Spielberichte Berliner Amateurfußball

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    • Pokalwochenende! - Part 2

      Samstag:

      Blau Weiß Hohenschönhausen vs 1.FC Neukölln Novi Pazar 0:1 (0:0)

      Warum dieses Spiel?
      1) Ich wollte wieder mal nach Nordost und dem wahren Verein Hohenschönhausens zuschauen. :D
      2) Die haben jetzt Mini-Trikots für Fensterscheiben als Fanartikel!
      3) Der Gegner war ein Neuköllner Traditionsclub und wurde von einem serbischen Bauunternehmer übernommen, der gleich einen neuen Namen, ein neues Wappen und neue Vereinswappen festlegte. Zudem spielen zwei ex-Tasmanen dort. Mit El-Moghrabi ein erfahrener Stürmer, der offen zugibt, dass er sich noch ein paar Kröten mit Fußball verdienen will. Seine Halbwertzeit bei Vereinen beträgt allerdings nur eine halbe Saison derzeit, aber man muss zugeben: er ist eine coole Sau. Im Tor steht unser Ex-A-Jugend Keeper Bisevac, der auch gleich seinen Vadder als Sponsor im Schlepptau hat. Oder umgekehrt. Nachdem er letzte Saison zunächst bei Hürtürkel spielte, wechselte er eine Liga nach oben zum CFC Hertha 06. Jetzt also wieder Neukölln.
      4) Auch andere sportliche Schwergewichte treiben hier ihr Unwesen. Mal schauen, ob das eine Mannschaft wird.

      Der Gast also ein nominell hochgerüsteter 7.Ligist, der Gastgeber ist mal in die Kreisliga B aufgestiegen und wird dort um das Überleben kämpfen. Zehnte Liga also, aber der aufstieg war quasi unvermeidbar, da in der tiefsten Spielklasse, der Kreisliga C, nur 12 bis 13 Mannschaften pro Staffel spielen und letzte Saison gleich vier Mannschaften pro Staffel aufstiegen. Da viele gegnerische Mannschaften die Zweitvertretung von ähnlichen Kleinvereinen sind und teilweise kaum eine Mannschaft zusammen bekommen, ist dies kein Maßstab.
      Dadurch waren Tore vorprogrammiert, selbst wenn die Gästemannschaft nur mit halber Kraft spielt. Pustekuchen. Blau Weiß kämpfte nach ihren Verhältnissen hervorragend, Neukölln reichlich demotiviert. Einzelleistungen, mehr nicht. Die beste Chance hatte der Außenseiter. Langer Ball in den Lauf und der Stürmer ist tatsächlich mal vorher am Ball, legt den Ball sogar noch am Torwart vorbei (oder der hat ihn einfach verfehlt ..), wurde aber am Flügel etwas abgedrängt. Sein Schussversuch endet am Hacken des Verteidigers, der seine Erfahrung ausspielen kann.
      Kurz nach der Pause staubt ein Gästespieler nach einer Ecke ab und nun müsste doch mal aber mal mehr kommen. Jetzt wird's doch noch zweistellig. Doch nein. El-Moghrabi kämpft vorne, aber irgendwie ist das noch keine Mannschaftsleistung. Zumal der Keeper der Hohenschönhauser definitiv weit über Durchschnitt der Liga spielt und mehrere Paraden zeigt.

      5) Außer mir und dem Troß beider Mannschaften gesellte sich nur noch der FuPa-Mann Berlins vom Dienst zu mir. Immerhin ein bekanntes Gesicht.
      6) Bester Einsatz: der junge Bursche, der ehrenamtlich Linienrichter war. Gut, er darf eigentlich nicht abseits oder dergleichen ohne entsprechendes Amt anzeigen, nur in welche Richtung der Einwurf geht, aber er zeigte mehr Einsatz als die meisten Gästespieler und war meistens auf Höhe des Balls. Respekt!
      7) Das Spiel begann übrigens mit einigen Minuten Verzögerung. Alle Beteiligten hatten etwas Wichtiges vergessen: den Ball ... ;D


      Sonntag, 12:30

      Tasmania spielt in Tempelhof bei Croatia um 14:30 und Polar Pinguin (spielen neuerdings ebenfalls in Tempelhof, auf dem Gelände von Traber Mariendorf) kickt zwei stunden vorher in unmittelbarer Nähe? Perfekt.

