Spielberichte Berliner Amateurfußball

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    • Überblick, was so alles am Spieltag geschah ...

      Berlin-Liga
      Staaken darf sich nach einem Null:Null im Spitzenspiel gegen Mahlsdorf Verbandsligameister schimpfen. Croatia ledert den Nordberliner SC ab und überholt vorerst Tasmania. Seit gefühlten Ewigkeiten gewann Dynamo II mal wieder ein Spiel (5:4 gegen die Füchse), doch es kommt zu spät. Neuer Tiefpunkt: der Berliner SC gewann 9:0 gegen Hürtürkel. Nach 45 Minuten. Die Zweite Halbzeit wurde gar nicht erst angepfiffen. Und das in der Verbandsliga! Mit dieser Taktik verhindert Hürtürkel zwar, die Negativrekorde des Club Italia in der Berlin-Liga zu vermeiden, aber der Ruf ist im Eimer. Also jedes Mal ein bißchen mehr als vorher. Wobei: kann man das noch überbieten?
      Berlin-Liga - Spieltag & Tabelle

      Landesliga
      Staffel 1 - stell dir vor, du bist Erster und kannst nicht aufsteigen. Hoffe ich zumindest; die Zweite von Eintracht Mahlsdorf führt weiterhin souverän die Staffel an, verbleibt aber in dieser Liga, falls deren Erste in der Berlin-Liga bleibt. Dahinter dichtes Gedränge. Hellas-Nordwest steht vor dem Durchmarsch, dahinter hat derzeit wieder Türkiyemspor beste Karten. Leider unterlag sowohl Biesdorf (1:3 gegen Inter) als auch Wittenau (0:1 gegen Hohen Neuendorf). Der Präsident Concordias freute sich nicht gerade klammheimlich darüber, sein Ziel war nur der Klassenerhalt, nicht ein etwaiger Aufstieg. Neu im Rennen ist auch der 1.FC Schöneberg, auch nur drei Punkte von Türkiyem entfernt.
      Unten kommt doch noch mal Bewegung in's Spiel. Friedenau baute seine Erfolgsserie aus und ist nur noch drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Es wäre eine beeindruckende Aufholjagd!
      Spieltag & Tabelle

      Staffel 2 - hier war eigentlich schon alles entschieden. Nun stolpern aber sowohl SpaKi (Remis gegen ABC) als auch Sparta (unterlag Gatow 1:3) und plötzlich ist Hilalspor nur noch drei Punkte entfernt ..
      "Unnerum" schneckt sich alles dem Ende entgegen. Adlershof holt überraschend den Punkt gegen SpaKi und ist nicht mehr Letzter. Nur einen Punkt mehr haben Berliner SC II und der 1.FC Neukölln. Concordia Britz hat wiederum nur einen Punkt mehr als diese beiden und empfängt kommenden Donnerstag ABC - einmal mehr ein Abstiegsendspiel. Britz holte daheim gegen Johannisthal nur einen Punkt - dadurch haben sich die Sportfreunde schon satte drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze erhamstert. Jeder Sieg ist Gold wert. Irrer Abstiegskampf.
      Spieltag & Tabelle

      Bezirksligen
      Staffel 1 - Was ist das für eine Liga, in der der Erste den Tabellendritten mal eben mit 7:0 abfertigt? Club Italia marschiert unverdrossen nach oben. Daneben schlägt Schlußlicht TeBe II die Berliner Verkehrsbetriebe mit 7:4. Oha. Eintracht Südring ist nach dem 1:8 bei den SF Charlottenburg-Wilmersdorf erledigt. Schade.

      Staffel 2 - Oben ist alles klar - das Führungstrio steigt en bloc auf. Chapeau! Unten bleibt's spannend - und auch hier steigt ein "Südring" ab; der BFC unterlag im Kellerduell Mahlsdorf-Waldesruh mit 2:4 und steigt ab. Doch auch Köpenick-Oberspree siegte und hält so einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge. Somnit wird es urplötzlich noch mal knapp für Rotation; nur noch vier Punkte Abstand bei zwei ausstehenden Spielen ...

      Staffel 3 - Oben ist alles klar, auch hier bleibt nur der Abstiegskampf spannend. Empor II, L47 II und der VfB Berlin-Friedrichshain 1911 feierten wichtige Siege.

      Kreisliga - Highlights

      # Kuriosum Köpenicker SC. Die Erste marschiert von der Berlin-Liga in zwei Jahren zwei Ligen nach unten. Nächstes Jahr dann Bezirksliga - und, falls es die Regularien erlauben, auf einer Ebene mit der Zweiten Mannschaft. Die führt nämlich ihre Kreisliga A - Staffel an. In der gleichen Liga erzielte Hürriyet-Burgund stattliche 58 Tore in 28 Spielen - ist aber trotzdem Schlußlicht, auch "Dank" der 154 Gegentore ...
      Tabelle

      # Pinguine! Es ist zum Haare raufen. Wieder Sieg, mit sechs weiteren Toren hat man ein Torverhältnis von +100, aber trotzdem kein Aufstiegsplatz. Die Konkurrenz um die beiden Aufstiegsplätze patzten nämlich nicht (Al-Dersimspor II brauchte nur eine Halbzeit für ein 9:1, Trabzonspor Berlin fertigt Viktoria Mitte mit 10:0 ab und der FC Kreuzberg gewann gegen die Kickers 1900 II mit 7:2).
      Tabelle

      # Sommerurlaub - dort, wo sich anscheinend schon der Großteil des SV Süden II befindet. Zuhause gab's eine 0:19 Klatsche gegen die Neuköllner Sportfreunde Gropiusstadt. Gut, Süden II ist mit 5 Punkten und 38:160 Toren Letzter und die Gäste Tabellenführer. Aber trotzdem!
      Empor Hohenschönhausen gewann hingegen gegen RW Hellerdorf - und hält damit den BFC Südring II weiterhin trotz Sieges auf einen Abstiegsplatz. Zur Erinnerung: mit dem SSC Südwest (Landesliga), dem SV Süden II, Eintracht und dem BFC Südring I stehen bereits vier andere Mannschaften, die irgendwas mit "Süd" im Namen tragen auf Abstiegsplätzen oder sind sicher abgestiegen. Schlechtes Omen.
      Tabelle

      #Spielabbruch trotz zeitweiser Führung
      Deportivo Latino drehte einen 0:2 Rückstand in ein 4:2 gegen den ASV Berlin II um - laut fussball.de Abbruch und 8:2 Wertung. Dazu gewann auch der FC Grunewald erneut!
      Tabelle
    • Concordia Britz vs Adlershofer BC 0:1 (0:0)


      Am heutigen Donnerstag fand ein Nachholspiel der Landesliga statt. Das "Originalspiel" gewann Britz - doch der Schiedsrichter zeigte Weiland einem Spieler des Gastgebers zweimal Gelb, aber eben nicht Rot und ABC protestierte mit Erfolg. In einem wirklich furchtbaren und angstzerfressenem Spiel siegten die Gäste sehr glücklich, aber nicht unverdient kurz vor Ende.

