Niedersachsenstadion

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    • Niedersachsenstadion


      In den folgenden Posts wird es nützliche Infos zu einer Reise ins Niedersachsenstadion geben. Solltet ihr euch einmal auf diesen Guide verlassen (was ich hoffe, denn dafür hab ich ihn geschrieben), bitte ich um ein wenig sinnvolle Kritik per PN, ob das Ding euch geholfen hat, oder totaler Mumpitz war.



      Inhaltsverzeichnis:



      Anreise

      -Anreise mit der Bahn

      -Anreise mit dem Auto

      Karten

      -Kartenpreise

      -Einlass

      Essen, Trinken und der Lesezirkel

      Nach dem Spiel...

      Die 96-Fans

      Die Geschichte des Hannoverschen Fußballclubs von 1896

      - Die ersten Jahre von Hannover 96

      - Meisterjahre

      - Bundesliga

      - Kampfbahnen

      Adressen und Telefonnummern
    • Anfahrt mit der Bahn:
      Wenn ihr mit der Bahn fahrt, werdet ihr entweder am Hauptbahnhof, oder am Bahnhof Linden/Fischerhof rausgeschmissen. Im ersten Fall könnt ihr einfach durch die Stadt zum Stadion latschen, was euch ca. 20 Minuten kosten wird. Dazu einfach aus dem Hauptbahnhof raus (Ausgang Ernst-August-Platz), dann immer geradeaus und dann den Hinweisschildern folgen, die von der WM übrig geblieben sind.

      Für die lauffaulen gibt es auch noch die U-Bahn. Linien 3, 7, oder 9 Richtung Wettbergen, bzw. Empelde. Ausgestiegen wird an der Station Waterloo, von dort sind es noch ca. 1.200 Meter zum Stadion. Falls ihr Karten für den Gästeblock habt, fahrt am besten bis zur Station Stadionbrücke.

      Obacht: Nur die Linien 3 und 7 fahren diese Station an!

      Für den Rückweg zum Bahnhof ist die Bahn allerdings nur bei schlechtem Wetter zu empfehlen. Ist ziemlich oft ziemlich voll.

      Falls euer Zug am Bahnhof Linden eintrifft, braucht ihr eigentlich nur aus dem Bahnhof rausgehen, ein mal die Straße runter längs umfallen und schon seid ihr am Stadion.

      Vom Flughafen nimmt man die S5 Richtung Hauptbahnhof.
    • Anfahrt mit dem Auto:

      Die Parkplatzsituation am Niedersachsenstadion ist mit die beste in der gesamten Bundesliga. Wenn ihr zu viel Geld habt, könnt ihr auf den Schützenplatz fahren (kostet 3 Euro) und wenn nicht, stellt ihr euch einfach an eines der Ämter, in irgend ne passende Seitenstraße, oder, was meiner Meinung nach die bequemste Möglichkeit ist: Ihr fahrt in die Laportestraße (Beschreibung unten, oder Navi ;) ) und stellt euch dort auf den Schotterparkplatz am Landesamt für Versorgung. Da ist eigentlich immer etwas frei und nach dem Spiel kommt man einfach wieder weg. Zum Stadion sind es ca. 10 Minuten Fußweg quer über den Schützenplatz. Auf dem Weg dorthin könnt ihr dann diejenigen auslachen, die die 3 Euro abdrücken. ;)

      Vom Schützenplatz rate ich schon allein deshalb ab, weil das Ding nur eine Ausfahrt hat. Diese ist nach dem Spiel sowieso schon verstopft, und die Leute, die dir immer quer vor’s Auto laufen (weil sie so clever waren und woanders geparkt haben) zögern das Ganze noch zusätzlich heraus.
      Behindertenparkplätze findet ihr direkt am Osteingang, wo auch die VIP-Parkplätze sind.

      Falls ihr von Westen, Norden, oder Osten anreist, fahrt ihr am besten auf der A2 bis zur Abfahrt Herrenhausen (ausm Norden über die A 352) und dann auf den Westschnellweg (B6) Richtung Hannover. Den fahrt ihr ganz runter (beachtet diese schnieken Elektroschilder am besten nicht, die wollen euch nur auf den Schützenplatz lotsen), bis ihr zum Deisterplatz-Kreisel kommt. Dort die dritte Abfahrt raus (Richtung Zentrum) und am Plus-Markt rechts rum. Zwote links (vor der Bushaltestelle) und dann seid ihr auch schon in der Laportestr.

