Spielberichte Berliner Amateurfußball

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    • Heute Abend Viktoria 1989 Berlin III gegen Rotation Prenzlauer Berg III um 19:45 Anpfiff.... ein Kreisliga Schmankerl der Extraklasse für jeden Berliner, der heute Abend nichts mit seiner Zeit anzufangen weiss ! ;D ;D
      • Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund
      • 1. Fussballclub Union Berlin e. V.
    • Ja, bei fupa werden ja auch immer alle Spiele angezeigt.

      Hab's vorhin nicht rechtzeitig geschafft, von meiner Holden zurück zur Wohnung zu fahren. Daher nur eine Halbzeit heute gesehen beim Kracher ....

      :drums: :drums: :drums:

      Adlershofer BC vs Berolina Stralau 2:2 (1:0)

      ABC 08 kämpft wie jedes Jahr gegen den Abstieg, benötigte die halbe Hinrunde für den ersten Sieg, holte sich aber zuletzt noch deren fünf und steht im gesicherten Mittelfeld. Hätte man sich nach dem verkorksten Start auch wohl kaum noch zugetraut. Auf der anderen Seite die Friedrichshainer von Berolina, momentan Tabellenführer, nachdem man in den letzten Jahren immer oben mitgespielt hatte.
      Es ist grau die letzten Tage hier, kaum richtig hell, bestes Wetter für Winterdepressionen, zumal kein Schnee liegt. Wetterfühligkeit muss man offensiv begegnen, in dem man bewusst raus vor die Tür geht und sich eben nciht am heimischen Herd verkrümelt. Also raus zum Fußball, wenn ich morgen schon das Spitzenspiel Tasmania vs Blau-Weiß 90 verpasse.
      Die Auswahl fiel auf dieses Spiel, weil die Alternative Berliner Verkehrsbetriebe (Null Punkte, Letzter in der Bezirksliga) gegen Rixdorfer SV (6 Punkte, Vorletzter) weiter weg liegt und die Gäste nicht unbedingt Sympathieträger sind. Das Spiel wurde laut fussball.de auch abgebrochen, also alles richtig gemacht.
      Die Überraschung lag für ABC zum Greifen nahe - ich kam nach Anpfiff zur Zweiten Hälfte an und fand einige Nasen mit ABC-Schal am Spielfeldrand, wahlweise mit Schirm oder Wollmütze bewaffnet. Eine der wenigen Anzeigentafeln mit richtigen Ziffern wies ein 1:0 an, mit dem die Gastgeber in die Kabinen gingen. Stralau musste also kommen und kam mit einem Doppelschlag zurück. Zunächst nach einer Ecke. Der Torschütze legt sich am Fünfer den Ball zurecht und befördert ihn am Keeper vorbei ins Netz. Gegen die Laufrichtung, aber ohne Druck und der Torwart war ja irgendwie dran. Sah haltbar aus. Eine nette Kombination zum Stoßstürmer bringt ihn vor den gegnerischen Torwart und tunnelt diesen.

      Anscheinend sollte es nun den erwarteten Auswärtssieg geben, hätte sich die Gäste nicht in unsinnigen scharmützeln mit den Zickereien der Adlershofer hergegeben oder mal weiter gespielt. Mit ein paar halben Chancen lässt sich dann auch ABC nicht erlegen und es nahte das tragische bzw versöhnliche Ende, je nach Blickwinkel. In der Nachspielzeit werfen die Gastgeber alles nach vorne, nutzen die Konfusion im Strafraum für einen womöglich abgefälschten Schuss in das Eck und den nicht unverdienten Ausgleich.
      Der Ausbruch der Trainerbank mit "Platzsturm" und Haufen folgte ein Ausbruch meinerseits: Handy raus, anschalten ... mach schon ... irgendein unnützes Programm poppt auf .. weg!weg!weg! .... schnell die Kamera ... Bild ... sämtliche Spieler sind längt schon unterwegs auf ihren Posten und der Trainer längst wieder ins einer Coachingzone. Dreckstelephon.

      Kurios der Zwergenkrieg am Rande - die beiden kleinsten Spieler der Kontrahenten gerieten vor den Trainerbänken aneinander und brachten den Trainer der Gastgeber auf die Palme, der die Seinen benachteiligt sah. Man muss dazu sagen, dass sich die Adlershofer auch unglücklich in Zweikämpfen anstellten und klare Gelbe sahen, während man bei Berolina schon noch den Versuch sah, den Ball zu spielen. Also alles ok.

      [img='https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t31.0-8/25358335_10215696853521380_3952705729693202483_o.jpg?oh=02b24a0f981ab88f0499e28c12549b3a&oe=5AC04971',none,593][/img]
      Die Südwestkurve mit Anzeigentafel im Hintergrund. Die Sitzplätze haben allerdings auch schon bessere Tage gesehen.
    • Captain BlackAdder's Nightmare before Christmas

      So lange nix geschrieben? Wer argwöhnt, dass die Niederlage des glorreichen SV Tasmania am letzten Hinrundenspieltag gegen Blau-Weiß 90 die Ursache für die Verwaisung des hiesigen Blogs führt, liegt falsch. Die Schwiegermutter ist Schuld, genauer gesagt deren Eltern, denn der Geburtstag ist am 17.12., der dieses Jahr auf den Sonntag und damit den letzten Spieltag der Berlin-Liga fiel. Im Grunde muss ich aber froh sein, dass ich nicht da sein konnte. Somit fehlen mir in dieser Hinrunde lediglich zwei Spiele von Tas - beide wurden verloren (2:3 gegen Empor, 0:2 gegen BW 90). Zumal auch da wohl wieder merkwürdige Entscheidungen zu ungunsten meiner Farben fielen, aber das ist man von Referee Zastrow nicht anders gewohnt.