      Das einzige Spiel im Berliner Fußball am heutigen Tage und dazu ein Abstiegsthriller? Läuft. Zudem noch mit dem Fahrrad erreichbar. Also eher "fährt". Das dachten auch viele andere, die Kassiererin lobte dabei auch die Gäste des Nahe gelegenen ABC 08, die wohl auch immer ordentlich Zuschauer mitbrachten. Somit kamen rund 120 Zuschauer - laut fupa ist der Schnitt sonst bei 25 und damit der zweitschlechteste Wert der Liga (nur beim Berliner SC II kommen weniger).
      Ein paar bekannte Gesichter gab es auch - die hiesige Abteilung von FuPa als auch ein Reporter der Fußball-Woche standen mit am Feld und ärgerten sich zu Recht über das extrem schwache Spiel. Angst essen Seele auf. Und Spielstruktur. Gerade angekommen sah ich die vermutlich beste Möglichkeit der Gastgeber - statt den Abschluss zu suchen versucht der Bursche aber, in die Mitte abzulegen, trifft aber nur den Gegenspieler. Oh je. Immerhin besser als die kläglichen Versuche der Gäste. Irgendwann war Halbzeit.

      Neben den bekannten Nasen gab's aber auch nettes und nerviges. Nett war der Hopper, der wusste, dass ich erfolglos in Biesdorf nach Nadeln fragte und sicherheitshalber mehr kaufte, als er letztes Wochenende endlich den Mann mit dem Vitrinenschlüssel traf. Für 12 Kröten wandern drei verschiedene Nadeln in meine Sammlung. Sehr schön.
      Weniger schön war aber die Ameisengroßsiedlung auf und unter den Traversen. Zumal es nicht die üblichen Kleintiere waren, sondern enorme Kawenzmänner, die augenscheinlich auch sehr unternehmungs- und entdeckungslustig waren - sehr zum Ärger der anwesenden Tribünengäste ...

      Der Schiedsrichter wurde bald zum Hauptangriffspunkt der anwesenden Britzer. Die eine oder andere Entscheidung sah aus meiner Warte auch fragwürdig aus, aber in der Zweiten Hälfte machten die Gastgeber kaum was gegen engagierte, aber erschreckend harmlose Gäste. Der lange Zeit einzig gute Angriff von ABC war ein Durchschlängeln von links außen über das Toraus nach innen an zwei Gegenspielern vorbei und selbst der Abschluss ging nur knapp über das Tor. So viel zum Thema beste Szene. Von Concordia kamen nur noch mäßige Konter. Dies rächte sich dann doch: ein hoher Ball wird per Kopf weit in den Strafraum verlängert, wo der eingewechselte Schuck vom Gegenspieler unbedrängt zum Ball gelangt und volley mit links halbhoch in's Eck vollendet. Die Gastgeber reklamierten Abseits, bei den Gästen kullerten gerade Steinmassen von den Herzen. Der Jubel entsprechend groß; er wäre auch recht kurz geblieben, denn nun gab Concordia Gas und der vorher noch teilweise unsichere Keeper musste mehrmals retten. Nach Ende feierte ABC für meinen Geschmack dann doch sehr, selbst aus der Kabine drangen noch laute ABC-Feiergesänge.

      Die Gastgeber haderten mit dem Schiedsrichter, sollten die Schuld aber zuerst bei sich suchen. Übrigens: wir waren uns während des Spiels unsicher, denn die Nummer 18 sah nach zwei Fouls jeweils Gelb. Der gleiche Fehler, der zur Wiederansetzung führte, erneut? Kurz darauf sah dieser spieler dann tatsächlich noch Gelb-Rot. Entweder bemerkte der Referee seinen Fehler oder die anwesenden Fupa-Leute haben eine Gelbe Karte falsch zugeordnet. Der FuWo-Mann wollte dies nach dem Spiel beim schiedsrichter erfrageb, warten wir's also ab.

      Die Situation in der Liga spitzt sich zu. ABC überholt Concordia für den Moment um einen Punkt, hat aber bereits 27 Spiele. Da nur 15 Mannschaften in dieser Staffel spielen, bleibt ihnen nur noch ein weiteres Spiel. Die restlichen Teams haben derer zwei - nächste Woche also ABC spielfrei; der 1.FC Neukölln trifft auf SW Spandau (13. vs 15.!), der Rest hat stärkere Gegner vor der Brust. Es bleibt spannend.

      Tabelle


      In der anderen Richtung standen die Massen, hier Blick in die Wildnis. Nicht einzeln verlinkt: Herr und Frau A. Meise mit ihren Tausend Angehörigen ...

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      Interview mit Tasmania-Präsident Wilde

      Nette Berichte von "außen": facebook.com/deskuttenkoenigsf…ch/posts/1071145813018909

      Bilder von FuPa: fupa.net/galerie/sv-tasmania-b…-berlin-223810/foto1.html




      edit: Tor und "Highlights"
      Man hört während der Aufnahmen desöfteren unseren Kleintrupp palavern ... :D

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    • BSG SV Weißblau Allianz vs BSG BFW Berlin-Brandenburg
      Allianz-Stadion, Naturrasen, Wildspitzweg 12


      Huch, eine Woche nix geschrieben? Dann muss ich das tasmanische Spiel gegen Makkabi rekapitulieren. Oh je. Doch vorher ein Novum meiner bisherigen Groundhopperaktivitäten!
      Wie allgemein bekannt, existiert unter bzw neben dem regulären Spielbetrieb des DFB noch die Freizeitligen, aus denen hier und da immer mal wieder Mannschaften in den offiziellen DFB-Betrieb wechseln. In Berlin beispielsweise trat Trabzonspor Berlin dem NSC Cimbria bei und beide fusionieren; die SG Blau-Weiß Buch fing als Mannschaft komplett an und steigt voraussichtlich diese Saison in die Kreisliga B auf, die ehemalige Kneipenmannschaft Polar Pinguin kämpft sogar um den Aufstieg in die Kreisliga A.

