Chemnitzer FC

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    • Machdeburch schrieb:

      Dann sage ich mal, Chemnitz besiegelt heute ihren Abstieg und wird bald Insolvenz anmelden! Haben eh jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt!
      dies schrieb ich schon am 24.03.18 da hab ich wohl doch Recht gehabt! Ist zwar schade für die Fans, aber gut für den Verein ohne Schulden in Liga 4 weiter zu machen wo doch in der kommenden Saison der Meister garantiert aufsteigt
    • So Herzblut, jetzt haste das hier wie vermutlich 2-3 andere Chemnitzer auch interessiert gelesen. Nu wirds aber wieder Zeit für die Realität und die Interessierten daran.

      Gestern stellte man also besagten Isolvenzantrag, einstimmig beschlossen durch die Vereinsgremien. Wie man mir heute berichtete, erfuhren die Spieler gegen Mittag davon und waren nach dem unerwartet deutlichen 5:0 in Erfurt und den allerletzten aufkeimenden Hoffnungsfünkchen ziemlich am Boden. Der Verein sah sich aus zweierlei Gründen dazu gezwungen, nun doch die Reißleine zu ziehen: Die vorherigen 3 Spiele innerhalb einer Woche (gedacht als Sturm auf die Nichtabstiegsplätze) gingen allesamt, teils fahrlässig, teils desolat, verloren. Und in der Folge der sportlichen Misere war auch eine vernünftige finanzielle Prognose nicht mehr gegeben. Man hat bisher alle Gehälter pünktlich gezahlt, das wäre auch bis Saisonende durch Rücklagen/Darlehen weiter so erfolgt. Das Hauptproblem ist ein anderes - das städtische Stadion.

      Heute nun wurde vom Amtsgericht der Insolvenzverwalter bestellt, es ist in unsrer Fußball-Region kein Unbekannter. Klaus Siemon, seines Zeichens ein anerkannter Düsseldorfer Anwalt für Insolvenzrecht und Kanzlei in Chemnitz, hat bereits in der Vergangenheit die finanziellen Schieflagen des VFC Plauen und auch der Zwickauer erfolgreich betreut. Vor versammelter Presse erbat er sich heute erstmal eine 14tägige Interviewpause, weil er die Zeit braucht, um sich durch die Vereinsbücher zu wälzen. Verständlich und hoffentlich reichen die 2 Wochen, vielleicht muss er ja auch mal in der Stadtverwaltung...

      Dann und erst dann kann überhaupt von ihm ein Insolvenzplan erstellt werden, ob und wie es mit den Himmelblauen weitergeht. Es ist noch lange nicht raus, von wegen 4. Liga, schuldenfrei und Aufstiegsgespinste. Der Verein hat nicht über seine Verhältnisse gelebt, es waren nur handwerkliche Idioten am Werk, über eine viel zu lange Zeit. Man hat Sponsoren und auch ehemalige und nach wie vor involvierte Spieler wahrhaft ungebührlich behandelt. Und das Fiasko hat nicht nur im Verein seine Heimat, ich habs oft genug hier angemerkt - nicht minder verantwortlich ist hierbei auch die Stadt. Der CFC ist hauptsächlich wegen der katastrophalen und ruinösen Stadionverträge und dem Catering- und ähnlichen Verträgen in der aktuellen Sch... gelandet, eine Endlosschleife, die jetzt zerschnitten wird. Denn diese Verträge gelten nur für Liga 3 und müssen jetzt - für den Verein Gott sei Dank - neu ausgehandelt werden. Da haben einige in der Stadtverwaltung jetzt schon schweißnasse Hände. Apropos Stadt: Entweder duckt man sich seit gestern weg oder übt sich mit Großkotz-Sprech a la "Ich habs doch schon immer gewußt/gesagt", ganz zu schweigen von denen, die jetzt davon fabulieren, dass der Verein jetzt die Rest-Taste eine Liga tiefer drücken könne. Die Reset-Taste ist aber im Besitz der Stadt. Und die trägt eine Mitschuld und Mitverantwortung - mitgefangen, mitgehangen.