      Von Süden ist das alles etwas komplizierter. Von der A7 kommend über das Dreieck Hannover-Süd auf die A37/Messeschnellweg. Dann über das Kreuz Seelhorst auf die B6 (Südschnellweg) Richtung Zentrum. Den ersten Kreisel verlasst ihr in der ersten Ausfahrt auch gleich wieder, den zweiten ebenfalls. Ihr dürftet euch jetzt auf der Friedrich-Ebert-Str. wieder finden. Dort gibt’s jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder einfach geradeaus bis zum nächsten Kreisel. Das ist der Deisterplatz (siehe oben), wo ihr die erste Ausfahrt nehmen müsst. Oder ihr verlasst die Straße gleich bei der ersten Abfahrt, fahrt die nächstmögliche Straße links rein (dauert aber n bisschen) und dann gleich wieder rechts in die Laportestr.

      Achtung: Auf der Rückweg über den Westschnellweg steht in der 50er-Zone ein ziemlich fieser Blitzer. Also schön die Augen offen halten... ;)
    • Karten

      Karten für 96-Spiele bekommt man in Niedersachsen an den Vorverkaufsstellen, auf der >>>offiziellen Webseite von 96<<< und über die Ticketline 01805/189600.

      Achtung Blechstimme! :-)

      Wer besondere Wünsche hat, darf sich bei unserem Ticket-Beauftragten Thorsten Meier melden. Den erreicht ihr unter 0511/96900-314

      Wenn ihr am Spieltag noch keine Karten habt, dürft ihr euch an die Wunschkartenhäuschen begeben. Auf der Nordseite gibt’s Karten für Nord- Ost- und Westtribüne und auf der Südseite für die Südtribüne und den Gästeblock. Die normalen Kassen öffnen genau wie das Stadion 2 Stunden vor dem Spiel, die Frühkassen auf der Süd-Seite öffnen samstags um 11:30 Uhr und sonntags um 13.30 Uhr. Reservierte Karten sind auch an den Kassen abzuholen.

      Wie ihr dem >>>Blockplan<<< entnehmen könnt, befindet sich der Gästeblock im S-Bereich. Die Blöcke S6-S9 und S15-S17 sind Sitzblöcke und S18/S19 ist der Stehplatzbereich. Dieser ist über den Süd-West-Eingang zu erreichen, während alle anderen Süd-Blöcke, sowie die Blöcke O5-O8 und O14-O17 über den Südeingang zu erreichen sind.

      Der West-Eingang ist für den West-Oberrang gedacht und durch den Nordeingang gehen alle Anderen.
    • Kartenpreise

      In Hannover werden die Gegner in drei Kategorien eingeteilt. Zur dieser Saison sieht das folgendermaßen aus:

      Kategorie 1: FC Bayern München, Hamburger SV, SV Werder Bremen, FC Schalke 04

      Kategorie 2: Borussia Dortmund, VfL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen, VfB Stuttgart, Hertha BSC Berlin, 1.FC Köln, Gladbach

      Kategorie 3: Arminia Bielefeld, Karlsruher SC, Eintracht Frankfurt, Energie Cottbus, VfL Bochum, Hoffenheim

      Die Stehplätze im Gästeblock liegen preislich bei 13,00 Euro. Karten für den Gästeblock gibt es nicht über Hannover 96, sondern über euren Verein.

      >>>Die Eintrittspreise der aktuellen Saison<<<

      Die Karten sind recht teuer, es gibt aber auch einige Ermäßigungen.

      So gelten die Kinderkarten für Knirpse von 6 bis 14 Jahren.

      Ermäßigte Karten sind für Jugendliche bis 17 Jahren, Schüler, Auszubildende, Studenten, Wehrdienstleistende, Zivis und Schwerbehinderte zu haben. Einen entsprechenden Ausweis würde ich mitnehmen. Es kann immer mal sein, dass ein Ordner auf die Idee kommt, die Dinger zu kontrollieren. Rentner haben übrigens keinen Anspruch auf Ermäßigungen. Es wurde in der Vergangenheit wohl zu viel gemeckert. ;-)

      Rollstuhlfahrer wenden sich zwecks Karten bitte an die Rollstuhl-Sportgemeinschaft Hannover >>>rsghannover.de<<< Der Eintrittspreis beträgt 12 Euro für euch, wobei eine Begleitperson freien Eintritt hat. Ebenfalls für 12 Euro gibt es einige Blindensitzplätze, die mit Live-Kommentar ausgestattet sind.

