Spielberichte Berliner Amateurfußball

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    • Vahrenwald? Wo liegst das denn?

      # Testspiel
      Heute letztes Testspiel und dritter Sieg. Nachdem (ohne mich) das eine Liga höher spielende Altlüdersdorf mit 1:0 geschlagen wurde, reiste heute die Zweite Mannschaft von Ligarivale Eintracht Mahlsdorf an. Warum nur die Zweite? Die spielt nämlich nur eine Liga tiefer und ist dort Zweiter. Ein Aufstieg ist also machbar, wenn die Erste ihrerseits aufsteigt. Ligaspiele gegen Mahlsdorf II wären schon eine Demütigung, also muss dies verhindert werden!

      Apropos "Demütigung": die war im Bereich des Möglichen. Ich kam erst zur Zweiten Hälfte und sah beim Gang zum Nebenplatz gerade das erste Tor für Tas ... zum 1:2. Die Gäste gingen mit einer 2:0-Pausenführung in die Kabine. Laut dem Rest waren die fünf Minuten nach Wiederanpfiff wohl komplett gefährlicher als die ersten 45 Minuten. Oha. Ohne mich geht eben nix. Für ein Testspiel war genug Feuer drin, die "kleinen" Mahlsdorfer robuster und größer, Tas technisch besser. Relativ rasch gelang der Ausgleich und kurz vor dem Ende auch der Siegtreffer. Immerhin.
      Nächste Woche bin ich unterwegs und kann daher nicht zum Rückrundenauftakt. Da muss die Mannschaft mal ohne mich klarkommen. Ein Blick in den Plan - es wäre auch die nervigste Fahrt der Saison, Nordberliner SC. Kein Verlust. Danach gehts daheim gegen die Füchse Reinickendorf (stehen wohl auf ewig im Schatten der Handballer) und der Berliner SC auswärts (Hubertusplatz im Grunewald. Schicki-Micki-Gegend, aber die schlimmste Kuhweide der Liga. Einfach eine große Wiese, auf derem nördlichen Ende gekickt wird. Null Stadionatmosphäre.).
      Am Zielort sind natürlich nur Auswärtsspiele der Mannschaften dort. War ja klar. Blödes Gießen.


      # *Kurti*
      Etwas überraschend trieb am Spielfeldrand auch ein Unikat sein Unwesen, nennen wir ihn der Einfachheit halber *Kurti*. *Kurti* hatte sich dereinst bei Tas mit dem damaligen Trainer (oder irgendeinem anderen Offiziellen) überworfen und wechselte darauf hin erbost den Verein. Natürlich nicht ohne Gezeter und Zickereien, dass die Bravo Girl daraus eine spannende Foto-Lovestory draus schneidern könnte. Wir reden hier übrigens nicht von einem Spieler, Trainer oder Hütchenaufsteller, sondern vom Grillmeister (!). Also gab's die Bulette von ihm nur noch für Fans im Mommsenstadion. Bis er sich dann dort unbeliebt machte und nun wohl auf der Suche nach einer neuen Heimat - oder der alten? - macht.
      Was ist so besonderes an *Kurti*? Jeder hat in seinem Verein, in seiner Stammkneipe oder seinem Büro diese eine Tratschtante, der immer die neuesten und besten Stories kennt. Eine Art Ein-Mann-Bild-Zeitung quasi. Mit der Wahrheit nimmt man es nicht so genau, aber dafür sind die Geschichten herrlich abstrus und vor allem derart überzogen, dass man schnell ahnt, dass es entweder wirklich eine Granatenmeldung ist - oder eben doch nur wieder ein klassischer *Kurti*. Bislang entpuppten sich die Geschichten aber immer nur als letzteres ...
      Auch diesmal gab's einen klassischen *Kurti*, so zumindest der Buschfunk. Der Volbert bei TeBe sei deswegen unlängst gefeuert worden, weil er der größte Schrottimmobilienhändler Deutschlands sei. Ah ja. Dass dies nicht mal der Kurier oder die BZ herausgefunden hat, erstaunt dann schon. Falls er dass dort wirklich so verlautbart hat, wundert mich nicht, dass er dort in Ungnade gefallen ist und nun wieder bei Tas häufiger auftaucht. Aber man sieht: eine gute Bild-Story aus dem Hause *Kurti* ist so unique, dass man schon an der Formulierung Wahrheitsgehalt und Quelle erkennt. Das nenne ich Qualitätsstandard!


      edit: diesmal ist tatsächlich was dran an *Kurtis* Gerücht! sgk-ev.de/unter-beobachtung/consortis-verwaltungs-gmbh.html
      Eine Prise Wahrheit gibt's also doch.

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    • Testspielderby in Kreuzberg: BSC Eintracht/Südring vs BFC Südring 3:2 (1:1)

      Dienstag Abend. Wieder was lesen? Irgendeine DVD in's Laufwerk? Och nö. Die Rettung naht - es steht das Südring-Derby in Kreuzberg an. Vor der "Großberlinmachung" 1920 dürfte das tatsächlich das Südende gewesen sein, doch nun gehören das südöstliche Neukölln und der süd/südwestlich gelegene Bezirk Tempelhof zur Stadt und beide müssten sich eher in Mittelring oder Zentralring oder einfach Kreuzberg umbenennen. Klingt alles nicht so mitreissend, also bleibt man doch beim alten Namen, trotz geographischer Ungenauigkeit. Für mich gut, denn es sind gerade mal vier U-Bahnstationen dorthin.

