Chemnitzer FC

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    • Machdeburch schrieb:

      Dann sage ich mal, Chemnitz besiegelt heute ihren Abstieg und wird bald Insolvenz anmelden! Haben eh jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt!
      dies schrieb ich schon am 24.03.18 da hab ich wohl doch Recht gehabt! Ist zwar schade für die Fans, aber gut für den Verein ohne Schulden in Liga 4 weiter zu machen wo doch in der kommenden Saison der Meister garantiert aufsteigt
    • So Herzblut, jetzt haste das hier wie vermutlich 2-3 andere Chemnitzer auch interessiert gelesen. Nu wirds aber wieder Zeit für die Realität und die Interessierten daran.

      Gestern stellte man also besagten Isolvenzantrag, einstimmig beschlossen durch die Vereinsgremien. Wie man mir heute berichtete, erfuhren die Spieler gegen Mittag davon und waren nach dem unerwartet deutlichen 5:0 in Erfurt und den allerletzten aufkeimenden Hoffnungsfünkchen ziemlich am Boden. Der Verein sah sich aus zweierlei Gründen dazu gezwungen, nun doch die Reißleine zu ziehen: Die vorherigen 3 Spiele innerhalb einer Woche (gedacht als Sturm auf die Nichtabstiegsplätze) gingen allesamt, teils fahrlässig, teils desolat, verloren. Und in der Folge der sportlichen Misere war auch eine vernünftige finanzielle Prognose nicht mehr gegeben. Man hat bisher alle Gehälter pünktlich gezahlt, das wäre auch bis Saisonende durch Rücklagen/Darlehen weiter so erfolgt. Das Hauptproblem ist ein anderes - das städtische Stadion.

      Heute nun wurde vom Amtsgericht der Insolvenzverwalter bestellt, es ist in unsrer Fußball-Region kein Unbekannter. Klaus Siemon, seines Zeichens ein anerkannter Düsseldorfer Anwalt für Insolvenzrecht und Kanzlei in Chemnitz, hat bereits in der Vergangenheit die finanziellen Schieflagen des VFC Plauen und auch der Zwickauer erfolgreich betreut. Vor versammelter Presse erbat er sich heute erstmal eine 14tägige Interviewpause, weil er die Zeit braucht, um sich durch die Vereinsbücher zu wälzen. Verständlich und hoffentlich reichen die 2 Wochen, vielleicht muss er ja auch mal in der Stadtverwaltung...

      Dann und erst dann kann überhaupt von ihm ein Insolvenzplan erstellt werden, ob und wie es mit den Himmelblauen weitergeht. Es ist noch lange nicht raus, von wegen 4. Liga, schuldenfrei und Aufstiegsgespinste. Der Verein hat nicht über seine Verhältnisse gelebt, es waren nur handwerkliche Idioten am Werk, über eine viel zu lange Zeit. Man hat Sponsoren und auch ehemalige und nach wie vor involvierte Spieler wahrhaft ungebührlich behandelt. Und das Fiasko hat nicht nur im Verein seine Heimat, ich habs oft genug hier angemerkt - nicht minder verantwortlich ist hierbei auch die Stadt. Der CFC ist hauptsächlich wegen der katastrophalen und ruinösen Stadionverträge und dem Catering- und ähnlichen Verträgen in der aktuellen Sch... gelandet, eine Endlosschleife, die jetzt zerschnitten wird. Denn diese Verträge gelten nur für Liga 3 und müssen jetzt - für den Verein Gott sei Dank - neu ausgehandelt werden. Da haben einige in der Stadtverwaltung jetzt schon schweißnasse Hände. Apropos Stadt: Entweder duckt man sich seit gestern weg oder übt sich mit Großkotz-Sprech a la "Ich habs doch schon immer gewußt/gesagt", ganz zu schweigen von denen, die jetzt davon fabulieren, dass der Verein jetzt die Rest-Taste eine Liga tiefer drücken könne. Die Reset-Taste ist aber im Besitz der Stadt. Und die trägt eine Mitschuld und Mitverantwortung - mitgefangen, mitgehangen.

      Ganz eilig bemühte man sich heute deshalb, die Öffentlichkeit über evtl. auch neue Stadionnutzungskonzepte (u.a. Open Air-Events) zu beschwichtigen. Unter anderem die selben, die am Liebsten das alte Thälmann-Stadion renovieren wollten, um freie Hand für das Filet-Stück-Areal der Fischerwiese zu haben und dort interessierte "Investoren" für hochdotierte Eigenheime anzulocken. Wie ich jetzt auf den Namen Ballack komme, behalt ich besser für mich...
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    • Vielen Dank für deinen Einblick in diese Misere!

      Tatsächlich schießen Spekulationen aus den Boden, wenn es gegen die Wand geht. Zu viel Geld ausgegeben? Liegt's nur an der armen Region? Sollte man sich nicht auch einen Dosenabfüller anlachen? Häufig kann man mit der richtigen Perspektive schnell erkennen, was schief lief und was eben trotzdem noch lief. Eben nicht über die Verhältnisse gelebt, sondern durch Knebelverträge nach unten gezogen.