      Polar Pinguin Berlin - Anadolu Umutspor 1:5 (1:3)

      Kreisliga A gegen Bezirksliga, nur eine Liga Unterschied. Das sollte doch machbar sein und wäre es auch, wenn die Gäste nicht offensiv so effektiv wären.
      Ich kam mit dem Rad aus Neukölln und war etwas spät dran, verpasste daher die frühe Führung der Gäste. Es spielte nur Polar, band den Bezirksligisten teilweise in der eigenen Hälfte. Bären Pinguinstark, was den Spielaufbau und das Passspiel anging, nur der Abschluss wollte nicht gelingen. die kurioseste Szene führte dann zu Ausgleich. Der Ball verspringt dem Stürmer, der Torwart kommt aus dem Kasten, doch der Pinguin grätscht den Ball irgendwie am Torwart vorbei in die Maschen. Polar mit Oberwasser, doch die Tore fallen kurz vor der Halbzeit auf der anderen Seite. In beiden Szenen haben die Gäste plötzlich Überzahl im gegnerischen Strafraum und leichtes Spiel.

      Jegliches Aufbäumen wurde erstickt, als die Gäste nach Wiederanpfiff wieder ihre Chancen nutzen. Zumal wird die Zeit knapp, da ich noch zum Tas-Spiel im Friedrich-Ebert-Stadion will. Fahrrad entriegelt, runter vom Gelände - erneut jubeln die Spieler ganz in Rot. Verflixt, Tor Numero fünf. Das haben die Pinguine nicht verdient!

      Anmerkung:
      Verpflegung: Spitze. Sucuk im Brötchen bedeutet nicht Scheiben, sondern eine komplette Kleinwurst. Alter Schwede.

      Fanartikel: Auf dem Thresen lagen ein schal und ein Vereinspinguin. Klasse. Leider aber nach wie vor keine Kleinaccessoires wie Nadeln, Pins oder ähnliches.

      Gäste: Sympathiepunkte haben die Gäste nicht gesammelt. Wenig gespielt, viel diskutiert, teilweise Tätigkeiten - der Stürmer mit der 28 rennt einfach in einen Gegenspieler hinein, verlangt einen Freistoß und rempelt den Gegenspieler an, als die Schiedsrichterin weiterspielen lässt.

      Die Schiedsrichterin: eine zierliche Dame pfiff das Spiel und hatte es eine zeitlang auch halbwegs im Griff. Leider verlor sie ihre Linie und gab Freistöße nach Vehemenz der Proteste. Nach einem Angriff von Polar Pinguin entschied sie zunächst auf Abstoß, doch die Pinguine gingen (mMn zu Recht) von einer Ecke aus und legten den Ball auf den Punkt. Nun gab sie zum Ärger der Gäste doch die Ecke. Nach einem hohen Bein eines Anadoluspielers entschied sie diesmal sofort auf Freistoß Polar, der Übeltäter rastete aus (allein die Form schon Gelbwürdig) und "erklärte" ihr, wie es vorgefallen war und der Kopf seines Gegenspielers zu niedrig war (war tief, aber trotzdem hohes Bein). Also erneuter Pfiff und die Aufforderung "Freistoß für die!" zu einem Pinguinspieler. Spätestens hier war die Autorität passé.



      Das Polar-Maskottchen


      Neue Heimat. Hier spielen sonst die Traber (!) Mariendorf. Nun also Polar Pinguin. Also eher Watschel Mariendorf.


      Endlich Accessoires bei Blau Weiß HSH!
    • Ich hab ganz die Ergebnisse des Pokals der Zweiten Herren unterschlagen. Also eins, zwei, drei im Sauseschritt:

      BFC Dynamo II (7.Liga) vs SV Adler II 7:0 ... nach 45 Minuten. Dann gaben die Gäste wohl auf.

      Minerva II vs CFH Hertha 06 II ... Spielabbruch, noch keine Informationen über Ursachen. Die Gäste holten einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Die Zweite vom Oberligisten aus Charlottenburg wurde auch schon suspendiert, weil da diverse Spieler ohne Spielberechtigung mitspielten. Diese Saison also wieder ein erneuter Anlauf in der Kreisliga C. Fängt ja gut an.

