Spielberichte Berliner Amateurfußball

    Hallo liebe qiumianer und qiumianerinnen,

    mit dem Update auf die Forenversion 4.1 haben wir nun die Möglichkeit geschaffen, Bilder im Forum anzuzeigen.
    Dazu müsst ihr lediglich beim erstellen einer Nachricht auf den "Bild einfügen" Knopf drücken und dort die URL bzw. die Adresse des Bildes einfügen.
    Bitte beachtet auf jeden Fall Copyrights der Bilder die ihr verlinkt!
    Die Nutzungsbedingungen wurden dahingehend angepasst und sind ab nun zu beachten.
    Mit der Nutzung des Forums stimmt ihr diesen Nutzungsbedingungen bzw. deren Änderung zu!

    Vielen Dank,
    Eure Admins :)

    • Überblick, was so alles am Spieltag geschah ...

      Berlin-Liga
      Staaken darf sich nach einem Null:Null im Spitzenspiel gegen Mahlsdorf Verbandsligameister schimpfen. Croatia ledert den Nordberliner SC ab und überholt vorerst Tasmania. Seit gefühlten Ewigkeiten gewann Dynamo II mal wieder ein Spiel (5:4 gegen die Füchse), doch es kommt zu spät. Neuer Tiefpunkt: der Berliner SC gewann 9:0 gegen Hürtürkel. Nach 45 Minuten. Die Zweite Halbzeit wurde gar nicht erst angepfiffen. Und das in der Verbandsliga! Mit dieser Taktik verhindert Hürtürkel zwar, die Negativrekorde des Club Italia in der Berlin-Liga zu vermeiden, aber der Ruf ist im Eimer. Also jedes Mal ein bißchen mehr als vorher. Wobei: kann man das noch überbieten?
      Berlin-Liga - Spieltag & Tabelle

      Landesliga
      Staffel 1 - stell dir vor, du bist Erster und kannst nicht aufsteigen. Hoffe ich zumindest; die Zweite von Eintracht Mahlsdorf führt weiterhin souverän die Staffel an, verbleibt aber in dieser Liga, falls deren Erste in der Berlin-Liga bleibt. Dahinter dichtes Gedränge. Hellas-Nordwest steht vor dem Durchmarsch, dahinter hat derzeit wieder Türkiyemspor beste Karten. Leider unterlag sowohl Biesdorf (1:3 gegen Inter) als auch Wittenau (0:1 gegen Hohen Neuendorf). Der Präsident Concordias freute sich nicht gerade klammheimlich darüber, sein Ziel war nur der Klassenerhalt, nicht ein etwaiger Aufstieg. Neu im Rennen ist auch der 1.FC Schöneberg, auch nur drei Punkte von Türkiyem entfernt.
      Unten kommt doch noch mal Bewegung in's Spiel. Friedenau baute seine Erfolgsserie aus und ist nur noch drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Es wäre eine beeindruckende Aufholjagd!
      Spieltag & Tabelle

      Staffel 2 - hier war eigentlich schon alles entschieden. Nun stolpern aber sowohl SpaKi (Remis gegen ABC) als auch Sparta (unterlag Gatow 1:3) und plötzlich ist Hilalspor nur noch drei Punkte entfernt ..
      "Unnerum" schneckt sich alles dem Ende entgegen. Adlershof holt überraschend den Punkt gegen SpaKi und ist nicht mehr Letzter. Nur einen Punkt mehr haben Berliner SC II und der 1.FC Neukölln. Concordia Britz hat wiederum nur einen Punkt mehr als diese beiden und empfängt kommenden Donnerstag ABC - einmal mehr ein Abstiegsendspiel. Britz holte daheim gegen Johannisthal nur einen Punkt - dadurch haben sich die Sportfreunde schon satte drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze erhamstert. Jeder Sieg ist Gold wert. Irrer Abstiegskampf.
      Spieltag & Tabelle

      Bezirksligen
      Staffel 1 - Was ist das für eine Liga, in der der Erste den Tabellendritten mal eben mit 7:0 abfertigt? Club Italia marschiert unverdrossen nach oben. Daneben schlägt Schlußlicht TeBe II die Berliner Verkehrsbetriebe mit 7:4. Oha. Eintracht Südring ist nach dem 1:8 bei den SF Charlottenburg-Wilmersdorf erledigt. Schade.

      Staffel 2 - Oben ist alles klar - das Führungstrio steigt en bloc auf. Chapeau! Unten bleibt's spannend - und auch hier steigt ein "Südring" ab; der BFC unterlag im Kellerduell Mahlsdorf-Waldesruh mit 2:4 und steigt ab. Doch auch Köpenick-Oberspree siegte und hält so einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge. Somnit wird es urplötzlich noch mal knapp für Rotation; nur noch vier Punkte Abstand bei zwei ausstehenden Spielen ...

      Staffel 3 - Oben ist alles klar, auch hier bleibt nur der Abstiegskampf spannend. Empor II, L47 II und der VfB Berlin-Friedrichshain 1911 feierten wichtige Siege.

      Kreisliga - Highlights

      # Kuriosum Köpenicker SC. Die Erste marschiert von der Berlin-Liga in zwei Jahren zwei Ligen nach unten. Nächstes Jahr dann Bezirksliga - und, falls es die Regularien erlauben, auf einer Ebene mit der Zweiten Mannschaft. Die führt nämlich ihre Kreisliga A - Staffel an. In der gleichen Liga erzielte Hürriyet-Burgund stattliche 58 Tore in 28 Spielen - ist aber trotzdem Schlußlicht, auch "Dank" der 154 Gegentore ...
      Tabelle

      # Pinguine! Es ist zum Haare raufen. Wieder Sieg, mit sechs weiteren Toren hat man ein Torverhältnis von +100, aber trotzdem kein Aufstiegsplatz. Die Konkurrenz um die beiden Aufstiegsplätze patzten nämlich nicht (Al-Dersimspor II brauchte nur eine Halbzeit für ein 9:1, Trabzonspor Berlin fertigt Viktoria Mitte mit 10:0 ab und der FC Kreuzberg gewann gegen die Kickers 1900 II mit 7:2).
      Tabelle

      # Sommerurlaub - dort, wo sich anscheinend schon der Großteil des SV Süden II befindet. Zuhause gab's eine 0:19 Klatsche gegen die Neuköllner Sportfreunde Gropiusstadt. Gut, Süden II ist mit 5 Punkten und 38:160 Toren Letzter und die Gäste Tabellenführer. Aber trotzdem!
      Empor Hohenschönhausen gewann hingegen gegen RW Hellerdorf - und hält damit den BFC Südring II weiterhin trotz Sieges auf einen Abstiegsplatz. Zur Erinnerung: mit dem SSC Südwest (Landesliga), dem SV Süden II, Eintracht und dem BFC Südring I stehen bereits vier andere Mannschaften, die irgendwas mit "Süd" im Namen tragen auf Abstiegsplätzen oder sind sicher abgestiegen. Schlechtes Omen.
      Tabelle

      #Spielabbruch trotz zeitweiser Führung
      Deportivo Latino drehte einen 0:2 Rückstand in ein 4:2 gegen den ASV Berlin II um - laut fussball.de Abbruch und 8:2 Wertung. Dazu gewann auch der FC Grunewald erneut!
      Tabelle
    • Concordia Britz vs Adlershofer BC 0:1 (0:0)


      Am heutigen Donnerstag fand ein Nachholspiel der Landesliga statt. Das "Originalspiel" gewann Britz - doch der Schiedsrichter zeigte Weiland einem Spieler des Gastgebers zweimal Gelb, aber eben nicht Rot und ABC protestierte mit Erfolg. In einem wirklich furchtbaren und angstzerfressenem Spiel siegten die Gäste sehr glücklich, aber nicht unverdient kurz vor Ende.

      Das einzige Spiel im Berliner Fußball am heutigen Tage und dazu ein Abstiegsthriller? Läuft. Zudem noch mit dem Fahrrad erreichbar. Also eher "fährt". Das dachten auch viele andere, die Kassiererin lobte dabei auch die Gäste des Nahe gelegenen ABC 08, die wohl auch immer ordentlich Zuschauer mitbrachten. Somit kamen rund 120 Zuschauer - laut fupa ist der Schnitt sonst bei 25 und damit der zweitschlechteste Wert der Liga (nur beim Berliner SC II kommen weniger).
      Ein paar bekannte Gesichter gab es auch - die hiesige Abteilung von FuPa als auch ein Reporter der Fußball-Woche standen mit am Feld und ärgerten sich zu Recht über das extrem schwache Spiel. Angst essen Seele auf. Und Spielstruktur. Gerade angekommen sah ich die vermutlich beste Möglichkeit der Gastgeber - statt den Abschluss zu suchen versucht der Bursche aber, in die Mitte abzulegen, trifft aber nur den Gegenspieler. Oh je. Immerhin besser als die kläglichen Versuche der Gäste. Irgendwann war Halbzeit.

      Neben den bekannten Nasen gab's aber auch nettes und nerviges. Nett war der Hopper, der wusste, dass ich erfolglos in Biesdorf nach Nadeln fragte und sicherheitshalber mehr kaufte, als er letztes Wochenende endlich den Mann mit dem Vitrinenschlüssel traf. Für 12 Kröten wandern drei verschiedene Nadeln in meine Sammlung. Sehr schön.
      Weniger schön war aber die Ameisengroßsiedlung auf und unter den Traversen. Zumal es nicht die üblichen Kleintiere waren, sondern enorme Kawenzmänner, die augenscheinlich auch sehr unternehmungs- und entdeckungslustig waren - sehr zum Ärger der anwesenden Tribünengäste ...