      "Darunter" existiert aber noch ein Ligensystem: der Betriebssport, natürlich auch in Ligen mit Auf- und Abstieg organisiert. Muss alles seine Ordnung haben. Sportlich wirklich "Freizeit", von Ausnahmen abgesehen. Gillette lässt sich die Betriebssportmannschaft etwas kosten und bezahlte beispielsweise das Berliner Fußball-Urgestein Michael Fuß (unter anderem bei TeBe) für seine spielerischen Fähigkeiten. Das machte die Truppe nicht beliebt, brachte aber Titel. Falls sich jemand um Berliner Meisterschaften im Betriebssport interessiert.

      Heute nun das angekündigte Novum: der Besuch eines solchen Betriebssportspiels. War eben auch das einzige Spiel heute, ich hatte Zeit und Lust und jemand merkte bei fb an, dass der Platz durchaus nett ist. Das weckte nun meine Neugierde und tatsächlich hat der Betriebssport der Allianz und der Sportplatz eine lange Geschichte. Moment: Allianz? Leisten die sich nicht schon ein Schlauchboot in München? Dies hier ist eine Nummer kleiner. Und nicht ganz so modern. Aber neben einem größeren Vereinsheim ist viel Platz. Unmittelbar daneben werkeln die Betriebssportler von IBM und südlich des Geländes liegen die Tennisplätze der Berliner Bank.
      Dies klingt alles gemütlich und piefig. Tatsächlich ist das Gelände ziemlich genau zwischen den Bezirken Tempelhof und Neukölln, jeweils in der Mitte, abseits der "hippen" Stadtteile. Der Bezirk Neukölln unterteilt sich aus dem Stadtteil Neukölln im Norden (und dem, was man eben mit dem Namen assoziiert), dem mittigen Britz (Wohnsilos im 70er Charme und Einfamilienhäusern), der Planstadt Gropiusstadt, dem piefigen Buckow und im Süden Rudow, Wohnblöcke und Eigenheime in trauter Eintracht.
      Zumindest gibt es schönes Grün in der Nähe: der Britzer Garten!

      Auf dem Podest zockten ein Vierertrupp älterer Herren lautstark Skat, ein weiterer war sehr mit seinem Telefon beschäftigt (heute geschäftig!) und hatte kein Auge für das Spielgeschehen übrig; am Platz selbst saß eine einzige Zuschauerin, vermutlich eine Spielerfreundin. Es spielte die Weißblaue Allianz (klugerweise das "Weiß" vorangestellt und dadurch anders als all die "Blau-Weiß Irgendwas" - Truppen dieser Stadt) gegen die BSG BFW Berlin-Brandenburg. Wofür zum Henker steht "BFW"? Beim druchzählen fällt mir auch auf, dass bei der Gastmannschaft nur neun Feldspieler dabei sind, auch einen Trainer oder dergleichen sucht man hier vergebens. Bei den Gastgebern steht ein solcher mit immerhin einem Auswechselspieler am Rand. Und siehe da: ein junger Gästespieler erscheint nachträglich! Er verliert noch auf dem Weg die Hälfte seiner sieben Sachen und muss alles wieder auflesen, aber dann steht er bereit am Spielfeldrand. Und bleibt anscheinend dort. Denn er macht sich zwar warm, die Gäste spielen aber mit ihren zehn Mann weiter. Bis zum Schluss. Betriebssportliga ...

      Ich schaue mir derweil das Gelände an. Eine rund 80 cm hohe Natursteinmauer ist das einzige Überbleibsel der stolzen Tribüne, die 1980 abgerissen wurde. Die einzige Zuschauerin mustert mich jedesmal argwöhnisch, wenn ich in der Nähe bin und auch der Platzwart ist von mir Störenfried nicht angetan. Ich habe nämlich die unsichtbare Grenze überschritten, als ich hinter dem Platz einige Baracken für Geräte sowie auf kleinen Podesten stehende Blumentöpfe und einem Schaufenstertorso (weiblich ..) fotographiere. Ich ahne, dass er schimpfen will und ich frage ihn über das Stadion, bevor er loslegen kann. Angriff ist immer noch die beste Verteidigung. Er klärt mich darüber auf, dass der Baum auf Höhe der Eckfahne die Grenze der Allianz-Fußballer mit den Betriebssportlern der Berliner Bank markiere; die Fußballer hätten hier nichts verloren. Schlimm aber auch, nie hat man seine Ruhe vor diesen Horden!

      Während ich aber mich mit fußballfeindlichen, blumengießenden Platzwärten herumschlage, trifft irgendeine Mannschaft. Vermutlich die Gäste. Spielerisch etwas besser halten sie die Spielkontrolle auch in freiwilliger Unterzahl. Der arme Zu-Spät-Kommer ist immer noch draußen. Ich gehe zum ihm und frage ihn, für was das "BFW" stünde. Das wisse er aber auch nicht (Moment - er weiß beim Betriebssport nicht, für welche Firma er antritt und/oder arbeitet ..?) - nein, er sei nur von einem Kumpel mitgeschleppt worden (der ihm offenbar nie erzählt hat, für wen er arbeitet ...). Trikot und Spielerkluft hatte er aber trotzdem dabei. Und den besagten Kumpel nach der Bedeutung zu fragen kam ihm auch nicht in den Sinn. Oder will er sich nicht zu diesem Arbeitgeber bekennen? Dubios. Nach späterer Recherche des Rätsels Lösung: hinter dem Kürzel verbirgt sich das Berufsförderungswerk Berlin-Brandenburg.

      Diese lassen den Ball passabel laufen, dreschen den Ball bei Torschüssen allerdings immer über den Kasten, wenngleich häufig knapp. Die Allianz-Truppe tut sich mit den Offensivbemühungen deutlich schwerer und erarbeitet deutlich weniger Chancen. Zumindest solange ich da bin. Mitte der Zweiten Hälfte schwindet meine Hoffnung, dass irgendeine Truppe noch mal ein Tor schiesst, bei dem ich auch auf das Feld schaue oder wenigstens mitbekomme, welche Mannschaft da jubelt ... also bringe ich mein Glas weg und schwinge mich auf das Rad, um zurück in die Zivilisation zu schaukeln, bevor es dämmert.