      Der BFC spielte meist höher, hatte aber vor einiger Zeit die heutigen Gastgeber vorbeiziehen lassen müsse, die es immerhin in die 7. klassige Landesliga schafften, aber nun wieder mit den unlängst aufgestiegenen BFC auf einer Ebene (Bezirksliga), aber nicht in einer Staffel spielen. Da diese jedes Jahr neu ausgelost werden, besteht Hoffnung auf die kommende Saison. Den Biss war drin, was bei einem Testspiel im Februar eher selten ist.
      In der ersten Hälfte waren die Gäste deutlich stärker und gerade offensiv kombinationssicher, der verunsicherte und gegen den Abstieg kämpfende BSC versuchte sein Glück mit langen Bällen. Nach der Führung der Gäste mussten sie doch mehr machen und trafen aus dem Nichts. Das Flutlich ist sehr schwach und das Tor war auf der anderen Seite. Selbst bei Torjubel konnte ich nicht erkennen, dass der Ball im Netz lag ..
      Trotzdem hätte ich jede Wette gehalten, dass der BFC das noch dreht und klar gewinnt. Das sah nach gutem Fußball aus. In der Zweiten Hälfte gingen sie auch wieder in Führung, doch irgendwie war der BSC gerade über die Flügel nun deutlich stärker und überrannte ein um's andere Mal dort die Verteidigung. Die Flanken segelten auch immer schön quer durch den Strafraum, nur daß da nie einer passend stand. Die technisch so starken und ehrgeizigen BFCer (wollten wohl spätestens nächste Saison hoch) waren fast K.O. und mussten dann doch den Ausgleich hinnehmen.
      Letzte Kraftreserven - beide Mannschaften rannten, grätschten und kämpften wie die Berserker - wurden mobilisiert und es gab Chancen auf beiden Seiten. Und es gab noch einen Treffer, den der sehr klopsige Torwart des BFC auf seine Kappe nehmen muss. Ein Rückpass kickt er nämlich einem Gegenspieler am Mittelkreis in den Fuß, der aber gar nicht weit läuft und ihn per Distanzschuss überwindet.
      Gut, dass ich nie auf Spiele wette!


      # Ich war schon mal beim BSC Eintracht Südring. Auch im Winter. Da war nur alles zu und es gab nicht mal Getränke. Diesmal traf ich nicht nur zwei bekannte Groundhopper, auch der kleine Kiosk hatte offen. Die Vereinsangehörigen managen das spontan und boten Bier und Heissgetränke für Besucher-freundliche Preise an. Sogar einen Pin und einen Aufkleber gab's.


      Auffällig: wie bei Blau-Gelb ist es ein dreidimensional-angehauchter Pin. Der Aufkleber des BSC übrigens auch, der sieht nicht nur auf dem Bild so bauchig aus.

      Leider war das Vereinsheim "Willy Boos" zu. Der Schlüssel sei abhanden gekommen, so wurde mir gesagt. Der Verpächter wohne in Königs-Wusterhausen (Süd-östlich von Berlin, definitiv jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz weit draußen). Da kann er nicht so schnell herkommen. Schade. Geschichten vom Amateurfußball eben. Die Tochter (?) der Kioskdame war übrigens auch ein Feger. Half allerdings nicht gegen kalte Füße ..
    • SV Tasmania vs Reinickendorfer Füchse Berlin 1:2 (0:1)

      Fehlstart zur Rückrunde - Mannschaft bemüht, aber glücklos - erst nach Dezimierung endlich aggressiv

      Füchse gehören mittlerweile auch in Großstädten zu den häufig anzutreffenden Jägern und Sammlern, sind in der Nahrungsauswahl als Allesfresser wenig anspruchsvoll und gegenüber Menschen nicht aggressiv, vom Fuchsbandwurm abgesehen also keine Gefahr. So schreibt zumindest der Naturschutzbund (NABU) und die Einschätzung könnte man auch sportlich übernehmen, denn in den letzten Spielen konnte Tasmania in der Regel die drei Punkte erbeuten. Auch diesmal nahm Tas zu Beginn Fahrt auf und hatte früh Chancen. Florian Medrane ('2) und der emsige Vahin Engin hatten die ersten Möglichkeiten und die Führung lag in der Luft, zumal der Gegner hinten nicht absolut sattelfest wirkte und adventskranzfüllende Kerzen produzierte.
      Doch die gelang den Gästen - denn nach rund einer Viertelstunde war der Anfangsschwung plötzlich weg und die Gäste näherten sich ohne entscheidende Gegenwehr dem tasmanischem Strafraum. Einen Freistoß setzten die Füchse noch in die Mauer, doch die daraus resultierende Ecke brachte die überraschende Führung. Hess konnte reichlich frei in's lange Eck einschieben ('17). Es war die erste richtige Chance für den Gast, die sich mit der Führung im Rücken bequem auf das Kontern verlegen konnten und defensiv sicherer wurden.
      Tasmania musste reagieren, blieb feldüberlegen und hatte auch Chancen. So köpfte erneut Engin eine Ecke knapp über den Kasten. Im Wechsel zwischen blutleerem Anrennen und dann doch Hoffnung stiftenden Angriffen fehlte Tas das Glück, dass beim häufigen Strafraumbillard der Ball auch mal einem Tasmanen günstig aufgelegt wird. Mehrere Dilemmata zeigten sich, die auch bis Ende des Spiels nicht behoben wurden: erstens wurde zu selten der Abschluss gesucht, sondern häufig selbst auf engem Raum noch mal quer gespielt. Viel zu selten übernahm einer mal die Verantwortung, so dass der Gästekeeper viel zu selten wirklich gefordert war. Zum anderen fehlte manchmal der Blick für den besser postierten Mit - und insbesondere Flügel! -spieler. Denn wenn Tasmania stark war, dann über die schnellen und fleissigen Flügelflitzer Damian Tiedmann und Mark Schmidt, die sich beide engagiert gegen die drohende Niederlage stemmten. Nach rund einer halben Stunde fand Tas auch wieder etwas besser in das Spiel, doch mit dem Rückstand ging es zunächst in die Halbzeitpause. Es hatte auch den Anschein, dass die Spieler die Taktikanweisungen seitens der Trainerbank entweder nicht umsetzen konnten oder wollten. Ohne sich in unnötige Küchenpsychologie zu vertiefen gewann der geneigte Zuschauer den Eindruck, dass die Mannschaft sich selbst im Weg stand und blockiert war. Unverständlich, da es sportlich im Vorfeld gut aussah und die Tabellenspitze in Reichweite war und selbst jetzt mit acht Punkten nicht unerreichbar ist.

