Fußball in Belgien

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    • Fußball in Belgien

      Nachdem die anderen drei Länder dieses Boards ihren Thread haben sollten auch unsere belgischen Nachbarn einen bekommen.

      Da ich voraussichtlich nächstes Jahr in Brüssel studieren werde sympathisiere ich inzwischen mit dem RSC Anderlecht, die zur Zeit punktgleich mit Standard Lüttich an der Tabellenspitze stehen, sowie dem KV Mechelen, wo die Stimmung der Fans für belgische Verhältnisse einfach beeindruckend ist.

      Heute und morgen finden die Rückspiele im Pokalhalbfinale statt:

      KV Mechelen - Cercle Brügge (heute)

      Lierse SK - KRC Genk (morgen)
    • Naftan Novopolotsk - KAA Gent heißt die Paarung der 2.Qualirunde der Europa League mit belgischer Beteiligung. Brügge muss in der dritten Qualirunde ran, Genk steht als Pokalsieger sogar bereits in den Playoffs.
    • Lebe nun seit einigen Tagen in Brüssel, da ich dort an der Uni studiere und war am Wochenende gleich mal zu einem Spiel:

      Mein erstes Wochenende in der neuen Stadt - was liegt da näher als gleich mal einem lokalen Traditionsverein einen Stadionbesuch abzustatten? So verließ ich am Sonntag, dem 13.September 2009, kurz vor 14 Uhr meine Wohnung, um zum Heimspiel der Union Saint Gilloise gegen KSK Tongeren zu fahren. Die Tramlinie 94 fährt, wie ich an der Haltestelle feststellen musste, sonntags nur alle 20 Minuten, sodass ich zunächst mal etwa Viertelstunde warten musste. Als ich dann an der Place Stéphanie ankam, wo ich eigentlich hätte umsteigen müssen, stellte ich fest, dass die Tramlinie 97, mit der ich eigentlich weiterfahren wollte, am Sonntag nicht bis zu dieser Haltestelle fährt. Noch knapp vierzig Minuten bis zum Anpfiff, ich stand irgendwo im Norden von Ixelles, wartete auf einen Tram der vermutlich frühestens am Montagmorgen wieder vorbeifahren würde und nicht die geringste Ahnung, wie ich zu Fuß zum Stade Joseph Marien gelangen könnte.

      Um rechtzeitig in Saint-Gilles anzukommen blieb mir nur noch eine Möglichkeit: die Taxis, die gegenüber von der Tramhaltestelle warteten. Ich erkundigte mich nach den Preisen und einer der beiden Taxifahrer schätzte den Fahrpreis auf 10 bis 12 Euro. Ich willigte ein. Der Taxifahrer kannte nur ein Stadion in Saint-Gilles. Da er den Stadionnamen und ich den Straßennamen nicht kannte hofften wir beide, dass er mich tatsächlich zum richtigen Stadion fahren würde. Unterwegs stellte er fest, dass er vergessen hatte, das Taxometer einzustellen, sodass wir uns auf einen Fixpreis von 10 Euro einigten. Nachdem er sich zwei- bis dreimal lautstark über andere Verkehrsteilnehmer geärgert hatte, erreichten wir die Chaussée de Bruxelles, wo wir glücklicherweise feststellten, dass das Stadion, das er meinte tatsächlich das von Union war.

      Nach der Taxifahrt wollte ich die billigste Eintrittskarte für das Stadion kaufen und musste feststellen, dass selbst nicht gedeckte Stehplätze für dieses Drittligaspiel 10 Euro kosteten. Wenn man bedenkt, dass DFB-Pokalspiele in der ersten Runde, selbst mit Beteiligung eines Bundesligisten teilweise unter 7 Euro kosteten, fand ich die Preise hier recht hoch. Aber egal, daran sollte meine Tour jetzt auch nicht mehr scheitern.

      Das Stadion gefiel mir richtig gut. Alt, marode, überall riecht es nach langer Tradition, eine steile Stehtribüne und das ganze Mitten in Saint-Gilles und nicht irgendwo in einer Industriezone zehn Kilometer von der nächsten Kneipe entfernt. Zehn Minuten später wurde das Spiel dann angepfiffen. Vor dem Spiel fielen mir vor allem die zweisprachigen Kommentare des Stadionsprechers und die Tatsache, dass auch Männer unter sich sich zur Begrüßung auf die Wange küssen auf. Über die erste Halbzeit des Spiels gibt es eigentlich wenig spannendes zu berichten. Auffälligste Figur auf der Tribüne war definitiv ein großer, ziemlich angetrunkener Herr, der mich optisch sehr an Bovver aus dem Film "Green Street Hooligans" erinnerte, der immer wieder die Rolle des Vorsängers übernahm. Beide Teams waren eher schwach, Union vielleicht mit etwas mehr Spielanteilen, aber beide Teams ohne nennenswerte Großchance: alles in allem war der 0-0 Pausenstand die logische Konsequenz dieser nicht wirklich sehenswerten ersten Halbzeit. In der Pause kaufte ich mir einen Hamburger, welcher sehr lecker war. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel dann auch interessanter. Die Union wollte die drei Punkte und machte mehr Druck. In der 67.Minute bekamen die Gastgeber dann einen Freistoß von der linken Seite, der Ball kommt in den Strafraum, auf den Schlappen von Pepe, der zum 1-0 trifft. Die Stimmung, die in der zweiten Halbzeit ohnehin schon sehr gut war, wurde jetzt noch besser. Ich kam mit einem etwas älteren Unionist ins Gespräch, der lustigerweise früher mit dem heutigen Präsidenten des luxemburgischen Fußballbundes befreundet war (welcher früher für die Union gespielt hatte). Angeblich seien die beiden oft bis in die Morgenstunden in der Rue de Malines im die Häuser gezogen... etwa eine Viertelstunde vor Spielende gab es dann ein Freistoß für die Gäste aus Limburg. Die Mauer der Union stand sehr schlecht, was meinem Gesprächspartner, mir und Bouslama auffiel. Der letztgenannte ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und traf zum 1-1 Ausgleich. Die letzte Viertelstunde lebte dann im wesentlichen von der Spannung. Beide Teams hatten noch die eine oder andere Torchance, doch es blieb beim 1-1 Unentschieden.

      Dann begab ich mich auf den Heimweg. Die Tramlinie 97 fuhr, wie ich zuvor schon feststellen konnte, nur einen kleinen Teil der Strecke. Irgendwann sah ich neben mir einen Bus, der zur Muntplein fuhr. Ich verließ den Tram und stieg auf gut Glück in diesen Bus ein. Da ich zufällig wusste, dass Hallepoort auch eine Metrostation ist und mein Bus genauso zufällig da vorbeifuhr, stieg ich dann mal aus. Mit der Metrolinie 2 ging es dann zur Station Louiza, da ich wusste, dass dort mein Tram 94 vorbeikommen wird. Ich musste erneut recht lange auf den Tram warten, kam aber dann ohne weitere Zwischenfälle nach Hause.

      Bleibt nur noch eine Frage zu klären: habe ich meinen neuen Verein im Brüssler Exil gefunden? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Einerseits hat mich die Tradition und die Fanszene sehr beeindruckt, anderseits war sehr umständlich nach Saint-Gilles zu kommen... abwarten und Jupiler trinken... oder Maes... oder Hoegaarden...
    • Das SiegTor von Ivan Periši? zum 1:0 in der Nachspielzeit sorgte dafür, dass sich Club Brugge KV auf Kosten von Toulouse FC für die nächste Runde der UEFA Europa League qualifizieren konnte..Nun spielen sie in der nächsten gegen Valencia C.F. und könnte beim Weiterkommen des Clubs gegen den Sieger der Party Werder Bremen-FC Twente Enschede spielen.
      Das für heute angesagte Topspiel des Clubs gegen den RSC Anderlecht wurde wegen dem vielen Schneetreiben in Belgien und dem dadurch ungespielbaren Rasen abgesagt !
      Das zweite vorgesehene Spiel der 1. Fußball-Division zwischen Sporting Charleroi und Standard Lüttich wurde auch aus ein und dem selben Grund abgesagt. ;)