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    • Ich glaube die wahren Konsequenzen für Europa, und damit die ganze Welt, sind noch garnicht abzuschätzen.

      Wenn selbst souveräne Staaten wie der spanische gegen Aiflösungserscheinungen kämpfen, was bedeutet das für die europäische Gemeinschaft?

      Und wer weiß ob das nicht erst der Anfang ist? Das Baskenland, Flandern...
      Ich habe das Gefühl in zehn Jahren könnte man auf diese Ereignisse zurück blicken und denken "Damit hat's angefangen."
      Es könnte ein Symptom oder ein Vorbote für den Zerfall der EU sein, dafür ist die mediale Aufregung merkwürdig klein.
      Im Gegensatz zum Brexit, z.B.
      seit 1987 :deuvfl2: :redskins: seit 1991

    • Ach hör mir doch auf mit diesem Weltuntergangs-Gefasel und dieser Populisten-Rhethorik.

      Spanien zerbricht nicht, dafür Sorgen die Knüppel und die Verfassung.
      Im Baskenland ist es seit Jahren ruhig. Die haben ihre Autonomie, besonders in Finanzdingen, nämlich bekommen.

      In Flandern hat man seit dem Bestehen Belgiens Tendenzen, mal mehr mal weniger, die auf Abspaltung setzen.
      Aber was ist bisher draus geworden? Stimmt, gar nichts.

      Brexit, ist ja auch nur eine temporäre Erscheinung. Schlecht gemanaged von David Cameron, allgemeine Europamüdigkeit die ja
      schon Tradition auf der Insel hat.

      Keinen dieser Fälle kannst du miteinander vergleichen. Oder einen allgemeinen Trend nachvollziehen.
      Das sind schon immer Unruheherde gewesen und werden es bleiben, solange die Verhältnisse in dieser Weise bestehen.
      Aber man hat gesehen, dass diese Tendenzen, wie in Schottland eben nicht darauf drängen müssen, die bestehenden Verhältnisse zu kippen.

      Das sind keine Symptome des Verfalls. Es gibt den Anstoß, wie z.B. von Macron endlich neue Wege zu bestreiten und die Leute wieder abzuholen.


      "Ceterum censeo Gesellschaftsboardinem esse delendam."
    • Schmiddie schrieb:

      Ach hör mir doch auf mit diesem Weltuntergangs-Gefasel und dieser Populisten-Rhethorik.

      Spanien zerbricht nicht, dafür Sorgen die Knüppel und die Verfassung.
      Im Baskenland ist es seit Jahren ruhig. Die haben ihre Autonomie, besonders in Finanzdingen, nämlich bekommen.

      In Flandern hat man seit dem Bestehen Belgiens Tendenzen, mal mehr mal weniger, die auf Abspaltung setzen.
      Aber was ist bisher draus geworden? Stimmt, gar nichts.

      Brexit, ist ja auch nur eine temporäre Erscheinung. Schlecht gemanaged von David Cameron, allgemeine Europamüdigkeit die ja
      schon Tradition auf der Insel hat.

      Keinen dieser Fälle kannst du miteinander vergleichen. Oder einen allgemeinen Trend nachvollziehen.
      Das sind schon immer Unruheherde gewesen und werden es bleiben, solange die Verhältnisse in dieser Weise bestehen.
      Aber man hat gesehen, dass diese Tendenzen, wie in Schottland eben nicht darauf drängen müssen, die bestehenden Verhältnisse zu kippen.

      Das sind keine Symptome des Verfalls. Es gibt den Anstoß, wie z.B. von Macron endlich neue Wege zu bestreiten und die Leute wieder abzuholen.
      Ich würde mir wünschen du hättest in allem Recht, doch glaube ich nicht daran und befürchte ein
      böses Erwachen.

      Schuld daran ist meiner Meinung nach ein mangelhaftes Krisenmanagement der EU.
      Deine Hoffnungen in einen Macron teile ich nicht, gerade er kommt doch aus dem Finanzliberalen
      Lager welches vieles verbockt hat, was heute ausgelöffelt werden muss.
      AUF GEHTS IHR ROTEN
    • Ein zerbröseln der EU ist kein Weltuntergangs-Szenario ;)
      Davon ab hat Schmiddie zu großen Teilen Recht. Die Freiheitsbestrebungen in Basken und Flandern waren schon mal stärker. Dazu gab es ewig den Nordirlandkonflikt, der mittlerweile nicht mehr nennenswert ist. In den europäischen Staaten hat es schon mal wesentlich stärker gekriselt und gebrodelt, da braucht mir heute auch keiner erzählen, dass das mittlerweile alles ganz schlimm ist.
    • Schmiddie schrieb:

      Spanien zerbricht nicht, dafür Sorgen die Knüppel und die Verfassung.
      Glaube ich nicht, dass das in der heutigen social media Zeit lange durchgehalten werden kann von Spanien und der EU, dass Rajoy auf den Knüppel setzt und die EU sagt ist uns egal. Am Sonntag auf den Straßen und gestern bei der offiziellen EU-Pressekonferenz sind sie damit durchgekommen, aber das Echo in den internationalen Medien war ja schon riesengroß. Spaniens Regierung wäre ihr internationales Image vielleicht noch egal, aber für die EU ist diese Situation niemals tragbar, dass die Unabhängigkeitsbewegung jetzt noch monatelang niedergeknüppelt wird mit dann sicher vielen Todesopfern in einem ihrer Mitgliedstaaten bei der scheinheiligen Selbstporträrierung als superdemokratisches Friedensprojekt, dass moralisch ihren Gegnern Russland, Türkei oder den Brexit-Wählern himmelhoch überlegen ist.

      Auf die Verfassung zu pochen ist natürlich der Weg den Spanien und EU in Absprache gehen werden und darauf verweisen, dass bis auf Äthiopien kein Land der Welt Sezession in seiner Verfassung erlaubt. Allerdings sind natürlich praktisch keine Staaten, die sich so in den letzten 200-250 Jahren aus existierenden Staaten herauslösten von Beginn ihrer Unabhängigkeitsbewegung auf legalen Grund gewesen und die Idee, dass die Verfassung eines größeren Staates für alle Zeiten das Selbstbestimmungsrecht eines kleineren Teils dieses Staates außer Kraft setzt ist absurd wie unser schottisch independistischer Freund Craig Murray auch richtig erkannte.

      Ein Problem für die EU ist hier natürlich auch, dass alle katalanischen Independisten und selbst für ein gewissen Teil der Unabhängigkeits-Gegner bei den katalanischen Podemos-Wähler z.b. nach diesem bloody sunday PP und C's nie mehr als ihre Regierungsparteien akzeptieren werden und mit einen von ihnen an der Macht das Unabhängigkeitsthema nie mehr verschwinden wird. Während es natürlich wiederum diese beiden Parteien sind, die die derzeitige EU gerne am Madrider Ruder sieht gerade bezüglich der €-Krise und Austerität.

      Ob eine Linksregierung von PSOE und Podemos das Verhältnis zu Katalonien wieder kitten könnte und die Unabhängigkeitszustimmung wieder auf frühere Werte senken könnte ohne Referendum nach schottischen Muster, würde ich jetzt auch nicht mehr garantieren wollen. Aber so eine Zentralregierung hätte natürlich eine gewisse Chance vielleicht dafür.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von espriu ()

    • Sinn Fein auch wieder mit einem der besten Statements zur Thematik

      sinnfein.ie/contents/46407

      allerdings würde Spanien das natürlich auch wieder so auslegen wie bei Otegis Lob für den Unabhängigkeitsprozess, dass die einzige Unterstützung die der Unabhängigkeitsprozess von politischen Akteuren außerhalb Kataloniens erhält, die von Terroristen ist. Obwohl Sinn Fein sogar schon viel länger den friedlichen Weg der Urnen und Demokratie gegangen ist als EH Bildu, wo der Waffenstillstand und das Ende der ETA noch relativ frische Entwicklungen sind.

      Obwohl es in jedem normalen Lan applaudiert würde, wenn so ein Ex-Terrorgruppenpolitiker wie Otegi anerkennt, dass der Weg der traditionellen katalanischen Friedfertigkeit und Urnen der einzig mögliche und richtige ist. Den werden die Katalanen auch bei der wegen fehlenden internationalen Unterstützung leider zu erwartenden Niederlage nach meinen Eindrücke der letzten Jahrzehnte beibehalten entgegen den Horrorszenarien vom anstehenden Bürgerkrieg, die einige Quatschköpfe in den deutschen und internationalen Medien derzeit an die Wand malen.