      Dadurch fällt Tasmania auf Platz 5 - vorne führt die erneut aufrüstenden Blau-Weissen vor dem Berliner SC 1895 und Mahlsdorf, dahinter lauern Croatia und eben Tasmania. Überraschung des Spieltags war der 4:0 Sieg der Spandauer Kickers gegen den BFC Preußen, der aufstrebende DJK Schwarz-Weiß und Al-Dersimspor trennen sich Remis.
      Spieltag und Tabelle


      Landesliga:
      Staffel 1 - ich hab's euch versprochen und sie haben es geschafft: Hürtürkel hat vor der Winterpause dreistellig stehen. Was die Gegentore angeht. Und selbst das Torverhältnis ist schon dreistellig, bei sieben eigenen Treffern stehen seit dem 0:9 gegen Wittenau nun schon 108 Gegentore in der Halbzeitbilanz. Bei 15 Hinrundenspielen. Irre. Kurios ist die Situation oben. Ich schilderte ja das Remis in letzter Sekunde bei ABC 08, dass sich die Adlershofer allerdings auch verdienten. Konkurrent Hilalspor unterlag aber einen Tag später Mariendorf, so dass die Kicker vom Ostkreuz weiter an der Spitze stehen.

      Staffel 2 - manchmal wird Hürtürkel doch noch übertroffen. Leidtragender ist der BSC Rehberge aus dem Wedding (oder ist das schon Reinickendorf?), der bei den Sportfreunden Johannisthal mit 10:1 besiegt wurde. Der Trainer der Nordwestberliner schilderte in einem Interview die problematische Situation und merkt sarkastisch an, als Schalke-Fan Sorgen gewohnt zu sein ...
      In der von Spielausfällen gebeutelten Liga ist im Aufstiegsrennen vieles möglich, vorne zwei Mannschaften mit 34 Punkten, dahinter zwei mit 33 ... es bleibt eng. Und Wilmersdorf hat noch zwei ausstehende Spiele und die Möglichkeit, ebenfalls oben mitzureden.


      Auf eine Besonderheit möchte ich noch hinweisen. Das Hürtürkel der Berlin-Liga, der glücklose Aufsteiger SV Berliner Verkehrsbetriebe 49 aus Lichtenberg, hat seinen ersten Saisonpunkt bzw -sieg eingefahren! im Spiel gegen den Vorletzten Rixdorf gelang ein 7:0 (!). Nach 45 Minuten. Danach wurde nicht wieder angepfiffen. Könnte mit dem Platzverweis für die Gäste zusammenhängen. Nur noch ein Sieg und sie können diese Truppe noch überholen ...
    • Frage zum Spiel Neukölln - Tasmania:
      Mir erschließt sich dieses Plakat mit „Der Berliner“, der Frau und dem Ball irgendwie nicht. Wer oder was ist der Berliner, was hat die Frau damit zu tun und was soll der Fußball daneben?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marsberger ()

    • Gute Frage. Möglicherweise ein Wort- und Bildspiel. "Der Berliner" "Fußball". Die Dame wirkt wie ein Werbemodell für Duschcreme, passt daher sowieso nicht zwingend zum dreckigen Rasenscharmützel. Alles zusammen könnte *Der (*feminin attraktive*) Berliner Fußball* bedeuten.




      ... oder es ist einfach der missglückte Versuch, an einer der Hauptstrassen Neuköllns Aufmerksamkeit zu erheischen, kein Geld für eine vernünftige Bildkomposition oder sinnvolle Motive hat und alles in zwanzig Minuten fertig sein sollte. Das wird wohl die vernünftigste Erklärung sein. |-)
    • [img='https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/26165193_1882002091858223_1681719148488663677_n.jpg?oh=8fc01303489b993b13101cb56b7c3baf&oe=5AFAF5A8',none,476][/img]

      Die Vorbereitung in der Winterpause, Bild von der fb-Präsenz. Ich gucke mal, dass ich die Spiele in Großziethen und Preußen Blankenfelde mitnehme. In einem Monat Pokal, diesen Freitag dann die Auslosung ...
    • fupa.net/berichte/sv-norden-no…-suspendiert-1071552.html

      Oha. Körperliche Attacken gegen Schieri und Betreuerin der Gastmannschaft und dann behaupten, der Unparteiische hätte zuerst zugeschlagen. Auch nicht das erste Mal bei NNW, solche Vorkommnisse.
    • Captain BlackAdder schrieb:

      fupa.net/berichte/sv-norden-no…-suspendiert-1071552.html

      Oha. Körperliche Attacken gegen Schieri und Betreuerin der Gastmannschaft und dann behaupten, der Unparteiische hätte zuerst zugeschlagen. Auch nicht das erste Mal bei NNW, solche Vorkommnisse.
      Solche Spieler musste gleich lebenslang sperren. :(
      Keine Signatur!
    • fupa.net/berichte/sc-westend-1…-erste-herre-1078577.html