      Auch in Halbzeit Zwei blieb es dabei: feldüberlegen, aber keinen zwingenden Abschluss. Die Füchse wurden durch die Führung und die ratlose Tas-Offensive selbstbewusster und suchten über Konter den Erfolg. Robert Schelenz im Tor machte den Neuer und klärte weit vor seinem Tor vor der nahenden Gefahr per Kopf. Nach rund einer Stunde konnten die Zuschauer etwas mehr Action sehen, zumal Trainer Marion Reichel auch Schlachtroß Okan Kirli brachte sowie Mario Maaß, der ebenfalls für Tore gut ist. Doch es sollte anders kommen. Einer der gelegentlichen Vorstöße der Gäste wurde unterbunden und der Ball vom Verteidiger zu unserem immer so zuverlässigem Keeper gespielt. Dieses eine Mal verspringt das Leder und der Stürmer bricht durch. Der Verstand sagt: laufen lassen, bloß keinen Platzverweis riskieren. Der Arm sagt: hier geblieben, Freundchen. Der Arm war schneller ..
      Logische Konsequenz: Platzverweis und Elfmeter für die Gäste. Ersatzkeeper Ünal Kocak musste also direkt ohne Erwärmung 'ran und war sogar in der richtigen Ecke, doch der Strafstoß von Przesang war nicht zu halten. Etwas später sorgte Ünal noch mal kurzzeitig für Herzrasen, als er nach einem riskanten Rückpaß vom Verteidiger den Gegner anschoss, den Abpraller aber fing.
      Mit einem Mann weniger und einem Zwei-Tore-Rückstand wachte Tas aber wenigstens auf und machte Druck. Der Trainer beorderte Schmidt in die Innenverteidigung und den jungen "Nemo" Samardzic in den Sturm. In der 85. Minute dann der Hoffnungsschimmer, als Schiedsrichterin Kobelt nach Foul im Strafraum Elfmeter für Tas pfeifft. Kirli übernahm die Verantwortung und netzte ein. Die Schlußoffensive verpuffte allerdings wirkungslos, zumal die Gäste mit etwas Theatralik Zeit schinden wollten.

      Durch die ärgerliche Niederlage gegen keineswegs starke Gäste fällt Tasmania hinter Mahlsdorf auf Rang drei zurück, die es gegen Makkabi mit 7:1 krachen ließen. Die Füchse konnten den Fünfpunktevorsprung auf den ersten Abstiegsrang durch den Sieg halten. Staaken führt nach einem Remis gegen Rudow weiterhin die Tabelle an.
      Kommendes Wochenende geht es auswärts zum Berliner SC 1895 auf die Kuhwiese "Hubertusplatz". Kommt zahlreich! UNVRRRT! (Und niemals vergessen: RARARA Tasmania!)

      Aufstellung:
      R. Schelenz, N. Samardzic, R. Ermel, M. Schmidt, J. Loder, T. Sahin, Y. Tokmak, S. Rogoli, D. Tiedmann, F. Medrane, V. Engin

      Wechsel:
      Mehmet Okan Kirli für Ronny Ermel ('57)
      Mario Maaß für Yildirim Tokmak ('63)
      Ünal Kocak (Tw) für Salvatore Rogoli ('66)

      Tor für Tasmania:
      M.O. Kirli ('85, Foulelfmeter)

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    • So der Spielbericht. Unter uns: Kackspiel. Schießen die am Anfang die Führung, geht das locker 3 oder 4 zu Null aus. Angeblich gibt es Unstimmigkeiten in der Mannschaft, was aber komisch ist. Platz 2 in der Tabelle und spielerisch starke Truppe müsste doch ausreichen ..?

      kicker.de/news/fussball/amateu…016-17/19/0/spieltag.html

      Ganz unten holt Wilmersdorf mal wieder einen Punkt und hat derer schon sieben. Vermutlich können sie mit dem nächsten Punktgewinn die rote Laterne an Hürtürkel abgeben, die beim Kellerkind Dynamo II eine 0:6 Klatsche bekamen. Und die stehen auf dem dritten Abstiegsrang ..
      Makkabi kam ziemlich unter die Räder, SW Neukölln siegt bei Al-Dersimspor und kann so wertvolle Punkte sammeln.

      Ich war am Samstag in Bernau, nördlich von Berlin, auf halbem Wege nach Eberswalde. Nette Altstadt, aber eben provinziell. Schon die letzten Stationen, die offiziell noch Berlin sind (Blankenburg, Karow, Buch), steigt die Eigenheimsdichte an, garniert mit Plattenbauten. Wer will dem auf dem Dorf in einem solchen Wohncontainer wohnen? Bekloppt. Das Spiel zwischen der TSG Einheit Bernau und Sachsenhausen sollte eigentlich ein Topspiel sein, bot aber spielerisch eher Magerkost. Die brandenburg-Liga ist nicht nur gefühlt sportlich schwächer als die Berlin-Liga anzusiedeln. Beides sechstklassig, aber die Spielzüge waren passabel, aber vorhersehbar. Die Tore eher reingeduselt und die Gäste brachten offensiv gar nichts auf die Kette. Das war schon hürtürkelesk. Dafür aber entspannte Stimmung, Gästefans mit Schals, Bratwurst essbar und der Pin wird mit zugeschickt, da sie gerade keine in der Hütte hatten. Da keiner Eintritt von mir wollte, ist es das Risiko wert. Mal schauen. Kommt da nix, gibt's einen bösen Verriss hier!


      Man beachte den schönen Wasserturm im Hintergrund!


      Das Wichtigste zuerst: der Grill ist in Betrieb!