      Ganz eilig bemühte man sich heute deshalb, die Öffentlichkeit über evtl. auch neue Stadionnutzungskonzepte (u.a. Open Air-Events) zu beschwichtigen. Unter anderem die selben, die am Liebsten das alte Thälmann-Stadion renovieren wollten, um freie Hand für das Filet-Stück-Areal der Fischerwiese zu haben und dort interessierte "Investoren" für hochdotierte Eigenheime anzulocken. Wie ich jetzt auf den Namen Ballack komme, behalt ich besser für mich...
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    • Vielen Dank für deinen Einblick in diese Misere!

      Tatsächlich schießen Spekulationen aus den Boden, wenn es gegen die Wand geht. Zu viel Geld ausgegeben? Liegt's nur an der armen Region? Sollte man sich nicht auch einen Dosenabfüller anlachen? Häufig kann man mit der richtigen Perspektive schnell erkennen, was schief lief und was eben trotzdem noch lief. Eben nicht über die Verhältnisse gelebt, sondern durch Knebelverträge nach unten gezogen.

      Das Problem mit dem unprofessionellem Verhalten kommt mir auch bekannt vor und leider weit verbreitet. Leider bringt eine Position in einem verein anscheinend einen solchen Ego-Schub, dass all zu viele die Risiken und vor allem die Pflichten nicht mehr wahrnehmen und statt dessen einem illusorischen Machtrausch verfallen. Gerade in strukturschwächeren Gegenden darf man sich da keine Überheblichkeit oder Nachlässigkeit leisten, das unterscheidet solide Vereine von jenen, die immer am Abgrund lustwandeln.
    • Genau das triffts im Kern @Captain BlackAdder - man hätte sich bereits beim Stadionneubau genaustens über Risiken und Nutzen unterhalten müssen. Was können wir, was wollen wir, wie holen wir auch die Einwohner als Steuerzahler mit ins Boot. Gespräche und Verträge auf Augenhöhe, von beiden Seiten, dies durch Leute mit Ahnung von der Materie. Is nicht passiert, von beiden Seiten nicht. Stattdessen Egotrips im Verein und andererseits auch in der Stadtverwaltung, allein dieser beidseitige Filz ist für nicht wenige ehrbare CFCler und langjährige Anhänger unerträglich geworden.

      Chemnitz ist nicht Cottbus und auch nicht Magdeburg. Paar Kilometer weiter westlich liegt Zwickau und paar Kilometer weiter südlich Aue. Und in so nem Ballungszentrum mit nach wie vor überschaubaren finanziellen Möglichkeiten brauch ich verdammt viel Fingerspitzengefühl und fachliches Wissen und Können, um Unterstützer an Land zu ziehen oder bei Laune zu halten.

