Gedanken über Tradition und Kommerz

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    • Gedanken über Tradition und Kommerz

      Ein wirklich guter und wahrer Kommentar den sich jeder aufmerksam durchlesen sollte und auch mal drüber nachdenken sollte:

      Gedanken über Tradition und Kommerz

      Die Hauptbotschaft des Autors:

      Stand 2013 gibt es diesen angepriesenen Traditionsfußball jedoch in den oberen drei Ligen nicht mehr – da kann man noch soviel schimpfen, poltern und träumen. Und Schuld daran hat nicht Red Bull in Leipzig oder ein Dietmar Hopp in Hoffenheim. Schuld ist das jetzige System, bei dem die Ablösesummen und Gehälter nach oben hin offen sind und ein 20-jähriger Fußballer 10 Millionen Euro im Jahr verdienen und für 70 Millionen Euro verkauft werden kann. Wer da noch ernsthaft oben mithalten will, muss um jeden Preis das Geld herankarren. Keine Frage: Eine Spirale, die sich immer weiter dreht. Auf der Strecke bleiben Faninteressen und Vereine ohne Geldgeber. Daher ist ein Kampf und eine Anfeindung von Dortmundern, Schalker, Stuttgartern oder auch Cottbussern gegenüber Hopp bzw. Red Bull inkonsequent und naiv, denn ihre eigenen Vereine spielen das Spiel selber mit. „Don´t fight the player – fight the game“ müsste das Motto der „kommerzkritischen Fans“ lauten und nicht „Mein Kommerzverein ist besser als deiner, weil älter,…“
      Tom Bartels, Ralph Hasenhüttl, Timo Werner und Ralf Rangnick gefällt das.
    • Das meinte ich in einem anderen Thread mit: ... es liegt halt auch am System... :(
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    • Stimmt ja doch aber auch. Ist aber zu kurz gegriffen, das nur auf dem - noch kürzer gegriffen - deutschen Fußball-Markt zu kritisieren. Ich zitiere mich hier mal kurz selbst, das hatte ich letzte Woche im 50+1 Thread im BL-Board geschrieben:

      Kampfkater schrieb:

      Ich finde, gerade an der jetzigen 50+1 Diskussion spiegelt sich wunderbar auch die allgemeine Wirtschaftssituation wieder. Früher, zu Erhardts Zeiten, waren Unternehmensführungen darauf bedacht, langfristigen, nachhaltigen Erfolg zu kreieren. Die Investoren, die es zweifellos auch damals schon gab, verstanden dies und spielten das Spiel mit. Jetzt ist es so, dass Unternehmen und Manager nach Quartalszahlen bewertet werden. Das muss man sich mal vorstellen, die werden nach 3-Monats-Zyklen bewertet und wirtschaften eben halt auch nur danach. Nix mehr mit langfristigem Erfolg, es zählt nur noch die maximale, kurzfristige Rendite. Im schlimmsten Fall kommt halt Manager A, darf 3 Monate wurschteln, dann kommt Manager B und macht alles wieder um 180° verdreht. Dass man mit so einem Schlingerkurs keinen langfristigen Erfolg haben KANN, liegt hierbei auf der Hand.

      Insofern, um auf das Thema Bundesliga zurückzukommen, sehen wir momentan nur einen kleinen Mikrokosmos in der Welt des Turbokapitalismus, der sich dessen Spielregeln gnadenlos unterwirft, weil das eben momentan unsere Wirtschaftsform ist. Wer also das 50+1 erhalten und die Wanderheuschrecken stoppen will, muss nicht bei der Bundesliga anfangen, auch nicht bei der UEFA, sondern ganz viel weiter oben. Am 23. September haben wir zumindest eine kleine Chance dazu. :winke:


      Das passt eben, wenn man ein paar Variablen ändert, auch ganz gut zum Thema Kommerz. Mittlerweile ist in unserer Gesellschaft ALLES auf Geldverdienen und Kommerz ausgelegt.

      als kleine Randbemerkung sei mir gestattet: Um so erstaunlicher, bemerkenswerter, löblicher finde ich das, was gerade die viel gescholtene Jugend via Facebook und Twitter in den Hochwassergebieten auf die Beine stellt. :amen:
      " Ich will nicht wieder absteigen. Dann bringe ich alle um. Das wäre der Leidensweg Christi."