      Falls ihr Schiedsrichter seid und dies auch aktiv (!) betreibt, könnt ihr euch gegen Vorlage des Schiri-Ausweises Schirikarten am Südeingang holen. Ab zwei Stunden vor’m Spiel stehen max. 300 Karten zur Verfügung. Vorbestellen geht nicht.

      Die Nordtribüne ist der Fanbereich von Hannover 96! Bitte holt euch keine Karten für diese Tribüne. Ihr müsst damit rechnen, dass ihr von der Tribüne verwiesen werdet, falls ihr dort mit gegnerischen Fanutensilien aufkreuzt.
    • Einlass

      Zu den Einlasskontrollen kann ich nichts genaues sagen, da das sehr stark auf die Tagesform der Ordner ankommt. Es gibt Tage, da kommste auch mit nem Atomsprengkopf rein und manchmal wollen die dir sogar die Batterien aus der Kamera nehmen. Allerdings sollte man, gerade bei annähernd ausverkaufen Spielen, genügend Zeit mitbringen.

      Eure Taschen und Rucksäcke könnt ihr übrigens am Eingangsbereich abgeben. Für die Rückfahrt könnt ihr also Getränkevorräte mitnehmen.



      Folgendes darf normalerweise mit ins Stadion genommen werden:

      * nichtalkoholische Getränke bis 0,5 Liter Größe (mittlerweile wohl nur noch Tetra-Paks!)

      * Digicams (gibt normalerweise auch keine Probleme mit etwas größeren Geräten)

      * Trommeln

      * kleine Fahnen bis 1,50 m (unbegrenzt)

      * 5 Schwenkfahnen (über 1,50 m Stocklänge)

      * Zaunfahnen (Es sind ca. 30 Meter Geländer für Gästefahnen reserviert. Falls das nicht reicht, kann man auch noch links und rechts den Gästeblock bepflastern.

      * Mit Spruchbändern gibt’s normalerweise auch keine Probleme (kleiner Hinweis: Der Stehblock ist 12 Meter breit.)

      * Doppelhalter und Blockfahnen sind normalerweise nicht erlaubt.

      Für Einzelheiten, oder falls ihr ne Choreo plant, am besten bei unserem Fanbeauftragten Frank Watermann nachfragen. Den erreicht ihr per E-Mail unter fwatermann@hannover96.de
    • Essen, Trinken und der Lesezirkel

      Bei uns darf man Augenzeuge des tollen Arena-Karten-Systems werden. Heißt, Bargeld ist überflüssig, gezahlt werden darf mit Karte. Diese gibt es für Einmal-Fans aufgeladen zu kaufen. Kostenpunkt 20 Euro, wovon 3€ aber Pfand sind, ihr im Endeffekt also 17€ „versaufen“ könnt.

      Im Gästeblock (Stehplatz) kann man auch mit Bargeld zahlen.

      Hasseröder/Gilde 3,50 €; 0,5 Liter

      Cola/Fanta/Sprite/Wasser 2,00 €, 0,3 Liter

      Kaffee/Kakao/Glühkirsch 2,00 €

      Becherpfand: 1,00 €

      Recht Faszinierendes hat sich 96 zum Thema Sammelbecher einfallen lassen. Diese (mit Aufdruck von 96-Spielern) gibt es ausschließlich an den Hasseröder-Ständen und an den Gilde-Ständen bekommt man weiterhin die Vorkriegsbecher ohne Aufdruck. Diese können auch nur an den Gilde-Ständen zurückgegeben werden. Wenn man einen Becher mit Aufdruck hat, muss man zu einem Hasseröder-Stand.

      Kompliziert, nicht wahr?! Willkommen in Hannover!
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      Teuer, kompliziert und nicht schmackhaft. So würde ich das Essen in Hannover beurteilen. Aber für diejenigen, die es trotzdem nicht lassen können, hier die Preise:

      Bratwurst/Schinkengriller 2,50 €

      Frikadelle 2,00 €

      Pizza 2,80 €

      Pizzatasche 3,00 €

      Brezel 2,50 €

      Käsestange 3,00 €

      Insidertipp: Falls ihr Karten für die Westtribüne habt, holt euch eure Bratwurst auf der "Avus" hinter dem West-Oberrang. Dort gibt es die Dinger im Brötchen und vom Holzkohlengrill. Auch vor dem Stadion (Nordseite) wird noch über Holzkohle gegrillt (und bar gezahlt.).