      Die Konflikte sind aber natürlich auch immer unterschiedlich, weil der katalanische Unabhängigkeitsprozess bis 2010 nicht wirklich an Mehrheiten in der Gesellschaft kratzte waren vergleichbare Repressalien wie sie die Basken durch GAL und spanischen Staat oder die irischen Republikaner in Nordirland durch loyalistischen Terrorgruppen und Staatsmacht erlebten natürlich nach der Transicion nicht wirklich erlitten worden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von espriu ()

    • Stimme der Vernunft schrieb:

      Lebenslänglich heißt in Deutschland nicht bis zum Tod. Das ist in unserer Verfassung so festgelegt. Selbst 30 Jahre Haft tatsächlich abzusitzen, ist eher selten.
      Natürlich ist das bis zum tod wenn der Richter das entscheidet, den Insassen im Gefängnis zu lassen.
    • schumi26 schrieb:

      Stimme der Vernunft schrieb:

      Lebenslänglich heißt in Deutschland nicht bis zum Tod. Das ist in unserer Verfassung so festgelegt. Selbst 30 Jahre Haft tatsächlich abzusitzen, ist eher selten.
      Natürlich ist das bis zum tod wenn der Richter das entscheidet, den Insassen im Gefängnis zu lassen.

      Nein. Dafür müsste man anschließende Sicherungsverwahrung verhängen. Die wird auch geprüft und unterliegt strengen Regeln.
      Der andere hat die ja auch bekommen.


      "Ceterum censeo Gesellschaftsboardinem esse delendam."
    • schumi26 schrieb:

      Natürlich ist das bis zum tod wenn der Richter das entscheidet, den Insassen im Gefängnis zu lassen.

      Lebenslänglich ist in Deutschland mindestens 15 Jahre, in der Regel werden 25 ausgesprochen, es wurde aber auch schon 42 Jahre verhängt. Die mögliche Sicherheitsverwahrung hingegen ist keine Freiheitsstrafe, sondern eine Massregel zur Sicherheit und es gibt regelmässige Anhörungen, nach denen der Verwahrte auf eine Art Bewährung raus kann.
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • michl1976 schrieb:

      Hätte ich gerne anders.
      Für mich stehen die Opfer im Vordergrund.

      In den meisten Fällen ist es den Opfern egal, ob die Täter bis zu ihrem Tod in der Zelle sitzen, die Todesstrafe bekommen oder nach 15 Jahren durch gute Führung raus kommen. Bei Toten sowieso und auch für die Angehörigen ändert sich dabei nichts. Aber auch zufällige Opfer wollen nur nicht mehr an das Geschehene denken und den meisten ist es daher egal. Ist natürlich was anderes, wenn ein Täter ganz gezielt ein Opfer hatte oder wegen eines Zeugens verurteilt wurde, an dem er sich rächen könnte.

      Aber das ist ähnlich wie beim Thema Kopftuch, dass Unbeteiligte das in der Regel viel schlimmer betrachten als die Beteiligten. Hätte jemand einen Angehörigen von Dir umgebracht, hilft es Dir auch nicht, wenn die Strafe für den extrem hart ist, es holt deinen Angehörigen nicht zurück...
      „Das Recht auf den eigenen Körper beinhaltet auch das Recht auf die freie Wahl des Giftes.”
    • Nein, das bringt niemanden zurück. Aber die unabhängige Justiz , bzw. Gerichtsverfahren sind ja eine Art Täter-Opfer-Ausgleich und da ist es dann schon sinnvoll, dass jemand, der andere aus dem Leben reißt, selber nicht nach kurzer Zeit wieder draußen ist. Dafür verzichtet der zivilisierte Mensch dann eben auf die Selbstjustiz...
    • Wobei in diesem Fall 30 Jahre ja nicht grad kurz sind...und machen wir uns nichts vor...trotz neuer Identität werden Bild und Co den Herren schon zeitnah aufspüren.... :look:
      "Ich bin 2002 zu den Bayern Profis gekommen. Ich wäre damals froh gewesen, wenn sich ein erfahrener Spieler um mich gekümmert hätte. In der Kabine saß ich neben Oliver Kahn. Zum ersten Mal mit mir gesprochen hat er 2005" :D
    • Das ist bei mir auch so, aber die Medien haben ja damals schon keine so gute Rolle gespielt und werden das jetzt sicherlich vollkommen unmoralisch fortführen ;)
      "Ich bin 2002 zu den Bayern Profis gekommen. Ich wäre damals froh gewesen, wenn sich ein erfahrener Spieler um mich gekümmert hätte. In der Kabine saß ich neben Oliver Kahn. Zum ersten Mal mit mir gesprochen hat er 2005" :D