britz, Neukölln-Mitte, 7:2 gegen den BFC Meteor) marschieren weiter, die Absteiger stehen länger fest. Mahlsdorf-Waldesruh schafft auch diese Saison mit einer starken Rückrunde das rettende Ufer, überholt sogar noch Buchholz.


      Der Rest vom Schützenfest:

      Beim tasmanischen Desaster beim Nordberliner SC trat dort danach direkt deren Zweite an und spielte gegen BW Spandau II. Während wir noch am Rand diskutierten, trafen die Gastgeber fleissig. Die Zweite des NBSC ließ es dabei ordentlich krachen .... kurios dabei ist, dass beide Mannschaften Tabellennachbarn sind und nach dem deutlichen Sieg die Plätze tauschen. Da sich der punktetechnisch erfolgreichere FC Kreuzberg im laufenden Betrieb seine Mannschaft abmeldete, stehen die "kleinen" Nordberliner in ihrer Staffel der Kresiliga A nun sogar auf einem Nichtabstiegsplatz. Sachen gibt's ...

      Kein Spieltag ohne Spielabbruch:
      # SFC Friedrichshain II - Alemannia Haselhorst beim Spielstand von 12:0 für Friedrichshain und einer Roten Karte für die Gäste. Dazu muss man sagen, dass F'hain bislang Vorletzter war und somit nicht gerade von Erfolgserlebnisse beglückt wurde in dieser Saison.
      # Ebenso dubios: Einheit zu Pankow dreht ein 0:1 zu einem 4:1, die Spielwertung lautet 7:1. Da muss es also auch Stress und ein irreguläres Ende durch die Gäste verursacht worden sein.

      Saisonende ist,wenn den Abstiegskandidaten einfällt, dass sie noch dringend Punkte brauchen und die Aufsteiger schon die Füsse hochlegen. So siegte Kellerkind Lankwitz gegen den künftigen Aufsteiger Normannia 6:2 und selbst Fortuna Pankow punktete auswärts. Die Ausnahme bildete Klassenprimus TeBe II und metzelt Karaburan Frohnau 8:0 ...

      Über die Krawalle im Spiel Blau-Gelb gegen Minerva wurde ja schon geschrieben.

      #Spandau
      Im unterklassigen Fußball läufts nicht gut für den westlichen Vorort. Den herben Niederlagen von Teutonia II und BW Spandau folgten ein 0:12 von SW Spandau II (freilich das Hürtürkel der Kreisliga B: 28 Spiele, 1 Punkt, 17:182 Tore) und Veritas II (1:12 gegen Corso Vineta).

      Dafür läufts im Aufstiegskampf für die Kickers Hirschgarten, die im Derby gegen Askania Köpenick 2:1 siegten.
    • :stoehn:

      Drei Mannschaften - drei Punkte auseinander. Nur zwei steigen auf. Eventuell. Vielleicht müssen die Zweitem in die Relegation, je nachdem, wie die Relegation in der Oberliga ausgeht und die wissen, wer da antritt. Kurz vor Saisonbeginn wissen dann alle Mannschaften, wo sie spielen und gegen wen. Und zwei Wochen nach Saisonbeginn fällt da immer mindestens einer Mannschaft auf, dass sie a) kein Geld oder b) keine Mannschaft mehr haben und sich zurückziehen.
      So etwa ...
    • Verbandskompetenz - diesmal leiden mal die weiblichen Kicker ....
      :stoehn:




      Was neues von "Berlin United" - nachdem der Name Club Italia nun gänzlich abgestreift wurde, orientiert man sich auch geographisch neu. Im "Westen von Süd-Berlin" also. Man darf gespannt sein ... |-)
    • Das ist Amateurfußball:

      Berlin Türkspor Trainer Daniel Volbert wird seinem Team im Abstiegskampf der Berlin-Liga fehlen, weil er in den Urlaub fährt. Ex Viktoria und Tus Makkabi Übungsleiter Ingo Reißner wird die Mannschaft in den letzten beiden Liga-Spielen coachen.
      Quelle



      :amkopfkratz:


      edit:


      Dieses Fundstück will ich euch nicht vorenthalten:
      Ein Spreekick-Gespräch mit Detlef Schneider, ehemalige Beffi und nun vermutlich Rekordaufsteiger im hiesigen Amateurbereich. Sympathischer Typ. Das Interview führt, wenn ich das richtig sehe, Toni Mielke, der zuletzt häufiger bei Tasmania kickt ...