      Bestes Beispiel ist doch Aue: Wir Dresdner machen ja immer wieder genüsslich unsre Spässe mit und um Leonhardt, aber er schafft es mit seiner offenbar regional sehr gewinnenden, überzeugenden und auch hochemotionalen Art, für seinen Verein in dieser strukturschwachen Region das Optimum rauszuholen. Für die ist der Klassenerhalt in Liga 2 wie ein Einzug in den Europapokal für andere. Er hat das KnowHow (bei all seiner manchmal skuril wirkenden Art), auf Leute zuzugehen und trotzdem knallhart mit ihnen zu verhandeln - am Ende für beide Seiten ne WinWin-Situation. Und Spieler, Trainer und Angestellte reden auch viele Jahre danach noch von ner goßen "Familie". Sowas fehlt in der selbsternannten Stadt der Moderne, von Tradition alleine wirste nich satt.
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    • Scheint ja der gleiche Murks wie zuletzt in Erfurt zu sein.
      Und immer wieder die Stadionfrage. Ich werde das nie begreifen. Wieviel Negativbeispiele gibt es inzwischen?
      1860 lass ich dabei noch weg, wo sich der Wildmoser wahrscheinlich bei einer Mass Bier auf der Wiesn von Hoeneß hat über den Tisch ziehen lassen.
      Ich seh das wie du, da muss man doch bei den Partnern (Stadt und Verein) von Anfang an solide finanzieren und z.B. eine Pacht anvisieren, die den Verein nicht finanziell überfordert. Und auch Angleichungen z.B. bei Ab- oder Aufstieg aushandeln, schließlich ist Profifussball kein Wunschkonzert.
      Bei den Kommunen kann ichs ja irgendwie noch verstehen, die können ja nicht Pleitegehen und zur Not bezahlt es eh der Steuerzahler. Aber bei den Vereinsverantwortlichen bin ich immer wieder sprachlos, was in deren Köpfen so vorgeht.
      Bei Erfurt gab es ja sogar Liverdiskussionen im TV zwischen den Vereinsverantwortlichen und den Verantwortlichen der Stadt.
      Hatte damals was von "Neues aus der Anstalt":
      Verein:"Die Pacht ist zu hoch, das können wir nicht zahlen. Haben wir aber schon vor Abschluss des Vertrages gewußt."
      Stadt: "Ja, aber warum habt ihr dann den Vertrag gemacht und nicht gleich darauf hingewiesen?"
      V.: "Wenn wir in die 1. Liga aufgesteigen würden, könnten wir das ja bezahlen. Ausserdem dachten wir, das in Zukunft immer 15000 Zuschauer kommen wegen dem schönen Stadion. Leider spielen wir nur 3. Liga und da auch eher um den Abstieg. Wer konnte das schon ahnen?!"
      S.: "Naja, egal, wir haben ja einen gültigen Pachtvertrag!"
      V.: "Das können wir aber nicht zahlen, dann sind wir Pleite!"
      S.: "Das müßt ihr aber, denn wir haben einen gültigen Vertrag!"
      V.: "Wenn wir Pleite sind, bekommt ihr aber gar nix mehr! Vielleicht könnte man die Pacht in der 3. Liga auf ein erträgliches Maß reduzieren?"
      S.: "Das ist uns egal, wir haben einen gültigen Vertrag! Wer soll das denn den Bürgern erklären?"
      V.: "Wir können das nicht bezahlen!"
      S.: "Wir haben einen gültigen Vertrag!"
      V.: "........
      Ist jetzt nicht Orginalton,aber ungefähr so lief das ab.
    • Auf so ner Männertagstour hat man ja bei Bier und Roster auch unwillkürlich das Ohr sehr nah an der Peripherie der örtlichen Begebenheiten. Und zum Saisonabschluss deshalb nochmal paar gesammelte Werke vom sich aus der 3. Liga nun - wer weiß, wie lange - verabschiedenden CFC.

      Vor zwei Wochen gab Sportdirektor Steffen Ziffert bekannt, in der neuen Saison für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung zu stehen und sich mehr der Leitung Sponsoring mit der Hauptaufgabe der Eigenvermarktung des CFC widmen zu wollen. Diesen Montag nun trennte sich der Verein völlig überraschend von Ziffert. Es gab wohl am 24. April ne Sponsorenveranstaltung, in der Ziffert im Beisein des Insolvenzverwalters Klaus Siemon dies auch allen plausibel erklärt und auch schon erste Sponsorengespräche geführt hat. Ne Woche später geschah dann nach Zifferts Aussage das: "Leider teilte mir der Insolvenzverwalter neun Tage später in einem sehr kurzen Gespräch mit, dass mein Vertrag nicht verlängert wird und sich unsere Wege nach dem 30. Juni trennen werden. Das muss ich so akzeptieren...Ich habe mein Amt als Mitglied des Vorstandes niedergelegt und nicht mein Amt als Vorstand Sport. Das endet am 30. Juni mit dem Auslaufen meines Vertrags. Ich wünsche dem CFC alles Gute für die kommende schwere Zeit und bedanke mich noch mal ausdrücklich bei allen Fans und Sponsoren für die großartige Unterstützung und Treue in diesen schwierigen Zeiten." Genau ein Jahr durfte er amtieren. :balla:

      Und weil das ja mit dem Stühle rücken im himmelblauen Vorstand ja mittlerweile ne geübte Praxis hat, stellte der Insolvenzverwalter auch gleich nen neuen Manager vor - es ist Thomas Sobotzik, ehemaliger Bundes- und Zweitligaspieler. Vorgestern Abend konnte dieser dann beim Fan-Stammtisch auch schon die ersten Personalien verkünden, nämlich dass das Trainergespann Bergner/Ristic zu 99,9% bleiben und man sich dennoch von einigen Spielern trennen werde, der Start in der Regionalliga wäre aber sicher.

