Angepinnt Informationen für Gäste und Geschichte des FC Carl Zeiss Jena

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    • Informationen für Gäste und Geschichte des FC Carl Zeiss Jena

      Zur Geschichte des FCC:

      Der Verein wurde am 13. Mai 1903 als Fußball-Klub „Carl Zeiß“ Jena gegründet. Nach zwischenzeitlich verschiedenen Umbenennungen erfolgte im Januar 1966 die Wiedergründung als FC Carl Zeiss Jena.

      Vereinslogos / Vereinsembleme

      Vereinslogo von 1911 bis 1917.
      1911 wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen. Die Jahreszahl 1904 steht im Logo, da seit 1904 eine offene Mitgliedschaft möglich ist. Von vor 1911 ist kein Vereinslogo bekannt.

      Vereinslogo von 1917 bis 1945

      Vereinslogo von 1946 bis 1948

      Vereinslogo von 1949 bis 1951

      Vereinslogo von 1951 bis 1954

      Vereinslogo von 1954 bis 1963

      Vereinslogo von 1963 bis 1965

      Vereinslogo von 1966 bis 1975


      Aktuelles Vereinslogo seit 1975


      Der dreifache DDR-Meister hat 3500 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind Blau, Gelb und Weiß. Der größte Erfolg in der Geschichte des Vereins war 1981 der Einzug in das Finale im Europapokal der Pokalsieger.

      Erfolge
      • 1981: Finalist im Europapokal der Pokalsieger
      • 1962: Halbfinalist im Europapokal der Pokalsieger
      • 87 Europapokalspiele
      • 1963, 1968, 1970: DDR-Fußballmeister
      • 1958, 1965, 1966, 1969, 1971, 1973, 1974, 1975, 1981: DDR-Vizemeister
      • 1977, 1979, 1980, 1983, 1986: Dritter der DDR-Meisterschaft
      • 1960, 1972, 1974, 1980: DDR-Pokalsieger
      • 1965, 1968, 1988: DDR-Pokalfinalist
      • 2008 Halbfinalist DFB-Pokal
      • 1910, 1911, 1912, 1913, 1917, 1918, 1924, 1925, 1926, 1927, 1931, 1933: Meister Gauliga Thüringen
      • 1935, 1936, 1940, 1941: Meister Gauliga Mitte
      Stadion:

      Heimstätte des FC Carl Zeiss ist das 15.610 Zuschauer fassende Ernst-Abbe-Sportfeld. Die 4.020 Sitzplätze auf der Haupttribüne sind überdacht, während die Gegengerade – nach der Aufstockung durch eine 2.500 Zuschauer fassende Stahlrohrtribüne im August 2007 – über weitere 5.052 Sitzplätze verfügt. Das Stadion verfügt über eine Flutlichtanlage mit vier Stahlhohlmasten. Das am 24. August 1924 mit dem Freundschaftsspiel gegen den VfL Halle 1896 (1:1) eingeweihte Stadion liegt direkt an der Saale südlich des Jenaer Stadtzentrums. Der Zuschauerrekord liegt bei 27.500 Zuschauern, aufgestellt im Europapokal-Halbfinale am 28. März 1962 gegen Atlético Madrid. Der Nachwenderekord wurde am 31. Oktober 2007 in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Nürnberg mit 15.610 Zuschauern aufgestellt.

      Stadt Jena:

      Stadtwappen



      Bundesland: Thüringen
      Landkreis: Kreisfreie Stadt
      Höhe: 155 m ü. NN
      Fläche: 114,29 km²
      Einwohner: 102.752 (31. Dez. 2007)
      Bevölkerungsdichte: 899 Einwohner je km²
      Postleitzahlen: 07701–07751
      Vorwahl: 03641
      Kfz-Kennzeichen: J
      Webpräsenz: www.jena.de
      Oberbürgermeister: Albrecht Schröder (SPD)

      Lage der Stadt Jena in Thüringen


      Anfahrt für Gäste:

      Per Autobahn A4 Abfahrt Jena-Zentrum, auf die Stadtrodaer Straße abbiegen und weiter Richtung Zentrum fahren. Nach ca. 5 Kilometern taucht das EAS auf der linken Seite auf. Entweder ihr parkt auf dem Großparkplatz auf der rechten Seite oder ihr biegt an der Kreuzung links ab, fahrt gleich wieder links an der Kassenhäuschen vorbei auf den eigentlichen abgeriegelten Gästeparkplatz direkt hinter dem Gästeblock O.

      Per Bahn fahrt ihr bis zum Bahnhof Jena-Paradies (auch ICE und IC-Bahnhof, verlasst den Bahnhof in Richtung Saale und lauft ca. 10 Minuten zu Fuß durch den Paradiespark zum Stadion. Oder alternativ mit den Straßenbahnlinien 4 + 5 in Richtung Lobeda bis Sportforum.