      Der Schiedsrichter wurde bald zum Hauptangriffspunkt der anwesenden Britzer. Die eine oder andere Entscheidung sah aus meiner Warte auch fragwürdig aus, aber in der Zweiten Hälfte machten die Gastgeber kaum was gegen engagierte, aber erschreckend harmlose Gäste. Der lange Zeit einzig gute Angriff von ABC war ein Durchschlängeln von links außen über das Toraus nach innen an zwei Gegenspielern vorbei und selbst der Abschluss ging nur knapp über das Tor. So viel zum Thema beste Szene. Von Concordia kamen nur noch mäßige Konter. Dies rächte sich dann doch: ein hoher Ball wird per Kopf weit in den Strafraum verlängert, wo der eingewechselte Schuck vom Gegenspieler unbedrängt zum Ball gelangt und volley mit links halbhoch in's Eck vollendet. Die Gastgeber reklamierten Abseits, bei den Gästen kullerten gerade Steinmassen von den Herzen. Der Jubel entsprechend groß; er wäre auch recht kurz geblieben, denn nun gab Concordia Gas und der vorher noch teilweise unsichere Keeper musste mehrmals retten. Nach Ende feierte ABC für meinen Geschmack dann doch sehr, selbst aus der Kabine drangen noch laute ABC-Feiergesänge.

      Die Gastgeber haderten mit dem Schiedsrichter, sollten die Schuld aber zuerst bei sich suchen. Übrigens: wir waren uns während des Spiels unsicher, denn die Nummer 18 sah nach zwei Fouls jeweils Gelb. Der gleiche Fehler, der zur Wiederansetzung führte, erneut? Kurz darauf sah dieser spieler dann tatsächlich noch Gelb-Rot. Entweder bemerkte der Referee seinen Fehler oder die anwesenden Fupa-Leute haben eine Gelbe Karte falsch zugeordnet. Der FuWo-Mann wollte dies nach dem Spiel beim schiedsrichter erfrageb, warten wir's also ab.

      Die Situation in der Liga spitzt sich zu. ABC überholt Concordia für den Moment um einen Punkt, hat aber bereits 27 Spiele. Da nur 15 Mannschaften in dieser Staffel spielen, bleibt ihnen nur noch ein weiteres Spiel. Die restlichen Teams haben derer zwei - nächste Woche also ABC spielfrei; der 1.FC Neukölln trifft auf SW Spandau (13. vs 15.!), der Rest hat stärkere Gegner vor der Brust. Es bleibt spannend.

      Tabelle


      In der anderen Richtung standen die Massen, hier Blick in die Wildnis. Nicht einzeln verlinkt: Herr und Frau A. Meise mit ihren Tausend Angehörigen ...

      ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

      Interview mit Tasmania-Präsident Wilde

      Nette Berichte von "außen": facebook.com/deskuttenkoenigsf…ch/posts/1071145813018909

      Bilder von FuPa: fupa.net/galerie/sv-tasmania-b…-berlin-223810/foto1.html




      edit: Tor und "Highlights"
      Man hört während der Aufnahmen desöfteren unseren Kleintrupp palavern ... :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • BSG SV Weißblau Allianz vs BSG BFW Berlin-Brandenburg
      Allianz-Stadion, Naturrasen, Wildspitzweg 12


      Huch, eine Woche nix geschrieben? Dann muss ich das tasmanische Spiel gegen Makkabi rekapitulieren. Oh je. Doch vorher ein Novum meiner bisherigen Groundhopperaktivitäten!
      Wie allgemein bekannt, existiert unter bzw neben dem regulären Spielbetrieb des DFB noch die Freizeitligen, aus denen hier und da immer mal wieder Mannschaften in den offiziellen DFB-Betrieb wechseln. In Berlin beispielsweise trat Trabzonspor Berlin dem NSC Cimbria bei und beide fusionieren; die SG Blau-Weiß Buch fing als Mannschaft komplett an und steigt voraussichtlich diese Saison in die Kreisliga B auf, die ehemalige Kneipenmannschaft Polar Pinguin kämpft sogar um den Aufstieg in die Kreisliga A.

      "Darunter" existiert aber noch ein Ligensystem: der Betriebssport, natürlich auch in Ligen mit Auf- und Abstieg organisiert. Muss alles seine Ordnung haben. Sportlich wirklich "Freizeit", von Ausnahmen abgesehen. Gillette lässt sich die Betriebssportmannschaft etwas kosten und bezahlte beispielsweise das Berliner Fußball-Urgestein Michael Fuß (unter anderem bei TeBe) für seine spielerischen Fähigkeiten. Das machte die Truppe nicht beliebt, brachte aber Titel. Falls sich jemand um Berliner Meisterschaften im Betriebssport interessiert.

      Heute nun das angekündigte Novum: der Besuch eines solchen Betriebssportspiels. War eben auch das einzige Spiel heute, ich hatte Zeit und Lust und jemand merkte bei fb an, dass der Platz durchaus nett ist. Das weckte nun meine Neugierde und tatsächlich hat der Betriebssport der Allianz und der Sportplatz eine lange Geschichte. Moment: Allianz? Leisten die sich nicht schon ein Schlauchboot in München? Dies hier ist eine Nummer kleiner. Und nicht ganz so modern. Aber neben einem größeren Vereinsheim ist viel Platz. Unmittelbar daneben werkeln die Betriebssportler von IBM und südlich des Geländes liegen die Tennisplätze der Berliner Bank.
      Dies klingt alles gemütlich und piefig. Tatsächlich ist das Gelände ziemlich genau zwischen den Bezirken Tempelhof und Neukölln, jeweils in der Mitte, abseits der "hippen" Stadtteile. Der Bezirk Neukölln unterteilt sich aus dem Stadtteil Neukölln im Norden (und dem, was man eben mit dem Namen assoziiert), dem mittigen Britz (Wohnsilos im 70er Charme und Einfamilienhäusern), der Planstadt Gropiusstadt, dem piefigen Buckow und im Süden Rudow, Wohnblöcke und Eigenheime in trauter Eintracht.
      Zumindest gibt es schönes Grün in der Nähe: der Britzer Garten!

      Auf dem Podest zockten ein Vierertrupp älterer Herren lautstark Skat, ein weiterer war sehr mit seinem Telefon beschäftigt (heute geschäftig!) und hatte kein Auge für das Spielgeschehen übrig; am Platz selbst saß eine einzige Zuschauerin, vermutlich eine Spielerfreundin. Es spielte die Weißblaue Allianz (klugerweise das "Weiß" vorangestellt und dadurch anders als all die "Blau-Weiß Irgendwas" - Truppen dieser Stadt) gegen die BSG BFW Berlin-Brandenburg. Wofür zum Henker steht "BFW"? Beim druchzählen fällt mir auch auf, dass bei der Gastmannschaft nur neun Feldspieler dabei sind, auch einen Trainer oder dergleichen sucht man hier vergebens. Bei den Gastgebern steht ein solcher mit immerhin einem Auswechselspieler am Rand. Und siehe da: ein junger Gästespieler erscheint nachträglich! Er verliert noch auf dem Weg die Hälfte seiner sieben Sachen und muss alles wieder auflesen, aber dann steht er bereit am Spielfeldrand. Und bleibt anscheinend dort. Denn er macht sich zwar warm, die Gäste spielen aber mit ihren zehn Mann weiter. Bis zum Schluss. Betriebssportliga ...

      Ich schaue mir derweil das Gelände an. Eine rund 80 cm hohe Natursteinmauer ist das einzige Überbleibsel der stolzen Tribüne, die 1980 abgerissen wurde. Die einzige Zuschauerin mustert mich jedesmal argwöhnisch, wenn ich in der Nähe bin und auch der Platzwart ist von mir Störenfried nicht angetan. Ich habe nämlich die unsichtbare Grenze überschritten, als ich hinter dem Platz einige Baracken für Geräte sowie auf kleinen Podesten stehende Blumentöpfe und einem Schaufenstertorso (weiblich ..) fotographiere. Ich ahne, dass er schimpfen will und ich frage ihn über das Stadion, bevor er loslegen kann. Angriff ist immer noch die beste Verteidigung. Er klärt mich darüber auf, dass der Baum auf Höhe der Eckfahne die Grenze der Allianz-Fußballer mit den Betriebssportlern der Berliner Bank markiere; die Fußballer hätten hier nichts verloren. Schlimm aber auch, nie hat man seine Ruhe vor diesen Horden!

      Während ich aber mich mit fußballfeindlichen, blumengießenden Platzwärten herumschlage, trifft irgendeine Mannschaft. Vermutlich die Gäste. Spielerisch etwas besser halten sie die Spielkontrolle auch in freiwilliger Unterzahl. Der arme Zu-Spät-Kommer ist immer noch draußen. Ich gehe zum ihm und frage ihn, für was das "BFW" stünde. Das wisse er aber auch nicht (Moment - er weiß beim Betriebssport nicht, für welche Firma er antritt und/oder arbeitet ..?) - nein, er sei nur von einem Kumpel mitgeschleppt worden (der ihm offenbar nie erzählt hat, für wen er arbeitet ...). Trikot und Spielerkluft hatte er aber trotzdem dabei. Und den besagten Kumpel nach der Bedeutung zu fragen kam ihm auch nicht in den Sinn. Oder will er sich nicht zu diesem Arbeitgeber bekennen? Dubios. Nach späterer Recherche des Rätsels Lösung: hinter dem Kürzel verbirgt sich das Berufsförderungswerk Berlin-Brandenburg.

      Diese lassen den Ball passabel laufen, dreschen den Ball bei Torschüssen allerdings immer über den Kasten, wenngleich häufig knapp. Die Allianz-Truppe tut sich mit den Offensivbemühungen deutlich schwerer und erarbeitet deutlich weniger Chancen. Zumindest solange ich da bin. Mitte der Zweiten Hälfte schwindet meine Hoffnung, dass irgendeine Truppe noch mal ein Tor schiesst, bei dem ich auch auf das Feld schaue oder wenigstens mitbekomme, welche Mannschaft da jubelt ... also bringe ich mein Glas weg und schwinge mich auf das Rad, um zurück in die Zivilisation zu schaukeln, bevor es dämmert.

      Übrigens: nach meiner Abfahrt gab's anscheinend doch noch ein Tor. Endstand 1:1 ...