      Martin Kind
    • Ja, Schuld haben nicht Red Bull oder Hopp
      Eine Mitschuld hat das Symstem

      Aber die Hauptschuld trifft die Vereine - es wird ja geradezu so getan, als wären Clubs wie aktuell Duisburg in den Ruin getrieben worden. Die sollen sich mal schön an ihre eigene Nase fassen und nicht immer mit dem Finger auf andere zeigen.
      SCV und der FC
    • Kater: Fußball wird aber nicht ausschließlich durch "Turbokapitalismus" ruiniert. Selbst ein kommunistisches Terroregime wie die SED/Linkspartei hat es geschafft, dass Fußball zu einer Witzveranstaltung werden konnte. Dafür brauchten die nicht mal Ablösesummen ;)


      Eine Schuld muss man auch beim Publikum suchen, welches ja schließlich in großen Massen zu den Spielen geht, bzw. das ganze bei Sky verfolgt. Auf gewisse Weise wird es vollkommen ligitimiert, auch durch Ultras, die im Stadion den ganzen Kommerz anprangern... Wirklich konsequent ist in der Hinsicht also eigentlich nur kuzze und vielleicht ein winziger Bruchteil anderer Leute. Dem zolle ich übrigens großen Respekt, ganz ohne Bundesliga könnte ich einfach nicht.
    • Ein Artikel mit sehr guten Ansätzen, der eine Menge trauriger Wahrheiten beinhaltet. Es sind sicher nur noch Nuancen, die "Traditionsvereine" von Investorenspielzeugen unterscheiden. Für mich ist es dennoch wichtig, sich eindeutig gegen Konstrukte wie RedBull zu positionieren. Hier steht der Fußball nicht im Zentrum, sondern der ist nur ein Mittel zum Zweck. Das pervertiert das System.

      Der typische "es ist nur Neid"-Joker bei Hopp zieht auch nur begrenzt. Ich bin es leid, dagegen anzugehen. Wer meint, ich würde mir einen solchen Autokraten bei Fortuna wünschen, soll es halt glauben. :look:

      Investoren (also das Ende von 50+1) wären der endgültige Sargnagel - denn Investoren wollen Rendite, welcher Art auch immer. Ansonsten wird abgestoßen oder eingestampft... dann hat man wirklich Verhältnisse wie in Amerika oder bei der DEL, wo die Lizenz bald hierhin und bald dorthin wandert, wo man eigentlich auch keine Städtenamen mehr braucht, weil eine regionale Identifikation nicht mehr notwedig ist. Es geht auch hier in diese Richtung, das sieht man an den vielen Barca- oder Bayern-Fans... die Entkoppluing vom Stadion"erlebnis" tut ein Übriges.

      Ob das gut oder schlecht ist, wird jeder mit seinem persönlichen Geschmack beurteilen. Oberflächlicher und auf reines Entertainment hinauslaufend wird es sicher. Und wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, kann er gehen. Wenn nicht, wird gepfiffen oder mit den Füßen abgestimmt...

      Ja, wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Siehe Partymeile in Berlin anlässlich des CL-Finales. Unfassbar! Trotzdem sind RB und Hopp und Audi und Bayer und VW Katalysatoren des Systems. Deshalb werde ich sie immer verabscheuen. Die Spirale des Geldes wird durch sie befeuert, wer nicht mitmacht, verschwindet. Die Bedingungen der DFL/des DFB tun ein Übriges - und wieder verschwindet ein Klub in der Versenkung.