      Gleich mehrere Spiele wurden erst gar nicht angepfiffen, weil die Heimmannschaft nicht antrat. Kenne ich nur von Gästeteams, die nicht genug Spieler mitbringen oder selbige unterwegs verloren gehen. Aber als Gastgeber? Es bleibt zu hoffen, dass die das jeweils im Vorfeld verkündet haben, andernfalls hätte es eine Anreise für ein vorzeitiges Wochenendbier gegeben. Die einzige Gastmannschaft, die den offiziellen Termin schwänzten war die Zweite von Borussia Pankow. Da wurde aber auch erwähnt, dass einige Spieler in der Ersten Herren aushelfen mussten.

      Schlachtfest des Tages: Besiktas Jimnastik Kulübü II vs Traber Mariendorf II 1:27 ... :schreck:
      Da muss man den Gastgebern schon Tribut zollen, dass sie es anständig zu Ende gespielt haben. Traber II spielt übrigens auch auf der gleichen Liga-Ebene, also auch das fällt als potentielle Ausrede fort. Allerdings deutlich erfolgreicher: der Saisonauftakt in der Liga bei den Kickers 08 endete mit einer ähnlich verheerenden Niederlage (1:20). Zwei Spiele, zwei Siege, 47:2 Tore. Alle Achtung!
    • SFC Stern 1900 vs SV Tasmania 1:3 (0:0)

      Tasmania entführt drei Punkte aus Steglitz - Riskante Strategie der Gastgeber scheiterte an mangelnder Chancenverwertung - Tasmania überholt Stern und rückt auf Platz 6 vor


      Zwei unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer in Steglitz am vergangenen Sonntag. In der ersten Hälfte präsentierten sich die Gastgeber als sehr kompakt und konterstark, brachten die sich ihnen bietenden Chancen allerdings nicht im tasmanischen Gehäuse unter. Die erste Chance bot sich durch einen schnellen Konter der steglitzer, doch der Schuss war eher eine bessere Rückgabe und stellte unseren Keeper Schelenz vor keine nennenswerte Probleme.
      Einen Eckstoß sorgte für die erste Möglichkeit des SV Tasmania, doch der Kopfball auf das lange Eck ging knapp vorbei. Danach aber konterten die Gastgeber, die in der Defensive sehr kompakt standen und mit hohen Bälle nicht zu knacken waren, immer wieder gefährlich. Das Umschaltspiel war augenscheinlich im Vorfeld geübt worden und wartete mit einer interessanten Variante auf: am linken Flügel klebten gleich zwei Stern-Spieler an der Seitenauslinie und stürmten bei Ballbesitz wieselflink auf das Tor von Tasmania. Doch entweder parierte Schelenz (33.) oder der Ball verfehlte das Tor. Mit dem Null-Null konnte man also zunächst zufrieden sein und der Referee pfiff pünktlich zum Pausentee.

