Qiumi-Wirtschaftsthread

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hallo liebe qiumianer und qiumianerinnen,

    mit dem Update auf die Forenversion 4.1 haben wir nun die Möglichkeit geschaffen, Bilder im Forum anzuzeigen.
    Dazu müsst ihr lediglich beim erstellen einer Nachricht auf den "Bild einfügen" Knopf drücken und dort die URL bzw. die Adresse des Bildes einfügen.
    Bitte beachtet auf jeden Fall Copyrights der Bilder die ihr verlinkt!
    Die Nutzungsbedingungen wurden dahingehend angepasst und sind ab nun zu beachten.
    Mit der Nutzung des Forums stimmt ihr diesen Nutzungsbedingungen bzw. deren Änderung zu!

    Vielen Dank,
    Eure Admins :)

    • Griechenland ist wohl das spannendeste Thema zur Zeit, der Refinanzierungsplan wird nicht aufgehen. Der Finanzierungsplan wird von den Griechen nicht eingehalten werden können, neue Kredite sind möglich.
      Schwierig an der Sache ist, dass egal welche Lösung man anstrebt es auf keinen Fall eine "gute" Lösung geben wird. ;)
      Unsere Liebe übersteht jedes Leiden, wir werden ein Leben lang Borussen bleiben.
    • Man muß Griechenland geordnet abwickeln. Oder halt Umschulden. So kommen die doch nicht mehr auf die Beine.
      Aber die Politiker wollen es ja nicht wahrhaben. :kotz:
    • Das Problem ist, dass es keine richtige Lösung gibt in dem Sinne.

      - Euroaustritt & Rückkehr zur Drachme, falls machbar hat seine Probleme und Konsequenzen. Zwar mehr Wettbewerb für Griechenland, allerdings wahrscheinliche Pleite des Banksektors und die Schulden bleiben in Eurowert bestehen, drückt also auf die Wirtschaft.

      -

      - Problem der Umschuldung: Andere Länder würden möglicherweise folgen und niemand genau weiß was passieren wird, wenn man Griechenland umschuldet. Deswegen stellt sich die EZB ja zur Zeit so dagegen. I-) "Ein hochverschuldetes Land muss einen Primärüberschuss erwirtschaften. Daran ändert auch eine Umschuldung nichts. Der zweite Punkt ist die Notwendigkeit, die Wachstumskräfte zu stärken. Auch dabei hilft eine Umschuldung nicht.“ Allerdings wird ne Umschuldung sehr wahrscheinlich und notwendig sein, früher oder später...
      Für die EZB wäre es aufjedenfall kritisch, die haben 50 Milliarden an Griechischen Staatsanleihen, würden nicht Pleite gehen dadurch dass sie das abschreiben, aber sind dann wohl auf die nationalen Notenbanken angewiesen... ;)
      Unsere Liebe übersteht jedes Leiden, wir werden ein Leben lang Borussen bleiben.
    • TheMart schrieb:


      Für die EZB wäre es aufjedenfall kritisch, die haben 50 Milliarden an Griechischen Staatsanleihen, würden nicht Pleite gehen dadurch dass sie das abschreiben, aber sind dann wohl auf die nationalen Notenbanken angewiesen... ;)


      Was wurde denn bisher für die Griechen gezahlt? :schulterzucken: Weit mehr als das an Staatsanleihen.
    • Neues zur Griechenlandhilfe:

      Angela Merkel und Nicolas Sarkozy demonstrieren Einigkeit: Beide Länder wollen private Gläubiger an der Griechenland-Rettung beteiligen, allerdings nur auf freiwilliger Basis. Damit ist die Kanzlerin von einer zentralen deutschen Forderung abgerückt.

      faz.net/artikel/C30638/grieche…llig-helfen-30442036.html

      Das ist so als wenn Du ein Kleinkind in einen Süßwarenladen setzt und alleine lässt, vorher aber sagst "Du darfst nichts anfassen und essen."

      Wann hat Deutschland zuletzt eigentlich mal außenpolitisch was erreicht mit seiner Position ?
      Interesse an Datenbanken/Statistiken zum Fußball in den Niederlanden? Einfach fragen. ;)
    • Naja die Idee der Bundesregierung private Gläubiger mit ins Boot zu holen und notfalls zu zwingen, mag vielleicht moralisch vernünftig sein. Allerdings wäre es für Griechenland wohlmöglich sehr schädlich, könnte zur Herabstufung der Rankingagenturen führen (viel weiter runter geht ja eh nicht mehr I-) ) und Griechenland als zahlungsunfähig darstehen lassen.
      Dann wäre das Problem, dass die EZB die griech. Anleihen nicht mehr als Sicherheiten anerkennen kann... Das könnte sich dann negativ auf den gesamten Bankensektor auswirken.