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      Falls ihr etwas zu lesen haben wollt, empfehle ich das Fanzine „Notbremse“. Für 96 Cent am Notbremse-Stand hinter der Nordkurve zu erwerben. Oder ein Verkäufer läuft euch rings um das Stadion über den Weg.

      Weiterhin gibt’s noch das RK-Magazin unseres Fanverbandes. Dieses kostet einen Euro und ist am RK-Stand (ebenfalls hinter der Nordkurve) zu erhalten.

      Wer es etwas ultraorientierter mag, dem sei das neue Magazin „I-Block“ für 30 Cent angeraten. Dieses gibt’s am Stand der Ultras Hannover.

      Achja: Finger weg vom offiziellen Stadionheft. Dieses schimpft sich "Stammplatz", kost ne Doppelmark, hat aber mit den legendären drei Ausgaben aus dem Sommer 2006 nur noch den Namen gemeinsam. Ist halt ne 08/15-Hochglanzbroschüre.
    • Nach dem Spiel...

      ...ist vor der Heimfahrt.

      Falls bis dahin noch etwas Zeit bleibt, dürft ihr gern etwas den Umsatz der hannoverschen Kneipiers ankurbeln. Genau vor dem Stadion befindet sich die "Fankneipe" des ehemaligen Stadionchefs Ralf Schnitzmeier, die auf den einfallsreichen Namen "Nordkurve" hört.
      Direkt an der U-Bahnstation Waterloo liegt der gleichnamige Biergarten, der nach den Spielen aber meistens überfüllt sein dürfte. Eine große Auswahl an Bars und Kneipen jeglicher Art findet ihr in der Altstadt. U-Bahn-Station Markthalle, oder zu Fuß einfach irgendwann in Richtung Marktkirche orientieren. In der Schmiedestraße direkt am Marktplatz liegt das „Brauhaus Ernst August“, welches aber meist auch eher gut besucht ist. Auch wenn ihr aus dem Stadion in die andere Richtung, nach Linden, torkelt, dürftet ihr bald einige Kneipen finden. Zum Beispiel der Laden mit dem schönen Namen „...und der böse Wolf“.

      Natürlich könnt ihr auch einfach ne Runde Sightseeing machen. Da das Stadion fast in der Innenstadt liegt, befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten in direkter Nähe. Dieses riesige Gebäude mit dem kuppelförmigen Dach, das ungefähr ausschaut wie das Capitol in Washington ist übrigens das Rathaus. ;)
    • Die 96-Fans

      Unser Stimmungskern befindet sich in den Blöcken N4/N5, wo die Ultra-Gruppierung Brigade Nord ihren Stammplatz hat und im „Supporters Block“ N16/N17, wo die Ultras Hannover die Supportwilligen um sich scharen. Das mit dem Support klappt mal gut und mal weniger gut. Top 10 in der Bundesliga sind wir aber weder im Heimsupport, noch im Gewinnen unserer Heimspiele. Wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, darüber streiten sich die Gelehrten.

      Normalerweise ist man bei uns nicht besonders aggressiv eingestellt, sodass man in der Regel einen recht angenehmen und stressfreien Fußballtag verleben kann. Allerdings kann sich diese Einstellung bei einigen Personen mit dem „richtigen“ Gegner ändern. Diese Gegner sind vornehmlich der Braunschweiger Turnverein, neuerdings Werder Bremen und seit dem „legendären“ Aufstiegsspiel 1997 auch der FC Energie Cottbus.

      Freundschaftliche Kontakte sind zum Hamburger SV und vereinzelt nach Nürnberg und Bielefeld vorhanden.
    • Die Geschichte des Hannoverschen Fuss-Ball-Clubs von 1896 e.V.

      Die drei wichtigsten Fragen gleich zu Beginn:

      1) Warum hört man bei euch im Stadion HSV-Rufe?

      Ganz einfach! Es gibt nicht nur in Hamburg einen HSV (bei uns kleiner HSV genannt), sondern HSV steht ebenfalls für "Hannoverscher Sportverein".

      2) Warum spielt 96 eigentlich in roten Trikots?

      Irgendwann in früheren Tagen - den Zeitpunkt weiß niemand so genau - gab es in Hannover sieben erstklassige Fußballvereine. Damit sich diese unterscheiden konnten, loste der hannoversche Fußballverband allen Vereinen Trikotfarben zu. So kam es, dass der SV Linden 07 dunkelrot zugelost kam, die eigentlich grün-weißen Arminen heute noch in blauen Heimtrikots spielen und die schwarz-weiß-grünen 96er in roten Trikots und schwarzen Hosen antreten mussten. Diese Farben wurden bis heute beibehalten.

      3) Woher kommt die Rivalität zu Eintracht Braunschweig?

      Einerseits sind sich die Städte Hannover und Braunschweig schon seit jeher nicht ganz grün, was natürlich ein perfekter Nährboden für solche Geschichten ist. Andererseits dürfte die politische Entscheidung, Braunschweig anstelle von 96 zur ersten Bundesligasaison zuzulassen, einen großen Teil zur Rivalität beider Vereine beigetragen haben.


      Einen groben Überblick über die Geschichte von 96 könnt ihr euch auf den folgenden Seiten verschaffen. Außerdem gibt's eine kleine Sonderseite zu den hannoverschen Stadien.
    • Die ersten Jahre von Hannover 96

      Der hannoversche Rugby-Pionier Ferdinand-Wilhelm Fricke gründete im Jahre 1896 den Hannoverschen Fuss-Ball-Club von 1896 e.V. Da sich der „moderne“ Fußball im ausgehenden vorletzten Jahrhundert allerdings erst wenig verbreitete, wurde der HFC zunächst eben als Rugby-Verein gegründet. Der HFC verstand sich als bürgerlicher Gegenpart zum etwas elitär ausgerichteten DFV 1878 (seit 1928 DSV 1878 - ältester Rugbyverein Deutschlands.)

      Der 12. April 1896 ist also das offizielle Gründungsdatum von Hannover 96 und man spielte zunächst in weißen Hosen mit weißen Hemden. Das hatte ganz einfach den Grund, dass diese Kleidungsstücke am günstigsten zu beschaffen waren.

      Nach der ersten Rugby-Stadtmeisterschaft im Jahre 1898 stieg man um die Jahrhundertwende auf das immer beliebter werdende Spiel mit dem runden Ball um. Das erste auswärtige Spiel führte im Juni 1900 nach Braunschweig. Das erste „echte Niedersachsenderby“ ging allerdings heftig mit 1:11 verloren. Das Rückspiel knapp ein Jahr später auf der hannoverschen Radrennbahn endete bereits 2:2.

      Als sich im Jahre 1905 der Norddeutsche Fußballverband (NFV) gründete, bekam 96 regelmäßig die Chance, an der Endrunde zur deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Allerdings musste man dafür öfter an den damals schier übermächtigen Eintrachtlern aus der Löwenstadt vorbei. Dieses Unterfangen scheiterte jedoch in den Jahren bis 1912 gleich sieben Mal. Nur ein Mal, am 12. Mai 1907 gelang den Hannoveranern ein Sieg. Gleichzeitig der erste Pflichtspielsieg gegen den ewigen Rivalen.

      Als der hannoversche Konkurrent und Fußballpionier BV Hannovera 98 seinen gepachteten Sportplatz an die Stadt Hannover zurückgeben musste, entschlossen sich die BV-Oberen zu einer Fusion mit dem HFC 96. Diese wurde am 12. Juli 1913 beschlossen. Der Hannoversche Sport-Verein von 1896 e.V. war geboren!

      Die neue Verstärkung machte sich sogleich bemerkbar - Eintracht Braunschweig wurde mit 7:0 vom Platz gefegt. Auch international bekam 96 jetzt deutlich verlockendere Angebote. Es folgten Reisen nach Stockholm und Rotterdam (Sparta hieß damals der Meister - nicht Feyenoord.) und der englische Meister Tottenham Hotspurs gab sich die Ehre und bescherte 96 mit 10.000 Zuschauern einen neuen Rekord auf der heimischen Radrennbahn. Allerdings verhinderte der 1. Weltkrieg auch in Hannover so manche hoffnungsvolle Karriere. So bekam der rechte Läufer Albert Ruppert nach dem Spiel gegen Tottenham ein Angebot vom englischen Meister, fiel jedoch wenige Monate später an der Westfront.

      Nach dem Krieg war von der Mannschaft von 1914 nur noch ein Bruchteil übrig. Neuer Ehrenvorsitzende wurde Paul von Hindenburg.
    • Meisterjahre

      Nach den relativ trostlosen 20er und 30er Jahren schaffte man im Jahre 1938 etwas, was wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte. 96 stand in Berlin dem FC Schalke 04 mit dem berühmten Ernst Kuzorra und seinem Kreisel gegenüber. Es ging um die deutsche Meisterschaft. Nach einem 3:3 nach Verlängerung musste ein Wiederholungsspiel für die Entscheidung sorgen. Elfmeterschießen gab es damals noch nicht. Dieses stand nach 90 Minuten ebenfalls 3:3, ehe Erich Meng in der 117. Spielminute des 3. Juli 1938 zum erlösenden Siegtreffer einnetzte. 96 gewann gegen schier übermächtige Schalker sensationell seine erste Meisterschaft.



      Die Kriegsjahre verliefen in Hannover wie in 100 anderen deutschen Städten auch. Auflösung des Vereins nach Kriegsende, Neugründung ein paar Monate später, usw, usf.

      Erst im Jahre 1954 passierte wieder etwas Spektakuläres. Abermals stand Hannover 96 im Finale um die deutsche Meisterschaft. Die Spieler von Trainerlegende Helmut "Fiffi" Kronsbein standen in Hamburg dem damals übermächtigen (Geschichte wiederholt sich offenbar gern) 1. FC Kaiserslautern gegenüber, der mitsamt der Stars Horst Eckel, Fritz und Ottmar Walter und Werner Kohlmeyer in das Nagelneue Volksparkstadion einmarschierte. Unter den 80.000 Zuschauern waren 20.000 Hannoveraner, die restlichen Einwohner der Leinestadt standen überall in Hannover und drückten sich die Nasen an den wenigen Schaufenstern der Fernsehgeschöfte platt. Und wie schon 16 Jahre zuvor gelang 96 auch dieses Mal die Sensation. die Walter-Elf wurde gleich mit 5:1 abgefiedelt und die schwarz-weiß-grünen Roten konnten ihre zweite deutsche Meisterschaft feiern.
    • Bundesliga

      Zur Einführung der Bundesliga 1963 wurde nicht Hannover 96, sondern der ewige Rivale Eintracht Braunschweig von dem DFB berücksichtigt. Eine politische Entscheidung ob der Lage Braunschweigs an der Grenze zur DDR. Allerdings schaffte 96 bereits ein Jahr später den sportlichen Einzug in die Bundesliga, die man sogleich als Fünfter auf einem Europapokalplatz beenden konnte.

      In der Folgezeit dümpelte man zwischen erster und zweiter Bundesliga hin und her, wobei 96 seinen Ruf als Skandalklub und „Schalke des Nordens“ gefestigt hat. Diesen Ruf ist man trotz der relativ seriösen Arbeit von Martin Kind bis heute nicht wieder losgeworden. Bundesweit (positiv) aufmerksam wurde man auf 96 erst wieder im Jahre 1992. Als erster Zweitligist wurde man gegen Borussia Mönchengladbach deutscher Pokalsieger. Die Pokalhelden hießen Jörg „Colt“ Sievers und Michael Schjönberg, der 1998 mit Kaiserslautern deutscher Meister wurde.

      Zu Beginn der Saison 1992/1993 träumte man ob des Pokalsiegs schon von rauschenden internationalen Abenden an der Leine. Jedoch bekam 96 in der ersten Runde ausgerechnet den Titelverteidiger des Pokalsiegercups Werder Bremen unter König Otto zugelost, gegen den man recht unglücklich ausschied.

      Pünktlich zum 100-jährigen Vereinsjubiläum war der Hannoversche SV im Jahre 1996 erstmals in die Regionalliga abgestiegen. Es folgte ein Jahr der Kantersiege (Frühschoppen Sonntags um 11 in Celle) und am Ende war man überlegener Tabellenführer der Regionalliga Nord. Nur musste damals noch eine Relegation zwischen Nord- und Nordost-Meister über den Zweitligaeinzug entscheiden. Diese führte 96 nach einem 0:0 im Hinspiel zur Energie nach Cottbus, wo man nach einem skandalösen Spiel, inkl. Flutlichtausfall (weshalb man in Hannover heute noch von Stromlos Cottbus spricht) und rassistischen Attacken gegen Gerald Asamoah und Otto Addo mit 1:3 verlor.

