Ex-Aktive, Graupen, Vorstandsdamen und Balljungen

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    • Stefan Kühne
      [...]Als ich dann im Winter nach Jena gewechselt bin, stand Carl Zeiss als Aufsteiger auf Platz vier der Liga. Für mich war es wichtig, in Jena wieder Fußball spielen zu dürfen. Ich habe dann in der Rückrunde auch jedes Spiel machen dürfen. Am Ende sprang sogar der Aufstieg in Liga zwei heraus, was für mich bis jetzt der schönste Moment meiner Fußballlaufbahn war. Zwei Jahre durfte ich in der zweiten Liga in Jena spielen. Leider haben wir es im zweiten Jahr nicht gepackt, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Mein einziges Glücksgefühl im zweiten Jahr war der DFB-Pokal, in dem wir erst im Halbfinale in Dortmund ausgeschieden sind. [...]
      Das ganze Gespräch
      Als 1920 das Land Thüringen mit der Landeshauptstadt Weimar gegründet wurde, wurden die preussischen Gebiete einschließlich Erfur* nicht mit einbezogen!
    • Die Trainerstelle hier war in den letzten Wochen sehr gefragt. Ich bin stolz, das Vertrauen bekommen zu haben", sagte Vogel am Donnerstag vor zahlreichen Journalisten. Als Saisonziel gab er wie erwartet den Aufstieg in die Regionalliga aus. Dafür sei absolute Kampfmentalität gefragt, meinte der 36-Jährige. Zum Trainerteam gehört nun auch Perry Bräutigam. Der Ex-Rostocker leitet künftig das Torwarttraining. Der ganze Bericht
      Als 1920 das Land Thüringen mit der Landeshauptstadt Weimar gegründet wurde, wurden die preussischen Gebiete einschließlich Erfur* nicht mit einbezogen!
    • Vasili Khamutouski

      Auch Torhüter Vasili Khamutouski, der nach einer Schulterverletzung wieder fit ist, nimmt derzeit nicht am Mannschaftstraining teil. Dies hatten ihm Trainer Jos Luhukay und Geschäftsführer Andreas Rettig in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt.

      FCA-Homepage



      kann man den nicht zurückholen?????
      Ich bin Fan einer bewegungsorientierten Verabredungskultur.

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      DUCHATELET CASSE-TOI!
    • Bernd Schneider hat Urlaub. Wohlverdient nach einer solch tollen Karriere. Beim Saisoneröffnungsspiel des FC Carl Zeiss Jena gegen Hansa Rostock war "Schnix" zu Gast, saß neben Präsident Peter Schreiber und versagte keinem Fan den Wunsch nach einem Autogramm. Applaus gab es für den "weißen Brasilianer" jede Menge.

      Er möchte nun im kommenden Jahr verschiedene Praktika machen. Mal bei Rainer Calmund über die Schultern schauen, mal beim Deutschen Fußball-Bund oder Bayer Leverkusen ins Geschäft schnuppern. Überdies ist Bernd Schneider Bauherr seines Eigenheimes in Jena. 2010, so heißt es, will er nach Jena ziehen, dann Verantwortung bei seinem FCC übernehmen.

      tlz
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    • Vorbild schrieb:

      Mahlzeit Genossen :winke:

      Daniel Kraus spielt bei uns momentan zur Probe vor (lt. Transfermarkt.de ist der Transfer auch schon fix???). Könnt ihr mal eure Einschätzung zu ihm kund tun?!

      Im Gegensatz zu vielen anderen mag ich den Krauser! Riesen Reflexe auf der Linie, wackelt leider ab und an bei der Strafraumbeherrschung (erstaunlicherweise zeigt er da manchmal völlig souveräne Spiele und dann plötzlich wieder ein paar Patzer). Er kann mit dem Fuß auch ein bisschen mitspielen.

      Als Typ ist er eher ein ruhiger Vertreter, sehr sympathisch und freundlich. Ich hab ihn eigentlich noch nie ausrasten sehen, was für einen Keeper ja fast schon sonderbar ist I) .

      Meiner Meinung habt ihr euch einen für die Regionalliga sehr guten Torwart geholt, viel Erfolg Krauser!!!
    • "Die Leute kommen wegen uns"


      "Die Leute kommen doch wegen uns! Für die auf der Tribüne haben wir das gemacht", redet sich Peter Ducke in Rage und bezweifelt, dass mancher eingekaufte Spieler heute weiß, für welchen Klub er eigentlich spielt und dass die Fans im Stadion das Kapital sind, für das er in 90 Minuten regulärer Spielzeit alles geben sollte, was er kann. Peter Ducke (67) - die Fußballlegende aus Jena - war am Samstagnachmittag Gast eine Diskussionsrunde über Fußball gestern und heute im Rahmen der derzeit laufenden Ausstellung "Doppelpässe" in der Schleizer Wisentahalle.

      Nicht der prominente Gast kam zu spät an diesem Sonnabend sondern der Moderator. OTZ-Redakteur und Fußballfan Peter Hagen kam gut eingestimmt aus Jena vom Spiel FC Carl Zeiss Jena gegen SV Wehen Wiesbaden. Da verziehen die rund 40 Gäste gerne die 15 Minuten, denn einen besseren Einstand als den Jenaer Sieg hätte es für die Gesprächsrunde wohl nicht geben können.

      Peter Ducke, den man aus seiner Fußballerkarriere eher Widerspruchsgeist und unbeherrschte Ausraster nachsagt, ist ein Mann der leisen Töne. So musste auch ein zunächst nicht geplantes Mikrofon eingesetzt werden, um ihn besser verständlich zu machen. Ohnehin hätte man im Saal eine Stecknadel zu Boden fallen hören, wenn Peter Ducke leise aber bestimmt über Trainer und Spieler von einst und den Fußball von heute ins Erzählen kam und natürlich über den Club, der in den letzten Jahren eher für negative Schlagzeilen sorgte - den FC Carl Zeiss Jena. Plötzlich schlägt Ducke auf den Tisch, knallt mit der Hand ans Mikrofon und wird laut. "Das Spiel in Sandhausen war eine Katastrophe", sagt der ehemalige Nationalspieler und spielt auf den gerade noch geretteten Klassenerhalt in der Dritten Liga im Mai diesen Jahres an. "Gottseidank konnten wir das in der zweiten Halbzeit noch drehen. Ich verstehe nicht, was da los ist."

      Ducke redet über die Motivation der Trainer und Spieler von einst und heute, lobt Georg Buschner und Hans Meyer, schüttelt verständnislos den Kopf, wenn die Frage auf die heute üblichen Trainerwechsel kommt. "Was soll der Trainer denn da noch für eine Beziehung zu den Spielern haben?", fragt Ducke rhetorisch unter Zustimmung im Saal. "Jena ist Rekordmeister im Trainerwechsel. Und die müssen dann aus Vertragsgründen nach dem Ausscheiden auch noch weiter bezahlt werden. Das ist Irrsinn."

      Aber auch die Spielergagen von heute sind Ducke ein Graus. "2 Millionen Jahresverdienst für einen Spieler - was soll das?", zielt Ducke auf den für Wolfsburg spielenden Bosnier Edin Dzeko, dessen von Mailand gebotene Gage durch die Medien ging. "Das ist doch total bescheuert", wird er wieder laut und rechnet vor, wie er selbst als junger Spieler sich nach zwei Jahren gut 19 000 DDR-Mark zusammengespart hatte, dafür Möbel kaufte und seine Wohnung einrichtete. Als Abfindung nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Fußballerkarriere 1975 bekam er 3000 DDR-Mark. "Das war schon damals was. Aber die Welt ist anders geworden." Welchen Unterschied sieht er zwischen den Spielern von damals und heute? "Damals waren wir volksverbundener, es ging nicht ums Geld."

      Warum haben er und seine Mitstreiter nicht mal auf den Tisch gehauen, als es in Jena drunter und drüber ging, wird Ducke gefragt. "Wir haben es ja versucht", sagt der ehemalige Stürmer, "aber hören wollte es niemand. Da haben andere das Sagen. Also lassen wir es bleiben. Das kann ich zumindestens für mich sagen", stellt Peter Ducke fest. Da ist eine Verbitterung nicht zu überhören.

      Was dem studierten Sportwissenschaftler und späteren Sportlehrer Ducke wirklich Sorgen macht ist der Fußballnachwuchs, um den er sich auch selbst kümmert. Zu wenig wachse da aus den Klubs nach, zu viel werde eingekauft. Und dann diese Sportschulen: "Was machen die da eigentlich, wenn kein Spieler oben ankommt?", fragt der Mann, der unter dem Spitznamen "Schwarzer Peter" in die Fußballgeschichte eingegangen ist.

      Aus der geplanten Stunde wurden zwei. Peter Ducke stellte Sparkassenvorstandsvorsitzenden Helmut Schmidt am Ende auf dessen Anfrage hin in Aussicht, auch mal ein Treffen ehemaliger DDR-Oberligaspieler in Schleiz durchzuführen.
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    • Keine Einigung zwischen FC Carl Zeiss und Linke


      Der FC Carl Zeiss Jena und sein ausgeschiedener Geschäftsführer Carsten Linke haben sich gestern beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht in Jena nicht einigen können.

      Linke hatte Klage eingereicht, weil er seinen Vertrag in Jena um eine Spielzeit verlängert sieht. Er stützt sich auf die Ereignisse am 29. Mai, jenem Tag, an dem Trainer René van Eck zurückkehrte. In einem Gespräch habe Präsident Peter Schreiber im Beisein des heutigen Vizepräsidenten Michael Meier die Verlängerung mündlich zugesagt und diese Aussage bei einer Pressekonferenz am gleichen Tage wiederholt.

      Im Juni verhandelte der Präsident, der mittels Einzelprokura alleinige Entscheidungen in der Fußball-Spielbetriebs GmbH treffen kann, mehrfach mit Linke. Laut Schreiber, der nicht im Gerichtssaal anwesend war und sich durch einen Anwalt vertreten ließ, sprach man dabei über die Vertragsmodalitäten und ist sich nicht einig geworden.

      Linke hingegen sagt, dass der Vertrag durch die Einwilligung am 29. Mai bereits zustande gekommen war und es nur um die Reduzierung des Gehaltes wegen der klammen Kassen ging.

      Linke verdiente als Sportchef 6000 Euro brutto und 300 Euro pro gewonnenem Punkt. Als er Geschäftsführer wurde, erhielt er 2500 Euro Zuschlag. In der neuen Saison wollte der FC nur 6000 Euro im Monat zahlen - laut Linke traf man sich bei 7500 Euro.

      Richter Harald Maiwald ließ durchblicken, dass Linkes Erfolgsaussichten gering seien. Er sei als Kläger in der Beweispflicht, dass tatsächlich ein Vertrag zustande gekommen ist. Da nichts schriftlich vorliegt, kann eine solche Übereinkunft nur mündlich zustande gekommen sein. Heißt: Linke braucht Zeugen, und dafür kommt eigentlich nur der Präsident Schreiber infrage, der aber einen Vertragsabschluss bestreitet und parteiisch ist. "Eine bloße Aussage auf einer Pressekonferenz reicht nicht", sagte Maiwald.

      Der Richter strebte eine gütliche Einigung an. Während der einjährigen Vertragslaufzeit würde Linke einen sechsstelligen Betrag verdienen. Als Vergleich bot der FC Carl Zeiss 4000 Euro an, die Linke jedoch ablehnte. Maiwald setzte daraufhin im Oktober eine Verhandlung an. Dann kommen weitere Punkte zur Sprache. Linke hat inzwischen Kündigungen erhalten, aber noch kein Gehalt für den Monat Juni.
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    • Nils Petersen

      Noch besser machte es der FC Energie Cottbus. Im letzten Test vor der Pokalaufgabe gegen den 1. FC Magdeburg fegten die Lausitzer Grün-Weiß Weißwasser mit 20:0 vom Platz. Am zielsichersten beim höchsten Sieg in der Vereinsgeschichte für den kaum geforderten FCE waren Nils Petersen (5)sowie Sergiu Radu und Marc Zimmermann mit jeweils drei Treffern.
    • Thomas Gerstner

      ich wusste doch das ich den Namen noch kenne...und er ist es wirklich.

      Thomas Gerstner ist seit dem 24.06.2009 Trainer der Bundesliga-Absteigers Arminia Bielefeld. Thomas Gerstner lief für unseren glorreichen FCC von 1996 - 1999 als Spieler auf den Platz, in der Saison 98/99 war er Spielertrainer. Über die Stationen Jena - SV Straelen - FC Schöneberg 95 - SK Sturm Graz (Co-Trainer) landete er am 24.06.2009 als Cheftrainer bei Arminia Bielefeld.

      Viel Erfolg :winke:
    • "Ich bedaure, dass ich nicht im Ausland war"


      ZEIT ONLINE: Herr Schneider, obwohl Sie Ihre Profikarriere beenden mussten, ist es nicht einfacher geworden, einen Interviewtermin zu bekommen.

      Bernd Schneider: Es ist momentan schwierig, weil ich oft zwischen Leverkusen und Jena hin- und herpendle. Jetzt gönne ich mir das endlich mal, Freunde, meine Eltern, Schwester und Schwiegereltern zu besuchen. Dafür war die Zeit bislang immer begrenzt.
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      ZEIT ONLINE: Die Enttäuschung in Jena wird groß sein: Der beste deutsche Techniker wollte dort seine Karriere ausklingen lassen. Jetzt ist er Sportinvalide.

      Schneider: Viele bedauern, dass ich nicht mehr Fußball spielen kann, gerade in Jena. Das ist schon ärgerlich, ich hatte das in meinem Kopf schon geplant. Ich hätte nie gedacht, dass ich mir mal so eine Verletzung zuziehe wie beim Spiel in St. Petersburg im April 2008. Da habe ich einen Schlag in den Rücken bekommen und musste an der Bandscheibe operiert werden.

      ZEIT ONLINE: Merken Sie diese Verletzung im Alltag?

      Schneider: Ich habe keine Schmerzen, aber damit Profifußball zu spielen, wäre zu gefährlich, da auch das Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ich habe auch Verantwortung meiner Familie gegenüber. Mal ehrlich: Es ist doch niemand gestorben. Ich darf nicht mehr auf den Rasen. Aber es gibt auch ein Leben nach dem Fußball.

      ZEIT ONLINE: Das bezweifeln alle, die Sie kennen.

      Schneider: Okay, mir fehlt jetzt ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Aber es kann ja jetzt nicht aufhören, ohne Fußball.

      ZEIT ONLINE: Der Augenblick muss schlimm gewesen sein, als die Ärzte bei einer Nachuntersuchung festgestellt haben, dass Sie sofort aufhören müssen.

      Schneider: Ich wollte es erst nicht so richtig wahr haben. Obwohl ich 13 Monate verletzt war und mich darauf einstellen konnte. Die Ärzte haben von Anfang an darauf hingewiesen, dass es Komplikationen geben könnte.

      ZEIT ONLINE: Müssen wir befürchten, dass Sie in ein mentales Loch gleiten?

      Schneider: Bis jetzt kann ich ganz gut damit umgehen, weil noch kein Ball rollt. Wenn die Saison wieder losgeht, wird es schwieriger.

      ZEIT ONLINE: Betrachten Sie die Welt nach diesem Schock mit anderen Augen?

      Schneider: Nein. Jetzt beginnt einfach eine andere Lebensphase, in der ich mich erst mal orientieren muss. Ich kann mich bei Bayer umschauen, im Scouting, Marketing und im Jugendbereich. In ein bis zwei Jahren will ich wissen, was zu mir passt.

      ZEIT ONLINE: Sie haben nach der langen Verletzungspause noch ein Comeback in der Bundesliga gefeiert: 13 Minuten gegen Mönchengladbach.

      Schneider: Ja, das war am 16. Mai 2009. Daran haben nicht alle Neurochirurgen geglaubt. Was ich da erlebt habe, kann ich nicht in Worte fassen, das war so großartig. Wie mich die Fans gegen Gladbach unterstützt und gefeiert haben, das war einer der bewegendsten Momente in meinem Leben. Das werde ich nie vergessen.

      ZEIT ONLINE: Sie wirkten sehr gerührt. Hätten Sie sich als abgehärteter Profi noch solche Emotionen zugetraut?

      Schneider: Nein, ich war völlig überrascht von mir. Auf einmal liefen die ganzen Monate ab in meinem Kopf, in denen ich mich gequält hatte. Ich war so nervös, wie vor meinem ersten Bundesliga- und Länderspiel. Es war als hätte ich eine 20-Kilo-Bleiweste auf dem Rücken. Alles war schwer, ich konnte meine Beine kaum gerade nach vorne bewegen.

      ZEIT ONLINE: Dass Sie kurz darauf im Pokalfinale nicht mehr zum Einsatz gekommen sind, hat Sie geärgert.

      Schneider: Nicht nur ein bisschen. Es ist nicht meine Art, nachzutreten, aber das hat mir persönlich besonders wehgetan. Wir lagen 0:1 zurück und Trainer Bruno Labbadia hat erst in der 85. Minute gewechselt. Da war mehr drin. Da war ich sauer.

      ZEIT ONLINE: Solche Situationen bleiben Ihnen jetzt erspart. Wie die anstrengenden Läufe in der Saison-Vorbereitung.

      Schneider: Die werde ich nicht vermissen. Trotzdem darf ich nicht von heute auf morgen aufhören mit dem Sport, ich muss ja langsam abtrainieren. Ich war in Jena viel mit dem Mountainbike unterwegs. Und ich laufe regelmäßig. Nur muss ich nicht mehr auf die Uhr schauen und kann nebenbei die Natur genießen. Ich möchte bald eine Kreuzfahrt machen, die Mittelmeerrouten geben viel her. Da kann ich mir in kurzer Zeit viele Städte anschauen. Als Profi sieht man von den Städten immer nur den Flughafen, das Hotel und das Stadion. Ich bin kein Kulturverrückter, aber ich möchte mir das mal in Ruhe anschauen.

      ZEIT ONLINE: Sie sind also der Typ für Pauschalreisen?

      Schneider: Nein, es entspricht eher meinem Naturell, ohne große Ausrüstung in die Natur zu gehen. Ich habe eine Skatrunde mit Freunden in Jena, da haben wir beschlossen, bald eine Abenteuerreise zu machen. In Norwegen oder Schweden eine Hütte mieten und paddeln.

      ZEIT ONLINE: Lassen Sie uns von schönen Momenten im Fußball reden. Sie haben bei der WM 2002 mit Ihrer Technik selbst die Südamerikaner begeistert: Weißer Brasilianer wurden Sie genannt. Sie haben Thüringen näher an Brasilien gerückt, das hat vorher keiner geschafft.

      Schneider: Es war eine Auszeichnung von Spielern wie Emerson so genannt zu werden. Aber wichtiger war mir mein Spitzname Schnix, das kommt von schnixeln, das bedeutet in Thüringen tricksen.

      ZEIT ONLINE: Gibt es nach Ihnen noch überragende Techniker in der Bundesliga?

      Schneider: Bastian Schweinsteiger. Hervorragend sind auch Marko Marin, Mezut Özil und Gonzalo Castro. Aber eine tolle Technik allein reicht nicht für ganz oben. Ich habe mich in jungen Jahren auch viel zu sehr darauf verlassen. Aber zum Fußball gehört mehr dazu, das habe ich erst im Laufe der Jahre begriffen. Für mich war es ganz gut, dass ich eine Zeitlang rechter Verteidiger gespielt habe. Da habe ich gelernt, meine Qualitäten für die Mannschaft einzusetzen.

      ZEIT ONLINE: Sie sind heute recht gesprächig. Dabei sind Sie als Interviewmuffel gefürchtet.

      Schneider: Das ist schon richtig, dass ich lieber Fußball gespielt habe als zu reden. Für mich war das einfach nervig zu erklären, warum ich den Ball da hin gespielt habe und nicht dort. Ich habe selten Interviews gegeben und deswegen nicht schlechter gelebt.

      ZEIT ONLINE: Sie waren immer der Anti-Star.

      Schneider: Ich wollte nie im Mittelpunkt stehen, deswegen habe ich mich auf die Arbeit konzentriert. Ein Star, das wollte ich nie sein. Der Bundesliga-Rummel wird mir nicht fehlen.

      ZEIT ONLINE: Fußballer sagen oft: Ich würde alles wieder genau so machen.

      Schneider: Ich nicht. Ich bedaure, dass ich nicht ins Ausland gegangen bin, als ich gute Angebote aus Spanien hatte. Wie es dort gelaufen wäre, weiß man nicht, aber ich hätte es versuchen sollen.

      ZEIT ONLINE: Sie waren zu passiv, zu bodenständig?

      Schneider: Ja, aber ich habe mich immer heimisch gefühlt in Leverkusen, vielleicht war ich deshalb so zurückhaltend.

      ZEIT ONLINE: Sie waren bei der WM 2006 dabei, als Jürgen Klinsmann eine kleine Revolution im deutschen Fußball anzettelte.

      Schneider: Das mag jetzt blöd klingen: Für mich waren die Fitness-Übungen am wichtigsten, mit und ohne Gummiband. Ich habe mit 32 Jahren gelernt, mich so gezielt auf ein Spiel vorzubereiten, dass ich die optimale Leistung abrufen kann. Fitness, Vorbereitung, Regeneration da konnte ich viel dazulernen. Unter Klinsmann habe ich einige neue Muskelgruppen persönlich kennengelernt. Im physischen Bereich war ich da auf einem absolut guten Niveau.

      ZEIT ONLINE: Sie haben immer davon geträumt, noch 2010 in Südafrika anzutreten.

      Schneider: Das war mein Ansporn, da wollte ich unbedingt hin. Dafür habe ich mich gequält. Ich habe überlegt, mit meiner Skatgruppe zur WM zu fahren, aber jetzt haben alle ein wenig Angst wegen der Sicherheitslage. Vielleicht fahre ich da als Fan hin. Ich war schon immer Deutschland-Fan und das wird auch so bleiben.

      ZEIT ONLINE: Schon immer, auch zu DDR-Zeiten?

      Schneider: Ganz am Anfang war ich für Argentinien, auch wegen Maradona. Aber bei der WM 2006 ist auch der letzte Rest Sympathie für Argentinien verflogen, weil die Spieler so rüpelhaft aufgetreten sind.

      ZEIT ONLINE: Wenn Sie mal dabei sind, haben Sie viel zu erzählen. Sie könnten ein Buch damit füllen.

      Schneider: Das bräuchte ich nicht unbedingt. Lieber ein Kinderbuch mit dem Helden Schnix, der mit dem Ball sogar Brasilianer verzaubern kann. Das wäre mir zumindest nicht unangenehm.
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    • Simak keine Option für den FC Carl Zeiss

      Stuttgart (OTZ/tz). Mittelfeldspieler Jan Simak (30) sucht einen neuen Verein - aber eine Rückkehr zum FC Carl Zeiss Jena ist keine Option.

      Simak steht beim VfB Stuttgart unter Vertrag, sieht aber nach der Rückkehr von Alexander Hleb keine ausreichende Perspektive. Sein Manager bat den Verein um die Wechselfreigabe, die Sportdirektor Horst Heldt zähneknirschend akzeptierte. Stuttgart will jedoch eine Ablöse für den tschechischen Mittelfeldspieler sehen.

      Aber nicht allein aus diesem Grund scheitert eine Rückkehr nach Jena. Der Verein kann sich keinen weiteren Spieler auf der Gehaltsliste leisten. "Schon gar nicht einen vom Schlage eines Jan Simak , sagte FC-Geschäftsführer Andreas Trautmann mit Verweis auf die angespannte finanzielle Situation - so gern er den versierten Techniker noch einmal im Zeiss-Dress sehen würde. Simak spielte in der Saison 2007/08 in der zweiten Bundesliga für den FC Carl Zeiss und glänzte als bester Spieler der Liga. Er wechselte für 400 000 Euro zum VfB Stuttgart - ein Nachschlag wird fällig, falls sich der VfB für die Champions League qualifiziert.
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