      Weitere Infos:

      Informationen für Gästefanbetreuung

      Ansprechpartner Jena
      Leiter FC-Ordnungsgruppe:
      Matthias Schau, Tel. (0170) 5882903

      Fan-Beauftragter:
      Hans-Heinrich Tamme, Tel. (0176) 20393437

      Fan-Projekt Jena e.V. :
      Matthias Stein, Tel. (0173) 3970701
      Lutz Hofmann, Tel. (0173) 3970702

      Gästefans:

      Block „O“ in der Südkurve des Stadions. Eigener Zugangs- und Kassenbereich. Gästeparkplatz ist der Parkplatz Bädergesellschaft hinter dem Gästeblock.

      Festlegungen für Gästefans:

      Gestattet sind 1 Vorsänger (mit Megaphon! – Besteigen des Zauns durch 1 Capo wird toleriert, geschieht jedoch ausdrücklich auf eigene Gefahr!), Trommeln, Fahnen und Doppelhalter gem. Stadionordnung (bis Stablänge 1,20 m und Stabdurchmesser 3 cm) sowie bis 5 große Schwenkfahnen nach vorheriger Anmeldung über die jeweiligen Fan-Beauftragten oder Fan-Projekte (mögl. mit Fahnenpass des Gastvereins) und Zaunfahnen. Bei hoher Kapazitätsauslastung des Gästeblocks ist über die Ordnungsdienste in geeigneter Form Einfluss zu nehmen, dass durch die Zaunfahnen keine Sichtbehinderungen entstehen. Hier kann z.B. festgelegt werden, dass diese im Gästeblock bis maximal 1,20 m Höhe angebracht werden können. Der Rückwärtige Zaun des Gästeblocks kann ohne Einschränkungen mit Zaunfahnen versehen werden.

      Getränke können nur bis maximal 0,2 l in Tetrapak-Verpackungen mitgeführt werden.

      Rucksäcke und Bauch- bzw. Gürteltaschen sind nicht gestattet und müssen am Einlass abgegeben werden bzw. sollten in den Fahrzeugen gelassen werden.

      Verboten sind im Ernst-Abbé-Sportfeld Kleidungsstücke und Accessoires rechter Kleidungsmarken wie „Thor Steinar“

      Hausordnung

      Festlegung des Veranstalters FC Carl Zeiss Jena e.V. im Rahmen der Ausübung des privaten Hausrechts in Ergänzung der „Stadionordnung für das Ernst-Abbé-Sportfeld in der Fassung vom 20.03.2006“

      Im Rahmen der Ausübung seines privaten Hausrechts als Veranstalter von Fuß-ballveranstaltungen legt der FC Carl Zeiss Jena e.V. für alle Heimspiele sämtlicher Mannschaften des FC Carl Zeiss Jena e.V. in Ergänzung des § 6 („Verbote“) der Stadionordnung für das Ernst-Abbé-Sportfeld in der Fassung vom 20.03.2006 folgendes fest:

      Verboten ist den Besuchern der Heimspiele aller Mannschaften des FC Carl Zeiss Jena e.V. neben den in § 6 („Verbote“) der Stadionordnung für das Ernst-Abbé-Sportfeld in der Fassung vom 20.03.2006 aufgeführten Verboten weiterhin:



      • Fahnen, Transparente, Aufnäher oder Kleidungsstücke zu tragen oder mitzuführen, deren Aufschrift Symbole verfassungsfeindlicher Organisationen zeigt

      • Kleidungsstücke zu tragen oder mitzuführen, deren Herstellung, Vertrieb oder Zielgruppe nach allgemein anerkannter Ansicht im rechtsextremen Feld anzusiedeln sind. Hierzu wird eine entsprechende Liste geführt und regelmäßig ergänzt.

      Liste verbotener Kleidung:

      Kleidungsstücke, deren Herstellung, Vertrieb oder Zielgruppe nach allgemein anerkannter Ansicht im rechtsextremen Feld anzusiedeln sind (Strafrechtlich verbotene Symbole wie Hakenkreuz, FAP-Parteiabzeichen, Sig-Rune der verbotenen ANS/NA, NF-Symbol, Odalrune, Wolfsangel, Keltenkreuz, Gauwinkel, SS-Symbole usw. werden nicht gesondert aufgeführt)

      Kleidungsmarken und / oder –aufschriften:


      • Thor Steinar
      • Landser
      • Masterrace
      • CONSDAPLE (nicht zu verwechseln mit LONSDALE !!!)
      • Ultima Thule

      Aufschriften, Symbole, Zahlencodes:


      • 18 (= Adolf Hitler)
      • 88 (= Heil Hitler)
      • 14 bzw. 14 Words (geht auf ein Zitat des US-Nazis David Lane zurück)
      • Kombination 14/88 bzw. 1488
      • 28 (= Blood & Honour – in Deutschland verbotene Nazi-Organisation)
      • Blood & Honour bzw. B & H (s.o.)
      • Combat 18 bzw. C 18 (“bewaffneter Arm” von B & H)
      • Hammer und Schwert (u.a. ehem. Gaufeldzeichen der HJ)
      • Rudolf Heß
      • Schwarze Sonne (12armiges Hakenkreuz bzw. Rad aus 12 Sig-Runen)
      • Zahnrad (Symbol Reichsarbeitsdienst bzw. Deutsche Arbeitsfront, Symbol der verbotenen FAP)
      • Ku Klux Klan (KKK) / KKK-Kreuz / KKK-Blutstropfen
      • White Power / White-Power-Faust
      • RaHoWa bzw. Racial Holy War (z. dt. “Heiliger Rassenkrieg”)
      • WAR bzw. White Aryan Resistance / WAW bzw. Weißer Arischer Widerstand
      • ZOG (Zionist Occupied Government – z. dt. “Zionistische Besatzungsregierung”)


      Achtung: Symbole mit zerschlagenem Hakenkreuz bzw. Hakenkreuz, das in Mülleimer geworfen wird sind nicht strafbar !!!


      UNBEUGSAM & UNVERKÄUFLICH

      Souvent blessé, jamais vaincu
    • Ticketpreise

      Die Preise für die Tickets in der Saison gibt es auf der FCC-Homepage - sie betragen

      (1. Preise = Tageskarte, 2. Preis = Dauerkarte):

      Tribüne Block A/B/E Vollzahler: 22,00 Euro # 294,00 Euro
      Tribüne Block A/B/E ermäßigt: 18,00 Euro # 238,00 Euro
      Sitzplatz Block H - M Vollzahler: 11,00 Euro # 168,00 Euro
      Sitzplatz Block H - M ermäßigt: 8,00 Euro # 120,00 Euro
      Stehplatz Vollzahler: 8,00 Euro # 140,00 Euro
      Stehplatz ermäßigt: 6,00 Euro # 105,00 Euro


      Ticketcenter im Stadion:
      Das Ticketcenter ist montag bis freitags von 14 - 19 Uhr und zu Sonderöffnungszeiten an Heimspieltagen geöffnet. Sowohl in der Geschäftsstelle als auch im Ticketcenter des FC Carl Zeiss Jena sind keine telefonischen Bestellungen möglich. Allerdings werden im Ticketcenter gern unter Tel. 03641/765 128 während der o.g. Öffnungszeiten Auskünfte erteilt.
      Email: ticket@fc-carlzeiss-jena.de
      Ich bin Fan einer bewegungsorientierten Verabredungskultur.

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      DUCHATELET CASSE-TOI!
    • Den Titel des Spitzenreiters der ewigen DDR-Oberliga-Tabelle kann Carl Zeiss Jena keiner mehr nehmen.

      Warum das in den Jahren der Wende-Wirren niemand mehr interessierte, verrät unser Ostfußball-Experte Mathias Ehlers.
      Das Schicksal der Ost-Vereine #9 - FC Carl Zeiss Jena

      FC Carl Zeiss Jena
      Platz 6 / 29:23 Punkte / 24:23 Tore

      Es mag ja sein, dass der BFC Dynamo Rekordmeister ist, dass Dynamo Dresden die meisten Zuschauer lockte, dass der 1. FC Magdeburg den einzigen Europapokal in die DDR holte. Alles schön und gut, doch Tabellen lügen nicht und im ewigen Tableau der Oberliga thront jemand anderes: der FC Carl Zeiss Jena.

      Vor dem letzten Spieltag der Oberliga, interessierte das in und um Jena jedoch niemanden. Es ging um den sechsten Platz, der an jenem 24. Mai 1991 eidie Welt bedeutete. Jena fuhr als Siebter zum Auswärtsspiel nach Cottbus, zu Energie, einem feststehenden Absteiger. Schützenhilfe war nötig, ausgerechnet von den Rivalen aus Erfurt, die Jenas größten Konkurrenten um die 2. Liga, Stahl Brandenburg, empfingen. Erfurt lieferte die Steilvorlage und schlug Stahl 2:1. Es war nur noch an Jena, doch das Cottbusser Tor war offenbar kleiner als sonst. Libero – die Älteren werden sich an diese Position erinnern – Heiko Peschke musste erledigen, was den Stürmern nicht gelang. Mit einem Vorstoß knackte er Energies Abwehr und machte den wichtigen Treffer. Ekstatisch rannte die Mannschaft in die Fankurve und ließ sich feiern. Heiko Weber legte sogar noch einen drauf. Es sollte der letzte Treffer der Oberligageschichte werden. Erzielt vom Ewigen Tabellenführer. So schließen sich Kreise.

      Perry Bräutigam, Olaf Holetschek, Jürgen Raab

      Jena schaffte also den Sprung in den Profifußball, auch wenn diese diese zur Floskel verkommene Sprachregelung immer wieder unterschlägt, dass auch die letzte Saison der Oberliga nichts anderes als bezahlter Fußball war. Die Thüringer kamen gut in die Gänge, waren sogar kurzzeitig Tabellenführer und beendeten die Saison als Fünfter. Den Abstiegskampf überließen sie anderen. Perry Bräutigam, Olaf Holetschek, Jürgen Raab – kein schlechter Kader, der West-Import Klaus Schlappner zur Verfügung stand. Schlappner war es auch, der dem deutschen Fußball einen großen Gefallen tat und einen gewissen Bernd Schneider zum Debüt verhalf. Im Jahr darauf gab Jörg Böhme seinen Einstand, Früchte einer hervorrganden Jugendarbeit.