      Das könnte sich dann ebenfalls negativ auf Spanien, Portual, Irland, Italien und Belgien auswirken. Italien wird wohl auch wegen dem großen Schuldenberg abgestuft werden, bleibt ein spannendes Thema mit vielen Möglichkeiten, die glaub ich kaum jemand richtig einschätzen kann. ;)
      Unsere Liebe übersteht jedes Leiden, wir werden ein Leben lang Borussen bleiben.
    • Schon. Aber das die Staaten da nun dauernd Geld reinbuttern kann es aber auch nicht sein. Vor allem ohne Beteiligung der Banken.
      Interesse an Datenbanken/Statistiken zum Fußball in den Niederlanden? Einfach fragen. ;)
    • Die Deutsche Bank könnte ja mal anfangen ihre verotteten Buden in L.A. zu verkaufen. Vielleicht wird dadurch eine neuerliche Bankenkriese abgewendet I-)
      Die Banken werden keine Schuldeingeständnisse machen, da kann man lange drauf warten. Die wissen genau das man in der Politik auf sie angewiesen ist und nutzen es schamlos aus. Staats und Landesbanken konnten auf Dauer nicht mehr mithalten und mussten in den dreckigen Immobiliengeschäften mitmischen. Das dürfen jetzt die Wiege der Demokratie (Griechenland) und die Wiege des Bankenwesens (Italien) ausbaden. Ratingagenturen gehören abgeschafft. Wem nutzt es denn? Der Amerikaner drückt den Euro runter, weil er sich selbst kurz vorm Staatsbanrott befindet.

      Ich habe meine Zweifel daran das dieses Thema überhaupt noch vernünftig gelöst werden kann. Es wird eher noch schlimmer und weitere europäische Länder werden reingerissen.
      :panthers:
    • Das könntest Du natürlich Recht mit haben. Ich denke auch, dass Griechenland und Portugal nicht die letzten sein werden.

      Und zu den Ratingagenturen: Stimmt in sofern, dass das Geschäft mit Aktien etc. auch ein Großteil mit Psychologie zusammen hängt. Mit dem runterstufen geht natürlich auch eine Menge Vertrauen verloren.
      Interesse an Datenbanken/Statistiken zum Fußball in den Niederlanden? Einfach fragen. ;)
    • Sodele, da gerade die Steuersenkungssau durchs Dorf getrieben wird:

      sprengsatz.de/?p=3685

      In dem Thema steckt viel Verhetzungspotenzial: wer grundsätzlich gegen Steuersenkungen ist, ist gegen die deutschen Wähler. Die Opposition denkt nur an die Ausländer – so könnten die fremdenfeindlichen Untertöne lauten. In den nächsten Wochen und Monaten werden möglicherweise populistische Töne die Debatte bestimmen, um die Opposition ins Unrecht zu setzen und selbst wieder Oberhand zu gewinnen.


      ich will mir gar nicht vorstellen wie DAS dann aussieht, diese mediale Hetze. Erfahrungsgemäß (Hartzies, Griechen,...) kann ich es mir dummerweise sehr gut vorstellen :schreck:
      I put the Sex in Rechtsextremismus

      - Sektion Klappstuhl -
    • Dann bin ich auch gegen die deutschen Wähler. Egal, hab das Vertrauen ist die/den Durchschnittsdeutsche/e schon lange verloren :D
      Wenn ich sehe, welch ein Schuldenberg wir aufgetürmt haben, und wie stetig er weiter wächst, ist doch das Senken der Einnahmen komplett kontraproduktiv. Dann lieber KV-Beiträge oder ähnliches senken.
    • In Griechenland hat das Parlament, begleitet von nun tagelangen Protesten und Randale in den Straßen Athens, das Sparpaket beschlossen. Zwar müssen die einzelnen Gesetze morgen noch in der Einzelabstimmung durchkommen, aber durch die Abstimmung heute bekommt Griechenland das benötigte Geld von der EU und dem IWF. Der hat übrigens nun die Französis Lagarde als Chefin.
      Interesse an Datenbanken/Statistiken zum Fußball in den Niederlanden? Einfach fragen. ;)
    • Zumindest ist für Griechenland damit der Staatsbankrott erstmal abgewendet. Mal sehen, wie das dort weitergehen wird.