      Nach dem Tas-Spiel ging es Richtung Moabit zum Liga-tieferen Spiel Türkspor FK vs Hellas Nordwest. Erstere haben sich wohl gegen Widerstand des gleichklingenden Vereins (Türkspor Berlin, Kreisliga C) diesen Namen gesichert und spielen in der Berliner Landesliga (7. Liga) gegen den Abstieg. Das mutet seltsam an, denn sie haben gleich zwei Haudegen in der Mannschaft, die problemlos eine Liga höher spielen könnten. Das Berliner Fußballurgestein Michael Fuß kickt mit über 40 mittlerweile hier, hinzu kommt Burak Salantur, der auch schon höherklassig kickte, aber aus familiärer Bande nach moabit wechselte. Einziger Haken: sowohl er als auch der mittlerweile vollbärtige Fuß sind klassische Leitwölfe. Türkspor ging durch Fuß früh in Führung ('3), bekam dann nach Foul an Salantur noch einen Elfer, den der Gefoulte selbst schoß und stark pariert wurde und vergeigte in der zweiten Hälfte beste Konterchancen. Hier sah man das Dilemma mit zwei so großen Egos, da die Dissonanzen spürbar waren. Auch geil: "Wenn ich den Ball habe, ist Ruhe!". So diszipliniert man Mitspieler, die den Ball fordern.
      Hellas Nordwest ist übrigens kein griechischer Verein, sondern bereits 1930 gegründet - hier tobten sich wohl mit Altgriechisch traktierte Gymnasiasten aus. Zwei ältere Anhänger - sehr sympathisch! - erzählten auch, dass die Mannschaft aber schon älter und erfahren ist, viele über 30. "Der Kapitän", meinte einer und zeigt auf den wirklich jung wirkenden Burschen, "ist auch schon 38". Die Mannschaft ist gerade aus der Bezirksliga aufgestiegen und stand auf Rang 1 - und bleibt dies auch. Mit zwei späten Toren drehten sie die Partie. Da Tas wohl wieder nicht aufsteigt gäbe es damit also eine schöne Auswärtsfahrt. Am Strafvollzug Plötzensee vorbei in eine Kleingartenkolonie ...
      Zwei "südländische" Teams ohne Rudelbildung? Is' nicht! Die Partie wurde sehr körperlich geführt, da beide Seiten ziemliche Klopper mit Rugbyspielerfigur haben (unter anderem der erwähnte Burak Salantur). Am Schluss gab's noch mal ein Foul mit kleiner Keilerei vor der Trainerbank, so dass beide Teams mit zehn Mann das Spiel beendeten. Gesehen hatten wir nur eine Gelb-Rote der Gäste, aber einer aus der Heimmannschaft stand plötzlich in voller Montur hinter mir und zog sich entnervt die Stutzen aus. Und ein Wechsel wurde nicht angezeigt ..


      Abend in Moabit. Nebenplatz des Poststadions (BAK), wird zudem auch von Union 06 genutzt (das Original-Union, die aus Oberschöneweide in den Westteil der Stadt flohen ..)

      # Spielabbruch:
      In der Kreisliga C wurde das Spiel zwischen dem Chaosclub FC Kreuzberg II und dem Sozialprojekt Pfefferwerk abgebrochen. Ich befürchtete schon schlimmes, aber das wird wohl sportliche Gründe haben. Nach gerade mal 50 Minuten stand es schon 0:9 aus Sicht des Gastgebers ...
      fussball.de/spiel/fc-kreuzberg…EVT9SILN7#!/section/stage

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    • Oha. Kaum guck ich mir ein Spiel von Türkspor an und schreibe hier über Dissonanzen zwischen den beiden Leitwölfen, wechselt einer der beiden das Rudel. Burak Salantur verlässt den Verein, offiziell aus beruflichen Gründen. Das liest man ja öfters und dann wechseln die Leute in eine höhere Liga ..

      fupa.net/berichte/torjaeger-sa…-tuerkspor-fk-652128.html
    • Rundreisen-Samstag: Fußball kann gemein sein.

      Wer am zweiten Samstag im Monat a) nichts zu tun hat, b) in Berlin verweilt und c) wie Sheldon Züge mag, kann an diesem Tag - also heute! - bis 16:00 in das U-Bahn-Museum gehen. Was sich so rar macht ist spannend; leider hatte nur Hertha heute auch ein Heimspiel und das Museum liegt genau im U-Bahnhof Olympiastadion ..

      Ergo volle Züge Dank der Invasion von Fröschen und Bienen, aber alles recht entspannt. Viele gemischte Gruppen à la Vater mit Hertha-Schal und erfolgsorientierter Sohn mit Dortmund-Schal. Das Museum war trotzdem begehbar, ist aber sehr eng und mit allerlei Zeug bestückt, vor allem alte Hebel und Armaturen. Und sogar ein Durchsagemicro mit alten Lautsprechern, durch das ein plärrendes Kind mit durchdringender Stimme meine Trommelfelle und Nerven traktierte. Nett, aber verzichtbar. Außer Postkarten auch keine Accessoirs.