      Appendix:
      Zurück in Nordneukölln fiel mir mit Schrecken ein, dass ich keine Zwiebeln mehr habe. Ein untragbarer Zustand. Also schnell in den nahe gelegenen Discounter und ebensolches Erdgold mitgenommen. Augenscheinlich stand mal wieder "Sozialarbeiter" auf meiner Stirn; eine schimpfend durch den Laden geisternde Frau in etwa meinem Alter stellte sich hinter mir an die Kasse, zischte diverse Schimpfwörter aus dem weiblichen Genitalbereich und spricht mich natürlich irgendwann persönlich an, dass "das doch nicht in Ordnung sei". Irgendjemand hat wohl von irgendwo ein blaues Auge und keiner mache was dagegen. Die Kassiererin ist wie auch die restlichen Kunden sichtlich irritiert. Also lässt Meinereiner seinen ganzen Charme spielen und immerhin beruhigt sie sich etwas. Und will zum vor der Tür gelegenen S-Bahnhof begleitet werden, da sie nun Angst habe. Da dort auch mein Fahrrad parkt, willige ich ein und der Rest des Nettos war vermutlich heilfroh, die gute Frau losgeworden zu sein, ohne den Sicherheitsdienst rufen zu müssen. Die Gute schnorrte draußen anscheinend wiederholt die immer gleichen Leute nach Kippen an und wollte noch Geleitschutz zum nächsten Kiosk. Ich war wirklich dankbar, dass meine klapprige Kiste sichtbar am Fahrradparkplatz auf mich wartete und ließ die derangierte Dame allein ihre Lungenfolter kaufen gehen ... :D


      Den Münchener Arena-Besuchern wird die Farbe eh nicht gefallen ...


      Der Speerwerfer vor dem Vereinsheim ...


      Jetzt aber hurtig! :rolle:


      Ich mag das Teil ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Eins Zwei Drei im Sauseschritt - Spieltag 33. & 34. des SV Tasmania

      Lauer Sommerkick I - 2:1 vs TuS Makkabi
      --> Spielbericht: tasmania-berlin.de/sportyresults/sv-tasmania-tus-makkabi/

      Das auf Pfingstmontag vorgezogene Spiel bedeutete für beide Mannschaften wenig, Makkabi hat den Klassenerhalt sicher und stimmte der Verlegung zu.
      Chancen gab's auf beiden seiten reichlich, Makkabi vergab gegen eine passive Abwehr kläglich, während Tas zumindest die Führungstreffer erzielte. Der zum Spielbeginn verabschiedete Salvatore Rogoli passte zum A-Jugendkicker Schikowski und der traf früh zur Führung. Auch Sturmtank Engin hätte treffen müssen, setzt sich auf links durch, verzögert, hat den Torwart schon am Boden und zirkelt das Leder über ihn hinweg ... an den Pfosten.
      Dafür traf Kirli nach langer Durststrecke per Kopfball. Sah doch alles gut aus. Ansonsten waren einzelne Makkabi-Spieler etwas ruppig, der junge Schikowski wurde vollkommen unnötig per Bodycheck umgestoßen und prallte gegen die Spielfeldbegrenzung. Ansonsten war das Spiel sehr fair, auch der einarmige Japaner, der letzte Saison noch in Hermsdorf spielte mischte bei den Gästen mit und spielt nach wir vor höflichen Fußball. Die Japaner wieder.
      In der Zweiten Hälfte dann länger Leerlauf. Nach Spielende nahm einer unserer Tasmanischen Teufel den verabschiedeten Rogoli und gab ihm so das verdiente Podest. Nach dem Spiel dann noch sommergrillen mit der Mannschaft und der Verabschiedung des alten Kapitäns Penava, der allerdings erst kurz vor Schluß in Zivil auftauchte und seine Karriere beendet. Somit treten mehrere der alten Garde ab.
      Nacheinander verabschiedeten sich Spieler beider Mannschaften, auch die Makkabi-Spieler und deren Betreuer grüßten freundlich. Das schätze ich am unterklassigen Fußball. Am Ende lungerten nur noch wir Tas-Fans und die Trainer-Entourage von Makkabi herum - sehr zum Mißfallen des Platzwarts, der endlich Feierabend machen wollte. Ich stiefelte noch zum Makkabi-Trainer und fragte, wann es denn endlich mal Makkabi Berlin - Schals gäbe. "Wenn du als Fan zu den Heimspielen kommst" antwortete dieser grinsend. Ja, sie haben kaum Fans im engeren Sinne, aber ich kenne auf jeden Fall Leute, die einen solchen Schal wollen. Mich eingeschlossen. Da war er sogar ein Stück gerührt und lobte noch mal unsere Truppe.
      Hier noch ein Interview mit dem Makkabi-Trainer. Sympathischer Typ.


      Lauer Sommerkick II - 0:4 gegen Mahlsdorf.

      Fahrten nach Mahlsdorf sind vor allem eines: weit. weg. draußen. Dem gemeinen Nichtberliner wird allein beim Namen schon Fragezeichen auf der Stirn stehen. Mahlsdorf? Man kennt die Wilmersdorfer Witwen, eventuell Biesdorfs Robert Huth oder Hertha 06 Zehlendorf. Man fährt zunächst zum Ostkreuz und dann via Bahn geradewega gen Osten. Nicht nach Südosten nach Köpenick oder Nordosten nach Hohenschönhausen, sondern gerade durch. Dem Ortsunkundigen wird verwundern, dass hier alle Namen auf -dorf enden und die Gegen auch danach aussieht. Ab Biesdorf ostwärts viel Grün und Einfamilienhäuser. Das Letzte dieser Einfamilienhausgegendsiedlungen Berlins ist das besagte Mahlsdorf, dahinter beginnt mit Hoppegarten Brandenburg und Pferderennbahn. Vom Bahnhof muss man allerdings bei sengender Hitze noch auf den Bus warten; beim letzten Auswärtsspiel hier war die Cocktailbar gegenüber noch ausgebrannt, mittlerweile ist sie wieder intakt, zudem wurde ein weiteres Gebäude saniert und mit einem knalligen Rot angestrichen. Daneben Leerstand.
      Es finden sich weitere Tasmanen ein, dazu die Ehegattin des besagten Salvatore Rogolis samt Kinder. Immerhin noch jemand zum schnacken. Mit dme Bus geht es nordwärts Richtung Hellersdorf, dort, wo der Bezirks Marzahn-Hellersdorf noch tatsächlich so aussieht, wie man es vermutet. Doch hier gibt es keinen Plattenbau, dafür mehr oder wneiger sanierte Siedlungen mit Tumble Weeds.
      Wie ihr merkt, schreibe ich mehr über die Lokalität als über das Spiel. Zu Recht. Schon im Bus erfahre ich, dass der Trainer schon im Urlaub oder zumindest verhindert ist. Auch ein Blick auf die Ersatzbank verheisst wenig Gutes, denn außer unseren Ersatztorhütern ist da wenig zu erkennen. Wenigstens eilt verspätet noch der Flügelflitzer Medrane herbei und spielt ab der Zweiten Hälfte. Erst noch einen befreundeten Groundhopper aus Mahlsdorf begrüßen, der zum festen Stamm der Eintracht-Fans gehört und sogar ein Banner hat. Ansonsten Kleingartenatmosphäre, "Stimmung" macht nur die Zweite Herren, die ihre Landesligastaffel gewann und somit sogar in die Berlin-Liga aufsteigen kann - wenn Mahlsdorf I irgendwie aufsteigt. Noch ist vollkommen unklar, ob neben Staaken auch der Zweite hochgeht.
      Mit der Rumpftruppe - Innenverteidiger Samardzic spielt im Sturm - setzt Tas mal wieder auf Ballbesitzfußball, bringt die motivierten Gastgeber aber schon selbst auf die Gewinnerstrasse. Ein Beispiel: IV Loder nimmt einen langen Ball erst mustergültig an, spielt das Leder aber vollkommen unbedrängt in den Lauf eines Mahlsdorfers und der Angriff läuft. Mahlsdorf bekommt permanent Geschenke serviert und irgendwann nehmen sie auch mal eins an. Und noch eins. Halbzeitstand 2:0 und nicht mal unverdient. Halbzeit Zwei - genau dasselbe. Wieder zwei Gegentore, wobei die Gastgeber noch das Gebält treffen oder vor Keeper Schelenz im direkten Duell die Nerven verlieren. Einmal rennt einer der Lila-Weißen komplett durch die Abwehr. Vier Gegentore und der Torwart gehört zu besten Leuten? Ja, Rogoli lief und lief, aber irgendwas ging immer schief.

      Nach dem Spiel kamen die Spieler herüber und entschuldigten sich für das schlechte Spiel, auch der entnervte Co-Trainer Savkovic war sichtlich angefressen, denn die Jungs hatten ihn ziemlich hängen lassen. Einer allerdings blieb bei uns Fans - für Salvatore gab's keinen Grund mehr, Rücksicht zu nehmen. Der Verein will vermutlich sein Gehalt sparen, da er als erfahrener Spieler am meisten verdient. Mit fast 37 nachvollziehbar - doch wie kann es sein, dass er fast regelmässig der Engagierteste ist und am meisten läuft? Er schimpft über die fehlende Trainingsmoral, dass nur 8 bis 9 Spieler zum Training kommen (!) und dementsprechend keine Luft mehr haben. Tatsächlich hörte man schon im Vorfeld die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass es doch einige Leute gibt, die diesbezüglich faul sind. Oder nicht aufsteigen wollen wegen der weiten Auswärtsspiele an der Ostseeküste.

      Zumindest etwas positives gibt es zu melden: die Mahlsdorf-Nadel ziert seit dem Wochenende meine Sammlung. Und die Rückfahrt war im Auto. Und ich ahbe endlich ein Foto des konsequentesten Verbotsschildes der Liga:





    • Berlin. Die Sonne brennt. 3-Wetter-Tas hält. Landesliga. In beiden Staffeln alles offen. Meine Nerven halten. Noch. Denn mit wem darf sich unsere Truppe nächstes Jahr herumschlagen? Und was passiert noch so im hiesigen Provinzfußball?

