Der Jirí-Stajner-Kneipenthread

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    • Das ist ja auch ne Basskiste :P
      Das ist aber auch ne geile Karre ;D
      "Ich bin 2002 zu den Bayern Profis gekommen. Ich wäre damals froh gewesen, wenn sich ein erfahrener Spieler um mich gekümmert hätte. In der Kabine saß ich neben Oliver Kahn. Zum ersten Mal mit mir gesprochen hat er 2005" :D
    • Nö, Colt von 93 ;)

      "Ich bin 2002 zu den Bayern Profis gekommen. Ich wäre damals froh gewesen, wenn sich ein erfahrener Spieler um mich gekümmert hätte. In der Kabine saß ich neben Oliver Kahn. Zum ersten Mal mit mir gesprochen hat er 2005" :D
    • Wo passt in den Kofferaum dann die Kiste Bier?

      Wobei das noch aufgeräumt ist. Entsinne mich da an ein paar VW, wo hinten einfach die Bassrolle drin lag und wenn die an war hat man draussen vor allem das Vibrieren des Nummernschildes gehört.
    • Fußraum des Beifahrersitzes :D Oder meine Freundin ist in nem zweiten Wagen mit zum Treffen gekommen ;)

      War schon ein schickes Auto, leider steht das seit Jahren teilzerlegt in der Garage und gammelt vor sich hin...ich kann weder die Zeit aufbringen, den Wagen wieder auf die Straße zu bringen noch mich überwinden, das alles für nen Appel und nen Ei zu verscherbeln :schulterzucken:
      "Ich bin 2002 zu den Bayern Profis gekommen. Ich wäre damals froh gewesen, wenn sich ein erfahrener Spieler um mich gekümmert hätte. In der Kabine saß ich neben Oliver Kahn. Zum ersten Mal mit mir gesprochen hat er 2005" :D
    • Mal für die Vollständigkeit:
      Mein neuer ABS-Sensor ist falsch, den Fehler konnte man damit nicht löschen. Aber mit dem alten geht das, man muss ihn nur weit genug reinstecken ;D
    • Sehr geil ;D
      Edit: davon abgesehen bin ich eigentlich meistens recht optimistisch, die erste halbe Stunde lässt sich aber eigentlich nur mit dem Wort "Grütze" beschreiben.

      An dieser Stelle übrigens mal ein Gruß an die Taube, die ich in Bonn umgebracht habe, die mir dafür im Gegenzug den Blinker geklaut hat: Wir sind quitt!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hannoi1896 ()