      Samstag wird in Berlin auch gespielt, aber nahezu durchgängig im Osten der Stadt, also genau am anderen Ende. Es blieben nur zwei bislang nicht gesehene Plätze. Wacker Lankwitz III (!) begann bereits um 14:00, dafür war es ohnehin zu spät. Also auf nach Buchholz! Klingt nach Walachei und Wald. Stimmt auch, fast. Wer eine Vorstellung hat, wo Pankow liegt (Mittig und dann nach Norden, aber auf der Ostseite der Mauer), muss gedanklich nur noch weiter nach Norden. Auf der Westseite wäre man längst aus dem Weddinger Ghetto raus in's piefige Reinickendorf und dort dann auf die ruralen Randbezirke (Lübars ..), auf der Ostseite kommt da etwas mehr "Stadt", aber hinter dem Stadtteil Pankow kommen nördlich dann so Kracher wie Rosenthal, Französisch-Buchholz und von dort aus in nordöstlicher Richtung Karow und Buch. Letzteres beschrieb ich mit meiner Fahrt nach bernau, aber die haben da wenigstens eine S-Bahnlinie. Wer sich jetzt fragt: Wovon redet der? Französisch-Buchholz? Das hat doch nichts mit Berlin zu tun! Doch doch, geographisch schon. Auch wenn die allermeisten Einheimischen diese Orte höchstens mal als Haltestellen auf den hiesigen S-Bahnplänen lesen.
      Besagtes Buchholz erreicht man nur via Bus oder Strassenbahn. Die mit durchschnittlich 19 km/h die Strassen abklappert. Man möge Geduld mitbringen, aber man sieht wenigstens was von der Stadt. Die sehr ländlich und kleinstädtisch wird. In der nun recht leeren Strassenbahn steige ich in der Blankenfelder Strasse aus und finde bald den Sportplatz, der in einer Nebenstrasse mit Uralt-Kopfsteinpflaster liegt, aber Dank einer verwilderten Baulücke gut sichtbar ist. Vereinsheim und einfacher Kunstrasenplatz mit kleinem Halbfeld zum Training dahinter. Zumindest sind Leute dort, aber das ist auch immer das Gute bei Dorfvereinen.

      Zunächst kickt die Erste Herren des SV Buchholz gegen Berolina Mitte. Also gewissermaßen Peripherie gegen, nun ja, Mitte. Letztere sind erst kläglich aus der Landesliga abgestiegen und wollen nur aus der Bezirksliga wieder raus, Buchholz spielt aber auch oben mit. Ich komme erst zur zweiten Hälfte an und der Gast führt 2:1. Ein für das Ligenniveau passables Spiel, ohne technische Besonderheiten aber viel Gemoser der Gastgeber. Nach Schlusspfiff sind die Leute aber zufrieden. Haben die etwa in meiner Abwesenheit (Bockwurst und zuckerhaltiges Getränk als Mittagsersatz) den Ausgleich geschossen? Nö, mir wurde nur ein falsches Ergebnis genannt. Es stand nur 1:1 unentschieden und blieb dabei ..

      Spiel: Bezirksliga; SV Buchholz vs Berolina Mitte 1:1
      Fressalien passabel, keine Accessoirs. Nette Leute da. Der Platz ist kunstrasenüblich unspektakulär.

      Direkt danach ging's gleich weiter: SV Buchholz II empfing die SG Prenzlauer Berg. Letztere durfte ich damals als Premierengegner von Polar Pinguin bewundern - Qualifikation zum Berliner Landespokal, der erste offizielle DFB-Kick der langjährigen Freizeitligamannschaft und Kreisliga C - Neulings gegen die damals und heute wieder in der Kreisliga B beheimateten Prenzlberger. Es endete mit einem 6:0 für Polar ...
      Kreisliga B also, zehnte Liga. Das guck ich mir noch ein bißchen an. Technisch begrenzt, aber beide kämpfen mit offenem Visier um den Klassenerhalt. Kommen wir zum Tagesthema: Fußball kann gemein sein. Die Gäste machen nämlich zu Beginn den besseren Eindruck, haben da ein paar Leute, die was draufhaben und erspielen sich erste Chancen.
      Was heisst Chancen - es ist das Who is Who der Hundertprozentigen!
      a) aus vollem Lauf im Konter - Pfostenknaller
      b) Gegenspieler im Strafraum abgeschüttelt, aus spitzem Winkel Mann gegen Mann gegen den Torwart
      c) Torwart kommt raus, Ball an dem vorbei, nur ein grätschender Verteidiger im Weg
      d) Ecke, Kopfball in's lange Eck, Torwart längst geschlagen, nur noch ein Verteidiger am Pfosten platziert
      e) Bälle aus der Bedrängung immer möglichst flach und schwach wegschiessen! Und immer möglich in die Mitte, bloß keinen gegnerischen Einwurf riskieren!
      f) Wenn deine Abwehr nicht wirklich aggressiv sein kann - laß den Ball immer über die Abwehr laufen!
      g) Abpraller am Strafraumrand immer dem Gegner überlassen. Aus zwanzig Metern werden die schon nciht treffen ..
      ---> Resultat trotz aller erdenklicher Hilfe der Gastgeber treffen die Prenzlberger die Kiste nicht. Muss man auch erst mal schaffen. Im Gegenzug schafften die Gastgeber vom SV Buchholz II - immerhin Vorletzter der Liga - zwei vom Keeper gepflückte Flanken und zwei ... Tore. Der erste Angriff über links trudelte im langen Eck ein, beim zweiten gutne Angriff wurde der tödliche Pass in die Gasse gespielt und der Stürmer behielt gegen die überlaufene abwehr und den Keeper die Nerven. Zack, zwei gute Angriffe und Tore, dafür den Gegner die ganzen Arbeit überlassen.

      Es wurde nur langsam kalt und mur fehlte Schlaf. Und was zu essen. Gerade geschaut: die Partie endete noch 5:0 für Buchholz II ..
      fussball.de/spieltag/1-2-herre…A4426-G#!/section/matches

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Captain BlackAdder ()

    • Macht mir viel Spass hier deine Berichte zu lesen.

      Vielen Dank und weiterso .

      Wenn ich das nächstemal in Berlin bin sach ich dir Bescheid und werde dir meinen Dank
      in Gerstensaft auszahlen wenn du magst.
      AUF GEHTS IHR ROTEN
    • Am Mittwoch spielt der BFC im Berliner Pokal in Staaken...500 m von meiner Behausung. Gewinnen wir wartet im Halbfinale Croatia Berlin.
      Altglienicke gegen Victoria knobeln den anderen Finalteilnehmer aus
      Es ist und bleibt die Toleranz der Schöpfungskrone Talminglanz
      Sie ist beinahe, doch nicht ganz, wie das schwächste Glied vom Rosenkranz
      Ja es ist die Toleranz ein bess’res Wort für Ignoranz
      Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren (EAV)
    • @Suba: gib ein Zeichen, sind ja einige Berliner hier. Und auf den Sportplätzen ist immer Platz!