      Richtiger und mutiger Schritt des SC Westend, die Erste Herren vor die Tür zu setzen und die Zweite die Chance auf Kreisliga A zu geben. Wird hart werden und Katastrophentouristen wie mich anziehen ... |-)


      edit:auf fussball.de ein Kommentar des Vereins selbst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Fahnenappell in Kreuzberg, beziehungsweise Berliner Landespokal:
      Anadoluspor (Bezirksliga) vs SV Tasmania (Berlin-Liga) 0:3 (0:1)

      Einiges hat sich getan in diesem Winter: überraschend trennten sich schon vorzeitig die Wege von Trainer Mario Reichel und dem SV Tasmania, es übernahm Jugendcoach Tim Jauer. Stürmer Romario Hartwig lobte diesen in einem fupa-Interview, da dieser die gleiche Sprache spräche und eben auch emotionaler dabei ist. Alt-Trainer Reichel war ein mit über 50 immer eher der nüchterne Typ gewesen und ohnehin aus einer anderen Generation. Leider wechselten Flo Medrane und Metin Karasu kurz vor dieser Änderung zu anderen Vereinen ...

      Mit Anadoluspor wartete der vermeintlich leichteste, auf jeden Fall ligentiefste Gegner aus der achten Liga. Leider wurde das Spiel vom Lohmühlenplatz (einen Hopperbericht müsste hier von unlängst vorliegen) rund einen halben Kilometer gen Südwesten verlegt, in das südöstliche Eck des Görlitzer Parks.
      Görlitzer Park?
      Der Görli?
      Genau. Immer wieder herangeführt, um die Verlotterung Kreuzbergs zu illustrieren, da hier wild gegrillt und vor allem diverse illegale Substanzen vertickt werden. Alle Hundert Meter (Ruf aus dem Hintergrund: "Hundert Meter? Alle fuffzig! Wenn das mal reicht!") steht irgendein Schwarzafrikaner und will dir Zeug andrehen. Immerhin nicht unfreundlich, aber man darf eben weder freundlich sein noch die Leute anschauen, sonst wird man umworben wie ein kurzberocktes Frollein zu Karneval. Auf dem Platz treiben sonst der FC Kreuzberg und gelegentlich auch Hansa 07 ihr Unwesen.
      Tatsächlich waren die Ränge gut gefüllt. Die Gastgeber machten sich dabei nicht nur mit orientalischer Trötenmusik bemerkbar, dessen Nervgrad auf einer Stufe mit den Vuvuzelas stehen, sondern auch mit vorher verteilten türkischen Flaggen. Was das ganze bei diesem Spiel soll, erschloß sich mir nicht wirklich, aber angesichts des derzeitigen Angriffkrieges auf syrischem Territorium eine merkwürde Parallele - oder eben Solidarität mit Mister Erdogan. Willkommen im "bunten" Kreuzberg.
      Somit liefen sich die Anhänger beider Seiten gewissermaßen Duelle beim Support - bei den üblichen Tasmania-Schlachtrufen versuchten die anderen mit "Anadolu"-Gesängen zu antworten oder mit besagter Instrumentalmusik allen Auswärtigen wenigstens die Ohren bluten zu lassen.

      Das Spiel entwickelte sich zum erwartbaren Pokalkampf. Hier der Berlin-Ligist, der wieder mal in der Abwehr mit ganz dickem Gemächt auftrat und einmal mehr für Nervenzusammenbrüche beim eigenen Anhang sorgte, dort der Außenseiter, der mutig mitspielte, aber die Räume nicht nutzte und die Bälle irgendwo Richtung Spielplatz weit hinter dem Tor holzten. Auch wenn ich es wohl bei jedem Spiel schreibe: der mässige Auftritt wurde nahezu jedes Mal vom Schiedsrichtergespann übertroffen, die beim Kurs "kreatives Pfeifen" Bestnoten erhielten. Ein Spieler von Anadoluspor rempelt einen Tasmanen um, der auf den bauch fällt, während der Übeltäter in die andere Richtung läuft, aber nach zwei Schritten wegrutscht und seinerseits auf dem Boden landet. Entscheidung: Foulspiel des Tasmanen. Der mindestens einen Meter weiter weg lag. So ging das die gesamte Zeit, so dass der ohnehin geringe Spielfluss zum Erliegen kam.
      Wirklich zufrieden waren die Gastgeber trotz diverser Refereegeschenke mit diesem trotzdem noch nicht, so dass der Mann in gelb von denen sogar noch mehr Rufe ertragen musste als von Tasmania. Beste Chance der Gastgeber war ein Seitfallzieher nach einer Ecke, doch großartig pariert von Schelenz, der erstmals richtig eingreifen musste.#

      Die wenigen Chancen für Tas waren allerdings Hundertprozentige, die trotzdem vergeben wurden. Pass in die Gasse auf den agilen Romario Hartwig, der frei vor dem Torwart auf Thiele querlegt, der den Ball nicht richtig trifft. Doch kurz vor dem Pausentee doch noch die Führung. Und der tat richtig weh: Flügelwechsel von rechts auf links, bei dem gleich drei Gegenspieler verpassen, so dass Tiedemann überrascht den Ball bekommt, die Flanke schlägt und mittig Innenverteidiger Loder findet, der Naldo-esk per Kopf das Leder in die Maschen zimmert.