      Auf Berolina Stralau bin ich echt gespannt nächste Saison. Kann ich schön mit dem Rad hin.

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    • Die Hitze macht mich echt fertig. Gestern eine Radtour von Neukölln nach Weißensee zum (Achtung, Punch Line:) Weißen See sowie das Holländerviertel (eigentlich nur eine Häuserreihe mit schickem Klinkerbau samt Allee) und dem Orankesee und dem Obersee. Letzterer dürfte den Architekturfreunden des Bauhaus noch geläufig sein, da hier Mies van der Rohe sein letztes Haus konzipierte, bevor er dann in's Exil musste. Es handelt sich aber um einen schlichten Bungalow.

      Dadurch lag ich heute aber ewig darnieder. Was also tun?

      Wieder zu Rotation Prenzlauer Berg? An sich reizvoll, die Jungs kämpfen um den Klassenerhalt und empfangen Kellerkind Veritas Spandau. Oder irgendwas in Brandenburg? Blöderweise fiel mir irgendwann auf, dass in dem Moment gerade schon Anpfiff ist und ich also höchstens gegen Ende der Halbzeit da ankomme. Ich entschied mich dagegen - und es war richtig. Denn Rotation führte zur Halbzeit 8:0 und das Spiel wurde abgebrochen- Ziemlich unfair, denn Mitkonkurrent Empor II siegte letzte Woche 9:0 - nicht, dass das eine Tor am Ende entscheidend sein könnte. Empor II und Friedrichshagen siegten auch heute wieder, haben also die Reserven möglicherweise rechtzeitig aktiviert. Rotation auch, aber das Spiel ist bislang noch nicht offiziell gewertet worden. Es bleibt eng ...

      Heute war auch das Pokalendspiel der Freizeitliga. Allerdings schon um 13:00, mitten in der Mittagshitze. Keine Option. RBC Berlin verteidigt den Titel gegen Urbanspor und könnte sich, falls es da eine Siegprämie gibt, mal ein neues Wappen erschaffen. Das sieht ein bißchen nach Win 98 - Paint aus ...
      Der Verein kommt aus Marzahn, wofür RBC steht erfährt man auf der Homepage aber nicht. Etwas mehr Info über die Historie außer den (Ronny) Range Cup wäre schön.


      Kurz vor halb drei aber dann doch der Entschluss, was zu gucken. Zentral südlich außerhalb der Stadttore Berlins entlang der S2 liegt Blankenfelde-Mahlow samt Sportplatz, der freundlicherweise direkt am Bahnhof steht. Nichts wie hin. Da war ich noch nie udn die fangen erst um 15:00 an. Gekommen bin ich drei S-Bahnstationen westwärts. Die erste S2 fuhr nämlich nur bis Süd-Berlin (Lichtenrade). Die S2 danach fiel aus. Die nächste Bahn in der Richtung ... fuhr auch nur nach Lichtenrade. Somit endete das Abenteuer Brandenburg-Liga schon innerhalb Berlins ... :motzen:
    • Manchmal siegt der Entdeckergeist vor der Dauerkarte und heute war mir nach Groundhoppen denn nach Nachbarschaftshilfe. Denn Tasmania wird natürlich SW Neukölln die Punkte überlassen. Zugegeben: Schwarz-Weiß ist mir nicht unsympathisch und mit dem Kandler haben sie einen fähigen Trainer. Und tatsächlich ging das Spiel 1:3 verloren und ermöglicht SW nächste Woche überhaupt die Möglichkeit, im Abstiegsdreikampf gegen die Füchse (einen Punkt mehr) und den Spandauer Kickers (2 Punkte mehr). Nun ist auch die Holzhackertruppe von Empor Berlin in der Tabelle vorbeigezogen.
      Den Hut in den Ring für kommende Saison warf Stern 1900. Nach einer halben Stunde stand es bereits 6:0 gegen Preußen und beließen es bei einem 9:1. Augenscheinlich stimmt die Chemie in der Mannschaft und mit Flo Medrane bekamen sie im Winter auch einen starken und agilen Stürmer von Tas. Der traf auch gleich doppelt heute.
      Spieltag und Tabelle