      Nein, RB ist nicht schuld, aber treibt das System an.

      Verlieren werden wir den Kampf sowieso, aber versuchen muss man es trotzdem.
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      My personality is a singularity.
    • kuzze schrieb:

      Ein wirklich guter und wahrer Kommentar den sich jeder aufmerksam durchlesen sollte und auch mal drüber nachdenken sollte:

      Gedanken über Tradition und Kommerz

      Die Hauptbotschaft des Autors:

      Stand 2013 gibt es diesen angepriesenen Traditionsfußball jedoch in den oberen drei Ligen nicht mehr – da kann man noch soviel schimpfen, poltern und träumen. Und Schuld daran hat nicht Red Bull in Leipzig oder ein Dietmar Hopp in Hoffenheim. Schuld ist das jetzige System, bei dem die Ablösesummen und Gehälter nach oben hin offen sind und ein 20-jähriger Fußballer 10 Millionen Euro im Jahr verdienen und für 70 Millionen Euro verkauft werden kann. Wer da noch ernsthaft oben mithalten will, muss um jeden Preis das Geld herankarren. Keine Frage: Eine Spirale, die sich immer weiter dreht. Auf der Strecke bleiben Faninteressen und Vereine ohne Geldgeber. Daher ist ein Kampf und eine Anfeindung von Dortmundern, Schalker, Stuttgartern oder auch Cottbussern gegenüber Hopp bzw. Red Bull inkonsequent und naiv, denn ihre eigenen Vereine spielen das Spiel selber mit. „Don´t fight the player – fight the game“ müsste das Motto der „kommerzkritischen Fans“ lauten und nicht „Mein Kommerzverein ist besser als deiner, weil älter,…“



      Und Nein und abslut nochmal Nein.

      diese Hauptbotschaft des Autors dient nur dazu die Situation soooo hinzunehmen und die Hauptschuldigen zu entlasten.

      Ja dieses System der Ablösesummen und Gehälter macht es schwer und die Situation ist nicht einfach, aber die Spieler haben vor drei Jahrzenten auch nicht nur
      für nen Apple und nen Ei gespielt. (sicher sind es heute andere Dimensionen)

      Mal ne andere Frage, warum ist die Situation gerade im Osten auf dem Sektor Fussball so besch........
      Da gibt es genug Vereine mit ausreichen Potenzial, wer hat den bloss dafür gesorgt, dass jetzt RedBull so einfaches Spiel in Leipzig hat.
      Der letzte Verein der Platt gemacht wurde, war die Dynamo aus Dresden mit dem Zwangsabstieg, Hansa war eh nie ne grosse Gefahr die konnte auch
      am Leben gelasse werden , da wusste eh jeder die sterben langsam.
      Wichtig war ja nur, einige winige Vereine konnten so schnell wie Möglich nach dem mauerfall die TopSpieler aus dem Osten holen, und dazu konnten einige
      PseudoPräsidenten ihren Spass mit dem PremiumVerein aus dem Osten haben.

      Eine Frage, wo war der DFB damals, und wo ist er heute, wenn immer deutlicher wird, dass die Vereine im Unterbau der ersten 2 Ligen nicht
      dauerhaft überleben können?

      Macht euch einfach mal die Mühe zu schauen, wieviele Vereine bereits in der Winterpause auf einen Aufstieg in Liga drei oder Vier verzichtet haben,
      DER GRUND IST DIE AUFLAGEN SIND ZU HOCH UND NICHT ZU FINANZIEREN

