Ehemalige Stars der ruhmreichen SGD, sowie Mitläufer und Tagediebe

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hallo liebe qiumianer und qiumianerinnen,

    mit dem Update auf die Forenversion 4.1 haben wir nun die Möglichkeit geschaffen, Bilder im Forum anzuzeigen.
    Dazu müsst ihr lediglich beim erstellen einer Nachricht auf den "Bild einfügen" Knopf drücken und dort die URL bzw. die Adresse des Bildes einfügen.
    Bitte beachtet auf jeden Fall Copyrights der Bilder die ihr verlinkt!
    Die Nutzungsbedingungen wurden dahingehend angepasst und sind ab nun zu beachten.
    Mit der Nutzung des Forums stimmt ihr diesen Nutzungsbedingungen bzw. deren Änderung zu!

    Vielen Dank,
    Eure Admins :)

    • Jörg Stübner wir heute 44 !



      Hier ein alter aber schöner Beitrag über ihn.....



      Versteckspiel des Rasenmäher-Mannes

      Vom langsamen Verschwinden des Fußballers Jörg Stübner

      Markus Völker</ADDRESS>


      BERLIN, 13. November. Das ist die Geschichte eines Verschwindens. Damals, als er noch leicht zu finden war, nannten sie ihn den Rasenmäher, weil er jeden Grashalm einzeln abstempelte. Das ist ein bisschen übertrieben. Aber die Legende will es so. Jörg Stübner ist der Rasenmäher-Mann. Stübs, wie ihn die Fans nannten, spielte im Mittelfeld von Dynamo Dresden. Terrier. Pferdelunge. Arbeitstier. Solche Namen bekam er.

      Der Rasenmäher-Mann machte 47 Länderspiele für die DDR und keines für die Bundesrepublik. Er war der Freund von Ulf Kirsten. Das hatte sich so ergeben. Mit 13 waren sie schon beisammen auf der Sportschule in Dresden. Mit 17 standen sie in der ersten Mannschaft von Dynamo, 1983. Wenig später debütierten sie im Nationalteam. Der gemeinsame Lebensweg hatte sie zusammengebracht. Der eine war aus Riesa gekommen, Stübner aus Halle. Delegiert, nannte man das seinerzeit. Am Sonntag feiert Kirsten. Er hat zu seinem Abschiedsspiel ins Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden geladen. Kirsten hat all seine Kumpels von Dynamo angerufen, auch Stübner. Kirsten ist ein renommierter Profi, jeder kennt ihn, kann sich ein Bild von ihm machen, zu ihm Kontakt aufnehmen, wenn er will. All das geht mit Jörg Stübner nicht. Er verkriecht sich in einer Wohnung in Dresden, manchmal auch in Freiberg, geht nicht ans Telefon und lehnt jeden Kontakt mit der Presse ab. Nur ein paar Vertraute verkehren mit ihm. Er wird zum Abschiedsspiel seines Freundes kommen. Vielleicht.

      Er hat zwar zugesagt und ein paar Karten bestellt, aber ins Stadion zu gehen, vor Tausenden aufzutreten und womöglich noch Fragen zu beantworten, das vermag sich in Stübners Umfeld niemand vorzustellen. "Er war seit zehn Jahren nicht mehr im Rudolf-Harbig-Stadion, er hat immer gesagt, dort gehe ich nie wieder hin, er hat sicherlich große Angst vor diesem Schritt", sagt ein Freund Stübners. "Mal sehen, was passiert." Im Internetforum von Dynamo haben seine Anhänger zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen. Sie huldigen ihm in höchsten Tönen. Eine Mitarbeiterin der Geschäftsstelle hat die Mails in Stübners Postkasten geworfen. "Ein Weihnachtsmärchen", soll Stübner dazu gesagt haben. Kirsten hat ihn nur auf dem Anrufbeantworter erreicht und keinen Rückruf erhalten. Über Umwege hat ihn die Nachricht vom Kommen Stübners erreicht. "Ich freue mich riesig auf ein Wiedersehen", sagt Kirsten. "Er war immer ein Führungsspieler, aber nur auf dem Platz, nicht daneben."

      Er hat ihn nach der Wende aus den Augen verloren, als die Zeit für Kirsten und gegen Stübner lief. Was ist passiert, dass der eine erfolgreich Fußball spielte und der andere nur noch ein trauriges Versteckspiel? In Halle lernt Stübner, Jahrgang 1965, kicken - bei Wolfgang Tiffert, der auch Dariusz Wosz, Steffen Karl und Andreas Wagenhaus betreute und dessen Enkel Christian Tiffert derzeit beim VfB Stuttgart spielt. "Er war eigentlich ins Kollektiv integriert", erinnert sich Tiffert. "Ihm war Fußball ein und alles." Was er später dann für "Schtories" hören musste, konnte er kaum glauben, "er war doch so ein lieber und ehrgeiziger Junge".

      Nur die Scheidung der Eltern habe ihn damals etwas besorgt. Stübner hat dem Trainer gelegentlich Postkarten geschickt. Stübner wechselt mit zwölf nach Dresden. Er kämpft mit Kirsten um die Position im Angriff. Später weicht Stübner ins Mittelfeld. Er gilt als Einzelgänger, der im Spiel "aufgezogen wie eine Figur aus der Duracell-Werbung herumrennt", so ein Journalist. "Aber nach 90 Minuten war die Batterie alle." Recht bald war klar, dass Stübner nur Fußball konnte. Von seinen Kollegen ließ er aufschreiben, wie er sich mit seinen Freundinnen zu unterhalten hat. Einmal, bei einer Weihnachtsfeier, soll er den ganzen Abend mit seiner Freundin am Tisch gesessen haben, ohne ein Wort zu sagen.

      "Er ist so ein Typ, völlig abgekapselt", sagt ein enger Vertrauter. Nach der Wende bricht das System der Rundumversorgung zusammen. Von Stübner wird verlangt, nicht nur Rasenmäher zu sein, sondern mehr. Er kann das nicht. Als es keine Kantine mehr gibt, findet er eine Lösung. Er isst nach dem Training aus der Dose. Andere wie Kirsten nehmen ihr Schicksal in die Hand. Stübner braucht andere, die das erledigen. Aber die sind mit sich selbst beschäftigt. Er verletzt sich häufig. Sein Marktwert sinkt rapide. Begleitet werden die Verletzungen von "gewissen Dingen", wie der damalige Vereinsarzt Wolfgang Klein sagt.

      Stübner fängt an zu trinken. 1993 muss er Dynamo Dresden verlassen. Ein Trauma. Eduard Geyer holt ihn zu Sachsen Leipzig. "Ich wollte ihn noch einmal fit machen, aber es ging nicht so richtig gut", sagt Geyer. "Er war aber ein guter Mann, er hat hervorragende Spiele gemacht." Sein größtes machte Stübner am 11. September 1985 im Leipziger Zentralstadion. Beim 2:0 über Frankreich schaltete er Michel Platini aus. "Er hat Platini regelrecht zur Sau gemacht", sagt Andreas Trautmann, ein früherer Dynamo-Spieler. Es ist der Höhepunkt in Stübners Karriere, die in unterklassigen Vereinen versandet, dem FC Neubrandenburg zunächst. Aber selbst dort werfen sie ihn raus. Er unternimmt einen Selbstmordversuch, prallt, mit Tabletten voll gestopft, im Auto gegen eine Mauer. Matthias Döschner nimmt sich seiner an, holt ihn zum nordrhein-westfälischen Verbandsligisten Eresburg-Obermarsberg. Er brennt mit einem vereinseigenen Auto durch. "Er hat sich einfach nicht mehr helfen lassen", sagt Döschner. Versuche beim VfL Pirna-Copitz und beim VfB Sangerhausen scheitern. Das Muster ist stets das gleiche. Ein paar Wochen hält er durch, dann haut er ab. Am Sonntag warten seine Fans auf ein Zeichen des alten Jörg Stübners. Sie hoffen, dass er auftaucht. Und wenn es nur für die Dauer eines Spiels ist.



      "Es ist traurig, dass er nicht den Weg genommen hat wie andere auch. Das Zeug dazu hätte er gehabt. " Eduard Geyer.

      IMAGO Weltstar daneben: Im Länderspiel gegen den damaligen Europameister Frankreich lässt Jörg Stübner (l. ) auch Jean Tigana keine Chance.

      berlinonline.de/berliner-zeitu…114/sport/0008/index.html

    • Kolumne: Anderes Auftreten gegen Sandhausen

      Von Reinhard Häfner
      Nach dem wichtigen Auswärtssieg in Wiesbaden ist Dynamo zurück in der Realität. Dass Nürnberg als Bundesligist in allen Belangen überlegen war, kam nicht überraschend. Trotzdem ist es enttäuschend, wie sich die Mannsachaft nach dem 0:1 und dem Ausfall von Sascha Pfeffer ihrem Schicksal ergeben hat. Die Zuschauer hatten mehr Leidenschaft und Willen erwartet.

      Ein Beispiel, wie sich zwei Spieler unterschiedlich entwickeln können, ist der Vergleich zwischen Maik Wagefeld und Peer Kluge. Beide sind gleich alt und waren in ihrer Jugend ähnlich stark. Kluge hat seine Chancen im Profi-Fußball in verschiedenen Vereinen genutzt, Wagefeld konnte sich nirgends durchsetzen. In dem Pokalspiel hat man gesehen, warum das so ist. Gegen'Sandhausen geht es wieder bei null los. Auch wenn das im Verein keiner ausspricht, sich es trotzdem jeder insgeheim wünscht: Dynamo muss in dieser Saison um den Aufstieg mitspielen. Und deshalb am Sonnabend wieder mit einem anderen Auftreten den Sieg einfahren.

      mopo dd

    • Mannschaft jetzt in Griff bekommen!
      Von Reinhard Häfner
      Die Leistungen unserer Dynamos in den letzten beiden Spielen waren schlicht und einfach schlecht. Schlecht, weil zum Fußball nun mal Tore gehören. So geht der Weg der Schwarz-Gelben Richtung Tabellenende.

      Und ich verstehe den Trainer nicht, der in beiden Partien vor allem positive Dinge gesehen hat. Das Spiel in Dortmund war seiner Meinung nach sogar eines der besten der Saison. Solche Aussagens sind wenig souverän. Denn Ruud Kaiser gibt seinen Spielern ein Alibi, und damit kommen sie scheinbar nicht zu recht.
      Andererseits war da der öffentliche Disput zwischen Kaiser und Halil Savran, seinem derzeit einzigen echten Stürmer. Auch das zeugte nicht von Souveränität. Ich bin weit davon entfernt, den Trainer in Frage zu stellen. Aber es ist an der Zeit, dass er seine Mannschaft in den Griff bekommt. Das Heimspiel gegen Kiel bietet die Gelegenheit, das zu zeigen. Die Personalsorgen dürfen keine Ausrede sein, denn solche Probleme haben andere Mannschaften auch. Die Dynamo-Fangemeinde erwartet gerade vor der Stadioneröffnung, die eigentlich zu einem großen Fest werden soll, dass endlich ein Ruck durch die Mannschaft geht. Ein Sieg gegen Kiel ist daher Pflicht. Andererseits verschwindet Dynamo im Tabellenkeller. Und am Ende des Tunnels ist dort kein Licht mehr.

      mopo dd

    • Donnerstag, 10. September 2009
      (Sächsische Zeitung)

      Ist diese Truppe untrainierbar, Herr Franke?
      Von Sven Geisler

      Er war der einzige Trainer, der sich länger auf dem Schleuderstuhl hielt. Sein Ende zeigt Parallelen zur aktuellen Lage der Dresdner.


      sz-online.de/bilder/2009_09/2258021_1.jpg

      Die Partie gegen Holstein Kiel am Sonnabend wird zum Schicksalsspiel für den Fußball-Drittligisten Dynamo Dresden und Chefcoach Ruud Kaiser. Geschäftsführer Stefan Bohne wollte zwar nicht von einem Ultimatum sprechen, forderte aber eine Serie guter Ergebnisse.