      Übrigens: nach meiner Abfahrt gab's anscheinend doch noch ein Tor. Endstand 1:1 ...

      Appendix:
      Zurück in Nordneukölln fiel mir mit Schrecken ein, dass ich keine Zwiebeln mehr habe. Ein untragbarer Zustand. Also schnell in den nahe gelegenen Discounter und ebensolches Erdgold mitgenommen. Augenscheinlich stand mal wieder "Sozialarbeiter" auf meiner Stirn; eine schimpfend durch den Laden geisternde Frau in etwa meinem Alter stellte sich hinter mir an die Kasse, zischte diverse Schimpfwörter aus dem weiblichen Genitalbereich und spricht mich natürlich irgendwann persönlich an, dass "das doch nicht in Ordnung sei". Irgendjemand hat wohl von irgendwo ein blaues Auge und keiner mache was dagegen. Die Kassiererin ist wie auch die restlichen Kunden sichtlich irritiert. Also lässt Meinereiner seinen ganzen Charme spielen und immerhin beruhigt sie sich etwas. Und will zum vor der Tür gelegenen S-Bahnhof begleitet werden, da sie nun Angst habe. Da dort auch mein Fahrrad parkt, willige ich ein und der Rest des Nettos war vermutlich heilfroh, die gute Frau losgeworden zu sein, ohne den Sicherheitsdienst rufen zu müssen. Die Gute schnorrte draußen anscheinend wiederholt die immer gleichen Leute nach Kippen an und wollte noch Geleitschutz zum nächsten Kiosk. Ich war wirklich dankbar, dass meine klapprige Kiste sichtbar am Fahrradparkplatz auf mich wartete und ließ die derangierte Dame allein ihre Lungenfolter kaufen gehen ... :D


      Den Münchener Arena-Besuchern wird die Farbe eh nicht gefallen ...


      Der Speerwerfer vor dem Vereinsheim ...


      Jetzt aber hurtig! :rolle:


      Ich mag das Teil ...

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    • Eins Zwei Drei im Sauseschritt - Spieltag 33. & 34. des SV Tasmania

      Lauer Sommerkick I - 2:1 vs TuS Makkabi
      --> Spielbericht: tasmania-berlin.de/sportyresults/sv-tasmania-tus-makkabi/

      Das auf Pfingstmontag vorgezogene Spiel bedeutete für beide Mannschaften wenig, Makkabi hat den Klassenerhalt sicher und stimmte der Verlegung zu.
      Chancen gab's auf beiden seiten reichlich, Makkabi vergab gegen eine passive Abwehr kläglich, während Tas zumindest die Führungstreffer erzielte. Der zum Spielbeginn verabschiedete Salvatore Rogoli passte zum A-Jugendkicker Schikowski und der traf früh zur Führung. Auch Sturmtank Engin hätte treffen müssen, setzt sich auf links durch, verzögert, hat den Torwart schon am Boden und zirkelt das Leder über ihn hinweg ... an den Pfosten.
      Dafür traf Kirli nach langer Durststrecke per Kopfball. Sah doch alles gut aus. Ansonsten waren einzelne Makkabi-Spieler etwas ruppig, der junge Schikowski wurde vollkommen unnötig per Bodycheck umgestoßen und prallte gegen die Spielfeldbegrenzung. Ansonsten war das Spiel sehr fair, auch der einarmige Japaner, der letzte Saison noch in Hermsdorf spielte mischte bei den Gästen mit und spielt nach wir vor höflichen Fußball. Die Japaner wieder.
      In der Zweiten Hälfte dann länger Leerlauf. Nach Spielende nahm einer unserer Tasmanischen Teufel den verabschiedeten Rogoli und gab ihm so das verdiente Podest. Nach dem Spiel dann noch sommergrillen mit der Mannschaft und der Verabschiedung des alten Kapitäns Penava, der allerdings erst kurz vor Schluß in Zivil auftauchte und seine Karriere beendet. Somit treten mehrere der alten Garde ab.
      Nacheinander verabschiedeten sich Spieler beider Mannschaften, auch die Makkabi-Spieler und deren Betreuer grüßten freundlich. Das schätze ich am unterklassigen Fußball. Am Ende lungerten nur noch wir Tas-Fans und die Trainer-Entourage von Makkabi herum - sehr zum Mißfallen des Platzwarts, der endlich Feierabend machen wollte. Ich stiefelte noch zum Makkabi-Trainer und fragte, wann es denn endlich mal Makkabi Berlin - Schals gäbe. "Wenn du als Fan zu den Heimspielen kommst" antwortete dieser grinsend. Ja, sie haben kaum Fans im engeren Sinne, aber ich kenne auf jeden Fall Leute, die einen solchen Schal wollen. Mich eingeschlossen. Da war er sogar ein Stück gerührt und lobte noch mal unsere Truppe.
      Hier noch ein Interview mit dem Makkabi-Trainer. Sympathischer Typ.


      Lauer Sommerkick II - 0:4 gegen Mahlsdorf.

      Fahrten nach Mahlsdorf sind vor allem eines: weit. weg. draußen. Dem gemeinen Nichtberliner wird allein beim Namen schon Fragezeichen auf der Stirn stehen. Mahlsdorf? Man kennt die Wilmersdorfer Witwen, eventuell Biesdorfs Robert Huth oder Hertha 06 Zehlendorf. Man fährt zunächst zum Ostkreuz und dann via Bahn geradewega gen Osten. Nicht nach Südosten nach Köpenick oder Nordosten nach Hohenschönhausen, sondern gerade durch. Dem Ortsunkundigen wird verwundern, dass hier alle Namen auf -dorf enden und die Gegen auch danach aussieht. Ab Biesdorf ostwärts viel Grün und Einfamilienhäuser. Das Letzte dieser Einfamilienhausgegendsiedlungen Berlins ist das besagte Mahlsdorf, dahinter beginnt mit Hoppegarten Brandenburg und Pferderennbahn. Vom Bahnhof muss man allerdings bei sengender Hitze noch auf den Bus warten; beim letzten Auswärtsspiel hier war die Cocktailbar gegenüber noch ausgebrannt, mittlerweile ist sie wieder intakt, zudem wurde ein weiteres Gebäude saniert und mit einem knalligen Rot angestrichen. Daneben Leerstand.
      Es finden sich weitere Tasmanen ein, dazu die Ehegattin des besagten Salvatore Rogolis samt Kinder. Immerhin noch jemand zum schnacken. Mit dme Bus geht es nordwärts Richtung Hellersdorf, dort, wo der Bezirks Marzahn-Hellersdorf noch tatsächlich so aussieht, wie man es vermutet. Doch hier gibt es keinen Plattenbau, dafür mehr oder wneiger sanierte Siedlungen mit Tumble Weeds.
      Wie ihr merkt, schreibe ich mehr über die Lokalität als über das Spiel. Zu Recht. Schon im Bus erfahre ich, dass der Trainer schon im Urlaub oder zumindest verhindert ist. Auch ein Blick auf die Ersatzbank verheisst wenig Gutes, denn außer unseren Ersatztorhütern ist da wenig zu erkennen. Wenigstens eilt verspätet noch der Flügelflitzer Medrane herbei und spielt ab der Zweiten Hälfte. Erst noch einen befreundeten Groundhopper aus Mahlsdorf begrüßen, der zum festen Stamm der Eintracht-Fans gehört und sogar ein Banner hat. Ansonsten Kleingartenatmosphäre, "Stimmung" macht nur die Zweite Herren, die ihre Landesligastaffel gewann und somit sogar in die Berlin-Liga aufsteigen kann - wenn Mahlsdorf I irgendwie aufsteigt. Noch ist vollkommen unklar, ob neben Staaken auch der Zweite hochgeht.
      Mit der Rumpftruppe - Innenverteidiger Samardzic spielt im Sturm - setzt Tas mal wieder auf Ballbesitzfußball, bringt die motivierten Gastgeber aber schon selbst auf die Gewinnerstrasse. Ein Beispiel: IV Loder nimmt einen langen Ball erst mustergültig an, spielt das Leder aber vollkommen unbedrängt in den Lauf eines Mahlsdorfers und der Angriff läuft. Mahlsdorf bekommt permanent Geschenke serviert und irgendwann nehmen sie auch mal eins an. Und noch eins. Halbzeitstand 2:0 und nicht mal unverdient. Halbzeit Zwei - genau dasselbe. Wieder zwei Gegentore, wobei die Gastgeber noch das Gebält treffen oder vor Keeper Schelenz im direkten Duell die Nerven verlieren. Einmal rennt einer der Lila-Weißen komplett durch die Abwehr. Vier Gegentore und der Torwart gehört zu besten Leuten? Ja, Rogoli lief und lief, aber irgendwas ging immer schief.

      Nach dem Spiel kamen die Spieler herüber und entschuldigten sich für das schlechte Spiel, auch der entnervte Co-Trainer Savkovic war sichtlich angefressen, denn die Jungs hatten ihn ziemlich hängen lassen. Einer allerdings blieb bei uns Fans - für Salvatore gab's keinen Grund mehr, Rücksicht zu nehmen. Der Verein will vermutlich sein Gehalt sparen, da er als erfahrener Spieler am meisten verdient. Mit fast 37 nachvollziehbar - doch wie kann es sein, dass er fast regelmässig der Engagierteste ist und am meisten läuft? Er schimpft über die fehlende Trainingsmoral, dass nur 8 bis 9 Spieler zum Training kommen (!) und dementsprechend keine Luft mehr haben. Tatsächlich hörte man schon im Vorfeld die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass es doch einige Leute gibt, die diesbezüglich faul sind. Oder nicht aufsteigen wollen wegen der weiten Auswärtsspiele an der Ostseeküste.

      Zumindest etwas positives gibt es zu melden: die Mahlsdorf-Nadel ziert seit dem Wochenende meine Sammlung. Und die Rückfahrt war im Auto. Und ich ahbe endlich ein Foto des konsequentesten Verbotsschildes der Liga:





    • Berlin. Die Sonne brennt. 3-Wetter-Tas hält. Landesliga. In beiden Staffeln alles offen. Meine Nerven halten. Noch. Denn mit wem darf sich unsere Truppe nächstes Jahr herumschlagen? Und was passiert noch so im hiesigen Provinzfußball?

      7. Liga - Landesliga
      Staffel 1
      Leute, ihr macht mich fertig. Also ehrlich. Meister ist Eintracht Mahlsdorf II, Aufsteiger aus der Bezirksliga letztes Jahr und keine Nachwuchstruppe der Ersten, sondern eine eigene Mannschaft. Somit beherbergt die Eintracht gleich zwei Berlin-Liga-taugliche Mannschaften. Schon verrückt für einen solch ansonsten eher unscheinbaren Verein. Es ist nach wie vor unklar, ob deren Erste nun doch noch aufsteigen kann, da zusätzliche Plätze in höheren Ligen vom Nordost-Verband geklärt werden müssen, somit alle sechs Verbände das auskaspern müssen.
      Platz zwei ist auch geklärt. Hellas Nordwest ist ebenfalls Doppelaufsteiger und marschierte von der Bezirksliga in die Berlin-Liga durch. Ein unscheinbarer Verein, der einen kleinen Rasenplatz in einer Kleingartenkolonie hat. An sich ja sympathisch, doch nun diese Meldung. Woher kommt das Geld? Was zum Teufel?
      Da der Meister dieser Staffel vermutlich nicht aufsteigen kann, wurde der dritte Platz gegen Ende der Saison plötzlich doch noch interessant. Aber anscheinend haben einige doch keine Lust, aufzusteigen. Aktueller Dritter ist Türkiyemspor, die allerdings mal wieder den Matchball vergaben und beim Schlußlicht Köpenicker SC unterlagen. Punktgleich dahinter überraschend der 1.FC Schöneberg, die Internationale auf eigenem Platz schlugen und somit auch gleichen einen Konkurrenten zurückwarfen. Die von mir favorisierten Biesdorfer unterlagen auch wieder, diesmal in Marienfelde. Nur nur theoretische Chance hat Hohen Neuendorf, deren Torverhältnis nun in's Gewicht fällt und nur ein Remis fabrizierte.
      Im Keller bleibt es eng. Rehberge sicherte sich im Nordwest-Derby ein 5:5 (!) gegen Hellas-Nordwest endgültig die Klasse, während Türkspor noch zittern muss. Die lange abgeschlagenen Friedenauer unterlagen in Mahlsdorf nur knapp und haben weiterhin nur noch drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer - bei besserem Torverhältnis ...

