Spielberichte Berliner Amateurfußball

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    • Jimmy Hartwig habe ich allerdings eher als Haudegen in Erinnerung, unser Romario hingegen würde mit seinem Boygroupcharme selbst Frau Steinhaus erfolgreich becircen können.


      Das ist die Idee, dann würde er weniger Abseitsentscheidungen gegen sich bekommen. Der ist einfach zu flink für die hiesigen Verbandsligalinienrichter. :D
    • Schwarz-Weiß Neukölln vs sv Tasmania 3:2 (2:1)

      Munteres Derby, ein abseitsverdächtiges Gegentor bei insgesamt drei verhinderbaren Gegentoren beim Vorletzten und unnötige Niederlage: was den Gastgebern bislang in der Saison an Glück fehlte, gab es mit Zinsen zurück. Der Neuköllner Preis für freundschaftliche Nachbarschaftshilfe geht in dieser Hinrunde definitiv an Tas. Während die Gastgeber im Abstiegskampf wichtige Punkte sammeln, muss Tasmania in der Tabelle Croatia vorbeiziehen lassen.

      Manchmal ist das Leben als Fußballfreund im Berliner Fußball kein Zuckerschlecken. Der Anstoß um 11.00 morgens, sportliche acht Euro für Vollzahler und eine etwas alberne Flüstertüte in den Reihen der Heimfans - als kleine Entschädigung wurde immerhin im pittoresk beflaggten Stadion gespielt, wärmender Kaffee konnte dazu im Vereinsheim erstanden werden.
      Das Spiel schien dabei zunächst auf einen erfreulichen Ausgang für die Tasmanen hinzudeuten. Die Sonne schien und nach elf Minuten die Führung: eine Flanke von rechts kann der Keeper der Schwarz-Weißen noch abwehren, doch einmal mehr steht Romario Hartwig goldrichtig und staubt fein ab. Die frühe Führung gegen das Kellerkind entpuppte sich allerdings einmal mehr als Gift. Der nahtlose Übergangs zum Beamtenfußball Marke "der Kollege wird's schon richten" wurde postwendend bestraft, denn der DJK spielte mit und tastete sich nach vorne. Nach einer Ecke kann ein erster Versuch noch auf der Linie gerettet werden (von Maximilian Weyer, wenn ich das richtig gesehen habe), doch der Ball bleibt gefährlich und beim zweiten Schussversuch liegt der Ball im Netz (18.).
      Tasmania wurde wieder aktiver und gelangte immer wieder durch die ebenfalls nicht immer sattelfeste Defensive der Britzer. Symbolcharakter hatte eine Klärungsaktion der Gastgeber auf der Linie, als kein Tasmane bereit stand und abstaubte. Selbst ein Ecken-Quartett brachte keinen Erfolg, wobei die letzte in dieser Reihe wenigstens mal nicht kurz auf den ersten Pfosten gespielt wurde, sondern fast den am langen Pfosten lauernden Hartwig erreichte, dem allerdings wenige Zentimeter fehlten. Umgekehrt konterte Schwarz-Weiß, doch trotz riesiger Lücken hinten vertändelte der Adressat im Strafraum das Leder. Doch kurz darauf fehlt doch die überraschende Führung für die Gastgeber. Wieder einmal schafft es keiner, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen, so dass ein hoher Ball auf Montoya gebracht wird, der per Fallrückzieher trifft. Dabei stand er jedoch stark abseitsverdächtig vor dem Keeper. Robert Schelenz, der zwar ähnlich wie Manuel Neuer ein mitspielender Torwart ist, aber im Gegensatz zum Bayerntorwart nicht ständig Abseits reklamiert, rechnete wohl mit einem entsprechenden Pfiff, der aber zur großen Überraschung aller Tasmanen unterblieb.
      Nun musste Tasmania reagieren. Der fleißige Okan Kirli hatte dabei zwei Gelegenheiten, bis Romario Hartwig mit einem tollen Solo am Strafraum sich Platz verschafft, aber an einer starken Fußbabwehr des Torwarts scheitert.
      Auch die tasmanische Abwehr stand bisweilen neben sich, insbesondere der erwähnte Montoya stört erfolgreich und sorgt für Gefahr, doch Schelenz ist auf dem Posten. Auch Außenverteidiger Udeoka macht vorne Druck, setzt sich gegen drei Gegenspieler durch und holt einen Freistoß heraus, der aber ebenso nichts bringt.