      In Deutschland ist die Bahn über Jahre durch ein Kartell beim Einkauf von Eisenbahnschienen abgezockt worden. Die Millionen hätte man doch so schön in neue Klimaanlagen investieren können... I-)
      „Schienenfreunde“ fügen Bahn Millionenschaden zu

      Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt wegen des Verdachts unerlaubter Preisabsprachen bei Eisenbahnschienen gegen zehn Stahlunternehmen. Es gebe gut 30 Beschuldigte, bestätigte am Donnerstag ein Behördensprecher einen entsprechenden Bericht der Zeitungen der WAZ-Gruppe. Details wollte die Staatsanwaltschaft nicht nennen. Dem Pressebericht zufolge richten sich die Ermittlungen unter anderem gegen die ThyssenKrupp-Tochterfirma GfT Gleistechnik und den österreichischen Stahlkonzern Voestalpine. Wie ThyssenKrupp mitteilte, will der Konzern den Fall schnell und umfassend aufklären.
      [...]
      Das Kartell sei 2008 auseinandergeflogen, als der Stahlkonzern ArcelorMittal Huta Katowice kaufte und die Preise des Kartells um rund 35 Prozent unterbot, schreibt das Blatt. Der Konzern habe danach den größten Liefervertrag mit der Deutschen Bahn gewonnen.
      [...]
      ganzer Artikel
      Unsere Liebe übersteht jedes Leiden, wir werden ein Leben lang Borussen bleiben.
    • Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag den Leitzins wie erwartet auf 1,5 Prozent erhöht und im Kampf gegen die Inflation eine weitere Straffung angekündigt. Zugleich hat sie eine Entlastung für portugiesische Banken geschaffen, die unter der Herabstufung der Bonitätsnote der Staatspapiere ihres Landes leiden. Die Notenbank suspendierte ihre internen Regeln zur Mindestnote für portugiesische Staatsanleihen. Damit können Banken diese Staatspapiere weiterhin bei der EZB als Sicherheit hinterlegen und sich dafür Liquidität borgen, obwohl die Ratingagentur Moody‘s die Anleihen am Mittwoch auf „Ramsch“-Niveau herabgestuft hat. Trichet betonte, dass Portugal mit dem Programm zur Sanierung seiner Staatsfinanzen Fortschritte mache.

      http://www.faz.net/artikel/C30350/geldpolitik-ezb-lockert-regeln-fuer-portugiesische-anleihen-30458310.html

      Unsere Liebe übersteht jedes Leiden, wir werden ein Leben lang Borussen bleiben.
    • Neues Rettungspaket für die Griechen: faz.net/artikel/S30638/einigun…riechenland-30470202.html

      * Der Euro-Rettungsschirm EFSF bekommt eine neue Aufgabe: Der EFSF soll künftig am Sekundärmark Altschulden Griechenlands aufkaufen können.

      * Der Privatsektor (nur Banken?) wird sich in den kommenden 30 Jahren mit 135 Milliarden Euro an Griechenland-Rettung beteiligen.

      * Die Eurostaaten stimmten damit der von Merkel und Sarkozy beschlossenen Übereinkunft zu.


      Ob das den Griechen und dem Euro helfen wird ?
      Interesse an Datenbanken/Statistiken zum Fußball in den Niederlanden? Einfach fragen. ;)
    • Es bleibt spannend. Die USA steuern gerade zu auf eine Staatspleite hin... Spanien, Italien und auch Zypern (wurde gerade abgestuft) stecken noch in der Krise. In Spanien wirds bereits im November Neuwahlen geben, was aber passiert wenn die USA pleite gehen. Das kann keiner im Moment sagen. Gut ausgehen würde das aufjedenfall nicht.
      Unsere Liebe übersteht jedes Leiden, wir werden ein Leben lang Borussen bleiben.
    • FAZ von gestern: faz.net/artikel/S30638/ezb-che…geldpolitik-30683913.html

      Dadurch verliert die Notenbank mehr als nur ihre Glaubwürdigkeit. Der französische EZB-Präsident Jean-Claude Trichet stellt die Zentralbank in den Dienst der Politik, um die Zinskosten für Italien und Spanien nach unten zu drücken. Als "Dank" für die unerlaubte Staatsfinanzierung hat die Regierung Berlusconi ihr Sparpaket aufgeweicht. Wenn es um den Kauf von Staatsanleihen geht, liegen in der EZB die Nerven blank. Angesprochen auf den Vorwurf des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, die EZB sei zur Bad Bank geworden, verlor Trichet nach der letzten Ratssitzung seine Fassung: Er vermisse ein Dankeschön aus Deutschland für stabile Preise.
      :vogelzeigen: So geht Huhn heute ! :vogelzeigen: