Deutsche Comedy und Kabarett

    Hallo liebe qiumianer und qiumianerinnen,

    mit dem Update auf die Forenversion 4.1 haben wir nun die Möglichkeit geschaffen, Bilder im Forum anzuzeigen.
    Dazu müsst ihr lediglich beim erstellen einer Nachricht auf den "Bild einfügen" Knopf drücken und dort die URL bzw. die Adresse des Bildes einfügen.
    Bitte beachtet auf jeden Fall Copyrights der Bilder die ihr verlinkt!
    Die Nutzungsbedingungen wurden dahingehend angepasst und sind ab nun zu beachten.
    Mit der Nutzung des Forums stimmt ihr diesen Nutzungsbedingungen bzw. deren Änderung zu!

    Vielen Dank,
    Eure Admins :)

    • katsche schrieb:

      Die Anstalt ist in diesem Punkt sogar "anstrengender" als Scheibenwischer oder die Vorgängersendung, weil sie noch intensiver Zusammenhänge, Querverbindungen usw. darstellt.

      Und dadurch sind die Themen halt auch nicht immer brandaktuell, wie es die Heute Show schafft, die wöchentlich und mit weniger Tiefgang das aktuelle Geschehen betrachtet. Da sagen sich halt auch manche, warum sie wieder was zum Abgasskandal schauen sollen, wenn es überall schon durch war...
      Demokratie ist der Wille des Volkes. Jeden Morgen lese ich überrascht in der Zeitung was ich jetzt wieder will.
    • cebolon schrieb:

      katsche schrieb:

      Der geneigte Durchschnittsdeutsche packt es ja nicht einmal, 6 Fragen bei Subway stressfrei zu durchdenken.
      Da bin ich dann so was von Durchschnitt - weil eigentlich will ich dort nur was essen und vorher kein Quiz machen :D
      deswegen funktionierts ja so schlecht in D.
      Pappiges Brot im Brotland und zu viele Entscheidungen- sowas hasst der deutsche.

      ;)

      Heute-Show sehe ich auch gerne. Aber inhaltlich anspruchsvoll wie die Anstalt ist sie halt nicht. Komprimiertes Damopfablassen eben
      Es ist und bleibt die Toleranz der Schöpfungskrone Talminglanz
      Sie ist beinahe, doch nicht ganz, wie das schwächste Glied vom Rosenkranz
      Ja es ist die Toleranz ein bess’res Wort für Ignoranz
      Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren (EAV)
    • Es gab den Laden mal kurzzeitig in Nienburg und ich war da einmal. Ich kam mir auch vor wie bei einem Verhör :D Durchschnittsfutter wie überall, zu überhöhten Preisen, nur wird bei anderen weniger ein Bohei darum veranstaltet.Ich hab den Hype nicht verstanden.
    • Giancarlo schrieb:


      Weil andere Sachen um 20:15 einfach mehr Quote bringen, die wollen sie sich nicht versauen. Kabarett hat teiweise schlechte Quoten aufgrund der Zeit, dann kann sie um 20:15 natürlich nicht besser sein...
      Und genau das ist es,was mich so ärgert.
      Die bekommen durch die RUndfunkgebühren das Geld in wahnwitzigen Summen in den Arsch geblasen,leben wie die Made im Speck und gehen trotzdem nur nach der Quote,obwohl das ganz klar NICHT ihr Auftrag ist !
    • Das Problem ist,das die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten(Radio,TV,etc.) einen klaren Auftrag haben.Und der heißt NICHT,das zu senden,was die beste Quote bringt !
      Wir bezahlen jedes Jahr milliarden,damit die ÖR eben unabhängig von Werbeeinnahmen sind und sich darauf konzentrieren können,wofür sie eigentlich gedacht sind !

      Dann sollen sie ab 20 Uhr Werbung bringen dürfen und man stellt die Gebührenfinanzierung ein ! Dann können sie von mir aus senden,was sie wollen.
    • Und es ist festgelegt, was zur besten Sendezeit gesendet wird? Wenn mehr Leute Rosamunde Pilcher um 20:15 Uhr sehen wollen, ist das war traurig, aber dann ist es richtig, wenn das ZDF das zeigt. Es gibt genügend Formate, die man sich sowohl im TV, als auch in den Mediatheken ansehen kann.
    • Ich muss leider sagen, dass ich von der Anstalt immer mehr enttäuscht bin.
      Ich habe das früher sehr gerne gesehen, empfand es als ein facettenreiches und teilweise sogar aufklärerisches Format.
      Seit ungefähr einem Jahr aber kommt es mir so vor, als wäre die Devise, das Parteiprogramm der Grünen auf die Bühne zu bringen.
      Keine Ahnung, ob das bewusst oder unbewusst gemacht wird, ob man sich damit verspricht, ein bestimmtes Stammpublikum bei Laune zu halten oder ob man als Handelnder das, was dargestellt wird, wirklich glaubt (möchte ich bei dem Eindruck, den ich über die Intelligenz der Kabarettisten habe eigentlich nicht glauben und denke auch nicht, dass die derzeit ihr ganzes Potential ausschöpfen).
      Wie gesagt, ich finde das sehr schade. Die Sendung erscheint mir so immer eindimensionaler und zunehmend von einer gewissen Mischung aus Ignoranz und Arroganz zerfressen, angetrieben von einem Drang, selbst am politischen Prozess teilnehmen zu wollen.

      Pispers zum Beispiel schaffte es im Gegensatz dazu bis zuletzt, Positionen abseits der konservativen Standardsichtweise überzeugend und mit Humor rüberzubringen, rutschte dabei nur selten in missionarische Anfälle aus.
    • Die Anstalt hat sich mit der Übernahme durch von Wagner und Uthoff qualitativ wesentlich verbessert.
      Bei Priol und Pelzig, eigentlich seit dem Abgang von Schramm, wurde das doch zu klamaukartig und hätte von der Besetzung auch zum Nuhr gepasst.

      Weiß nicht wo das grünes Parteiprogramm sein soll, wenn man den Finger in die Wunde sozialdemokratischer, neoliberaler, konservativer und extremer Problemfelder legt und dann so geschickt zu sezieren weiß, dass man sich am Ende fragt, wie das eigentlich sein kann.
      Gerade bei Uthoff gehört diese snobistische Art des Welterklärers einfach dazu, der Pfarrer der Vernunft, der von der Kanzel spricht.
      Den Widerpart leistet hier von Wagner, der häufiger dann den treudoofen Widerpart, und damit ja den mündig-unmündigen Zuschauer repräsentiert.

      Dieses Format von Humor muss weh tun. Muss polemisch werden. Und muss vor allem politisch sein.
      Sonst kann ich mir auch Mario Barth anschauen.
      Because Cam, is a scoring Machine.
    • Ricardo schrieb:

      Ich habe das früher sehr gerne gesehen, empfand es als ein facettenreiches und teilweise sogar aufklärerisches Format.

      Will deine Kritik jetzt nicht nieder machen, Geschmäcker sind verschieden.
      Aber ich empfinde es unter Uthoff und von Wagner sogar noch aufklärerischer als davor. Ich finde sie gehen deutlich tiefer als Priol und Pelzig (die mir auch gut gefielen) es taten. Priol und Pelzig haben in einer Sendung gerne mehrere Themen angesprochen (facettenreicher), was Uthoff und von Wagner nicht mehr machen, die haben ein klares Oberthema in der Sendung und bleiben dabei und diesen Roten Faden erkennt man die ganze Sendung, egal von welcher Seite sie das Thema angehen.

      Ricardo schrieb:

      Seit ungefähr einem Jahr aber kommt es mir so vor, als wäre die Devise, das Parteiprogramm der Grünen auf die Bühne zu bringen.

      Bei der aktuellen Folge über Automobile könnte man es durchaus denken, kam die Automobilindustrie da ja nicht so gut weg. Aber die Position vertreten nicht nur die Grünen. Die deutsche Autoindustrie könnte durchaus weiter sein, wurde aber wunderbar von der dt. Regierung geschützt und hat sich auf dem alten ausruhen können. Und was die Sendung davor angeht, Trump, das war nun wirklich nicht Programm der Grünen, auch wenn sie natürlich Trump auch kritisieren. Das war ein Rundumschlag gewesen

      Ricardo schrieb:

      Wie gesagt, ich finde das sehr schade. Die Sendung erscheint mir so immer eindimensionaler und zunehmend von einer gewissen Mischung aus Ignoranz und Arroganz zerfressen, angetrieben von einem Drang, selbst am politischen Prozess teilnehmen zu wollen.

      Ignoranz und Arroganz erkenne ich da nicht. Kann dran liegen, dass wir unterschiedlichen politischen Lagern angehören. Aber ein gewisses Mass an Drüberstehen gehört ganz klar zum Kabarett dazu. Das Kritisieren der aktuellen Politik, ruhig auch ohne eigene Lösungen zu haben, aber natürlich mit der Überzeugung, dass die Kritik richtig ist.
      Und natürlich ist der Anspruch dann auch am politischen Prozess teilzunehmen, ansonsten brauche ich kein politisches Kabarett zu machen und auf Missstände hinweisen oder Alternativen bieten.

      Schmiddie schrieb:

      Die Anstalt hat sich mit der Übernahme durch von Wagner und Uthoff qualitativ wesentlich verbessert.

      Sehe ich auch so. Ich fand die Vorgänger auch gut, aber die beiden gehen noch etwas tiefer und weiter

      Schmiddie schrieb:

      Gerade bei Uthoff gehört diese snobistische Art des Welterklärers einfach dazu, der Pfarrer der Vernunft, der von der Kanzel spricht.
      Den Widerpart leistet hier von Wagner, der häufiger dann den treudoofen Widerpart, und damit ja den mündig-unmündigen Zuschauer repräsentiert.

      In diesen beiden Rollen sind sie wirklich am Besten und passen einfach perfekt zusammen

      Schmiddie schrieb:

      Dieses Format von Humor muss weh tun. Muss polemisch werden. Und muss vor allem politisch sein.

      Und vor allem muss Kabarett nicht lustig sein, nicht humorig. Das kritisieren ja auch manche, dass sie die Anstalt nicht lustig finden. Aber das ist eben nicht der Anspruch von gutem Kabarett.
      Demokratie ist der Wille des Volkes. Jeden Morgen lese ich überrascht in der Zeitung was ich jetzt wieder will.
    • Ich sehe, wir verstehen uns. ;)

      Aber gerade beim Kabarett ist doch der Lacher, die Watschn gleich mitliefert, doch meist wirkungsvoller und denkt eher zum Nachdenken an,
      als reiner Klamauk oder Bierernstigkeit.
      Because Cam, is a scoring Machine.
    • Für mich liegt das große Plus der Anstalt eben genau darin, dass es nicht eindimensional ist, sondern den Finger in Wunden aller Art legt. Der Unterschied könnte womöglich darin liegen, dass der ein oder andere da gleich weinerlich reagiert, weil er sich auf den Schlips getreten fühlt. Und, meines Erachtens das entscheidende Kriterium, die beiden sagen nicht was scheiße ist, sondern warum es scheiße ist. Meist in der Art und Weise, die ihr in den Beiträgen vor diesem beschrieben habt.
    • Gibt solche und solche Kabarettisten. Gibt einige, die verbinden das wunderbar mit einer Spur Humor und ernten dafür ihre Lacher. Aber ich finde es wirkungsvoller, wenn man am Ende nicht lacht, sondern gerne auch mal schluckt und darüber nachdenken kann
      Demokratie ist der Wille des Volkes. Jeden Morgen lese ich überrascht in der Zeitung was ich jetzt wieder will.
    • Beim Christoph Sieber letztens war die Stimmung teilweise wirklich am Boden, wenn er gewisse Zustände beschrieben hat. Die Stimmung musste er dann immer mit ein paar musikalischen Beiträgen wieder auflockern :D

      Vom Sieber war ich live durchaus angetan, auch wenn ich einen Text definitiv beim Pispers schon gehört hab (wenn man morgens mit einem Feindbild aufwacht, dann hat der Tag Struktur)
      "Ich bin 2002 zu den Bayern Profis gekommen. Ich wäre damals froh gewesen, wenn sich ein erfahrener Spieler um mich gekümmert hätte. In der Kabine saß ich neben Oliver Kahn. Zum ersten Mal mit mir gesprochen hat er 2004" :D
    • Schmiddie schrieb:

      Die Anstalt hat sich mit der Übernahme durch von Wagner und Uthoff qualitativ wesentlich verbessert.
      Bei Priol und Pelzig, eigentlich seit dem Abgang von Schramm, wurde das doch zu klamaukartig und hätte von der Besetzung auch zum Nuhr gepasst.

      Giancarlo schrieb:

      Aber ich empfinde es unter Uthoff und von Wagner sogar noch aufklärerischer als davor.
      Ich beziehe mich nur auf Uthoff und Wagner. Die Version davor kenne ich höchstens von 5 Minuten sehen.

      Giancarlo schrieb:

      Aber ich finde es wirkungsvoller, wenn man am Ende nicht lacht, sondern gerne auch mal schluckt und darüber nachdenken kann
      Wie gesagt, leider kann die Anstalt mir mittlerweile weder das eine noch das andere bieten.
    • Neu

      Schmiddie schrieb:

      Die Anstalt hat sich mit der Übernahme durch von Wagner und Uthoff qualitativ wesentlich verbessert.
      Bei Priol und Pelzig, eigentlich seit dem Abgang von Schramm, wurde das doch zu klamaukartig und hätte von der Besetzung auch zum Nuhr gepasst.

      Weiß nicht wo das grünes Parteiprogramm sein soll, wenn man den Finger in die Wunde sozialdemokratischer, neoliberaler, konservativer und extremer Problemfelder legt und dann so geschickt zu sezieren weiß, dass man sich am Ende fragt, wie das eigentlich sein kann.
      Gerade bei Uthoff gehört diese snobistische Art des Welterklärers einfach dazu, der Pfarrer der Vernunft, der von der Kanzel spricht.
      Den Widerpart leistet hier von Wagner, der häufiger dann den treudoofen Widerpart, und damit ja den mündig-unmündigen Zuschauer repräsentiert.

      Dieses Format von Humor muss weh tun. Muss polemisch werden. Und muss vor allem politisch sein.
      Sonst kann ich mir auch Mario Barth anschauen.
      wow :nuke:
      Es ist und bleibt die Toleranz der Schöpfungskrone Talminglanz
      Sie ist beinahe, doch nicht ganz, wie das schwächste Glied vom Rosenkranz
      Ja es ist die Toleranz ein bess’res Wort für Ignoranz
      Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren (EAV)
    • Benutzer online 1

      1 Besucher