      Ein weiteres Jahr dritte Liga also, das ähnlich erfolgreich war, wie das vorangegangene. Nur stand am Ende nicht Energie Cottbus, sondern TeBe Berlin, das es aus dem Weg zu räumen galt. Das Hinspiel wurde schon fast 96-typisch mit 0:2 vergeigt, aber das Rückspiel konnte 96 vor über 50.000 Zuschauern (damaliger Rekord für eine Regionalligabegegnung) dank einer erneuten Glanzleistung von Jörg Sievers noch zurechtbiegen und in die zweite Liga einziehen.
      Im Jahr 2002 schließlich konnte die Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht werden. Dort dümpelt man nun seit fast 6 Jahren im Mittelfeld herum und ist bemerkenswert heimschwach.
    • Kampfbahnen

      Dank einer großzügigen Spende eines Rentners war es der Stadt Hannover kurz nach dem ersten Weltkrieg möglich geworden, ein richtiges Großstadion zu bauen. Einzige Bedingung des Spenders: Das Stadion müsse den Namen Hindenburg-Kampfbahn tragen. Allerdings wurde das heutige Eilenriedestadion auf Druck der Arbeitersportler zunächst als „Stadion der Stadt Hannover“ eröffnet. Den eigentlich vorgesehenen Namen bekam das Stadion, das zu seiner Eröffnung am 25. Mai 1922 34.000 Zuschauern Platz bot, im Jahre 1934 durch die Nazis verliehen. Nach dem Krieg bürgerte sich allmählich der Name „Eilenriedestadion“ ein.

      Kurios: In der 1930 hinzugefügten Tribüne befanden sich Unterkünfte für 67 Sportler und da die Tribüne selbstverständlich elektrifiziert war, baute man auch gleich ein paar Scheinwerfer ein, die man aufs Spielfeld richtete. Somit dürfte die Eilenriede das erste deutsche Stadion mit „Flutlicht“ gewesen sein.

      Der Zuschauerrekord datiert vom Länderspiel gegen Belgien 1937, als dank Zusatztribünen eine Kapazität von 57.000 Zuschauern erreicht wurde.

      Heute spielen die Jugend- und Amateurmannschaften von 96 in dem noch ca. 8.000 Zuschauer fassenden Rund. Außerdem haben sich die Fans von Hannover 96 in einem Gebäude ihr Fanhaus eingerichtet.

      Jedoch spielte 96 nur zu „gehobenen Anlässen“ im Eilenriedestadion. Der Stammplatz befand sich auf der hannoverschen Radrennbahn unweit der Eilenriede. Das genaue Baudatum ist unbekannt, 96 pachtete das Stadion erstmals 1897. Die Radrennbahn fasste 10.000 Zuschauer, was im normalen Ligabetrieb völlig ausreichend war. Letztmals spielte man im Jahr 1956 in der Radrennbahn, bevor sie für den Messeschnellweg und die AOK-Zentrale weichen musste.

      Das damalige Niedersachsenstadion wurde im Meisterjahr 1954 nach dreijähriger Bauzeit eröffnet. Es wurde auf Kriegstrümmern errichtet und fasste damals 86.656 Zuschauer. Dieser Zuschauerrekord wurde am 16. Oktober 1954 bei dem Länderspiel Deutschland gegen Frankreich (1:3) erreicht. Da 96 vorerst noch seine Radrennbahn hatte und die Zuschauerzahlen auch nach 1956 nicht besonders hoch waren, spielten die Roten drei Jahre in der Eilenriede, ehe man 1959 fest ins Niedersachsenstadion umzog. Zur WM 1974 wurde das Stadion das erste Mal einem großen Umbau unterzogen. Für insgesamt 22 Mio. D-Mark wurde der Oberrang überdacht und eine legendäre Anzeigetafel angeschafft. Diese stammte aus Ungarn und meist war auf ihr nur wenig sinnvolles zu erblicken. Die mitgelieferten Computer erwiesen sich als schrottreif und der Schaltplan war in ungarischer Sprache gehalten. Bei der WM ’74 fasste das Stadion 60.355 Zuschauer, davon durften sich knapp 22.000 einer Überdachung freuen. Übrigens kehrte 96 im Jahre ’73 wegen den Umbauten nochmals für drei Spiele in die Eilenriede zurück.