      7. Liga - Landesliga
      Staffel 1
      Leute, ihr macht mich fertig. Also ehrlich. Meister ist Eintracht Mahlsdorf II, Aufsteiger aus der Bezirksliga letztes Jahr und keine Nachwuchstruppe der Ersten, sondern eine eigene Mannschaft. Somit beherbergt die Eintracht gleich zwei Berlin-Liga-taugliche Mannschaften. Schon verrückt für einen solch ansonsten eher unscheinbaren Verein. Es ist nach wie vor unklar, ob deren Erste nun doch noch aufsteigen kann, da zusätzliche Plätze in höheren Ligen vom Nordost-Verband geklärt werden müssen, somit alle sechs Verbände das auskaspern müssen.
      Platz zwei ist auch geklärt. Hellas Nordwest ist ebenfalls Doppelaufsteiger und marschierte von der Bezirksliga in die Berlin-Liga durch. Ein unscheinbarer Verein, der einen kleinen Rasenplatz in einer Kleingartenkolonie hat. An sich ja sympathisch, doch nun diese Meldung. Woher kommt das Geld? Was zum Teufel?
      Da der Meister dieser Staffel vermutlich nicht aufsteigen kann, wurde der dritte Platz gegen Ende der Saison plötzlich doch noch interessant. Aber anscheinend haben einige doch keine Lust, aufzusteigen. Aktueller Dritter ist Türkiyemspor, die allerdings mal wieder den Matchball vergaben und beim Schlußlicht Köpenicker SC unterlagen. Punktgleich dahinter überraschend der 1.FC Schöneberg, die Internationale auf eigenem Platz schlugen und somit auch gleichen einen Konkurrenten zurückwarfen. Die von mir favorisierten Biesdorfer unterlagen auch wieder, diesmal in Marienfelde. Nur nur theoretische Chance hat Hohen Neuendorf, deren Torverhältnis nun in's Gewicht fällt und nur ein Remis fabrizierte.
      Im Keller bleibt es eng. Rehberge sicherte sich im Nordwest-Derby ein 5:5 (!) gegen Hellas-Nordwest endgültig die Klasse, während Türkspor noch zittern muss. Die lange abgeschlagenen Friedenauer unterlagen in Mahlsdorf nur knapp und haben weiterhin nur noch drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer - bei besserem Torverhältnis ...

      Staffel 2
      In der Staffel mit nur 15 Mannschaften bleibt es ebenfalls spannend. Die Spandauer Kickers steigen auf, konnten beim Null-Null gegen Hilalspor diesen auf Distanz halten. Doch genau diese rücken selbst mit dem einen Punkt Sparta auf den Pelz, die nur noch zwei Punkte mehr haben und überraschend in Johannisthal unterlagen. Neben den Sportfreunden siegten auch der 1.FC Neukölln und der Berliner SC II. Somit bleibt SW Spandau Letzter und hat die schlechtesten Karten, Concordia Britz rückt unter den Strich und muss selbst im letzten Spiel vor eigenem Publikum gegen den SC Charlottenburg gewinnen. Auch ABC (Adlershofer BC ..) steht nur einen Punkt über den Abstiegsplätzen, muss also gegen Gatow tunlichst gewinnen.


      Bezirksliga
      Staffel 1 - Glückwunsch, Club Italia und Brandenburg 03. Ansonsten? Schnarch ...

      Staffel 2 - Hier steigen gleich drei auf, da der beste Drittplatzierte definitiv aus dieser Staffel kommt.Spannend ist der Keller - und die beiden verbliebenen Kellerduellanten spielen direkt gegeneinander! Köpenick Oberspree hat dabei Heimvorteil und ist mit einem Remis schon sicher, Mahlsdorf-Waldesruh muss siegen. Beide Mannschaften waren lange Zeit abgeschlagene Letzte und fingen spät an, heranzukommen. Der BFC Südring wurde zunächst ein-, dann überholt. In dieser Staffel spielen nur 15 Mannschaften; nur ein oder zwei Spiele mehr und die darüber liegenden Teams müssten sich ernste Sorgen machen. Borsigwalde und Kaulsdorf können so erleichtert aufatmen, dass die drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone durch diese Konstellation definitiv reicht.

      Staffel 3 - Hier geht es vor allem um den Abstieg - von 5 Mannschaften müssen noch zwei in den sauren Apfel beissen. Oder eher in den eigenen Hintern, den gleich zwei direkte Duelle gab es und jeweils die Heimmannschaft verlor Spiel und den Platz am rettenden Ufer- Blau-Gelb (Weißensee. Nordosten) unterlag dem Club aus Moabit, Union 06, Normannia unterlag Blankenburg ebenfalls daheim. Union 06 hat somit beste Karten - und das abgeschlagene Schlußlicht Wilhemsruh als Endspielgegner kommendes Wochenende. Drei Konkurrenten, darunter die beiden auf den Abstiegsplätzen, bekommen es mit den Mannschaften von Platz 1, 2 und 3 ihrer Liga zu tun. Autsch.


      Kreisligen-Besonderheiten
      # Pinguine!
      Da hat sich Polar Pinguin tatsächlich die verrückteste Staffel ausgesucht bzw gelost bekommen. 2 Mannschaften steigen sicher auf, mit dem FC Kreuzberg (72 Punkte) ist der Tabellführer durch. Dahinter kommt es zum Fernduell zwischen Cimbria Trabzonspor (69 Punkte), Polar Pinguin (66) und Al-Dersimspor II (66). Alle vier Mannschaften übrigens mit jeweils über Hundert Toren - bei 27 Spielen. Der älteste bestehende Club (BFC Germania 1888), der schon im 20. Jahrhundert seinen Zenit überwunden hatte macht sich auch in diesem Jahrtausend nicht daran, an die Form dem ausgehenden 19. Jh heranzukommen. Platz 11 von 15 Mannschaften in dieser Liga.
      Staffel 1

      # BFC Alemannia 1890
      Der Niedergang geht weiter. Letztes Jahr Aufstieg verpasst, dieses Jahr Platz 15 von 16. Weil die Eintracht Südring II zurückzog - Alemannia holte in 27 Spielen nur neun Punkte. Tabelle ..

      # Niedergang II: der SV Adler
      Letztes Jahr abgeschlagener Letzter, dieses Jahr .. wieder abgeschlagener Letzter. Aus 29 Spielen nur elf Punkte geholt. Tabelle

      # Paradox: Der Köpenicker SC
      Die erste Herren marschiert von der 6. durch in die 8. Liga - und wird nächste Saison auf einer Ebene mit ihrer eigenen Zweiten spielen. Die steigt nämlich aus ihrer Kreisliga A-Staffel 3 auf in die Bezirksliga. Irre. Und sie lassen es trotz Meisterschaft ordentlich krachen - gegen Hürriyet Burgund gab's ein 15:0 ... Tabelle.

      # Stichwort "hohe Klatsche":
      1) Lichtenrade II vs Bau Union 12:2. Wenigstens sind sie im gesicherten Mittelfeld. Davon kann der SV Süden II nur träumen - 29 Spiele, 5 Punkte, 166 Gegentore ... Tabelle
      2) BW 90 II vs Amed 2:13 - dürfte den Tempelhofern Wurscht sein, Platz 14 von 16 reicht zum Klassenerhalt. Leider muss Lok Schöneweide wieder absteigen, einen Trostpreis bekam der SC Berliner Amateure II - mit einem 6:2 durfte der erste Sieg dieser Saison gefeiert werden. Somit stehen nach 29 Spielen jetzt vier Punkte statt nur einem einzigen auf der Habenseite ... Tabelle
      3) Steglitz Gencler Birligi vs Trabzonspor II 1:10 - auch hier irrelevant, da die Gastgeber zwar Vorletzter sind, nur der Letzte aber absteigt - diese Rolle übernimmt Heinersdorf II mit vier Zählern. Tabellenführer ist Tasmania II - im kleinen Derby wurde der Chaotentruppe von Union Südost beim 5:0 keine Chance gelassen. Tabelle
      4) 1.FC Besiktas Berlin vs Amed II 0:12 - schon wieder Amed. Kurden meines Wissens nach und recht erfolgreich. Besiktas tut mir ein bißchen Leid. Stell dir vor, du spielst in einer Liga mit einer Mannschaft, deren Spiele nicht gewertet werden und die daher Null Punkte haben - und trotzdem in der Tabelle höher steht. Sechs Punkte Abzug und lediglich vier geholte Punkte machen's möglich .... wer's nicht glaubt: Tabelle
      Davon abgesehen: in 22 Spielen 180 Gegentore ..?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Sooooooooooo, der Vorhang ist gefallen. Die letzten Spieltage, die endgültigen Tabellen. Na ja, zumindest fast. Ein, zwei Nachholspiele gibt es noch in der untersten Liga, aber irgendjemand muss ja immer aus der Reihe tanzen. Später dazu mehr.

      In der Berlin-Liga stehen ja Aufsteiger und Absteiger seid längerem fest, vermutlich steigt nur Staaken auf, aber das endgültige vielleicht ist meines Wissens noch nicht gesagt. Tasmania fällt durch die Klatsche in Mahlsdorf auf Platz 4 zurück - immer noch eine gute Platzierung, wenn man wie geschrieben nicht mal 11 Leute für ein regelmässiges Training begeistern kann. Einzelne müssen teilweise lange arbeiten und man sah auch, wer gerade in einer Formkrise ist, aber zumindest bei Kirli erkennt man immer noch den Willen. Einer unserer Nachwuchstalente im Sturm fehlte laut offizieller Meldung in über zwei Drittel der Trainingseinheiten (gut, teilweise auch wegen Verletzungen) und bei zwei Spielen außerdem unentschuldigt. Wie kann man sein Talent so vergeuden ...
      Am letzten Spieltag durfte der Nordberliner SC einen versöhnlichen Saisonausklang feiern, der BSV Hürtürkel sorgte auch hier für Tore - die Gastgeber siegten mit 10:2, so dass der BSV mit 7 Punkten aus 34 Spielen und 32:168 Toren einmal mehr die Saison als abgeschlagener Letzter beendet. Gut für den Berliner Traditionsverein Wilmersdorf, die mit 17 Punkten und 120 Gegentoren auch ein würdiges Schlußlicht wären.