      Für den Misserfolg der Mannschaft wird zuerst der Trainer verantwortlich gemacht. Seit dem Gewinn des letzten DDR-Meistertitels 1990 saßen vor Kaiser bereits 20 Fußballehrer auf dem gelb-schwarzen Schleudersitz. Ist Dynamo etwa untainierbar? „Das glaube ich nicht“, sagt Christoph Franke. Der Burkhardtsdorfer hielt sich als einziger Trainer nach der Wiedervereinigung länger als anderthalb Jahre: von Juni 2001 bis 15. Dezember 2005. In dieser Zeit führte er die Dresdner aus der Amateuroberliga in den Profi-Fußball.

      „Man muss aufpassen, dass man nicht zu schnell in Euphorie verfällt“, nennt der 64-Jährige die Basis seiner Erfolge: „Angesichts der großen Vergangenheit erreichen die Erwartungen in Dresden schnell eine Dimension jenseits der Möglichkeiten.“ Weder 2002 noch 2004 hatte Franke das Ziel Aufstieg ausgegeben und bis zum Schluss tiefgestapelt. Wenn die Fans nach einem Sieg skandierten „Wir woll‘n den Trainer sehen!“, hielt er sich im Hintergrund: „Ich gehe gern in die Kurve, aber erst, wenn wir wirklich etwas erreicht haben.“

      Einmal verhinderten die Anhänger mit ihren Sympathiebekundungen sogar seinen Rauswurf. Dabei war für ihn das Ultimatum abgelaufen. Im verflixten zweiten Jahr in der 2. Bundesliga sollte er nach der 2:3-Heimpleite gegen Unterhaching entlassen werden. „Ich halte nichts von Druckmitteln wie: Ihr müsst für den Trainer spielen! Angst ist in der Regel nicht förderlich“, sagt Franke. Einen Vergleich mit der aktuellen Situation bei Dynamo vermeidet er. „Ich bin zu weit weg, um das zu beurteilen.“ Aber es gibt durchaus Parallelen.

      Zum Beispiel die starke Rückrunde vor der Krise. Im Frühjahr 2005 holten die Dresdner aus 17 Spielen 34 Punkte und kletterten aus dem Tabellenkeller der zweiten Liga auf Rang acht. In der nächsten Saison blieben sie nach drei Siegen in den ersten vier Partien zwölfmal in Folge sieglos. Nach dem 1:5-Debakel in Saarbrücken musste Franke gehen: nach vier Jahren und 158 Tagen.

      Sein Fehler: „Wir waren zu dünn besetzt.“ Franke hatte unter dem Eindruck der Vorsaison die Qualität des Kaders überschätzt und dachte, den mit 17 Treffern besten Torjägers Klemen Lavric, der nach Duisburg gewechselt war, durch die Neuzugänge Marco Vorbeck und Tomislav Stanic zu ersetzen.

      Bröker nicht ersetzt

      In der Rückrunde 2008/09 verbuchte Dynamo 30 Zähler, und Kaiser rechnete mal zwei. Aus dem Ergebnis schloss er auf das Potenzial der Truppe. Thomas Bröker, der sich im Sommer nach Ahlen verabschiedete, war mit zehn Toren zwar nur die Nummer drei unter den Stürmern nach Halil Savran (14) und Pavel Dobry (11). Aber genauso wie seine Treffer fehlen den Gelb-Schwarzen seine Flügelsprints. Ibad Muhamadu sollte ihn ersetzen, wurde aber schon wieder nach Holland abgeschoben.

      Eine weitere Übereinstimmung: die lange Verletztenliste. Damals fielen unter anderem die Eckpfeiler Mariusz Kukielka, Karsten Oswald und Bröker aus. Zurzeit muss Kaiser die potenziellen Stammspieler Sascha Pfeffer, Lars Jungnickel, David Solga, Mirko Soltau und Cataldo Cozza ersetzen. Letzterer darf hoffen, um eine Kreuzband-Operation herumzukommen. Bei einer konservativen Therapie des verletzten rechten Knies könnte er schon in einigen Wochen wieder dabei sein.

      Franke setzte seinerzeit auf Verstärkungen im Winter, „aber so weit sind wir nicht mehr gekommen“. Nachfolger Peter Pacult holte das Tschechen-Trio Ivo Ulich, Pavel Pergl und Tomasz Votava, zudem kehrte Maik Wagefeld aus Nürnberg zurück. „Einer wie er hat uns in der schwierigen Phase gefehlt“, meint Franke. „Er ist zwar ein wenig kompliziert, weil er in seinem Ehrgeiz auch mal überdreht und unsachlich wird. Aber ein Typ, den ich mal zurückpfeifen muss, ist mir lieber als einer, der ständig geschoben werden will.“

      Franke drückt Dynamo die Daumen. „Vielleicht hauen sie Kiel weg und es geht aufwärts.“ Seinem Kollegen Ruud Kaiser und dem Verein wäre das zu wünschen.