      Die beeindruckende Halbzeit der Gastgeber kostete allerdings Kraft, die in den Zweiten 45 Minuten anscheinend fehlte. Denn die Präzision nach vorne fehlte seitens der Gastgeber und auch defensiv standen sie nicht mehr so eng wie zuvor. Und genau hier schlug Tasmania zu, nachdem die Initiative nun gänzlich von Tas übernommen wurde. Leonard Kirschner erbeutete einen zunächst parierten Abschluss geistesgegenwärtig zurück, findet aber bei seiner Flanke keinen Abnehmer. Doch hier brannte es schon im Stern-Strafraum lichterloh. Und nur etwas später entfleucht Kirschner nach einem steilen Pass seinen Bewachern und überwindet den herauseilenden Torwart zur Führung. Damit war die Überrumpelungstaktik der Gastgeber endgültig gescheitert.
      Je ungenauer die Zuspiele der Gastgeber wurden, desto präziser überrannte Tas nun ein um's andere Mal die Gastgeber. Zunächst pfeift der Unparteiische eine Abseitsstellung nach einer Kopfballverlängerung von Lukas Bähr (53.), doch kurz drauf brennt es erneut im Strafraum. Kapitän Tolgay Asma antizipiert den Angriff und kommt aus spitzem Winkel zum Abschluss, Stern-Torwart Tobias Stehling rettet in höchster Not (60.). Doch ganz darf man die Steglitzer nie unterschätzen, wie so häufig spielt Robert Schelenz auch Libero und unterbindet Angriffe der Gastgeber.
      In dieser Phase stand Stern unter Zugzwang und wurde auch wieder gefährlicher - doch mitten in diese Offensive schlug Tas in Form von Abwehraxt Julian Loder zu. Arber Shuleta bringt einen Freistoß von außen hervorragend in das Zentrum, wo sich besagter Loder allein gegen die hochgewachsene, gegnerische Abwehr durchsetzt und das beruhigende 2:0 für Tasmania einköpft (77.).
      Nun ging es Schlag auf Schlag. Zunächst verkürzt Stern auf 1:2 Dank eines Durchmarsches durch die Abwehr und die Vorlage auf den freien Mann - Dennis Freyer brauchte nur noch den Fuß hinhalten (80.). Doch Tas antwortet umgehend: Shuleta behauptet den Ball und passt perfekt in den Lauf des gerade erst eingewechselten Romario Hartwig, der nervenstark dem Torhüter keine Chance lässt. Beinahe hätte er sogar noch einen Doppelpack schnüren können, doch der bedauernswerter Keeper der Gastgeber behielt ganz auf sich gestellt in den zwei letzten Chancen für Tas die Oberhand und verhinderte einen höheren Sieg für die Blau-Weiß-Roten.

      Zusammenfassend kann man sagen, dass Tasmania klug den Stern-Sturm in der 1. Halbzeit abprallen ließ, um dann eiskalt zuzuschlagen. Die Mannschaft hat nach dem überzeugenden Pokalsieg bei Croatia abermals auswärts einen starken Gegner in die Schranken gewiesen. Die Mannschaft findet sich! Kommenden Sonntag um 14:00 Uhr geht es nun im heimischen Werner-Seelenbinder-Sportpark zu Neukölln gegen den BFC Preußen - eine Partie, in der es ebenso wie gegen Stern in der Vergangenheit immer zur Sache ging und spannende und packende Spiele stattfanden. Kommt zahlreich!

      Aufstellung:
      Robert Schelenz - Eddie Udeoka, Lucas Bähr, Julian Loder, Maximilian Weyer - Damian Tiedmann, Nicola Thiele, Tolgay Asma, Arber Shuleta (C) - Danial Ujazdowski, Leonard Kirschner

      Einwechslungen:
      66. Yildirim Tokmak für Tolgay Asma
      72. Mark Schmidt für Daniel Ujazdowski
      81. Romario Hartwig für Leonard Kirschner

      Torfolge:
      0:1 Kirschner (54.)
      0:2 Loder (77.)
      1:2 Freyer (80.)
      1:3 Hartwig (83.)
    • #Freundschaftsspiel

      Johannisthal vs SV Tasmania - ein fast schon traditionelles Freundschaftsspiel, halbwegs nah gelegen, aber auch keine Derbyatmosphäre wie andere Truppen in Neukölln. J'thal ist etwa zwanzig Minuten entfernt, man muss mit dem Rad nur eben über den ehemaligen Grenzstreifen in die südöstliche Treptower Diaspora fahren. Ich spekulierte auf die Nadel, aber das Vereinsheim hat leider die nächsten Wochen (!) geschlossen. Verflixt.
      Von der Partie habe ich nur durch fussball.de erfahren, als ich die Daten für den Stern-Spielbericht suchte. Der Trainer begrüsste uns per Handschlag, was bei zwei Auswärtsfans allerdings auch nicht ungewöhnlich ist und auch die Spieler waren amüsiert, dass selbst zu so einem Spiel noch Tasmanen anreisen. Dabei wurde es erst vor vier Tagen beschlossen ... so standen lediglich acht Nasen am Spielfeldrand, die bei der schwachbrüstigen Beleuchtung auf dem Kunstrasenplatz später aber gute Augen brauchten.