      Währenddessen stehen auch die U-19-Junioren ja schon seit geraumer Zeit als Erstbundesliga-Absteiger fest und sie hatten keine Chance, weder spielerisch, noch finanziell. Etliche Spieler haben "für lau", also ohne Vertrag gespielt, lediglich 8 Spieler waren vertraglich gebunden und erhielten monatlich etwa 200 €, bei der Konkurrenz sind zum Vergleich die Summen vielerorts vierstellig angesiedelt. Es ist damit zu rechnen, dass man einige Spieler im Regionalligakader wiedersehen wird, nur wie's mit dem Juniorentrainer Kay-Uwe Jendrossek weitergeht, weiß weder er und auch sonst noch kein Schwein. Denn da hält ja der Insolvenzverwalter die Strippen fest in der Hand. Jendrossek meinte wohl letzten Samstag, froh über das Saisonende zu sein, was aber nichts mit seinem Team zu tun habe. "Aber es macht keinen Spaß, wenn man weiß, dass man zumeist chancenlos ist. Wer in einer Saison nur 13 Punkte holt, kann das Ende nur herbeisehnen."

      Am 3. Mai klingelts abends aufm Chemnitzer Kassberg an der Wohnung des ehemaligen "Bachelor"- und "Austria´s next Topmodel"-Teilnehmers und jetzigem CFC-Stürmer, Miroslav Slavov: "Offmachn, Bollezei!" Mit teils gezückter Knarre entern ein halbes Dutzend Polizisten seine Behausung, durchsuchen alle Zimmer des völlig Verdutzten und irgendwann erkannte ihn wohl ein Beamter, seines Zeichens vermutlich mit Fischerwiesen-Affinität. Die Polizeidirektion begründete ihren abendlichen Besuch so: "Der Einsatz am 3. Mai 2018 geschah in Amtshilfe für die Zentrale Ausländerbehörde. Konkret ging es um die Abschiebung eines Mannes, der laut am Einsatztag vorliegenden Auskünften dort wohnhaft sei. Die Einsatzkräfte fanden das nicht bestätigt. Der Mann konnte nicht angetroffen werden." Letzten Sommer ist Slavov dort wohl eingezogen und der Vollpfosten von Vermieter hats bis heut noch nicht auf die Reihe gekriegt, die Klingelschilder zu wechseln. Denn dort stand noch der Name des Abzuschiebenden, nach dem nun weiter gefahndet wird. Da fällt einem nur ein - haste Scheiße am Schuh, dann haste Scheiße am Schuh. :ohje:

      Das letzte Auswärtsspiel bei den Bördebauern hatte indes für den himmelblauen Anhang uns Dynamos nur allzu bekannte Begleiterscheinungen. Die Chemnitzer Fanbusse wurden von der Polizei sage und schreibe zehn Minuten vor dem Anpfiff zum Stadion begleitet. Die Fans wollten anschließend durch so wörtlich "zwei karnickelstallgroße Einlasstore". Es kommt, wie's kommen muss: Gedränge, Ungeduld dazu noch die Wärme - bombastische Mischung.. Die dortige Polizeisprecherin dazu: eine Vorkontrolle wurde durchbrochen und es habe "massive Übergriffe" auf Ordner gegeben. Schließlich werden alle Fans aufm Vorplatz eingekesselt und unser bekannter Wasserwerfer fuhr auch wieder auf. Unabhängig voneinander berichtet dazu ne klare Ansage: Keiner kommt mehr rein, keiner kommt mehr raus. Die Freunde und Helfer gaben zu Protokoll, dass sämtliche Personen "kurzzeitig in Gewahrsam" genommen wurden. Niemand durfte ins Stadion und auch den Kessel nicht verlassen, auch kleine Kinder nicht. Die Polizei dazu: "Es hat 30 bis 45 Minuten gedauert, bis die Lage unter Kontrolle war". Der Einsatz wäre verhältnismäßig gewesen - und nur so hätten sich weitere Straftaten vermeiden lassen. Die Fans, die schon drinnen waren, zeigten sich derweile solidarisch mit den Eingekesselten und verließen in großer Anzahl diese ehrenwerte Anti-Hüpfburg dieser ehrenwerten Herrschaften und gingen mit nach draußen. Als ich das letztes Wochenende erstmalig mitbekommen und heute noch viel Hintergründiges dazu erfahren hab - also ich hatte ein erstklassiges Dejavu-Erlebnis. :sleep: :look: :kotz:

      Ein ganz anderes Erlebnis wird die Fischerwiese diesen Samstag zum letzten Drittligaspiel haben, nämlich ne Invasion der Hansa-Fans. Die max. 1500 Gäste-Tickets waren an der Küste schon weggegangen wie die warmen Semmeln und so hat der CFC wie bereits letztes Jahr kurzerhand die komplette Nordtribüne dem Hans A. zur Verfügung gestellt. Insgesamt werden deshalb stattliche 2350 Rostocker Live und in Farbe anwesend sein und von himmelblauer Seite erhofft und wünscht man sich zum Abschied nochmal an die 10.000 Zuschauer (Vorverkauf bisher 6.400 Tickets), die leere Kasse wird's freuen.

      Ich werd genau zu der Zeit aufm Arbeitsweg sein und mit Sicherheit im Bus oder auch Zug vieeeel Zeit mitbringen müssen, um auf Arbeit zu gelangen. Ein Ostderby zum Schluss, hoffentlich sieht man sich irgendwann mal unter erfreulicheren Vorzeichen wieder...
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    • Da hior sicher paar ehrenwerte Sägge vom assozialen Gemnitzor Effzeeh eh wieder nur mitlesen und selbst hior zu faul sind, ihren Arsch zu bewegen, muss ich halt wieder mal ran. :knueppel: ;)

      Is die letzten Tage viel passiert in und um die Fischerwiese. Im Durchschnitt kamen 6617 Zuschauer zu den Heimspielen, letztes Jahr warens noch 6971. Das Stadion fasst wohlgemerkt 15.200 Zuschauer, mit der Utopie befassen sich nur noch Phantasten, dafür gibt's hier einfach nicht ausreichend echte Fans (mit allem Drum und Dran). Mit dem letzten Punktspiel wurden 9 Spieler verabschiedet, wird nicht das Ende der Fahnenstange bleiben. So verdient der eigentlich hier gebrauchte Jannik Bachmann (22, ZMF) seine Brötchen ab sofort in Würzburg und der Routinier Julius Reinhardt (30, MF) hats nun nicht weit zum neuen Arbeitgeber in Zwickau. Die ersten Verpflichtungen (finanzielle Konditionen sind durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Juli vollkommen unbekannt) gabs auch schon bei den Himmelblauen: Aus Koblenz kommt der Mittelstürmer Dejan Bozic (25), von Budissa Bautzen Außenstürmer Paul Milde (23) und von Viktoria Köln Spielmacher Tobias Müller (24). Die beiden Letztgenannten haben ja auch ne Dynamo-Vergangenheit, gibt sicher wieder Stimmung bei den Verschwörungstheoretikern. Jakob Gesien (20) verstärkt vom Hans A. kommend zur neuen Saison ebenfalls die Offensive, wie auch Angreifer und Goalgetter Kimmo Hovi (23) sowie Santiago Aloi (31) beide vom FC International Leipzig (schon dieser Vereinsname :look: ).

      Irgendwann vor paar Wochen seh ich doch ne Karre mit der Aufschrift "Wosz-Fanshop" in Richtung Gellertstraße fahren und ich dachte mir schon...na, die werden doch wohl mit Dareks Laden nicht...und richtig, gestern les ich in der Freien Presse die Bestätigung. Seit dem Sommer 2016 betreibt der GF von "Eastside Sport Müller" im neuen Stadion den CFC-Fanshop. Bald nicht mehr, denn er bekam vom Insolvenzverwalter die Kündigung, vorher wurde in nem Speed-Dating mit dem neuen Sportvorstand Thomas Sobotzik von diesem die 5jährige Zusammenarbeit mit Müller für beendet erklärt und auf die Frage, warum man nicht mit Müller als derzeitigem Partner zuerst geredet habe, gabs die kurze Antwort, dass "die Zahlen (Gewinnbeteiligung des Vereins beim Verkauf von Fanartikeln und Tickets) so weit auseinanderliegen, dass die Grundlage für ein Gespräch fehlt". Dazu unterstellte man Müller offenbar, dass der CFC im vergangenen Jahr keinerlei Erlöse aus diesem Merchandising erzielt habe. Dem fiel dabei wohl die Kinnlade runter: "Das stimmt nicht. In der Saison 2016/17 wurde meinerseits eine mittlere fünfstellige Lizenzgebühr an den Verein gezahlt". Das Ende vom Lied: In Zukunft soll der Fanshop vom Verein erstmal selbst verwaltet werden, zum Thema Fanshop Wosz hüllt man sich auch vorerst in Schweigen und zeigt sich eiskalt gegenüber dem bisherigen Fanshop-Betreiber, der nun auf seinen bereits für die neue Saison georderten Devotionalien wohl komplett sitzen bleibt. Die ganze Story inkl. Erklärung des Insolvenzverwalters hier

      Dazu gab noch der CFC-Aufsichtsratschef und Community4you-Chef Uwe Bauch der gleichen Zeitung ein Interview, bei dem ich mir auch dachte, Nachtigall - ick hör dir...

      Es ging um die aktuelle Misere, dilletantisch ausgehandelte und abgeschlossene Verträge, die den Verein zur bettelarmen Kirchenmaus machten und ein Nachtreten inkl. alleinige Schuldzuweisung gegen den ehem. Finanzvorstand und den GF. Das Wichtigste aber - der Stadionname und ein evtl. weiteres Engagement Herrn Bauchs. Und da hab nicht nur ich den Eindruck, der hat sein rein privatwirtschaftliches Ziel der Expansion und der Steigerung des Bekanntheitsgrades bei omnipotenten Partnern anderswo erreicht. Ich will mich als Außenstehender gerne täuschen, hab aber wie selbst einige himmelblaue Fans hier so ne Ahnung bei diesen Zeilen:

      Zitat
      "Der CFC spielt ab Juli in der Regionalliga. Weiter in der Community4you-Arena?

      Der Vertrag gilt erst einmal nicht für die 4. Liga. Gespräche zu diesem Thema wird es irgendwann geben, ich sage nicht kategorisch nein. Aber als Unternehmer habe ich nicht mehr viel von der Namenspartnerschaft - fast alle unserer Kunden sitzen im Westen, der CFC ist nur noch im Osten präsent. Vielleicht gibt es ein Unternehmen, dem diese Werbeplattform mehr bringt.

      David Bergner bleibt trotz des kläglichen Abschneidens der Mannschaft auch unter seiner Führung im Amt. Hat er diese zweite Chance verdient?

      Ich bin Kaufmann, kein Fußballexperte. Ich kann nicht beurteilen, wie gut oder schlecht ein Trainer bzw. Spieler ist...Die Vergangenheit hat ja deutlich gezeigt, dass besonders teure Spieler nicht immer besonders herausragende Leistungen bringen. Wäre das so, würden wir jetzt in der 2. Bundesliga spielen.

      Gab es aus Ihrer Sicht, den CFC betreffend, irgendetwas Positives in den letzten 18 Monaten?
      Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt. Die Zusammenarbeit in den jetzt amtierenden Gremien ist sehr angenehm. Positiv angetan bin ich von der großen Akzeptanz der Fans, die unseren schweren Weg mitgehen und unterstützen. Und ich sehe jetzt Licht am Ende des Tunnels, was lange Zeit nicht der Fall war." Zitat Ende und auch dieser Artikel komplett hier

      Nun wissen wir ja alle, dass das Licht am Ende des Tunnels durchaus auch ein entgegenkommender Zug sein kann...

      ...ich bleib für die Interessierten am Ball. Macht ja sonst keenor.
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    • Neues von Dynamo Karl-Marx-Stadt...

      ...gnihihihi - wenn das einige himmelblaue Herrschaften in meiner Nachbarschaft wieder lesen, dann brauch ich bald 'n Kettenhemd nebst Morgenstern zur Selbstverteidigung. :ohje:

      Nuja, die Überschrift is nich eines Anflugs von Blödelei geschuldet, sondern füllt sich auch weiterhin mit Leben. Über die bereits getätigten Verpflichtungen mit dynamischer Vergangenheit hab ich ja schon hinlänglich berichtet, es gibt schon wieder neues Futter dazu: Der Verein hat dieser Tage mit Tobias Müller einen weiteren Ex-Dynamo (zwischen 2013 und 2015 25 Zweit- und Drittligaspiele) fürs zentrale MF verpflichtet. Nach der Zeit bei uns war er für 2 Spielzeiten meist Bankdrücker in Halle, letzte Saison wurde er bei Viktoria Köln auch nich grade glücklicher.
      Trainer Bergner kennt er ja noch aus Dresden.