      Wer kommt neu hinzu nächste Saison?
      Sparta sichert sich in der Staffel 2 der eine Stufe tiefer gelegenen, zweigleisigen Landesliga den Aufstieg und springt sogar auf Platz 1 Dank eines fulminanten 8:0 gegen den TSV Mariendorf 1897, die nun weiß Gott keine Laufkundschaft darstellen und im sicheren Mittelfeld verbleiben. Im Falle einer Niederlage hätte noch Hilalspor mit einem Sieg vorbeiziehen können, doch die unterlagen dem Berliner SC II überraschend und sicherten so den Grunewaldern den Klassenerhalt. Den versiebte Concordia Britz allerdings durch ein 0:5 gegen den SC Charlottenburg schon selbst und deswegen müssen die Kicker von der Hufeisensiedlung gemeinsam mit Aufsteiger SW Spandau für mindestens ein Jahr in die Bezirksliga hinunter.

      Richtig irre blieb aber die Staffel 1 - und am Ende stieg eine Truppe auf, die zumindest ich nicht wirklich auf der Rechnung hatte. Biesdorf legte bereits am Samstag vor und siegte mit zwei Toren kurz vor dem Ende noch 3:2 gegen Teutonia Spandau. Sonntag sah es zunächst gut aus für die Biesdorfer. Türkiyemspor musste nur gegen den designierten Meister Mahlsdorf II gewinnen, rannte an - und wurde am Ende ausgekontert. Der 1.FC Schöneberg musste gegen den Zweiten Hellas-Nordwest ran und lag früh 0:2 zurück, drehte das spiel und siegte fulminant mit 5:2! Somit steigt der Kleinverein überraschend auf.
      Unten wurde es spannend. Der formstarke Friedenauer TSC siegte zwar, doch Türkspor gewann ebenfalls und zog den Kopf noch mal aus der Schlinge.

      Somit kann man hier schon mal ein Zwischenfazit ziehen.
      1) Nächste Saison spielt "Sparta" gegen "Hellas", gegen "Makkabi" und gegen "Preußen". Und alle zusammen gegen Tasmania. Alter Schwede.
      2) "Ü"-lastige Derbys: die Landesligastaffeln für kommende Saison ist auch schon gelost. Hürtürkel, Türkiyemspor, Hilalspor und Türkspor alle in einer Liga. Dazu Club Italia und Dünamo II. :D

      Bezirksliga:

      Dort galt es noch in zwei der drei Staffeln, den Klassenerhalt zu sichern oder Kreisliga nächste Saison zu spielen. Im Endspiel der Staffel 2 zwischen Mahlsdorf-Waldesruh vs Köpenick-Oberspree hatten die Gastgeber die Nase vorn und schickten die Köpenicker nach unten.

      Auch in Staffel 3 blieb es spannend, beim besuchten Spiel Grün-Weiß Neukölln gegen Blau-Gelb gab es nicht nur nominell ein Farbenspektakel, sondern Überlebenskampf der Gäste, die dringend siegen mussten und auf Hilfe anderer Mannshcaften angewiesen waren. Am Ende spielten sie 1:1, während parallel die Konkurrenz punktete. Für GW blieb als Dritter die goldene Ananas, Blau-Gelb muss gemeinsam mit Normannia und Concordia Wilhelmsruh in die Kreisliga A.


      Stichwort "Kreisliga A": die mehr oder minder nachvollziehbaren Aufstiegsregelungen verhalfen zumindest Polar Pinguin als besten Dritten der Kreisligen B zum Aufstieg! Herzlichen Glückwunsch! Überraschend ging das Heimspiel gegen Kellerkind Viktoria Mitte mit 1:3 verloren (bis zur 82. stand es noch 1:0..), aber da der Kontrahent Al-Dersimspor II gegen den Aufsteiger Kreuzberg unterlag, konnte Rang 3 gehalten werden. Bestes Torverhältnis mit +100 hat am letzten Spieltag allerdings Cimbria / Trabzonspor, die gegen den BFC Meteor II gleich mit 18:0 gewannen - und die haben nur eine Halbzeit gespielt ... Tabelle

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Kleiner Nachtrag:

      Grün-Weiß Neukölln vs SV Blau-Gelb 1:1 (0:0)

      Blickt man auf eine Fußballlandkarte Berlins, würde einem aufmerksamen Auge eine Namenshäufung im Südosten auffallen. Und nein, ich meine nicht die mäßig originelle Benennung nach Vereinsfarben, die in diesem Fall recht breit skaliert ist. In der Grenzregion Neukölln / Treptow finden sich die Vereine Grün-Weiß Baumschulenweg und Grün-Weiß Neukölln in überschaubarer Entfernung und tatsächlich ist der gleiche Name kein Zufall. Der ältere Verein ist im Treptower Stadtteil Baumschulenweg beheimatet, auf der anderen Seite des Kanals und der deutsch-deutschen Grenze entstand 1950 der Ableger in Neukölln. Der Grund dürfte klar sein; ehemalige Vereinsangehörige, die nicht beim Genossen Ulbricht bleiben wollten und ein Stück Verein hinüberretteten. Keineswegs ein Einzelfall: noch heute spielt in Moabit Union 06 (allerdings deutlich niederklassiger als ihr in Oberschöneweide bzw Köpenick gebliebener Stammverein) und im Norden verbanden sich die einst getrennten Vereine VfB und Einheit Pankow nach Mauerfall wieder.

      Lasst euch nicht von dem '"Neukölln" im Namen irritieren. Der Verein liegt gegenüber des Freibades Britz inmitten des Bezirks, östlich in Kanalnähe. Die Gegend besteht aus dem Umfeld der unlängst mal erwähnten Hufeisensiedlung aus den 20ern und 30ern, dazu viele Einfamilienhäuser. Das Sportgelände ist nicht direkt zu finden, ein etwas verwildertes und vor allem zugewachsenes Gebäude wurde mit einem markanten Banner versehen. Erst hinter der Einfahrt und dem versteckten Eingang zum Gelände offenbart sich die Größe des Geländes, immerhin zwei Plätze und reichlich Platz für den Platzwart und Umkleiden.

      Wirklich repräsentativ dürfte meine Visite nicht gewesen sein. Es war das letzte Saisonspiel nach einem guten Ligaplatzierung auf Rang 3 und unmittelbar im Anschluss sollte das Sommerfest des Vereins stattfinden. "Sommer" ist das Stichwort, warum dies der letzte Verein in Neukölln ist, den ich heimsuche: die Anfahrt an der Peripherie gestaltet sich schwieirg, man kommt am besten mit dem Rad hin. nd ich war überrascht; rund 200 Nasen kamen zu einem für die Gastgeber unbedeutendem Spiel. Nur die Hauptgerade ist mit Volk besetzt, zwei Traversen mit den guten alten Sitzplanken plus reichlich Stehraum dahinter sorgen für kuschlige Atmosphäre, der Bewuchs im Rücken sorgte zudem für Schatten. Das Vereinsumfeld ist eher "deutsch" und "familiär", teilweise ahnt man potentielle El Arenal-Fahrer, aber ansonsten ist die Stimmung positiv.

      Spielerisch musste Blau-Gelb dringend gewinnen und auf Niederlagen mindestens zweier Konkurrenten hoffen, doch schon zur Halbzeit spielten die anderen Vereine nicht mit. Kämpferisch kann man den Gästen wenig vorwerfen. Nach Wiederanpfiff sorgte ein Freistoßhammer für die Führung der Gastgeber, durch die Mauer hindurch und über das Patschehändchen hinüber ließ er dem Keeper keine Chance. Danach ließen sie die Gäste aus dem nordöstlichen Weißensee kommen, die mit einem einem Kracher aus der Distanz flach in's lange Eck aus geschätzten 20 bis 25 Metern das Netz zittern ließen und zumindest noch einen Punkt mitnahmen. Mehr kam aber nicht mehr und selbst ein Sieg hätte ihnen nichts mehr gebracht.

      Impressionen:
      1) Beim langen Warten am Getränkestand stand vor mir ein klassische Vorzeigeprinzessin mit Schmachtblick und hautengen rosa Hosen; die Haare hatte sie natürlich auch schön. Gelangweilte Spielerfrau? Von wegen! Sie monierte, dass schon wieder vielen andere in ihrem Alter aufgehört haben zu spielen und nur noch "junge Hühner" nachkämen. Der alte Verein hätte auch schon angefragt ... beim Klischeebingo "burschikose Fußballerin" hätte man bei ihr eine Nullrunde hingelegt. Asche auf mein Haupt.
      2) Sportplatz-DJ: mittig stand ein Pavillon mit Tisch und Technik. Während der Stadionsprecher alle Torschützen und Einwechslungen korrekt bekannt gab, tickerte der DJ die Stände bei fussball.de (sah zumindest nicht nach fupa aus). Musik wurde auch gespielt, aber erfolgreich verdrängt.
      3) Wenn es nicht so unsäglich warm wäre, hätte ich gern vom Kuchen probiert. Eines kann man dem Verein nicht vorwerfen: Vereinskultur ist hier noch vorhanden!
      4) Die Leute hatten ihren Spaß: vor Wiederanpfiff der Zweiten Hälfte wurden in Vereinsfarben fleißig Rauch erzeugt. Auch die Unparteiischen nahmen es grinsend hin und auch der Sprecher ermahnte die Zündler nur halbherzig, spätestens nach dem Hinweis "ich MUSS das sagen .." war klar, dass es lediglich eine Auflage der Verbandes ist. Die Referees wurden bei dem Trinkpausen auch von den Gastgebern versorgt, so dass die Stimmung diesbezüglich ohnehin entspannt war.




      Immer die Hooligänse!


      Verpflegung ist wichtig!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Die Vorbereitungsphase fängt bald wieder an ...