      Nein, heute sollte es mal nach Spandau gehen. Ganz in der Nähe des Ziegelhofs spielt Blau Weiß Spandau eine Liga tiefer als der Lokalrivale und ist dort weniger erfolgreich, hat aber in ihrer Bezirksligastaffel das Glück, frühzeitig feststehende Absteiger zu haben. Im Spiel BW Spandau 03 vs Stern Kaulsdorf ging es also um die sprichwörtliche goldene Ananas. Solche Spiele können furchtbar öde oder gegenteilig unfassbar verrückt sein. In diesem Fall: wenigstens torreich.
      Da ich trotz frühzeitiger Planung zu spät für Westend 01 war (die pfiffen bereits 12:15 an), ging es eben weiter westwärts und dort war ich sogar pünktlich. Das Vereinsheim hat Getränke und Aufkleber gab es auch. Ich erspähe kleine Wimpel und sichere mir für einen spontanen Paketpreis diesen mit zwei Aufklebern für einen Fünfer.

      Mit Fanta bewaffnet ziehe ich um den Platz. Der ist umzäunt mit einem orange lackierten Metallzaun und mit eine Art ausgeuferter Hecke begrünt. Auf den Rasen neben den Platz liegend sieht man also nicht genug. Auf der einen Geraden befindet sich ein Zweckbau mit Umkleiden, gegenüber eine zweistufige, verwilderte Traverse samt Aluboxen, die die Trainerbänke beherbergen. Hinter dem südlichen Tor das besagte Vereinsheim. Dort erstmal Bilder gemacht, als noch weitere Zuschauer kommen. Eine kurvige Milf begrüsst mich freundlich.
      Doch auch ein komischer Gepräch entsteht. Ein junger Mann mit Real-Trikot hockt sich neben mich und behauptet mit wackligem Englisch, dass das Dress ein matchworn-Shirt von Ronaldo persönlich sei und der es ihm geschenkt habe. Er stammt aus Afghanistan. Ronaldo sei der Beste, aber im Verlauf kritisiert er jedoch, dass dieser sinngemäß abgehoben sei. Er scheint Analphabet zu sein und ließ sich von mir erklären, was auf seinem Shirt steht ("Psycho Room Service" - ich belasse es bei den letzten beiden Wörtern...), kritisiert irgendwann, dass sich alles nur ums Geld dreht und Gott viel wichtiger sei und landen irgendwann beim Thema Islam. Irgendwie nicht das Thema, dass ich am Rande eines Fußballfeldes mit geringen Sprachkenntnissen debattieren will - versucht mal, mit etwas Küchenlatein Cicero zu übersetzen ....

      Auf dem Feld entpuppte sich Blau Weiß als das willigere Team, Stern war augenscheinlich schon gedanklich bei der Abschlussfeier. Spandau hingegen heiss, aber zunächst unfähig. Was macht man, wenn man frei auf das Tor den Ball serviert bekommt? Man verstolpert sich samt Ball aus der günstigeren Mittelposition irgendwie Richtung Ecke, um dann einfach draufzuholzen. Pfosten. Kurz darauf noch besser: Stern läuft schon gar nicht mehr hinterher, der Spiel duselt sich am Keeper vorbei und schießt, statt zur Torlinie zu laufen. Klirrrrrr! Pfosten, Numero zwei. Hätte man Nord Nordwest nicht suspendiert, würde BW mit der Chancenverwertung tiefer drin stehen. Punktemässig sowieo, aber in dieser Staffel hat auch der dritte Absteiger derzeit nur 19 Punkte. Bei dritten Anlauf schafft es Spandau dann doch, frei zu verwandeln. Der Flügelflitzer rennt auf rechts durch, bekommt den Ball und schießt einfach rein.
      Nun muss Stern doch mal mehr machen. Der erste richtige Angriff bringt den Ausgleich. Die spielerisch etwas sicheren Kaulsdorfer marschieren über rechts, die Hereingabe kann der zentrale Mann gegen zwei behaupten, tankt sich zum Fünfer vor und hämmert den Ball am herausspringenden Keeper an's Lattenkreuz, der Abpraller segelt über alle vorbei zum mitgelaufenen Spieler an der Strafraumgrenze, der per Kopfball wiederum über alle hinweg in die Maschen einnetzt. Doch noch vor der Halbzeit die erneute Führung und die haben sie sich von den Gästen abgeguckt. Flügellauf, Hereingabe, Abschluss. Halbzeit. Sehr zur Freude der Spieler, denn nach der Hitze entlud sich der Himmel in ein Gewitter (Blitze am Horizont) und vor allem sturzbachartigen Regen.