      Einen anderen Trainer, ebenso von Dynamo, wird er ab sofort auch regelmäßig die Hand reichen können. Mit dem Trainingsauftakt am 18. Juni nimmt der neue Torwarttrainer Thomas Köhler auf der Fischerwiese seine Tätigkeit auf. Zusätzlich bekleidet er noch das Amt als Leiter des NLZ, dadurch sind die Bedingungen des DFB hinsichtlich des Status eines offiziellen NLZ erfüllt. Auf den ersten Blick eine Win Win - Situation. Nur nicht für einen und das ist nicht nur für den ein Schlag in die Fresse, für deren Fans sowieso, aber auch ich sehe Folgendes als Bedenklich bis Gefährlich an: Der bisherige Torwarttrainer Holger Hieman ist eins der himmelblauen Urgesteine schlechthin, er hat sich mit seinen nunmehr 50 Jahren seit 1980 für diese seinen Herzensverein den Arsch aufgerissen. Seinen Abgang nach der Wende erst zum HSV, später nach Wolfsburg hat man hier auch mit Stolz verfolgt, er wurde zur Jahrtausendwende hier wieder mit offenen Armen empfangen. Die letzten 8 Jahre war er als Torwarttrainer tätig, nun kann, darf oder besser noch muss auch er gehen. Die Begründung von Sportvorstand Thomas Sobotzik: "Sein Vertrag läuft Ende Juni aus und wird nicht verlängert. Das hat in erster Linie wirtschaftliche Gründe." In einer so schweren Zeit wie jetzt halte nicht nur ich das Kappen von Identitäts-Seilen für mehr als fragwürdig. :(

      Seil = Seilschaften = Stadt = Stadion...seit paar Tagen rumorts sowohl im Blätterwald, als auch in der bereits ordentlich kochenden Volksseele. Der vor 2 Jahren geschlossene Pachtvertrag (jährliche Zahlungen von 180 000 Euro an die Stadt, zusätzlich jährlich etwa 500 000 Euro an Betriebskosten) soll mit der Stadt zum Monatsende gekündigt werden, am 20. Juni sollen die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung darüber entscheiden. Als neuer Pächter fungiert dann die kommunale Immobilientochter GGG (Bauherr), von der lt. "Überlegungen" der Oberbürgermeisterin der Verein dann das Stadion bei Heimspielen mieten soll (angeblich zwischen 4000 und 6000 Euro), was eine Reduzierung der finanziellen Last für den CFC auf 70 000 bis 100 000 Euro bedeuten würde. Bedeutet eine erneute versteckte Förderung, da besagte 500 000 Euro Betriebskosten nun beim Steuerzahler hängen bleiben. Soll mir keiner aus städtischen oder himmelblauen Kreisen mehr irgendwas über angebliche dynamische Ähnlichkeiten erzählen!!! Nicht alle Stadträte begrüßen diese Pläne, einige sehen nicht unberechtigterweise die Gefahr, dass auch die (Wohnungs) Mieter der GGG an dem ganzen Scheiß indirekt mit beteiligt werden. Der Fraktionschef der SPD meinte dieser Tage auch in Richtung seiner Parteikollegin und OB: "Wir sind da nicht einheitlich unterwegs. Das Thema Pachtvertrag ist heikel und muss unbedingt noch ausführlich diskutiert werden. Wir dürfen uns von der Verwaltung aber auch nicht die Pistole auf die Brust setzen lassen".

      So und nun mal die genauen "Idee'n" meiner OB und ihrem Kämmerer hinsichtlich der städtischen GGG als Stadionpächter: Das Stadion soll für nur 30 000 Euro jährlich an die GGG verpachtet werden, die sollen sich dann mit den städtischen Veranstaltungszentren um die Vermarktung kümmern und das Defizit "möglichst gering" halten. Jedoch gabs schon seit 2016 durch besagte Veranstaltungszentren kaum erwähnenswerte Einnahmen diesbezüglich, weil man ja unbedingt die Fischerwiese als reines Fußballstadion mit teurem Rasen bauen wollte. Die Zeche für soviel geballte Dummheit, Ignoranz und Eitelkeit zahlt...och dor Onkel Herzblut. Für viele Jahre.

      Ham'wer wieder was dazugelernt, Mahlzeit!
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    • Müller ist da aber nichts geworden und komplett unter getaucht :D
      24.09.2012 - 08.12.2012

      Danke an Wayne Simmonds (Philadelphia Flyers, 9 Spiele, 4 Tore, 10 Assists), Chris Stewart (St. Louis Blues, 15 Spiele, 6 Tore, 14 Assists) sowie Clarke MacArthur (Toronto Maple Leafs, 8 Spiele, 4 Tore, 6 Assists) im Trikot der Eispiraten Crimmitschau
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