      Sa. 08.07. Union Fürstenwalde - Tasmania (14:00)

      So 16.07. Tasmania - Union Südost (Bezirkspokal, Anstoß noch nicht genau temriniert)

      Sa. 22.07. Blau-Weiß Briesen - Tasmania (14:00)

      Mi 26.07. Tasmania - Friedenauer TSC (19:00)

      Mi 02.08. FSV Bernau - Tasmania (19:00)

      So 06.08. Tasmania - Stahl Brandenburg (14:00)


      Ich gehe mal davon aus, dass Union Südost selbst von unserer Zweiten besiegt werden kann, somit kommen noch weitere Termine hinzu.
    • 1. Testspiel

      FSV Union Fürstenwalde vs :deutas:

      Seit einer Woche im Training, die Hälfte der Spieler neu und einige noch im Urlaub und dann ein Testspiel auswärts beim Regionalligisten Fürstenwalde, also zwei Ligen höher. Dazu fängt deren Saison früher an, die Gastgeber mussten daher auch früher mit dem Training beginnen. Obwohl dort auch fleissig getestet wurde und nur einige Stammspieler kickten, sollte es doch eine klare Sache für Union werden, oder?

      Die Hinfahrt führte über ein Volksfest eines Dorfes hin zu diversen Autobahnbaustellen gen Ost / Südost, quasi spreeaufwärts nach Fürstenwalde. Oder kurz davor. Denn der Platz liegt im Wald noch vor den Toren der Stadt, so dass ich trotz dieser Auswärtsfahrt noch kein Haus von Fürstenwalde gesehen habe, wenn man das Dorf davor ausklammert. Sportliche 5 Euro für das Testspiel verlangt der FSV, Ermäßigungen werden nicht anerkannt. Außerdem wird nicht im kleinen, aber chicen Stadion gespielt, sondern auf einem Nebenplatz. Immerhin auch Rasen und mit Anzeigentafel, aber erhöht hinter einem Zaun.
      Tas spielt einmal mehr auf Ballbesitz und hat auch erste Chancen, macht diese aber nicht. Anders die Gastgeber. Zwei Angriffe, zwei Tore. Meist über rechts; zunächst kann Schelenz halten, doch der Abpraller gelangt in der Mitte zum Gegner, der einen Verteidiger liegen lässt und gegen die Laufrichtung des Torwarts einschiebt. Später erneuter Angriff über rechts, diesmal ist unser Keeper gänzlich chancenlos. Der Ball senkt sich an die Unterkante der Latte in die Maschen, objektiv sicher ein schönes Tor, aber natürlich ärgerlich. Umgekehrt gibt es Freistoß für Tas, doch der aus spitzem Winkel frech auf's Tor gezogene Ball kann der Keeper gerade so halten, auch der Abpraller in das Gewühl am Fünfmeterraum findet nicht einen einschussbereiten Tasmanen.
      Kurz vor der Halbzeit dann doch der Anschluss - Freistoß, Kopfball eines Neulings und der Ball segelt über alle hinweg in das lange Eck. Immerhin! Nur noch 2:1 aus Sicht des Gastgebers. Das Ergebnis schert allerdings sowieso keinen und die Mannschaft ist neu und vor allem jung. Mehrere A-Jugendliche wurden gezogen, hinzu kommen mehrere junge Spiele von anderswo.

      Zweite Halbzeit. Der nette Mann im Getränkestübchen pries das Görlitzer Landskron, was es dort gibt und auch die Wurst war gut. Das Spiel wurde aber richtig kurios. Erst führt Tolgay Asma das Leder und passt im richtigen Moment in die Gasse, wo einer der Jungspunde auf und davon eilt und zum Ausgleich einnetzt. Doch ausgerechnet unserer sicherer Keeper Schelenz sorgt mit einem Gastgeschenk für die erneute Führung der Fürstenwalder, denn sein Pass findet leider einen Gegenspieler, der die Nerven behält und und ihn per Heber überwindet.
      Doch dann schlägt Tas zu: Konter, Neuling Thiele bekommt auf Höhe der Mittellinie den Ball, sieht den weit draußen stehenden Keeper und zieht ab - und trifft tatsächlich die Kiste! 3:3! Das haben sich die Fürstenwalder sicher anders vorgestellt. So blieb auch die Anzeigentafel unberührt und wir flachsten schon, dass sie nur auf einen weiteren Tas-Treffer warten. Und der kam! Wieder Konter und so schlecht, wie unsere Abwehr sich in der ersten Hälfte überlaufen ließ, so tapsig waren die Spieler in Grün beim Tas-Sturm. Und Zack - Spiel gedreht.
      Fürstenwalde musste nun mehr tun, war aber sichtlich von der Rolle. Auch das Heimpublikum verstummte. Das fünfte Tor für Tasmania sorgte für die Entscheidung und lange Gesichter, lediglich die Entourage aus Neukölln hatte was zu feiern. Abwehrrecke Lucas Bähr (etwas Ähnlichkeit mit Tormund aus "Game of Thrones", vom Zweikampfverhalten könnten sie Brüder sein) tankt sich einmal durch die gegnerische Abwehr und schließt überraschend souverän ab. Vermutlich werden sich die einen oder anderen Sorgenfalten in Fürstenwalde breit machen, da in drei Wochen wohl Saisonbeginn in der Regionalliga ist. Da reicht das nicht aus. Souverän waren sie nur mit der Führung, aber Rückschläge muss man eben auch verarbeiten können. Tasmania zeigte mit vielen neuen Leuten eine ansprechende LEsitung und ließn sich auch von einem 0:2 Rückstand bei eiskalter Chancenverwertung des Gegners nicht in's Bockshorn jagen. Ganz groß!

      Zu allem Unglück wollte meinereiner noch was aus dem Fanshop, so dass die Geschäftsführerin noch den Schlüssel besorgen musste und mir Aufnäher und Aufkleber aus dem Schrank beschafften bzw mir auch den allerletzten Pin aus der Vitrine überließ.

      FSV Union Fürstenwalde vs SV Tasmania 3:5 (2:1)
      Accessoires: Pin, Aufnäher, Aufkleber für zusammen 5,50€
      Zuschauer: vielleicht Hundert?


      Biergarten auf dem Vereinsgelände. Die Blumenkübel sehen etwas verloren aus ...


      Der VIP-Eingang!


      Mir gefallen die neuen Trikots sehr gut. Perfekte Farbkombination.


      Der erwähnte Hügel. Oben hinter der Balustrade sammelte sich das Publikum, das sich auf auf den rasen hätten flezen können.


      Die Wichtigkeit eines Schildes erkennt man an dem Einsatz der Satzzeichen ! (!!!!!!?&$%!!!!!)
    • Neuigkeiten

      Schon seit einiger Zeit steht eine Fusion im Raum: der Durchmarschierer Hellas-Nordwest und Türkspor. Wer hätte gedacht, dass ein "Mischverein" der namensgebenden Länder hier entsteht? In Wahrheit ist das einzig hellenische an Hellas der Namen. Nur schade, dass da wieder jemand mit Geld versucht, Erfolg zu erzwingen.

      In der Kreisliga C haben sich wieder einige neue Mannschaften angemeldet. Darunter zahlreiche Zweite Mannschaften illustrer Truppen wie GW Baumschulenweg, Traber Mariendorf und Schmöckwitz-Eichwalde. Doch auch "echte" Neulinge gehören nun offiziell dazu. Der FC Polonia hat gleich zwei Mannschaften gemeldet, nachdem der Verein länger durch die Freizeitliga zog. Dazu kommt der FC Karame 78. Der Verein gehört zu einem arabischen Jugendverein, der folgendes auf seiner Homepage verkündet:

      "Karame ist arabisch und bedeutet Würde.

      In unserer Arbeit geht es vor allem um die Identitätsbildung der Jugendlichen, die zu uns kommen. Sie sollen erkennen und wissen wohin sie gehören."


      Das kann man jetzt sehr unterschiedlich auslegen ...


      Kickers 1900
      Der Verein aus Schöneberg stieg letzte Saison gerade aus der Kreisliga A in die Bezirksliga auf. Doch zum feiern ist niemand zu Mute - Gerüchten nach verlangten die Spieler mehr Geld. Geld, dass der Verein nicht hat. Somit heuerten viele anderswo an und der Klub steht vor einem Scherbenhaufen. Nein, das Idyll des Amateurfussballs trügt, hier spielen nicht (nur) elf Freunde. Zumindest gab es endlich mal Accessoirs, eine Chronik und einen Aufnäher. Auf meiner Kutte werden die Kickers also zumindest noch verewigt sein, falls diese jemals fertig wird.

      Stichwort "Söldnerwesen": auch Berlin-Ligist SD Croatia war äusserst überrascht, dass trotz erfolgreicher Gespräche pünktlich zum 9.07. einer ihrer Spitzenkräfte die Kündigung einreicht. Keiner wusste anscheinend, dass da wohl ein anderer Verein interessiert ist. Mal schauen, welcher Klub den rot-weissen Schachbrettgemusterten die Leute abspenstig macht. Die Wetten liegen bei BW 90 oder Hellas-Nordwest ...
      fupa.net/berichte/spvgg-hellas…i-sd-croatia--896424.html


      edit:

      Irre - Abstieg, weil sich einer provozieren ließ:
      fupa.net/berichte/sg-empor-hoh…gruenen-tisch-897650.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Dienstag stand wieder eine Reise vor die Mauern Berlins auf dem Plan, wieder nach Brandenburg. Diesmal allerdings nicht nur in das Land Brandenburg, sondern auch in die gleichnamige Stadt. Wider allen Erwartungen entpuppte sich dies als beschauliches und vor allem nettes Städtchen, gut beguckbar aus der Strassenbahn, die vom Hauptbahnhof zum Stadion am Quenz fährt. Hauptbahnhöfe finden sich in der Regel in der Stadtmitte, hier aber verzichtete man auf Gleise innerhalb der Stadt und pflanzte diesen an das südliche Ende. Das erspart den Anwohnern Lärm und Verkehrshindernisse, sorgt aber für Fahrtwege für nahezu alle, die nicht nur die zugegeben schnieken Einkaufspassagen gegenüber nutzen wollen.

      Aber was zum Teufel soll ein Stadion am Quenz sein? Veronika, der Quenz ist da? Nein, dort spielt der ehemals DDR-Oberliga erprobte Klub und Europokalteilnehmer Stahl Brandenburg. Zu Gast war zum Testspiel Altglienicke, mittlerweile aus der Oberliga in die Regionalliga aufgestiegen. Und muss dafür in der Jahnstadion ausweichen, was die ohnehin spärlichen Heimzuschauer vermutlich gänzlich vertreiben wird. Altglienicke ist nämlich ein provinzieller Vorort-aber-offiziell-noch-zu-Berlin gehörender Club mit zu viel Geld. Stahl hingegen hat nach Insolvenz und Liquidation des alten BSV Stahl mittlerweile ein schnödes "FC" vor dem alten Namen stehen und gurkt in den Niederungen der Brandenburger Verbandsliga herum. Dort freut man sich dieser Tage immerhin über den Klassenerhalt, im Gegensatz zum einstigen Namensvetter Stahl Eisenhüttenstadt, die auf den eisernen Zusatz verzichteten.

      Warum die Anreise zu einem simplen Testspiel? Vor allem die Ankündigung, dass die maroden Flutlichtmasten abgerissen werden. Jene Beleuchtung, die ursprünglich den Gurken im Spreewald beim wachsen helfen sollten, aber aus Versehen qualifizierten sich die Brandenburger für den Europapokal, während Cottbus mausgrau und unbeleuchtet blieb. Stahl bekam also die Stahllampen, durfte immerhin zwei Runden international mitspielen und hatte - nicht nur, aber eben auch - durch jene Masten ein tolles Stadion. Und "Stadion" kann man hier wirklich ohne jede Ironie sagen. Es ist kein Sportplatz, sondern bietet Haupttribüne und Gegengerade, jeweils mit den guten und vollkommen ausreichenden langgestreckten Bänken versehen.
      Eine Horde Berliner Hopper meldete Interesse und plötzlich fand sich eine passable Meute zusammen, die im RE vom Alex in die Provinz fuhr. Für mich dabei auch eine Gelegenheit, erstmals die Stadt zu besuchen und zum anderen auch sicher anzukommen. Wer weiß, wo ich wieder eingestiegen wäre ..
      Bereits an der Strassenbahn traf man auf verschiedene Kleingruppen von Groundhoppern und Einheimischen, die allerdings schon nach Abzeichen fahndeten. Auch wenn einige unserer Jungs optisch in die Kategorie "hipper Großstadtbewohner" passt, fanden sie kein politisch motivierte Erkennungsmarke. Stahl hat da seinen Ruf weg und einzelne Nasen der lokalen Szene waren auch vor Ort. Besonders imposant er Dauerpöbler, dessen Schimpfwortreservoir vor allem aus dem weiblichen Genitalbereich stammte und zur Abwechslung auch mal so etwas wie "Asylant" hervorstieß. Gegenüber dem eigenen Spieler, laut Insidern allerdings Japaner und technisch wohl der begabteste Spieler der Brandenburger. Sollte man auch mit leerem Kopf erkennen ...

      Schön war, dass mir sofort gesagt wurde, an wen ich mich bei Accessoires zu melden habe. Die entsprechende Kompetenzperson versprach Abhilfe und tatsächlich bekam ich später eine kleine Zusammenstellung der lokalen Nettigkeiten. Für dieses Gespräch stiefelte ich ohne dafür Ärger zu bekommen im vorderen Bereich am Spielertunnel herum. Ganz im Gegenteil, sowohl Zuschauer als auch die ersten auftauchenden Spieler reagierten sehr freundlich. Da überall offene Tore waren, konnte ich ungehindert gleich mehrere Rundgänge machen und auch auf das Kamerapodest auf der Gegengerade herumklettern. Auf jeden Fall eine der besten und entspanntesten Stadiontouren!

      Das Spiel war relativ belanglos. Altglienicke klar besser und mittlerweile ja zwei Ligen höher, dominierte entsprechend und lag bald mit 1:0 in Front. Danach Ballbesitz ohne Gefahr, insbesondere in der Zweiten Hälfte. Dort stellten die Gastgeber klug den Ex-Unioner Mattuschka zu und wagten sich nun häufiger Richtung gegnerischen Strafraum. Bei einem weiten Ball köpfte der Altglienicker Innenverteidiger als letzter Mann kolossal daneben und verschaffte Stahl so den Ausgleich. Der beste Spielzug brachte dann den erwähnten Japaner in Position, dessen Distanzschuss leider nur an den Aussenpfosten ging. Vom künftigen Regionalligisten war wenig zu sehen, doch sorgten in der Schlussminute für einen saftigen Lattenknaller.

      Stahl holt sich so Selbstvertrauen für die kommende Saison, Aua-glienicke darf ruhig gern weiter so herumgurken. Mal schauen, ob ich mich nächste Saison mal erbarme, im Jahnsportpark den Gästeblock heimzusuchen. Könnte sein, dass ich die Schüssel da für mich habe ...

      Spiel:
      Stahl Brandenburg vs Altglienicke 1:1
      Accessoires: kleiner Wimpel, Pin, Autotrikot
      Plus: reichlich Photos!
      Fazit: tolles Stadion!






      Die Haupttribüne. Im Hintergrund einer der kuriosen Masten.




      Der an sich ja geschützte Bereich mit VIP-Fahrradständern.


      Hinter der Gegengerade: hier mussten die Kamerateams rauf, so dass der Zuschauer der DDR-Oberliga schön die Haupttribüne im Fernsehen sah.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Life is a bitch. Football, too.

      oder: FC Treptow vs Grün-Weiß Baumschulenweg 1:2 (0:0)

      GW Baumschulenweg gewinnt Testspiel gegen den FC Treptow - Moment, "Baumschulenweg"? - Warum gerade dieses Spiel? Und woher die Bitchigkeit des Fußballs?


      Saisonvorbereitung steht an und ich bin chronisch unterfußballt. Also sichte ich auf einschlägigen Seiten die hiesigen Testspiele, geordnet nach "Erreichbarkeit", "Spannungsgrad der Anlage", "Spannungsgrad des Vereins" und meine ganz persönliche Habgier, nämlich ob ich bereits Trophäen eines Vereins besitze oder eben nicht. Stichwort "Erreichbarkeit": Treptow, seit der letzten Gebietsreform Westteil des Ostberliner Bezirks Treptow-Köpenick, schmiegt sich östlich an den Bezirk Neukölln an, nett gelegen an der Spree und reichlich grün zudem (der Stadtteil Plänterwald beinhaltet tatsächlich viel Wald) und eben sehr gut per Rad erreichbar.
      "Baumschulenweg" ist der südlich vom Plänterwald gelegene Stadtteil Treptows, so dass das Spiel dadurch schon ein Derby wird; beide Mannschaften teilen sich aber auch noch das Areal der Willy-Sänger-Anlage. Das macht das Testspiel plausibel und interessanter. Letzter Aspekt: meine erwähnte Habgier nach Accessoires. Da es für beide Mannschaften ein Heimspiel ist und von beiden Vereinen immer noch keine Nadel meine Sammlung ziert, kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Per fb frage ich im Vorfeld bei beiden Vereinen an.

      Ich bin spät dran. Hinter der Einfahrt befindet sich ein kurioses, quadratisches Kleingebäude, dass dem FC Treptow als Heim dient. Die Grün-Weißen hingegen haben eine deutlich größeres Gebäude am hinteren Ende, unmittelbar an den Bahnschienen. Da vorne einer hetumläuft, der augenscheinlich zum FC Treptow gehört, haue ich diesen gleich nach Nadeln an. Ich hätte auch genauso gut fragen können, ob die Flagge vom Masten stehen kann; er hat kein Verständnis und fragt noch, was ich damit will. Verflixt.

      Die Tribüne blüht, eine Zuschauerin breitet zwischen den Gräsern eine Decke aus, während hinten bei Grün-Weiß die Herrschaften zu Tisch sitzen und die schwache Erste Hälfte ihrer Kicker begutachten. Kreisliga A (10. Platz, FC Treptow) gegen Kreisliga B (5. Platz, GW Baumschulenweg) und Pre Season Testspiel zum Schulferienzeit. Das Spiel des FC Treptow ist trotzdem ganz ansehnlich, bessere Spielanlage, die Flanken kommen gut und die Mannschaft erspielt sich gerade durch das Flügelspiel zahlreiche Chancen. Da habe ich schon schlimmeres gesehen, die Chancenverwertung allerdings ausgenommen. Denn neben den halbherzigen Abschlüssen kann Baumschulenweg sich in erster Linie auf den Keeper verlassen, der mehrmals gut pariert. Nach einer Ecke beispielsweise kann ein Treptower schön frei Richtung Winkel köpfen, doch auch hier bekommt der Schlussmann irgendwie die Finger dazwischen.
      Bei GW funktioniert fast nichts, häufig verspringt der Ball und nach vorn geht wenig. Und doch plötzlich die Chance, als der Torwart geschlagen ist, der Kullerball aber verspringt und ein Verteidiger den Ball von der Linie kratzt. In die Sturm-und-Drangphase des FC erfolgt der Halbzeitpfiff. Der Treptower Trainer schaut auf's Handy und ruft fassungslos: "Ey, es ist erst die 42. Minute ... " ;D

      Trotzdem geht's in die Kabinen und ich zum Gespann der Grün-Weißen und frage nach Nadeln. Keiner weiß was, aber sie verweisen mich auf den Trainer. Der verweist mich auf die Trainingszeiten am Freitag, dann bringt er was mit. Leider fällt mir erst später ein, dass ich da gar nicht kann .. Bei der Gelegenheit begucke ich mir auch wieder das alte, zentrale Vereinsheim, was vor sich hin gammelt. Sehr schade.