      Die eine Liga tiefer spielenden Johannisthaler waren ein idealer Aufbaugegner für die Ersatzspieler bzw die Jungs mit Trainingsrückstand. Der Ball lief flüssig und die Leihgabe aus Altglienicke, Romario (!) Hartwig traf doppelt zur Halbzeitführung. Es hätte aber auch gut und gerne 6 oder 7 zu eins stehen können, insbesondere Jungspieler Karasu lieferte sich ein Privatduell mit dem mitspielenden Keeper der Gastgeber.
      Auch in der Zweiten Halbzeit zunächst Einbahnstrasse. Tas schraubte auf 4:0 hoch, ließ dann doch noch mal den Gegner kommen. Der Ailton-Lookalike "Julio" durfte sogar noch einnetzen, bis Verteidiger Bähr einen weiten Eckball auf den langen Pfosten noch erreichte und zum 5:1 Endstand traf. Nicht jeder J'thaler war glücklich über diesen Test, vor uns stapfte nach Spielende ein reichlich bedienter und gedemütigter Spieler mit dem Slogan "Alles fürs Kleeblatt" auf dem Trikot in die Kabine.

      Kuriosum: der Schiedsrichter schaffte es, seine Pfeife kaputt zu machen und bekam vom Linienrichter Ersatz, der grinsend von seinem Chef forderte, dass er ihm aber auch eine Neue besorgen möge. Habe ich jetzt so auch noch nie erlebt.


      #Nachbarschaft

      Der ehemalige Tasmania-Jugendkeeper Bisevac ist wieder in Neukölln. Diesmal beim ehemaligen 1.FC Neukölln 1895. Es seien nach seiner Aussage ja nur "zwei Wörter" geändert worden. Gut, der Verein heisst jetzt 1.FC Novi Pazar 1895, also quasi genauso wie vorher ... :amkopfkratz:
      fupa.net/berichte/1-fc-neukoel…5-ist-ein-tra-952568.html


      # La Liga

      Das glorreiche 3:1 der Tasmanen in Steglitz war ein imposanter, aber bei weitem nicht der torreichste Erfolg in der Berlin-Liga.
      Im Duell der Aufsteiger siegten die bislang sieglosen Spandauer Kickers gegen Sparta gleich mit 7:2, die nächste herbe Pleite nach dem 1:10 gegen TeBe im Pokal für Sparta. Makkabi schlug die Füchse mit 6:3 und Al-Dersimspor vergeigt einmal mehr die Hinrunde, diesmal gab es gegen Empor auf eigenem Platz ein 1:5.
      Spieltag & Tabelle
    • fupa.net/berichte/charlottenbu…2-pokalrunden-958938.html

      Endlich - die Auslosung für die nächste Pokalrunde. Und es geht .... zum BFC Meteor in den Wedding. Den Älteren noch als der Ausbildungsverein von Icke Hässler bekannt, ist der Verein ansonsten nicht so spannend, vom Namen mal abgesehen. Sportlich machbar. War auch lange nicht mehr da.

      "Top-Spiel": Hertha Zehlendorf vs Blau-Weiß 90. Fünfte Liga gegen die hochgerüstete Shopping Queen der Berlin-Liga. Ich setze auf Zehlendorf, die fliegen eh gegen Tas wieder raus.

      Fortuna Biesdorf muss zum Berlin-Liga-Aufsteiger Schöneberg. Das sollte zu machen sein, dann hätte ich auch einen Wunschgegner in der nächsten Runde.
    • Ich bin zu alt für so'n Scheiß ... nach guten Spielen folgt immer eine grottige Leistung gegen Mannschaften, die schon angeknockt sind und die man leicht auf die Bretter schicken könnte. Doch wir schon gegen den schwachen SV Empor ließ Tasmania eine 2:0-Führung sausen und unterlag dem BFC Preußen 2:3. Absolut unverständlich.

      Ich kam erst zum Ende der ersten Halbzeit und erfuhr, dass es immerhin 2:1 für Tas stand. Preußen aber mit dem besseren Chancen, dem Zug zum Tor, während Tas um Gegentore bettelte. Kein Kampf, kein Wille, kein Einsatz - die Gäste attackierten immer den ballführenden Spieler zu zweit oder dritt und konnten sich sicher sein, dass dieser keine Unterstützung erfuhr. Das Mittelfeld überließ man den Gästen ohnehin, so dass alle Ballverluste irgendwie immer von denen gesichert wurden.