      Die Saison 1992/93 war ein ziemlicher Akt, 24 Teams, 46 Spiele. Eine Menge Holz für Spieler, der aus der Oberliga nur 26 Spieltage gewohnt waren. Doch ohne große Schwankungen verbrachte Carl Zeiss die Saison im oberen Drittel der Tabelle. Am Ende waren sie Achter und schienen sich im gesamtdeutschen Fußball etabliert zu haben. Die nächste Saison begann mies, Jena rutschte unten rein und wollte sich von einem alten Bekannten helfen lassen. Hans Meyer kam, sah und scheiterte. Abstieg in die Regionalliga. Eberhard Vogel, noch so ein alter Bekannter aus besten Jenaer Zeiten, übernahm und korrigierte umgehend den Betriebsunfall. Es folgten zwei passable Jahre in der 2. Liga und ein erneuter Abstieg, wieder im dritten Jahr. Weitere drei Jahre später der Schock. Abstieg aus der Regionalliga. Während Schneider und Böhme die Bundesliga eroberten, plumspte der einstige Europapokalfinalist in die Oberliga - kein exklusives Dilemma. Die Südstaffel der Oberliga Nordost verkam zur Jahrtausendwende zur illustren Runde gescheiterter Größen. Dynamo Dresden, der 1. FC Magdeburg, der VfB Leipzig, der Hallesche FC, der FC Sachsen Leipzig, nun auch Carl Zeiss Jena. Gefangen zwischen dem Glanze der Vergangenheit und dem tristen Grau der Gegenwart.

      Wie naive Lemminge stürzten sie von einem Berg, den sie einst mit großem Optimimus bestiegen. Sie merkten, dass ihr großer Name nur noch wenig wert war und begriffen sich zunehmend als Wendeverlierer. Vier Jahre steckte Jena im Oberligaexil, sie spielten grandiose Hin- und desaströse Rückrunden. Rund um das Ernst-Abbe-Sporfeld kursierte das böse Wort von der Unaufsteigbarkeit. Erst Heiko Weber fand ein Mittel gegen den offensichtlichen Fluch. Nach zwei Relegationsspielen gegen den Sieger der Nordstaffel, den MSV Neuruppin, war Carl Zeiss wenigstens wieder drittklassig. Ein Jahr später gar in der 2. Liga angekommen. Jena bewies, wie schnell es mit Seriösität und Behaarlichkeit nach oben gehen kann – um dann zu zeigen, wie schnell diese Werte im Erfolg vergessen werden können. Zwei Aufstiege und einen Klassenerhalt später war Weber nicht mehr gut genug, es kam Frank Neubarth, ihm folgte Valdas Ivanauskas, ein paar Wochen später Henning Bürger.

      Frank Neubarth, Valdas Ivanauskas, Henning Bürger

      Unterdessen wurde die Lizenzspielerabteilung des Vereins in eine GmbH überführt, Grundvorraussetzung für externe Investments. Und, siehe da, Präsident Rainer Zipfel, hatte gleich einen passenden Investor parat. Ein russisches Konsortium, eine gewise Alpha Investment Group, wollte 25 Millionen Euro nach Thüringen überweisen. Als Gegenleistung erwarteten die Russen 49 Prozent der GmbH und einen Statthalter auf dem Sessel des Geschäftsführers. Nun ja, seriös wirkte die Geschichte nicht. Über Monate zog sich die Diskussion über einen Einstieg, bis die DFL »Njet« sagte.

      Stattdessen standen plötzlich drei unbekannte georgische Spieler im Kader. Warum, wussten nur diejenigen, die darüber nicht reden wollten. Zipfel verlor so langsam sein Gesicht. Sponsoren machten ihr Engagement von dessen Demission abhängig, und die Öffentlichkeit erfuhr von einem Vertrag, der Carl Zeiss zum Bezug seiner Ausrüstung bei einem lokalen Sportgeschäft verpflichtet. Sehr seltsam für einen Verein, dessen Ligakonkurrenten durchweg direkt von Sportartikelherstellern ausgerüstet werden. Dass dieser ominöse Sportshop einem Aufsichtsratmitglied gehört, war aber sicher nur Zufall.

      Auf immer und ewig Spitzenreiter der Oberliga-Tabelle

      In Jena begann ein heftiges Stühlerücken. Trainer, Manager, Sportdirektoren und Geschäftsführer wechselten unentwegt. Eine peinliche Posse auf dem Niveau einer Daily Soap. Das Team rauschte entsprechend wieder in die Regionalliga, allerdings nicht ohne im DFB-Pokal zu erstaunen. Erst mit dem Halbfinale in Dortmund war Feierabend. In der Regionalliga strampelte Jena unruhig, entliess Trainer Bürger, dann seinen Nachfolger Rene van Eck und zu guter letzt auch dessen Erben Marc Fascher. Zum Klassenerhalt am letzten Spieltag reichte es trotzdem.

      Nun sitzt wieder van Eck auf dem Schleudersitz. Es heißt, sein Konzept habe den Vorstand überzeugt. Kein Stein bleibt derzeit auf dem anderen, doch wenigstens steht fest: Spitzenreiter der ewigen Oberliga-Tabelle wird Carl Zeiss Jena immer bleiben.
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    • Jena ist zwar die schönste Stadt auf der Welt, aber überhaupt nicht einzigartig! Die TLZ veröffentlichte in den letzten Wochen Beiträge über "Jena" in aller Welt. Bisher gemeldet wurden:

      Städte und Ortschaften

      * Jena heißt eine 3000-Einwohner- Kleinstadt in Louisiana/ USA.
      * Jena gibt es in Alabama/ USA, dort nicht viel mehr als ein halbes Dutzend Häuser.
      * Die Siedlung Jena in Florida/ USA bietet schöne Wassergrundstücke aber wohl auch Krokodile.
      * Jena in Tennessee/USA liegt an einem Gleisdreieck, sonst ist nicht viel los.
      * Jena in Maryland/USA: Auf dem Luftbild ist nicht mal ein Haus, aber ein See zu sehen.
      * Das Dorf Jena gibt es in Rumänien, nahe der Jenaer Partnerstadt Lugoj.
      * Das Dorf Iena auf der Insel Korsika ist ganz klein.
      * Die Farm "Jena" in Namibia wurde wegen familiärer Bindungen "Jena" genannt. Hans Jürgen von Hase - er verließ 1933 Deutschland - gründete die Farm 1949. Die Farm entwickelte sich zu einem Musterbetrieb für Karakulzucht.
      * Weinfans kennen Kleinjena und Großjena an der Unstrut.

      Straßen und Plätze außerhalb Deutschlands

      * Brücke, Straße, Platz und U-Bahn-Station in Paris tragen den Namen Iéna. Es soll auch einen gleichnamigen Kulturpalast geben. Im Triumphbogen ist Iéna zweimal eingemeißelt. Überhaupt ist Jena in Frankreich sehr präsent, die Schlacht von 1806 lässt grüßen.
      * Jena-Straßen in New Orleans (Louisiana), Denton (Texas), Tijiana (Mexiko), Lima (Peru), Paris (Frankreich) und auf Korsika;

      Bewegliche Objekte

      * Ein Lufthansa-Airbus A-320 trägt den Namen Jena.
      * Bei der Bahn gibt es einen auf Jena getauften ICE-Zug.
      * Für der Reederei Maersk fährt das Containerschiff Jena.
      * Jena heißt auch ein Asteroid, der am 14. März 1904 vom deutschen Astronom Max Wolf entdeckt wurde.
      * Jena heißt ein Übungsboot der Erlanger Wasserwanderer.

      historisch belegt sind:

      * ein französisches Kriegsschiff, das im Jahr 1907 im Hafen von Toulon auf mysteriöse Weise zerstört wurde,
      * ein DDR-Frachter trug den Namen MS Jena (Verbleib ungewiss);

      Hotels/Gastwirtschaften/Firmen

      * Hotel Jena mit Restaurant und Bar Jena in Mexiko-City,
      * Das "Hotel Iena" befinden sich in Angers, einer 157000-Einwohner Stadt in Frankreich.
      * leider inzwischen geschlossen: das Restaurant Jena-Paradies in Hamburg,
      * Internationale Buchhandlung "Jena" in Tokio,
      * Das Hotel "Noor El Jena" ist eine Perle in Marrakesch, leider nicht ganz billig.
      * Die Cafeteria "Jena" gibt es im nordspanischen Oviedo.
      * Auf preisbewusste Urlauber zugeschnitten ist die Unterkunft Apartment Jena in Ljubljana (Slowenien).
      * Im Mexiko gibt es mehrere Unternehmen mit "Jena" im Firmennamen: Etwa ein Betrieb, der sich auf Panoramafotos, Gravuren und sonstigen Universitätsbedarf versteht und Filialen in Yucatán, Campeche und Quintana Roo betreibt - außerdem das auf Reinräume spezialisiertes Unternehmen: Jena Clean Rooms.

      Gebrauchsgegenstände

      * Es läuft und läuft: das Stern-Röhrenradio Jena!

      Jenaer Ortstafeln

      * Auf dem Bakenberg/Rügen gibt es das "Feriendorf Jena", die Anlage besteht aus 38 schlichten Bungalows, gehörte früher der Uni, ist heute privat - und hat eine Ortstafel.
      * im Großen Walsertal (Vorarlberg/ Österreich
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    • Über 106 Jahre echte Fußballgeschichte

      Jena. (tlz) Am heutigen Freitag geht es ab 16 Uhr auf der Weihnachtsbühne der Goethe-Galerie um das runde Leder. Die Altstars Peter Ducke und Helmut Müller stellen gemeinsam mit Autor Udo Gräfe dessen neues Buch über den FC Carl Zeiss Jena vor.

      Nach dem sensationellen Erfolg der Erstauflage "Einhunderjahre FC Carl Zeiss Jena" im Jubiläumsjahr 2003 hat Gräfe die FC-Chronik überarbeitet und die Ereignisse der vergangengen sechs Jahre ergänzt. Die nun vorliegende zweibändige Vereinschronik ist mit zahlreichen Farbfotos, Tabellen, Statistiken und Spielberichten ein wunderbarer Leitfaden durch die stürmische, spannende und sehr erfolgreiche Geschichte unseres Traditionsvereins. Diese Traditionen begründen sich nicht nur auf die dreimalige Meisterschaft und vier Pokalsiege in der ehemaligen DDR, sondern sie spannen einen weiten Bogen von der Gründung des "FK Carl Zeiß Jena" im Jahre 1903 über den 1. SV Jena bis hin zum heutigen Fußball-Club Carl Zeiss Jena. Also 106 Jahre Vereinshistorie in Worten, Zahlen und auf über 750 Fotos, die mit Unterstützung durch Förderer und Sponsoren realisiert werden konnte.

      Präsentiert werde die Bände von den Jenaer Lokalmatadoren Peter Ducke und Helmut Müller. Peter Ducke spielte von 1959 bis 1977 für den SC Motor jena und den FC Carl Zeiss Jena in der 1. Männermannschaft und ist mit 207 Treffern "Torschützenkönig" des FC Carl Zeiss Jena. 1965 war er Sportler des Jahres, 1971 Fußballer des Jahres.

      Helmut Müller spielte von 1955 bis 1966 in der 1. Männermannschaft des SC Motor und des FC Carl Zeiss Jena und gehört zu den 15 Spielern Jenas, die seit 1949 mehr als 300 Pflichtspiele absolviert haben. Er ist seit 2002 Ehrenmitglied im Verein. Beide werden heute sicher aus dem Nähkästchen plaudern.




      Ist aber ein ziemlich dummer Termin, das durchziehen, wenn die Mannschaft ein Auswärtsspiel hat...
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    • Das Jena der Eisbären

      Gut zu wissen, dass es auf dieser Erde auch eine Insel gibt, die den Namen der Stadt Jena trägt.

      Die 195 Quadratkilometer große Insel befindet sich im Nordatlantik. Ein Leser hat sie entdeckt. Die Insel ist in den meisten Atlanten nur mit ihrem norwegischen Namen "Kongsøya" zu finden. "Haben Sie eine gute Landkarte? Dann schauen Sie mal zwischen Ostspitzbergen und dem Franz-Josephs-Land, dort liegt Jena!"

      "Die Insel gehört zum König-Karl-Land, einer kleinen Inselgruppe in dem zu Norwegen gehörenden Spitzbergen-Archipel. Den Namen ´Jena´ erhielt sie im Jahre 1890 bei einer Expedition mit dem deutschen Zoologen Prof. Willy Kükenthal. Kükenthal hatte in Jena studiert und hier 1884 promoviert. Im Jahre 1925 wurde die Insel von den Norwegern offiziell "Kongsøya" genannt.

      Besuchern ist es streng verboten, auf Kongsøya anzulanden. Ein Naturschutzgebiet!

      Es gibt ein paar flache Berge, die höchste Erhebung ist Retziusfjellet mit 320 Metern.

      Polarschiffsreisen auf den Spuren deutscher Forscher und in die Nachbarschaft "Jenas" gibt es aber sehr wohl.

      Melanie Epp: "Auch, wenn es nicht zu der besagten Insel geht, ist das sicher eine sehr eindrucksvolle Reise!"

      Mit einer Sondergenehmigung durften Dokumentarfilmer vor vier Jahren die Insel betreten. Sie waren seit Jahrzehnten die ersten menschlichen Gäste und bekamen an ihrer Hütte höchst aufdringlichen Besuch: Eisbärenmännchen, die 800 Kilo schwer und sehr hungrig sein können.

      Erst zerkaute ein Bär ein im Freien herumliegendes Generatorkabel, dann drückte er seine Nase gegen die Fensterscheibe. Aber alles ging gut.
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    • schaut mal hier rein, es lohnt sich!
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    • Tartanbahn geht es an den Kragen

      Im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld soll die Leichtathletik ihren Stellenwert behalten. Die Verantwortlichen des TuS bemühen sich, die Jugend-DM im Jahr 2011 in die Saalestadt zu holen. Dazu muss aber die Tartanbahn saniert werden.
      Jena. Die Abteilung Leichtathletik im TuS Jena will zusammen mit dem Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) die Deutschen Jugendmeisterschaften 2011 nach Jena holen. "Die ersten Vorgespräche liefen bereits. Bis Ende August müssen wir unsere Bewerbung offiziell eingereicht haben", sagte TuS-Abteilungsleiter Wolfgang Schmöller gestern.