      Staffel 2
      In der Staffel mit nur 15 Mannschaften bleibt es ebenfalls spannend. Die Spandauer Kickers steigen auf, konnten beim Null-Null gegen Hilalspor diesen auf Distanz halten. Doch genau diese rücken selbst mit dem einen Punkt Sparta auf den Pelz, die nur noch zwei Punkte mehr haben und überraschend in Johannisthal unterlagen. Neben den Sportfreunden siegten auch der 1.FC Neukölln und der Berliner SC II. Somit bleibt SW Spandau Letzter und hat die schlechtesten Karten, Concordia Britz rückt unter den Strich und muss selbst im letzten Spiel vor eigenem Publikum gegen den SC Charlottenburg gewinnen. Auch ABC (Adlershofer BC ..) steht nur einen Punkt über den Abstiegsplätzen, muss also gegen Gatow tunlichst gewinnen.


      Bezirksliga
      Staffel 1 - Glückwunsch, Club Italia und Brandenburg 03. Ansonsten? Schnarch ...

      Staffel 2 - Hier steigen gleich drei auf, da der beste Drittplatzierte definitiv aus dieser Staffel kommt.Spannend ist der Keller - und die beiden verbliebenen Kellerduellanten spielen direkt gegeneinander! Köpenick Oberspree hat dabei Heimvorteil und ist mit einem Remis schon sicher, Mahlsdorf-Waldesruh muss siegen. Beide Mannschaften waren lange Zeit abgeschlagene Letzte und fingen spät an, heranzukommen. Der BFC Südring wurde zunächst ein-, dann überholt. In dieser Staffel spielen nur 15 Mannschaften; nur ein oder zwei Spiele mehr und die darüber liegenden Teams müssten sich ernste Sorgen machen. Borsigwalde und Kaulsdorf können so erleichtert aufatmen, dass die drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone durch diese Konstellation definitiv reicht.

      Staffel 3 - Hier geht es vor allem um den Abstieg - von 5 Mannschaften müssen noch zwei in den sauren Apfel beissen. Oder eher in den eigenen Hintern, den gleich zwei direkte Duelle gab es und jeweils die Heimmannschaft verlor Spiel und den Platz am rettenden Ufer- Blau-Gelb (Weißensee. Nordosten) unterlag dem Club aus Moabit, Union 06, Normannia unterlag Blankenburg ebenfalls daheim. Union 06 hat somit beste Karten - und das abgeschlagene Schlußlicht Wilhemsruh als Endspielgegner kommendes Wochenende. Drei Konkurrenten, darunter die beiden auf den Abstiegsplätzen, bekommen es mit den Mannschaften von Platz 1, 2 und 3 ihrer Liga zu tun. Autsch.


      Kreisligen-Besonderheiten
      # Pinguine!
      Da hat sich Polar Pinguin tatsächlich die verrückteste Staffel ausgesucht bzw gelost bekommen. 2 Mannschaften steigen sicher auf, mit dem FC Kreuzberg (72 Punkte) ist der Tabellführer durch. Dahinter kommt es zum Fernduell zwischen Cimbria Trabzonspor (69 Punkte), Polar Pinguin (66) und Al-Dersimspor II (66). Alle vier Mannschaften übrigens mit jeweils über Hundert Toren - bei 27 Spielen. Der älteste bestehende Club (BFC Germania 1888), der schon im 20. Jahrhundert seinen Zenit überwunden hatte macht sich auch in diesem Jahrtausend nicht daran, an die Form dem ausgehenden 19. Jh heranzukommen. Platz 11 von 15 Mannschaften in dieser Liga.
      Staffel 1

      # BFC Alemannia 1890
      Der Niedergang geht weiter. Letztes Jahr Aufstieg verpasst, dieses Jahr Platz 15 von 16. Weil die Eintracht Südring II zurückzog - Alemannia holte in 27 Spielen nur neun Punkte. Tabelle ..

      # Niedergang II: der SV Adler
      Letztes Jahr abgeschlagener Letzter, dieses Jahr .. wieder abgeschlagener Letzter. Aus 29 Spielen nur elf Punkte geholt. Tabelle

      # Paradox: Der Köpenicker SC
      Die erste Herren marschiert von der 6. durch in die 8. Liga - und wird nächste Saison auf einer Ebene mit ihrer eigenen Zweiten spielen. Die steigt nämlich aus ihrer Kreisliga A-Staffel 3 auf in die Bezirksliga. Irre. Und sie lassen es trotz Meisterschaft ordentlich krachen - gegen Hürriyet Burgund gab's ein 15:0 ... Tabelle.

      # Stichwort "hohe Klatsche":
      1) Lichtenrade II vs Bau Union 12:2. Wenigstens sind sie im gesicherten Mittelfeld. Davon kann der SV Süden II nur träumen - 29 Spiele, 5 Punkte, 166 Gegentore ... Tabelle
      2) BW 90 II vs Amed 2:13 - dürfte den Tempelhofern Wurscht sein, Platz 14 von 16 reicht zum Klassenerhalt. Leider muss Lok Schöneweide wieder absteigen, einen Trostpreis bekam der SC Berliner Amateure II - mit einem 6:2 durfte der erste Sieg dieser Saison gefeiert werden. Somit stehen nach 29 Spielen jetzt vier Punkte statt nur einem einzigen auf der Habenseite ... Tabelle
      3) Steglitz Gencler Birligi vs Trabzonspor II 1:10 - auch hier irrelevant, da die Gastgeber zwar Vorletzter sind, nur der Letzte aber absteigt - diese Rolle übernimmt Heinersdorf II mit vier Zählern. Tabellenführer ist Tasmania II - im kleinen Derby wurde der Chaotentruppe von Union Südost beim 5:0 keine Chance gelassen. Tabelle
      4) 1.FC Besiktas Berlin vs Amed II 0:12 - schon wieder Amed. Kurden meines Wissens nach und recht erfolgreich. Besiktas tut mir ein bißchen Leid. Stell dir vor, du spielst in einer Liga mit einer Mannschaft, deren Spiele nicht gewertet werden und die daher Null Punkte haben - und trotzdem in der Tabelle höher steht. Sechs Punkte Abzug und lediglich vier geholte Punkte machen's möglich .... wer's nicht glaubt: Tabelle
      Davon abgesehen: in 22 Spielen 180 Gegentore ..?

