Der Auto-Thread

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    • Gibt da erstmal zwei verschiedene Arten. Zeitabhängig oder Kilometerabhängig.

      Zeitabhängig sind die Vielfahrer klar bevorteilt gegenüber denen, die wenig fahren, da beide das selbe zahlen müssten. (würde zur Not vors BVerfG gehen)
      Also geht nur kilometerabhängig.

      Kilometerabhängig ist dann halt noch zu klären, wie man die Überwachung macht. Das geschlossene System wie z.B. in Italien kann man hier nur mehr an die BABs anbauen, da man an den Abfahrten entsprechend Kassenhäuschen bräuchte, teilweise bei Grossstädten halt ein paar mehr. Jedoch wäre diese Art der Überprüfung die Datenschutzrechtlich gesehen bessere, da man keinerlei Daten aufbewahrt (ausser bei Sondertarifen, denen der Autofahrer zustimmt). Und aus dem System kann niemand durchkommen ohne zu zahlen, also auch keine Maut-Flucht von Nicht-EU Mitgliedern möglich.

      Nun zum Tarif. Ich setze hier jetzt absichtlich keine Zahlen an.
      Pro 100km zahlt man x Cent. LKW etwas mehr, Motorräder etwas weniger. Für Kartenzahlung kann man einen kleinen Rabatt einräumen, da man damit weniger Aufwand hat (ist rechtlich sogar abgesichert).
      Für deutsche Staatsbürger gibt es ein Extra System wie die Telepass oder Video-Maut. Dafür muss man sich anmelden und bekommt entweder eine extra Karte (Telepass), die man nur vorhalten braucht, oder das Kennzeichen wird in einem Computer gemerkt und an den Mautstellen erfasst (für beides gäbe es eine extra Spur). Video-Maut und Telepass werden dann monatlich abgerechnet, wobei man wieder einen Rabatt einräumen könnte (auch höher als bei Kartenzahlung).
      Dabei könnte man auch einen Vielfahrertarif einräumen, dieser ist nochmal günstiger pro Km, man muss aber mindestens xx.xxx km im Jahr oder x.xxx km im Monat fahren und sich vorher dafür anmelden. Wird das Mindespensum nicht erreicht, muss man trotzdem den Mindesumsatz zahlen.
      Andere Möglichkeit wäre halt die Flatrate, bei der man eine bestimmte Anzahl an Km zahlt und alles darüber hinaus frei ist. Nur hier ist wieder die Frage, ob das nicht angreifbar ist.

      Wenn der Staat das ganze in seiner Hand hält, dannn ist die Flatrate wahrscheinlich angreifbar, da der Staat jeden gleich behandeln muss. Wenn die Autobahnen jedoch teilprivatisiert werden bzw. eine staatliche Firma dafür gegründet wird, dann sollte das ganze eigentlich kein Problem darstellen. Und in den beiden Fällen stellt es auch überhaupt kein Problem dar, dass alle Gewinne in den Strassenbau fliessen.
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Der Ansatz klingt zwar interessant, ist aber m.E. einfach nicht finanzierbar. Man müsste massenweise Mautstationen und Extra-Spuren bauen. Unser BAB-Netz ist einfach zu groß und vernetzt. Das würde sich über Jahrzehnte hinweg nicht rechnen. Ein einfacher Vignettendruck ist da weitaus kostengünstiger. Dabei entstehen jedoch wieder diese von dir angesprochenen Ungleichbehandlungen von Viel- und Wenigfahrern.

      Bei einer gleichzeitigen Entlastung der Kfz-Steuer in gleicher Höhe wie die Kosten einer Jahresvignette würde aber niemand benachteiligt werden. Wenigfahrer zahlen ja auch nicht weniger Kfz-Steuer. Das wäre einfach nur eine Umwälzung der Kosten für Inländer, jedoch eine Abkassierung von Transit-Ausländern. Am Ende das bessere System für mich....
    • Nun zum Tarif. Ich setze hier jetzt absichtlich keine Zahlen an.
      Pro 100km zahlt man x Cent. LKW etwas mehr, Motorräder etwas weniger.

      Motorräder sollten wie in CZ Mautbefreit sein.
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    • Die Mautstationen müssten in einem geschlossenen System nur an Auf- und Abfahrten gebaut werden und bei Grenzübergängen.
      Aber da ist halt das Problem bei Abfahrten, da einige bei Grossstädten in der Stadt rauskommen und zu wenig Platz vorhanden ist.

      Aber ich geb Dir recht, die Einrichtung davon würde sehr viel Geld verschlingen, wodurch in der ersten Zeit keine Gewinne möglich wären.

      Was die Vignette angeht. Sicher ein System, welches kostengünstiger ist. Aber der Vergleich mit der KfZ Steuer lahmt etwas, wenn die Gewinne aus der Vignette fest der BAB-Sanierung zugeschrieben werden. Denn dann könnte durchaus die Klage kommen, warum der Bauer aus der Pfalz, der jede Woche einmal kurz BAB nutzt soviel zahlen muss wie der Unternehmensberater aus FFM oder der Paketsprinter der DHL, die der BAB doch viel mehr schaden.
      Und ich weiss nicht, ob die Klage nicht sogar durchkommen würde
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    • In etwa, ja. Wobei in Italien halt das Rabattsystem nicht existiert. Der Telepass existiert dort, aber ohne Rabatt. Und in Italien ist das ganze in der Hand vieler Unternehmen, was ich in einer Hand lassen würde.
      Ich hatte in dem ersten Post ja schon angedeutet, dass es dem italienischen System ähnlich wäre

      Ganz ehrlich, das ist für mich in Europa das fairste System, zwar mit Verbesserungspotenzial (wie oben genannt), aber jeder muss danach zahlen wie er die BAB nutzt.

      Gibt ausserdem noch ein offenes System, wo man alle x Km ne Mautstation auf der Autobahn hat und dann immer mal zahlen muss. Da wäre bei uns nur das Problem, dass man diese Stationen wunderbar umfahren kann, wenn man sich etwas auskennt und dass kurze Strecken teilweise umsonst wären.
      Frankreich und Teile Norditaliens nutzen das offene System z.B.
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    • ME-Giancarlo schrieb:

      Ganz ehrlich, das ist für mich in Europa das fairste System,

      Aber sicherlich auch das aufwendigste. Man muss schon auch sehen, dass Aufwand u. Ertrag in einem akzeptablen Verhältnis stehen und dies ist durch die erforderlichen "gigantischen" Umbaumaßnahmen mMn eindeutig nicht gegeben.

      Ich für meinen Teil bevorzuge nach wie vor das österreichische System. Einfach und unkompliziert, sowohl was Einführung als auch Durchführung betrifft.
    • Ist soweit richtig, dass der Neubau eines solchen Systems Unsummen schlucken würde.
      Was den Betrieb angeht ist es aber gar nicht so teuer, da man das alles automatisieren kann. Heute braucht man nicht mehr in jedem Kassenhäuschen einen sitzen haben. In Italien findet man das teilweise noch bei manchen Organisationen, aber die meisten haben mittlerweile umgerüstet.
      Man benötigt dann nur noch nen Service, der sich um die Geräte kümmert, ne Service Line, die direkt von den Automaten aus kontaktiert werden kann und die dazugehörige IT Infrastruktur, die bei etwa 2Mio in der Anschaffung und vielleicht einer halben in der Warung liegen würde

      Das Österreichisch / Schweizer System mit der Vignette finde ich aus oben genannten Gründen nicht wirklich fair. Dass es das günstigste System ist steht dabei aber ausser Frage.
      Nur ganz ehrlich, die Überwachung eines solchen Systems auf den deutschen Autobahnen müsste auch erstmal gebaut werden. Und ein solches System ist datenschutzrechtlich schon wieder fragwürdiger, da an sich jedes Auto entsprechend überprüft werden müsste und das Kennzeichen erkannt werden muss, falls keine Plakette klebt. Und das hat schon wieder was von Überwachungsstaat
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    • Wird man denn in Österreich oder in der Schweiz automatisch überwacht? Die Jungs stellen sich ein paar Km nach der Grenze hin und ziehen alle ohne Vignette raus.