      Zweite Halbzeit das gleiche Bild, bis mit einem Doppelschlag alles entschieden wurde. Hartwig stört entscheidend, so dass der Torwart einmal mehr zu hastig klärt - auf den Fuss von Thiele, der mit einem feinen Heber von außen den Keeper überwindet. Nach einer Ecke ist es erneut Hartwig, den den Torwart per Kopf zu einer Glanztat zwingt, doch erneut trifft ein Verteidiger. Diesmalwar Lucas Bähr mit nach vorne gekommen und der tasmanische Wikinger staubt sauber ab. Danach noch ein paar halbe Chancen hüben wie drüben, mit der besten für Hartwig, der wieder klug lauert, den Ball abschirmt und den Keeper umkurvt, doch am spitzen Winkel scheitert.

      Aus und Schluss. Mein Fahrrad war beim Schneeregen entsprechend nass und die Füsse taub. Bei feuchtkaltem Wetter von der Partnerin am Landwehrkanal abgeholt und sich dabei immer noch über die Beflaggung gewundert, doch Hauptsache Sieg und Hauptsache dem Finale näher gekommen.
    • Dank des miesen Wetters und meines Phlegmas habe ich kaum Bilder gemacht. Hab noch zwei Bilder, ein aktuelles und eins aus dem Archiv:

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      Oben rechts das Wappen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Die darauf abgebildete Brücke dürfte jeder kennen, zumindest die Freunde hiesiger Spionagegeschichte.

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      Pornös. Auch vom Sportplatz Wiener Strasse.


      Was ich noch im Netz auf die Schnelle gefunden habe:
      Bild von turus - generell immer wieder lesenswert
    • So, endlich mal wieder einen neuen Platz! Gut, irgendwo kurz vor'm Ortsausgangsschild Berlins und einem nervtötendem Gegner, aber immerhin. Und am Ende war es besser als angenommen! Zumindest der Samstag; Sonntag das erste Ligaspiel der Berlin-Liga mit neuem Tas-Trainer gegen taktisch disziplinierte Prenzlberger des SV Empor Berlin.

      1.FC Marzahn 1994 vs Rixdorfer SV 8:1 (4:1)

      Der Samstag führte mich in den verschrienen Ostberliner Bezirk Marzahn. Am Endpunkt der S7, Haltestelle Ahrensfelde (fake: Ahrensfelde ist ein brandenburgisches Dorf, das an Marzahn angrenzt. Der Bahnhof ist aber noch innerhalb Berlins). Von dort läuft man nicht weit ein stück weit an den Gleisen zurück zum Geraer Ring und findet einen unspektakulären Rasenplatz vor, mit hohen Metallzäunen umringt. Der Gebäudetrakt ist eindeutig im DIY-Stil bearbeitet, das Wappen und der Schriftzug mit Schablone aufgetragen. Herrlich bodenständig.
      Man kommt hinter dem Tor zum Feld, links das Vereinsheim mit Terrassentribüne, die Gerade parallel zu den Gleisen und zur Strasse. Auf der Terrasse ein Banner des Vereins, ausgeblichen, aber intakt. Tatsächlich mobilisieren die Marzahner auch im kalten Februar zum Rückrundenauftakt einige Leute, die dem Treiben entspannt zuschauen. Ein weiterer Pluspunkt ist das Vereinsheim. Urig, mit Wimpeln und Pokalen zugehängt. Sehr nette Leute auch hier, dazu eine Vitrine mit allen möglichen und unmöglichen Fanutensilien (Nummernschildhalter, Kopfhörer ..). Ich frage nach einer Nadeln, die freundliche Dame kommt mit Pin und Nadel zurück und erkundigt sich, was von beiden denn besser ist. Kosten? Ein Euro pro Stück! Natürlich nehme ich beides plus einen Kaffee zum gleichen Preis. Dann erspäht mein Auge die Plastikbecher mit Vereinslogo, also kam noch eine Cola oben drauf.
      Kurzer Blick in meine Getränkesammlung: neben den Tassen von Alemannia Haselhorst, der VSG Rahnsdorf und der TSG Friedenau gesellen sich nun Campinggerechte Plastikbecher von Union, dem Berliner SC und nun auch vom 1.FC Marzahn 94.