      Ja aber es ist SauEinfach auf die Söldner zu schimpfen, nur diese haben das System nicht gemacht, und haben auch nicht die Möglichkeit es zu verändern.
      Es ist aber die Pflicht von FL und DFB dieses zu tun, wenn sie sehen es läuft nicht Rund, aber da bildet mann ja lieber gemeinsam ne breite Front gegen die pösen Ultras.
      AUF GEHTS IHR ROTEN
    • Guter Beitrag zum Thema @ Bio. Das spiegelt in etwa auch meine Meinung dazu wider.
      Was kann man gegen dieses System als Fan unternehmen? Wie kann man dagegen protestieren?
      Eigentlich gibt es da nur einen Weg: Man darf dieses System nicht aktiv unterstützen. Und jeder, der Geld in die Bundesligastadien schleppt, unterstützt dieses System.
      Es gibt nur einen Weg diese Spirale zu stoppen. Und das sind leere Stadien!
      Erst wenn die Ränge leer bleiben wird das Produkt Fußball für die Wirtschaftsunternehmen und für die Investoren uninteressant.
      Tom Bartels, Ralph Hasenhüttl, Timo Werner und Ralf Rangnick gefällt das.
    • @ suba_01
      Hast du den Link angeklickt und den kompletten Kommentar gelesen? Oder nur das kurze Zitat?
      Eigentlich ist deine Meinung gar nicht sooo weit von der des Autors entfernt. Er prangert doch genau wie du das "System/DFB/DFL" an, welches Red Bull und Co erst den Weg zu den heutigen Zuständen geebnet hat.
      Tom Bartels, Ralph Hasenhüttl, Timo Werner und Ralf Rangnick gefällt das.
    • Das ist ein sehr kompliziertes Thema, denn der Fußball spiegelt (wie schon mehrfach erwähnt wurde) unser System, unsere Gesellschaft wieder.

      Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.

      Ich bin gegen die Aktion, die Red Bull mit Leipzig und Salzburg durchführt.
      Dennoch: Red Bull profitiert von dieser Aktion, da die große Masse der Bevölkerung deren Vorhaben eben nicht kritisch sieht.
      Red Bull sponsort eben nicht, sondern sie machen Werbung um noch mehr Geld zu verdienen.

      Der deutsche Fußball hat sich hervorraggend entwickelt und steht an der Weltspitze.
      Ohne Sponsoren und Vermarktung stände der dt. Fußball allerdings nicht hier.
      Dann würde es die Spieler ins Ausland ziehen.

      Lösung: Ich wage es zu bezweifeln, dass man diese Entwicklung aufhalten kann. Irgendwann werden die Zuschauerzahlen aber wieder sinken, weil ein oder zwei Verein/e sich als einsame Spitze absetzen könnten und die Bundesliga dadurch langfristig gesehen "langweilig" wird. Aktive Fangruppen werden weniger Zulauf bekommen. Die Stimmung sinkt. -> Weniger Zuschauer. Und das bedeutet wiederrum: Die Sportart eignet sich nicht mehr so gut für den Kommerz. Geldgeber springen ab, Traditionsvereine kommen wieder nach vorne. Und der ganze Kreislauf beginnt erneut.

      Das ist zumindest die Theorie. Entwickeln wird es sich wahrscheinlich ganz anders. Vielleicht wird Fußball in 50 Jahren von einer anderen Sportart verdrängt. Vielleicht gibt es in 50 Jahren keine Ultras mehr. Vielleicht gibt es in 50 Jahren keine Bundesliga mehr, sondern eine Europa-Liga oder sowas.
    • kuzze schrieb:

      @ suba_01
      Hast du den Link angeklickt und den kompletten Kommentar gelesen? Oder nur das kurze Zitat?
      Eigentlich ist deine Meinung gar nicht sooo weit von der des Autors entfernt. Er prangert doch genau wie du das "System/DFB/DFL" an, welches Red Bull und Co erst den Weg zu den heutigen Zuständen geebnet hat.



      Ja ich habe den kompletten Artiel gelesen, und eben dieses tut er für mich nicht.
      DFB und DFL werden so gut wie nicht erwähnt.