      Man könnte natürlich auch überlegen, jedem deutschen Kfz-Halter mit Bezahlen der Kfz-Steuer automatisch eine Jahresvignette zukommen zu lassen. Ausländer kaufen eine an grenznahen Stationen... :schulterzucken:
    • Damit bekommste aber nur die, die über die Grenze kommen. Abgesehen davon standen da selten welche, wenn ich durch Ö gefahren bin.
      Und wenn Du über Tauern kommst ist lange Zeit keine Maut-Pflicht, und sobald die Maut-Pflicht anfängt findest Du Konstruktionen über der Autobahn mit Kameras drin (ähnlich dem LKW-Maut System, nur deutlich häufiger).

      Und du kennst die deutschen, wenn dann wird alles überwacht, damit Helmut Müller, aus dem niederbayrischen Hinterland, nicht plötzlich doch ohne Maut unterwegs ist, wenn er dreimal im Jahr 5km BAB nutzt
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    • Naja, Motorradfahrer fordern doch z.B. Leitplanken, die sie bei nem Unfall nicht in der Mitte teilen. Ist auch einiges an Umbauarbeiten...
      Ich hab auch eines in der Garage stehen und ich hätte kein Problem damit eine Maut zu zahlen für den Ausbau der Strassen. Nihct nur wegen der Abnutzung, sondern viel mehr dafür, dass du mit dem Bike auch mal richtig schnell fahren kannst ohne Angst haben zu müssen eine Unebenheit reisst dich weg

      oh, noch ein Punkt gegen die Plakette.
      Haushalte mit mehr als ein Auto und vielleicht noch Bikes. Die müssten bei Plaketten für jedes Fahrzeug eine holen und würden wieder deutlich mehr zahlen, obwohl sie auch nicht alle gleichzeitig nutzen könnten. Bei kilometerabhängigem System auch hier nur das, was sie zahlen
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    • ME-Giancarlo schrieb:

      obwohl sie auch nicht alle gleichzeitig nutzen könnten


      Und wieder: Die Kfz-Steuer bezahlst du auch, wenn du dein Zweitauto gerade nicht nutzst.

      Hier geht es doch nicht darum, die Kosten für den inländischen Kfz-Besitzer zu senken, sondern nur umzuschichten. Keiner soll am Ende finanziell besser oder schlechter dastehen. Hier geht es einzig und allein darum, auch ausländische Autofahrer, die Deutschland als Transit-Land benutzen, an den BAB-Kosten teilhaben zu lassen.
    • Ja, aber gerade deswegen müsste gerade im Falle einer Plakette die KfZ Steuer runter, damit ich nicht doppelt belastet bin durch die Maut.
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    • Eigentlich ganz einfach :

      "Zwangs" - Maut einführen - und in Deutschland wird diese voll auf die KFZ-Steuer angerechnet.

      Vorteil : EU könnte nicht meckern,denn die Maut gilt für Alle - und was wir in D mit unserer KFZ-Steuer machen ist unsere Sache.

      Nachteil : Die Wagen, die besonders wenig Steuern zahlen, zahlen drauf - womit wieder die Besitzer der großen Wagen einen deutlichen Vorteil gegenüber der anderen hätten.



      Lösung : Maut nach Leergewicht oder Hubraum des Fahrzeuges berechnen - ähnlich wie bei KFZ-Steuer. Jedoch sollte da "größere" Stufen gebaut werden, da es ansonsten zu schwierug wird die Fahrzeuge einzuordnen.

      Also z.B. :bis 1 T = 100€ , bis 2 T = 200€ , danach für jede 500Kg 25€ - bis hin zum Höchstsatz.

      Und das ganze natürlich ausschliesslich als Jahresbeitrag um den Verwaltungsaufwand zu minimieren.



      Nachsatz : Hat auch den Vorteil, das Wagen mit Zulassung in D gar keine Vignette brauchen - der Betrag wird ja "automatisch" mit der KFZ-Steuer eingezogen / verrechnet.



      Schlafi
    • Mit der Steuer einziehen ist eher schlecht, da Steuer ja nicht zweckgebunden ist.
      Müsste dann schon was extra sein.
      Und aufwändig wird das ganze, wenn jemand sein KfZ ummeldet oder sich in dem Jahr ein neues kauft...
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    • sondern viel mehr dafür, dass du mit dem Bike auch mal richtig schnell fahren kannst ohne Angst haben zu müssen eine Unebenheit reisst dich weg

      Ich weiß ja nicht welche deutschen Autobahnen du so kennst... :schreck:
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