      @Katsche: Staaken stottert derzeit etwas. Ich tippe mal auf Auaglienicke als Endspielgegner. Nicht wundern, wenn die bei jedem Zweikampf schreiend zu Boden gehen. Das gehört zur Taktik. |-)


      Und heute? Ach ja: Fußball kann gemein sein, Teil II oder: Berliner SC 1895 vs SV Tasmania 3:2 (1:0)

      Hatte ich letzte Woche noch die "Kuhwiese Hubertusplatz" angekündigt, muss ich dies revidieren. Auf dem Acker wurde auf der Westseite ein Kunstrasenplatz gebaut, während die Ostseite nun brach liegt. Blöderweise ist dort aber die zweistöckige Sitzreihe ..
      Der Platz liegt fast (?) im Grunewald, zwischen den S-Bahnhöfen Hohenzollerndamm und (van) Halensee, also am besseren Ende von Berlin. Schöne Grundstücke mit schönen Häusern, wohlgemerkt keine einfache Einzelfamilienhaussiedlung, sondern wirklich "Grundstücke". Hier hat man Geld. Pins und Nadeln gibt's nur wochentags, oder wenn die Geschäftsleitung mal vor Ort ist. Also nicht, wenn etwa Spiele stattfinden und Zuschauer da sind. Da muss der Kassenwart einen Moment nachdenken und mir grinsend zustimmen, dass dies nicht ganz durchdacht ist. Da der Platz noch belegt ist also erstmal in das schnieke Vereinsheim, wo sind der Rest der Tasmanenhorde eingefallen ist und auch vereinzelt Einheimische sich tummeln. Ein Softgetränk in einem schönen Becher der Heimmannschaft wird ausgeschenkt und der Becher später mitgenommen. Immerhin etwas. Es sollte auch das Einzige bleiben, was mit nach Neukölln wandert.

      Gerüchteweise und leider auch augenscheinlich war die Vorbereitung zur Rückrunde ziemlich desaströs, zudem waren einige Spieler beruflich sehr eingespannt (Schlachtross Kirli), der die nötige Aggressivität mitbringt. Andere wechselten wie Benjamin Gaudian, weil wohl der "Wohlfühlfaktor" zu gering war. Oha. Und nein, da stand keine Mannschaft auf dem Platz. Bemüht, aber aber zu lange zu vorhersehbar gegen wirklich nicht gute Schwarz-Gelbe.
      Ich war noch im Vereinsheim, als nach dreißig Sekunden die Deckung schlief und man wieder einmal früh einem Rückstand hinterher lief. Alles wie gehabt. Der BSC teilt teilweise ziemlich aus (die 24 muss aus deren Rugbyabteilung sein), sinkt aber selbst teilweise sehr theatralisch zu Boden. Lustig ist, dass der besagte 24er gegen die Zuschauer pöbelte, weil wir ihm zu laut seien. Zugegeben: dort ist man nicht gewohnt, vor Leuten ohne Theaterstille zu spielen. Und dann noch eine ganze Gruppe davon. Und Meckerrentner. Trommeln und dergleichen sind übrigens verboten, wegen der Anwohner. Klar, oder?
      Der Rest im Sauseschritt:
      1) vermeintlicher Ausgleich, aber wegen eines angeblichen Schubsers abgepfiffen - im Gegenzug via Freistoß das 0:2
      2) Einwurf klug in den Strafraum und Versuch einer Flanke, der Verteidiger vergrößert seine Körperfläche mit seinen Armen - aber kein Elfmeter. Im Gegenzug das 0:3.
      3) Engin tankt sich durch und trifft plötzlich. Noch mal Hoffnung.
      4) Rustikales Ronny-Foul. Schiedsrichter gibt Gelb, wüstes Geschimpfe der Gastgeber. Beratung mit dem Linienrichter und Abwehraxt Ermel sieht glatt Rot. Tausend Dank auch an der Mann von der Linie, der das Handspiel im Strafraum vorher trotz bester Sicht ignorierte. Der Gefoulte konnte nach Behandlungspause weiterspielen.
      5) In der Schlusminute dann doch noch Handelfmeter für Tas, nachdem sich ein BSCer reichlich ungeschickt in den Schuss warf. Dummerweise zeigte der Referee auch an, dass danach direkt abgepfiffen wird. Der eingewechselte Kirli verwandelt wie auch in der Vorwoche zum letztlich wertlosen 2:3.

      Den Aufstieg kann die Mannschaft mit einem Punkt aus den drei Rückrundenspielen gegen allesamt relativ schwache Truppen abhaken. Dabei hat Staaken nun schon zum zweiten Mal nur Remis gespielt. Tasmania fällt hinter Croatia nun auf Platz vier zurück. Mahlsdorf rückt auf 5 Punkte an Staaken heran und hat einen guten Lauf derzeit. Beim Tabellenführer, der die Hinrunde mit 45 Punkten aus 17 Spielen abschloss, ist anscheinend Sand im Getriebe, da die Mannschaft deutlich über Potential spielte. Soll die Mahlsdorfer Eintracht meinetwegen aufsteigen.
      Im nächsten Spiel steht wieder Robert Schelenz nach Ablauf der Sperre auf dem Feld. Der arme Ünal Kocak war definitiv nicht für die Niederlage verantwortlich, aber Robert hat einfach eine enorme Präsenz da hinten. Leider fehlt Ronny Ermel.