      In der Zweiten Halbzeit verpasste ich das dritte Tor (46.), da ich noch beim Spaßkassenautomaten um die Ecke war und hielt den Anschlusstreffer für den Ausgleich. Freistoß von Stern schon stramm über die Mauer gezirkelt, doch auch stark pariert vom Keeper. Beim Abstauber aber machtlos, da hat die Abwehr nicht aufgepasst. Dank eines Kann-Elfmeters brachte BW aber schnell wieder Ruhe in das Spiel, das 4:2 war die Vorentscheidung. Zumal Kaulsdorf auch nicht wirklich alles gab und sogar noch das 2:5 kassierte.
      Doch es blieb es zum Teil wildes Geholze auf Kreisliganiveau. Als Verteidiger den Ball halb Richtung Torwart direkt in dne Lauf des Gegners spielen, der Stürmer, der beim ersten Hauch von Gegenspieler aber noch vor dem Strafraum abschliesst, statt das Sprintduell zu wagen und einen mittigen, flachen Schuß in die Torwarthandschuhe fabriziert - ein lauer Sommerkick. Kurz vor Abpfiff noch ein strammer Schuss in die Maschen durch einen Gästespieler, dann war Schluss.
      Auf zum nächsten Spiel. Eine der Damen gibt mir zum Abshclied einen "Herzlichen Glückwunsch!" mit auf den Weg und mein vernebeltes Hirn hört noch ihre erstaunte Kumpanin fragen, wofür das denn sei. Die Antwort konnte ich nicht mehr hören (womöglich nicht jugendfrei?), denn die Füsse trugen mich schon selbstständig hinaus, Richtung Bahn. Im Zweifel immer Magen vor Hormonen. Und Frauen am Spielfeldrand sind sowieso Spielerfreundinnen oder -mütter.

      Spiel: Blau Weiß Spandau vs Stern Kaulsdorf 5:3 (2:1)


      Spandau liegt wirklich am A*sch der Heide. Man braucht ewig zurück nach Berlin. Zumindest dahin, wo noch so gespielt wird. An einem der Bahnhöfe eine kuriose Situation. Junges Frollein mit vielen Koffern und lahmarschigen Freunden, die irgendwie noch draußen stehen, als die Türe schließen. Das Mädel samt einem Haufen Gepäck allein, der Rest mit großen Augen vor der Türe. Die Amerikanerin ohne Orientierung bekommt vom Captain natürlich Hilfe, zum einen den Hauptbahnhof zu finden, zum anderen das Gepäck zu ihrem RE-Gleis zu bringen. Karmaguthabenkarte wieder aufgeladen.