      Testspieler: Holger Wehlage, zuletzt bei Eintracht Braunschweig, ist heute noch zum Probetraining bei Dynamo. Der 33-Jährige hat 14 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen bestritten und kann rechts in der Abwehr und auf der Außenbahn spielen.

      Quelle: sz-online.de

    • Die begeisternde Geschichte des kleinen Sven

      Von Tino Meyer / meyer.tino@dd-v.de

      Ex-Dynamo Sven Kmetsch schwärmt von seinem Bautzner Übungsleiter. Zur Eröffnung kann er nicht kommen. Er muss auf Schalke Probleme lösen.

      Bildunterschrift: Die gute Seele des SV Post Germania Bautzen: Dieter Bransky kümmert sich um den Nachwuchs, das Schulteam und ist als Schiedsrichter aktiv. Einst entdeckte er das Talent Sven Kmetsch.

      Jetzt weiß Sven Kmetsch, wie sich die Bayern damals gefühl haben müssen. Im Finale der Fußball-Championsleague 1999 gegen Manchester United führten die Müchner bis in die Nachspielzeit mit 1:0, verloren aber noch 1:2 Ein solches Trauma erlebte der aus Luttowitz stammende Ex-Dynamo am Sonnabend mit der zweiten mannschaft des FC Schalke 04. Bei der Reserve des VfL Bochum schossen die talente der "Königsblauen" kurz vor Schluss das Führungstor, verloren aber trotzdem noch. Das hat Konseqzenzen.

      "Ich wäre gern zur Eröffnung des neuen Stadions nach Dresden gekommen", sagte Kmetsch, der von 1983 bis 1995 für die Gelb-Schwarzen spielte. "Aber für uns stehen am Dienstag zweit Übungseinheiten an. Meine Aufgabe ist jetzt hier. Wenn ich von den Jungs profihaftes Verhalten verlange, muss ich es nach einer Niederlage selbst erst recht vorleben", erklärt der inzwischen 39-Jährige.

      Dieter Bransky hat für die Gründe der Absage vollstes Verständnis. Seinen ehenaligen Schützling, den er 1978 aus Großdubrau ins Trainingszentrum zu Motor Bautzen holte, hätte er auch gar nicht anders eingeschätzt. "Der Sven wollte immer Fußballer werden. Schon als Fünfjähriger sagte er: Ich will zu Dynamo", erinnert sich Bransk, der Kmetsch bis 1982 unter seinen Fittichen hatte. Dann erfüllte sich der Wunschtraum des Mittelfeldspielers: Er wechselte nach Dresden, wo er als 17-Jähriger sein Debüt in der Oberliga-Mannschaft feierte. Es war der Aufrakt einer großen Karriere mit 261 Bundesligaspielen für Dynamo, den Hamburger SV und Schalke 04 sowie den beiden Länderspieleinsätzen gegen Armenien und Oman.

      Der Kontakt in die Heimat ist nie abgerissen. "Immer wenn Sven im Urlaub zu Hause war, hat er uns besucht. Uns zu Weihnachten für den Nachwuchs sogar den Weihnachtsmann gespielt. Das macht nicht jeder", betont Bransky und bekommt das Kompliment zurück: "Meine schönen Erinnerungen an die Zeit in Bautzen sind eng mit ihm verbunden. Er ist ein Trainer, der geradeaus sagt, was er denkt, und hart sein kann", sagt Kmetsch: "Dabei hat er es immer verstanden, dass wir mit Lust und Laune dabei waren. Bei ihm spürt man das Feuer, die Leidenschaft. So einer ist Gold wert für jeden Jugendspieler."

      Derzeit trainiert Bransky die E-Jugendlichen des SV Post Germania Bautzen. Mit dem Namen Kmetsch können die Steppkes zwar nicht mehr viel anfangen, die Geschichte des kleinen Sven aus Luttowitz begeistert sie trotzdem: "Wenn ich ihnen davon erzähle, leuchten dei Augen. Ich habe ja damals nicht anders trainiert. Es wird zwar immer geschimpft über die alten Methoden. Doch damit haben wir Nationalspieler herausgebracht", sagt der 60-Jährige, der Kmetsch offenbar nachhaltig prägte: "Mittlerweile sage ich Dieter zu ihm, obwohl das für mich ein bisschen komisch ist. Schließlich sehe ich in Herrn Bransky eine Respektsperson."


      Die SZ hatte sächsiche Vereine aufgerufen, ihre "guten Seelen des Sports" vorzuschlagen. 50-mal je zwei Freikarten für die Eröffnung wurden so an Übungsleiter, Funktionäre und Helfer vergeben. Dieter Bransky ist einer von ihnen.
      SZ DD

    • Zu viel Lob tut gar nicht gut...
      Von Reinhard Häfner

      Das 3:0 gegen Kiel war ein völlig verdienter Sieg unserer Dynamos. Dennoch möchte ich mich vor allzu großem Lob hüten. Denn das hat der Mannschaft schon nach dem Spiel gegen Aue nicht gut getan.

      Trotzdem will ich auf zwei Details eingehen. Zum einen war da das Debüt von Philipp Zeiger, das mich durchaus beeindruckt hat. Ein junger Mann aus dem eigenen Nachwuchs, der sehr sicher wirkte. Er setzte zwar keine Glanzpunkte und machte auch ein paar Fehler. Aber allein sein Bewegungsablauf lässt hoffen, dass wieder mal ein Spieler aus den eigenen Reihen den Sprung in die Erste schafft. Der Verein sollte im Fall Zeiger schnellstens Vertragssicherheit herstellen!

      Zum anderen war da Gerrit Müller. Einerseits hat man schon seit einem Jahr gesehen, dass der Junge Fußball spielen kann. Andererseits brachte er uns durch seine komplizierte Spielweise manchmal schier zur Verzweiflung. Mittlerweile häufen sich seine guten bis sehr guten Aktionen. Wenn es ihm gelingt, stabiler zu werden, kann er ein echter Rückhalt für die Mannschaft sein.