    • Wird Zeit, sich mal wieder sinnlos über etwas aufzuregen und dieser Thread hat da einen gewissen therapeutischen Effekt :D
      Kennt hier noch jemand Arbeitskollegen, die einen so aufregen, dass man zwischendurch wirklich Angst hat, dass man sich bald wegen Totschlag (eigentlich ist es viel mehr Notwehr! Ich werde schließlich sonst bescheuert) verantworten muss? In der Abteilung, wo ich momentan meinen tristen Dienst schieben muss, hat wirklich jeder grauenhafte Unarten. Eigentlich gibt es hier nur drei Mitarbeiter, einen für jede Schicht, dazu zwei Vertreter (einer davon bin ich). Da aber einer davon eine faule Sau ist und lieber durch die Arztpraxen des Landkreises tourt, als seinen Redneck-Kadaver zur Arbeit zu bewegen, muss ein Vertreter quasi immer hier sitzen. Ein anderer hat gefühlt 96 Urlaubstage im Jahr, wodurch beide Vertreter lustig durch die Schichten springen dürfen.
      Der Kollege, den ich aktuell täglich ablöse ist so ein Chaot, dass ich erstmal zehn Minuten Kaffeekringel wegmachen darf. Und der kriegt auf dem Schreibtisch mehr lustige Kringel hin, als im olympischen Wappen und im Audi-Zeichen zusammen. Wie schafft man das? Und wovon ernährt sich dieser Mann? Denn die Maus vom PC rutscht einem erstmal aus den Händen wie ein nasses Stück Seife. Selbst wenn die aus Butter gefertigt wäre, wäre die nicht so fettig! Ganz anders der Kollege, der mich ablöst. Dieser verbringt die erste halbe Stunde seiner Schicht damit alles, was in meiner Schicht passiert ist, auf Fehler zu untersuchen. Da mault der mich doch wirklich an, wenn nicht der richtige Drehstuhl (!) am Schreibtisch steht, oder wenn der Fernseher (!) nicht richtig eingestellt ist und wundert sich dann noch, wenn man herablassend wird. Richtige Einstellung bedeutet für ihn: TV aufs Maximum und den Rest am Receiver regeln. Überflüssig zu erwähnen, dass ich das für sinnlos halte und aus Prinzip andersrum mache. Aber wie viel Langeweile muss man haben, wegen so etwas Theater zu machen? Dieser ganze Kleinkrieg zwischen meinen Kollegen war so lange witzig, wie ich mich in absoluter Neutralität heraushalten konnte. Die Streitthemen waren so absurd, dass die gar nicht begriffen haben, was für Luxusprobleme das sind. Anfangs hab ich hier nicht mal ein Telefon oder einen Mülleimer umgestellt, da man sich damit schon dem Verdacht ausgesetzt hat, Partei für jemanden zu ergreifen. Später bin ich dazu übergegangen, Sachen bewusst hin und her zu schieben, damit sich die Kollegen noch mehr übereinander aufregen (zugegeben, ich bin da nicht stolz drauf, aber es war verdammt witzig, dass es funktioniert hat). Der Dauer-Patient grüßt mich schon seit Monaten nicht mehr (Schichtwechsel sind herrlich entspannt, wenn beide kein Wort miteinander wechseln), wird Zeit, dass ich das mit dem Nörgler auch noch hinbekomme :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Hannoi1896 ()

    • Hannoi1896 schrieb:


      Richtige Einstellung bedeutet für ihn: TV aufs Maximum und den Rest am Receiver regeln. Überflüssig zu erwähnen, dass ich das für sinnlos halte und aus Prinzip andersrum mache.
      Da würd ich Dir aber auch einen erzählen :aua: :D

      Die Receiver-Fernbedienung braucht man zum Rumzappen doch eh, warum dann noch mit der TV-Fernbedienung rumhampeln um die Lautstärke zu ändern? :D

      Ansonsten klingt das nach einer typisch deutschen Amtsstube...bist Du sicher, dass Du kein Beamter bist? |-)
      "Ich bin 2002 zu den Bayern Profis gekommen. Ich wäre damals froh gewesen, wenn sich ein erfahrener Spieler um mich gekümmert hätte. In der Kabine saß ich neben Oliver Kahn. Zum ersten Mal mit mir gesprochen hat er 2005" :D
    • ;D Ich bin mir wirklich sicher, dafür kriege ich zu wenig Geld und die Arbeitszeit ist zu lange... Wenn ich doch nur etwas fauler und unproduktiver wäre, dann würde es vielleicht fürs Straßenverkehrsamt reichen, aber so nicht |-)

      Ist das nicht schlecht für die internen Boxen am Fernseher, wenn du da dauerhaft Saft drauf gibst? Bzw. was glaubst du, was passiert, wenn man dann mal 'ne PlayStation anschließt und vergisst, dass der Fernseher so laut gestellt ist? :D
    • Unsere Lokalzeitung ist manchmal wirklich sensationell. Da befasst sich ein kurzer Kommentar doch wirklich mit den Streitereien zwischen Auto- und Radfahrern, wobei der Kommentator die Radfahrer in Schutz nimmt und Sprachrohre von Autofahrern in die Nähe von Gauland und der AfD gerückt werden. So weit, so billig...
      Lustiger Zufall, dass ich heute morgen fast so ein Arschloch vom Leben in den Tod befördert hätte, der trotz Radweg lieber auf der Straße unterwegs war, Lampen sind an dem Ding wohl nur aus Deko-Gründen gewesen. Ich frage mich immer wieder, wieso ich mit meinem Auto nicht einfach die Radwege benutze, dann fährt darauf überhaupt mal jemand. Und wieso verliert man als Autofahrer für vier Wochen seinen Lappen, wenn man 1,1 Sekunden zu spät über eine rote Ampel fährt, während Fußgänger beispielsweise nicht vier Wochen ihre Beine abgeben müssen, selbst wenn sie zwei Minuten zu spät rüber latschen? Und wieso müssen diese Trottel das immer dann machen, wenn ich gerade in der Nähe bin? Das nervt! :lickout: Am schlimmsten daran ist, dass man trotzdem die Hauptschuld abkriegt, wenn man mal so einen Vogel über den Haufen fährt und wenn die es mit ihrer Fahrweise noch sehr drauf anlegen. Ich könnte ausrasten, wenn ich in einer bestimmten Straße in Nienburg abbremsen muss, weil sich Radfahrer immer am selben Zebrastreifen berechtigt sehen, ohne Handzeichen einfach quer rüber zu ziehen und die Straße radelnd zu überqueren. Immer öfter schreit irgendwo eine Stimme in meinem Kopf, dass ich das nächste mal nicht bremsen sollte :sleep:
    • Lass mich raten: Die netten Herren vom TÜV bekommen jedesmal Schweißausbrüche und greifen zur Tablettenbox beim Anblick deiner Bremsen und dem abgewetzten Bremspedal? ;-D

      Die Frage, weshalb du nicht die Radwege benutzt, damit sie keine Patina ansetzen, ist schnell beantwortet: Sowas in der Art schickt sich wohl nur in der Oberpfälzer Gegend rund um Weiden...

      Zu deinem Nörgler auf der Arbeit komm ich hier später mal, hochspannendes Thema, auch ich könnte Bücher drüber schreiben. Ich muss erstmal los jetzt, die Zeit drängt. Mal sehn, wieviele Kreuzungen ich dann wieder zum Bus rennend bei Rot überqueren muss...
      Drei Buchstaben, zwei Farben, eine Gemeinschaft
    • ...und dann stolper ich heut morgen ausm Haus und trau meinen Ohren nicht: Im ganzen Viertel ein einziges Hupkonzert. Ich sprinte zur ersten Kreuzung und traue meinen Augen nicht: Alle Ampeln haben offenbar ihren Geist aufgegeben. Einige Auto fahrende Individuen gut sichtbar auch, das mit der StVo - hamwer nie gehört. Reißverschlußsystem - nich mit mir, meine Karre is größer, Vorfahrtsregel - siehe Reißverschlußsystem, ja und vorausschauendes Fahren - wo kommwer denn da hin, ich bin 30cm näher zur Kreuzung, als der von Rechts, also quetsch ich mich noch mit ins Epizentrum rein.

      Ich dagegen nehme diese "Hürden" im Zickzack und bestens gelaunt. Den gleichen Gesichtsausdruck hatte hinter mir ne Oma mit ihrem Rollator und ner Handvoll Hund der Marke "Hosentaschenfiffi". Zu guter Letzt folgte uns ne Familie mit ihren Rädern. Es hat so ein erhebendes Gefühl wenn eine ältere Dame mit ihrem rollenden Gefährt an mehreren Karren mit Stern und Ringen verbeisaust, ihr Hund die hupenden Autos ankläfft und 2 radelnde Kinder dahinter mit ihren Klingeln um die Wette bimmeln - Entschleunigung der etwas anderen Art.

      Und als ich endlich in meinem Bus saß, musste ich schlagartig an das heut früh hier Geschriebene denken und herzhaft lachen. Die Woche ging schonmal gut los...
      Drei Buchstaben, zwei Farben, eine Gemeinschaft
    • Hier nun auch mal ein paar Zeilen meinerseits zum verlängerten Wochenende in Rheinland-Pfalz. Da ich keine Ahnung habe wohin damit, kommt es einfach mal hier rein...


