Der Auto-Thread

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    • Der Auto-Thread

      Wegen der aktuellen öffentlichen Diskussion könnten wir uns auch über Sinn und Unsinn einer PKW-Maut auf Autobahnen unterhalten.

      Ist es sinnvoll, eine Maut einzuführen:
      - wenn ja, warum, unter welchen Konditionen, wie ausgestaltet und wo liegen die Vorteile?
      - wenn nein, warum nicht und wo liegen die Nachteile?

      Denkanstöße können sein: Kosten/Nutzen, Belastung für Autofahrer, Sicherheit, Verkehrsregulierung, Umwelt, evtl. Datenschutz...


      GANZ WICHTIG: Bitte unterlasst jegliche Politisierung hier. Es ist hier uninteressant, welche Partei oder politische Ansicht was zu dem Thema sagt und warum. Andernfalls wird das Thema sicherlich von den Admins geschlossen.
    • Also ich bin ganz klar für die Einführung einer entsprechenden Maut. Sie sollte nicht wie bei LKW generell nach km bemessen sein (wegen der Pendler) sondern nach Zeitabschnitten (z.B. Jahresvignette) und nur wahlweise nach km (z.B. für Seltenfahrer). Natürlich muss es zeitgleich eine Entlastung geben: Jedoch nicht in der Mineralölsteuer, sondern über die Kfz-Steuer oder vielleicht auch im Rahmen der Einkommensteuer-Erklärung.

      Das würde den dt. Autofahrer finanziell nicht mehr belasten. Deutschland als Transitland könnte jedoch eine gute Einnahmequelle durch ausländische PKW erschließen (so wie es unsere Nachbarn schon seit Jahren machen).
    • Ich bin auch absolut für die Einführung einer PKW Maut. In der Umsetzung könnte man sich am österreichischen Vorbild orientieren, sprich folgende Staffelung: 10-Tage, 2-Monate, Jahresvignette.

      Im Gegenzug sollte bspw. die Mineralölsteuer dementsprechend gesenkt werden, so dass - wie spürpilot bereits sagte - inländische Autofahrer keine Mehrbelastung haben.

      Die Einnahmen sollten in die Konsolidierung des Staatshaushalts verwendet werden.
    • Sind wir mal ehrlich: Wenn eine PKW-Maut kommt, dann wird es im Gegenzug keine Entlastung des Steuerzahlers geben. Das heisst, der deutsche PKW-Fahrer zahlt dann KFZ-Steuer, Mineralölsteuer und PKW-Maut. Ich wäre absolut dafür, dass es in Deutschland zu einer besseren Verteilung in der Finanzierung des Straßennetzes kommt und ausländische PKW-Fahrer entsprechend ihren Beitrag zahlen müssten. Aber höchstwahrscheinlich wird dann die PKW-Maut in die Arbeitslosenversicherung oder den Wehretat gesteckt, Beispiele für zweckentfremdete Steuern gibt es ja zu Genüge.
      0:1 Gersdorff (3.), 0:2 Gersdorff (12.), 0:3 Müller (36.), 1:3 Pirrung (43.), 1:4 Müller (57.), 2:4 K. Toppmöller (58.), 3:4 Pirrung (61.), 4:4 Pirrung (73.), 5:4 E. Diehl (84.), 6:4 Laumen (87.), 7:4 Laumen (89.)

      "Der Berg frisst seinen Lieblingsgegner. Vergessen Sie Public-Viewing am Brandenburger Tor oder an der Copacabana. Kaiserslautern ist in diesen Momenten Welthauptstadt des Fußball!"
    • Mal davon abgesehen, dass Steuern sowieso nicht zweckgebunden sind (das Aufkommen also beliebig verteilt werden darf), muss die gleichzeitige Entlastung für Inländer natürlich unabdingliche Voraussetzung für die Befürwortung der Maut sein. Die PKW-Maut ist von ihrem Wesen her aber eine Straßenbenutzungsgebühr und das Aufkommen kann sehr wohl zweckgebunden verwendet werden (Straßenpflege, Sicherheit, Nothelfer, Pannendienste usw.). Das muss natürlich irgendwo festgeschrieben werden...
    • Thomas schrieb:

      Sind wir mal ehrlich: Wenn eine PKW-Maut kommt, dann wird es im Gegenzug keine Entlastung des Steuerzahlers geben

      Sind wir mal ganz ehrlich: Eigentlich wäre es dringend notwendig, eine PKW Maut ohne gleichzeitige Entlastung einzuführen und das Geld zum Schuldenabbau zu verwenden.
    • ForeverRed schrieb:


      Sind wir mal ganz ehrlich: Eigentlich wäre es dringend notwendig, eine PKW Maut ohne gleichzeitige Entlastung einzuführen und das Geld zum Schuldenabbau zu verwenden.