      Folgerichtig: erst der Ausgleich und in der letzten Minute ein ungerechtfertigter Elfmeter. Laufduell auf außen, Spieler zieht zum Strafraum, der Ball springt und der Verteidiger will den Ball mit dem Fuß klären, als sein Gegenspieler das Leder mit dem Kopf mitnehmen will. In der Nähe des Strafraums, aber nicht drin. Trotz allem gibt der Referee Elfmeter ...

      Apropos: der Mann in Gelb schaffte es auch, Karten einseitig zu verteilen. Der BFC PReußen konnte die unparteiischen anpöbeln, sich Tätlichkeiten oder taktische Fouls erlauben - Gelb gab's nur für Tasmaniaspieler. Erst Meckerei oder das Wegdreschen des Balles nach einer berechtigten Abseitsfahne ließ das Kartenkontingent der Gäste mitwachsen.

      Alles in allem: nach zwei starken Spielen wieder auf dem Boden der Tatsachen bzw auf Platz 9 der Tabelle. Dreck.
      Blau-Weiß 90 und Croatia trennten sich 1:1 und führen weiterhin die Tabelle an. Dahinter der verstärkte Berliner SC 1895 und Eintracht Mahlsdorf.
      Weiter sieglos: Aufsteiger Schöneberg (unterlag 0:5 dem SFC Stern) und der DJK Schwarz-Weiß Neukölln (0:1 gegen Mahlsdorf)

      Spieltag & Tabelle
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      Landesligen:

      Staffel 1
      Es hürtürkelt munter weiter - der glücklose BSV Hürtürkel arbeitet auch weiterhin daran, zwar nicht der ewige, aber dafür der dauerhafte Letzte zu sein. Nach zweimal Schlußlicht in der Oberliga, letzte Saison Letzter der Berlin-Liga stehen sie in der Landesliga erneut auf dem letzten Platz. Zuhause setzte es eine 0:8 Niederlage gegen den VfB Hermsdorf, macht nach vier Spielen weiterhin Null Punkte und 2:20 Toren. Erster ist etwas überraschend der FSV Berolina Stralau. Die dürfen von mir aus gern aufsteigen!

      Staffel 2
      Hier führt leider der SC Charlottenburg (schnarch!) vor dem starken Aufsteiger Frohnau. Unnerum gabs ein Remis zwischen Rehberge und dem Weißenseer FC. Für beide Mannschaften jeweils der erste Punkt-
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      #Pinguine
      Polar Pinguin watschelt munter der Bezirksliga entgegen. Nach dem Aufstieg in der die Kreisliga A grüßt man nach vier Spielen mit der optimalen Ausbeute von 12 Punkten von oben. Ganz und gar nicht im Tritt (Wortspiel!) sind die Traber Mariendorf, punktloses Schlußlicht.

      #Kickers
      Der Krachersieg des Tages gelang Kickers Hirschgarten. SW Spandau II wurde mit sage und schreibe 17:0 weggefegt. Die Gäste bleiben punktlos, haben aber auch schon ein Torverhältnis von 2:37 (nach vier Spielen!). Nur Letzter sind sie nicht. Der WFC Corso Vineta trägt die Last eines Drei-Punkte-Abzugs mit sich herum und konnte davon auch noch keinen Punkt abbauen.

      #Sperber Neukölln
      Hürriyet-Burgund vs Sperber 3:13. Kurioses Resultat. Die Sperber bleiben Erster, die Gastgeber stehen als Absteiger erneut auf einem letzten Platz. Natürlich punktlos und ein Torverhältnis von 4:31, allerdings auch erst nach drei Spielen.



      Manche Dinge glaubt man nicht, auch wenn man sie sieht. Ich suche teilweise im Netz nach Vereinsnadeln und stieß dabei darauf ... :amkopfkratz:
    • Neu

      Fußball am Wahl-Sonntag

      BFC Tur Abdin vs Rixdorfer SV

      Tasmania spielt im Wedding und alle nahe gelegenen Vereine, die sonst einfach schlecht zu erreichen sind und deswegen immer noch leere Flächen in meinen Hopping-Plan sind spielen auswärts. Ob Westend oder Siemensstadt. Blieb nur noch der Sportplatz an der Lüderitzstrasse, wo die Hertha Amateure teilweise ihr Unwesen treiben. Mein Ziel war jedoch der Aramäerverein Tur Abdin (ein Gebirge in der heutigen Türkei), der den Rixdorfer SV empfing.