      Was macht man, wenn die Herren Kampfkater und kuzze einen fragen, ob man Bock hat in die tiefste Prärie zu fahren und das am einzigen ernstzunehmenden Wochenende, welches man hat? Richtig, ausspannen kann man jederzeit, aber diese Chance musste genutzt werden. Während die beiden das ganze organisierten versuchte ich irgendwie, den Feiertag tatsächlich frei zu bekommen. Denn wenn man im Kollegenkreis einen Haufen Drückeberger hat, ist das manchmal gar nicht so einfach. Zu meiner großen Verwunderung legte mir tatsächlich mal niemand Steine in den Weg und von nun an war es nur noch eine simple Frage der Logistik. Als ich meinen Auto-Schrauber-Kumpel gefragt habe, ob mein Radlager das überleben wird, hat er mich entgeistert angeschaut und gefragt ob ich noch alle Latten am Zaun habe, damit sollte man so nicht fahren. Aber ich bin Optimist und glaube, dass ich durch so etwas nicht sterben kann und habe entschieden, dass ich einfach langsam fahre. Mein Navi, welches mich erst nach Essen (Oldenburg) schicken wollte, prophezeite mir zweieinhalb Stunden Fahrt, also ging es knapp über drei Stunden vorm Treffen los.
      Die Autobahnfahrt an diesem Brückentag war mal mit das "beste", was ich je durchgemacht habe. Überall Verrückte, die entweder mit 190 die linke Spur nutzen wollten, wo gerade ein paar Sonntagsfahrer mit 120 unterwegs waren oder eben Leute, die eine Ausfahrt für ihr Überholmanöver verwendet haben. Ich kann es nicht mit Gewissheit sagen, aber ich bin mir sicher ein Weidener Kennzeichen gesehen zu haben! Selbst Frankfurter Applaus hätte ich jetzt gemacht um meine Nerven zu beruhigen. Immerhin macht mein Schalldämpfer so einen infernalen Lärm, dass man das Geräusch vom Radlager nicht mehr hört und wenn man das Radio weit genug aufdreht, dann übertönt man das gröbste davon auch... Nach einem kurzen Streit mit meinem Navi war ich tatsächlich 15 Minuten vor der vereinbarten Zeit in Essen. Blöd nur, dass die beiden anderen noch unterwegs waren und ich dank Unmengen Kaffee wirklich dringend auf Toilette musste. Ich saß also angespannt wie ein Flitzebogen in meinem Auto und wartetet quälend lange 30 Minuten. Zwar hatte ich eine solche Körperstarre angenommen, dass ich die beiden ungefähr so steif begrüßt habe wie ein Versicherungsvertreter, aber der großartige Koffer von kuzze hat mich dann doch wieder gelockert und das erste Bier ging auch schon während der Fahrt. Nach einem kurzen Tankstellenaufenthalt (das sauberste auf dem Klo war der Reinigungsplan - der war nämlich blank!) ging es Richtung Südwesten.
      Zum Rezeptionisten Hans Meiser hat der Kampfkater ja schon genug geschrieben und der kuzze hat im Schalker Stammtisch genug Hotel-Rezensionen gepostet. Was soll ich sagen? Es war absolut großartige Situationskomik, wie er mit seinem Kartenlesegerät draußen durch die Dunkelheit getrampelt ist, auf der verzweifelten Suche nach Empfang. Die Zimmer sorgten direkt für die nächsten Lacher. Obwohl es Zimmer mit Balkon eigentlich nur gegen Aufpreis geben sollte, habe ich mein Zimmer mit Balkon ohne Aufpreis bekommen. Hier muss selbstverständlich nicht erwähnt werden, dass ich ihm seinen Irrtum nicht mitgeteilt habe.