      Aber dazu den deutschen Kraftfahrer noch mehr melken, das wäre ein fatales Signal.
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    • spürpilot schrieb:

      Mal davon abgesehen, dass Steuern sowieso nicht zweckgebunden sind (das Aufkommen also beliebig verteilt werden darf), muss die gleichzeitige Entlastung für Inländer natürlich unabdingliche Voraussetzung für die Befürwortung der Maut sein.

      Ungeschickt formuliert von mir, ja. Ersetze Steuern durch Abgaben.
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    • ForeverRed schrieb:


      Deshalb spreche ich mich ja auch für eine gleichzeitige Senkung der Mineralölsteuer aus ;)

      Mir wäre eine Senkung der KFZ-Steuer lieber, da ich bei der Mineralölsteuer die Befürchtung habe, dass die Mineralölkonzerne das dann als Gewinn mitnehmen. Und der deutsche Gesetzgeber ist ja nicht in der Lage, sowas zu verhindern.
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    • Thomas schrieb:

      Mir wäre eine Senkung der KFZ-Steuer lieber, da ich bei der Mineralölsteuer die Befürchtung habe, dass die Mineralölkonzerne das dann als Gewinn mitnehmen.

      Ok, da hast Du recht, die Gefahr besteht natürlich. Wobei es in Österreich zB ja funktioniert.

      Ich wäre deshalb dafür an der Mineralölsteuer zu drehen (anstatt an der KFZ Steuer) weil dies Durchreisende dazu bringen könnte wieder in Deutschland zu tanken (anstatt jetzt bspw nach Ö oder in die Schweiz weiterzufahren falls möglich). Und da man an der Tankstelle meist nicht nur tankt hätte dies eben auch positive Auswirkungen auf den Konsum.
    • Thomas schrieb:

      Mir wäre eine Senkung der KFZ-Steuer lieber,


      Ich sehe das ganz genauso. Im Grunde genommen kommen eigentlich nur Mineralölsteuer oder Kfz-Steuer in Frage.
      Bei Senkung der Mineralölsteuer würde das Tanken in D sicher angeregt, aber die von Thomas genannte Gefahr spricht eindeutig dagegen.
      Wenn die Kfz-Steuer herabgesetzt werden würde, dann würde das nur Inländern als Ausgleich zugute kommen. Alle Ausländer wären die finanziell Belasteten. Allerdings könnten Kfz-Besitzer, die die Autobahn nie benutzen und daher keine Vignette brauchen, erheblich profitieren. Das wird sicher auch nicht gewollt sein. Pflichtvignetten kann man sicher nicht einführen. Bleibt die Frage, wie man das regelt. Vielleicht könnte man auch so vorgehen, dass die Vignettenkosten von der Steuerlast nach der Einkommensteuererklärung direkt abgezogen werden können (ähnlich wie haushaltsnahe Dienstleistungen)?? :O
    • Im Grunde soll doch aber durch eine PKW-Maut die Transitbelastung der Autobahnen (und Fernstraßen) gerechter verteilt werden. Momentan tankt ein niederländischer PKW-Fahrer kurz vor der Grenze voll und dann wieder in Österreich oder der Schweiz (als Beispiel). Ein Deutscher jedoch, der Autobahnen nicht benutzt, tankt in den meisten Fällen trotzdem in Deutschland. Mit einer PKW-Maut für Autobahnen würde aber auch der Niederländer, Däne oder Pole auf unseren Autobahnen seinen Anteil zur Finanzierung des Fernstraßennetzes beitragen. Mit den so gewonnenen Summen könnte man zum einen dringende Projekte finanzieren. Zum anderen könnte man den deutschen Autofahrer via KFZ-Steuer entlasten. So wäre es auch wieder ein Stück weit gerechter. Denn momentan bezahle ich mit meiner KFZ-Steuer (unter anderem) das Autobahnnetz, welches dann kostenlos und viel von ausländischen PKW-Fahrern genutzt wird. Im Gegenzug hab ich an meiner nagelneuen Frontscheibe schon wieder Jahresvignetten für Österreich und die Schweiz hängen und sammele Peagequittungen aus frankreich wie andere Leute Briefmarken. Irgendwie komm ich mir da verarscht vor...
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    • Thomas schrieb:

      Irgendwie komm ich mir da verarscht vor...