      Der Gegner reiste wie ich aus Neukölln an und ist wahrlich kein Unbekannter. Stammsportplatz an der Sonnenallee, immer wieder als pöbelnder Dauermeckerverein bekannt, machten sie auch in diesem Spiel ihrer Stammrolle als unsympathische Großmaultruppe alle Ehre. Ich kam mal wieder zu spät, doch pünktlich zum ersten Tor: Ecke der Gastgeber über alle hinweg - am langen Pfosten Volleyannahme per Aufsetzer in's Eck. Traumtor in der Bezirksliga, gelingt in dieser Spielklasse auch eher nur in einem von 20 Versuchen ...
      Dazu die Torjubelmusik (Oléeeeee, Olé, Olé, Oléeeee - we are the champions, olé ...), die eher zum schmunzeln verleitet. Die Gastgeber feldüberlegen mit gutem Spielaufbau, die rixdorfer stehen mit kurzbeinigen, gedrungenen Spielern hinten drin, vorne sorgen zwei größere, körperlich agierende Sturmtanks für gelegentliche Gefahr. Und es klappt tatsächlich: ein guter Angriff (sollte der einzige bleiben ..) zerschneidet die Defensive nur eine Minute später und führte zum Ausgleich. Alle Mühe umsonst, nun jubeln die Gäste und lehnen sich auch entsprechend aus dem Fenster ("Eyyy! Wo bleibt Musik??" x 5).
      Davor, dazwischen und danach: ein fast totgequatschtes Spiel. Schieriiiii! Schrieriiiii! Schieriiiiiii! Genau wie erwartet, dafür hatten sie sich immerhin im Griff und es gab keine überflüssigen Fouls oder Auseinandersetzungen (irgendwo hier: Spielbericht Berliner Amateure 1920 vs Rixdorf, drei Platzverweise und Spielabbruch nach 45 Minuten ..), aber es gab keinen Zweikampf ohne Drama. Irgendwann platzte dem türkischstämmigen Schiedsrichter der Kragen und schickte die Trainer hinter dem Absperrung und die Zuschauer auf die Tribüne, also vor's Vereinsheim. Ich stand nämlich mit dem fupa-Michael beisammen und beobachteten das Treiben. Er durfte als einziger bleiben. Der Trainer der Marzahner schaute und fragte verwundert, wer denn wir seien. "Presse." - "Sagst du Presse zu mir?!". Sprachs und grinste über beide Ohren. Der Trainer der 94er ist ohnehin ein Unikat. Schon ergraut schimpft er seine Truppe zusammen, wenn der Angriff wieder nicht anständig zu Ende gespielt wurde oder eben beim Gegentor. Somit etwas Unterhaltung am Rande.
      Doch es sollte sich zum Guten wenden: nach rund einer halben Stunde überlaufen die flinken Außenstürmer die Außenverteidiger der Rixdorfer und diesmal wird in der Zentrale der Ball verwertet. Noch vor der Halbzeit ein Doppelschlag zur Vorentscheidung: einmal wieder über die Flügel - eindeutig die Achillesferse der Gäste - und einmal per schönem Drehschuss, ähnlich dem Hammer von McFadden in Frankreich beim letzten Triumph der Schotten. Die Kugel schlug direkt über dem Keeper ein, aber vermutlich fehlte die Kraft durch die anstrengende Diskutiererei im Vorfeld.

      Durch die Halbzeitführung war das Spiel allerdings gelaufen. Den Gästen ging die Luft aus, was man schon daran erkannte, dass sie sich weniger mit dem Schiedsrichter beschäftigen. Immerhin nahm der Trainer zwischenzeitlich einen der Wüteriche vom Feld, brachte dafür einen Spieler, der lauf Spielberichtsbogen ein Araber sein sollte, aber in real mindestens 50 war und eher europäisch aussehender Türke ...
      Die Gäste spielten kaum noch mit, die Gastgeber wollten mehr, spielten weiter gut über die Flügel, auch mit wachsendem Selbstbewusstsein. Die osteuropäische Offensive mit Vladimir Falkenstein und einem Jacek legte noch viermal nach. Und ja, beim letzten Mal hatten die Gäste tatsächlich mal Grund zur Beschwerde, denn beim letzten Konter stand der Adressat tatsächlich im Abseits und auch die Ablage in die Mitte war nicht gleiche Höhe. Mit 8:1 fegten die Marzahner die Sonnenallee-Assis vom Platz, was aber nicht so vorhersehbar oder absehbar war.
      Aufsteiger Marzahn hält somit fünf Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen, für Rixdorf wird die Luft dünner. Mit nur 6 Punkten aus 16 Spielen und einem mannschaftlich schwachen und undisziplinierten Auftritt wird die Luft dünn. Nur die noch geringere Ausbeute des Schlußlichts Berliner Verkehrsbetrieb 49, die ihren einzigen Sieg und Punktgewinn überhaupt kurz vor Weihnachten eben gegen Rixdorf holten stehen noch unter den Neuköllnern. Damit steht Rixdorf dem Trend der Ligastaffel diametral entgegen - die Plätze 1 bis 3 werden von der lokalen Konkurrenz Stern Britz, Grün-Weiß Neukölln und Rudow II belegt.
      Tabelle
    • Tasmania vs Empor 1:1 (0:0)

      Gerne hätte ich ein ähnliches Spektakel wie am Samstag gesehen, doch leider wollte Empor partout nicht die Rolle der Rixdorfer übernehmen, wie es sich für anständige Gäste gehört. Statt dessen trat die Mannschaft taktisch sehr diszipliniert auf, presste stark und arbeitete gut gegen den Ball. Die Betonung liegt auf "gegen", den hinten wird gemauert und früh gestört, nach vorn ging wenig.
      Somit hatte Tas die undankbare Aufgabe, immer wieder gegen eine dicht gestaffelte Mannschaft zu spielen, die hinten leider sehr sicher stand und wenig zuließ. Die Hoffnung auf eine frühe Führung wurde demnach zunichte gemacht, da die wenigen sich bietenden Löcher nicht genutzt wurden. Ansonsten sah das Aufbauspiel ganz gut aus, auch wurde auch artig das Flügelspiel genutzt, um die Defensive zu bedrängen.
      Zumindest wurde dem ehemaligen Trainer Mario Reichel gedankt (Transparent "Danke Mario") und der Verband gescholten (Transparent "NOFV"), weil der die Babelzwerge abmahnte, da diese die Schrottbusser beleidigte. So nervig ich die Babelsberger mit ihrem tiefroten Fahnenappell finde; den Aufmarsch der Schwachstromis aus Cottbus zu ignorieren und nur die Studententruppe aus Potsdam abzustrafen ist reichlich lächerlich. Einmal mehr ein Eigentor des Nordostverbandes, aber Werbung in eigener Sache zu machen ist deren Anliegen nicht. Hat man schon in Fragen der Relegation gesehen.