      Jena und das Ernst-Abbe-Sportfeld wären nach 2000 und 2004 zum dritten Mal Ausrichter einer nationalen Leichtathletik-Meisterschaft. Im Jahr 2000 waren die besten Junioren auf der Tartan-Bahn des Ernst-Abbe-Sportfeldes am Start, 2004 die besten Jugendlichen. Schmöller wirkte sehr zuversichtlich. "Sollte Jena den Zuschlag bekommen, wären an einem Wochenende bis zu 2000 Athleten in Jena am Start."

      Nach dem letzten Heimspiel der Fußballer des FC Carl Zeiss Jena soll die mittlerweile 17 Jahre alte Tartanbahn komplett saniert werden. Der neue Belag ähnelt sehr dem Belag im Berliner Olympiastadion, wo im August 2009 die Weltmeisterschaften stattfanden.

      Christian Böhm vom Städtischen Eigenbetrieb, Kommunale Immobilien Jena (KIJ) und Interessenvertreter der Stadt Jena, schaut auch auf den überfälligen und seit zwei Jahren immer wieder aufgeschobenen Beginn der Sanierung. "Normalerweise ist ein solcher Belag für zehn, maximal zwölf Jahre angelegt, aber nicht für 17 Jahre. Bei zwölf Jahren braucht man schon Glück mit dem Wetter."

      KIJ hat die Tartanbahn für jeglichen Trainings- und Wettkampfbetrieb gesperrt. "Wir können dort keine Sportler mehr drauf lassen, da kriegen wir sofort ein Problem mit der Verkehrssicherungspflicht", sagt Böhm.

      450 000 Euro sind veranschlagt für die Komplettsanierung. Für den neuen Unterbau und den neuen Oberbau sind sechs bis acht Wochen veranschlagt. Böhm: "Wir haben schon etwas Terminnot. Denn bis zum ersten Spiel der neuen Saison der Fußballer muss die Tartanbahn fertig sein. Wir müssten eigentlich schon Ende Mai anfangen."

      Für die Leichtathleten ist die neue Bahn überlebenswichtig. "Es gibt ja schon Stimmen, die sagen, man sollte die Sanierung verschieben. Diese Meinung kann ich nicht nachvollziehen. Der Bau der Leichtathletik-Halle dauert ja auch noch. Wir sind im Jetzt. Wir können nicht für ein halbes Jahr aufhören mit der Leichtathletik in Jena. Wir haben Athleten, die sich für die Olympischen Spiele 2012 in London vorbereiten. Denen muss man Sicherheiten bieten, damit sie auch die Leistungen bringen können, die dafür nötig sind", sagt Schmöller.
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    • Ernst-Abbe-Sportfeld: FC Carl Zeiss will übernehmen

      Noch großen Verhandlungsbedarf gebe es in Sachen Übernahme des Ernst-Abbe-Stadions durch den FC Carl Zeiss Jena. Das sagte Bürgermeister Frank Schenker im Stadtrat auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Markus Giebe. Vor genau einem Jahr hatte das Stadtparlament beschlossen, die Verhandlungen mit dem Fußballclub aufzunehmen. Bisher gebe es allerdings „keine belastbaren Ergebnisse“ der Gespräche zwischen Stadt und Club. Der FC habe zwar nach wie vor Interesse an einer Übernahme, aber momentan nicht die finanzielle Kraft dafür. Zudem wolle er ein vollständig saniertes Stadion übernehmen. Und das koste viel Geld.
      Auch im Sportausschuss des Landtages soll das Thema in der kommenden Woche noch einmal auf die Tagesordnung. Im Landessport-Budget für 2010 seien keine Mittel für das Jenaer Stadion eingestellt.
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    • Die Fa. TELEGANT GmbH aus Jena hat an einem der Flutlichtmasten im EAS eine 180°-Netzwerk-Kamera angebracht, die einen super Blick auf das EAS und die Kernberge liefert:

      fccam.de/
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    • Eine Tote am Jenaer Stadion Unglück vorm Ernst-Abbe-Portal vor 34 Jahren

      Als die ersten Meldungen zur Massenpanik bei der Loveparade liefen, kamen bei Jenaer Fußballfans die Erinnerungen an ein Unglück im Ernst-Abbe-Sportfeld hoch. Dort drückte vor 34 Jahren eine Menschenmasse das Zaunstor um.
      Jena. "Es war der 9. November 1976", zitiert Mannschaftsleiter Uwe Dern aus seiner Chronik. Der FC Carl Zeiss spielte in einem internationalen Vergleich so hießen die Duelle gegen Mannschaften aus Westdeutschland gegen den 1. FC Kaiserslautern. Das Stadion war gut gefüllt. Mehr als 16 000 wollten die Bundesligaspieler im Vergleich mit ihrem Jenaer Team sehen. Zum Vergleich: Heute ist das Jenaer Stadion für 12 900 Zuschauer zugelassen.