      Zu Recht. Und die Schweizer und Ösis lachen deshalb auch schon lange über uns.

      Ansonsten kann ich Deinem Beitrag nur voll zustimmen (außer, dass ich aus o.e. Gründen eher die Senkung der Mineralölsteuer bevorzugen würde).
    • Vor der Wahl war immer davon die Rede, dass eine PKW Maut zugunsten der KFV-Steuerzahler denkbar wäre. Na mal abwarten.

      Insgesamt ist es natürlich notwendig. Deutsche Autobahnen sind aus allen Himmelsrichtungen Urlaubs und Wirtschaftsverkehrswege. Halb Europa fährt privat oder geschäftlich durch D. Aber den Bau bzw die Instandhaltung der Autobahnen bezahlen Leute, die evtl keine Minute im Jahr darauf fahren.

      Also wenn das Geld einer PKW-Maut auch nur dahin fließt, wo es hin fließen sollte: Dann her damit.
    • Thomas schrieb:

      Im Grunde soll doch aber durch eine PKW-Maut die Transitbelastung der Autobahnen (und Fernstraßen) gerechter verteilt werden. Momentan tankt ein niederländischer PKW-Fahrer kurz vor der Grenze voll und dann wieder in Österreich oder der Schweiz (als Beispiel). Ein Deutscher jedoch, der Autobahnen nicht benutzt, tankt in den meisten Fällen trotzdem in Deutschland. Mit einer PKW-Maut für Autobahnen würde aber auch der Niederländer, Däne oder Pole auf unseren Autobahnen seinen Anteil zur Finanzierung des Fernstraßennetzes beitragen. Mit den so gewonnenen Summen könnte man zum einen dringende Projekte finanzieren. Zum anderen könnte man den deutschen Autofahrer via KFZ-Steuer entlasten. So wäre es auch wieder ein Stück weit gerechter. Denn momentan bezahle ich mit meiner KFZ-Steuer (unter anderem) das Autobahnnetz, welches dann kostenlos und viel von ausländischen PKW-Fahrern genutzt wird. Im Gegenzug hab ich an meiner nagelneuen Frontscheibe schon wieder Jahresvignetten für Österreich und die Schweiz hängen und sammele Peagequittungen aus frankreich wie andere Leute Briefmarken. Irgendwie komm ich mir da verarscht vor...


      :nuke: :applaus:
    • Ganz klar für die Maut. Aber nicht nach dem System von Österreich oder der Schweiz. Das bevorteilt nämlich Vielfahrer, da Wenigfahrer das selbe zahlen müssen.

      Es muss zum einen abhängig von den gefahrenen Kilometern, aber auch von der Fahrzeugklasse sein.
      Dann kann man wie in Italien z.B. für Staatsangehörige ein Sondersystem anbieten, mit dem das ganze etwas kostengünstiger ist (in Italien Telepass).
      Im Gegenzug dazu muss sichergestellt sein, dass die Mauterhebenden Organe nur soviel davon abzwacken, wie sie brauchen um das System zu betreiben und die Gewinne in den Straßenbau fliessen. Steuern sind grundsätzlich nicht zweckgebunden, bei einer solchen Abgabe könnte jedoch zweckbinden, zur Not über ein staatliches Unternehmen.
      Und im Gegenzug müsste die KfZ-Steuer gesenkt werden, da für Autobahnen (und eventuell Schnellstrassen) der Strassenbau ja dann über die Maut geregelt wäre.
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Die Erfahrungen aus der LKW-Maut und der allgemeinen Schäuble-Entwicklung berücksichtigend, würde die PKW-Maut dann mit einem Gerät durchgeführt, dass gleich noch sämtliche Gespräche aufzeichnet und das Fahrzeug nach Drogen und Waffen scannt. I-)
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      "Der Berg frisst seinen Lieblingsgegner. Vergessen Sie Public-Viewing am Brandenburger Tor oder an der Copacabana. Kaiserslautern ist in diesen Momenten Welthauptstadt des Fußball!"
    • Wenn Maut, dann nur für ausländiche Fahrzeuge. Autobahnen sollen Eigentum des deutschen Volks bleiben und dieses soll diese auch kostenfrei benutzen dürfen. Dass man dann den Vorteil als Transitland ausnutzen kann, ist eine andere Sache. Das Vignettenmodell wäre da nicht übel.