      Vorher:
      Eine Halbzeit SF Charlottenburg-Wilmersdorf 03 vs Tasmania II 0:0

      Die spielten nämlich direkt in der Nähe auf dem Gelände des Stadion Wilmersdorf. Westlich davon der besagte Hubertussportplatz. Gespielt wird idR auf dem nördlichen Kunstrasenplatz, hinter einem der Tore das Schwimmbad ist und man bei späten Spielen dort die Leute im Badebekleidung herumstiefeln sehen kann. Die sich ihrerseits fragen, wer im Winter freiwillig draußen steht. Heute begann das Spiel um 12:30, eine stunde vor dem Tas-Gastspiel. Passt. Die gastgebenden Sportfreunde sind ein junger Verein, der vor allem in der Jugendarbeit aktiv ist und später auch Herrenmannschaften stellte. Kreisliga. Wildes Geholze mit feldüberlegenen Tasmanen, die aber vor dem Tor meist weit verzogen. Kuriosum: ein spieler kassiert einen Ball in den Unterleibsbereich und kraucht nach draußen. Das schien ihn daran erinnert zu haben, dass er nicht artig vor Anpfiff austreten gegangen ist und strullte nun in die Ecke des Platzes ..
      Bei der Gelegenheit hatte ich noch mal das Gelände im Hellen erkundet. Das Stadion, auf dessen Rängen Wein angebaut wird (!), das Verein des Berliner SV 1892 mit Gedenkstein für das Meisterschaftsviertelfinale 1903, dass gegen den VfB Leipzig mit 1:3 verloren ging. Den ersten Titelträger dürfte jeder versierte Fußbalfreund hierzulande kennen, der unterlegene BSV 1892 wird nur noch eingefleischten Berliner Fußballhistorikern ein Begriff sein und geistert durch die Unterklassigkeit ...


      Das Stadion Wilmersdorf.


      ;D


      Ein Gedenk-Grabstein?


      Das Vereinheim des BSV 1892. Die Sportfreunde Charlottenburg-Wilmersdorf haben leider in der Richtung nichts zu bieten und mieten sich dort wohl auch nur ein. Schade.





      Ein altes Bild vom Berliner SC. Früher eine große Wiese wurde nun rechts im Bild der Kunstrasenplatz neu gebaut. Jetzt müssen die Spieler auch nicht mehr die Trainerbänke zurücktragen.

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    • Hase, wir schaffen hoffentlich das Finale, aber ich befürchte, dass es F*cktoria wird
      Es ist und bleibt die Toleranz der Schöpfungskrone Talminglanz
      Sie ist beinahe, doch nicht ganz, wie das schwächste Glied vom Rosenkranz
      Ja es ist die Toleranz ein bess’res Wort für Ignoranz
      Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren (EAV)
    • Hoffen wirs
      Wir brauchen den Pokal
      Es ist und bleibt die Toleranz der Schöpfungskrone Talminglanz
      Sie ist beinahe, doch nicht ganz, wie das schwächste Glied vom Rosenkranz
      Ja es ist die Toleranz ein bess’res Wort für Ignoranz
      Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren (EAV)
    • Ich habt genug Kohle, ihr könnt euch den Rydlewicz leisten. :D

      Wo wollt ihr eigentlich spielen, wenn wirklich mal das Jahnstadion geplättet wird? Falls Jena aufsteigt hättet ihr nur noch den BAK und die Schwachstromis aus Cottbus vor der Brust. Aufstieg und dann kein Stadion wäre ein interessante Kombination ..
    • tja, da bin ich auch etwas ratlos. Sportforum ist ja unsere Heimat, aber...
      Es ist und bleibt die Toleranz der Schöpfungskrone Talminglanz
      Sie ist beinahe, doch nicht ganz, wie das schwächste Glied vom Rosenkranz
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      Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren (EAV)
    • Nachdem ich letztes Wochenende Dank des Spiels von Tas II nahe des Stadion Wilmersdorf wieder im dort gelegenem Vereinsheim des Berliner SV 1892 gastierte, empfahl man mir die Geschäftsstelle wegen Nadeln. Also bin ich dort heute hin und tatsächlich machte mir eine Dame die Tür auf, die aber mein Ansinnen abweisen musste. Nadeln gäbe es nur für Jubileen älterer Mitglieder. Verflixt. Ich komme aber trotzdem rein und schaue mich kurz in dem kleinen Büro um, da fällt ihr noch ein, dass sie eine Dose mit Restposten anderer Vereine habe. Keiner weiß wohl, wie sich das zusammengesammelt habe. Gegen eine Spende meiner Wahl kann ich da was mitnehmen. Grundsätzlich sind solche Wühlkisten spannend, ganz obenauf liegen einige Nadeln des PSV Berlin, Polizeisportverein. Dazu einige DLRG-Anstecker und andere Dubiositäten, doch ganz unten taucht plötzlich doch noch eine Nadel des BSV auf. Und noch eine und sogar eine dritte, die der zweiten gleicht.
      Die zwei unterschiedlichen des BSV plus die vom Polizeisportverein wechselt für eine Spende den Besitzer. Damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet ...

      Der originale Name des Vereins lautete bis zum Ersten Weltkrieg BTuFC Britannia Berlin (Berliner Thor- und Fußball-Club Britannia 1892) - "Thorball" ist übrigens Cricket. Was ein Pech, dass dieses Spiel sich hier nicht durchsetzte. Ähnlich aufreibend wie Curling.


      Die Geschäftsstelle ...


      ... und die Beutestücke!