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      Sooooooooooo, der Vorhang ist gefallen. Die letzten Spieltage, die endgültigen Tabellen. Na ja, zumindest fast. Ein, zwei Nachholspiele gibt es noch in der untersten Liga, aber irgendjemand muss ja immer aus der Reihe tanzen. Später dazu mehr.

      In der Berlin-Liga stehen ja Aufsteiger und Absteiger seid längerem fest, vermutlich steigt nur Staaken auf, aber das endgültige vielleicht ist meines Wissens noch nicht gesagt. Tasmania fällt durch die Klatsche in Mahlsdorf auf Platz 4 zurück - immer noch eine gute Platzierung, wenn man wie geschrieben nicht mal 11 Leute für ein regelmässiges Training begeistern kann. Einzelne müssen teilweise lange arbeiten und man sah auch, wer gerade in einer Formkrise ist, aber zumindest bei Kirli erkennt man immer noch den Willen. Einer unserer Nachwuchstalente im Sturm fehlte laut offizieller Meldung in über zwei Drittel der Trainingseinheiten (gut, teilweise auch wegen Verletzungen) und bei zwei Spielen außerdem unentschuldigt. Wie kann man sein Talent so vergeuden ...
      Am letzten Spieltag durfte der Nordberliner SC einen versöhnlichen Saisonausklang feiern, der BSV Hürtürkel sorgte auch hier für Tore - die Gastgeber siegten mit 10:2, so dass der BSV mit 7 Punkten aus 34 Spielen und 32:168 Toren einmal mehr die Saison als abgeschlagener Letzter beendet. Gut für den Berliner Traditionsverein Wilmersdorf, die mit 17 Punkten und 120 Gegentoren auch ein würdiges Schlußlicht wären.

      Wer kommt neu hinzu nächste Saison?
      Sparta sichert sich in der Staffel 2 der eine Stufe tiefer gelegenen, zweigleisigen Landesliga den Aufstieg und springt sogar auf Platz 1 Dank eines fulminanten 8:0 gegen den TSV Mariendorf 1897, die nun weiß Gott keine Laufkundschaft darstellen und im sicheren Mittelfeld verbleiben. Im Falle einer Niederlage hätte noch Hilalspor mit einem Sieg vorbeiziehen können, doch die unterlagen dem Berliner SC II überraschend und sicherten so den Grunewaldern den Klassenerhalt. Den versiebte Concordia Britz allerdings durch ein 0:5 gegen den SC Charlottenburg schon selbst und deswegen müssen die Kicker von der Hufeisensiedlung gemeinsam mit Aufsteiger SW Spandau für mindestens ein Jahr in die Bezirksliga hinunter.

      Richtig irre blieb aber die Staffel 1 - und am Ende stieg eine Truppe auf, die zumindest ich nicht wirklich auf der Rechnung hatte. Biesdorf legte bereits am Samstag vor und siegte mit zwei Toren kurz vor dem Ende noch 3:2 gegen Teutonia Spandau. Sonntag sah es zunächst gut aus für die Biesdorfer. Türkiyemspor musste nur gegen den designierten Meister Mahlsdorf II gewinnen, rannte an - und wurde am Ende ausgekontert. Der 1.FC Schöneberg musste gegen den Zweiten Hellas-Nordwest ran und lag früh 0:2 zurück, drehte das spiel und siegte fulminant mit 5:2! Somit steigt der Kleinverein überraschend auf.
      Unten wurde es spannend. Der formstarke Friedenauer TSC siegte zwar, doch Türkspor gewann ebenfalls und zog den Kopf noch mal aus der Schlinge.

      Somit kann man hier schon mal ein Zwischenfazit ziehen.
      1) Nächste Saison spielt "Sparta" gegen "Hellas", gegen "Makkabi" und gegen "Preußen". Und alle zusammen gegen Tasmania. Alter Schwede.
      2) "Ü"-lastige Derbys: die Landesligastaffeln für kommende Saison ist auch schon gelost. Hürtürkel, Türkiyemspor, Hilalspor und Türkspor alle in einer Liga. Dazu Club Italia und Dünamo II. :D

      Bezirksliga:

      Dort galt es noch in zwei der drei Staffeln, den Klassenerhalt zu sichern oder Kreisliga nächste Saison zu spielen. Im Endspiel der Staffel 2 zwischen Mahlsdorf-Waldesruh vs Köpenick-Oberspree hatten die Gastgeber die Nase vorn und schickten die Köpenicker nach unten.

      Auch in Staffel 3 blieb es spannend, beim besuchten Spiel Grün-Weiß Neukölln gegen Blau-Gelb gab es nicht nur nominell ein Farbenspektakel, sondern Überlebenskampf der Gäste, die dringend siegen mussten und auf Hilfe anderer Mannshcaften angewiesen waren. Am Ende spielten sie 1:1, während parallel die Konkurrenz punktete. Für GW blieb als Dritter die goldene Ananas, Blau-Gelb muss gemeinsam mit Normannia und Concordia Wilhelmsruh in die Kreisliga A.