      Sehr pünktlich pfiff der Referee dann zur Halbzeit, in der die verbleibenden Nasen im Stadion erst mit einer Version des unvermeidlichen "You'll never walk alone" (klang wie die Interpretation von Elvis Presley) beschallt werden, nur um dann abrupt von Alpenschlagern gequält zu werden. Dieser Musik-Vodoo beeindruckte Tas jedoch nicht und die Kicker in Blau machten nach Wiederanpfiff Druck.
      Die Gastgeber wurden mitunter hinten gehörig eingeschnürt, doch sowohl die Genauigkeit bei den Flanken als auch der Mut zum Abschluss fehlte. Yildirim Tokmak packte dann den Hammer aus, doch der Schuss knallte an den Pfosten. Schwarz-Weiß schien konditionell etwas abzubauen, kam nur noch gelegentlich nach vorn, sorgte aber immer mal wieder für Gefahr. Das nervenaufreibende Spiel trieb den tasmanischen Anhang zur Verzweiflung, eine scharfe Flanke von Eddy Udeoka verfehlte Hartwig in der Mitte nur knapp.
      Dazu kam das ziemlich dreiste Zeitspiel des Torwarts der Schwarz-Weißen, der sich bereits nach nicht einmal einer Stunde schon sehr viel Zeit ließ, die Bälle zurückzuholen, die am Tor vorbei Richtung Anzeigentafel und Stadion-DJ sausten. Im gewissen Rahmen quasi normal stellte man sich hier selbst von der Trainerbank aus demonstrativ Spielern in den Weg, die geklärte Bälle aus dem Seitenaus holen wollten. Man ist jung und braucht die Punkte, aber bitte nicht so.
      Bestraft wurde es dann doch. Der gerade eingewechselte Leonard Kirschner spekuliert bei einer schlecht geklärten Flanke genau richtig, legt sich gegen zwei Gegenspieler den Ball zurecht und vollendet (62.). Endlich der verdiente Ausgleich! Nun drückte Tas und versuchte, nun ihrerseits das Spiel zu drehen. SW nun wieder mehr beteiligt und so wurde es endgültig zum offenen Schlagabtausch. Der Siegtreffer ist zum Greifen nahe und fällt doch auf der anderen Seite: bei einem langen Ball begleiteten zwei Verteidiger ihren Gegenspieler nur, statt ein Tackling zu wagen oder den Schuss abzublocken und dieser trifft zum 3:2. Die Schlußoffensive inclusive eines stürmenden Torwarts Schelenz sorgte zwar noch einmal für Feuer unter dem Dach, doch es blieb bei dem Spielstand.

      Im kleinen Neukölln-Derby verliert Tasmania im Duell zweier löchriger Defensiven letztlich unglücklich, muss sich die Niederlage aber doch an's eigene Revers heften. In den letzten Spielen gegeneinander ging es häufig zur Sache, obwohl SW stets "nur" um den Klassenerhalt spielte. Dies hätte Warnung genug sein sollen und doch, so schien es, wurde der Gegner auf die leichte Schulter genommen.
      in den kommenden zwei Wochen kommen nun die Spitzenteams Berliner SC (die ihrerseits gegen Makkabi einen Rückstand aufholten .. ) und die Shopping-Queen Blau-Weiß 90.

      Edit: Bilder!


      Rund 5 Kilometer entfernt, mit dem Rad daher trotz frostiger Temperaturen gut zu erreichen!


      Eingang zum Stadion. Endlich mal nciht auf dem Kunstrasenplatz wie sonst immer.


      Sheldon würde es mögen: Fun with flags!


      Ja, es ist kalt!


      Halbzeitpause: alle weg, dann kann ich heimlich die Banner des Heimblocks fotographieren.


      Lagerräume mit Anzeigentafel und Anlage. Man beachte die selbstgemachten Schutzregale für die Lautsprecher ...

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    • Nachtrag:

      Aufstellung: Robert Schelenz - Eddie Udeoka, Julian Loder, Maximilian Weyer, Mark Schmidt - Okan Kirli, Yildirim Tokmak, Tolgay Asma - Daniel Ujazdowski, Nicola Thiele, Romario Hartwig

      Einwechslungen:
      Leonard Kirschner für Daniel Ujazdowski (60.)
      Florian Medrane für Tolgay Asma (83.)

      Torfolge:
      0:1 Romario Hartwig (11.)
      1:1 Bengt-Tibor Dräsel (18.)
      2:1 Alianni Urgelles Montoya (29.)
      2:2 Leonard Kirschner (62.)
      3:2 Tobias Schmidt (86.)

      fussball.de/spiel/sv-tasmania-…VVNLA7IG#!/section/course
      Obwohl offiziell stimmt fussball.de nicht ganz - Kirschners Einwechslung ist hier zwanzig Minuten nach seinem Tor ...