      Heute wird im Harbig-Stadion erst einmal gefeiert. Und ich bin mir sicher, dass es ein großes Fußballfest wird - alleine die Anwesenheit von Prominenz aus Fußball, Politik und Wirtschaft ist beachtlich. Das Spiel gegen Schalke sollte nicht einmal die Hauptrolle spielen. Mir wäre es viel lieber, wenn wir in diesem Stadion irgendwann wieder um Punkte gegen Schalke kämpfen. Und ich hoffe nicht, dass die Knappen absteigen ...

      mopo dd

    • Torjäger Gütschow beglückwünscht die Fans

      Auch 20Jahre später zieht Dynamo gegen Stuttgart den Kürzeren. Diesmal ist es egal.

      Von diesem Tag hatte Frank Lieberam seit 20Jahren geträumt. „Wenn es ein Spiel in meiner Karriere gab, das ich gern wiederholt hätte, dann war es zweifellos dieses“, sagt der 46-Jährige. Der Verteidiger hatte an jenem 19.April 1989 das Tor für Dynamo erzielt. Doch das 1:1 gegen den VfBStuttgart reichte den Dresdnern nicht zum Einzug ins Finale des Uefa-Cups.

      „Wir hatten eigentlich die bessere Mannschaft, aber an dem Tag leider nicht die optimale Form“, erinnert sich Lieberam. „Die Stuttgarter haben geschickt auf Zeit gespielt. Wir bekamen sie einfach nicht zu packen.“ Das wurmt ihn noch heute mehr als die 0:3-Niederlage im DFB-Pokalfinalemitdem VfLWolfsburg 1995 gegen Borussia Mönchengladbach, denn in dem Spiel waren wir wirklich unterlegen.“

      Für Dynamo war allein der Einzug in die vorletzte Runde des Europapokals der größte internationale Erfolg, aber in die Endspiele zogen eben die Stuttgarter um ihren späteren Weltmeister Guido Buchwald ein. Allerdings scheiterten sie dann am SSC Neapel (1:2, 3:3).

      Auch gestern, beim Spiel der Legenden, stand es zwischen Dynamo und dem VfB 1:1 – zur Pause. Wieder waren die Gäste in Führung gegangen, diesmal nicht durch Karl Allgöwer, sondern Jörg Wolf. Torsten Gütschow gelang vor mindestens schon 15000 Zuschauern der Ausgleich. Der erste Dynamo-Torschütze im Rudolf-Harbig-Rund beglückwünschte die Fans „zu dem wunderschönen Stadion“ und wünschte „viele geile Spiele“.

      Die vermeintlich „alten Herren“ boten im neuen Stadion einen unterhaltsamen Kick, wobei sich Hans-Uwe Pilz einen Muskelfaserriss zuzog und Ulf Kirsten verletzt aufgeben musste. So ersatzgeschwächt gelang den Dresdnern nicht die Revanche. Peter Reichert und der frühere Chemnitzer Silvio Meißner stellten den 3:1-Endstand für den VfB her. Den Dynamo-„Oldies“ fehlte bei ihren Chancen wie durch Gütschow und Frank Lippmann wie 1989 das Glück. Lieberam nahm es gelassen: „Diesmal ist das Ergebnis nicht so wichtig.“

      Ex-Dynamo-Torwart Claus Boden schwärmt von den alten Zeiten: „Der FC Liverpool mit Kevin Keegan und später Kenny Dalglish oder Juventus Turin mit Fabio Capello und Roberto Betega – wir hatten die Cremé de la Cremé des europäischen Fußballs zu Gast.“ Wehmut empfinde er trotzdem nicht beim Abschied von der alten Spielstätte, aber: „Vielleicht wären wir sogar noch erfolgreicher gewesen, wenn wir damals schon so eine Fußball-Arena gehabt hätten.“ (SZ/-ler)

      Quelle: SZ-online

    • "Ede Gnadenlos" wird 65

      Geyer ist nun liebevoller Opa und Haushaltshelfer / Der Trainerjob reizt noch
      Dresden (sid). „Ede Gnadenlos" wirft im Garten liebevoll seinen Enkelkindern die Bälle zu, animiert sie zum Sackhüpfen und Eierlaufen oder hilft seiner Ehefrau im Haushalt. Ab beute, wenn er „im kleinen privaten Kreis von 30 Leuten" im heimischen Dresden seinen 65. Geburtstag feiert, ist Eduard Geyer Rentner.

      Doch der letzte Fußball-Auswahltrainer der DDR kann sich an den Ruhestand noch nicht so richtig gewöhnen. Bei einem Job-Angebot - „allerdings nur ab dritter Liga" - würde der Disziplinfanatiker und „harte Hund" der ostdeutschen Trainer-Gilde sicher noch einmal zugreifen. Auch die Zahl 65 gefällt ihm nicht.
      „Das ist schon eine komische Vorstellung und klingt so alt", sagt er nachdenklich: „Ich war das ganze Leben aktiv, fühle mich jetzt noch fit und gesund, deshalb fällt es mir schwer, nicht mehr zu arbeiten. Doch man muss es eben nehmen, wie es kommt", sagt Geyer. Als Bundesliga-Coach von Energie Cottbus verschaffte er sich bundesweit Anerkennung, den Respekt seiner Profis verdiente er sich nicht nur durch derbe Sprüche.
      Seit seiner Entlassung am 2. Juni 2008 als Cheftrainer von Dynamo Dresden nach nur einem Dreivierteljahr durfte er auf keiner Trainerbank mehr Platz nehmen. Über Langeweile klagt der noch immer drahtig wirkende Geyer aber keinesfalls. „Ich gehe dreimal wöchentlich ins Fitness-Studio, dazu jogge ich im Wald, war im Sommer morgens oft schwimmen, und ab und an golfe ich auch ein wenig", zählt er auf.

      mehr --> dynamo-dresden.de/aktuell/pres…el/ede-gnadenlos-wird-65/

      ------------------------

      Geyer 65 Jahre - Rentner will er trotzdem nicht sein

      Als Trainer war er laut. Doch seinen 65. Geburtstag feiert Eduard Geyer heute in aller Stille im Kreis der Familie in Dresden.
      Seit seiner Entlassung am 2. Duni 2008 bei Dynamo hat Geyer keine Mannschaft mehr trainiert. An seinen jetzt offiziellen Eintritt in das Rentner-Leben will er sich trotzdem noch nicht gewöhnen. Bei einem Angebot „ab der dritten Liga" würde der als Disziplinfanatiker und harte Hund bekannte Kulttrainer noch mal ans Spielfeld zurückkehren.

      Geyer: „Ich war das ganze Leben aktiv, fühle mich jetzt noch fit und gesund. Deshalb fällt es mir schwer, nicht mehr zu arbeiten." Im Garten „trainiert" er derweil die Enkel Frederic (7) und Fabian (5). „Die Kinder bewegen sich heutzutage viel zu wenig" meint der Opa. „Bei meinen Enkeln soll das nicht so sein. Ich habe ein Trampolin aufgebaut. Außerdem machen wir Sackhüpfen, Eierlaufen, Ballwerfen und -fangen."

      Geyer ist seit 42 Jahren mit seiner Frau Angelika verheiratet. Seine Söhne Ronald (Rechtsanwalt) und Jan (arbeitet als Heilpraktiker und Physiotherapeut) stehen längst auf eigenen Füßen. Nur eins passt ihm (noch) nicht in den Kram - die 65!

      DREIMAL DDR-MEISTER
      Eduard Geyer wurde am 7.10. 1944 in Bieiitz (Oberschiesien) geboren. Seine Stationen und Erfolge
      - ALS SPIELER 1957-68 SC Einheit Dresden, 1968-75 Dynamo Dresden (zweimal DDR-Meister, einmal FDGB-Pokalsieger)
      - ALS TRAINER 1986-90 Dynamo Dresden (einmal DDR-Meister), 1989-90 letzter Trainer der DDR-Nationalmannschaft, 1994-2004 Energie Cottbus (schaffte den Aufstieg von der Regionalliga bis in die Bundesliga), 2005/06 Al-Nasr Sports Club Dubai, 2006/07 Sachsen Leipzig, 2007/08 Dynamo Dresden (Drittliga-Qualifikation)

      dynamo-dresden.de/aktuell/pres…l-er-trotzdem-nicht-sein/

      -----------------------------

      65! "Ede Gnadenlos" geht in Rente - gibts ein Comeback?

      Geschenk: Geyer wird endlich Dynamo-Mitglied
      DRESDEN - „Ede Gnadenlos" wirft im Garten liebevoll seinen Enkelkindern die Bälle zu, animiert sie zum Sackhüpfen und Eierlaufen oder hilft seiner Ehefrau im Haushalt. Ab heute, wenn er „im kleinen privaten Kreis von 30 Leuten" im heimischen Dresden seinen 65. Geburtstag feiert, ist Eduard Geyer Rentner.

      Doch der letzte Fußball-Auswahltrainer der DDR kann sich an den Ruhestand noch nicht so richtig gewöhnen. Bei einem Job-Angebot „allerdings nur ab dritter Liga" würde der Disziplinfanatiker und „harte Hund" der ostdeutschen Trainer-Gilde sicher noch einmal zugreifen. Auch die Zahl 65 gefällt ihm nicht. „Das ist schon eine komische Vorstellung und klingt so alt", sagt er nachdenklich: „Ich war das ganze Leben aktiv, fühle mich jetzt noch fit und gesund, deshalb fällt es mir schwer, nicht mehr zu arbeiten. Doch man muss es eben nehmen, wie es kommt", sagt Geyer. Als Bundesliga-Coach von Energie Cottbus verschaffte er sich bundesweit Anerkennung, den Respekt seiner Profis verdiente er sich nicht nur durch derbe Sprüche. Seit seiner Entlassung am 2. Juni 2008 als Cheftrainer von Dynamo Dresden nach nur einem Dreivierteljahr durfte er auf keiner Trainerbank mehr Platz nehmen. Über Langeweile klagt der noch immer drahtig wirkende Geyer aber keinesfalls. „Ich gehe dreimal wöchentlich ins Fitness-Studio, dazu jogge ich im Wald, war im Sommer morgens oft schwimmen, und ab und an golfe ich auch ein wenig", zählt er auf.

      mehr ----> dynamo-dresden.de/aktuell/pres…rente-gibts-ein-comeback/

    • Rentner? Ede will Dynamo helfen!

      Geyer bietet den Schwarz-Gelben Ratschläge an - kostenlos • Pokalspiel in Leipzig?

      "Rentner haben niemals Zeit? Gestern feierte Eduard Geyer seinen 65. Geburtstag. Aufs Altenteil will sich die Trainer-Legende aber noch lange nicht legen. Jetzt bietet Ede seinem Heimatverein Dynamo Dresden Hilfe an - und zwar kostenlos!

      „Ich bin immer bereit, Dynamo zu helfen", sagte Geyer in einem MDR-Interview. „Ich könnte schon einige Ratschläge geben." Angesichts der angespannten finanziellen Situation der Schwarz-Gelben würde er auf eine Bezahlung verzichten. „Natürlich wäre das unentgeltlich."

      Im Juni 2008 war Geyers Comeback als Dynamo-Trainer bereits nach einem Dreivierteljahr zu Ende gegangen. Der damalige Sportdirektor Ralf Minge hatte stattdessen Ruud Kaiser installiert. Das Ergebnis ist bekannt. „Im Verein gibt es genug Baustellen", hat auch Geyer erkannt. Eine der größten ist das Fehlen einer dem Trainerstab übergeordneten sportlichen Kompetenz. Minge hatte sich wegen der Stadionverträge mit der Stadt verabschiedet, Kaiser war zuletzt in Doppelfunktion Trainer und Sportdirektor. Obwohl hinter den Kulissen versucht wird, Minge zu einer schnellen Rückkehr zu bewegen, sollte Dynamo das Angebot Geyers nicht ausschlagen. Wie meinte auch dessen ehemaliger Schützling Matthias Maucksch bei seinem Amtsantritt: „Wir können jede helfende Hand gebrauchen."


      morgenpost
    • Christoph Franke zum 3. Legendenstammtisch in der Torwirtschaft

      Der 3. Legendenstammtisch hatte es in sich. Nicht nur, weil genau 70 Fans den Gastraum der Torwirtschaft bis auf den letzten Platz füllten, sondern weil mit Christoph Franke der erfolgreichste Trainer der letzten Jahre zu Gast war. Die Neugier war groß und die Erwartung auf spannende Geschichten und besondere Episoden wurde definitiv erfüllt. Fast zwei Stunden plauderte der 64-Jährige aus dem Nähkästchen und brachte die Zuhörer mehr als einmal zum Lachen und Staunen.


      Fotos und ein Video-Podcast (30 min.)

    • glaube der bericht aus dem 11 FREUNDE- Magazin passt hier sehr gut rein ....

      --------------------------------------------------
      Kaum ein Verein aus der ehemaligen DDR hat nach der Wende die Massen so elektrisiert, wie Dynamo Dresden. Rolf-Jürgen Otto, Rolf Schafstall, der Kirsten-Transfer, Gewalt auf den Rängen. Der Rückblick auf 20 Jahre SGD.



      mehr gibts hier ---> 11freunde.de/bundesligen/125511?page=1
    • Ostseezeitung vom 13.11.2009

      Zitat:

      "Für Vorbeck geht Vereinssuche weiter


      Nach dem Training ging Marco Vorbeck in die Geschäftsstelle des FC Hansa. Der 28-Jährige benötigte für die Arbeitsagentur Augsburg eine Bescheinigung über sein dreiwöchiges Probetraining. Weil der seit Sommer vereinslose Fußballer in Rostock vorspielte, stellte die Behörde die Zahlungen ein.

      Für Vorbeck, der bis 30. Juni beim FC Augsburg unter Vertrag stand, geht die Jobsuche nun weiter. Hansa wird den Stürmer, der auch im gestrigen Training gute Ansätze zeigte, nicht verpflichten. „Das war mir klar, als ich in der Zeitung gelesen habe, dass Hansa keine Kohle hat. Aber ich bin dankbar, dass ich mittrainieren durfte“, erklärte Vorbeck, der weiter auf ein Engagement im Profifußball hofft. „Ich versuche, im Winter etwas zu finden. Sollte es auch im nächsten Sommer nichts werden, muss ich mich umorientieren“, meinte Vorbeck, der sich nach der vergangenen Saison im Trainingslager der Vereinigung der Vertragsfußballer in Duisburg fit gehalten hatte.

      Marco Vorbeck, der von 1999 bis 2005 für Hansa kickte (u.a. 38 Bundesliga-Spiele/6 Tore), hatte seine letzte Partie im Profibereich im Dezember 2007 absolviert. Dann verletzte sich der gebürtige Kühlungsborner, wurde nur noch in Augsburgs zweiter Mannschaft eingesetzt und spielte im Dezember 2008 erfolglos bei Union Berlin vor." Zitat Ende

    • Drei Punkte, obwohl uns der Killerinstinkt fehlte

      Von Reinhard Häfner
      Das Wichtigste am Spiel gegen Heidenheim waren der Sieg und die drei Punkte! Es gab durchaus positive Dinge zu registrieren -zum Beispiel, dass Dynamo mit Halil Savran doch einen echten Torjäger hat. Der kann seine Stärken aber nur ausspielen, wenn er entsprechend in Szene gesetzt wird. Das taten die Müller, Kegel und Röttger auch recht gut.

      Die Dresdner haben gezeigt, dass sie Fußball spielen können -aber leider nicht über 90 Minuten. Sowohl am Anfang als auch in der Endphase mangelte es an Konzentration. Gerade zum Schluss fehlte unserer Mannschaft der nötige Killerinstinkt, um den Gegner endgültig auszuknocken. Insgesamt muss man sogar sagen, dass Dynamo an einem Debakel vorbeigeschlittert ist-denn das stand nach dem 1:2 zu befürchten. Durch das Tor von Volker Oppitz ist die Partie wieder zu unseren Gunsten gekippt. Aber auch, weil die Truppe Kampfmoral bewiesen hat. Die wird allerdings weiterhin nötig sein, um das neue Saisonziel Klassenerhalt zu schaffen.

    • Kirsten: "Ich mache mir große Sorgen um Dynamo"
      Dummes 0:1 in Wuppertal durch diesen Kopfball
      Von STEFFEN HOFMANN
      Wer vorne nicht trifft, muss sich nicht wundern, wenn es am Ende hinten einschlägt... Dynamos 0:1 in Wuppertal -eine eigentlich unfassbare Niederlage! Die Schwarz-Gelben waren die klar bessere Mannschaft, hatten zwischen der 60. und 80. Minute sechs ganz dicke Chancen (Röttger, Petrovic, Savran). Aber Wuppertal macht aus seiner einzigen Gelegenheit das Tor.

      Mittelfeldmann Petrovic fassungslos: „Das geht mir nur noch auf die Eier. Wir arbeiten hervorragend, sind in der zweiten Halbzeit drückend überlegen. Und dann kriegen wir so eine Gurke." Die 87. Minute: Der gerade erst eingewechselte Dressler köpft Dynamo bei seinem ersten Ballkontakt nach einer Flanke in den Strafraum k o. Idol Ulf Kirsten schüttelte auf der Tribüne mit dem Kopf, sagte: „Dynamo hätte das Spiel ganz klar gewinnen müssen. Aber wenn du unten stehst, hast du die Seuche." Der einst so erfolgreiche Traditionsverein steckt als Drittliga-Vorletzter ganz tief im Abstiegssumpf! Kirsten: „Ich mache mir große Sorgen um Dynamo. Der Mannschaft fehlt der unbedingte Wille, zu gewinnen beziehungsweise das Tor zu machen. In der jetzigen Situation nützt es nichts, Hacke-Spitze oder sonstwas im Strafraum zu versuchen. Da geht es nur um eins, das Ding muss einfach rein."
      Das passte ins gestrige Dynamo-Bild: Kurz vor Schluss säbelte auch noch Zeiger den eigenen Kapitän unabsichtlich um. Hübener hat eine Fußprellung. Nicht auszudenken, wenn er in den verbleibenden zwei Spielen bis zur Winterpause ausfällt. Denn für Dynamo geht es Samstag in Stuttgart und dann gegen Wehen-Wiesbaden (19.12.) um Schadens-Begrenzung: Der Abstand zu den Nichtabstiegs-Plätzen (derzeit drei Punkte) darf nicht noch größer werden!
      Trainer Matthias Maucksch zur Situation: „Das ist auch eine Frage der Qualität. Davon haben wir zu wenig." Heißt: In der Winterpause müssen Verstärkungen her!

      dynamo-dresden.de/aktuell/pres…-grosse-sorgen-um-dynamo/

    • "Brauchen keine Pioniermannschaft!"

      Ex-Dynamos sind wieder einmal in großer Sorge um ihren Verein
      DRESDEN- Der Dynamo läuft nicht rund - derzeit reicht die Energie gerade mal für die Rote Laterne. Falls die Schwarz-Gelben am Sonnabend nicht gewinnen, brennt über Weihnachten aber mehr als der Baum. Angesichts der kritischen Lage des Traditionsclubs machen sich auch immer mehr ehemalige Spieler große Sorgen um ihren Verein.

      Knackpunkt dabei sind die dringend benötigten Neuzugänge in der Winterpause. „In jedem Mannschaftsteil außer den Torhütern", sieht auch Trainer Matthias Maucksch Handlungsbedarf. Hinten wird ein bissiger Verteidiger gesucht - einer wie früher Ede Geyer. Der war am Montagabend zu Besuch an seiner alten Arbeitsstelle, kommentierte fürs DSF das Zweitliga-Ostderby Cottbus gegen Rostock. In dessen Halbzeitpause wurde Timo Rost verabschiedet - auch Geyer sprach mit dem Routinier. „Natürlich ist das einer für Dynamo!", meint Geyer. „Der ist zumindest körperlich topfit, hatte bei mir immer die besten Werte -der kann marschieren." Rost selbst hält sich noch bedeckt: „Ich habe mehrere Anfragen", sagt er nur. Eine soll vom Oberligisten RB Leipzig kommen. Der hat deutlich mehr Geld als Dynamo, was wiederum auch keine Kunst ist.
      Für die defensive Zentrale ist nach wie vor Pavel Pergl der heißeste Kandidat. Ex-Dynamo Ivo Ulich hält den Draht zu ihm, beobachtete zuletzt aber auch einen in Österreich unter Vertrag stehenden Tschechen. Ulich selbst hatte übrigens schon beim Amtsantritt von Ruud Kaiser die fehlende Qualität der Mannschaft bemängelt und fluchs seinen Vertrag aufgelöst. „Da geht's nur gegen den Abstieg, und das will ich nicht mehr", hatte der heute 35-jährige damals prophezeit und leider recht behalten.
      „Eigentlich brauchen wir überall Verstärkungen - die Abwehr mehr Stabilität, das Mittelfeld einen kreativen Spieler und vorn einen Angreifer", sagt Reinhard Häfner, früher selbst in der Abteilung Kreativität beschäftigt. „Es wird schwierig angesichts der Finanzen. Wir brauchen aber auch keine Ergänzungen. Man sollte sich lieber auf ein, zwei richtig Gute konzentrieren. Fest steht: Machen muss man was. Aber Dynamo hat ja eine Scoutingabteilung."
      Für die des Hamburger SV arbeitet Dynamos Torjäger-Legende Hansi Kreische - einen Knipser wie ihn, das wär's in der schwarz-gelben Notlage. „Ein bissel Wunschdenken", meint der 62-Jährige und meint damit vor allem die Hoffnungen, die man bei der SGD in den HSV steckt. Matthias Maucksch hatte seine alten Kontakte zu Bruno Labbadia neu geknüpft. Kreische dazu: „Beide kennen sich. Aber es gibt nichts Spruchreifes. Matthias hat mich auch schon mal gefragt und ich habe ihm den einen oder anderen Namen genannt, der helfen könnte. Aber die aus der Zweiten des HSV, die infrage kämen, haben ja mittlerweile bei den Profis angeklopft." Kreische hat außerdem seine eigene Meinung zum Thema Neuzugänge: „In dieser prekären Situation braucht Dynamo gestandene Leute, man kann den Abstieg nicht mit einer Pioniermannschaft verhindern!"
      Dirk Löpelt
      dresdner morgenpost