      In der zweiten Hälften dann endlich der ersehnte Durchbruch. Legendary Romario Hartwig wuselt sich wieder durch und trifft. Jetzt muss Empor kommen und kann nicht nur mauern, alles wird gut!
      Wird es nicht.
      Eier schaukeln auf einem neuen Level.
      Empor ist im Nachwuchsbereich eine große Nummer im Berliner Fußball, immer deutlich besser als der Herrenbereich. So spielt die A-Jugend öfters höherklassig als zB die Altersgenossen des BFC, Vereine wie der BAK, Altglienicke und Konsorten können sowieso nur von deren Jugendarbeit träumen. Auch die Erste Herren sieht sehr jung aus, eine Mannshcaft, bei der man Zähen zeigen muss, um dem juvenilen Gegner die Aussichtslosigkeit klar zu machen.
      Nichts davon.
      Empor kann kommen, Tas semmelt sich einen halbhohen querpass nach dem anderen, ohne mal dne Ball aus der Gefahrenzone zu bekommen. irgendwann sprintet dann doch mal einer der Gegner dazwischen und Chaos entsteht. Gleich vier Großchancen in Folge bieten sich den Gästen. Wacht Tas auf? Halbwegs, eine Großchance kommt, aber vergeben. Dafür wieder Tiefschlaf defensiv und nun trifft Empor, ein Spieler mit dem ebenfalls malerischen Namen Romeo (!) Paeschke.

      Danach wütende Angriffe Tasmania, vom Anhang nach vorne gepeitscht. Leider zu viele "nach vorne!"-Rufe, die auf ein Kick-n-Rush hinauslaufen. Es bleibt beim Remis ....
      Tabelle der Berlin-Liga

      edit: Bilder aus Marzahn vom Samstagsspiel:

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      ;D

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      Vereinsheim. Gemütlich!

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      Vereinscontainer am Rand.

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      Auch wenn die Nivea-Jogi-Feinde schimpfen: die putzige Widmung muss noch hier her!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Eintracht Mahlsdorf ist neben dem Berliner SC nicht nur derzeit eine der erfolgreichsten Mannschaften der Berlin-Liga, sondern auch die mit dem geringsten Zuschauerschnitt. Während der BSC aus dem Grunewald dort zu wenig interessiertes Publikum zieht liegt das Gelände der Mahlsdorfer irgendwo am Rand im Eigenheimsiedlungsgebiet.

      Gestern ging es eine Liga tiefer, in der Landesliga traf Spandau 06 auf Wilmersdorf, beide Mannschaften wollen noch ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitspielen. Als einziges Mittwochsspiel gerade für Groundhopper interessant und tatsächlich meldeten einige Interesse an. Außerdem fehlt mir noch eine Anstecknadel. Leider gab es weder die Nadel noch kamen die erwarteten Nasen. Dafür war wieder der Altadel der hiesigen Groundhopperszene da, auch wenn ich wohl den Altersschnitt gesenkt habe.

      Spandau 06 am altehrwürdigen Ziegelhof ist schon die weite Fahrt außerhalb Berlins wert, auch wenn das Nest an der Havel offiziell dazu gehört, aber gefühlt immer noch weiter separat vor sich hinwurschtelt. Zumindest das wollte der ebenso altehrwürdige Spandauer BC 06 verhindern und fusionierte vor 15 Jahren mit dem 1.FC Spandau, der seinerseits erst 1997 gegründet worden war. Ziel war laut Wiki die Bündelung der sportlichen Kompetenz. Resultat Stand heute: zunächst musste man dem SC Staaken Vortritt lassen, die seit dieser Saison überregional und vor allem zwei Ligen höher kicken. Zudem stiegen mit den Spandauer Kickers ein weiterer Lokalkonkurrent auf und zu allem weiteren Übel probt mit dem SC Gatow der nächste Spandauer Verein die vollendete Palastrevolution und kann seinerseits aufsteigen. Nummer 4 im eigenen Bezirk? Da hatte die heimmannschaft etwas dagegen.

      Es war schweinekalt, ich bin einmal mehr zielsicher in die falschen Richtung gelaufen und kam fluchend kurz nach Anpfiff an. Pins? Fehlanzeige. Die üblichen Verdächtigen wie der Deutsch-Wusterhauser oder der BAK-Dauerkarteninhaberbegründer fehlten. Schweinerei. Dafür war ein anderes Urgestein vor Ort. Zum Glück. Das Spiel war mässig fesselnd. Streng genommen war es ein unglaublicher Grottenkick, Torraumszenen Mangelware. Das zog sich die gesamte erste hälfte so hin und im Grunde lief es wohl auf eine Nullnummer hinaus.