      Doch noch zu Tas? Nein, ich schmolle noch. Wer kickt noch so? Angeblich gibt's bei Viktoria Mitte auf der Westseite des Mauerparks und dem Jahnsportpank und der Max-Schmeling-Halle Accessoires wie Becher. Warum nicht! In den letzten zwei Jahren hat sich dort viel verändert, neben auf auf dem Sportgelände wird fleissig gebaut. Viktoria Mitte ist ein Nachwuchsverein - fussball.de zählt 54 Mannschaften, darunter neun (!) F-Jugendteams. Doch bei den Herren kommt (noch) nichts an, die Erste spielt Kreisliga B, zehnte Liga.
      Zu Gast der BSC Reinickendorf. Die Jungs vom Schäfersee kämpft noch gegen den Abstieg und führt knapp 3:2. Spielerisch viel Gezicke und Geholze, die Gäste schaffen kurz vor dem Ende den umjubelten 4:2 Endstand. Durch die Baumaßnahmen ist jedoch der Kiosk geschlossen, es gibt also trotz Hitze keinerlei Getränke für Zuschauer. Obendrein gibt's wieder einen Wolkenbruch, doch statt richtigen Bäumen steht nur eine Esche am Rand, die notdürftig schützt und irgendwann stehen da vier Erwachsene drunter, sehr zur Belustigung der Viktoriabank, die sich wiederum unter einem einzigen Schirm verkrümmeln.

      Kurz darauf ist Schluss - und doch beweisen alle noch einmal Sportsgeist:
      Ein älteres Paar - sie mit Schirm, er im Rollstuhl - müssen noch die drei Stufen herunter. Ich biete meine Hilfe an und die zu den Umkleiden gehenden Spieler schließen sich an. Am Ende tragen Spieler beider Mannschaften Mann und Gefährt nach unten, mitten im strömenden Regen. Großartig!

      Spiel: Viktoria Mitte vs BSC Reinickendorf 2:4
    • So, noch einmal den Schweinwerfer herausholen - es wird spannend! Aufstiege, Abstiege, Spielabbrüche ....


      Landesliga

      In der Staffel 1 gibt es Entscheidungen, aber manches ist noch offen. Bero Stralau feiert endgültig den Aufstieg und da die ersten beiden Mannschaften sicher aufsteigen, wird wohl auch Türkiyemspor mal wieder Berlin-Liga spielen. Die hielten im Verfolgerduell Hilalspor mit einem Remis auf Distanz und die Gäste empfangen Aufsteiger Stralau am letzten Spieltag.
      Unnerum hingegen Tristesse in Adlershof. Beim Absteiger Berolina Mitte verloren die Schwarz-Roten überraschend und rutschen auf den Abstiegsplatz. Der Berliner SC hingegen besiegte erwartungsgemäß Hürtürkel 10:0 - wieder einmal das Halbzeitergebnis, die Zweite Hälfte wurde gar nicht angepfiffen. ABC mit dem besseren Torverhältnis, aber einem Punkt weniger - und erwartet Türkiyemspor am letzten Spieltag. Der BSC II muss nach Hermsdorf, für die es um nichts mehr geht. Schlechte Karten für Adlershof ...

      Kleine Überraschung in Staffel 2 - Frohnau unterliegt daheim Biesdorf und droht, den zweiten Platz zu verlieren. Doch Verfolger Spandau 06 holt nur einen Punkt und verpasst es dadurch, die Jungs aus dem Norden zu überholen. Am letzten Spieltag treffen beide Mannschaften aufeinander! Und da hat Gatow plötzlich wieder ein Wörtchen mitzureden. Die siegten beim Absteiger Rehberge und könnte bei einem Remis am Ziegelhof und einem eigenen Sieg das Unmögliche möglich machen.


      Bezirksliga

      Den Letzten beißen die Hunde. In Staffel 2 kann es diese Saison dann doch den VfB Berlin-Friedrichshain treffen. Im Kellerduell beim Köpenicker SC II gab's ein 1:5 - und alle Mitkonkurrenten punkteten. Somit kommt es zum Fernduell mit Friedrichshagen, die zum Derby den Köpenicker SC II empfangen, während der VfB am heimischen Sportplatz am Volkspark Friedrichshain Empor II empfängt. Besseres Torverhätlnis, aber drei Punkte Rückstand sind eine schwere Hypothek. Den Friedrichshägern reicht ein Remis.

      In Staffel 3 verabschiedet sich der Rixdorfer SV noch mal mit einem Abbruch. Vermutlich wieder zur Halbzeit, da es da schon 0:10 im Derby gegen GW Neukölln stand.




      Und sonst so?

      Man spricht ja häufig scherzhaft von Handballergebnissen im Fußball. Das hier trifft sogar mal wirklich zu! :schreck:

      Ansonsten unzählige Spaßergebnisse in der Hitze, wie bsp Alemannia Haselhorst vs FC Amed 2:13


      Ach, und Spielabbrüche. Unter anderem beim 1 FC Besiktas vs Victoria Friedrichshain II. Schon dreißig Tore zur Halbzeit? Rote Karten? Nein, nichts dergleichen. Nicht mal ein Tor. Vermutlich waren beide Truppen so frustriert (Besiktas nur nicht Letzter, weil Chemie Adlershof II zurückzog, Victoria Fünfter in der letzten Liga), dass sie einfach früher Feierabend gemacht haben. Oder wegen Gewitter.

    • Viktoria Mitte spielt... Bezirksliga? Kreisliga? Dafür scheint mir der Zaun etwas zu unterdimensioniert. Ist überliefert, ob die Mieter der Wohnungen/Büros im Hintergrund so Fußbälle auf ihre Scheiben geklebt haben, ähnlich wie man das macht, um Vögel fernzuhalten?

      Solche Mülleimer gibt's bei Lichtenberg'47 auch.

      Mottogerichte? Also Currywurst, Fritten, Bulette. Vielleicht steckt dann so ne Zahnstocher-Flagge mit den russischen Farben drin.

      Das mit den Wildschweinen hatte Neuruppin definitiv besser im Griff! :D

      "Ich möchte 100 werden, und Martin Kind soll meine Grabrede halten." - Dieter Schatzschneider
    • Bezüglich Viktoria: hier mal eine andere Perspektive. Da die nur Kreisliga B spielen, sind die Balkone in der Tat gefährdet. Zumindest eine natürliche Auslese an Dekoration und Balkonmöbeln, die einfach nicht stark genug sind. Ich hoffe, die sind klug genug, von potentiellen Mietern (Gebäude wird noch fertiggestellt) Rücksicht zu verlangen. Hast ja immer den einen Deppen, der an einen Sportplatz zieht und dann wegen Lärm klagt ...


      Das mit den Mottogerichten stelle ich mir auch interessant vor.
      Rußland: Bulette mit Stroganoff-Sauce
      Panama: Bulette auf einem Janosch-Pappteller
      Saudi Arabien: die Bulette wird hinter Stoff versteckt
      Schweden: Elchbulette, passend zum Elchdamm
      Polen: Bulette in Pirogi
      Kroatien: Bulette mit Ajvar
      ...
    • Viktoria Mitte setzt den Schwerpunkt auf Jugendsport, das könnte als Trumpf ziehen. Direkt am ehemaligen Mauerstreifen zählt der mittlerweile exquisite Prenzlauer Berg (Süd) genauso wie der Wedding zum Einzugsgebiet. So eine steile Hintertortribüne hat natürlich auch was. :D




      "Burkalette" ist der Wahnsinn ;D
    • Neu

      Letztes Wochenende der Saison! Und noch mal zwei Spiele mitgenommen ...

      Samstag

      Berliner SC 1895 - SV Tasmania 2:2 (2:1)

      Im Duell um die goldene Ananas duellierten sich zwei Mannschaften, die lange Zeit gut mitgespielt haben und irgendwann den Faden verloren hatten. Die gut aufgerüsteten Grunewalder schafften es immerhin in das Pokalfinale (1:2 gegen die Befis), Tas verspielte ebenfalls den Dritten Rang mit acht Niederlagen in Folge (!) - heute wurde es wenigstens ein Punkt, auch wenn mehr drin war.
      Der BSC war immerhin so gnädig, zum letzten Spiel den Eintritt zu erlassen und es waren tatsächlich einige Nasen vor Ort. Der Saisonabschluss und auch das parallel stattfindende WM-Spiel Island gegen Argentinien zog. Doch auf anderen Plätzen wurde gespielt - auf dem Rugbyfeld spielt die eigene Abteilung und auf dem grauenvollen Kunstrasenplatz die Hockeymädchenmannschaft. Somit blieb nur die gute alte Kuhwiese im Nordwesten der Anlage samt Zweierreihentribüne, die in den Hügel gearbeitet wurde.
      Verkatert vom Vorabend entschied ich mich erst spät, das Haus zu verlassen und kam so nach etwa 35 Minuten an. Führung für Tas nach drei Minuten und natürlich Spiel gedreht. Am Eingang erstmal Begrüßung vom Stammkeeper und Flügelaxt Ujazdowski, bei in zivil. Ein Blick in die Reihen der verbliebenen verhieß nix Gutes. Der monatelang nie bei Tas an Spieltagen verweilende Toni Mielke als Innenverteidigerabwehrturm (und kurioserweise der Stabilisator), daneben der Jungspund Hassane, der sich mit Ballverteiler die zweite Innenverteidigerrolle zuschob. Offensiv durften zwei A-Junioren ran, die allerdings kaum Bälle bekamen.

      Beim BSC aber dasselbe Bild, unser Ex-Tasmane Rogoli wurde sogar zur Zweiten Mannschaft abgeschoben (Schweinerei!) und auch Emre Demir war nicht dabei. Durch die Unebenheiten des Platzes war aber Kombinationsfußball ohnehin kaum möglich. Nach und nach trafen weitere Tasmanen ein, wahlweise vom Familientag mit Ehefrau oder vom Filmdreh ("Bolzmann" - ein Kurzfilm über einen gefallenen, fiktiven Alt-Tasmania-Star, stand auch ein Tag lang als Komparse zur Verfügung).
      Somit war es ein müder Kick, erst spät ging ein Ruck durch die Mannschaft. Außenverteidiger Udeoka versprang beim Vorstoß der Ball und sprang dem Verteidiger, der das Leder abschirmte etwas übermotiviert auf den Buckel, doch auch beim Rest wollte man die Saison nicht mit einer neuerlichen Niederlage beenden. Mittelfeldakteur und Ex-BSCer Thiele sorgt für den Ausgleich. Einen steilen Ball lupft er frech über den Keeper und verfehlt kurz darauf mit einem Distanzschuss von der Mittellinie nur knapp.
      Kurz vor dem Ende hämmerte er einen Freistoß an die Lattenunterkante, aber der Ball sprang doch zurück ins Feld.

      Bereits Mitte der Zweiten Halbzeit musste mit Asma auch einer der Routiniers vom Feld und es kam als Ersatz wieder ein A-Jugendlicher, der auch viel lief. Doch der Siegtreffer blieb Tas verwehrt.
      Die letzten drei Anhänger blieben vor'm Vereinsheim und gaben sich das Spiel der Isländer, samt lautem Jubel über den verschossenen Elfmeter. Andere Anwesende waren da geteilter Meinung. Neben Rugbyspielern, mit denen wir plauderten guckten auch ein paar Israelis vom Wild Boars Haifa Rugbyclub mit sowie einige Hockeymädchen (die sind noch jung, die kriegen nicht gleich Rückenschmerzen vom Hockey, die Körperhaltung beim Spiel sah sehr ungesund aus ..). Als Einziger ließ ich die Finger vom Bier und nahm statt dessen Berliner Weiße mit Waldmeister (kein Spott! Das Zeug ist super im Sommer!)

      In der Berlin-Liga fiel nun auch die letzten Entscheidungen. Dritter und letzter Absteiger ist Schwarz-Weiß Neukölln trotz eines 5:0 gegen Schlußlicht Schöneberg. Weder Rudow (1:5 gegen die Spandauer Kickers) und Al-Dersimspor (0:2 gegen die Füchse) leisteten Schützenhilfe. Der Nordberliner SC erlitt zum vorerst letzten Berlinligaspiel noch eine 0:8-Heimniederlage, auch Croatia musste sich in Mahlsdorf 2:7 geschlagen geben.

      Spieltag & Tabelle


      Sonntag

      Stern Britz - Concordia Britz 2:5 (2:3)

      Wohin am Sonntag? Das Aufstiegsendspiel in Spandau anschauen? Oder doch was nahes? Der Sportplatz an der Britzer Mühle im mittleren, kleinstädtischem Neukölln ist mit dem Rad gut erreichbar. Zudem ein Derby und somit mal die Gelegenheit, etwas Vereinsleben bei Stern mitzuerleben. Da ist der Gastgeber den Gäste definitiv unterlegen. Sportlich hingegen lief es deutlich besser, schon vor dem Spiel stand Stern als Aufsteiger in die Landesliga fest, während Concordia im Mittelfeld festhängt.

      Zumindest war heute mal was los und auch meine Frage nach Nadeln wurde positiv bescheinigt. Ich wäre schon der Zweite, der fragt. Spitze, also auch andere Hopper da. Ich erreiche den Platz beim stand von 1:1 und einem Elfmeter für Concordia. Der Trainer (?) wille s gar nciht sehen und redet lieber mit den mitgereisten Spielerfrauen und -müttern. Doch die Sorge war unbegründet. Tor für die Gäste. Im Pulk waren die Leute eher auf das Spiel gegen Mexiko eingestellt, vor allem das mintgrüne Auswärtstrikot stach heraus. Also eine Runde herum zu der Gegengeraden mit verstaubten Traversen, die allerdings an ein Waldstück angrenzen und man dementsprechend im Schatten sitzt. Doch ist tatäschlich ein weiterer Union-Hopper, mit dem natürlich Tipps zur Nadelerbeutung besprochen werden. Tatsächlich hat einer "Ersatznadeln" dabei, da er unlängst gleich mal zehn Stück (!) beim BSC zum Preis von einem Euro (!) abgestaubt hat. Er war eben da, als der Geschäftsführer da war und nicht am Spieltag, so wie ich.
      Auch vom FSV Bernau hatte er zum selben Preis noch Rücklagen. Als ich zur Saisonvorbereitung da war, gab's nämlich nichts. Zur Halbzeit wieder nach vorn zwecks Getränk und penetranten Nachbohrens bezüglich Nadeln und dort stehen schon drei VfB Lübeck-Fans, die ebenfalls Beute machen wollen.
      Ein Pin und ein Aufkleber für 3,50€ wechseln den Besitzer und der Berliner Hopper verspricht den Lübeckern, sie nachher mit dem Auto mit zum nächsten Spiel mitzunehmen. Das hat er allerdings später vergessen und ist schon weg, während die drei etwas bedröppelt (und sichtlich genervt) dastehen. Aber mit meinem Semi-platten Rad kann ich da leider nicht helfen ...

      Ach, und gespielt wurde auch. Stern schafft den Ausgleich, fängt sich aber trotzdem noch den erneuten Rückstand gegen bissigere Concordia. Tatsächlich verspürt man etwas Derby-Atmosphäre zwischen den blau-weißen Sternen und den schwarz-gelben Concordianern. Gerade Letztere sind sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen ziemlich giftig. Einen nicht unwesentlichen Beitrag leistete dabei das DJ-Team, das die Tore der eigenen Mannschaft mit "La Cucaraca" als Kirmestechnoversion zelebrierte. Ansonsten alles gemütlich und ein Stück weit kleinbürgerlich und das Gegenteil von dem, was Neuköllntouristen erwarten.
      In der Zweiten Halbzeit verstolperten die Gäste erst einige Kontern, bis der Schwarze im Sturm dann einen Angriff mustergültig verwandelte und später auch der fünfte Treffer noch fiel. Was für ein Luschenteam triumphierte ein Ur-Vieh auf der Gegengerade, während mal wieder Spieler aneinandergerieten. Doch stern war schon in Aufstiegslaune, bis auf Ex-Tasmane und Turner Gaudian war den Kickern die Niederlage äusserlich egal.

      Bald war Schlu und die Spieler vertrugen sich schnell. Kurios: dadurch vergeigten die Sterne die Möglichkeit, ihre Staffel als Bezirksligameister zu gewinnen. Den Titel holt sich der weitere Lokalrivale Grün weiß Neukölln, obwohl sie nicht mal 90 Minuten spielen mussten, ebenso wie Rudow II, die als bester Dritter aufstiegen und auch früher Feierabend hatten.

      Spieltag und Tabelle
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