      Zur EM 1988 gab es dann eine neue Anzeigetafel und einige Modernisierungen, sodass nun 56.000 Zuschauer einen Platz fanden.

      Zum Bundesligaaufstieg von 96 im Jahre 2002 hatte das Stadion noch eine Kapazität von 48.896 Plätzen. Die Schalensitze hatten auch im Niedersachsenstadion Einzug gehalten. Außerdem gab es den „hübschen“ Namen AWD-Arena.

      Im März 2003 wurde dann die Nordkurve mitsamt der alten Fanblöcke H31/I32 dem Erdboden gleich gemacht und die Bauarbeiten für eine WM-gerechte Arena konnten beginnen. Bereits am 2. Spieltag der Saison 2003/2004 war der neue Fanblock im Nord-Unterrang bezugsfertig. Die Westtribüne wurde komplett übernommen und auf der Osttribüne wurde eine provisorische Haupttribüne mit Foliendach und schwarzen Sitzen aufgebaut. Die VIPs müssen im Rekordsommer 2003 schön geschwitzt haben, während wir im Nord-Unterrang beim ersten Spiel gegen Bayern München von der Feuerwehr mit kaltem Wasser versorgt wurden.
      Die Idee, Brigade Nord und die Ultras Hannover gemeinsam in einen Block zu stecken, erwies sich als nicht so brauchbar. So kam es, dass diese noch in der Rückrunde in den mittlerweile halbwegs fertig gestellten Oberrang flüchteten und sich dort seitdem der „neue I-32“ befindet. So kam es, dass das Stadion pünktlich im Januar 2005 offiziell fertiggestellt wurde und mit einem 0:3 gegen Bayer Leverkusen „eingeweiht“ werden konnte. Allerdings sollten noch fast 18 Monate ins Land ziehen, bis man es mal geregelt gekriegt hat, den Stadionvorplatz und die neue Geschäftsstelle fertig zu stellen. Auf das „Fan-Village“ warten wir übrigens heute noch...

      Das Niedersachsenstadion hat jetzt eine Kapazität von 49.000 Plätzen, wovon 7.800 Stehplätze sind und ca. 1.200 Business-Seats. Der Gästeblock liegt im Oberrang der Süd-West-Ecke und wurde schon von Fans vieler Vereine wegen der guten Sicht und der hervorragenden Akustik gelobt. Dort stehen ca. 1.500 Stehplätze zur Verfügung.
    • Adressen und Telefonnummern

      Rote Kurve – 96 Supporters Club e.V.

      Postfach 910952
      30429 Hannover

      Tel: 05 11 - 8 56 10 07
      Fax: 05 11 - 8 56 10 08
      E-Mail: info@rotekurve.de
      Internet: rotekurve.de


      Fanladen Hannover

      Clausewitzstraße 2
      30175 Hannover

      T: +49 (511) 96 94 96 9
      F: +49 (511) 8 56 10 08
      @: info@fanladen-hannover.de


      Fanprojekt Hannover

      Herrenstr. 11
      30159 Hannover

      Telefon : 05 11 - 44 22 96
      Telefax : 05 11 - 44 11 47

      Bürozeiten: Mo. - Fr. 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr

      Öffnungszeiten: Fan-Treff - Mittwochs von 15 -21 Uhr
      Fan-Treff - Nach den Samstag-Heimspielen

      Homepage: fanprojekt-hannover.de

      E-mail: fanprojekt-hannover@t-online.de


      Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V.

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      Mit bestem Dank an Jürgen Niggemeier von Hannover 96.

      Original von Kampfkater.
    • Bin mal gespannt wer zig Millionen für einen Namen ausgibt, den nur blöde Kommentatoren nennen werden. An und für sich ist es mir latte, aber einName der das Wort Swiss enthält wäre übel gewesen.
    • NP: "Ist eine Rückkehr zum Namen Niedersachsenstadion denkbar?"

      Kind: "Nein, absolut nicht. Wir brauchen das Geld vom Namenssponsoring. Und wenn sich das in ferner, ferner Zukunft mal ändern sollte, würden wir das Stadion 96-Arena nennen."


      :aumann:
      Tod und Hass der KGaA!