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    • Tasmanischer Orkan in Halbzeit Zwei fegt Gäste vom Platz

      SV Tasmania vs BFC Dynamo II 6:1 (1:0)

      Erster Sieg im Kalenderjahr 2017 - Torfestival nach Tiedmanns Treffer zum 2:0 - Spielfreude ist zurück - Verletzung von Tolga Sahin, dafür Rückkehr von Lukas Bähr

      Die Voraussetzungen waren deutlich ungünstig, denn Sturm "Eckhart" sorgte nicht nur für viele Feuerwehreinsätze, sondern auch für einen Spielabbruch tags zuvor beim einzigen Samstagsspiel der Berlin-Liga. Der Sonntag blieb dagegen "lediglich" verregnet und sorgte für durchnässte Kleidung und einen rutschigen Boden.
      Dies machte gerade dem Gästetorwart sehr zu schaffen, der mit dem glitschigem Ball schon früh seine Probleme hatte und bei der ersten Ecke für Tas erst im Nachfassen das Leder kontrollierten konnte. Dabei gelang den Gästen sogar noch der ersten gefährliche Angriff des Spiels, als sich über rechts die tasmanische Defensive überlaufen ließ, die Ablage in den Rücken der Abwehr aber gottlob keinen Abnehmer fand. Tasmania kämpfte sich mühsam in das Spiel und ging nach genau einer Viertelstunde in Führung. Ein schöner Freistoß von unserem Salvatore Rogoli konnte der Keeper nicht festhalten, beim anschließendem Gestocher um den Ball staubt der Rückkehrer Engin ab.
      Die Führung gab unserer Mannschaft Sicherheit und die Jungs wollten nachlegen, leider wurde die Drangphase durch zwei Verletzungspausen unterbrochen. Zunächst blieb der Ex-Tasmane Razeek nach einem Zweikampf an der Seitenlinie liegen und konnte nicht mehr weiterspielen. Kurz darauf erwischte es auch unseren Youngster Tolga Sahin, der es noch mal versuchte, aber ebenfalls nicht weiterspielen konnte. Gute Besserung an die beiden Spieler von dieser Stelle aus!
      Für ihn feierte nach seiner Verletzung vor einem Jahr der wieder genesene Lukas Bähr sein Comeback. Schön, dich wieder an Bord zu haben! Kurz vor der Halbzeit dann die Chance zum Ausbau der Führung, als Schiedsrichter Kobudzinski einen Foulelfmeter für unsere Farben pfeift. Okan Kirli, der wieder in die Startelf rückte, nahm sich den Ball, doch der Gästetorwart durchschaute dessen Taktik und konnte den mittig auf's Tor getretenen Ball mühsam an die Latte lenken und sichern. Es wäre der Elfmeterhattrick in diesem Kalenderjahr für ihn. Es folgten noch weitere Möglichkeiten, doch mit der knappen Führung ging es zunächst in die Pause.

      Nach Wiederanpfiff ließ Tas zunächst einmal die Zügel etwas schleifen, doch den Gästen fiel insgesamt zu wenig ein, der einsam im Sturm stehende Lubega war meist auf sich gestellt. Nach dem Leerlauf war es eine Standardsituation, die den Gästen endgültig das Genick brach und für Tasmania das befreiende 2:0 brachte. Eine Ecke von Rogoli auf den kurzen Pfosten wird verlängert auf Tiedmann, der das Leder per Kopf in's lange Eck schleust (60.). Die Erleichterung war den Jungs deutlich anzusehen und brachte die tasmanische Walze in's rollen.
      Denn nun brachen alle Dämme - Engin schaffte in nur fünf Minuten einen lupenreinen Hattrick (63./67./68.) mit sehenswerten Treffern, die das zurückgekehrte Selbstbewusstsein eindrucksvoll unter Beweis stellten! Nur drei Minuten nach dem 2:0 für Tas gelang ihm im Doppelpaß mit Rogoli sein zweiter Treffer, kurz darauf standen er und "Nemo" Samardzic frei vor dem Gästekeeper und hierbei manifestierte sich der Killerinstinkt Engins - mit einem schönen Lupfer lässt er dem weinroten Torwart Gazaliev erneut keine Chance. Der vierte Streich von Engin beziehungsweise das fünfte Tor für Tas wurde wieder über den rechten Flügel durch einen starken Antritt von Mark Schmidt vorbereitet, dessen Hereingabe der tasmanische Sturmtank im kurzen Eck versenkt.
      Wir wollen ja keine Namen nennen, aber Uwe forderte im Block vor dem Spiel schon ein 7:0 und dies war auch zu meiner Überraschung im Bereich des Möglichen. Immer wieder tankte sich ein anderer Spieler nach vorne durch, der eingewechselte Mario Maaß oder auch Defensivspezialist Julian Loder hielten es nicht hinten und ließen die überforderten und zermürbten Gäste kapitulieren. Bei einem solchen Rückstand spürt man den permanenten Regen noch viel mehr als die euphorischen Tasmanen, bei denen nun fast alles gelang.
      Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Zihni Taner Hirik, der den Ball in den Lauf serviert bekommt, sich den Verteidiger vom Leib hält und auch vor dem bedauernswerten Torwart die Nerven behält (82.). Der Ehrentreffer von Billhardt (89.) blieb da nur noch eine Randnotiz und ein schwacher Trost.

      Mit diesem eindrucksvollen Sieg meldet sich Tasmania etwas verspätet, aber mit Wucht in der Berlin-Liga zurück. Es sollte der Tag der Torflut (passend zum Wetter) werden. Tabellenführer Staaken besiegte den Bezirksnachbarn SW Neukölln mit 8:0, der südlichere Lokalrivale Rudow unterlag überraschend deutlich bei Makkabi mit 1:5 und der Nordberliner SC siegte ebenfalls recht deutlich mit 5:2 bei Al-Dersimspor.
      Wichtig: das Spiel gegen SD Croatia findet erst am Mittwoch, dem 5. April statt! Dadurch ist das nächste Spiel erst am 2. April, ein Heimspiel gegen das Schlusslicht Hürtürkel im Werner-Seelenbinder-Sportpark.


      Aufstellung: Schelenz, Schmidt, Loder, Kirli, Samardzic, Sahin, Tokmak, Medrane, Tiedmann, Rogoli, Engin

      Auswechslungen:
      Lukas Bähr für Tolga Sahin (34.)
      Mario Maaß für Florian Medrane (70.)
      Zihni Taner Hirik für Julian Loder (70.)

      Zuschauer: 44