      Er prangert dieses System daran an, dass die Spieler von heute sehr viel Verdienen, und es deshalb zu Pleiten kommt.
      "Schuld ist das jetzige System, bei dem die Ablösesummen und Gehälter nach oben hin offen sind und ein 20-jähriger Fußballer 10 Millionen Euro im Jahr verdienen und für 70 Millionen Euro verkauft werden kann"kein Wort auf die vergangenheit als der sogenannte OstFussball vor den Augen des DFBs ausgeplündert wurde, und sich von da an nie wieder erholt hat.
      (Was das Feld für den RB Leipzig erst geebnet hat)
      Auch passt Bayer Leverkusen übehaupt nicht in eine Reihe mit den sogenannten Plastikclubs, wie der Autor sie erwähnt.
      Nein es gab schon immer ein Auf und Ab im Fussball, Traditions Clubs sind gegangen, neue Clubs sind gekommen die dann irgendwann zu Traditionsclubs wurden.
      (Mainz 05 oder SC Freiburg sind so Bsp der letzten Jahre, die sich langsam aber sich diesen Status erarbeitet haben, und Niemand hat die als PlastikClub oder sonstiges
      kritisiert, war alles O.K. und wurde oft mit Beifall bedacht)
      Ist ja auch richtig so, Vereine die Mist bauen sollen nach unten gehen, Vereine die alles richtig machen nach oben kommen. nur sollte diese Regel
      auch für Eintracht Frankfut und den 1F.C. Kaiserslautern gelten.


      Und genau da ist der Punkt, es wird immer schwerer , sogar fast unmöglich gemacht von unten wieder hoch zu kommen und sich zu etablieren,
      ohne nen riesen Sponsor im Rücken der bereit ist sich den Erfolg zu erkaufen, aber wenn du nach unten kommst, dann ist dat Risiko für immer auf den Boden zu knallen
      so hoch wie nie zu vor.
      Da liegt der Systemfehler für mich, und dieses ist gewollt.
      AUF GEHTS IHR ROTEN
    • Noch nen Beitrag zum Thema Ost Fussball

      Vieles ist damals passiert, und ich hätte bestimmt auch ne menge falsch gemacht als Fussballfunktionär im Rahmen der Wiedervereinigung.
      Aber für mich war die Geschichte ab dem Tag gewollt als man Dynamo in die Oberliga geschickt hat.
      Die konnten nichts für ihre Situation, erst wurden nach dem Mauerfall fast über Nacht die besten Spieler abgeholt, und dann durften die noch von nem Präsidenten ausgebeutet werden. Unter grossen Protest und Wiederstand der Fans. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie der mann im eigenen stadion vom Sicherheitsdienst beschützt werden musste, weil er den Verein nur ausgeplündert hat. Die Strafe kamm dann als der weg war und andere Leute das Steuer in der Hand hatten.
      Wenn man einen guten Willen gehabt hätte, hätte man dem Verein geholfen, aber nein er wurde nur noch viel tiefer in den Dreck geschubst.
      Na ja, vieleicht gibt es dann in zwanzig Jahren den F.C. Irgendwas Bank Dresden oder sowas in der Art.
      Dat letzte bischen Wiederstand bekommen wir auch noch wech, und wen nicht , in Magdeburg ist auch noch nen Markt für so nen PseudoVerein. Dort werden die sich bald auch nach gutem , erfolgreichem Fussball die Finger lecken :kotz: (Ich kann die Leute sogar ein wenig verstehen)und die ersten von da schauen bestimmt jetzt schon ein wenig neidisch nach Leipzig.
      AUF GEHTS IHR ROTEN
    • Und da liegt das große Problem. Vater ist früher zu DDR Zeiten immer zu Lok gerannt jedes Spiel, dann kam die Wende und alles war zu Ende.

      Aber dazu haben in den letzten 15 Jahren die Vereine von VfB/Lok über Sachsen/Chemie selbst Schuld gehabt.