      Stichwort "Kreisliga A": die mehr oder minder nachvollziehbaren Aufstiegsregelungen verhalfen zumindest Polar Pinguin als besten Dritten der Kreisligen B zum Aufstieg! Herzlichen Glückwunsch! Überraschend ging das Heimspiel gegen Kellerkind Viktoria Mitte mit 1:3 verloren (bis zur 82. stand es noch 1:0..), aber da der Kontrahent Al-Dersimspor II gegen den Aufsteiger Kreuzberg unterlag, konnte Rang 3 gehalten werden. Bestes Torverhältnis mit +100 hat am letzten Spieltag allerdings Cimbria / Trabzonspor, die gegen den BFC Meteor II gleich mit 18:0 gewannen - und die haben nur eine Halbzeit gespielt ... Tabelle

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      Kleiner Nachtrag:

      Grün-Weiß Neukölln vs SV Blau-Gelb 1:1 (0:0)

      Blickt man auf eine Fußballlandkarte Berlins, würde einem aufmerksamen Auge eine Namenshäufung im Südosten auffallen. Und nein, ich meine nicht die mäßig originelle Benennung nach Vereinsfarben, die in diesem Fall recht breit skaliert ist. In der Grenzregion Neukölln / Treptow finden sich die Vereine Grün-Weiß Baumschulenweg und Grün-Weiß Neukölln in überschaubarer Entfernung und tatsächlich ist der gleiche Name kein Zufall. Der ältere Verein ist im Treptower Stadtteil Baumschulenweg beheimatet, auf der anderen Seite des Kanals und der deutsch-deutschen Grenze entstand 1950 der Ableger in Neukölln. Der Grund dürfte klar sein; ehemalige Vereinsangehörige, die nicht beim Genossen Ulbricht bleiben wollten und ein Stück Verein hinüberretteten. Keineswegs ein Einzelfall: noch heute spielt in Moabit Union 06 (allerdings deutlich niederklassiger als ihr in Oberschöneweide bzw Köpenick gebliebener Stammverein) und im Norden verbanden sich die einst getrennten Vereine VfB und Einheit Pankow nach Mauerfall wieder.

      Lasst euch nicht von dem '"Neukölln" im Namen irritieren. Der Verein liegt gegenüber des Freibades Britz inmitten des Bezirks, östlich in Kanalnähe. Die Gegend besteht aus dem Umfeld der unlängst mal erwähnten Hufeisensiedlung aus den 20ern und 30ern, dazu viele Einfamilienhäuser. Das Sportgelände ist nicht direkt zu finden, ein etwas verwildertes und vor allem zugewachsenes Gebäude wurde mit einem markanten Banner versehen. Erst hinter der Einfahrt und dem versteckten Eingang zum Gelände offenbart sich die Größe des Geländes, immerhin zwei Plätze und reichlich Platz für den Platzwart und Umkleiden.

      Wirklich repräsentativ dürfte meine Visite nicht gewesen sein. Es war das letzte Saisonspiel nach einem guten Ligaplatzierung auf Rang 3 und unmittelbar im Anschluss sollte das Sommerfest des Vereins stattfinden. "Sommer" ist das Stichwort, warum dies der letzte Verein in Neukölln ist, den ich heimsuche: die Anfahrt an der Peripherie gestaltet sich schwieirg, man kommt am besten mit dem Rad hin. nd ich war überrascht; rund 200 Nasen kamen zu einem für die Gastgeber unbedeutendem Spiel. Nur die Hauptgerade ist mit Volk besetzt, zwei Traversen mit den guten alten Sitzplanken plus reichlich Stehraum dahinter sorgen für kuschlige Atmosphäre, der Bewuchs im Rücken sorgte zudem für Schatten. Das Vereinsumfeld ist eher "deutsch" und "familiär", teilweise ahnt man potentielle El Arenal-Fahrer, aber ansonsten ist die Stimmung positiv.

      Spielerisch musste Blau-Gelb dringend gewinnen und auf Niederlagen mindestens zweier Konkurrenten hoffen, doch schon zur Halbzeit spielten die anderen Vereine nicht mit. Kämpferisch kann man den Gästen wenig vorwerfen. Nach Wiederanpfiff sorgte ein Freistoßhammer für die Führung der Gastgeber, durch die Mauer hindurch und über das Patschehändchen hinüber ließ er dem Keeper keine Chance. Danach ließen sie die Gäste aus dem nordöstlichen Weißensee kommen, die mit einem einem Kracher aus der Distanz flach in's lange Eck aus geschätzten 20 bis 25 Metern das Netz zittern ließen und zumindest noch einen Punkt mitnahmen. Mehr kam aber nicht mehr und selbst ein Sieg hätte ihnen nichts mehr gebracht.

      Impressionen:
      1) Beim langen Warten am Getränkestand stand vor mir ein klassische Vorzeigeprinzessin mit Schmachtblick und hautengen rosa Hosen; die Haare hatte sie natürlich auch schön. Gelangweilte Spielerfrau? Von wegen! Sie monierte, dass schon wieder vielen andere in ihrem Alter aufgehört haben zu spielen und nur noch "junge Hühner" nachkämen. Der alte Verein hätte auch schon angefragt ... beim Klischeebingo "burschikose Fußballerin" hätte man bei ihr eine Nullrunde hingelegt. Asche auf mein Haupt.
      2) Sportplatz-DJ: mittig stand ein Pavillon mit Tisch und Technik. Während der Stadionsprecher alle Torschützen und Einwechslungen korrekt bekannt gab, tickerte der DJ die Stände bei fussball.de (sah zumindest nicht nach fupa aus). Musik wurde auch gespielt, aber erfolgreich verdrängt.
      3) Wenn es nicht so unsäglich warm wäre, hätte ich gern vom Kuchen probiert. Eines kann man dem Verein nicht vorwerfen: Vereinskultur ist hier noch vorhanden!
      4) Die Leute hatten ihren Spaß: vor Wiederanpfiff der Zweiten Hälfte wurden in Vereinsfarben fleißig Rauch erzeugt. Auch die Unparteiischen nahmen es grinsend hin und auch der Sprecher ermahnte die Zündler nur halbherzig, spätestens nach dem Hinweis "ich MUSS das sagen .." war klar, dass es lediglich eine Auflage der Verbandes ist. Die Referees wurden bei dem Trinkpausen auch von den Gastgebern versorgt, so dass die Stimmung diesbezüglich ohnehin entspannt war.




      Immer die Hooligänse!


      Verpflegung ist wichtig!

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      Die Vorbereitungsphase fängt bald wieder an ...

      Sa. 08.07. Union Fürstenwalde - Tasmania (14:00)

      So 16.07. Tasmania - Union Südost (Bezirkspokal, Anstoß noch nicht genau temriniert)

      Sa. 22.07. Blau-Weiß Briesen - Tasmania (14:00)

      Mi 26.07. Tasmania - Friedenauer TSC (19:00)

      Mi 02.08. FSV Bernau - Tasmania (19:00)

      So 06.08. Tasmania - Stahl Brandenburg (14:00)


      Ich gehe mal davon aus, dass Union Südost selbst von unserer Zweiten besiegt werden kann, somit kommen noch weitere Termine hinzu.
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