      Pause. Vereinsheim begutachten. Nett, Thresen, alte Trikots an der Wand aus alten BC-Zeiten. Allerdings auch viele wirklich hässliche Landschaftsbilder, die man auf Flohmärkten in der Wühlkiste neben alten Ladekabeln und Roy Black - LPs findet. Ein Ersatzkabel braucht man immer und Vinyl ist ein brauchbarer Stoff, aber was man mit solchen Dingern? Jedes Bravo-Posten versprüht mehr kreative Bildgestaltung als das. Auch der Barmann hatte keine Pins und musste meinem enttäuschten Mit-Hopper klar machen, dass der Fernseher kalt bleibt. Keine Summsebienen auf Europatournee in Norditalien und nach Abpfiff würde sowieso das Vereinsheim schließen.
      Am Zapfhahn verspricht ein Schild Jever, doch auf Nachfrage gibt's nur Schultheiss. Hinterhältig. Das Kinoplakat verspricht Russ Meyer und dann erscheint Rudi Carrell in Frauenkleidern. Schmeckt zumindest so.

      Dann freut man sich allerdings wenigstens auf den Wiederanpfiff und eine weitere Halbzeit im Frost. Geändert hat sich nichts, ein mässiges Kampfspiel mit gelegentlichem Gezeter der Spieler und manchen Fouls. Anscheinend macht die Kälte wirklich schmerzempfindlicher, die Schrei-Quote war zumindest hoch. Daß die Feinmechanik in den Füßen vereist war und die Gelenke rostig, sah man ja auch schon vorher.
      Doch dann geschah es. Ein Angriff über die linke Seite der Gastgeber, mal mit Tempo und Auge, Ablage und Abschluss von Mannah - doch noch das umjubelte Tor für die Gastgeber. Danach wackelten sie bei den Angriffsbemühungen der Gäste, aber es blieb beim 1:0. Kurz vor Ende handelte sich der 6er der Gäste noch Gelb-Rot ein, vermutlich wegen Meckerns. Unklugerweise wollte der sich damit nicht abfinden und ging auf Konfrontationskurs, konnte aber noch abgehalten werden.

      Durch den Sieg bleibt Spandau 06 Zweiter mit nur zwei Punkten Rückstand auf den SC Charlottenburg, doch noch mit vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger Frohnau und eben Wilmersdorf. Lokalkonkurrent Gatow hat 5 Punkte und ein Spiel weniger.
      Tabelle
    • Spitze, habe auch meinen Anteil der derzeit global grassierenden "Aussie Flu" bekommen und kränkel' herum. Dadurch fiel dementsprechend auch das heutige Auswärtsspiel für mich flach. Aber schreiben kann man auch vom Schreibtisch aus und zumindest die Ergebnisse dieses Wochenendes präsentieren. Also walte ich meines Amtes und gebe euch den Heribert Fassbender unseres Forums und wünsche erstmal "N'Abend allerseits!"

      Berlin-Liga
      Der SV Tasmania kommt noch nicht in Schwung. Bis in die Nachspielzeit führten sie bei Al-Dersimspor mit 2:1, um dann in der 94. noch den Ausgleich zu kassieren. Dreck. Die größte Blamage schaffte aber die Mahlsdorfer Eintracht, die nach dem furiosen Pokalsieg gegen Altglienicke mit Aufsteiger Spandauer Kickers ein Leichtgewicht bekamen und sich auf eigenem Platz 1:3 geschlagen geben mussten. Ebenso überraschend die 1:2 des SFC Stern gegen den Nordberliner SC.
      Spieltag & Tabelle

      Landesligen
      Staffel 1
      Der (finanziell) wiedererstarkte Club Italia siegt auch im zweiten Spiel im neuen Jahr und kann sich weiter von den Abstiegsrängen distanzieren. Überraschend schlug der Vorletzte (Berliner SC II) den Zweiten (Wittenau), wodurch die Gäste den Aufstiegsplatz auch postwendend wieder verloren. Dort steht Hilalspor vor Türkiyemspor, die ihrerseits zum "Derby" gegen Hürtürkel antraten, die bekanntlich dubiosen Gruppen wie den Grauen Wölfen nahe stehen. Das Spiel dauerte nur eine Halbzeit und ging trotzdem 8:0 aus. Klare Sache also, offiziell hatte die Mannshcaft zu viele Verletzte und konnte nicht mehr mit genügend Leuten antreten. Da der Kader stark ausgedünnt ist auch gar nicht abwegig ...
      Spieltag und Tabelle

      Staffel 2
      Vom Nachholspiel Spandau 06 vs Wilmersdorf hatte ich ja oben berichtet, beide Mannschaften traten ebenfalls heute wieder an und der Trend hielt an. Während Spandau 06 auswärts beim SFC Stern II klar siegte, vergeigte Wilmersdorf erneut gegen eine Spandauer Truppe, diesmal gegen Kellerkind Teutonia und musste sich mit einem Remis begnügen. Tabellenführer Charlottenburg wird wohl nächste Saison die Berlin-Liga beehren und dafür sorgen, auch dort wieder sportlich und vom Zuschauerschnitt die Rote Laterne zu übernehmen.
      Spieltag und Tabelle

      Bezirksliga 3
      Die ersten beiden Staffeln sind unspektakulär, die Dritte bietet da schon mehr. Die mehrfach von mir gescholteten Rixdorfer SV sorgten nach 0:5-Halbzeitrückstand gegen den Berliner SV 1892 für einen Spielabbruch. Und da solche Vereine ohnehin zu viel Narrenfreiheit bekommen, gab's diesmal halt eine göttliche Strafe: das bisherige Dauerschlusslicht Berliner Verkehrsbetriebe 49 siegte bei Concordia Britz und überholt diese Truppe daher in der Tabelle. Beide jetzt mit sechs Punkten. Die Führenden Stern 1889 Britz und GW Neukölln konntne nur Remis erbeuten, so dass Rudow II (och nö ..) und der BSV 1892 wieder auf Tuchfühlung gehen. Man darf gespannt sein.
      Tabelle
    • mavi-beyaz.blogspot.de/2018/02…-gegner-gibt-nach-45.html

      Aus der Türkiyemspor-Ecke wird über das Spiel gegen Hürtürkel geschrieben.

      Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass das Spiel eine 6:0-Wertung bekommt. Die gibt es, wenn der Gegner nicht antritt oder beim Abbruch ein niedrigerer Spielstand auf der Anzeignetafel stand. Bei 8:0-Halbzeitstand wird das wohl nun auch das Endergebnis sein, unter Umständen ist der Verband kulant und legt noch ein, zwei Tore oben drauf.
    • Derbysieger! Keine Macht den Turnern! Rudow in die Brandenburg-Liga!

      Spieltag XX: SV Tasmania vs TSV Rudow 3:2 (1:0)

      Wochenend & Sonnenschein, aber Füsse gefroren - Tas überlegen, macht es aber unnötig spannend - Dreifacher Tiedmann

      Nach zwei unnötigen Remis in Folge gelang im dritten Anlauf der erste Sieg 2018 - und selbst der musste mit allen Mitteln verteidigt werden, weil die Gäste spät in Überzahl noch mal Druck ausübten. Schon im Vorfeld hatte Tasmania jedoch die Gelegenheit, den Sieg sicher einzutüten, schwächte sich jedoch und musst ein Unterzahl noch mal zittern.
      Nach dem ersten Abtasten ist Romario Hartwig früh auf dem Posten und ist nach einem Fehler in der Hintermannschaft der Gäste auf und davon, verpasst aber mit dem schwächeren Linken die frühe Führung (7.). Tasmania macht mehr im Spiel und erarbeitet sich mehr und mehr Möglichkeiten. Thiele scheitert aus spitzem Winkel, ebenso Shuleta mit einem Freistoß.
      Das überfällige Tor fiel dann nach rund einer halben Stunde. Ecke Tas, Vollversammlung am kurzen Pfosten, doch keiner hat Damian Tiedmann im Blick, der frei einnickt. Danach müssten die Gäste mehr tun, aber können Tasmania-Keeper Robert Schelenz nicht fordern. Umgekehrt sorgt der einmal mehr fleissige Mittelfelddauerläufer Yildirim Tokmak mit einem satten Distanzschuss für Gefahr, verfehlt das Tor aber knapp.

      Auch in der Zweiten Halbzeit spielte vor allem Tasmania, Teile der Gästemannschaft schien gedanklich eher am heimischen Kamin denn beim Derby zu sein. Eine Hereingabe von links findet zwar nur einen gegnerischen Verteidiger, der aber selbst für genug Gefahr im eigenen Strafraum sorgt. Mit steigender Präzision in den Angriffen rückt das zweite Tor näher, erneut steht Tiedmann goldrichtig, der aus dem Gewühl abstaubt (54.). Durch das 0:2 sieht sich der Gegner dann doch bemüssigt, etwas mehr zu tun. Lucas Bähr grätscht an sich erfolgreich im Zweikampf den Ball weg, doch das Leder landet doch bei Barbakadze, der zum 1:2 (67.) einschiebt.
      Das Signal zur Aufholjagd? Mitnichten, Tas zerstört umgehend das Momentum und passt sich ohne größere Gegenwehr durch die gegnerische Deckung. Erneut ist es Tiedmann, der dem Keeper keine Chance lässt (68.).

      So hätte das Spiel an sich entspannt zu Ende gehen können, doch das Schiedsrichtergespann wollte wohl auch auf ihre Kosten kommen und schickten unseren Daniel Ujazdowski vom Feld, der sich auf dem Flügel aufrieb. Welche Worte gefallen sind, bleibt unklar, aber die Gäste nahmen die Entwicklungshilfe an und suchten dann doch noch den Weg nach vorne. Trainer Tim Jauer entschied sich zumindest dafür, auf Sicherheit zu setzen und brachte Verteidiger Maximilian Weyer für den viel gelaufenen stürmer Hartwig. Mit zehn Mann waren allerdings weitere Tore für Tasmania möglich, wenn auch nur bei einem der Konter der Überblick oder der Mut vorhanden wäre, den weit vor dem Tor postierten Keeper zu bestrafen und per Weitschuss in das leere Tor einzunetzen.
      Als kurz vor dem Ende die Gäste tatsächlich noch mal trafen (88.), wurde es noch mal spannend, doch es blieb beim verdienten Sieg für Tasmania. Nächstes Wochenende kommt es zum dritten Duell gegen Croatia in dieser Saison. Durch den Sieg bleibt Tas auf Rang 5.

      Torfolge:
      1:0, 2:0, 3:1 Damian Tiedmann (29./54./68.)
      2:1, 3:2 Tornike Barbakadze (67./88.)

      Auswechslungen:
      Maximilian Weyer für Romario Hartwig (82.)
      Christoph Schikowski für Damian Tiedmann (90.)

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