      Die Leute gerade älteren Semesters sehnen sich gerade in Leipzig (auch allgemein im Osten) wieder nach erstklassigen Fußball zurück. Das Spiel RB -Lotte zeigte es ja. 30.000 (!) zu nem 4.Liga Spiel. :vogelzeigen:

      Aber wenn ich ihm es versuche klar zu machen, dass RB nicht gut für den Fußball in der jetzigen Form ist, gibts viel Streit, leider... :(

      welt.de/sport/fussball/article…n-deutschen-Fussball.html
      :bvbklatsch: You'll never walk alone!!! :lokklatsch:
    • Ich will mal ganz ketzerisch fragen: wo ist denn für die Mehrzahl der Zuschauer überhaupt ein Problem? Was interessiert es denn eigentlich, wer letztendlich bezahlt? Und will man nicht z.B. beim HSV auch den Einfluss der lästigen Fans (Supporters Club) begrenzen, um endlich "Profis" ans Ruder zu lassen?

      Warum ist RBL schlechter als -wer auch immer-? Andere Vereine zahlen auch Geld. Andere Stadien haben auch "Entertainment-Programm" im Umfeld. Andere Vereine "werben" auch...

      Wie gesagt: für Nostalgiker sieht das anders aus. Da geht es nicht nur um "das Spiel auf dem Platz", man verbindet mehr damit. Aber das ist doch der Masse der Zuschauer, die seit spätestens 2006 die Stadien und Feiermeilen bevölkert, sowas von egal.

      PS: und dieses "sehnen nach erstklassigem Fußball" finde ich besonders arm. Verdient es euch, verdammt nochmal, lasst es euch nicht schenken! ARGL!! Aber warum selber aufbauen, wenn man andere bauen lassen kann.
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    • Die Ketzerei spinne ich mal etwas mit; Ich wage mal die These, dass eine TSG Hoffenheim, oder auch ein VfL Wolfsburg für die kommende Fangeneration völlig normal sein wird, denn sie kennen es ja nicht mehr anders. Ich muss gestehen, für mich ist Bayer Leverkusen fast ein "normaler" Verein, der weil er schon ewig in der Bundesliga ist, mir ähnlich egal ist, wie Mainz 05, oder der 1. FC Kaiserslautern.

      zum Thema sehnen nach erstklassigem Fußball: Das Problem ist, dass in Leipzig ja überhaupt nicht mal viertklassiger Fußball angeboten wurde. Lok und Chemie sind ja halt in der Versenkung verschwunden und da ist nichts mehr. Man könnte das jetzt weiterspinnen und sagen, die Leute, die für den Tod von Lok und Chemie verantwortlich sind, haben den toten Bullen erst den Weg geebnet.Wären die beiden Vereine heute erstklasig und Dynamo Dresden oder Werder Bremen liquidiert worden, hätten die Bullen ihr Lager eben in Dresden oder Bremen aufgeschlagen.
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      Martin Kind
    • So ist das im Leben, es hängt alles zusammen: reisst man sich am Arsch ein Haar aus, dann tränt das Auge. Und ich sehe momentan überhaupt keine Möglichkeit, keinen Ansatz, wie man den aktuellen Trend stoppen könnte. Klar kann man zu den Amateuren oder dem eigenen Dorfverein gehen. Ändert aber an den momentanen Gegebenheiten im Profifußball überhaupt nichts. By the way hab ich überhaupt kein Problem damit am Samstag zum Club und am Sonntag trotzdem zum BSC Erlangen zu gehen. Das eine schliesst ja das andere nicht aus!

      Ich persönlich glaube auch nicht, das man diese Entwicklung ernsthaft umdrehen wird können. Das flacht wohl mal wieder ab irgendwann... und dann kommt die nächste Welle. Und ich glaube so sehen das wohl eher die meisten. Jedenfalls fehlt mir in dieser Diskussion immer noch DIE Idee, wie man "dagegen" vorgehen könnte.