      Im Ort war an diesem Abend nicht allzu viel los, aber ein griechisches Lokal erwies sich als exzellente Wahl, um sich noch kulinarisch zu stärken. Kuzze hat sich in den Kellner verliebt und in der Euphorie wurden direkt erstmal zwei Pils bestellt. Was das Bier dort betrifft bleibt nur eins zu sagen: Ich gebe auf! Seit ich angefangen habe, mich quer durch alle Länder und Kontinente zu trinken habe ich nach gutem Bier aus dem Südwesten unserer Republik gesucht. Dieses Eichbaum reiht sich nahtlos ein in die unendliche Kette von völlig geschmacklosen und wässrigen Mistplörren, die es dort gibt. Man muss zu deren Verteidigung sagen, dass es halt eine Weinregion ist. Dumm für mich, dass ich das Zeug nicht leiden kann und der reinste Banause auf dem Gebiet bin. Ich kann einen 3-Euro-Wein vom Aldi nicht von einem 50-Euro-Wein aus Griechenland unterscheiden, das ist für mich alles Essig mit Frostschutzmittel.
      Gestärkt von dem sehr guten Essen ging es nun ins Stadion von Wormatia Worms und ich werde mich hier mal nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da es hierfür selbstverständlich noch einen Stadiontest gibt. Aber so viel vorweg: Ich mag es. Es ist klein, alt, gemütlich und nicht kaputt renoviert worden. Kuzze und ich steuerten den Bierstand an und zu unserem Entsetzen gab es dort nur Eichbaum und das auch noch aus Flaschen statt vom Fass. Ich war erschüttert! Kuzzes Theorie, dass gutes Bier nie aus grünen Flaschen kommt fand ich dann doch etwas dünn und ergab mich meinem Schicksal. In der Not frisst der Teufel eben Fliegen (oder säuft er Fiege?). Trotzdem fanden die Damen hinterm Tresen das alles dann doch recht belustigend. Auf dem Weg zu unseren Plätzen kamen wir an einem klapprigen Kamera- und Kommentatorenturm vorbei und nach kurzer Grübelei stellten wir fest, dass auf diesem Thomas Herrmann vom Tittensender stand. Gott sei Dank mussten wir den nicht hören!
      Die erste Halbzeit war eines der finstersten Spiele überhaupt. Kein Spielaufbau, keine Torchancen, keine Tore. Nicht mal Hektik oder übertriebene Härte waren zu sehen. Umso verwunderlicher war es, dass ein Zuschauer mit einem wahnwitzigen Tempo oben an der Tribüne über die Absperrung gesprungen ist um an einen Busch zu pinkeln, man könnte ja 20 Sekunden verpassen! Kuzze stieg im Laufe des Spiels auf Glühwein um, ich blieb bei dieser bierähnlichen Brause. Kuzze wurde, als er mir ein Bier vom Stand holte noch mit der bissigen Frage "schmeckt wohl doch nicht so schlecht, wa?" von den Bier-Frauen geärgert. Das waren noch die größten Ereignisse der ersten Halbzeit. Die zweite Hälfte wurde dann doch etwas interessanter. Elversberg war nun doch daran interessiert, den Anschluss nach oben nicht ganz zu verlieren und sich von den Kellerkindern Punkte klauen zu lassen und erspielte sich einige gute Gelegenheiten. Lustigerweise fiel der Treffer dann tatsächlich noch, aber auf der anderen Seite. Der gerade erst eingewechselte Sebastian Schmitt legte einen lupenreinen Stokeltreffer kurz vor dem Abpfiff hin. Das haben sich die Gäste aus dem Saarland redlich verdient!
      Zum Abpfiff ging es ohne Umwege wieder zurück ins Hotel, da wir alle nicht mehr die jüngsten sind und die Kälte uns zermürbt hat, wollten wir nur noch irgendwo sitzen, wo es warm ist. Also ging es mit ein paar Flaschen Veltins in mein Zimmer, wo wir meinen absurd hässlichen Teppich mit ein paar Kronkorken aufwerteten und vom Balkon aus der Musik einer benachbarten Gartenparty lauschten... Das Bett erwies sich als wenig bequem und da mein Körper es nicht gewohnt ist, nur ein winzig kleines Kopfkissen zu haben statt halb sitzend zu nächtigen war meine Nacht um 6 Uhr vorbei. Es hat eine satte Stunde gedauert, bis ich mich daran erinnert habe, dass dieser schwarze Kasten an der Wand ein Fernseher ist und so bildete ich mich ein wenig über die Eiger Nordwand (ja, eine Doku auf "Phoenix" war das beste, was um diese Zeit lief). Um halb 8 krähte dann tatsächlich ein Hahn, wodurch zumindest der kuzze schon mal wach wurde. Nach einer erfrischenden Dusche (wie ich diese viel zu weichen Handtücher in Hotels hasse!) ging es dann auf die Suche nach einer Bäckerei. Zwar erwies sich die Bedienung als wenig kompetent, aber immerhin das Frühstück war halbwegs brauchbar. Kampfkater und kuzze suchten noch nach weiteren Spielen in der Region um ein wenig Zeit zu überbrücken, da dies aber wenig erfolgreich war, ging es eben über die Landstraße Richtung Koblenz.
      Kampfkater manövrierte uns souverän über ein paar wirklich schöne Landstraßen, nur Bäume gibt es dort offenbar kaum welche und manchmal fragt man sich dann doch, ob das noch Deutschland ist und nicht Utah. Doch spätestens für die Strecke am Rhein entlang durch Binnen und ähnliche Orte hat sich die ganze Tour schon gelohnt, ein wirklich schöner Landstrich und bei einer kurzen Pause erblickten wir einen winzigen Sandstrand. Europapokal! Ansonsten saß ich so entspannt auf der Rückbank, dass ich zwischendurch gefragt wurde, ob ich noch wach bin. Etwa eine Stunde vor Spielbeginn erreichten wir den Parkplatz am Stadion und gönnten uns zur Feier des Tages einen Sitzplatz. Gesessen haben wir dann auch bis kurz vor Spielbeginn, als wir dann genervt von den anderen Menschen um uns herum doch lieber einen Stehplatz in der Nähe vom Bierstand aufsuchten. Kuzze freute sich wie ein kleiner Junge zu Weihnachten über so etwas banales wie Bitburger. Auch schon eine Plörre, aber um Welten besser als der Mist vom Vortag. Da ich leider auch selber noch fahren musste, blieb es bei einem Bier meinerseits.
      Die erste Halbzeit war nun wahrlich kein Ereignis, was meinen Eindruck nur bestätigt, den ich vorher von dieser Liga hatte. Bei uns wäre das Oberliga, Lüneburg, Lübeck und Flensburg könnten diese Liga nach belieben dominieren, dass dort nie einer aufsteigt ist nun wahrlich kein dummer Zufall. Trotzdem gingen die Gastgeber kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung. Die zweite Halbzeit auch an diesem Tag wieder eine deutliche Steigerung zur ersten. Koblenz versäumte es, aus seinen guten Chancen das 2:0 zu machen und mit dem ersten Torschuss, der diese Bezeichnung auch verdient, glich Ulm in der 63. Minute aus. In der Folge wirkte Koblenz so nervös, dass deren Führung in der Luft lag. Aber nach einem wilden Geschubse und Geschiebe entschied der unaufgeregte und souveräne Schiedsrichter in der 78. Minute auf Freistoß für Koblenz, in dessen Folge die Hausherren wieder in Führung gingen. Die Gastgeber versuchten nun alles, um die harmlosen Gäste nicht komplett auszuknocken und fingen sich in der 93. Minute tatsächlich noch den sehenswerten Ausgleich. Auch wenn ich Ulm überhaupt nicht leiden kann, muss ich deren Moral hier doch mal loben.
      Zurück ging es dann relativ schnell über die Autobahnen gen Norden, erst ins Ruhrgebiet und von da aus nach Hause, am nächsten Tag wartete die Frühschicht wieder auf mich. Hätte ich gewusst, dass mich dort ein Arbeitsunfall nach wenigen Stunden außer Gefecht setzt, der mich ins Krankenhaus bringt und dazu noch ein Strafzettel und eventuell eine Anzeige kommt, hätte ich mir doch mehr Zeit gelassen :D
      Insgesamt war das eine astreine Tour mit den beiden, die förmlich nach einer Wiederholung schreit. Der Fußball war definitiv nicht der schönste, aber das ist in solchen Momenten dann doch eher Nebensache. Außerdem gehe ich seit über 20 Jahren zu 96, das härtet ab!