      In der Liga gab's dazu auch eine Premiere. Schöneberg gewinnt im 15. Anlauf ihr erstes Spiel und dann auch gleich 4:1 auswärts beim Nordberliner SC. Die Gastgeber halfen allerdings mit zwei Eigentoren auch tatkräftig mit und bestätigen meinen negativen Eindruck letzte Woche sehr. Auch die Spandauer Kickers konnten gewinnen, somit rückt unten alles enger zusammen. Tabelle

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      Landesliga

      Staffel 1 - Hilalspor gewinnt das "Dürby" ( :D ) gegen Türkiyemspor und bleibt Erster. Berolina Stralau verlor am grünen Tisch nämlich ihr letztes Spiel, da sie einen Spieler einsetzten, der am gleichen Wochenende für die Zweite Mannschaft gespielt hat. Davon unbedeindruckt gewannen sie aber bei Dynamo II gleich mit 5:1. Das Spiel Letzter vs Vorletzter endete 0:5 - dem Berliner SC II verschafft der Sieg somit wieder Anschluss, Hürtürkel hat nun ein Torverhältnis von 5:90. Wie gesagt: dreistellige Gegentorefferanzahl sollte bis Winterpause drin sein, sie spielen noch gegen Türkspor FK und Wittenau ...

      Staffel 2 - Gatow ist nun Erster, denn Charlottenburg unterliegt Wilmersdorf. Überraschend siegreich das Schlußlicht FC Nordost.

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      Bezirksliga

      # Kommen auf keinen grünen Zweig: Teutonia II, diesmal 0:11 zuhause verloren .... dabei stand der Gegner auch nur haarscharf an der Abstiegszone. Blankenburg bedankte sich, hat nun auch ein formidables Torverhältnis.

      # Schlimmer sind nur die Berliner Verkehrsbetriebe - die haben weiterhin nichts auf der Habenseite. Dafür sind sie im gegensatz zum Vorletzten wenigstens auf den Platz gegangen.

      # Die Mannshcaft hat einen Lauf: Traber Mariendorf I, diesmal 2:12 Auswärtssieg bei Nordring II. Stand jetzt: 12 Spiele / Siege, 104:14 Tore. Ebenfalls zweistelling siegte Germania II gegen Baumschulenweg II

      Abbrüche - kein Spieltag ohne Spielabbruch. Ob Randale oder Gnade vor Recht - beim Spiel Kickers Hirschgarten vs Blau-Weiß 90 II war beim Stand von 6:0 Schluß.
    • Nun gibt's auch ein Video vom Spiel ....

      Ist nicht von fb, können sich also theoretisch alle anschauen.

      PS: man sieht zum einen das Chancenplus für Tas, aber eben auch die schwache Defensive, die SW immer wieder schön zum Kontern einlädt.

      Die Trainerstimmen nach dem Spiel: spreekick.tv/artikel/die-stimm…-15-spieltag-berlin-liga/

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    • Der ZFC Meuselwitz Berlins schlägt wieder zu: fupa.net/berichte/vsg-altglien…altglienicke-1056643.html

      Der nächste Bundesligaerfahrene in der Berliner Provinz. Wie gesagt: der Verein lebt weder von alter oder aktueller Glorie, festem Fanstamm, einem richtigen Stadion oder Nachwuchsabteilungen oder so... :stoehn:


      Sowas hat zumindest Viktoria 1889, aber die haben wohl Probleme und sind mit der aktuellen Platzierung in der Regionalliga nicht zufrieden. Eben jene "Regionalliga", in der selbst der Erste nicht zwingend aufsteigt. In der ab Platz zwei um die goldenen Ananas gespielt wird. In der aktuell mit Cottbus ein Schwergewicht steht und ansonsten selbst in der eigenen Stadt mit den Biffzen noch eine andere Truppe lauert. In der nächstes Jahr eventuell RW Erfurt und/oder Chemnitz spielt.
      Angeblich wollen die ab Neujahr ausmisten. Noch ist aber nix spruchreif.



      edit: Fundstück von fussball.de:
      fussball.de/newsdetail/koehler…id/179120#!/section/stage

      Ex-Profi- Treff im Alt-Herrenteam. Wobei die teilweise auch problemlos bei der Ersten mitspielen könnten, deren Elf bekommt in der Liga wenig hin.

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    • Ich wusste, dass da jemand drauf einspringt. :D

      Provinz + Vorher nie in Erscheinung getreten + jemand mit Geld + Regionalliga. Plausibel?
      Hab den ZFC nur einmal auswärts gesehen (bei Viktoria). Und das ungewöhnliche "ZFC" wird mit dem ostigen "VSG" gekontert.
    • "Anspringen" müsste es korrekt heißen, nicht "einspringen". Bin noch unter-kaffeet.