      Durch die Wahl und meinen Kaffeebedarf schaffte ich es allerdings dem Plan nach nur zum Anpfiff der Zweiten Halbzeit (um wenigstens einmal den Platz und Tur Abdin besucht zu haben), doch zu meiner Überraschung war die Erste Hälfte noch im vollem Gange. Also wieder deutlich später angepfiffen als geplant. Durch die ungeplante Pause guckte ich mir die beiden nebeneinander gelegenen Plätze an. Gespielt wurde auf Rasen, der andere Platz entsprechend ein Kunstrasenfeld. Getrennt durch eine von beiden Seiten bestufte Kleintribüne, die von Bäumen (Platanen?) bestückt war. Ganz nett eigentlich.

      Da ich schon Tas-fein angezogen war, wurde ich von den wenigen Zuschauern eher beargwöhnt, nicht mal den Spielstand wollte man mir sagen. Nur einer der älteren Herren verriet mir den 2:1-Zwischenstand. Kaffee gab es in einer kleinen Bude für 70 Cent, mehr aber nicht. Der Wimpel sei die absolute Ausnahme, meinte der Mann im Kiosk achselzuckend. "Die legen da nicht so Wert drauf". Schade. Die Gäste, die einst mal Galatasaray Berlin hießen, traten in dubiosen Auswärtstrikots an. Schwarz und statt Vereinswappen die türkische Flagge. Merkwürdig. Ich hoffe, dass hat nichts mit dem heutigen Gegner zu tun - Aramäer sind die christliche Minderheit im Osten der Türkei ..

      Tur Abdin ließ den Gegner kommen und handelte sich den dussligen Ausgleich ein. Der wieselflinke Kleine am linken Flügel bekam selten den Ball und wenn, stand halt der aufmerksame Verteidiger im Weg. Auch nach einem guten Sololauf eines Mitspielers stand er ungedeckt am Strafraum und wollte das Leder, doch sein Mitspieler lief sich lieber fest und profitierte von einem unklugen Foulspiel eines Verteidigers. Lasst den Kleinen doch mal mitspielen! Der Elfer sass, wieder 3:2. Ich musste los, um pünktlich zu Tas zu kommen. Das Spiel endete 4:3 für Tur Abdin und zwei Platzverweisen für Rixdorf. Schwieriger Verein.


      Spvgg Hellas Nordwest 04 vs SV Tasmania

      Gerade noch pünktlich erreiche ich kurz vor drei den Heckerdamm. Eine Kleingartenkolonie ringsherum - mitten drin ein kleiner Rasenplatz. Über dem Eingan zum Feld prangt bereits das Türkspor 1965 - Logo. So soll der Verein demnächst heißen. Die aktuellen Spieler sind alle "Südländer", aber keine Griechen, die wiederum auch nichts mit dem Verein zu tun haben. Der Name dürfte eher von Griechisch lernenden Schülern inspiriert sein. Türkspor 1965 ist der erste türkische Verein Westeuropas, gurkte aber zuletzt in der letzten Liga herum und ist nicht mit Türkspor FK zu verwechseln, die sich auch den Namen krallten und seitdem Streit zwischen den beiden Türkspors herrscht. Sachen gibt's ...

      Der ältere Mann mit der Kasse reagierte auf meine "Beschwerde" ob des Namens auch eher resigniert. Der Verein ist ambitioniert und holte diverse höherklassig spielende Kicker, die aber eher im Spätherbst ihrer Karriere sind. Somit traf man auf eine erfahrene, aber eben auch antiquierte Truppe mit zwei Dicken, die sich aber als überraschend agil zeigten. Der Start lief eher mässig, aber das gilt für Tas auch.