      Udo Gräfe, heute Ehrenratsvorsitzender und Chronist des Vereins, war auch im Stadion. "Vom Vorfall habe ich nichts mitbekommen, nur später davon gehört", sagt er. Nach Spielschluss hätten die Ordner nicht alle Tore in Richtung Stadtrodaer Straße rechtzeitig geöffnet. Da diese aber nach innen zu schwenken waren, konnte der Fehler gegen die drückende Menge nicht korrigiert werden. "Die Masse hat versucht, das Tor nach draußen aufzudrücken", sagt Gräfe. Dabei knickte ein Pfeiler ein, begrub eine 19-jährige Uni-Angehörige unter sich, die außen vor den Toren wartete. Die Masse Fußballfans trampelte über die Verunglückte, die den Vorfall nicht überlebte.

      * Nach dem Unglück wurde der Eingang des Ernst-Abbe-Sportfeldes umgebaut. Foto T.Zippel

      Jenas heutiger Sportdirektor Lothar Kurbjuweit stand damals als Spieler auf dem Feld. "Intern war das Unglück ein Thema. Öffentlich wurde versucht, es klein zu halten", sagt er. Die Konsequenzen seien aber auch zur damaligen Zeit aus einem solchen Vorfall gezogen worden. So wurde der Einlass im Stadion umgebaut, um weitere derartige Unglücke zu vermeiden. Die Kassenanlagen verrichten noch heute ihren Dienst im Abbe-Sportfeld.
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    • Die deutschen Farben kommen aus Jena
      Am 12. Juni 1815 trafen sich einige von ihnen in der »Grünen Tanne« zu Jena. Dort gründeten sie die Gesamtdeutsche Urburschenschaft – eine studentische Vereinigung mit dem Wahlspruch: Ehre, Freiheit, Vaterland. Erklärtes Ziel: das geeinte Deutschland!
      Zu ihren Farben wählten sie »Roth und Schwarz«. Die Hoffnung auf einen starken Staat fand schnell Anhänger. Ein Jahr später schenkten die »Frauen und Jungfrauen zu Jena« den »Burschen« eine selbst gestickte Fahne. Zu Schwarz und Rot fügten sie noch ein goldenes Eichenlaub als Schmuck hinzu – die deutschen Farben waren somit 1816 erstmalig in Jena manifestiert!
      Inspirierend für die Farbwahl wirkten sicherlich die schwarzen Uniformen mit roten Elementen der »Lützower Jäger«. Diese hatten sich in den Befreiungskriegen gegen Napoleon mit besonderem Mut hervorgetan. Einige von ihnen waren Gründungsmitglieder der Urburschenschaft in Jena.

      Die Fahne wurde auf dem Wartburgfest 1817 zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Dort hatten sich so viele Studenten aus ganz Deutschland versammelt, dass der Ruf nach Einheit nicht mehr ungehört bleiben konnte. Über diesem Einheitswillen schwebte auch stets der Dreiklang Schwarz-Rot-Gold. Seit dem Hambacher Fest 1832 wurde dann die noch heute benutzte Anordnung populär. 1848 wehte diese deutsche Fahne über dem ersten freien deutschen Parlament
      Als 1920 das Land Thüringen mit der Landeshauptstadt Weimar gegründet wurde, wurden die preussischen Gebiete einschließlich Erfur* nicht mit einbezogen!
    • hiermal was historisches fürs Ohr
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    • OTZ: Kunst an der Autobahn

      Kunst an der Autobahn: Der Siegerentwurf zum Ideenwettbewerb erinnert mit Ironie an den Schriftzug "Hollywood", wie er im kalifornischen Los Angeles auf einem weithin sichtbaren Hügel steht. Die Jenaer Wortmarke soll aber deutlich solider gearbeitet sein.
      Auf der Autobahn schieben sich täglich 70 000 Fahrzeuge an Lobeda vorbei. In Zukunft sollen Autofahrer mehr von Jena sehen als wunderbare Plattenbauten. Auf der neuen Autobahnlandschaft soll der übergroße Schriftzug Jena Paradies alle Blicke auf sich ziehen.



      :nuke:


      UNBEUGSAM & UNVERKÄUFLICH

      Souvent blessé, jamais vaincu
    • MDR.de: Neuigkeiten von der Autobahn

      Thüringen wird vom Bund in den nächsten Jahren deutlich weniger Geld für den Straßenbau bekommen. Die Mittel für den Erhalt von Autobahnen und Bundesstraßen werden bis 2014 um ein Drittel verringert, heißt es aus dem Bundesverkehrsministerium. Statt 66 Millionen Euro in diesem Jahr gibt es dann 2014 nur noch 45 Millionen Euro. Fortgesetzt werden nach Angaben des Thüringer Verkehrsministeriums die drei laufenden Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Das sind der Umbau des Hermsdorfer Kreuzes, die Verlegung der A4 im Leutratal und der sechsspurige Ausbau der A9 zwischen Schleiz und Triptis.


      Das riecht doch schon nach Staus....


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