      Außerdem ist die Überschrift irreführend... wer oder was ist denn bitte dieser "Kommerz"? Warum baut denn Gladbach ein neues Stadion, investiert Bayern München in Mario Götze oder läuft Kaiserlautern mit der Allgäuer Latschenkiefer auf der Brust rum? Ich sag's mal frei nach Volker Pispers, zur damaligen Nokia-Standort-Diskussion: "Warum wohl haben die ihr Werk seinerzeit in Bochum gebaut? Saß da der Aufsichtsrat beisammen und hat gesagt 'So und jetzt überlegen wir mal was ist denn die schönste Stadt auf der ganzen Welt... da gehen wir dann hin!'"

      "Emporkömlinge" oder "Möchtegerns" fände ich da viel passender. "Traditionsvereine" sind halt auch nur Vereine die früher schonmal erfolgreich waren und deswegen schon ihren Platz in den Geschichtsbüchern haben. Nur weil die "alt" sind, sind die nicht automatisch cooler... Dann wäre der TSV Frauenaurach auch ein "Traditionsverein". Und die TSG Hoffenheim, immerhin 1899 gegründet.

      "Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:
      Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
      Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig.
      Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent.
      Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi."

      (Gerhard Bronner)
    • Tradition darf nicht bedeuten, dass man allein wegen diverser Erfolge in der Vergangenheit, Vorteile oder gar einen Freifahrschein in der Liga genießt. Leider gibt es genug Beispiele, wo ein Verein durch Misswirtschaft an die Wand gefahren wird... ja, und dann geht das Handaufhalten los: "Der Verein ist zu wichtig für Stadt/Land/Region" und allzuoft wird nachgegen. Absurde Stadionneu- oder umbauten, fianzielle va banque Spiele wenn um Aufstiege/Transfers geht - ohne Netz und doppelten Boden. Und dann kommt die Konsequenz: Lizenzentzüge, Punktabzüge, Zwangsabstiege, usw. Ok, die inkonsequente Umsetzung seitens des Verbandes ist natürlich was anderes. Natürlich, da geb ich vielen Recht, spielt das System da eine gewisse Rolle (Verzeihung aber 37 Millionen Ablöse für einen 21 Jahre alten Buben finde ich pervers) aber in vielen Fällen wird halt auch mit dem Geld gespielt.

      Tja, Tradition. Auch bei den größten Traditionsvereinen sieht der Event rund ums Spiel 1:1 aus wie bei Hopp, RB und Co. Ob die einen nun ihren Namen verkaufen, den Stadionnamen, Stadionstandort oder die freie Fläche auf dem Trikot... das variiert doch einfach nur von Verein zu Verein. Wie viel man für sich selbst erdulden kann, kann doch jeder nur selbst entscheiden. Viele wollen einfach nur Spitzensport sehen und da langt doch RB. Und das ist der springende Punkt, warum langfristig immer mehr dieser Konstrukte oben mitspielen werden. Obs natürlich unten, wo Kleinmäzene oder Dorfmogule so was wie Lotte unterstützen, besser ist, sei natürlich dahingestellt.
    • Wobei aber immer bitte ein Punkt wichtig ist:

      Darf der Verein mit Geld arbeiten, oder entscheidet der Mäzen / die Firma was abläuft?

      Ansonsten geb ich euch allen soweit recht.
      Meine Liebe.... mein Leben..... mein Verein..... 1. FC Köln


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    • Ich kann mich dem Eingangspost von Kuzze anschließen. Das komplette System im Profifußball ist ekelhaft, der eine Verein lebt es schlimmer aus als der andere, aber in der Regel eben nur, weil er es eben kann. Mich kotzt das alles nur noch an aber auch mir geht es da wie dem Kollegen aus Hannover, ganz ohne Bundesliga schaffe ich es nicht. Habe aber auch schon mehrmals gesagt, dass ich Kuzze für seinen Schritt sehr schätze. Aber ganz ohne geht es bei ihm ja auch nicht, er hat auch Liga Total zu Hause und guckt jedes Schalke-Spiel, fährt manchmal auch. Dennoch ist es stark, dass die Dauerkarte weg ist und man dauerkritisch dem eignen Verein gegenübersteht. Mich hält vor allem der Fanclub davon ab, die Leute, mit denen es einfach so verdammt viel Spaß macht.