      Die Bilden glichen sich. Tasmania ist feldüberlegen, aber vorne sitzt der letzte Pass nicht. Der Spielaufbau geht prinzipiell immer über den ballsicheren Torwart, doch ab Strafraum ist der Ball dann doch weg und er Konter läuft. Die ersten Chancen für Tas übersteht Hellas und macht mit ihrer ersten guten Chance die Halbzeitführung. Pass in die Gasse (warum grätscht da keiner dazwischen?), Flanke in die Mitte (natürlich ungehindert) und dort hält eben einer den Fuß hin. Tor. Danach wieder Tiki-Taka von Tas und kollektives Defensivholzen der Gastgeber. Wenigstens war das Fladenbrot mit Grillfleisch (Hack) und Dönerutensilien superb. Nette Leute dort.

      Zweite Halbzeit - es muss was passieren! Der Trainer bringt in der Pause gleich zwei neue Spieler. Unser Stürmer Kirschner muss angeschlagen raus, für ihn kommt der Wühler Karasu, der auch schnell vor den Augen des ständig diskutierenden Hellas-Trainer für erfolgreiches Stören sorgt. Aus dem Nichts der Ausgleich. Der lange glücklose Thiele bekommt den Ball mustergültig in die Gasse gespielt und behält vor dem sicheren Keeper die Nerven. Etwa zehn Minuten später war das Spiel gedreht. Eckball und der eingewechselte ursprüngliche Innenverteidiger Loder köpft wie schon gegen Stern den Ball in die Maschen.

      Nun spielte auch Hellas wieder etwas mit. Na ja, ein bißchen. Eine etwas lauffaule Mannschaft. Zumindest war jetzt Pfeffer in der Partie und es kam zu einigen Kuriositäten, in denen der Referee alle Hände voll zu tun hatte:

      # Schwalbenalarm: eine besonders freche Schwalbe erlaubt sich der Verteidiger der Gastgeber, der bei einem Freistoß mit nach vorne lief, einfach in den Rücken eines Tasmanen sprang und lauthals schreiend zu Boden fiel. Darüber musste er insgeheim selbst schmunzeln. Kein Elfer, aber auch nicht mal Gelb für den Übeltäter. Der probierte es nämlich später gleich nochmal ...

      # Kick'n'Fall - die Taktik der Gastgeber. Hohe Bälle nach vorne und im Zweikampf schreiend auf den Rasen fallen. Zum Glück fiel der Schieri darauf nicht rein, hätte aber bei den genannten dreisten Schwalben auch mal Gelb ziehen können.

      # Tätlichkeit: in der Defensive entwickelt sich ausgerechnet der Youngster Eddie Udeoka blendend. Er tankt sich durch die gegnerischen Reihen, bis ihn ein gestreckter Ellenbogen aus den Socken haut. Der Ball war weg, das galt nur dem Mann - für mich eine klare Tätlichkeit. Mit Gelb war Hellas da gut bedient.

      # Schieri anstoßen: wieder Hellas, diesmal ein anderer Übeltäter. Auch hier ist Gelb sehr großzügig ...

      # Notbremse: diesmal Glück für Tas. Langer Ball auf den Stürmer, Loder "kümmert" sich um seinen Gegenspieler als letzter Mann, macht es halbwegs geschickt, aber auch nciht absolut korrekt. Vermutlich Rache für die Aktionen der Gastgeber im Vorfeld.

      # Hand? Hier müsste mal ein Referee antworten: Konfusion im Strafraum, Ball springt hoch und dotzt dem orientierungslosen Verteidiger auf die Schulter (nicht der Oberarm!). Trotzdem Handspiel?

      Durch die Leistungssteigerung im Zweiten Durchgang ein absolut verdienter 2:1 Auswärtssieg für den SV Tasmania.

      Bilder:


      Der Sportplatz an der Lüderitzstrasse. Rechts erkennt man die Stufen und die Bäume, die den Platz vom Nebenplatz abgrenzen.


      Die Trainerbank des besagten Kunstrasennebenplatzes. Mit Ausguck.




      Der Eingang zum Feld. Hier muss man sich während des Spiels am Geschehen vorbei schlängeln.


      Wie gesagt, viel Platz ist nicht. Hinter den Hecken befinden sich die Kleingärtenanlagen. Vorne hockten die Heimanhänger, hinten bei den Bannern die Tasmanen, die dem miesen Wetter trotzten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

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