      Das Problem mit dem unprofessionellem Verhalten kommt mir auch bekannt vor und leider weit verbreitet. Leider bringt eine Position in einem verein anscheinend einen solchen Ego-Schub, dass all zu viele die Risiken und vor allem die Pflichten nicht mehr wahrnehmen und statt dessen einem illusorischen Machtrausch verfallen. Gerade in strukturschwächeren Gegenden darf man sich da keine Überheblichkeit oder Nachlässigkeit leisten, das unterscheidet solide Vereine von jenen, die immer am Abgrund lustwandeln.
    • Genau das triffts im Kern @Captain BlackAdder - man hätte sich bereits beim Stadionneubau genaustens über Risiken und Nutzen unterhalten müssen. Was können wir, was wollen wir, wie holen wir auch die Einwohner als Steuerzahler mit ins Boot. Gespräche und Verträge auf Augenhöhe, von beiden Seiten, dies durch Leute mit Ahnung von der Materie. Is nicht passiert, von beiden Seiten nicht. Stattdessen Egotrips im Verein und andererseits auch in der Stadtverwaltung, allein dieser beidseitige Filz ist für nicht wenige ehrbare CFCler und langjährige Anhänger unerträglich geworden.

      Chemnitz ist nicht Cottbus und auch nicht Magdeburg. Paar Kilometer weiter westlich liegt Zwickau und paar Kilometer weiter südlich Aue. Und in so nem Ballungszentrum mit nach wie vor überschaubaren finanziellen Möglichkeiten brauch ich verdammt viel Fingerspitzengefühl und fachliches Wissen und Können, um Unterstützer an Land zu ziehen oder bei Laune zu halten.

      Bestes Beispiel ist doch Aue: Wir Dresdner machen ja immer wieder genüsslich unsre Spässe mit und um Leonhardt, aber er schafft es mit seiner offenbar regional sehr gewinnenden, überzeugenden und auch hochemotionalen Art, für seinen Verein in dieser strukturschwachen Region das Optimum rauszuholen. Für die ist der Klassenerhalt in Liga 2 wie ein Einzug in den Europapokal für andere. Er hat das KnowHow (bei all seiner manchmal skuril wirkenden Art), auf Leute zuzugehen und trotzdem knallhart mit ihnen zu verhandeln - am Ende für beide Seiten ne WinWin-Situation. Und Spieler, Trainer und Angestellte reden auch viele Jahre danach noch von ner goßen "Familie". Sowas fehlt in der selbsternannten Stadt der Moderne, von Tradition alleine wirste nich satt.
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    • Scheint ja der gleiche Murks wie zuletzt in Erfurt zu sein.
      Und immer wieder die Stadionfrage. Ich werde das nie begreifen. Wieviel Negativbeispiele gibt es inzwischen?
      1860 lass ich dabei noch weg, wo sich der Wildmoser wahrscheinlich bei einer Mass Bier auf der Wiesn von Hoeneß hat über den Tisch ziehen lassen.
      Ich seh das wie du, da muss man doch bei den Partnern (Stadt und Verein) von Anfang an solide finanzieren und z.B. eine Pacht anvisieren, die den Verein nicht finanziell überfordert. Und auch Angleichungen z.B. bei Ab- oder Aufstieg aushandeln, schließlich ist Profifussball kein Wunschkonzert.
      Bei den Kommunen kann ichs ja irgendwie noch verstehen, die können ja nicht Pleitegehen und zur Not bezahlt es eh der Steuerzahler. Aber bei den Vereinsverantwortlichen bin ich immer wieder sprachlos, was in deren Köpfen so vorgeht.
      Bei Erfurt gab es ja sogar Liverdiskussionen im TV zwischen den Vereinsverantwortlichen und den Verantwortlichen der Stadt.
      Hatte damals was von "Neues aus der Anstalt":
      Verein:"Die Pacht ist zu hoch, das können wir nicht zahlen. Haben wir aber schon vor Abschluss des Vertrages gewußt."
      Stadt: "Ja, aber warum habt ihr dann den Vertrag gemacht und nicht gleich darauf hingewiesen?"
      V.: "Wenn wir in die 1. Liga aufgesteigen würden, könnten wir das ja bezahlen. Ausserdem dachten wir, das in Zukunft immer 15000 Zuschauer kommen wegen dem schönen Stadion. Leider spielen wir nur 3. Liga und da auch eher um den Abstieg. Wer konnte das schon ahnen?!"
      S.: "Naja, egal, wir haben ja einen gültigen Pachtvertrag!"
      V.: "Das können wir aber nicht zahlen, dann sind wir Pleite!"
      S.: "Das müßt ihr aber, denn wir haben einen gültigen Vertrag!"
      V.: "Wenn wir Pleite sind, bekommt ihr aber gar nix mehr! Vielleicht könnte man die Pacht in der 3. Liga auf ein erträgliches Maß reduzieren?"
      S.: "Das ist uns egal, wir haben einen gültigen Vertrag! Wer soll das denn den Bürgern erklären?"
      V.: "Wir können das nicht bezahlen!"
      S.: "Wir haben einen gültigen Vertrag!"
      V.: "........
      Ist jetzt nicht Orginalton,aber ungefähr so lief das ab.
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