      Meinen Verein habe ich vor diesem Kommerz kennengelernt. Das zumindest macht mich ein wenig stolz und lässt mich aufrechter gehen. Wieso man in den letzten 10 Jahren Fan vom VfL hätte werden sollen, ich wüsste keinen Grund. Die Meisterschaft natürlich, aber auch die wirft Fragen auf. Trotzdem war es das genialste Erlebenis ever. Mich kotzt das alles nur noch an, wenn ich darüber nachdenke. Ich verstehe, dass der VfL eine Sonderstellung einnimmt in der Debatte und der Abneigung bezüglich der Kommerzionalisierung. Aber wenn ich mir Hoffenheim oder eben Leipzig ansehe, dann hat das nochmal eine ganz andere Qualität. Aber wenn ich die Leute in meinem Umfeld reden höre, die wirklich mit Herz dabei sind, dann decken sich die Meinungen (so sie denn ehrlich und objektiv gefällt sind) mit denen, die hier im Forum zu lesen sind. Seit dem neuen Stadion hat man beim VfL seine Seele verkauft, bis zum allerletzten Rest, den Magath vor kurzer Zeit fast auch noch vor die Wand gesetzt hätte.

      Ich bin einfach nur ratlos. Tauschen will ich aber auch nicht. Und eigentlich wird es eben auch schon wieder Zeit, dass die Bundesliga anfängt. Trotzdem, spätestens wenn die Stehplätze abgeschafft oder die Gästefans verboten sind, dann gehe ich den Weg von Kuzze. Dann bleibe ich eben einfach in der Kneipe am Spieltag und pilgere nicht die 2 KM weiter.

      Geld Geld Geld Geld....überall, ausnahmslos.
      Und alles was wir hassen, seit dem ersten Tag, wird uns niemals verlassen, weil man es eigentlich ja mag.
      (Tocotronic, Let there be Rock)
    • xenon schrieb:

      Tradition darf nicht bedeuten, dass man allein wegen diverser Erfolge in der Vergangenheit, Vorteile oder gar einen Freifahrschein in der Liga genießt. Leider gibt es genug Beispiele, wo ein Verein durch Misswirtschaft an die Wand gefahren wird... ja, und dann geht das Handaufhalten los: "Der Verein ist zu wichtig für Stadt/Land/Region" und allzuoft wird nachgegen.

      Schon richtig, so will ich das auch nicht verstanden wissen. Ich hab ja nur gesagt, wie ich für mich die Definition von "Traditionsverein" seh.

      Das andere... ist wieder ein anderes Thema. ;)

      Zu deinem zweiten Absatz: ein Stück weit "muss" man das Spiel natürlich mitspielen, wenn man "oben" bestehen will. Blödes Beispiel, aber wenn der Verein XYZ, aus purer Romantik keine Block- oder Sektorentrennung einrichten will, das Weizen im Glas ausschenkt und im Winter ist der Platz nen Meter zugeschneit, sagt der DFB "Das ist schön, das könnt ihr gerne so machen - in der A-Klasse." Und wenn die DFL halt großflächige Werbeaktionen für die "Premiumpartner" beschliesst, dann bist du da dabei. Und wenn Maier's Fahrschule dir € bietet um deine Einwurfstatistik zu präsentieren, na dann nimmste das doch mit.

      "Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen:
      Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
      Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig.
      Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent.
      Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi."

      (Gerhard Bronner)