      Ürbigens: laut Wiki spielte der Verein bis 2007 in der Kreisliga A, marschierte dann über die Bezirks-, Landes- und Berlin-Liga in die Oberliga. Dann der freiwillige Rückzug in die Berlin-Liga, weil man nach eigener Aussage zu wenig finanzielle Mittel vom Land bzw Verband bekam. Im zweiten Jahr dann Wiederaufstieg und gleich Durchmarsch.
    • SV Tasmania vs Berliner SC 1895 3:0 (1:0)

      Eins von zwei Spitzenspielen der Berlin-Liga fand in Neukölln statt, dass andere ein Bezirk weiter westlich in Tempelhof (Croatia vs Mahlsdorf 0:1). Mit dem Berliner SC reiste eine lange Zeit graue Maus an, die allerdings finanziell gestützt einige gute Spieler holten und mit dem Trainer Wolfgang Sandhowe einen erfahrenen Übungsleiter an der Seitenlinie haben. Er hat als Co-Trainer unter Hermann Gerland gearbeitet und als Cheftrainer unter anderem Braunschweig, LR Ahlen, Magdeburg und diverse Berliner Vereine betreut.

      Zudem hat er mit Salvatore Rogoli, Emre Demir und dem später eingewechselten Mario Maaß auch drei Ex-Tasmanen in seinen Reihen, während umgekehrt für Tasmania ehemalige BSCer im Kader standen (Ersatzkeeper Ehrenberg auf der Bank, Tolgay Asma und Nicola Thiele auf dem Platz). Die Neuausrichtung zahlt sich für die Mannschaft aus dem Grunewald aus und rangiert als erster Verfolger auf Platz 2, da sie häufig selbst nach Rückstand noch zurück kommen und Weiland selbst ein 0:3 noch kurz vor dem Ende in ein 4:3 in Rudow umwandelten.
      Tasmania hatte hingegen einmal mehr gegen einen "Kleinen" gepatzt und das kleine Derby gegen SW hergegeben. Doch diesmal war alles anders.

      Es war erwartungsgemäß kalt draußen und Reif auf dem Rasen blieb auch bis zum Schluss hartnäckig. Die Traversen waren jeweils zur Hälfte vereist und die Warnhinweise absolut berechtigt. Noch vor meiner Ankunft ging Tas früh in Führung, der schlaksige Leo Kirschner traf früh (2.) und spielte damit dem SV in die Karten. Danach ging es hin und her bis zur Halbzeit. Tas konterte und hatte bei einem Pfostenknaller Pech, der BSC machte vorne Druck und zeigte sich kombinationssicher, aber im Abschluss nicht konsequent. Kurios allerdings einmal mehr das Schiedsrichtergespann, dass zwar viel durchließ, aber immer an den falschen Stellen durchgriff. Ein hohes Bein gegen Stürmer Romario Hartwig lief ohne Pfiff weiter und hinterließ ein stattliches Veilchen beim Tasmanen, der dann nach der Halbzeit früh raus ging und ziemlich lädiert aussah.

      Auch die Zweite Halbzeit lieferte ein Kampfspiel, in dem die Gäste Tas teilweise ziemlich einschnürten, was ich in der Form lange nicht mehr gesehen habe. Der vor der Saison von Croatia gekommende Camara lieferte seiner Truppe aber einen ziemlichen Bärendienst. Als Fallobst im Strafraum berüchtigt, attackierte er gern den Torwart bei Abstössen, was gerade bei diesen Witterungsbedingungen für enorme Verletzungsgefahr sorgt. Nach einer Gelben samt Standpauke durfte ich erstmals erleben, dass ein gegnerischer Spieler beim Referee unten durch war: er bekam keinen einzigen Freistoß mehr und wurde folgerichtig ausgewechselt. Ein Gefahrenherd weniger.
      Tasmania besann sich seiner Stärken und versuchte, die Konter besser durchzuführen. Das gelang in der 65. Minute. Thiele bekommt den Ball auf rechts und die butterweiche Flanke in den Strafraum findet Ujazdowski, der volley unten einschiebt. Die erlösende 2:0-Führung.
      In der Schlussphase wurde es hektisch. Mitten drin dabei ausgerechnet die Ex-Tasmanen Demir und Salvi. Ersterer leistete sich ein Frustfoul an der Seitenlinie auf Höhe der Mittellinie, dass das Refereegespann ursprünglich übersah und weiter spielen wollten. Nach einigen versteckten Fouls waren beide Teams wieder unter Strom, aber Karten gab es nur für Tas. Unter anderem für Ballwegschlagen, das umgekehrt beim BSC eben nicht geahndet wurde.
      Während Emre aber erfreulich unauffällig blieb, ackerte Salvi Rogoli auch für seine neuen Farben und pieckte immer wieder seine Gegenspieler. Als Revanche gab's ein kleines Gastgeschenk unseres Außenverteidigers Mark Schmidt, so dass die beiden doch recht bodennah gebauten Kicker aneinander gerieten. Schade, da beide ja bei Tas länger zusammen spielten.

      Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet der Ex-BSCer Thiele, allerdings hervorragend angespielt von Eddy Udeoka. Dieser marschiert über links an die Strafraumgrenze, wird abgeschirmt, wartet und spielt quer durch die Gasse in den Laufweg zu Thiele, der direkt abschloss und dem Torwart keine Chance ließ.
      Video:


      Somit wurde ein direkter Konkurrent sicher geschlagen. Die Niederlage der Vorwoche schmerzt dadurch aber nicht minder. Etwas Bitterkeit gab's trotzdem noch: die Gattin unseres ehemaligen Spielers Rogoli war zutiefst erbost, dass angeblich jemand ihren Salvi als "alten Mann" bezeichnet habe, der "nach hause gehen solle". Ersteres mag stimmen, denn im jungen Kader letzte Saison war er der Oldie. "Alt" ist mitnichten negativ, da er nach wie vor ein starker Spieler ist. "Nach hause gehen" wird sich wohl eher auf die mitunter hinterhältigen Fouls beziehen und noch mehr auf das Schiedsrichtergespann, dass merkwürdig pfiff. Mal davon abgesehen, dass Frotzeleien dazu gehören und der Gute auch nciht gerade artig war. Den Torschützen zum 3:0 bedachte er Ende letzter Saison mit wenig schmeichelhaften Worten, als dieser zu Tas wechselte, während sein eigener Vertrag nciht verlängert wurde.
      Am Ende sind es doch alles kleine Jungs, die sich nach Spielschluss vertragen sollten.

      PS: Camara frotzelte nach seiner Auswechslung auch mit einigen Tasmanen, die direkt am Spielfeld standen und ich konnte gerade so hören, dass die Anhänger doch direkt zu ihm auf's Spielfeld kommen sollen, wenn wir ein Problem hätten. Nö, keiner hat ein Problem mit ihm. Seine Spielweise ist eben nicht sonderlich sportlich, aber eben erfolgreich. Dass man damit gegnerische Fans und Spieler bisweilen auf die Palme bringt, sollte ihm aber schon klar sein. Und jedes Mal einen Platzsturm braucht auch keiner ...

      Spieltag & Tabelle



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    • Berlin-Liga - der Rest

      Auffällig der zweite Sieg für Schwarz-Weiß Neukölln in Folge, diesmal beim Schlusslicht Schöneberg. Dadurch stehen sie erstmals seit langem wieder auf einem Nichtabstiegsplatz.

      edit: Trainerstimmen

      Landesliga
      Staffel 1 - im Spitzenspiel siegt Berolina Stralau gegen Hilalspor und steht wieder auf Platz 1. Am anderen Ende der Tabelle hingegen das alte Bild, im türkischen Derby siegt Türkspor FK gegen Hürtürkel mit 9:2, macht insgesamt Gegentor Nummer 99 nach 14 Spielen. Chapeau.

      Staffel 2 - unter der Woche sorgte Brandenburg 03 für einen Paukenschlag, als der zu dem Zeitpunkt führende SC Gatow mit 5:0 heimgeschickt wurde. Heute war das Spiel der Gatower eines der gleich vier Spiele, die in dieser Staffel abgesagt wurden. Charlottenburg gab sich in Weißensee keine Blöße und gewann klar 5:0.

      Neben der zahlreichen Spielabsagen gab's auch offizielle Abbrüche. Ein Groundhopper aber berichtete. dass beispielsweise Afrisko vs TSV Lichtenberg abgesagt wurde. Möglicherweise weigerte sich eine Mannschaft, auf dem vereisten platz anzutreten. Oder zu viele Spieler haben sich schnell krank gemeldet. Bei Westend vs SC Charlottenburg II wurde tatsächlich gespielt, eine 0:3-Gästeführung und Platzverweis für die Hausherren enthält außerdem Indizien für einen "normalen" Abbruch. Eichkamp-Rupenhorn vs Kaulsdorf II wurde auch abgebrochen. Der Platz ist allerdings ziemlich zugig. |-)

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