      Die Zweite Halbzeit bot dann doch noch mehr. Zunächst kamen die angefressenen Spieler Baumschulenwegs später aus der Kabine. Ein Spieler sprach auf den Trainer ein, was für Fehler alles gemacht wurden und beendete die Brandrede mit dem Hinweis, dass der Verein doch aufsteigen will, das habe er (der Trainer) selbst gesagt! Es sit ein Kreuz mit diesen renitenten Mitarbeitern. Halten einem die Ziele vor, die man irgendwann mal formuliert hat ...
      Bei Treptow ließen nun die Kräfte nach, GW wurde etwas sicherer, konnte vorne aber wenig Durchschlagskraft entwickeln. Dafür nahmen die Diskussionen mit dem Referee zu, vor allem seitens des FC. Dadurch entstanden einige Dialoge wie diese:
      Spieler X: "Eyyyy!"
      Spieler Y: "Ey!"
      Spieler Z: "Eyyy!"
      Spieler W: "Eyyyy"
      Torwart: "Ruhe!"
      Spieler V: "Eyy, Schieri!"
      Torwart: Ruuuhhhäääää!"

      Der Keeper des FC Treptow war so ein Kuriosum für sich. Sein Gegenüber konnte sich ja auszeichnen, während er wenig zu tun hatte. Man sah nur etwas schwarzhaariges und -bärtiges in einer zu großen Trainingsjacke. Dass er sich damit überhaupt bewegen konnte .. die Debattierfreudigkeit seiner Leute konnte er zwar nicht vollends beenden, aber er war zumindest mal zu hören. Vorne erspielte sich Treptow zwar weniger Chancen, aber traf dann doch mal. Wieder einmal ist einer frei, legt ab und am langen Pfosten semmelt ein Mitspieler das Leder dann doch endlich mal in die Maschen. Hochverdient und im Grunde auch nur eine Frage der Zeit, bis sie nachlegen.
      GW derweil hatte mit der 23 einen jungen Wilden vorne drin, der zwar Dampf machte, aber dies bevorzugt meterweit im Abseits. Die Trainerbank versuchte vergebens, ihm das klar zu machen, da er es entweder nicht versteht oder die Regel noch nicht so verinnerlicht hat.

      Immerhin ein Angriff war gut, doch gut verteidigt und ich gab auf, an ein Tor der SG Grün-Weiß zu glauben .... bis ein langer Ball die besagte Nummer 23 findet. Meterweit im Abseits. Aber kein Pfiff - der Bursche marschiert also frei weiter und hämmert den Ball am machtlosen Keeper vorbei. Das Schmunzeln der Baumschulenwegtruppe konnte ich bis auf die begrünten Traversen hören. Doch damit nicht genug: die eingewechselte Nummer 11 zieht einfach mal flach in's Eck, der Torwart ist dran, aber lässt die Kugel irgendwie durchflutschen und Grün-Weiß hat allen Ernstes das Spiel gedreht. Irre. Nicht verdient, aber glücklich. Dafür gab es eine strittige Situation im anderen Strafraum, wo man durchaus hätte pfeifen können und ehrlich gesagt: bei einem solchen Spielverlauf wäre es kein Beinbruch für GW gewesen. Somit waren die Treptower nach dem zeitnah erfolgten Abpfiff bedient, anscheinend hat es eine nicht geahndete Tätlichkeit gegeben.

      Hier muss man dem Trainer des FC Treptow Respekt zollen: er schickte die Spieler in die Kabine, die nicht zu beruhigen waren. Eigentlich schade, dass es so endete. Teilweise machten sich die Spieler gemeinsam warm und man kennt sich mit Namen gegenseitig. Es gibt durchaus problematischere Nachbarschaftsbeziehungen.

      Aber es ist ein Testspiel und der FC Treptow weiß, woran sie arbeiten müssen. Umgekehrt schienen die Grün-Weißen aus Baumschulenweg ihrerseits sehr wohl gewusst haben, dass der Sieg recht glücklich war, aber eben auch ein stück weit erzwungen. Die Oper ist erst vorbei, wenn die dicke Frau gesungen hat oder der Schieri das Abseits übersieht!




      Schöne Details aus alten Zeiten: hier im Geländer des alten Vereinsheims.


      weiterer Blickwinkel, aber älteres Bild.


      Gut gesicherte Sitzbank ..
    • Neu

      Liga-Auftakt! 1. Runde Berliner Landespokal! Und ich hab Magen und kann nur das Tas-Spiel sehen .. aber das hatte es auch in sich.

      1. FC Schöneberg vs SV Tasmania 1:3 (0:1)

      Endlich wieder Liga! Endlich wieder den Irrsinn um Transfersummen ignorieren können, weil nur noch die Berlin-Liga zählt. Na ja, und dass Hansa morgen die Hertha schlägt. wenigstens das eine Mal kann ich da auf die Unterstützung meiner Mit-Tasmanen vertrauen, weil Hertha nicht all zu gern gesehen ist.
      Apropos "Hertha": das Fettnäpfchen sammelten gleich mehrere Leute an diesem Wochenende. Zunächst Freitags, zum "traditionellen" (mehr als einmal!) Fantreffen, diesmal aber mit Kneipentour, um trinken und plakatieren zu vereinen. Ein ausgesprochen sinnvolles Unterfangen.

      Ich kam etwas später hinzu, weil ich wenigstens die Erste Hälfte des Testspiels zwischen Stern Britz 1889 und dem SC Siemensstadt sehen wollte. Dort spielt auch der Ex-Tasmane Benjamin Gaudian, der lieber unterklassig und in Neukölln spielt anstelle Ruhm und Ehre in der Berlin-Liga zu sammeln. Die Gäste spielen zwei Ligen tiefer und wurden entsprechend ziemlich geplättet von der körperlich deutlich überlegenen Stern-Elf, die auch Rugby spielen könnten. Stern versemmelte zahlreiche Großchancen, netzte aber immerhin noch 4 mal vor dem Pausentee ein, kassierte aber bei drei ernstzunehmenden Gegenangriffen der Gäste auch gleich zwei Gegentreffer. Endstand war 8:2 für Stern ... blöderweise habe ich sie wohl zu vorschnell zum Geheimfavoriten in ihrer Bezirksligastaffel erklärt, den im Pokal gab's nun ein 0:3 beim Rixdorfer SV ..

      Zumindest haben wir danach noch ein paar Lokale im Neuköllner Norden heimgesucht, mit betrunkenen Schönheiten geflirtet (die auch prompt das Lokal verließ, als wir ebenfalls zur nächsten Kneipen wollte und möglicherweise enttäuscht war, dass ich sie nicht nach Hause bringen wollte ..) und gekickert (erwähnte ich bereits, dass ich zwei linke Hände habe?), vor allem aber gebechert. Einer der Jungs erwähnte das legendäre Bären-Eck, wo die Opas jeden Neuling argwöhnisch beäugen - auf dorthin! Nur waren leider wir diesmal die Opas, die den Rest - Hipster, Touristen, Bayern-Flagge über der Tür .. braucht es mehr Information? Blöderweise war schon der Tasmane mit Tesa-Film nach hause gegangen, so dass wir zwar Plakate, aber keine Befestigungsmöglichkeit hatten. Berliner Organisation eben. Fragen wir, ob wir hier aufhängen können? Ich gebe ein Trinkgeld und frage lieber erstmal nach Tesafilm, der überraschend vorhanden und ausgehändigt wird. Somit hätte sich die Frage nach der Klebe-Erlaubnis auch erledigt. Der Wirt wähnte uns auch als Hertha-Gang und musste erstmal aufgeklärt werden.

      Heute ebenfalls. Beim Weg zum Sportgelände des 1.FC Schönebergs [... Rest kommt morgen oder später ... .]



      Berliner Landespokal, die 1.Runde bzw Qualifikation

      Es sind einige Überraschungen dabei. Der gebeutelte BSC Eintracht Südring, letzte Saison aus der Bezirksliga abgestiegen, benötigte gegen die Kreisliga C - Mannschaft Pfefferwerk die Verlängerung. Auch Rahnsdorf setzte sich überraschend gegen die höher kickenden Albaner des FC Liria durch (deren Futsal-Abteilung ist deutlich erfolgreicher), allderdings traten die Gäste nicht an. Ein Spiel meiner Tasmanen in Rahnsdorf ist also möglich! Daneben erschienen aber gleich mehrere Mannschaften nicht oder nicht zahlreich genug (Capri, Besiktas und Polonia sagten ebenfalls ab), dazu kommt die Farce um Türkspor 1965, die vermutlich mit Hellas-Nordwest fusionieren, die ebenfalls eher aus "Südländern" bestehen und so den traditionellen Namen abstreifen. Türkspor war als Kreisligist ebenfalls in dieser Quali-Runde gefordert, trat aber nicht an.

      Die Kreisliga B-Truppe Kickers Hirschgarten warf sehr überraschend den Bezirksligisten Hansa 07 mit 3:2 aus dem Wettbewerb - das haben sich die Studenten aus dem Görlitzer Park sicher anders vorgestellt.
      Kürzlich schrieb ich über dne FC Treptow (Kreisliga A) - gegen die Kickers 08 (Kreisliga C) ließen sie aber nix anbrennen und siegten auswärts mit 13:1. Afrisko ließ es sogar noch mehr krachen und zerfetzte den Hellersdorfer FC Schwarz-Weiß gleich mit 17:1.

      Eine Besonderheit des lokalen Wettbewerbs: der Pokalsieger der Freizeitliga tritt ebenfalls in der ersten Runde bei offiziellen Pokal an. RBC Berlin scheiterte auch erst im Elfmeterschießen an Arminia Tegel.

      Noch keine Gründe über den Spielabbruch zwischen Nord-Wedding (ex-Rapide Wedding) und Al-Kauthar sind bislang verlautbart worden. Gespielt wurde, also muss wohl was vorgefallen sein. --> fussball.de/spiel/sv-nord-wedd…DVTQF3A0H#!/section/stage
    • Benutzer online 1

      1 Besucher